Wurde auch Zeit! Bußgelderhöhung 2009


Zu lesen u.a. hier

Die Erhöhungen finde ich voll in Ordnung; bis dato stand Deutschland im europäischen Vergleich recht milde da.
:daumenhoch:

kann man eigentlich als Privatperson Leute "ansch....", wenn sie auf einem Behindertenparkplatz stehen?

Ich finde die Erhöhung :daumenhoch:


ich finds zum kotzen.


Ich fahre sehr gerne sportlich, bin aber kein agressiver Fahrer. Halte mich mit Vorliebe auf der Autobahn auf der Rechten Spur auf, gehe aber nach links, wenn ich z.B. ein langsameres Gefährt überholen möchte.
Fahre auch näher an ein anderes Fahrzeug auf, soll aber nicht heißen, dass ich wissen will, welchen Radiosender er hört. Ein Drängler bin ich nicht.

Da ich gegen die Erhöhung nichts machen kann, bleibt mir nur über, nicht zu nah aufzufahren.


Zitat (Alte Eule @ 21.12.2008 14:22:36)
kann man eigentlich als Privatperson Leute "ansch....", wenn sie auf einem Behindertenparkplatz stehen?

Ich denke mal, solange man keinen Sport daraus macht, Falschparker anzuzeigen... ^_^

@werschaf: Einfach den Regeln (Gesetzen!) entsprechend fahren, nöch. Dann gehts auch nicht an den Geldbeutel.
Als ich noch selber gefahren bin, hat man mich ein Mal auf der Autobahn in einem Baustellenbereich geblitzt; nach Abzug der Prozente und Ungenauigkeiten war ich 31 km/h zu schnell. Das machte damals inkl. Gebühren 187,- DM. Ich hab damals nicht viel verdient als Leiharbeiter, und die Strafe tat richtig weh.
Danach wurde ich nie wieder wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zur Kasse gebeten.

Bearbeitet von Herr Jeh am 21.12.2008 16:13:41

Ja, wenn "Vater Staat" nicht mit Bußgeldern seine Haushaltslöcher stopfen müsste, dann wäre ich vollkommen gegen eine solche Erhöhung.

Die bringt letztlich doch nix.

Besser wäre es, wirksame Fahrverbote gleich an Ort und Stelle durchzusetzen.

Zum Bleistift:

Parken im Halteverbot: 3 Tage zu Fuß.

10 km zu schnell: 1 Woche zu Fuß.

20 km zu schnell: 3 Wochen ohne Auto.

usw.

Drängeln: mal eben 3-6 Monate, das Gleiche für Verkehrsgefährdung

Also, es gibt genügend Beispiele, wie Ordnungswidrigkeiten, Verkehrsvergehen und Straftaten im Strassenverkehr WIRKUNGSVOLL geahndet werden könnten.

Mit Geldbußen kann man doch nur noch arme Leute bestrafen..........



Gruß

Abraxas


Wenn man dann aber angehalten wird, weil man eine angeblich eine "rote" Ampel überfahren hat und die Ampel noch "gelb" war und man sogar ´nen Zeugen im Auto hat, dann versuch mal einer, mit ´nem Polizisten zu diskutieren, da sag ich nur: KEINE CHANCE!!! Staatsgewalt hat IMMER RECHT!!!


Mir tun 10Euros weh, einem anderen nicht mal 1000, darum bin ich der gleichen
Meinung wie der Rabe, schön zu Fuß gehen, das tut allen weh.

LG Sebring.


Dass endlich mal die Bußen für die Linke-Spur-Penner auf Autobahnen erhöht werden, ist begrüßenswert, wird nur herzlich wenig bringen, solange das weiterhin so wenig überwacht wird wie jetzt. Es kann einfach nicht sein, dass ein Rechtsüberholer auf einer Autobahn eine höhere Strafe zu befürchten hat als das Armloch, dass durch seine Nötigung das Rechtsüberholen erst möglich gemacht hat (wenn Rechtsüberholen machbar ist, hat IMMER ein anderer das Rechtsfahrgebot missachtet, denn wo eine ausreichende Lücke zum Rechtsüberholen ist, wäre auch Platz gewesen, den schnelleren durchzulassen).

Ich bin prinzipiell für eine gesunde Verkehrsüberwachung, leider wird diese aber in Deutschland an vielen Orten dahingehend betrieben, dass einer schnellen Einnahmengewinnung offenbar ein höherer Stellenwert eingeräumt wird als wirklicher Verkehrssicherheit oder dem Bestrafen von Behinderungen. Bei uns fällt mir beispielsweise die Parkraumüberwachung ein, die zwar fast täglich Leute abstraft, die auf einem kostenlosen, nie voll belegten Parkplatz ihre Parkscheibe vergessen haben, aber im vergangenen Jahr erst zweimal "Aktionstage" hatten, wo Egoisten, die Feuerwehrzufahrten, Radwege etc. zugeparkt hatten, abgeschleppt wurden. Oder die Geschwindigkeitsüberwachung, die sich mit Vorliebe auf Tempo-30-Zonen vor Schulen beschränkt, allerdings freitags um 23 Uhr. Dass mal darauf geachtet würde, dass die Leute beim Abbiegen oder beim Verlassen des Kreisverkehrs blinken, oder dass mal die ganzen Am-warnblinkenden-Schulbus-Vorbeiraser zur Kasse gebeten würden oder man sich mal diesen Verantwortungslosen widmete, die ihre Kinder unangeschnallt im Auto herumturnen lassen - darauf kann man lang warten.

Sorry für meinen Ausbruch, aber ich könnte derzeit in Deutschland auf der Straße täglich Knochen kotzen, einmal husch über die Grenze nach Frankreich - und die Leute können rücksichtsvoll fahren und sich dabei gegenseitig respektieren. Noch ein Stück weiter nach Belgien und man erlebt Verkehrskontrollen, bei denen der Sicherheitsapekt vorne steht und die man sofort akzeptiert, ohne das Gefühl im Hinterkopf zu haben, es gehe nur ums Geld.

Ich habe fertig!


Zitat (tigermuecke @ 21.12.2008 23:25:08)
Bei uns fällt mir beispielsweise die Parkraumüberwachung ein, die zwar fast täglich Leute abstraft, die auf einem kostenlosen, nie voll belegten Parkplatz ihre Parkscheibe vergessen haben, aber im vergangenen Jahr erst zweimal "Aktionstage" hatten, wo Egoisten, die Feuerwehrzufahrten, Radwege etc. zugeparkt hatten, abgeschleppt wurden.

Bei uns vorm Büro macht die Polizei mit Vorliebe die Kontrolle von Radfahrern und ihren Fahrrädern. In dieser Zeit parkt ein Polizeibus mitten auf dem Gehweg, so dass man als Fußgänger nur über den Fahrradweg ausweichen kann. (Obwohl Parkraum genug vorhanden ist.)

Das haben wir jetzt schon mehrfach beobachtet. Ich glaube beim nächsten Mal rufe ich auf der Wache an, dass ein rücksichtsloser Idiot.., äh Mitmensch, grob verkehrsgefährdend parkt.

Bei solchen Vorbildern braucht einen doch nichts mehr wundern.

Zitat (Abraxas3344 @ 21.12.2008 18:12:37)
Mit Geldbußen kann man doch nur noch arme Leute bestrafen..........

Ich denke JEDER ist irgendwann mal zu schnell gefahren oder hat ein Verkehrszeichen übersehen.
Wenn ich also auf mein Auto angewiesen bin und wegen 5 Minuten Falschparken 3 Tage zu Fuß gehen soll... na herzlichen Dank!

Ich finde um den Menschen gelichmäßig das Geld aus der Tasche zu ziehen sollte man es machen wie z.B. in der Schweiz (wenn ich richtig Informiert bin). Da wird die Strafe, je nach Vergehen, prozentual vom Monatseinkommen berechnet.

D.h. Großverdiener = hohe Strafe, Armer Schlucker = hohe Strafe... aber eben seinem Geldbeutel angepasst!!!

Schwaller, ich GÄÄÄÄÄBE dir ja vollkommen Recht, wenn nicht........


......... es zuhauf Beispiele aus der Rechtsprechung geben würde. Siehe Zumwinkel.

Also: Der Hartz-IV-Empfänger parkt falsch vor der Arge. 10 Euronen. DAS tut weh.

Der Aktionär parkt falsch vor seiner Bank. 50 Euronen. Obwohl es der fünffache Betrag ist, juckts den Aktionär nicht.

Folglich ist eine kurze, gesundheitsfördernde Zeit zu Fuß mit Sicherheit lehrsamer.

Und: Fünf Minuten FALSCH parken ist AUCH falsch geparkt. Wer dann auf das Auto angewiesen ist, wird wohl dann besser aufpassen, WO er parkt und ob es nicht vielleicht sinnvoller ist, den Parkschein käuflich zu erwerben.

Da zählt dann auch "Termindruck" bei Rasern oder Dränglern auf der Autobahn nicht. Jeder hat eine Fülle von Informationsmöglichkeiten. Wetterbedingungen, Verkehrsaufkommen, all das kann man in seine Terminplanungen mit einbeziehen. Wenns denn so sein soll, fährt man eben ein Stündchen früher los.
Oder man macht es mental, so, wie ein echter Berufskraftfahrer: im Stau die Augen kurz schließen, sich im Sitz ein wenig entspannen und sich sagen: "Ich habe Zeit". Völlig egal, ob man zu spät kommt oder nicht. Denn - durch Raserei oder Drängeln holt man selbst auf dreihundert Kilometer Autobahnfahrt keine zehn Minuten wieder heraus. Und im Stau steht man für gewöhnlich mindestens 20 Minuten.

Aber auch da gilt: einem Geringverdiener mit Kleinwagen tun schon 20 Euros weh, dem A8-Fahrer sind 300 egal - er hats ja.


Gruß

Abraxas



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