Nachtstrom, rechnet sich das? Und wie errechne ich das?


Hallo Muttis,

da wir bisher noch mit Nachtspeicheröfen geheizt haben, hatten / haben wir bei uns im Haus bisher noch Nachtstrom. Die ollen Nachtspeicheröfen kommen aber demnächst endlich raus, und eine Zentralheizung wird eingebaut.
Theoretisch wäre ja die Möglichkeit, dann weiterhin den Nachtstromzähler zu behalten, ich frag mich aber, ob sich das dann noch rechnet? (Hab da was gehört, für den 2. Zähler muss man auch mehr bezahlen und so).
Unser Nachtstromtarif beginnt erst um 22.20 Uhr (an Wochenenden noch später), bisher haben wir halt immer geguckt, dass wir Waschmaschine und Spülmaschine erst danach laufen ließen, aber das fand ich sowieso schon nervig (mit kleinem Baby bin ich oft selbst so müde, dass ich um diese Zeiten selbst schon im Bett bin - und vormittags dann als erstes Wäsche aufhängen und Spülmaschine ausräumen nervt auch, zumindest mit Krabbelkind im Haus. Da würde ich mich doch lieber ums Baby kümmern und so Dinge wie Wäsche aufhängen etc. dann erledigen, wenn die Kleine schäft... außerdem wasche ich lieber mehrere Maschinen hintereinander weg und kümmere mich dann um die gesammelte Wäsche, anstatt so kleckerlesweise - je ein Waschgang pro Nacht...) - werden auf die Dauer wahrscheinlich sowieso nicht damit hinkommen, mit zweitem Kind (d.h. WaMa und SpüMa müssen in Zukunft sowieso auch öfter mal tagsüber laufen).

So, aber bevor ich jetzt weiter hier vorjammere wie nervig ich das finde, nochmal meine Frage: Wie bzw. wo krieg ich denn raus, ob sich Nachtstrom für uns weiterhin rechnen würde?
Meinen Stromversorger (Stadtwerke) brauch ich erst gar nicht fragen, hab in den letzten Monaten öfter mal wegen anderer Fragen mit denen telefoniert, und die blicken's absolut nicht (konnten mir im übrigen nicht mal korrekt Auskunft geben, um wieviel Uhr denn bei uns genau der Nachtstromtarif beginnt).

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Hallo Madre :)

ich hab grad mal gegoogelt... und das hier und das hier auchgefunden... weiß nicht ob das weiterhilft.

Wenn wir umziehen, haben wir auch Nachtstrom... auch von den alten, jetzt nicht mehr existierenden Nachtspeicheröfen. Ich glaub zumindest, dass wir jetzt 2 Zähler haben. Weil sich das irgendwie doch noch lohnt... vermutlich, weil wir bis um Mitternacht am PC sitzen :rolleyes:

Mein Männe hat das mal durchgerechnet... wenn er heimkommt, quetsch ich ihn mal aus, wie er das gemacht hat. Wozu hat er Mathe studiert ;)

Gruß
Ribbit


Zitat (madreselva @ 06.05.2009 17:53:36)
Meinen Stromversorger (Stadtwerke) brauch ich erst gar nicht fragen, hab in den letzten Monaten öfter mal wegen anderer Fragen mit denen telefoniert, und die blicken's absolut nicht (konnten mir im übrigen nicht mal korrekt Auskunft geben, um wieviel Uhr denn bei uns genau der Nachtstromtarif beginnt).

Hallo madreselva,

es ist ein Armutszeugnis, wenn dein Versorger dir keine ordentliche Auskunft geben kann.

Ich würde mal sagen, es rechnet sich nicht wirklich - sicher wenn du sowieso Speicherheizungen hast, kann man es mitnehmen, so aber lohnt es sich nicht.
Du hast ja selbst schon genug dazu geschrieben.

Vergleiche lieber einmal die Strompreise der verschiedenen Versorger, da sparste wahrscheinlich mehr.

siehe hier

Also, bei mir gilt der Niedertarif immer zwischen 22 und sechs Uhr, am Wochenende zusätzlich von Samstag ab 13 Uhr und Sonntag ganztags.
Würde das an deiner Stelle prüfen, ob das bei dir nicht auch so ist. Ich wasche und trockne nämlich eben dann hauptsächlich Samstag oder Sonntag.
Ansonsten bin ich tagsüber kaum zu Hause, da läuft dann nur der Kühlschrank und der Heizkessel als Dauerverbraucher, Stand-By versuche ich zu vermeiden; ich habe somit ca 50% Niedertarifverbrauch und somit rechnet sich das durchaus. Aber wenns bei euch wirklich NUR nachts ist, bezweifle ich auch, dass es sich rechnet.

Guck doch mal im Internet, ob die dort eine Tarifinformation haben, bei Eon ist das so.


Um nochmal auf das Thema zurückzukommen:
Unsere Nachtspeicher sind ja nun ausgebaut, die neue Pelletsheizung drin, Boiler und Durchlauferhitzer beseitigt... und ich habe jetzt Ende Juli und Ende August mal die Zählerstände notiert - das dürfte dann in etwa unseren monatlichen Stromverbrauch wiedergeben, wie er ab jetzt sein wird.

So, mit diesen beiden Zählerständen war ich heute bei unseren Stadtwerken.
Ob ihr es glaubt oder nicht: Die Dame dort war tatsächlich NICHT in der Lage, mir auszurechnen, ob sich der Nachtstromzähler für uns weiterhin rechnet oder nicht.
Und ihre Software ist angeblich auch nicht darauf ausgelegt, mir das auszurechnen.
:hirni: Ich konnte es kaum fassen.
Ich werde jetzt mal versuchen, das selbst auszurechnen. Aber ich finde es unglaublich.

Ich hatte noch ein paar andere Fragen, z.B. zum monatlichen Abschlag. War alles Fehlanzeige, konnte sie (bzw. die Software) mir nicht ausrechnen.
Das was ich da heute erlebt habe, würde eher unter die Rubrik "Humor und Skurriles" passen.

Ist das normal, oder klappt das bei anderen Stromanbietern besser?
Weil, wenn sowas eher normal ist, dann denke ich nicht mal drüber nach, mir einen anderen Anbieter zu suchen. Hier kann ich bei Fragen wenigstens vor Ort mit einer realen Person sprechen. Wenn ich sowas dann bei einem anderen Anbieter ständig am Telefon verhandeln muss, dann werde ich, glaube ich, wahnsinnig :P B)


Bei unserem letzten Umzug zogen wir in eine Wohnung, in der so ein "zweiteiliger" Zähler eingebaut ist, obwohl wir nicht elektrisch heizen. Kurzes Nachrechnen ergab, dass für uns ein einheitlicher Tarif rund um die Uhr deutlich preiswerter war als das, was wir bei einem Versorger gezahlt hätten, der vergünstigten Nachtstrom anbietet (was ja nicht alle Versorger tun). Wir hätten erst gespart, wenn wir einen Jahresverbrauch von mindestens 5000 kwH gehabt hätten, der mindestens zur Hälfte nachts verursacht worden wäre - da wir aber zu zweit wohnen und keine extrem stromfressenden Hobbies haben, brauchen wir - Tag und Nacht zusammen - nur etwa 1500 - 1600 kwH im Jahr, so dass wir diese Rentabilitätsgrenze nie und nimmer erreichen werden.


Hallo madreselva,

eigentlich haben die Stadtwerke meist Energieberater, die können das auf jeden Fall ausrechnen. Wenn ein Versorger das nicht ausrechnen kann, dann taugt er nicht viel.
Ich glaube nicht, das ein Nachttarif sich für dich lohnt, es sei denn du wäscht und spülst nur nachts.

Außerdem gibt es meines Wissens für Nachtstrom auch keine alternative Versorger.
Also schmeiß den 2-Tarif Zähler raus und such dir hier einen passenden Tarif.

Bearbeitet von Sparfuchs am 01.09.2009 07:32:26


Zitat (Sparfuchs @ 01.09.2009 07:31:19)
eigentlich haben die Stadtwerke meist Energieberater, die können das auf jeden Fall ausrechnen. Wenn ein Versorger das nicht ausrechnen kann, dann taugt er nicht viel.

Das zu glauben, bin ich mehr und mehr geneigt. ;)

Also ich habe es mal versucht, selbst durchzurechnen. Momentan waschen und spülen wir ja in der Tat tatsächlich nur nachts, weil wir ja noch die zwei Zähler haben. Da lohnt sich das tatsächlich (aber wie ich weiter oben geschrieben habe, ich finde es sehr lästig, nachts zu spülen und zu waschen).
Nach meinen Berechnungen würden wir, wenn wir nur einen Zähler hätten (also den Nachtstrom rausschmeißen), beim momentanen Verbrauch € 5,31 pro Monat mehr zahlen.
Wenn wir die beiden Zähler behalten, aber wenn ich künftig (fiktiv) nur noch ausschließlich den Tagstrom nutzen würde, dann wären es monatlich € 5,81 mehr als jetzt (was sicherlich in der Realität nicht so sein würde, denn natürlich würde ich den Nachtstrom dann trotzdem auch noch nützen. Aber eben nicht mehr ausschließlich nachts waschen und spülen).

Mein Mann soll das nochmal nachrechnen (bin leider nicht so die Rechenkünstlerin).
Ich werde jetzt mal den nächsten Monat so spülen und waschen, wie das am besten in meinen Tagesablauf reinpasst, und dann nochmal anhand der nächsten Verbrauchsdaten nachrechnen.

Und mich nach anderen Anbietern umschauen, natürlich auch.

Bearbeitet von madreselva am 01.09.2009 09:37:29

Den Gedanken Nachstrom zu nutzen um sparen zu können hatten wir (Großfamilie & neu gebaut) ebenfalls
Wir informiereten uns bei Stromlieferanten, rechneten selbst und ließen rechnen.
Und?! Nach gründlicher Recherche wurde dieser Gedanke auch schnell wieder verworfen :pfeifen:

Madre, mein Tag, bzw. die Nacht hätte dann in etwa so ausgesehen, dass ich mir den Wecker hätte stellen müssen,
um nachts Waschmaschine/Trockner und Spülmaschine zu füttern.....

Aber :nene: DAS kam dann doch nicht in Frage,
1. hätten wir einen Mindestverbrauch haben MÜSSEN, damit der Vertrag überhaupt zustande kommt
weiß jetzt nicht mehr, um wieviel KW es sich handelte, aber selbst als Großfamilie hätten wir diesen kaum erreichen können!

2. wollte ich ja auch irgenwann mal schlafen ;)


Zitat (Sparfuchs @ 01.09.2009 07:31:19)

Also schmeiß den 2-Tarif Zähler raus ...

Nur der Vollständigkeit halber: Der Zähler als Gerät kann schon drin bleiben, er zählt dann halt weiterhin getrennt, wieviel tags und wieviel nachts verbraucht wurde. Bei der Abrechnung zahlt man dann halt für beide Anteile den selben Preis je kwH. Aber ein Zählertausch ist nicht nötig.

Zitat (missmocca @ 02.09.2009 08:54:39)
Aber  :nene: DAS kam dann doch nicht in Frage,
1. hätten wir einen Mindestverbrauch haben MÜSSEN, damit der Vertrag überhaupt zustande kommt
weiß jetzt nicht mehr, um wieviel KW es sich handelte, aber selbst als Großfamilie hätten wir diesen kaum erreichen können!


Ich vermute, dass mit dem Mindestverbrauch ist bei uns nicht der Fall, weil der Zähler ja bereits drin ist (durch die Nachtspeicheröfen). Mit den Nachtspeicheröfen hatten wir übrigens einen Verbrauch, bei dem einem regelrecht schlecht werden kann. Hab noch nie so mit dem Heizen gegeizt wie letzten Winter (letzter Winter war ja wirklich lang und kalt, und wir hatten einen Säugling im Haus)... Von 8 Nachtspeicheröfen in 7 Zimmern haben wir maximal insgesamt 4 Geräte betrieben... solange es von den Temperaturen irgendwie auszuhalten war, waren nur 2 Geräte in Betrieb, ansonsten haben wir versucht mit Holz zu heizen und die unbeheizten Räume dann eben nicht genutzt (haben sogar unser Schlafzimmer zeitweise verlegt und für einige Wochen auf einem Matratzenlager in einem Nebenraum des durch Holz beheizbaren Wohnzimmers geschlafen - das ging alles irgendwie, weil wir ja wussten, das ist nur für den Übergang, im Sommer wird eine adäquate Heizung eingebaut). Trotzdem hatten wir ab Januar dann einen Abschlag von € 168,- monatlich, und aktuell wäre unser Abschlag bei € 192,- (letzten Monat hätte er noch bei € 220,- gelegen... es geht also langsam aber stetig wieder runter, seit hier nicht mehr mit Strom geheizt und kein Warmwasser mit Strom mehr betrieben wird). Soviel nur zum Thema "Mindestverbrauch".
Zitat
Madre, mein Tag, bzw. die Nacht hätte dann in etwa so ausgesehen, dass ich mir den Wecker hätte stellen müssen,
um nachts Waschmaschine/Trockner und Spülmaschine zu füttern.....
Ja, so ähnlich wie bei uns eben. Zum Glück ist mein Mann ja eine Nachteule, d.h. die Geräte werden abends befüllt, und er schaltet sie dann an, wenn wir den günstigen Nachtstrom nutzen können. Trotzdem nervt es.
Wie gesagt, ich werde das jetzt nochmal den kommenden Monat beobachten, und dann nochmal neu berechnen. Momentan scheint es ja für uns tatsächlich billiger zu sein MIT Nachtstrom statt ohne...

Zitat
Der Zähler als Gerät kann schon drin bleiben, er zählt dann halt weiterhin getrennt, wieviel tags und wieviel nachts verbraucht wurde. Bei der Abrechnung zahlt man dann halt für beide Anteile den selben Preis je kwH. Aber ein Zählertausch ist nicht nötig.
Hmmm, also laut Auskunft unserer Stadtwerke berechnen die für den "Ausbau" des Zählers so um die 100,- Euro (ich vermute mal, das würde auch gelten, wenn der Zähler drin bleibt und man nur den Tarif wechselt). Allerdings gehört unser Zähler gar nicht den Stadtwerken, weil Netz und Zähler einem ganz anderen Anbieter (Stromkonzern) gehören. Da wollte ich mich auch nochmal erkundigen, was die denn für den Ausbau berechnen würden.

Bearbeitet von madreselva am 03.09.2009 21:53:04

Wir hatten mal Nachtstrom. Da wir damals zur Miete waren, haben wir uns Zeitschaltuhren gekauft, Wasch- und Spülmaschine vor dem Schlafengehen vorbereitet und das Zeug lief dann eben nachts und war morgens fertig. Ging aber nur so einfach, weil wir keine Nachbarn hatten, die wir nachts mit rumpelnden Geräten hätten stören können.
Dies nur ein kleiner Tipp wegen dem oben erwähnten Schlafen-Problems.


Zitat (Bazillus09 @ 05.09.2009 15:18:06)
Wir hatten mal Nachtstrom. Da wir damals zur Miete waren, haben wir uns Zeitschaltuhren gekauft, Wasch- und Spülmaschine vor dem Schlafengehen vorbereitet und das Zeug lief dann eben nachts und war morgens fertig.

:keineahnung: Bei uns ist das Problem weniger das in-Gang-setzen der Geräte zur Nachtstromzeit. WaMa hat sowieso einen timer, und im Übrigen ist mein Mann sowieso eine Nachteule und geht regelmäßig so spät ins Bett, dass er die Geräte dann anschalten kann.

Das, was ich lästig finde, ist das Ausräumen am nächsten Morgen. Ich würde mich morgens eben lieber ausgiebig und in Ruhe mit meinem einjährigen Kind beschäftigen, anstatt erst mal eine volle Spülmaschine auszuräumen, eine Ladung Wäsche aufzuhängen... das wären Dinge, die ich z.B. lieber dann erledigen würde, wenn die Kleine dann im Bett ist.
Abgesehen davon, dass ich persönlich lieber ein paar Ladungen Wäsche hintereinander wegwasche und die dann gesammelt aufhänge (vor allem wenn das Wetter schön ist und die Wäsche draußen gut trocknet) / abnehme / zusammenlege und wegräume, anstatt immer so eine Ladung pro Tag...

Zitat (madreselva @ 05.09.2009 23:00:18)

Das, was ich lästig finde, ist das Ausräumen am nächsten Morgen. Ich würde mich morgens eben lieber ausgiebig und in Ruhe mit meinem einjährigen Kind beschäftigen, anstatt erst mal eine volle Spülmaschine auszuräumen, eine Ladung Wäsche aufzuhängen... das wären Dinge, die ich z.B. lieber dann erledigen würde, wenn die Kleine dann im Bett ist.
Abgesehen davon, dass ich persönlich lieber ein paar Ladungen Wäsche hintereinander wegwasche und die dann gesammelt aufhänge (vor allem wenn das Wetter schön ist und die Wäsche draußen gut trocknet) / abnehme / zusammenlege und wegräume, anstatt immer so eine Ladung pro Tag...

Ja, da erinner ich mich, das hat mich damals auch genervt. Deswegen haben wir im eigenen Haus auchauf Nachtstrom verzichtet. Es zieht sich ja jede Hausarbeit ewig hin. Und wenn man nicht warten will, zahlt man entsprechend... Ich finde Nachtstrom nur sinnvoll, wenn man Nachtspeicheröfen hat, was in der heutigen Zeit eh ein Wahnsinn ist.


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