krankenkasse hat ihre prämie erhöht: und zwar ziemlich heftig


so meine lieben, ich hab da mal ne frage

ich bin ja schweizerin und ebenfalls da wohnhaft, daher ist das system für mich absolut nicht nachvollziehbar.
meine eltern sind vor ca. 10 jahren nach spanien ausgewandert und haben sich bei der deutschen ukv krankenversichert. beide sind gesundheitlich sehr angeschlagen und müssen ziemlich viel zum doc. heute hat mir meine mum erzählt, sie haben einen brief der kk bekommen, in dem steht anscheinend, sie wären wohl zu teuer, daher müssen die prämien dieses jahr verdoppelt werden auf ca. 7500 euro pro jahr. hä? HÄ? wie soll das denn gehn?


Ist es nun eine Krankenkasse oder eine Krankenversicherung? Die Krankenkassen haben normalerweise ihre Tarife, die sich am Einkommen orientieren (soundsoviel Prozent vom Einkommen...). Anders die privaten Versicherungen- die können, wenn es in ihren Geschäftsbedingungen steht, die Beiträge durchaus hochsetzen bei gewissen Risiken. Deine Eltern mögen sich bitte mal ihre Verträge durchlesen. Z. B. bei Übergewicht, Rauchern etc. ist es durchaus üblich, dass die Prämien erhöht werden.


aber gleich verdoppeln?


Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen gesetzlicher Kranken- und privater Krankenversicherung.

Eine gesetzliche Krankenversicherung verdoppelt den KV-Beitrag eigentlich nicht.

Also gehe ich davon aus, dass eine private Krankenversicherung für den Auslandsaufenthalt abgeschlossen wurde.

Für Beitrags- und Leistungsfragen sind ausschliesslich die Versicherungsbedingungen des abgeschlossenen Vertrages ausschlag gebend.

Diese sind uns leider nicht bekannt. Deshalb mal einfach ganz pauschale Antworten.

Ein Vertrag kann in Teilen, oder ganz (steht in den VB) bei Inanspruchnahme von Leistungen für die Zukunft gekündigt werden. Meist bietet der Versicherer dann einen Folgevertrag mit Risikozuschlägen an. Das kann natürlich bewirken, dass bei schweren Erkrankungen mitunter 100 % Zuschlag erhoben wird.

Damit das richtig verstanden wird:
Dies wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gemacht, das betrifft immer die privaten Krankenversicherungen.

Deshalb gilt, dass die private Krankenversicherung bei Inanspruchnahme von Leistungen den Vertrag kündigen kann (das gilt auch für Autofahrer, die ständig Unfälle verursachen). Deshalb ist es ratsam, bei ungerecht fertigen Vertragskündigungen den Ombudsmann einzuschalten:

hier zu finden

Ausserdem sollte man die Fristen beachten, und die PKV um Aufschub bitten, damit man nicht ohne Krankenversicherung da steht.
Sonst hat man nirgendwo einen Aufnahmemöglichkeit und steht ganz ohne Versicherungsschutz da.

All das wäre nicht passiert, wären die Verwandten gesetzlich krankenversichert geblieben. Dort passiert sowas nicht.

Labens
-Sozialversicherungsfachangestellter-


danke labens, du bist super! ^_^ ich bin eh der meinungl, eine schweizer kk wär besser gewesen... :ph34r:


Zitat (labens @ 01.11.2008 20:07:12)
All das wäre nicht passiert, wären die Verwandten gesetzlich krankenversichert geblieben. Dort passiert sowas nicht.

Muss ich leider bestätigen, habe gerade genau deswegen ein Riesen-Sch***-Gezacker mit Muttis PKV wegen einer bestimmten Leistung :kotz: Mann, wer hat denn schon seine Versicherungspolice, die vor 20 (oder mehr?!) Jahren mal abgeschlossen wurde, im Detail im Kopf? Mutti (und ich auch) jedenfalls nicht :(

Kann deshalb allen, die in voll in der PKV versichert sind, nur dringend empfehlen, mal ihre Versicherungsverträge im einzelnen zu prüfen und ggf. - wenn möglich - noch rechtzeitig zu revidieren, sonst kanns u. U. richtig schweineteuer werden :wacko:

ACHTUNG !!!!!!!!!!!

Bitte vor dem Kündigen einer privaten Krankenversicherung prüfen, ob man von einer anderen KV überhaupt aufgenommen wird !!!!!!
Im Alter gestalten sich das nämlich schwieriger als man denkt.
Private Krankenversicherer können nämlich Einzelpersonen ablehnen. Zudem muß ein neues ärztliches Attest gemacht werden mit ALLEN Krankheiten der letzten 5 bis 10 Jahren. Wenn da zwischendurch mal eine chronische Krankheit aufgekommen ist, --- na gute Nacht. Dementsprechend sehen dann auch die Beiträge aus. Wenn die KV einen nicht will, können die ohne weiteres die Beiträge so hoch ansetzen, das es sich nicht lohnt (was auch beabsichtigt ist).

Mir fällt dazu ein, Loyds versichert alles, und wenn auch zu 100%. >> Versichere Deinen Kopf für 1 Millionen und du zahlst 1,1 Millionen Beiträge :D

LG
Master of Stone


Hallo,

für diese Frage möchte ich keinen neuen Thread eröffnen, sondern mich diesem anschließen....

Es geht um den einheitlichen Beitragssatz ab nächsten Monat von 15,5 %... ich habe heute gehört, dass es sein kann, dass man ggf. als Versicherter monatlich darauf noch mal bis zu 25 € zahlen muss. :huh:

Ich hatte das schon mal eher gehört, aber gedacht (gehofft!), dass ich das sicher nur falsch verstanden habe.... Oh Mann!! :(

Kann mich wer aufklären, der echt Ahnung davon hat? :blumen:

Gruss
krötilla


Hi,
grundsätzlich ist es so, dass die Kassen mit dem einheitlich festgesetzten Beitragssatz auskommen müssen.
Ist dies nicht möglich, könnten in der 2. Jahreshälfte Zusatzbeiträge erhoben werden. Dies kann natürlich heute noch nicht bestimmt werden.

Zitat von der DAK:

9. Gibt es einen Zusatzbeitrag?

Grundsätzlich können Kassen, die mit den Zuweisungen aus dem Fonds nicht auskommen, weil sie besonders qualifizierte Angebote für ihre Kunden anbieten oder einen hohen Leistungsaufwand haben, einen Zusatzbeitrag erheben. Ebenso dürfen sie Beiträge an ihre Versicherten zurückzahlen, wenn sie mehr Mittel erhalten als sie benötigen. Die DAK erwartet, dass der Fonds die Ausgaben wie vorgesehen zu 100 Prozent abdecken wird. Allerdings sind zum jetzigen Zeitpunkt weder zu Rückerstattungen noch zu einen Zusatzbeitrag zuverlässige Angaben möglich.

Quelle: www.dak.de

Labens


Genau wie es Labens schreibt ist es.

Meine Kasse wird wahrscheinlich sogar Beträge zurückzahlen. :D

Deshalb lohnt sich der Vergleich der Kassen immer noch.

Wer nachzahlen muss, hat so viel ich weis auch ein Sonderkündigungsrecht.


ZURÜCKZAHLEN?! :huh:

Schön wär´s ja, aber ehrlich --- daran kann ich nun gar nicht glauben! -_- Seit wann kriegt man was ZURÜCK? :(


Na, das wollen wir doch mal hoffen - ich bin in einer relativ günstigen und darf dann fast 2 % mehr zahlen. Da sollte am Ende des Jahres wohl noch was im sein. wieso sollten die auf einmal soviel höhere Kosten haben?

Ich denke, die Konkurrenz unter den Kassen ist groß genug, zumindest die jetzt günstigen werden es sich nicht leisten können, nichts zurück zu zahlen. Dann werden ihnen nämlich die Mitglieder scharenweise davonlaufen. Ehrlich, dann bin ich auch wieder ganz schnell bei einer der Ersatzkassen, die sich die Geschäftstelle vor Ort noch leisten.


Zitat (Klementine @ 01.12.2008 19:23:45)
Da sollte am Ende des Jahres wohl noch was im Topf sein. wieso sollten die auf einmal soviel höhere Kosten haben?

Ich denke, die Konkurrenz unter den Kassen ist groß genug...,

:blumen: Hoffentlich habt Ihr Recht! Ich kenne Familien, die hätten echt wahnsinnige Probleme zu den 15,5 % Beitragssatz noch 25 € monatlich zuzuzahlen. :huh:

Ich finde nicht ok, dass wir überhaupt so eine 2-Klassen-Gesellschaft bekommen haben, in der Reiche sich wieder viel mehr leisten können als Arme (Ärmere).


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