trockener, fester Mamorkuchen: wie wird er so locker saftig wie bei Oma


Hallo!

Meine Oma hat immer einen super leckeren Mamorkuchen bzw. "feinen Topfkuchen" gebacken.

Das Rezept habe ich ja, aber der wird einfach nicht so, wie wenn sie ihn gemacht hat. Meiner ist fest und fast schon trocken....

Ich vermute mal, da meine Oma meist "frei Schnauze" gebacken hat, dass sie von irgendeiner Zutat mehr oder weniger reingetan hat.
Ich weiß leider auch nicht in welcher Reihenfolge sie die Zutaten gemischt hat und wie lange sie gerührt hat. Wie gesagt, das Rezept hatte sie nur im Kopf.

Was könnte ich evtl an den Zutaten mengenmäßig ändern? Oder gibt es Tricks für lockere Kuchen?

Die Temperatur ist mit 175 ° angegeben, 1 Stunde lang. Nun hatte sie einen ganz einfachen , da konnte man glaub ich nur die Temperatur und sonst nichts einstellen. Also kein Gedöhns wie Heißluft, Bratautomatik usw. Nehme ich da am besten Ober- und Unterhitze oder nur Oberhitze... wie waren denn die Öfen damals, vor ca. 25 Jahren?

Hier das Rezept, meine Cousine hat es sich mal geben lassen, Oma hat so aus dem Handgelenk raus diktiert....

375 g Butter
300 g Zucker
1 Prise Salz
4-5 Eier
1 Backöl Rum
300 g Mehl
2 P. Puddingpuler
2 gestr. TL Backpuler

Kakao
etwas Milch

175°
Stunde

Bin für jeden Tip dankbar!

Achso, Oma kann ich nicht mehr fragen, die ist schon tot!


Ersetz doch mal das Backöl durch 2 oder 3 Esslöffel echten Rum ;-) Dadurch wird der Teig auch wesentlich lockerer


Also, meine Oma macht immer noch ein paar Kokosflocken in den Marmorkuchen, der wird dadurch auch schön locker und saftig!


Gerade ist bei mir ein köstlich duftender Marmorkuchen im Ofen: :sabber:

250 g weiche Margarine (oder Butter)
4 Eier
250 g Zucker
1 Vanillinzucker

verrrühren:

dann 500 g Mehl mit 1 Backpulver unterheben und Milch dazu:

1/3 Teig in die Form - bei 2/3 des Teiges Kakao unterrühren und evtl. Rum Aroma


1 Std. bei 175 Grad C auf untere Schiene (keine Heißluft, da wird bei mir jedenfalls der Kuchen trockener!!)

LG

Bearbeitet von nanamanan am 14.11.2008 17:50:49


Hey runzenplunz :)

Den Marmorkuchen mache ich eigentlich so wie nanamanan. Ohne Backöl (wenn, dann ein bissl richtigen Rum als Aroma), ohne Puddingpulver.

Milch nehme ich ca. 200 ml, Kakao ca. 50 g :hmm: (weiß nicht so genau, einfach den Teig probieren :D ) Kein Backöl, kein Puddingpulver.

Ofen vorheizen, Ober-Unterhitze, untere oder mittlere Schiene, max. 180° C, eher 175° C.

Der Kuchen wird wunderbar fluffig ^_^


Hallo runzenlunz,

lass mal das Puddingpulver weg, und nehme dafür 500 Gramm Mehl.


Gruß Andante :blumen: :kaffeeklatsch: :malpieksen:


Also ich denke, dass hier nicht nach einem tollen neuen Rezept gesucht wird, sondern Omas Kuchen möglichst genau reproduziert werden soll! Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwierig das ist, Gerichte, bei denen man nur bei der Zubereitung dabei war oder die Zutatenliste so ungefähr bekommen hat, nachzukochen!

Ich habe im Kochbuch meiner Oma nachgesehen, aber da steht leider (in Altdeutsch auch noch!) ein anderes Rezept!

Hier noch mal deins:

375 g Butter, 300 g Zucker, 1 Prise Salz, 4-5 Eier, 1 Backöl Rum, 300 g Mehl,
2 P. Puddingpuler, 2 gestr. TL Backpuler

Kakao
etwas Milch

175°
Stunde

Also, ich würde wie bei einem klassischen Rührteig damit beginnen, die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.
Dann die Eier einzelnd unterrühren. Das Backöl oder den echten Rum dazu.
Jetzt hat man schon eine luftige Masse.
Danach das mit dem Puddingpulver und Backpulver gemischte Mehl in den Teig sieben und verrühren (jetzt nicht mehr lange weiterrühren).
Wenn der Teig schwer (reißend) vom Löffel fällt, hat er die richtige Konsistenz!
In die Hälfte des Teiges, in die der Kakao (ungesüßt selbstverständlich) eingerührt wird (ca. 30g würde ich mal schätzen), kommt etwas Milch, da der Kakao den teig ja "eindickt".
Ober-Unterhitze kommt dem Backerlebnis bei deiner Oma bestimmt am nächsten, aber Umluft ginge bestimmt genauso.
Wie war die Kruste? Dick? Dann war er zu lange im Ofen, das macht auch trocken! In welcher Form backst du/backte deine Oma? Kastenform backt anders als Gugelhupf. Weißblech (früher geläufig) braucht länger als unser heutiges dunkel beschichtetes Werkzeug!
Ich würde nach spätestens 45 Min. bei 175° mal mit Rouladennadel/Zahnstocher den Gartest machen. Ggf. kann der Kuchen auch noch im ausgeschalteten Ofen 10 Min. nachgaren!?

Sollte er dennoch zu trocken geraten sein, rate ich ihn mit einer einzustechen (oft) und mit Rum/O-Saft... zu beträufeln und noch mal ziehen zu lassen! Vielleicht lässt er sich dadurch retten. Nicht Omas Original, aber bestimmt braucht es ein paar Versuche bis du am Ziel bist und die Ergebnisse möchte man ja auch essen...

Viel Glück, ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!


Einfach das Pudding pulver durch Mehl ersetzen und zum Fett die hälfte mit saurer oder süßer Sahne ersetzen .Pudding wirt immer hart

Bearbeitet von HannaS am 14.11.2008 20:39:12


Also versuch doch mal das Gewicht des Puddingpulvers mit Speisestaerke zu ersetzen und evtl noch etwas Vanillezucker hinzufuegen.
Und den Saft einer Orange.Gibt dem ganzen ein tolles Aroma

Lg Dara


Zitat (andante952 @ 14.11.2008 19:24:12)
Hallo runzenlunz,

lass mal das Puddingpulver weg, und nehme dafür 500 Gramm Mehl.


Gruß Andante  :blumen:  :kaffeeklatsch:  :malpieksen:

öööhhh... das wären dann insgesamt 800 g Mehl in dem Kuchen... meinste das Ernst :P

Ansonsten hat @eumelkrümelfroschkrabbe (und ich dachte schon mein Nick wäre.... seltsam) natürlich recht.
Ich will Omas Kuchen nachbacken!!!

Seufz, gar nicht so einfach. Es wird viele Versuche dauern, aber ich werde hier jeden einzelnen Mal durchtesten (außer den von andante, es sei denn Du kommst zum Testessen vorbei ;) )

Nee, im Ernst, wenn @HannaS recht hat, und Puddingpulver den Kuchen "hart" macht, dann ersetze ich das Mal durch Speisestärke und nehme etwas Vanillezucker dazu.

Morgen versuche ich es nochmal mit dem Orginalrezept und fange den Teig mal mit der Butter an... (danke eumelkrümelfroschkrabbe :blumen: )
Sonst habe ich immer mit den Eiern angefangen und die schaumig gerührt und dann den Zucker dazu, danach erst die weiche Butter.

Naja, und noch ein Problem dabei ist, ich war nie bei der Zubereitung dabei. Oma wohnte in NRW... ich habe den Kuchen immer nur gegessen :sabber: Von daher weiß ich nicht, welches Backformmaterial sie hatte. Sie hatte allerdings einen Gugelhupf, ich dagegen habe so eine Form mit Loch in der Mitte und Wellen am Boden, die man auch gegen einen normalen Boden austauschen kann. Das macht vielleicht auch einen Unterschied. Ich werde die Backzeit mal kürzer ansetzen.

Ach so, ich werde noch mal 2 Eiweiß zusätzlich reintun. Oma hat immer, wirklich immer, für uns Königsberger Klopse gekocht und eben diesen Kuchen gebacken. In die Klopse kamen 2 Eigelb rein, ich denke nicht, dass sie die zwei übrigen Eiweiß weggeschmissen hat.

Ich werde berichten... auch über meine Gewichtszunahme, wenn das hier noch mehrere Tests braucht :pfeifen:

Ansonsten schon mal tausend Dank für die Tipps! :wub:

Zitat (runzenplunz @ 14.11.2008 23:09:12)


Ich werde berichten... auch über meine Gewichtszunahme, wenn das hier noch mehrere Tests braucht :pfeifen:

... einen hab ich noch..... einen hab ich noch :lol:
so mach´s ich seit Jahrzehnten und meine Kinder nu auch.... :wub:

250 g (gute) Margarine
250 g Zucker rühren, bis sich der Zucker fast aufgelöst hat

je nach Größe (nach und nach) 4 - 5 Eier dazugeben

250 g Mehl
200 g Speisestärke und ein halbes Päckchen Backpulver
vermischen und nun Eßlöffelweise unter den Teig rühren
wenn die Hälfte des Mehlgemischs verbraucht ist, ca. 150ml Mineralwasser dazugeben,
weiterrühren und anschließend das restliche Mehl verbrauchen.

...und nu noch einige Details ;)
Es ist ein einfaches Rührteigrezept, welches beliebig abgewandelt werden kann....

... für Marmorkuchen nehme ich nur ein Drittel "weißen Teig" den Rest verrühre ich mit 2-3 Eßlöffel Kakao
(also Backkakao, nicht das lösliche Zeugs) und 100g gehackter Blockschokolade oder Kuvertüre
Aroma, gebe ich entweder etwas Bittermandel oder Buttervanille oder auch schon mal Rum dazu.

... wenn´s nur mal ein heller Rührkuchen sein soll, dann kommt in den Teig etwas Buttervanille,
oder Zitronenaroma oder abgeriebene Zitronen/Apfelsinenschale
zusätzlich schäle ich, je nach Größe, einen oder zwei kleine Äpfel und schneide ca. 1x1cm große Stücke und rühre sie mit unter.

Backzeit: ca. 50/60 Minuten bei knapp 180 Grad - Stäbchenprobe ist immer ratsam ;)

Backform: entweder Gugelhupfform oder die Springform mit dem gewellten Boden und Loch in der Mitte (hat das Teil eigentlich auch einen Namen :hmm: )
jedenfalls muss gut eingefettet und mit Mehl oder feinem Paniermehl ausgestreut werden.....


... was mich etwas verwirrt hat :(
hier war die Rede von Puddingpulver zugeben oder weglassen?
Puddingpulver ist doch Stärke mit Geschmack oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?
ich denke nicht, dass der Kuchen durch Puddingpulver weniger gut oder besser gelingt....

Zitat (runzenplunz @ 14.11.2008 15:20:42)
300 g Mehl

nimm dafür:

150 g Weizenmehl Type 405
150 g Maismehl bzw. -stärke

Zitat (missmocca @ 15.11.2008 11:52:33)

... je nach Größe (nach und nach) 4 - 5 Eier dazugeben

Das mit den Eiern scheint ja irgendwie wichtig zu sein. Wurde jetzt bereites zweimal erwähnt. Ich werde das mal beherzigen, ich habe bisher nämlich immer alle Eier auf einmal rein und dann weitergerührt...

Es würde auch zu meiner Oma passen, die Teigzubereitung hat nämlich bei ihr recht lange gedauert.

Toll, soviele gute Tipps schon! Wer soll nur den ganzen Kuchen essen? :sabber:

Zitat (missmocca @ 15.11.2008 11:52:33)

Backform: entweder Gugelhupfform oder die Springform mit dem gewellten Boden und Loch in der Mitte (hat das Teil eigentlich auch einen Namen :hmm: )
jedenfalls muss gut eingefettet und mit Mehl oder feinem Paniermehl ausgestreut werden.....

Die Form heißt übrigens Rohrboden, was Schwiegermütter so alles wissen....
Zitat

ca. 150ml Mineralwasser dazugeben

Das klingt auch gut, damit werden auch Quarkspeisen so schön fluffig. Ist auch einen Test wert!!

Danke schön missmocca :blumen: es wird wohl die nächsten Jahre nur noch Marmorkuchen bei uns geben, bis ich irgendwann nahe an Omas Orginal bin...

Zitat (runzenplunz @ 14.11.2008 23:09:12)
Nee, im Ernst, wenn @HannaS recht hat, und Puddingpulver den Kuchen "hart" macht, dann ersetze ich das Mal durch Speisestärke und nehme etwas Vanillezucker dazu.

Hm, wenn man das machen sollte, und das Puddingpulver durch die gleiche Menge Speisestärke, etwas Vanillezucker (und etwas gelben Farbstoff) ersetzt hat man .... tadaaaa ... Puddingpulver.

Puddingpulver ist doch nichts anderes als Speisestärke, wo also liegt der Sinn darin, dass zu ersetzen, HannaS und daraja ? <_<

Ach so, und nochwas, was mir gerade einfiel: Früher hat man das Mehl immer gesiebt vor dem Zugeben, weil damals das Mehl oft ungleichmäßiger gemahlen war angeblich. /und um nicht kleine Krabbeltiere im Kuchen zu haben :ph34r: )

Wenn mandas heute macht mit dem Mehl, so sieht man immer noch einen Unterschied zwischen gesiebtem und ungesiebtem Mehl. Gerade bei Rührteigen könnte das einen Unterschied in der Struktur bedeuten.

Bearbeitet von Bierle am 15.11.2008 13:32:54


Klar ist Pudding auch Mais Stärke aber kocht mal einen Pudding wie fiel Milch braucht man dazu und hier will Sie sogar 2 Packung nehmen wo bleibt die Flüssigkeit ?Ich würde das Fett halbieren entweder süße Sahne oder Saure dafür ein setzen oder mehr Milch oder Selter Wasser einsetzen :sabber: :sabber:

Bearbeitet von HannaS am 15.11.2008 14:06:26


Versuche es doch mal "andersherum".

Ich mache immer 2/3 hellen Teig und 1/3 dunklen Teig.
Der Teig ist nicht so schwer und die Marmorierung schöner.
Schmeckt uns besser.


Zitat (HannaS @ 15.11.2008 14:05:59)
Klar ist Pudding auch Mais Stärke aber kocht mal einen Pudding wie fiel Milch braucht man dazu  und hier will Sie sogar 2 Packung nehmen wo bleibt die Flüssigkeit ?

Das wird deshalb beim Kuchen nicht fest und schwer, weil die Flüssigkeit fehlt, um die Hohlräume im Stärkegerüst aufzufüllen, diese bleiben daher größtenteils mit Luft, bzw. Kohlendioxid aus dem Triebmittel angefüllt. ;)

Bearbeitet von Mosaik am 15.11.2008 15:56:37

Also wenn du denkst, deine Oma habe extra Eiweiss zugegeben, dann würde ich sie steif schlagen und dann unterheben.

Rohrboden- oder Gugelhupfform macht nicht so den Unterschied, eher dann das Material (helle Form braucht länger).

Puddingpulver besteht zum allergrößten Teil aus Stärke und Stärke wird oft beim Kuchenbacken verwendet, um den Kuchen "fein" zu bekommen! Hat man es nicht da oder möchte man auf die zusätzlichen Inhaltsstoffe verzichten, kann es ohne weiteres durch Stärke ersetzt werden (+Vanillearome ggf.). Es ist aber einfach einfacher, 'nen Tütchenaufzureißen, daher oft das Puddingpulver!

Viel Spass beim Backen und lad doch mal 'ne Horde Nachbarskinder ein, der Kindergarten/Grundschule kann evtl. auch mal beglückt werden, oder die nette Nachbarin???
Bei uns hält ein Kuchen nie lange, aber ich würde auch ungern jedes Mal den "gleichen" essen!


Hallo runzenplunz,


nein ich meine nur 500 Gramm Mehl. :blumengesicht: :blumenstrauss:


Andante :P


Zitat (Mosaik @ 15.11.2008 15:53:08)
Das wird deshalb beim Kuchen nicht fest und schwer, weil die Flüssigkeit fehlt, um die Hohlräume im Stärkegerüst aufzufüllen, diese bleiben daher größtenteils  mit Luft, bzw. Kohlendioxid aus dem Triebmittel angefüllt. ;)

Oh, langsam kommen wir zur Molekularebene, aber egal, hauptsache der Kuchen wird so wie bei Omma.

Könnte man sagen: Speisestärke macht das Gebäck feiner, dafür aber trockener... ? Denn was ist mit dem Eiweiß, das ist ja auch irgendwie flüssig...(Himmel, solche Gedanken haben ich mir noch niiiieee gemacht!!! Find ich aber gut!)

Zitat (eumelkrümelfroschkrabbe)
Also wenn du denkst, deine Oma habe extra Eiweiss zugegeben, dann würde ich sie steif schlagen und dann unterheben.

Das habe ich heute so gemacht! Vor allem habe ich ihn kürzer backen lassen, wegen der dunklen Form. Trocken und mit "Kruste" war er schon mal nicht!!!

Allerdings hatte er im oberen Teil des braunen Teiges eine schmalen Streifen von sehr feuchtem zusammengefallenen Teig, wie "Klietschkuchen" :heul: woran lag denn das jetzt?

Zitat (andante952)
nein ich meine nur 500 Gramm Mehl

:hirni: und ich dachte Du wolltest mir die 2 kleinen Päckchen Vanillepudding durch 500 Gramm Mehl ersetzten.... :pfeifen: das wäre wohl beim Kaffeeklatsch recht staubig geworden.

Einen Versuch wäre es Wert, aber überliefert ist, dass Oma da generell 2 Päckchen Vanillepudding reingetan hat und bei ihr war er NIE trocken und hart, also muss er doch auch mit (oder trotz) Vanillepuddingpulver saftig und locker zu bekommen sein...

Ja, ich mag da etwas bockig sein, aber kennt ihr das nicht, das man soooo gerne nochmal sowas leckeres wie von Oma, oder wie damals, oder wie als Kind essen mag?

LG :blumen: , Runzenplunz

Tante Edit hat beim Backen übrigens den Stäbchentest gemacht und hat befunden dass der Kuchen durch ist. Tante Edit meint auch, dass er trotzdem geschmeckt hat... :sabber:

Bearbeitet von runzenplunz am 15.11.2008 21:17:36

Zitat (runzenplunz @ 15.11.2008 21:15:24)

Könnte man sagen: Speisestärke macht das Gebäck feiner, dafür aber trockener... ? Denn was ist mit dem Eiweiß, das ist ja auch irgendwie flüssig...(Himmel, solche Gedanken haben ich mir noch niiiieee gemacht!!! Find ich aber gut!)

Nee, so kann man das nicht sagen.
Es kommt auf das richtige (bei deiner Oma hat das offenbar gestimmt ;)) Verhältnis von Flüssigkeit und Feststoff im Endprodukt an.

Weizenmehl wird durch Maisstärke ersetzt, weil diese keinen Kleber (Gluten) enthält. Der Zusammenhalt zwischen den festen Bestandteilen wird dadurch lockerer, das Gebäck fluffiger.

... und siebe das Mehl, bevor zusammengemischt wird. Dadurch erhöhst du den Gasgehalt im Mehl und dadurch auch im Teig schon bevor das Triebmittel anfängt seinen Teil beizugeben. ;)

Wenn der Kuchen zu trocken wird, reduziere Backtemperatur und/oder -zeit.
Beim Backprozeß entweicht Flüssigkeit aus dem zu backenden Objekt, je höher die Temperatur und länger der Backvorgang desto mehr. Die Temperaturangabe von Omas ist aufgrund der damaligen Technik recht ungenau. ;)

Außerdem spielt das Material der Kuchenform noch eine Rolle. Deine Oma hatte sicher eine Form aus Schwarzblech oder emailiertem Eisenblech. Diese Formen leiten Wärme sehr gut; der Kuchen kriegt an der Kontaktflache mit der Form eine schöne Kruste, trotzdem beleibt das Innenvolumen vom Kuchen noch saftig. Also nimm nicht gerade eine schlecht wärmeleitende Silikonform, wenn du Omas Marmorkuchen nachbauen willst. Form aus Aluminium oder Aluguß ist vom Wärmegradient auch vergleichbar mit dem Material aus Omas Küche. ;)

Mosaik - boah, das hört sich ja richtig professionell an ... :o ;)
Muss ich mir alles mal merken, für meinen nächsten Marmorkuchen!

*eifrignotizenmach*

:blumen: Ribbit


man kann in den teig auch erst mal nur die eigelbe geben und zum schluß das geschlagene eiweiß drunterziehen. dann wird alles schön locker.
der dunkle teig braucht auf jeden fall mehr flüssigkeit als der helle, denn der kakao saugt die feuchtigkeit auf.
in der springform braucht der teig wahrscheinlich nicht so lange wie in einer gugelhupf-form, weil sie flacher ist und der teig nicht so hoch ist.
also immer mal testen.
ich stelle mir den wecker immer eine viertelstunde früher als die kürzeste angegebene zeit. dann kann es nicht passieren, dass was verbrennt. nachstellen kann man immer noch.


Hallo runzenplunz,


ja bei Oma :lol: :applaus:



Andante :blumengesicht: :bäh: :freunde: :kaffeeklatsch: :jupi:


Mit den Marmorkuchen von meiner Mam und meiner Oma konnte man Wildschweine totschlagen. Die hatten's einfach nicht raus.

;)


Hier das Rezept von meiner Oma. Der Kuchen wird schön locker und saftig :sabber:

250g Magarine
450g Zucker
1 Vanillezucker
4 Eier

Alles zusammen schön schaumig rühren.

500g Mehl
1 Backpulver
1 Rum Aroma
ca. 250ml Milch

nach und nach das Mehl, Backpulver dazugeben, soviel Milch dazu geben das es es schöner geschmeidiger Teig wird.
Nun 2/3 des Teiges in die Springform geben. Unter den Rest Kaba rühren und mit in die Springform geben.

Noch ein kleiner Tipp: Springform einfetten, mit Mehl bestäuben und in Gefrierfach stellen. Dadurch lässt sich der Kuchen nach dem Backen ganz leicht aus der Form lösen ;)

LG


Ich backe eigentlich immer gern dieses Rezept. Der ist supersaftig.

5 Eier in Rührtopf geben
250 g Zucker langsam unter Rühren einrieseln lassen.
1 Vanillinzucker dazutun
richtig schön schaumig rühren

in einem anderen Rührtopf
250 g Margarine mit
250 g Mehl und
1 P. Backpulver verrühren.

Danach alles löffelweise miteinander vermischen. Ein Drittel Teig mit 2 Eßl. Kakao mischen, dann traditionell in eine Topfkuchenform geben und bei 160 - 175°
ca. eine Stunde backen. Garprobe mit Schaschlikspieß machen.


Zitat (Daddel @ 19.11.2008 19:52:20)
Mit den Marmorkuchen von meiner Mam und meiner Oma konnte man Wildschweine totschlagen.  ;)

Nun ja, wenn man bedenkt, dass Marmor eine Rohdichte von 2,6 - 2,9 g/cm³ und eine Druckfestigkeit von 80 - 180 N/mm² (nach DIN 25 100) hat, ist es doch eigentlich ganz natürlich, dass Wildschweine, nachdem man sie damit geschlagen hat, tot sind, oder? :P :rolleyes:

Naja, wie schon weiter oben geschrieben: Mein letzter Versuch war, dank zahlreicher Tipps, nicht mehr trocken und fest.... sondern stellenweiße klietschig, also im oberen Bereich des brauen Teiges irgendwie wiederum zu feucht und eingefallen :wacko:

Es ist doch zum Verzweifeln... ich dachte das wäre ein suuuper einfacher Kuchen... und außerdem soll er auch noch orginal sein wie der von MEINER OMA!!!!

Das faszinierende daran ist auch noch, dass sie den Kuchen nur so nach Gefühl aus dem Handgelenk heraus gebacken hat. Omma brauchte einfach keine Waage...

wenn du erst mal oma bist, brauchst du auch keine mehr!!!


Da gibts doch ne ganz einfache Lösung: 50% Milch 50% Wasser.
Steht alles und noch viel mehr hier drin:

URL entfernt, da unerwünschte Werbung. Bitte
Forumregeln lesen. Danke!
W.


Bearbeitet von Wecker am 07.03.2009 09:10:17


Zitat (Daddel @ 19.11.2008 19:52:20)
Mit den Marmorkuchen von meiner Mam und meiner Oma konnte man Wildschweine totschlagen. Die hatten's einfach nicht raus.

;)

Da hilft nur eins: Diddschen! rofl

Also eine schöne Tasse Kaffe und dann rein mit dem Rührkuchenstück in den Türkentrunk!!! :sabber:

Bearbeitet von SCHNAUF am 06.03.2009 23:44:02

Moin!
ich hab mal Google bemüht und dabei bin ich auf das Marmorkuchenrezept von Dr. Oetker gestossen (auf deren Rezepteseite ).
Das sieht dem deiner Oma ziemlich ähnlich. Vielleicht hilft dir das ja weiter. Das habe ich auch schon auf einer Puddingpackung gelesen, in der 'Nostalgieedition' daher könnte es sogar so alt sein, wie das Rezept deiner Oma.
Die Nutzung von Puddinpulver ist ja ganz logisch: Stärke und Vanilin, eigentlich genau das richtige....
Das würde ich in so einen Kuchen auch reintun!
Ich finde den Ausdruck 'Butterabrieb' in dem Rezept so nett....

^_^

Viel Spaß!


es stand da übrigens "butterabTrieb", was das auch immer sein mag.
da es eine österreichische seite ist, haben die zum teil andere begriffe.


Stimmt.... wer lesen kann ist klar im Vorteil *schäm*


Zitat (kiki-elsa @ 07.03.2009 18:17:10)
"butterabTrieb", was das auch immer sein mag.



War mir auch neu! :lol:

Zitat (SCHNAUF @ 06.03.2009 23:43:41)
Da hilft nur eins: Diddschen!

Aha, klingt sehr nach Neuem Bundesland :sabber: :sabber:

Mir sagten mal die Arbeitskollegen, das lockere am Kuchen läge doch an der Fettigkeit die man beigibt. Sobald ma da weniger nimmt, wird der Kuchen nicht so schön saftig sondern trocken. (und so wie die Kollegen aussahen, backten die immer sehr leckeren Kuchen :gnade: ) Ich denke, deine Oma machte es wie meine Oma :-) Noch ein klein wenig extra Butter für das eine Enkelchen, dann noch etwas Extrabutter für das andere Enkelchen....


...buuhh, wenn ich mich daran zurückerinnere - manchmal war dann doch etwas viel zu viel gute Butter im Kuchen :stop:


Kostenloser Newsletter