Unhöflich oder ehrlich ? Die Kunst ein guter Gastgeber zu sein


Hallo, ich hätte mal eine Frage an euch !

Aber zuerst die Erklärung:

Also, wir sind morgen bei meinem Schwager zum Essen eingeladen. Wir wissen nicht was es gibt, aber wahrscheinlich irgendeine Fleischpfanne mit Fertigsosse ( was ja nicht unbedingt verwerflich ist, besser eine solche als ne schlechte selbstgemachte ). So jetzt kommt das Problem: es gibt als Beilage immer konsequent Reis. Mir macht das nix, ich esse sehr gerne Reis. Aber meine Männer und auch meine Schwiemu eben nicht. Und das weiß meine Schwägerin auch ganz genau.

Meine Männer haben schon gar keine Lust dorthin essen zu gehen, aber Familie ist eben Familie. Ansonsten haben wir ein Superverhältnis, ich mag die beiden wirklich sehr gerne.
Meine Schwägerin ist halt keine Köchin vor dem Herrn, aber sie kann einige Sachen kochen, die kann man wirklich ohne Bedenken essen :pfeifen: . Der Meinung sind meine Männer überhaupt nicht, nachdem sie schon halbgefrorenes Fleisch auf dem Teller hatten.

Andererseits haben sie schon ihre Ansprüche wenn sie eingeladen sind. Ein " einfacher " Braten wird schon mal moniert, es sollte schon Gans, Ente oder Wild sein wenn sie bei uns essen. Außerdem haßt mein Schwager Zwiebeln, wehe da findet sich ein Fitzelchen !. Also brate ich ihm immer Bratwürste an Weihnachten, während alle anderen Sauere Bratwürste essen. Aber das ist für mich selbstverständlich, ich gehe halt auf meine Gäste ein.
Auch mir geht mal was ihn die Hose, aber essen konnte man bis jetzt noch immer alles. Es wäre doch nix dabei 5 Kartoffeln zu kochen für die jenigen die keinen Reis mögen.

So, lange Erklärung, jetzt die Frage:

Ich habe mir gedacht, ich nehme morgen ein paar Semmeln mit. Natürlich in der Tasche, falls es keinen Reis gibt bleiben sie auch drin.
Aber irgendwann müssen die doch schnallen, was ihre Gäste gerne mögen und was nicht. So was passiert mir einmal aber kein zweites Mal. Wir sind morgen unter uns, es kommen keine anderen Gäste, also würde ich sie nicht bloßstellen. Ich würde das auf die lustige Art machen und nicht bösartig. Findet ihr das übertrieben ?. Würdet ihr lieber schweigen und euch hinterher wieder ärgern ?.


:o
Also, ganz ehrlich:
Wenn sich Gäste derartig benehmen würden, nachdem ich mir die Mühe gemacht habe, für sie zu kochen (und ich bin auch nicht gerade die begnadete Köchin!), würde ich sie mit einem Tritt in den Allerwertesten vor die Türe befördern! :labern:


Ich wäre stinkesauer wenn jemand sein Essen selbst mitbringt. Es sei denn es ist abgesprochen.

Warum bietest Du nicht einfach Deine Hilfe beim Kochen an wenn Du weißt dass Deine Schwägerin nicht so toll kocht? Man kann auch sagen: Pass auf, was kann ich mitbringen damit Du nicht alle Arbeit allein hast!

Nimm Deine Schwägerin bei Dir mit in die Küche und zeig ihr wie Du kochst.

Gemeinsam kochen macht doch eh mehr Spaß!


Es wird gegessen, was auf dem Tisch kommt.
Wenn ich irgendwo zum Essen eingeladen bin- dann freue ich mich, das sich jemand in die Küche stellt und etwas leckeres zaubert- ob aus der Tüte oder nicht.
Wenn ich etwas gar nicht mag, würd ich sagen, das möchte ich bitte nicht.
Aber ansonsten hab ich noch nie von jemanden verlangt, für den das oder für die etwas anderes auf den Tisch zu packen oder gar noch extra zu kochen.
Der Gastgeber gibt sich schließlich Mühe. Und das zählt!


Heiabutzi, wenn ich jemanden nicht verstehe, dann dich

zu wissen, dass jemand etwas Bestimmtes einfach nicht mag, es trotzdem jedesmal auf den Tisch zu bringen, und wenn es sich dann auch noch um die Familien handelt
das finde ich schlichtweg unhöflich
ich würde dort nicht mehr essen wollen

@Leuchtfeuer

Zitat
Es wird gegessen, was auf dem Tisch kommt.


der Fall ist hier ja wohl etwas anders
auf einem Geburtstag meiner Freundin mit vielen Gästen gab es Sauerkrauteintopf
zu dem wenigen, das ich nicht durch den Hals kriege, gehört Sauerkraut
ich habe nicht verlangt, dass sie für mich etwas anderes kocht, ich habe das eh servierte Baguette vertilgt und es war alles ok.

aber in Zartbitters Fall finde ich das schon etwas anderes, für mich hat das was von Respektlosigkeit, zumindest Gleichgültigkeit

Bearbeitet von Die Außerirdische am 25.10.2008 22:48:26

Also- die Nummer mit den mitgebrachten Semmeln würd ich mir lieber sparen, das gibt nur böses Blut.

Wenn deine Mannen aber nun mal apselut keinen Reis mögen, dann wäre es doch vielleicht machbar dass sie einfach gar keinen Reis nehmen, nur Fleisch/Fisch und Gemüse?


Außerirdische,
es ist auch mir mal passiert, das eine gewisse Person ( Schwiegermutter) zum Essen einlud und Dinge servierte, die ich nicht mochte und sie das wußte.
Ich hab es halt nicht gegessen. So einfach war das! :grinsen:
Verstehe gar nicht, warum ich nicht mehr zum Essen eingeladen werde von ihr... :pfeifen: rofl


also, männe und ich sind da gnadenlos ehrlich inzwischen.

ich als allergiker sowieso. entweder ich geh da nachm essen erst hin, oder ich sag bescheid, daß ich mein essen selber mitbringe !

und damals, waren wir eingeladen zur family. wir kommen in die türe und riechen was : gibt das chinesisch ? jaaa.
wir mögen kein chinesisch und haben es nur einmal probiert und nie wieder gegessen,...
wir haben dann gesagt, wir gehen dann erstmal zum griechen und kommen danach wieder zur feier - war vor ca. 15 jahren - damals hat das keiner kapiert, war uns egal.
wir hatten kohldampf und chinesisch geht gar nicht,... und butterbrot bei kohldampf auch nicht.


ich habe auch festgestellt, egal, wie und ob man fragt oder was sagt, es kommt fast immer in den falschen hals bei demjenigen -

ich würd anrufen und nachfragen - was es gibt und dann sagen, okay, dann bring ich für die männer xy mit, die mögen nämlich keinen reis . brauchst net so viel reis,... kochen.


guten hunger

Bearbeitet von Trulli am 25.10.2008 23:04:21


Ja, einerseits habt ihr schon recht, ich würde mich auch nicht freuen wenn meine Gäste ihre eigenen Sachen mitbringen würden.

Aber bei mir wäre es nie der Fall, das ich jemanden 2 mal das aufdränge was er haßt. Das würde mir einmal passieren, dann nie wieder. Ich merke mir was meine Gäste mögen und was nicht !. Meine Männer essen natürlich das Fleisch dann halt mit Salat, aber ich finde es auch einfach unhöflich vom Gastgeber ihm immer seinen Geschmack aufzudrängen. In diesem Fall sind 4 Personen Reisesser und 4 Reishasser.
Ich persönlich finde nichts dabei eine handvoll Nudeln oder 5 Kartoffel extra anzubieten. Ich erwarte weder ein Sternemenue oder sonstwas "Besonderes", aber für mich macht einen guten Gastgeber aus auf seine Gäste einzugehen.

Weil wäre es anders herum, würde die Guten auch an meinem Essen nörgeln, von wegen: du weißt doch das ich keine Zwiebeln esse oder ähnliches.

Na ja, vielleicht lasse ich die Semmeln daheim und falls es wirklich keinen Reis gibt, kann man es vielleicht auf spaßige Weise sagen: " Mensch, fast hätte ich heute meine Semmeln selbst mitgebracht oder so, damit müssen sie dann leben.


zum thema unhöflich oder ehrlich an sich hab ich auch ne anekdote :

schwiegermutter häkelte damals tischdecken, viel arbeit, sahen sehr schön aus.

sie verschenkte sie - männe brachte mir ne grüne mit . ich hasse grün, hab nix grünes in der wohnung, es paßte absolut nicht zu uns.
entweder ich hätt sie 40 jahre in der schublade gelassen , oder - ich hab es männe gesagt, daß er ihr es wiedergeben soll, und sie nicht traurig sein soll, sie hätte mir sehr gut gefallen, aber eben nicht in grün, da das nicht zu unserer einrichtung paßt,...

sie hat sich dazu nie geäußert und ich hab NIE wieder was geschenkt bekommen.

mir auch egal, hab genug zeugs

Bearbeitet von Trulli am 25.10.2008 23:08:55


ich hab grad überlegt, uns wurde immer gesagt, was es zum essen gibt, vor einer einladung.
und oft hab ich gesagt, das mag ich nicht - dann wirde noch alternativ was gemacht, da immer einige das nicht mochten,...

ruf doch einfach an und frag nach.


Das ist doch ganz eifach zu verstehen, Außerirdische:
Wenn ich zum Essen irgendwo eingeladen bin, dann habe ich die Gepflogenheiten des Hauses zu akzeptieren, ob es nun Reis, Nudeln oder Hund gibt. Natürlich kann ich höflich ablehnen, indem ich sage: "Nein. danke, Hund ist nicht so mein Ding!"und dann etwas anderes essen.

Gerade, wenn man nicht so fit in der Küche ist, macht das Kochen besonders viel Mühe und ich finde, das sollte man auch schätzen und anerkennen. Dann reiße ich mich mal für eine Stunde zusammen und esse ein paar Happen. Aber dann mit den Stullen zu kommen...da halte ich das Wort "Unhöflich" für stark untertrieben. Mich jedenfalls würde das voll kränken, wenn ich die ganze Zeit mich abgerackert hätte!

Wenn Du konsequent ehrlich sein willst, Zartbitter, dann lehne die Einladung ab und sage, daß Du, bzw. die Männer und Schwiegermutter die Art von Essen nicht mögen! Damit ersparst Du Deiner Schwägerin viel Arbeit und außerdem die Demütigung mit der Stullennummer, denn DAS geht gar nict!


Gute Idee, Trulli mit dem Anruf !.

Und meiner Schwägerin das Kochen beizubringen ist glaube ich, sinnlos. Sie ist 56 Jahre alt, seit über 35 Jahren verheiratet und überhaupt nicht an Kochen und Backen interessiert. Bei ihr zuhause ist Essen glaube ich hauptsächlich Nahrungsaufnahme, so hält sie ihre Figur. Bei Einladungen wissen sie aber durchaus gut und reichlich zu schlemmen. Das stinkt mir :labern: schon.

Und das Essen selbst mitbringen: für morgen musste Schwiemu schon einen Kuchen backen. Auch Salat und Torten haben sie schon mal von mir und Schwiemu geordert. Haben wir dann auch gemacht, Schwiegermutter macht halt einen super Salat und wenn ich meinen Kuchen selbst mitbringe weiß ich wenigstens das er schmeckt. Aber wenn ich eingeladen bin, noch dazu zum MIttagessen, erwarte ich schon das ich mich an den gedeckten Tisch setzen kann und nicht selber kochen muss. Wäre es ein Grillabend, würde ich natürlich fragen ob ich Salat oder Zaziki oder ähnliches mitbringen soll.


Zitat (Trulli @ 25.10.2008 23:10:11)
ich hab grad überlegt, uns wurde immer gesagt, was es zum essen gibt, vor einer einladung.
und oft hab ich gesagt, das mag ich nicht - dann wirde noch alternativ was gemacht, da immer einige das nicht mochten,...

ruf doch einfach an und frag nach.

Na, da wäre ich ja begeistert, wenn ich für 10 Leutchen kochen müsste und jeder riefe vorher noch an mit irgendwelchen Extrawürstchen, die ich dann da noch mit reinfügen müßte...

Heiabutzi, ich glaube, wir reden aneinander vorbei

grundsätzlich hast du Recht
wenn ich eingeladen bin, dann nehme ich das, was auf den Tisch kommt
wenn ich etwas gar nicht mag, dann sage ich das, nehme es nicht, bin mit dem zufrieden, was für mich bleibt

wenn ich hier von Unhöflichkeit rede, dann deswegen, weil die Schwiegermutter ihrer Familie immer und immer wieder genau das vorsetzt, was sie nicht mögen
da wäre bei mir auch irgendwann die Toleranzgrenze überschritten und ich würde wahrscheinlich auch die Semmeln mitbringen


Ich möchte dir aber noch widersprechen, Heiabutzi. Ich finde nicht das man als Gast die Gepflogenheiten des Hauses hinnehmen muss. Gut, man tut es weil man den anderen nicht kompromitieren will. Vielmehr finde ich, das es einen guten Gastgeber auszeichnet, auf seine GÄSTE einzugehen. Das einem mal was nicht schmeckt, das gibt´s ja immer mal. Das ist kein Problem für mich. Auch meine Männer würden nicht vor Ekel ins Essen brechen oder igitt schreien. So weit haben wir uns schon im Griff.
Aber ich finde es zeugt von Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit der Gastgeber, grundsätzlich das anzubieten was die Gäste nicht mögen. Wenn ich Gäste habe frage ich meine Familie was wir kochen sollen. Und berücksichtige z.B. immer die Zwiebelantipathie meines Schwagers.

Also, wenn es morgen Reis gibt, gibt´s an Weihnachten ein Zwiebelsüppchen, Zwiebelkuchen und verdammt, irgendein Dessert mit Zwiebeln werd ich auch noch finden ! :ph34r: :ph34r:


@ Zartbitter

Du gehst von Deinen Maßstäüben aus, und genau das ist das Problem. Du kannst gut kochen, bist eine gute Gastgeberin, Deine Schwägerin nicht. Dafür hat sie bestimmt andere Stärken. Weil sie Dich einlädt, zeigt sie Dir, daß sie Dich mag und wertschätzt. Und ich finde, das solltest Du anerkennen! Du hast ja selber geschrieben, daß sie sonst total nett ist, also genieße doch einfach das Zusammensein!

Im Übrigen gehöre ich auch zu den Leuten, die grottenschlecht kochen, :ph34r: aber gerne woanders essen...ist doch okay, oder?

Bearbeitet von Heiabutzi am 25.10.2008 23:29:42


ich hab schon einladungen abgelehnt, wo es wild oder lamm gab.

oder käsefondue.

oder zunge,....

das eß ich nun gar nicht - also muß ich da net hin und sagen . nein, ich eß nur salat.

und jetzt mit meinen multiplen lebensmittelallergien ist das eh anders.

die gesellschaft muß sich eben umgewöhnen !!

meine nichte darf einiges nicht, ich auch vieles andere nicht, mein mann mag eniges nicht,...

ja, das bekommt man nie unter einen hut.

da die family darum weiß, ist keiner beleidigt, wenn wir was selber mitbringen !!

wir fragen eben vorher, was es gibt und sagen dann : wir bringen z.b. kartoffeln selber mit, vom reis und nudeln esssen wir nix.
das ist kein problem - is so abgesprochen .

wollen ja alle satt werden !

Bearbeitet von Trulli am 25.10.2008 23:29:25


ich trinke KEINEN alkohol. ich vertrage ihn auch gar nicht, wegen fructose !

auf JEDER feier wird alkohol angeboten. bzw. gibt es nur wein zum essen.....

bei hochzeiten, oder empfängen sekt,..

ich hab schon vor 20 jahren immer gesagt, nein danke, ich möchte ein wasser.

wieso muß ich etwas trinken, was ich gesundheitlich nicht vertrage und mir davon dann übel wird und die feier für mich dann vorbei ist, bevor sie begann ?

keiner verstand das - ach, nur ein schlückchen,.. NEIN - ein wasser bitte.

bin geswegen auch schon mal gegangen, weil das ignoriert wurde !!!

Bearbeitet von Trulli am 25.10.2008 23:34:19


Wenn ich zum Essen einlade, dann möchte ich meine Gäste überraschen.
Die einzige Ausnahme mache ich bei meiner Schwägerin, die ein Magengeschwür hat. Da frage ich ganz konkret, ob sie das angedachte Mahl verträgt. :ph34r:
Wenn nicht, bekommt sie eine Alternativbeilage- oder etwas in entschärfter Form.
So verhalte ich mich auch bei den Kindern, denen ich extra ein Kinderessen abwandle ( z. B. Fritten statt Reis :rolleyes: ).
Ansonsten müssen meine Gäste meine Kochkünste überleben :lol: .

Gegen Mäkler :angry: fahre ich die harte Tour.
Bei absoluter Aversion ( z. B. Fisch) mache ich schnell ne Dose Würstchen warm. :D

Werden wir zum Essen eingeladen, wird gegessen, was auf den Tisch kommt.
Da gesundheitlich nix dagegen spricht ist dies für mich ( und meine Familie ) ein Akt der Höflichkeit.Wenn´s nicht schmeckt :unsure: wird weniger gegessen.
Und ein Mäc Doof ist immer auf dem Heimweg . :pfeifen: :lol:


Ich hätte kein Problem damit die Schwägerin um
ein Stück Brot zu bitten.

Auch wenn sie keine gute Köchin ist, finde ich es schon
dreist immer wieder Reis zu servieren. Trotz Wissens,
dass er nicht gegessen wird.
Nudeln sind bestimmt gleich einfach ins kochende Wasser
zu schütten.


Zitat (lassie @ 25.10.2008 23:37:44)
Auch wenn sie keine gute Köchin ist, finde ich es schon
dreist immer wieder Reis zu servieren. Trotz Wissens,
dass er nicht gegessen wird.
Nudeln sind bestimmt gleich einfach ins kochende Wasser
zu schütten.

genau so meine ich das

schließlich kann sie wohl kaum eine so schlechte Köchin sein, dass sie außer Reis gar nichts anderes kochen kann

ich bleibe dabei, immer wieder dasselbe vorsetzen, im Wissen, dass es nicht gemocht wird, das ist für mich nichts weiter als Respektlosigkeit

Zitat (lassie @ 25.10.2008 23:37:44)
Ich hätte kein Problem damit die Schwägerin um
ein Stück Brot zu bitten.

DAS wiederum finde ich auch in Ordnung!

@ Zartbitter
Vielleicht merkt Deine Schwägerin gar nicht direkt, daß Ihr keinen Reis mögt.
Laß' uns doch mal wissen, was es gab! ;) Vielleicht hat es ja bei ihr gefunkt! :rolleyes:

also wenn ihr da eh kuchen und sowas mitbringen sollt, da haste doch total die gelegenheit da nochmal anzurufen und zu fragen was es zu essen gibt. und wenn sie als beilage REIS sagt, dann sag doch, du wie waers mit nem gratin? sie wird dann sicher sagen, nööö, kann ich nich oder ach ne irgentwas., dann sag ihr, na kein akt, ICH MACH DAS und bring es mit ! das kannst DU super vorkochen und muss dann nur kurz im ofen ueberbacken werden.
und wenn sie nochmal nein sagt, dann sagste einfach... ach klar, das macht mir gar nix aus, das mach ich so gerne, und du weisst doch, mein mann mag keinen reis. also abgemacht, ich bring das gratin mit. keine ursache, gerne geschehen ...
laesste die olle gar nicht erst zu wort kommen. sei ueberfreundlich und hilfsbereit und voller vorfreude und die wird ihre klappe halten. aber pass nur auf, dass hinterher dein maenne von dem gratin was abbekommt und nicht mit ner schuessel reis da hockt, weil die gastgeber das gratin verschlingen :sabber:


na,

vielleicht gibts ja

tomatensuppe mit reis,

dann reisauflauf und

zum nachtisch milchreis *g*


Ich würde die Schwägerin darum bitten, daß sie doch für die Mannsbilder ein paar Nudeln kocht. Das müßte sie doch hinkriegen und das fände ich, nachdem die Gastgeber schon wissen, daß die Männer keinen Reis mögen, nicht unhöflich.


Zitat (Die Außerirdische @ 25.10.2008 23:43:19)
genau so meine ich das

schließlich kann sie wohl kaum eine so schlechte Köchin sein, dass sie außer Reis gar nichts anderes kochen kann

ich bleibe dabei, immer wieder dasselbe vorsetzen, im Wissen, dass es nicht gemocht wird, das ist für mich nichts weiter als Respektlosigkeit

Genauso sehe ich es auch. Außerdem fahre ich ja nicht nur wegen dem Essen hin, sondern auch um sie wiederzusehen und einen schönen Tag zu haben. Wenn´s morgen nicht´s gescheites gibt, geht die Welt nicht unter. Aber es geht um´s Prinzip finde ich. Wer selbst gerne kritisiert, sollte auch selbst welche vertragen können.
Aber ihr habt Recht, die Semmeln lass´ich daheim, meine Männer sollen sie um eine solche bitten. Ist wahrscheinlich die beste Lösung, aber ich kann nicht einsehen das man nach 10 Jahren die Wünsche seiner Gäste nicht kennt.

Werde morgen Bericht erstatten !.

Ich bin ja schon mords-gespannt auf den Bericht :P

Finde nämlich auch - wenn ich weiß, meine Gäste mögen dies und das nicht, dann koche ich das nicht. Ich will doch, dass es ihnen schmeckt.

Und in der allernächsten Verwandschaft sollte man doch sagen dürfen "du - wir essen echt nicht so gern Reis, kochst du uns auch ein paar Nudeln? oder ich bring auch gerne ein Gratin mit, dann hast du keine Arbeit damit" - also wenn die Schwägerin oder Schwiegermutter oder wer... das nicht verkraftet, dann weiß ich auch nicht :rolleyes:

Vor allem, wenn man selber auch Ansprüche stellt beim Bekocht-Werden (keine Zwiebeln, dafür Gans, Wild etc.)

Kulinarische Grüße :D
Ribbit


Also nee, bloß keine Semmeln mitbringen... das ist das Letzte und rechtfertigt ein Familienzerwürfnis 1. Grades.
Dem Gastgeber ist das ein Schlag ins Gesicht.

Man kann das (auch wenig elegant und ganz sicher nicht nett) lösen, indem man vorher zu Hause schon eine Kleinigkeit ißt und dort dann aus Höflichkeit eine Protion oder so... so ist es nicht primär augenfällig für den Gastgeber, und man selber steht nicht hungrig vom Tisch auf ;) .
So haben mein Ex und ich es gemacht, wenn wir irgendwo zum Eisbeinessen oder sowas Fettigem eingeladen waren und zwingend hinmußten. Dann wurde eben gründlicher gefrühstückt zu Hause. :ph34r:

Nicht nett, wirklich - aber immer noch besser, als "Pausenbrote" mitzubringen.

Man kann nicht von jedem erwarten, daß er oder sie Sternekochqualitäten hat. Aber doch, daß er oder sie sich ein klein wenig nach dem Geschmack der zu erwartenden Gäste richtet.
Ebenso unhöflich, wie stullenmitbringende Gäste ist ein Gastgeber, der seinen Gästen ungefragt seinen Geschmack aufzwingt, finde ich.
Alle essen Reis, 3 oder 2 eben nicht? Kein Problem: paar Salzkartoffeln sind zeitgleich mit dem Reis gekocht und dazugestellt: für alle die, die keinen Reis mögen.
Salzkartoffeln erfordern keine exorbitanten Küchenkenntnisse.

Trullis Rat mit dem Anruf ist gut. So kann man rechzeitig gemeinsam abklären, was auf den Tisch kommt. Ich selbst bin für derlei Anregungen gerade vor Mittagseinladungen immer sehr dankbar. :) Es muß nur rechtzeitig genug kommen.

Es ist kein Verbrechen, ganz lieb zu sagen: "Würde es Dir sehr viel Umstände machen, für uns ein paar Salzkartoffeln zu reichen? Sei nicht böse, aber wir vertragen doch absolut keinen Reis."
Sowas hab ich auch schon fertiggebracht, ohne anzuecken oder weniger akzeptiert zu werden.
Steht das Menü fest und man weiß genau, es gibt z.B. Schlachteplatte mit Eisbein und Co. und 20 Mann sitzen um den Tisch, sind immer welche dabei, die derart Fettes nicht mögen oder vertragen: die bekommen denn halt was Mageres.
Klar gibt's mal eine spitzfindige Bemerkung deswegen, aber davon kommt man nicht um.
Die Hausfrau ist froh, wenns allen schmeckt.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 26.10.2008 00:43:56


Nochwas fällt mir ein:

Heikler ist es ja, wenn Fremde oder Leute, die einem sonst gute Bekannte sind, die man noch nie bekocht hat und wo man Feinheiten im Geschmack kaum oder nur schwer einschätzen kann, zum Essen kommen.
Das ist wirklich fast ein Glücksspiel: Schmeckt es ihnen und sie langen zu und nehmen sich nach wie die Ortsarmen, hat man Glück (oder sie kochen selber zu Hause nicht und schätzen es jedoch, bekocht zu werden ;) solche gibt es zuhauf).
Bleiben sie extrem zurückhaltend und stochern vornehm, kann was am Essen nicht okay sein (und wenn sie nett sind, sagen sie einem das -inoffiziell-, damit man's fürs nächste Mal besser weiß).

Aber Familie? Da ist es doch an sich kein Problem, zumindest, wenn man sich häufiger besucht, in etwa die Geschmäcker der anderen zu kennen.
Tante Liese haßt Zwiebeln und Onkel Rudi verabscheut Reis, Mama kann nix Fettes ab und Cousin Michael mag kein Geflügel.
Danach kann man sich richten: das ist nicht schwer.
Besuch bekochen ist immer ein wenig wie Hotelküche. :D

Zudem ist es immer eine große Schwierigkeit für den bekennenden "Tütenkoch", der eben kein Küchenmeister ist, für Leute zu kochen, von denen er weiß, daß die ihm in der Küche haushoch über sind.
Da ist der Mut zu loben, wenn der- (oder die)jenige sich's trotzdem zutraut, die große Runde zu Tisch zu bitten... und alle Besuchenden üben ein wenig Nachsicht.
Trotzdem darf es bei aller Nachsicht nicht dahingehend ausarten, daß man sich graust, dorthin zu müssen... vor allem, wenn es öfter vorkommt. :)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 26.10.2008 01:35:39


Ich versteh nicht ganz, warum es so schwer ist, mit der Gastgeberin vorher zu telefonieren.

Nur ein Beispiel wie es sich bei unseren Feiern verhält:

Meine Kusine ist Vegetarierin und isst grundsätzlich kein Fleisch. Ausserdem isst sie nur Biogemüse und trinkt grundsätzlich kein Alkohol. Sie bekommt immer eine extra Speise.
Meine Mutter lehnt alle Speisen ab, die mit Zwiebeln in Berührung gekommen sind. Grundsätzlich bekommt sie ihren extra Salat ohne Zwiebel angemacht.
Meine Frau ist Hinduistin und isst keine Kalb- oder Rindfleisch. Ausserdem trinkt sie grundsätzlich kein Alkohol. Ebenso trinkt sie ausschliesslich Leitungswasser (also nicht mal stilles Wasser).

Der Rest der Familie isst, das und soviel, was man mag.

Mir schmeckt der Reis auch nicht besonderss, dann nehme ich halt nur einen Teelöffel Reis und dafür mehr Salat oder doppelte Menge Fleisch.

Mein Vater kann altersbedingt keine harten Sachen mehr beissen und muss sich hauptsächlich von breihaltigen Essen versorgen.

Das muss vorher abgesprochen werden.
Es geht einfach nicht, einen zu etwas zu zwingen, was derjenige nicht will.
Sonst ist einfach Schluss und man meldet sich wegen einer Unpässlichkeit von der Feier ab. Wenn man das öfters macht, hat sich die Einladerei auch von allein erledigt.

Aber Semmeln mitbringen würde ich nicht. Jedoch unbedingt vorher mit dem Gastgeber telefonieren.

Wenn dann bei Feier wider erwarten auf die Wünsche nicht eingegangen werden, einfach die Beilage stehen lassen, und einfach sagen, dass man diese Beilage grundsätzlich oder aus religiösen Gründen nie isst.

Was ist denn dabei der Gastgeberin zu sagen, in meiner Familie mag keiner Reis?

Das ganze nennt man auch "Kommunikation".

Labens


also ich würde da einfach nur das Fleisch mit Sauce essen und keinen Reis auf den Teller schaufeln. Wenn nachgefragt wird, warum man keinen Reis nimmt, kann man ja ehrlich sein und sagen daß man Reis leider nicht ausstehen kann.

Wenn sie es eh schon weis, wird sie wohl auch nicht nachfragen warum man sich keinen Reis auf den Teller packt.

Wenn ich irgendwo eingeladen bin wo es etwas gibt was ich einfach nicht ausstehen kann, dann nehm ich mir nichts davon - und auf Nachfrage erkläre ich halt dann, daß ich das schon probiert habe und es mir nicht schmeckt.

Etwas futtern nur weils mir hingestellt wird und wo es mich würgt, das muß ich nicht mehr - das mußte ich als Kind, aber gottseidank kann ich als Erwachsener entscheiden was bei mir auf die Hüften schlägt und was nicht...

Meine Eltern wissen z.B. daß ich Süßigkeiten nicht mag - also Eis, Kuchen oder sonstigen Süßkram als Nachspeise. Sie wissen es, versuchen es aber jedes Mal wieder mir das anzudrehen. Seit kurzem wird allerdings nach erneuter Weigerung dann für mich ein Stück Käse als Nachspeise hingestellt weil sie wissen daß ich dazu nicht "Nein" sage - bin halt der "herzhaft" und nicht der "süße" Mensch.


Also mir ist es lieber ,wenn ich jemanden zum Essen einlade ,dass der jenige mir

ehrlich sagt,wenn etwas nicht mag.Man besorgt extra etwas besonderes zum Essen und

steht lange in der Küche ,macht sich viel Arbeit und dann mag der Gast die Sachen

gar nicht.

Etwas anderes ist es,wenn es bekannt ist das ich bestimmte Dinge nicht mag und mir

das dann trotzdem immer wieder angeboten wird . Das lehne ich dann auch bei Tisch

mit den Worten "Du weiß doch ich mag z.B. keine Innereien " ab.

Bearbeitet von Pinguin21 am 26.10.2008 11:12:16


wir waren mal eingeladen , ins restaurant, zu ner feier, mein bruder lud die family ein, angeblich zum geburtstag .- es war aber seine hochzeit, er hatte heimlich wochen vorher geheiratet.


per zufall erfuhr ich, daß das essen und getränke FÜR ALLE GLEICH - schon bestellt war.
es sollte wild und zu trinken wein geben.

wir mögen kein wild, und trinken keinen wein.

ich hab meien bruder dann angerufen und gesagt, daß wir das absolut nicht essen und auch keinen wein trinken.
hab gefragt, ob es umstände machen würde, daß wir 2 a la carte bestellen, wir würden es auch seober zahlen, wenns am geld scheitern würde,...
ansonsten würden wir nicht kommen !!

wir konnten dann a la carte bestellen - er fand es aber nicht gut.

nur - ich finde es auch unmöglich, im restaurant für 8 personen etwas zu bestellen, wo ich nicht weiß, ob dsa jeder magm, verträgt,...

es war dann aber doch eine schöne feier,...


Ich seh auch kein Prob darin, auf andere Ruecksicht zu nehmen. Wenn jmd etwas nicht isst, koche ich halt was anderes. Wir kochen einmal die Woche gemeinsam in der Nachbarschaft, so im groben hat man Ueberblick wer was nicht mag, also verkocht man solche Sachen nicht. Klar passiert es auch mal, dass einer das Essen nicht mag. Meine Schwaegerin mag z.B. indische Gewuerze nicht so sehr, ich hab tapfer Indisch gekocht *g* Sie hat dann halt das Chutney, dass sehr gewuerzlastig war nicht gegessen und ich weiss es fuers naechste mal.
Ich hatte auch schon Besuch von einer Veganerin, da hab ich halt ein WE vegan gekocht.

Ich versteh da die Schwaegerin auch nicht. Wenn ich es doch weiss, suche ich ne Alternative. Dann stehen alle satt und zufrieden vom Tisch auf, was fuer mich wichtiger ist, als meinen Kopf durchzusetzen.

Wenn ich eingeladen bin, sage ich entweder vorher schon, dass ich lactoseintolerant bin (geht bei kleineren Runden gut und wird eigentlich auch liebevoll beachtet) oder ich pick mir das raus, was ich vertrage und mag (was manchmal en bissi magere Kost ist *g*). Es kommt aber selten vor, dass ich auf etwas stosse, was ich partout nicht mag/essen darf, irgendwas findet sich immer. Und im aeussersten Notfall wuerde ich fragen, ob ich mir ein Brot schmieren darf o.ae.


Mahlzeit ;)

Zartbitter sitzt sicherlich schon am gedeckten Tisch... ;)

Würde es hier um ein Geschäftsessen gehen, finde ich die Fragestellung ok ;)
würde mich vielen Vorschreibern anschießen und aus reiner Höflichkeit etwas von dem Reis essen :pfeifen:

Ich lese allerdings etwas anderes aus den Zartbitters Beitrag
- und wenn ich mich täuschen sollte, dann wird mir Zartbitter das auch sicherlich schreiben. :blumen:

Hier geht´s um Familie und ich finde die Schwägerin macht´s sich verdammt einfach!
Kuchen und Salat sollen mitgebracht werden, weil´s lecker schmeckt,
und die Schwägerin selbst gibt sich nicht mal die Mühe und kocht anstatt Reis / Nudeln
(müssen ja gar keine Kartoffeln sein, die müssten ja auch noch geschält werden)
;)

Na logo bringt man einer Frau mit 56 Jahren nicht mehr das Kochen bei, weil sie´s ja auch gar nicht will!
Ist doch schön, wenn man sich bei Anderen an den gedeckten Tisch setzen kann
und die Auswahl an Gerichten so groß, dass für jeden etwas dabei ist, oder?
*ironiean* Warum sich also die Mühe geben und mal ein Blech Pommes oder Röstis in den Backofen schieben?*ironieaus*

Ich habe immer sehr gerne und vielfältig gekocht,
bis ich gemerkt habe, dass ich ausgenutzt und für einen Deppen gehalten wurde.
Leider nicht nur im Freundes/Bekanntenkreis sondern auch in der Familie!

Meine Schwägerin (Portugisin) hat wegen des Essens nicht nur einmal die ganze Familie aufgemischt!

- nu gehört se nicht mehr zur Familie (hat aber nix mit dem ihr vorgestzten Essen zu tun, glaube ich zumindest) rofl


Grundsätzlich bin ich, was Essen an geht, sehr robust. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich seit knapp 4 Jahren Vegetarierin bin ;) Aber das wissen mittlerweile alle, bzw. ich binde es bei Einladungen von neuen Leuten jedem so rechtzeitig auf die Nase, dass noch genug Zeit bleibt, ne Alternative zu finden und falls das nicht geht, kündige ich an, dass ich unkompliziert bin und dann eben Beilagen futter :)

Bin da von Muttern auch durch ne harte Schule geschickt worden... Bei uns gabs sonntags nicht normales warmes Mittagessen, sondern immer irgendwas ausgeflipptes. Huhn in Weißwein mit in wasauchimmer geschwenkten Kartöffelchen und zum Nachtisch Apfelmus mit Ingwer. Da wurde das geilste Kottelettefleisch gekauft und... in Gemüse und Brühe gedünstet... *würg* Und dazu gabs kein Baguette, sondern Ciabatta de la campagne avec des olives...

Das soll jetzt nicht undankbar klingen, aber als Kiddie hat man dafür einfach keinen Gaumen...

Dabei hätt ich mich wahnsinnig über irgendwas "normales" gefreut.
Überhaupt war immer alles mit Ingwer.... und wehe, man deutete zart an, dass man dieses MeisterPropper-Gewächs nicht mag... dann gabs erst großes Gezeter a la "ich steh den ganzen TAg in der Küche und wie wird es mir gedankt?" und in der nächsten Woche gabs dann wieder Ingwer in ner neuen Variation. Ich kenn mittlerweile ALLES mit Ingwer - Marmelade, Fruchtmus, in Öl eingelegt, getrocknet, als Tee pur, als Tee mit Annanas... *kotz*

Mir fällt grad noch was ein:

Zartbitter: Habt ihr eurer Schwägerin überhaupt mal gesagt, dass ihr teilweise keinen Reis mögt?

Bearbeitet von Cambria am 26.10.2008 12:21:40


Zitat (missmocca @ 26.10.2008 11:59:43)


Meine Schwägerin (Portugisin) hat wegen des Essens nicht nur einmal die ganze Familie aufgemischt!

- nu gehört se nicht mehr zur Familie (hat aber nix mit dem ihr vorgestzten Essen zu tun, glaube ich zumindest) rofl

Vielleicht liegt ja auch gerade da der Hase im Pfeffer!

Nachdem ich mir das alles nochmal durchgelesen habe, ist mein Gefühl auch, daß es vielleicht um ganz andere Sachen geht.

Mein Standpunkt ist: Wenn ich ein Super-Verhältnis zu jemandem habe, wie Zartbitter im Eingangspost beschreibt, dann ist es mir Sch***egal, was derjenige mir zu essen vorsetzt, dann frage ich nach Brot, wie Lassie schon schrieb, dann picke ich mir nur das raus, was ich mag, und verliere da kein Wort drüber.
Vielleicht liegt das auch einfach daran, daß es mir irre schwer fällt, mich da reinzuversetzen. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich nahezu alles esse, was mir vorgesetzt wird, sprich: Es gibt so gut wie kein Lebensmittel, bei dem ich sagen würde, das ist so eklig, das kann ich auf gar keinem Fall essen. (Ausnahme:Fettränder! Die schneide ich kommentarlos weg!)

Eine Essenseinladung bedeutet für mich immer: Da ist jemand, der mich gern hat, der das Beisammensein mit mir schätzt und der mir etwas gutes tun will. Sonst würde derjenige sich ja nicht so abrackern. Die einen tun das eben richtig gut, die anderen eben ihren Möglichkeiten/Talenten entsprechend.

@ Cambria: Tante Edit sagt: Wir hätten essenstechnisch unsere Mütter tauschen sollen! :sabber:

Bearbeitet von Heiabutzi am 26.10.2008 12:40:10

Zitat (Heiabutzi @ 26.10.2008 12:35:55)


Nachdem ich mir das alles nochmal durchgelesen habe, ist mein Gefühl auch, daß es vielleicht um ganz andere Sachen geht.


:schlaumeier: Ja, man kann die Reiskörner in den Beiträgen husten hören... B)

@Zartbitter
Ab zum Familientherapeuten... :lol: :lol: :lol:

Zitat (Justme @ 26.10.2008 12:50:46)
:schlaumeier: Ja, man kann die Reiskörner in den Beiträgen husten hören... B)


rofl rofl rofl
Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht!!!

Ehrlich - unbedingt ehrlich! Ich bin für jeden dankbar, der mir - wenn ich die Gastgeberin bin - am besten vorher sagt, was er/sie nicht mag.

Meine liebe, alte Tante ist erst nach Jahren damit rübergerückt, daß sie Reis - seit einer übertriebenen Reisdiät vor ca. 20 Jahren - kaum noch runterbringt.
Nachdem sie Chinesisch an sich sehr liebt, gab es den halt oft als Beilage... *seufz*.
Seitdem gibts halt was anderes, wenn sie da ist. Aber es schmerzt mich rückblickend jedes Essen bei uns, bei dem sie so hat leiden müssen... .

Bei Freunden von uns ist sie wirklich eine begnadete Köchin.
Kauft auch immer nur vom Allerfeinsten und Besten ein (spezielle Essigsorten, die ich nicht mal kenne, etc.).
Meines Mannes wegen kochen wir auch noch ohne Zwiebeln, was sie fast unerträglich finden.

Wir haben das geklärt und jetzt gibts halt kalte Platte, wenn sie kommen, oder sie kommen einfach erst nach dem Essen, damits eine Rohkost-Stift-Platte mit leckeren Quark-Dips auch tut.

So einfach ist das.


Jetzt bin ich aber auch gespannt, wie das Essen gelaufen ist...

Wenn ich irgendwo eingeladen wäre und es gäbe etwas, was ich nicht mag, würde ich auch höflich ablehnen, bzw eben nur die anderen Sachen essen.

Auf Nachfrage kann man ja dann ruhig ehrlich sagen, sorry aber ich mag wirklich keinen Reis, selbst wenn er von einem Gourmetkoch gemacht worden wäre.

Sollte dann bei den nächsten Besuchen wieder und wieder und wieder Reis aufgetischt werden, könnte man ja höflich bemerken, daß es doch schade ist, wenn soviel Reis immer über bleiben würde und die ganze Mühe (Reis kochen), die eigentlich umsonst war...Und dann als dezenten Hinweis, daß zu diesem Gericht auch perfekt Nudeln, Kartoffeln oder Klösse passen würde...Je nachdem wie gut man sich mit dem Gastgeber versteht, könnte man ja augenzwinkernd hinzufügen, daß man dann die Schüssel ratzeputze leer futtern würde :D

Wenn ich umgekehrt Gastgeber wäre und ich hätte da so spezielle Fälle, die immer was ganz außergewöhnliches verlangen (und ich bin auch keine begnadete Köchin...eigentlich bin ich eher Künstler im warm machen :lol: ) und nur rummäkeln würden, dann würde ich auf Einladungen zum Mittagessen echt verzichten und stattdessen entweder zum Kaffee, zum Raclette, zum Fondue oder Grillen einladen. Also wo jeder was zum Essen beisteuert...Oder gleich Essen gehen (Falls ich mir das leisten könnte...)


Zitat (Mellly @ 26.10.2008 18:08:08)


Wenn ich umgekehrt Gastgeber wäre und ich hätte da so spezielle Fälle, die immer was ganz außergewöhnliches verlangen (und ich bin auch keine begnadete Köchin...eigentlich bin ich eher Künstler im warm machen :lol: )

:lol:

Ich mache das dann immer so: Ich lasse einfach den Alkohol in Strömen fließen und dann merken die Gäste das nicht so! B)

Zitat (Heiabutzi @ 26.10.2008 18:17:19)
:lol:

Ich mache das dann immer so: Ich lasse einfach den Alkohol in Strömen fließen und dann merken die Gäste das nicht so! B)

Aaahhhh, Miss Heiabutzi, sie waren wohl beim Biolek in der Lehre rofl

Ich mache immer dies und das für jeden was.
Reis, Kartoffeln, Nudeln,
Fertig ist die Kiste
Wird bei uns x-mas auch nicht anders. Ich kann nicht 20 Personen unter einen Hut stecken.


Zitat (Zartbitter @ 25.10.2008 22:15:22)
Und das weiß meine Schwägerin auch ganz genau.

Kann es nicht auch sein, dass sie es - auch wenn sie es im Prinzip weiß - einfach immer wieder vergisst oder nicht daran denkt? Oder tatsächlich andere Beilagen einfach nicht hinkriegt und dann den Reis serviert nach dem Motto "lieber einen gelungenen Reis, den ein paar der Gäste nicht so mögen als misslungene Nudeln oder Kartoffeln, die gar keiner mag"?

Ich habe mal irgendwo einen Satz gelesen, der mir sehr imponiert hat: Bevor man einen Menschen verurteilt, sollte man versuchen, ob man sein Verhalten nicht entschuldigen kann!

Wenn die Schwägerin wirklich bewusst die Abneigung ihrer Gäste ignorieren sollte - was ich mir nicht so recht vorstellen kann -, würde ich sie ganz offen, aber freundlich darauf ansprechen.

Wenn sie es nicht bewusst tut, würde ich halt wenig oder nichts von dem essen, was ich nicht mag (in der Hoffnung, dass sie beim nächsten Mal daran denkt) und auf Fragen hin offen sagen, dass ich etwas nicht mag oder vertrage. Aber doch auf keinen Fall die Holzhammermethode mit mitgebrachtem Vesper!

Vielleicht bin ich etwas naiv, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass jeder Gastgeber seinen Gästen was Gutes tun und sie nicht mutwillig verärgern oder enttäuschen möchte.

Gruß,
chris

Es wäre ja auch möglich, da es ja in der Familie ist, zu fragen, ob die Schwägerin noch ein paar Nudeln kochen kann, und man selber dafür den Nachtisch mitbringt.
Das entlastet die Hausfrau, die Männer mögen das Essen, und alle können den gemeinsamen Tag genießen, denn wenn ich das richtig verstanden habe, mag man sich ja gegenseitig und ist gern zusammen.

Gruß,
MEike


@Mellly
Reis kochen macht überhaupt keine Mühe.

Reiskocher kostet 12,99 €. Wasser und Reis rein. nach max. 10 Minuten stoppt er Reiskocher und hält den Reis dann anschliessend warm.

Für Faule und Nichtköche das ideale Kochgericht.

Kartoffeln und Nudeln/Spätzle gehen genau so schnell, wenn man 10 Minuten beim Kochkurs aufgepasst hat, oder mal in die Kochseiten von FM oder bei Chefkoch reingeschaut hat.

Wie schon die meisten richtig bemerkt haben, geht es darum den Besuch zu verärgern.

Macht meine Frau auch ab und zu. Kocht in der Küche mit Chillischoten schon früh am morgen, damit es mir im Schlafzimmer im Bett die Tränen aus den Augen drückt, und ich aufwache. :labern:

Labens


Kochrezepte, die nicht meinen Wünschen entsprechen und/oder bei denen die Quelle nicht geprüft werden kann, sollten gelöscht werden.


So, habe jetzt endlich Zeit zu schreiben, nachdem ich unser Mahl verdaut habe.

Stellt euch vor, es war alles anders als sonst. Wir kommen in die Küche rein und Sohnemann ruft : " es gibt Reis " ! Mein Blick ging blitzschnell zum Herd. Aber weit und breit kein Reis.
Dafür gab´s und wirklich lecker, ohne Ironie: Leberknödelsuppe ( waren etwas hart, aber geschmacklich sehr gut ).
Jetzt kommts: Gänsebraten mit KNÖDEL, Sauerkraut, Salat und eine wirklich gelungene Sosse. :sabber:
Dessert: das war er einzige Wermutstropfen, eine Creme aus der Tüte mit Fruchtsaft angerührt. Erinnerte an farbigen Kleister der auch nach nix schmeckte, dazu ein paar Kirschen aus dem Glas und 3 Mandarinenspalten.
Aber gut, über so was sehe ich hinweg, bin nicht soooo ein großer Dessertfan, ist mir also nicht wichtig.

Zum Kaffee gab´s dann Oma´s Kuchen und meine Schwägerin kaufte noch einen.
Konnte man auch essen, ich war sowieso noch satt vom Mittag.

@ chris: also, meine Schwägerin ist mit meinem Mann seit 35 Jahren verwandt, das sie also die Abneigungen " vergisst " kann ich nicht glauben. Auch meine Söhne waren schon oft im Urlaub bei ihr, also sie weiß schon genau was sie mögen. Mit mir ist es ja kein Problem, ich bin ein " Allesfresser ".
Und: ich weiß beim besten Willen nicht, was an Nudeln oder Kartoffelkochen so schwer sein soll. Das wird sie ja in ihrem Leben schon öfter gemacht haben ( für Mann und Tochter ). Aber wer weiß: ich kannte mal eine die hat ohne Scherz ihre ersten Nudeln ohne Wasser gekocht ! :wallbash:

@Justme: als eine Therapie brauchen wir noch nicht. :pfeifen: Oder bessergesagt: wer braucht die heutzutage nicht ? :pfeifen:
Wir haben echt eine gute Beziehung, auch wenn sich für dich das nicht so liest. Klar gibt´s mal Meinungsverschiedenheiten, aber noch nie Ernstes. Da ist auch nix Unterschwelliges. Das mit dem Essen war schon immer so bei ihnen, aber davon hängt ja auch nicht der Familienfrieden ab. Aber mir hat´s halt gestunken, immer die leidvollen Gesichter meiner Lieben anschauen zu müssen, deshalb bin ich auf die Idee mit den Semmeln gekommen.

Ich habe meine Söhne gesagt, falls es Reis gibt sollen sie nach Brot fragen, aber alle Sorgen waren unbegründet.

So und in 2 Wochen bin dann ich dran mit Kochen. Ich weiß aber noch nicht was es gibt. Auf jeden Fall nix mit Zwiebeln !. Wegen Schwagerherz. Und keine fettige Sosse !. Wegen Nichte.

Danke für eure Antworten. :blumen:

Bearbeitet von Zartbitter am 27.10.2008 17:52:18


Na, hat doch geklappt, Zartbitter.

Wenn ich selber Gäste einlade, dann frage ich vorher mal, wer was NICHT ist. Dann hab ich schon mal Vorstellungen, was ich kochen KÖNNTE.

Es kommt aber auch mal vor, dass ich eingeladen werde. Einmal gab es Zucchini mit Hackfleisch. Wirklich gelungen. Nur....... die Gastgeberin wusste nicht, dass mir Zucchini total zuwider sind. Ich habe halt tapfer gegessen.

Oder die Einladung zum Schnitzel........ da war ne Fertigsoße ausm Beutel dran....... brrrrrr...... aber ich habs gegessen, ohne zu murren.

Wenn ich öfters eingeladen werde (ja, iss auch schon passiert..... rofl ) und weiß, der/die Gastgeber/Gastgeberin ist nicht so firm in der Küche, biete ich schon mal an, selbst zu kochen. Das klappt eigentlich immer (bis auf die Tatsache, dass meist nur billige Messer nebst Plastikbrett zum Schneiden vorhanden sind).

Auf die Art habe ich schon ganze Menüs zusammengestellt. Es kostet zwar dann viel Arbeit in ner fremden Küche, aber meist auch viel Lob. Und der Applaus ist ja schließlich das Brot des Künstlers........


Gruß

Abraxas