praktikum im kindergarten


hallo zusammen...ich bin ein bisschen ratlos im moment und hoffe das ich hier hilfe finde.

ich habe gerade ein 2wöchiges praktikum im kindergarten absolviert, oder besser gesagt, hab ich es schon absolviert, aber ich werde noch 2tage dranhängen weil es mir so gut gefällt. und da is auch schon das problem:

ich habe mich schon nach so kurzer zeit so gut an den kiga und die kinder gewöhnt bzw. sie sind mir so ans herz gewachsen, dass ich eigentlich garnich da weg will...was aber leider unausweichlich is ;(

die kinder waren gleich sehr offen zu mir, weil, wie mir die erzieherinnen mitteilten, seit jahren mal wieder ein junge im kindergarten war^^"

hat jemand vielleicht erfahrungen, und kann mir sagen, wie ich am besten mit einem solchen abschied umgehen kann ? gut...ich hab schon angepeilt in den nächsten ferien wieder ein praktikum zu machen ,weil ich mir keinen besseren ort vorstellen kann, meine zeit zu verbringen =)

also bitte, ich hab ein schlechtes gefühl im bauch...das kennt ihr ja sicher....lange zeit in einer größeren gruppe und dann schlagartig wieder "allein" :(
danke im vorraus
liebe grüße sven


Hm, ich sag jetzt einfach mal ganz flapsig - Willkommen im Schlammassel, das soziale Berufe mit sich bringen. Das Ausüben von solchen Berufen, sei es Krankenschwester, Erzieher/in oder was auch immer - manchmal in unterschiedlich ausgeprägter Form - ist eine ständige Gratwanderung zwischen angemessener Nähe und Distanz.

Diese beiden Schlagworte werden dir in einer möglichen Ausbildung in diesem Bereich immer wieder begegnen - und ein Ausloten beider ist im Alltag enorm wichtig.

Du musst und wirst immer wieder "Gefühle" und eine gewisse Nähe entwickeln für die Menschen, die dir anvertraut werden. Das ist völlig normal und natürlich auch unheimlich wichtig. Gleichzeitig musst du dich aber auch immer wieder distanzieren. Zum einen kannst und darfst/solltest du z.B. nicht die "Arbeit" mit nach Hause nehmen, schon alleine um selbst "gesund" zu bleiben. Aber schaff das mal, es sind schließlich Menschen. Und die Menschen, mit denen man arbeitet, werden immer wieder kommen und gehen.
Nimm das Beispiel Kindergarten - die Erzieherinnen haben drei Jahre lang ein sehr intensives Verhältnis zu "ihren" Kindern, gehören ein ganzes Stück weit zu ihrem Lebensmittelpunkt. Dann kommt die Schule - und manche Erzieherin sieht ihren Schützling nie wieder.

Auch professionellen, ausgebildeten Kräften wird hierbei oft eine Hilfe zur Seite gestellt, entweder man "stützt" sich gegenseitig im Team (kommt auf das Team an) oder man holt sich (regelmäßige) Hilfe von außen, z.B. in Form von Supervisionen.

Darf ich fragen, wie alt du bist? Ging dein Praktikum von der Schule aus?
Hast du keinen Praxisanleiter / KiGa-Team etc., der dir vor Ort mit deinen momentanen Gefühlen weiter helfen kann?


ich bin 17... und es war nich mein erstes praktikum in diesem kiga..ich hab vor knapp2 jahren schonmal ein freiwilliges gemacht...danke für die hilfe..aber ich bin glaube ich noch nich "erfahren" genug um die grenze zwischen distanz und nähe zu findn und arbeit nach hause nehmen...damit kann ich mich auch gut identifizieren -.-

ja, das praktikum war schulisch...achja noch eins:

nach dem ersten tag dachte ich nur "bloß wieder weg hier !", aber dann sind mir die kinder tag für tag immer näher gekommen und ich hab mittlerweile (auch wenn 2wochen nich so lang sind) eine beziehung zu den kindern aufgebaut...die habens aber auch (leider) echt drauf einem den ganzen tag über auf trab zu halten und einem eine gewisse wärme zu geben...das hab ich bisher nur im kiga erlebt .. =)

danke schonmal !
mfg


Das ist auch keine einfache Angelegenheit. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es jemandem gelingt, bei Feierabend einen Schalter umzulegen "Arbeit vergessen" und ihn morgens bei Arbeitsbeginn wieder zu aktivieren.

Ein Stück weit begleiten wird einen das immer. Aber - man kann lernen, auch sich beibringen lassen, damit umzugehen, professioneller im Denken und Handeln zu werden - und das wiederum bringt ein Stück weit die Erfahrung und das Erleben mit sich.


ok...ich glaube das ich das auch hinkriegen werde..auch wenn ich mich einige tage fragen werde ob ich die kids nochmal wieder sehe...ab und zu werd ich schon noch zeit haben hoff ich mal, zB. ferien etc. =)


Ich kenn deinen Tagesablauf und die Entfernung zum Kiga nicht, aber vielleicht könntest du ja einen "Spielemittag"/Woche (alle 14 Tage oder einmal im Monat, oder so) im Kiga machen... so als freiwillige unterstützung der Mitarbeiter... dann hättest du es auch sicher sehr leicht, falls du dich da mal bewerben möchtest wenn es um die Ausbildung geht!

Natürlich nur, wenn es deine schulischen Leistungen und dein Freizeitprogramm zulassen! Auch sehen die Mitarbeiterinnen, ob du zuverlässig bist und die Sache ernst nimmst...

Das würde ich aber vorher auf jeden Fall mit deinen Eltern und dem Personal im Kiga abklären... auch wegen Versicherungen und Rechtssachen, usw. ... falls mal irgendwann etwas passieren sollte!


das ist ne gute idee....ich bin aber aufm gym und hab noch 2,5 jahre vor mir...aber im grunde könnte ich mir leisten einmal pro monat schule ausfallen zu lassen (meine eltern haben das denke ich mal nix gegen) um dann im kiga präsent zu sein =)

danke schwaller, für den tipp !


Zitat (vaiium @ 14.02.2009 14:37:31)
das ist ne gute idee....ich bin aber aufm gym und hab noch 2,5 jahre vor mir...aber im grunde könnte ich mir leisten einmal pro monat schule ausfallen zu lassen (meine eltern haben das denke ich mal nix gegen) um dann im kiga präsent zu sein =)


Eh. Moment mal.

Es ist ja schön und gut, dass dir die Kinder so ans Herz gewachsen sind und dass du auch weiterhin dort was machen willst.

Aber Schule ausfallen lassen dafür? Einmal im Monat?
Das ist die schlechteste Idee überhaupt. Macht sich nicht gut bei den Lehrern, macht sich nicht gut im Zeugnis, macht sich nicht gut in Bewertungen und ich glaube auch nicht, dass deine Eltern das so toll fänden, wenn du einmal im Monat (überhaupt die Überlegung :wallbash: ) die Schule ausfallen lassen willst.

Wenn du keine Zeit dafür hast (hast du wirklich jeden Tag den ganzen Tag Schule?), dann lass es.

Fang so nicht an. Da ist der Vorteil und der gute Eindruck sofort wieder im Eimer.

also aufm zeugnis werden fehltage garnicht mehr eingetragen, ab der oberstufe ;)... und 10 mal im jahr ?! sind wir mal ehrlich so oft hat sich doch wohl jeder im jahr mal gedrückt, oder so getan als ob er krank wäre...ich stehe nicht schlecht in der schule und komme problemlos mit dem unterrocht mit, also da gibt es überhaupt keine komplikationen...ich fidne die idee gut, und aus erfahrung mit meinen eltern (ich kenne sie ja nun schon 17 jahre ;)) denke ich das auch die das ok fidnen...anders würde ich niocht hinkommen, denn schule geht nunmal bi2 14:30 und kiga is um 13:00 vorbei


Zitat (vaiium @ 14.02.2009 18:05:44)
also aufm zeugnis werden fehltage garnicht mehr eingetragen, ab der oberstufe ;)... und 10 mal im jahr ?! sind wir mal ehrlich so oft hat sich doch wohl jeder im jahr mal gedrückt, oder so getan als ob er krank wäre...

Seien wir mal ehrlich- ich habe in insgesamt 16 Jahren Schule (incl. Ausbildung) exakt einen Tag "blau" gemacht, und selbst dabei hatte ich ein verdammt schlechtes Gewissen. Und seit ich im Berufsleben stehe, hab ich keinen einzigen Tag so getan als wäre ich krank. Entweder ich war tatsächlich krank (bzw. mein Kind war krank und ich hab vom Kinderarzt eine Bescheinigung dafür gehabt), oder ich war am Arbeitsplatz, da gab und gibt es für mich keine Diskussion. Diesbezüglich von dir auf andere zu schließen oder zu glauben, jeder würde jedes Jahr zehn Tage blau machen find ich etwas heftig.

Abgesehen davon: du denkst also daran, einmal pro Monat die Schule ausfallen zu lassen um im Kindergarten mit den Kids zu spielen. Was glaubst du, was das auf die Erzieher und die Eltern der Kinder für einen Eindruck macht, wenn da einmal monatlich ein Schulschwänzer auf die Schutzbefohlenen aufpasst? Nee, lass das lieber. Wenn du dran denkst, dann geh an einem Nachmittag hin, an dem du normalerweise keine oder nur wenige Hausaufgaben zu erledigen hast.

Zitat (vaiium @ 14.02.2009 14:37:31)
das ist ne gute idee....ich bin aber aufm gym und hab noch 2,5 jahre vor mir...aber im grunde könnte ich mir leisten einmal pro monat schule ausfallen zu lassen (meine eltern haben das denke ich mal nix gegen) um dann im kiga präsent zu sein =)

danke schwaller, für den tipp !

So war das nicht gemeint! Schula ausfallen lassen war nicht im Sinne von meinem Vorschlag! Dass der Kiga nur bis 13 Uhr geht wusste ich nicht, bei uns geht der bis 16 Uhr!

Zitat
also aufm zeugnis werden fehltage garnicht mehr eingetragen, ab der oberstufe wink.gif... und 10 mal im jahr ?! sind wir mal ehrlich so oft hat sich doch wohl jeder im jahr mal gedrückt, oder so getan als ob er krank wäre...ich stehe nicht schlecht in der schule und komme problemlos mit dem unterrocht mit, also da gibt es überhaupt keine komplikationen...


Ich hab in meiner Schulzeit einen Tag "blau" gemacht, das war der Tag nach der schriftlichen Abschlußprüfung und da war ich nun mal Sternhagelvoll (wie 20 weitere Klassenkameraden von 27)!

Seither, also weder in der Ausbildung noch im Berufsleben hab ich "Krank gefeiert" oder sonstwas. Da hab ich immer Gleitzeit oder Urlaub genommen.
"Schön blöd" werden jetzt sicher manche sagen oder denken, aber ich bin der Meinung: Ehrlich währt am Längsten.
Und wenn man dem "Schlendrian" erstmal Einzug gewährt... nimmt das viel zu schnell Überhand.

Also dass mit dem "Schwänzen" finde ich auch eine ganz doofe Idee, um es mal flapsig auszudrücken! Ich habe schon 2 Kinder im KiGa gehabt, ein weiteres ist jetzt dort und ab Sommer geht auch Nr. 4. Das wäre mir nicht recht, nicht als Mutter, Elternvertreter o.Ä. wenn das so abliefe. Das dürfte die Kindergartenleitung auch gar nicht zulassen!

Aber ich habe da einen anderen Vorschlag:
Die Ferien im Kindergarten sind doch meist viel kürzer als die Schulferien! Da gäbe es genug Zeit, ein paar Tage dort auszuhelfen, so denn die "Umstände" abgesprochen etc. sind (s.o.). Unser KiGa hat im Sommer nur 2-3 Wochen, zu Ostern, Herbst und Weihnachten nur ein paar Tage frei! Da ist massig Schulferienzeit übrig, um dort zu arbeiten, ohne die Schule schwänzen zu müssen! Meist sind dann auch weniger Kinder da, aber du kannst dir ja ein tolles Projekt ausdenken (in Absprache mit dem KiGa) und es dann anbieten!

Gruss,
ElRa


Zitat (vaiium @ 14.02.2009 18:05:44)
sind wir mal ehrlich so oft hat sich doch wohl jeder im jahr mal gedrückt, oder so getan als ob er krank wäre..

Ich hab in der Schule kein einziges Mal blaugemacht. Allerhöchstens mal eine Stunde, aber das hatte dann auch seinen Grund!
Ich hatte in der Oberstufe vier Entschuldigungszettel, von denen genau einer wegen Krankheit war. Die Gründe für die anderen lass ich außen vor, waren aber berechtigt.

Selbst im Studium kann ich die Veranstaltungen, die ich geschwänzt hab, an einer Hand abzählen.

Es gibt keine berechtigten Gründe fürs blaumachen. Und wenn ich Schüler in der Öffentlichkeit prahlen höre, wie viele Stunden sie dieses Jahr schon geschwänzt haben, könnte ich ausrasten.

Wenn man krank ist, ok. Aber dann bitte nicht wegen solcher Lappalien wie "Ich habe Kopfschmerzen" (Migräne ist was anderes).

Und wie der Schwaller schon richtig sagt, wenn man das einmal angefangen hat, dann macht man das wieder und wieder.
Und später wird einem das teuer zu stehen kommen!

Auch könnte sich das auf eine Bewerbung negativ auswirken, weil die auch sehen, dass du die Schule schwänzt um etwas zu machen, was dir besser gefällt. Wer sagt denen, dass du das während der Ausbildung dann nicht genauso machst?



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