Ampel für Lebensmittel: was haltet ihr davon?


Was haltet ihr von der Ampel für Lebensmittel - darüber wird ja heftig gestritten, da die Lebensmittelindustrie diese gerne verhindern möchte.

Ich finde die Ampel hilfreich, obwohl ich auch so abschätzen kann was gesund ist und was nicht.

Bericht


Ich finde das Konzept auch gut . Bei uns in der Klinik haben wir das schon lange. Da sind alle Speisen im Speisesaal mit roten ,gelben und grünen Punkten ausgezeichnet. Warum nicht!!!! :rolleyes:


Also prinzipiell finde ich die Ampel auch gut, obwohl ich mich beim Einkauf auch so sehr genau mit den Nährwertangaben auf Lebensmitteln auseinandersetze und quasi kein Prtodukt (außer die die ich schon kenne) in meinen Wagen wandert, ohne vorher inspiziert worden zu sein.
Für Leute und vor allem Kinder, die sich nicht so sehr damit befassen, ist die Ampel sicher sinnvoll, und entlarvt klassische "Werbe-Lügen" der Industrie.

Zum Beispiel "Light-Chips", auch mit 30% Fett weniger noch eine unheimliche Kalorienbombe. Dasselbe wie mit Mayonnaise.
Gummibärchen, die mit dem schönen Aufdruck "0% Fett" als gesunde Nascherei angepriesen werden, werden durch die Ampel ebenso als Dickmacher entlarvt wie die "gesunden" Nimm2 oder die "erdbeerleichte Yogurette", die im übrigen mehr Kalorien und Fett hat als normale Schokolade, und keine Erdbeeren enthält.

Hat natürlich durchaus auch kleine Schattenseiten, wenn Produkte über einen Kamm geschoren werden, wie das Beispiel aus dem Fernsehen: Schokolade und Bananen, beide bekämen eine rote Ampel bei Zucker... trotzdem ist die Banane wesentlich empfehlenswerter als Snack als die Schoko

Bearbeitet von Bierle am 04.06.2009 19:48:46


Ich finde dieses System mehr als bedenklich denn es nimmt dem Verbraucher aus der Pflicht sich über seine Ernährung zu Informieren.
Von meiner Seite her wäre es schöner Geld in das Wissen über gesunde Ernährung zu stecken, heißt für mich das Kinder in ihrer Erziehung vom Kindergartenkind an über ihre Ernährung mehr erfahren müssten...für mich ist das nur Politik mit einer hübschen Ampel mit einem Grünen oder Roten Daumen.


find die ampelsache gut. soweit ich weiss, wurde das damals schon von der lebensmittelindustrie abgelehnt (wer will schon, dass auf seinen vielen pseudo-gesundprodukten lauter rote ampeln blinken) und stattdessen dieses momentane, sinnlose zahlenwirrwar aus "durchschnittstagesbedarf einer erwachsenen frau" und fantasie-portionsgrössen eingeführt.

so generell würde ich auf die ampel vielleicht auch nicht gross achten, aber wenn man den einkaufswagen voller rote punkte hat, guckt man vielleeeicht doch mal eher auf die inhalte.

Bearbeitet von smudo am 04.06.2009 19:57:03


Sicher kann die Ampel auch nur eine grobe Orientierung sein.

Es gibt nun mal auch Verbraucher, die sich nicht so mit Lebensmitteln auskennen.
Wichtig ist natürlich auch was in Lebensmitteln so drinn ist.
Olivenöl zum Beispiel gesund aber natürlich auch sehr viele Kalorien.
Auch versch. Fischarten sind sehr fetthaltig aber auch gesund.
Dann macht es natürlich auch die Menge.


Zitat (Sparfuchs @ 04.06.2009 20:03:47)


Es gibt nun mal auch Verbraucher, die sich nicht so mit Lebensmitteln auskennen.

Man kann sich Hier und Da!!! gut informieren ;)

Das wird wohl wieder nix,wir sind zwar Mündige Bürger aber die Politiker glauben das nicht :lol:

Wurst, die "abgespeist"-Seite ist ja goil!! Werd ich mich gleich mal durchlesen.
Obwohl ich das Zeugs, das ich so auf der Titelseite gesehn hab, eh nicht kaufe :rolleyes: aber es ist ja immer schön, bisschen Streit-Munition zu haben... wenn ich meine weniger aufgeklärten Zeitgenossen aufklären will :schlaumeier:

:hihi:


Zitat (Ribbit @ 04.06.2009 23:09:54)
Wurst, die "abgespeist"-Seite ist ja goil!!

Aber Hallo!
Kann ich nur zustimmen.

Ich musste grad entsetzt erfahren, dass Yogurette gar nicht so toll und leicht ist.

Also dass nicht besonders viel Erdbeeren drin sind, ist ja klar und dass sie vor allem mit der Schokolade drum rum nicht so gesund ist, auch.
Aber dass sie mehr Fett und Zucker enthält als ne normale Milka-Schokolade, das hat mich doch etwas umgehauen. :blink:

Ampel für Lebensmittel wäre toll. Manches ist jetzt so klein gedruckt, da kann ich in der Kaufhalle nix erkennen.
Danke Wurst, die Seite fetzt. :lol:


Ich bin strikt gegen die Ampel.

Was ist gesünder?

Olivenöl oder chemisch aufgepeppte 1/4-Fett-Margarine mit Transfettsäure?
Orangensaft oder Limonade mit Süßstoff?
Ein Vollmilchjoghurt oder ein Molketrink mit naturidentischen Aromastoffen und Süßstoffen?
Nüsse oder Light-Chips?
Der Käse, den ich einzeln für die Pizza kaufe, ist böse? Die ganze Fertigpizza dann aber nicht mehr?


Meine erste Befürchtung ist, dass die Lebensmittel dann von der Lebensmittelindustrie dahingehend verändert werden, dass sie eben nicht mehr "rot" sind. Das heißt, denaturierte Lebensmittel bekommen dann bessere Farben, als das Original mit echter Butter, echtem Käse etc.

Kein Nährstoff ist schlecht, wir brauchen alle - nur in der richtigen Menge und Zusammensetzung. Nur - was ist die richtige Zusammensetzung? Selbst die Vorgaben, was wir essen sollen, ändern sich doch alle fünf Jahre.
Ernährungspyramide
aus der Zeit

Es gibt jetzt schon zu viele Menschen, die die Lebensmittel in "gute" und "schlechte" einteilen - was ein normales Symptohm der Ess-und Brechsucht ist.

Wäre es denn wirklich gut, wenn normalgewichtige Kindergartenkinder nur noch fettarme Milch bekommen? Der Teenager in der Wachstumsphase sein Knäckebrot maximal dünn mit Butter (besser mit Light-Käse) bestreicht und fettarmen Schinken drauf legt?

Wer übergewichtig ist, muss auf die Ernährung achten, klar.
Aber glücklicherweise sind nicht alle übergewichtig und essen soll vor allem nähren.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Wege zu einer gesunden Ernährung zu kommen:
a) man hört auf seinen Körper
oder
b) man interessiert sich wirklich für die Nährstoffzusammenstellung, macht sich klug und wählt die Nährstoffe zum eigenen Bedarf passend aus. Aber das ist dann nicht mit rot / gelb / grün getan, da man eben von allen Närstoffen ausreichend braucht und jede einseitige Ernährung zu vermeiden ist.


Ich kann mich meiner Vorredner nur anschliessen.

Ich bin als ausgebildeter Gesundheitsberater und als Anhänger von
Dr. Max Otto Brucker
sowie Ilse Gutjahr gegen die Ampel. Wichtiger als eine Ampel wäre korrekter, die Inhaltsstoffe GRÖSSER, in 100 g Inhalten, bzw. Gesamtinhalt der Verpackung zu kennzeichnen.

Vor 3 Tagen hatte mich dazu
Foodwatch
angerufen. Diese Mitarbeiterin hat mir auch bestätigt, dass die Ampelkennzeichnung wenig glücklich ist. Trotzdem fordert Foodwatch diese Kennzeichnung.

Die nächsten Tricks sind ja schon unterwegs, wie selbst Foodwatch zugibt:

Nach Analogkäse wird z.B. der Inhaltsstoff, also Nährwerte für eine 1/2 Pizza angegeben, obwohl man ja eine ganze Pizza gekauft hat. Meine letzte Pizza war eingefroren und als sie aufgetaut war, der Teig roh. Der rohe Teig klebte auf der unten liegenden Backpapier und war nicht zu lösen.
Wie soll ich jetzt die Pizza halbieren? Wer isst eine halbe Pizza?
Das ist, analog gesehen, sogar echter Käse.

Genauso regt mich auf, dass die Waschmittelverpackungen immer grösser werden, aber immer weniger drin ist.



Labens

Edit.
die 2. Hälfte der Pizza, habe ich am nächsten Tag gegessen.

Bearbeitet von labens am 05.06.2009 02:03:29


Auch ich halte die Ampel für bedenklich. Sie mag ja für den, der sich ansonsten gar nicht drum schert, was seine Nahrungsmittel so alles enthalten, eine erste Groborientierung sein - aber es kommt ja wohl wirklich darauf an, wieviel man wovon ist. Dass das Päckchen Butter (ich bin jetzt mal ganz wagemutig und schaue in meine Kristallkugel) - vermutlich eine eher grüne Zuckerampel, aber dafür wohl eine knallrote Fettampel haben dürfte, ist sicher in bezug auf die Inhaltsstoffe richtig. Da mir persönlich dieses Päckchen Butter aber daheim über zwei Monate reicht, werde ich es mir dennoch nicht vermiesen lassen. Warum sollte ich auf irgendeine Synthetik-Viertelfett-Wagenschmiere als Ersatz ausweichen, die mir nicht schmeckt, nur um diese dann, obwohl sie mir nicht schmeckt, öfter und dicker aufs Brot zu streichen (hat ja eine bessere Fettampel)? Und wird man sich tatsächlich den Spaß machen, auf einer Kilopackung Streuzucker den Zuckergehalt per Ampel anzuzeigen? Da würde ich mich als Verbraucher eher beschweren, wenn mein Zucker auf einmal eine grüne Zuckerampel hätte.

Und dann die derzeitigen Portionsnährwertangaben: Prinzipiell halte ich die Einführung dieser Angaben für eine gute Idee - wenn die Hersteller nicht so furchtbar kreativ wären, wenn es darum ginge, ihre Produkte schönzurechnen. Spätestens, wenn ich vom selben Hersteller Frischkäse normalfett und Frischkäse leicht vergleiche und dann sehe, dass die Frischkäse-normal-Portion 5g weniger hat als die vom fettreduzierten, kommt mir doch so ein bisschen der Verdacht, man wolle hier die "unschöne Wahrheit" ein bisschen abmildern. Noch "besser" gefällt es mir, wenn Packungen in "krumme" Portionszahlen zerschlagen werden. Hatte ich neulich mal auf einer Halbliterflasche Trinkjoghurt. Mal abgesehen davon, dass ich meistens so undiszipliniert bin und so eine Flasche leertrinke, hätte ich es durchaus verstanden, eine Portion mit einer halben Flasche, also 250ml, anzugeben. Nö. Die Portion waren 200g (die ganze Flasche enthielt in Gramm gerechnet irgendwas um die 470) - ja klar, ich teile mir das Zeug natürlich auch immer so ein, dass ich zwei Gläser so aufteile, dass die Idee eines Schlucks in der Flasche bleibt :pfeifen:

Was noch? Ah ja, Salz. Da hat nun mal irgendwann vor Jahren wer wissenschaftlich am Rattenversuch festgestellt, dass Übermengen an Salz schädlich sind. Dass die verheerenden Folgen, die damals an einer besonders salzempfindlichen Art Ratte festgestellt wurden, überdies erst auftraten, wenn man den Ratten Salzmengen verabreichte, die auf das Körpergewicht eines Durchschnittsmenschen hochgerechnet einem täglichen Salzkonsum in der Großenordnung zwischen einem halben Pfund und einem Pfund entsprachen, sollte man vielleicht auch mal erwähnen. Was macht irgendein Spezialistenausschuss der EU daraus? Produkte, deren Salzgehalt eine gewisse Marke (ich glaube, mich an 1,2% zu erinnern, kann mich aber auch irren) übersteigt, dürfen nicht mehr als "gesund" angepriesen werden. Hmm ja. Ist also eine trockene Brezel vom Bäcker demnach ungesünder als so eine Preßkuh-Käseimitat-Mehlwatte-Konstruktion vom Fastfoodtempel, die nach eigenem Empfinden noch nie mir irgendeinem Gewürz in Berührung kam? Oder dürfen die Bäcker künftig nur noch ungesalzene Brezeln (schauder) verkaufen und einem ein paar grobe Salzkörner extra aushändigen, nachdem man eine Erklärung unterschrieben hat, dass dieses Salz auf eigene Verantwortung auf die Brezel aufgetragen werden wird? Ich denke, dass die "Gefahr" im Salz darin besteht, dass Salz durstig macht - und eben viele Leute sehr viele Kalorien durch süße Limonadengetränke zuführen.

Wieso werden Fette, Kohlenhydrate etc fast unabhängig von ihrer Herkunft gleich behandelt? Wieso wird man nicht eher vor so Nettigkeiten wie chemischen Süßstoffen gewarnt? Klar haben die keine eigenen Kalorien, regen aber doch bei zahlreichen Menschen den Appetit so erfolgreich an, dass der Verzehr dieser Ersatzstoffe am Tagesende kaum einen Unterschied in der Gesamtkalorienzufuhr ausmacht.

Ich habe 2006, nachdem ich mich jahrelang absolut gedankenlos mit viel zu viel, viel zu fettem und viel zu süßem Essen auf über 140kg gemästet hatte, einerseits mein Pensum an körperlicher Bewegung erhöht - ich fahre jetzt einfach so viele Strecken wie möglich per Rad, man soll nicht glauben, wie gut mir das tut (und mein Geldbeutel beklagt sich auch nicht darüber, dass ich statt 12000km nur noch 3000km im Jahr mit dem Auto fahre) - und ich habe meine Ernährung radikal umgestellt. Anfangs habe ich ein paar Monate auf Fleisch verzichtet - nicht, weil ich das Fleisch an sich für prinzipiell "böse" hielt, sondern weil das für mich ein erfolgreicher Weg war, nicht nach einer Woche wieder in meine alten Essgewohnheiten zu verfallen, sondern mir über meine Mahlzeiten Gedanken zu machen. Kaloriensparen? Ja im Endeffekt natürlich auch, aber hauptsächlich achtete ich (und achte heute noch) darauf, möglichst keine Süßstoffe, keine Kunstaromen und keine Geschmacksverstärker zu kaufen. Was heutzutage am besten geht, wenn man so wenig Fertignahrung wie möglich kauft, denn die "Kunststoffe" stecken an vielen Stellen. Wenig fertiges daheim zu haben, hemmte bei mir übrigens auch recht gut die Neigung des häufigen zwischen-den-Mahlzeiten-Naschens. Wenn sich in der Wohnung überall nette kleine Dinge befinden, die man einfach so im Vorbeigehen in den Mund stecken kann, verleitet das natürlich. Nur ist es meines Erachtens sicherlich gesünder, wenn das eine Cocktailtomate, ein Radieschen oder eine Weinbeere ist, als wenn da eine Schale Gummibärchen oder Schokolade stünde. Was nicht heißen soll, dass ich gar nichts Süßes mehr esse. Aber in meiner Gesamternährung haben sich einige Sachen geändert. Trank ich vorher meinen Tee stets sehr süß (genauso wie meinen Milchkaffee), hat sich nun mein Appetit so verändert, dass ich den Tee eben nur noch sehr leicht zuckere (und Kaffee entweder nur mit Milch oder nur mit Zucker trinke). Hatte ich vorher keine Probleme, so eine 200g-extrasüß-Nusscreme-Schokoladen-Einzelriegelpackung in kurzer Zeit herunterzudrehen, so kaufe ich mir jetzt gelegentlich lieber eine edlere Tafel Sckokolade, von der ich dann mal ein Stückchen esse. Und Butter lässt sich, wenn man sein Brot nicht "trocken" belegen möchte, unter vielen Belägen / Aufstrich auch sehr lecker beispielsweise durch Quark oder Frischkäse ersetzen.

Ach ja, ich schreibe hier die ganze Zeit von meiner Ernährungsumstellung: nach sieben Monaten hatte ich übrigens die 85kg erreicht (und das ganz ohne Fettschürze, nur ein paar Schwangerschaftsstreifen sind mir geblieben) - damit bin ich bei knapp 187cm Größe durchaus zufrieden. Bin zwar im Moment wieder bei 90kg, das macht mir aber wenig Sorgen, um diese Jahreszeit bin ich immer ein bisschen schwerer, denn einerseits grille ich halt auch ganz gerne, andererseits bin ich im Frühling beruflich sehr viel unterwegs, und auf Reisen achte ich erstaunlicherweise nicht ganz so gut auf meine Ernährung - dafür geht es im Sommer wieder zum Radurlaub :)

Und noch kurz an alle, die sich über 0%-Fett-Gummibärchen und Light-Chips freuen: als Faustregel kann man sagen, dass fast jeder Knabber- und Süßkram zwischen 400 und 550 kcal per 100g hat - wenn ein niedriger Fettgehalt angepriesen wird, kommen die Kalorien halt von Kohlenhydraten. Und zuckerreduzierte Geschichten sollte man auf Süßstoffe durchleuchten, die wieder appetitsteigernd wirken können. Ich hatte neulich irgendwo mal eine kleine Tüte Weingummi gekauft, der war (natürlich) fettfrei und bei dem wurde einfach ein gewisser Anteil Zucker weggelassen - also nicht durch Süßstoffe ersetzt, das Produkt war einfach weniger süß. Durchaus lecker (und diese Weingummis unterschritten auch merklich die 400-Kalorien-per-100g-Grenze, ich glaube, die hatten so um die 230) und ich hatte bei diesem Produkt nicht so das Gefühl, dass mir jedes Gummibärchen zuflüstert: "Greif nochmal rein"

So, habe endlich fertig, ich lass hier mal noch ein bisschen Platz für andere :)

Die olle Edit half mir, ein paar Tippfleher und Wechstabenverbuchsler zu entfernen - wer noch mehr findet, darf sie behalten :)

Bearbeitet von tigermuecke am 05.06.2009 07:34:42


Ich finde diese Diskussion echt super, der Beweis das sich viele mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Rot heißt übrigens nicht - darf nicht gegessen werden.
Es sagt nur aus, das dieses Produkt viel Fett oder Zucker hat und nicht in großen Mengen gegessen werden soll. Also muss doch wieder die Zutatenliste studiert werden.
Auch finde ich, reicht es nicht aus, nur auf Zucker und Fett hinzuweisen. Auch Zusatzstoffe müssten in die Bewertung einfließen.

Vielleicht müsste man eher, wie bei der Energieeffizienz, verschieden Punkte bewerten-
dann sind wir aber wieder bei der Nährwertabelle, die eh schon aufgedruckt ist.
Vielleicht wäre eine Kennzeichnung für Fertigprodukte gut-für Rohstoffe wie Zucker, Milch etc. eher nicht.


@tigermuecke:
Die Ampel bezieht sich ja nicht auf Grundnahrungsmittel wie Mehl Zucker und Butter,
sondern auf Produkte aus diesen in in Variablen Zusammensetzungen unter zuhilfenahme von Zusatzstoffen,da weiß man schon gerne was und wieviel da endhalten
ist. ;)
Wenn Mann/Frau zB. mit guten Gewissen eine Halbfettbutter kauft,Kauft er/sie über 50% Wasser! :pfeifen: und das steht sowas von klein (wenn überhaupt) auf der Verpackung.

Bearbeitet von wurst am 05.06.2009 09:16:15


Ich selbst bin sehr für die Ampelkennzeichnung. Und zwar für verarbeitete Lebensmittel Klar, daß ein Pkg Zucker ne rote Zukerampel bekommen würd. Aber wie ist das bei der TK-Pizza? Im Moment wird der Industrie ja freigestellt, was sie auf ihre Packungen schreiben. Manchmal erfährt man gar nicht, was drin ist (zB Yoghurette) und manchmal sind die Angaben dort sehr schöngerechnet - sei es mit Miniportionen (schonmal 40g Cornflages gesehen?), oder indem man den Tagesbedarf eines 45-Jährigen Schwergewichtsathleten als Vergleich zum schwindsüchtigen Piafrakind ranzieht.

Ich will ne Objektive und einheitliche Kennzeichnung, und zwar pro 100g. Und wenn das eben in Form von ner Ampel ist, dann sei es so.


Ich habe mit beiden Kennzeichnungen kein Problem. Allerdings sollte die derzeitige etwas auf ein Mindestmaß gebracht werden. Man bekommt ja echt Probleme beim Entziffern!
Ansonsten bin ich gespannt wer das Rennen macht: Die Masse der Verbraucher oder das Geld der Lebensmittelindustrie.


Zitat (Wyvern @ 05.06.2009 09:41:34)


Ich will ne Objektive und einheitliche Kennzeichnung, und zwar pro 100g. Und wenn das eben in Form von ner Ampel ist, dann sei es so.

Tja, ich weiß nicht, ob das Pflicht ist.
Aber die Kalorien pro 100 g, Fett, Kohlehydrate, Eiweiß pro 100 g stehen auf jeder (Fertig-)packung.

Man kann das lesen.

Nur dafür ist der Verbraucher dann - nach Meinung unserer Politiker - zu doof.
Das Lebensmittel muss auch bewertet werden.

Der erste störende Punkt ist: Dass man intuitiv rot mit "stopp" und nicht mit "sparsam essen" verbindet. (Die Farbe für Vorsicht wäre ja gelb)

Aber gut... das kann man den Leuten, denen man nicht zutraut, die g Fett pro 100 g abzulesen, mit einer ausreichenden Werbekampagne noch beibringen.

Was mich stört - und bei einer Ampel immer ist:
Jemand muss Lebensmittel - nach welchen Kriterien auch immer - bewerten.

Denn es kommt natürlich schon auf das Lebensmittel an:
Interessant wird der Zucker- oder Fettgehalt ja erst im Zusammenhang mit einem konkreten Lebensmittel.

Niemand trinkt nur 100 g Limonade oder 100 g Bier.
100 g Schokolade ist eine Tafel ... danach hat man wirklich das Gefühl, viel Schokolade gegessen zu haben.
100 g Butter bringt man normalerweise nicht bei einer Mahlzeit runter.

So, und wie soll jetzt eine sinnvolle Farbe ermittelt werden?
Mehr als x g Fett pro 100 g Lebensmittel? Mehr als x g Zucker pro 100 g Lebensmittel?
Und das gilt dann für Getränke, die man literweise trinkt ebenso wie für die Kugel Eis?
Wenn man's so macht, wird's völlig schief.
Oder fangen wir an zu bewerten?

Nach welchen Richtilinien?


Die Menschen sind unterschiedlich und haben auch unterschiedlichen Bedarf.

Wer übergewichtig ist, muss vor allem auf die Kalorienzufuhr achten. Lässt man dabei allerdings die Nährstoffe außer acht, wird irgendwann der Körper die Kontrolle übernehmen und mit einem "Fressanfall" dafür sorgen, dass er auch mal wieder fettlösliche Vitamine bekommt.

Wer im Wachstum ist, wird sein Augenmerk wohl mehr darauf richten, alle Nährstoffe in ausreichendem Maß zu essen.
Ein Allergiker muss - je nach Allergie - wieder andere Stoffe meiden.
Ältere Menschen, Menschen die sich von einer Krankheit erholen, essen möglicherweise tendenziell eher zu wenig, da würde sich dann die Farbe umkehren.

Ein gesundes Vollkornbrot oder natürliches Müsli ist für den einen eine wertvolle Quelle von Vitaminen und Mineralstoffen. Der andere bekommt Verdauungsbeschwerden darauf und fühlt sich den ganzen Nachmittag elend.


Gesunde Ernährung ist einfach zu kompliziert, man wird ihr mit einem rot / gelb / grün-Schema nicht gerecht. Die meisten Ernährungsvorschriften sind nicht wissenschaftlich fundiert und durch Studien abgesichert - was sich auch daran zeigt, dass jedes Land seine eigene Nahrungspyramide hat.

In jedem Diätbuch steht: Mit jeder Diät wächst die Gefahr von Übergewicht.
Und - auch medizinisch begleitete, langsame, über Monate angelegte Abnehmprogramme - haben - nach ein bis drei Jahren - eine sehr traurige Erfolgsbilanz - die Leute wiegen mehr als vorher.
Die Fett und Zucker-phobischen Amerikaner sind ja nicht gerade für ihre Schlankheit berühmt.

Solange wir noch so wenig wissen - sollten wir dieses Massenexperiment bitte unterlassen.

Zitat (Polarlicht @ 05.06.2009 11:18:35)

Ansonsten bin ich gespannt wer das Rennen macht: Die Masse der Verbraucher oder das Geld der Lebensmittelindustrie.

Nur weil die Lebensmittelindustrie dagegen ist, muss die Ampel noch lange nicht gut sein.
Kann ja auch ganz einfach daran liegen, dass die Fachleute den Unsinn der Ampel sofort durchschaut haben.

Einig mit der deutschen Ernährungsindustrie

Darin weiß er sich einig mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, die die „Verzehr-Ampel“ ebenfalls kategorisch ablehnt. „Das ist zu simpel, das bringt nichts“, sagte BVE-Hauptgeschäftsführer Matthias Horst. „Das führt zu einer Diskriminierung.“ Alle Produkte, die mit Lust verzehrt werden, etwa Pralinen, würden dann mit einem roten Punkt gebrandmarkt.

Dass sich viele Verbraucher mehr Information über den tatsächlichen Energiegehalt von Fertigprodukten wünschen, sehen allerdings sowohl Seehofer als auch die Industrie. Derzeit steht nämlich zum Beispiel auf vielen Schokoriegeln in Deutschland noch nicht einmal die Kalorienzahl. Man könne noch mehr freiwillig tun, räumte BVE-Vertreter Horst ein.
QuelleHier

Das war vor 2 Jahren und nichts hat sich getan :heul:

Edit.
Tatsächlich scheinen viele Verbraucher in Großbritannien über das neue, im Januar freiwillig eingeführte Ampel-System ganz froh. Nach einem BBC-Bericht befürworteten von 18.000 befragten britischen Eltern 80 Prozent die neue Kennzeichnung. Der Widerstand der Industrie in Großbritannien ist allerdings genauso groß wie in Deutschland. 21 Unternehmen der Nahrungsmittelbranche und drei große Supermarktketten weigern sich, die Punkte anzubringen
gleiche Quelle B)

Bearbeitet von wurst am 05.06.2009 11:39:14


Naja... ich halte mich für soweit intelligent und aufgeklärt, dass ich weiß - Süßigkeiten haben viel Kalorien. Fette haben viiel Kalorien, manche Fette sind besser als andere. Zucker schmeckt gut und sollte aber nur in Maßen genossen werden.

Das muss man mir nicht mit ner Ampel klarmachen.

Was ich gern wissen will - ist im Bio-Joghurt Aroma drin? Ist das Schimmelpilz-Erdbeer-Aroma? Ist in meiner Butter/Joghurt/wattweißich dieser und jener "Weichmacher", "Andicker" etc. pp, den ich für total überflüssig und vermutlich schädlich halte?

Sowas steht halt nicht drauf. Ok, ich sehe beim "Bio-Joghurt" ausm Discounter, dass da Aroma drin ist. Supi - kauf ich's halt nicht, da kann ich ja gleich "normalen" Joghurt kaufen.

Aber diese ganze Verbraucherbesch***erei mit versteckten Geschmacksverstärkern, die halt auf einmal anders heißen/anders deklariert werden, damit man "ohne Geschmacksverstärker!!!" werben kann - die wird mit ner Ampel nicht verhindert.

Und auch die Margarine, die 750 Verarbeitungsschritte durchlaufen hat, (wie war das - Wagenschmiere? :lol: ) steht dann mit der Ampel besser da als ne Demeter-Butter? :hmm:

Ok, Ampel soll dazu dienen, dass Leute, die sich nicht so für Lebensmittel interessieren oder nicht so die Ahnung haben, schnell erkennen können "oha - viel Fett". Hm. Weiß nicht, ob das was bringt. Ein Zuckerjunkie lässt sich nicht mit ner roten Ampel von seinen Brausestäbchen abbringen.

Aber vielleicht ist die Ampel ja ein erster Schritt... und irgendwann erfährt der Verbraucher wirklich, was so alles im Essen drin ist :rolleyes:


Wenn ich wissen will, was in einem Produkt ist, les ich die Zutatenliste. (Brauch ich ne Lupe, zum Lesen, dann kommt das Produkt ohne meine Küche aus). Auf der Liste steht ja absteigend eigentlich alles drauf, was drin ist.
Die Ampel ? Als grobe Richtline find ich sie net schlecht.


Hat jemand von euch Tim Mälzer "Deutschland isst..." gesehen?
Interessant fand ich wie eine Familie ein höheres Budget für Einkäufe
bekam und dann doch Dosenfutter und Süßkram gekauft haben ,obwohl
sie vorher sagten,dass sie wenig Geld hätten um gesund einzukaufen.

Ob Ampel oder nicht.Als "mündiger" Bürger muss man sich mit Ernährung
auseinandersetzen.Viele haben doch verlernt frisch zu kochen,
Kräuter statt Geschmackverstärker zu benutzen,usw.
Und viele kennen den orginal Geschmack von LM gar nicht mehr.
Eine Tomate schmeckt nicht nach Wasser ,sondern leicht süßlich.

Es bleibt nur der Blick auf die Inhaltsstoffe.Die Ampel kann nur ein
Hilfsmittel sein.


... mal abgesehen von dem ganzen Plastikschei. in den Verpackungen, über den ich mich schon vor Jahren aufgeregt habe... :labern:


... hier geht´s speziell um Kinderernährung klick


Hallo ,

Na gut, so schlecht finde ich die Ampel für Lebensmittel nicht, besonders für Ältere Menschen ist es hilfreich, da sie gleich auffällt un d sie nicht erst groß lesen müssen.

LG
zuckerschote


Ich fände die Ampel super, weil Ottonormalo trotz aufmerksamen lesens der Verpackungsangaben, mit den meisten Informationen gar nichts anfangen kann. Gerade bei Mengenangaben verwenden die Hersteller doch bewußt verwirrende Angaben.


Immer mit der Ruhe sie kommt bald :lol:

Krankenkassen fordern Lebensmittelampel :pfeifen:


Zitat (SuperConsumer @ 28.08.2009 12:51:19)
Ich fände die Ampel super, weil Ottonormalo trotz aufmerksamen lesens der Verpackungsangaben, mit den meisten Informationen gar nichts anfangen kann. Gerade bei Mengenangaben verwenden die Hersteller doch bewußt verwirrende Angaben.

Was verstehtst du jetzt unter verwirrenden Mengenangaben? :verwirrt: Normalerweise sollte man damit keine Schwierigkeiten haben ;)

So eine Ampel kann höchstens eine kleine Hilfe sein, aber das Lesen der Inhaltsstoffe nicht ersetzen.

Zitat (tante ju @ 28.08.2009 17:58:27)
Was verstehtst du jetzt unter verwirrenden Mengenangaben? :verwirrt: Normalerweise sollte man damit keine Schwierigkeiten haben ;)


Beispiel:Trockenmasse :lol:

Ein Weichkäse mit 48 % Fett i. Tr. habe einen Wasseranteil von 50 %. Entzieht man einer Menge von 100 g dieses Käses das Wasser komplett, so bleiben 50 g Käsemasse übrig. Diese 50 g enthalten 48 % Fett, also 24 g.

Also enthält dieser Käse 24 % Fett absolut.


Ein Hartkäse mit ebenfalls 48 % Fett i. Tr. habe stattdessen einen Wasseranteil von nur 30 %. Entzieht man einer Menge von 100 g dieses Käses das Wasser komplett, so bleiben 70 g Käsemasse über. Diese 70 g enthalten ebenfalls 48 % Fett, also 33,6 g.

Also enthält dieser Käse 33,6 % Fett absolut.

Und warum schreibt man das nicht drauf :labern:

Zitat (wurst @ 28.08.2009 18:06:30)
Beispiel:Trockenmasse :lol:

Ein Weichkäse mit 48 % Fett i. Tr. habe einen Wasseranteil von 50 %. Entzieht man einer Menge von 100 g dieses Käses das Wasser komplett, so bleiben 50 g Käsemasse übrig. Diese 50 g enthalten 48 % Fett, also 24 g.

Also enthält dieser Käse 24 % Fett absolut.


Ein Hartkäse mit ebenfalls 48 % Fett i. Tr. habe stattdessen einen Wasseranteil von nur 30 %. Entzieht man einer Menge von 100 g dieses Käses das Wasser komplett, so bleiben 70 g Käsemasse über. Diese 70 g enthalten ebenfalls 48 % Fett, also 33,6 g.

Also enthält dieser Käse 33,6 % Fett absolut.

Und warum schreibt man das nicht drauf :labern:

Ich nehm jetzt zwar keinen Taschenrechner mit zum Einkaufen, setzte jetzt aber solche Dinge eigentlich als selbstverständlich voraus :hmm: :hmm:

Zitat (tante ju @ 28.08.2009 18:24:10)
Ich nehm jetzt zwar keinen Taschenrechner mit zum Einkaufen, setzte jetzt aber solche Dinge eigentlich als selbstverständlich voraus :hmm: :hmm:

Wieviel % Wasser hat Gouda :P

Zitat (wurst @ 28.08.2009 18:28:29)
Wieviel % Wasser hat Gouda :P

Also jetzt pi x Daumen so etwas zwischen 55 und 70% :) hängt ja auch davon ab, ob junger, mittelalter oder alter Gouda.

Der junge hat natürlich mehr Wassergehalt als der alte Gouda. ;)

Ich geb da Wurst vollkommen recht, denn die meisten Verbraucher wissen das nicht.
Den Verbraucher interessiert auch nicht der Wasseranteil, sondern allein der Fettanteil in %.


Zitat (Sparfuchs @ 28.08.2009 20:43:15)
Ich geb da Wurst vollkommen recht, denn die meisten Verbraucher wissen das nicht.

Meinst du wirklich?

Ich ging jetzt davon aus, dass die Verbraucher, bis auf wenige Ausnahmen, mit den Angaben auf den Packungen was anfangen können :o

Sollte ich da so total daneben liegen, hat Wurst natürlich recht :)

Zitat (tante ju @ 28.08.2009 21:51:28)


Ich ging jetzt davon aus, dass die Verbraucher, bis auf wenige Ausnahmen, mit den Angaben auf den Packungen was anfangen können :o


Nehmen wir mal das Ei ;)

(IMG:http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittelsicherheit/kennzeichnung/pic/erzeugercode.gif)
Quelle: www.vis.bayern.de

Was will uns das sagen??? :unsure:

Lösung! :pfeifen:

Edit. Auf der Verpackung steht auch noch was :heul:

Wie soll Mann/Frau da mit Einkaufen fertig werden :pfeifen:

Bearbeitet von wurst am 29.08.2009 06:54:57

Ich muss sagen, dass ich die Ampel ganz prima finde. Praktisch ist es, wenn man zwei fast identische Produkte hat, aber mit unterschiedlicher Ampel. Als Bevormundung fasse ich das System nicht auf, sondern als Erleichterung. Und ja, ich bin selbst auch in der Lage, ohne Ampel gesunde Lebensmittel auszusuchen.

Ich weiss gar nicht, warum die Leute sich gegen so etwas wehren.

Ist es denn so schlecht, dass Kinder beim Einkaufen ein Gefuehl fuer eine gruene Ampel bekommen?

Ich jedenfalls bin froh, dass wir das System vor ein paar Jahren eingefuehrt haben.


Hmmm.. erstmal abwarten, ob die Ampel wirklich kommt. Unsere Europapolitikern wird schon was einfallen, wie man das verhinder kann *VORSICHT ZYNISMUS*

http://das-ist-drin.de/blog/507-Lebensmitt...n-EU-Recht.html

"Laut Health Claims Verordnung müssen sämtliche nährwertbezogenen Angaben, auch solche, die in Form von Bildern, Grafiken oder Symbolen erfolgen, durch die EU-Kommission genehmigt werden. Da Grün als Signalfarbe eben solche positiven Nährwerteigenschaften der Lebensmittel hervorhebt, stehen auch die Ampelfarben unter Zulassungsvorbehalt seitens der EU. Die britische Regierung hat bei der EU-Kommission eine Ausnahmegenehmigung für ihr Ampelsystem erkämpft. Auch die deutsche Regierung hätte dies bis zum 31. Januar tun können, nun ist die Meldefrist für einzelstaatliche Ausnahmen abgelaufen. Damit erübrigt sich scheinbar auch die gesamte Diskussion um die Lebensmittelampel - ganz zur Freude vieler Hersteller."

Bearbeitet von SuperConsumer am 01.09.2009 16:09:13


Zitat (Mikro @ 29.08.2009 23:03:31)
Ich muss sagen, dass ich die Ampel ganz prima finde. Praktisch ist es, wenn man zwei fast identische Produkte hat, aber mit unterschiedlicher Ampel. Als Bevormundung fasse ich das System nicht auf, sondern als Erleichterung. Und ja, ich bin selbst auch in der Lage, ohne Ampel gesunde Lebensmittel auszusuchen.

Ich weiss gar nicht, warum die Leute sich gegen so etwas wehren.

Ist es denn so schlecht, dass Kinder beim Einkaufen ein Gefuehl fuer eine gruene Ampel bekommen?

Ich jedenfalls bin froh, dass wir das System vor ein paar Jahren eingefuehrt haben.

Super!

Was fange ich mit der Ampel an, wenn drauf steht, dass in einer HALBEN Pizza die und die Vitamine, Kalorien usw. drauf sind?

Ich habe vor kurzem in unserem Supermarkt die Verkäuferin gefragt, ob ich die Pizza teilen kann, weil ja vorne bei der Ampel steht: eine halbe Pizza enthält.....

Ausserdem esse ich eh meist eine halbe und keine ganze Pizza.

Diese Ampel ist genau so ein falscher Käse wie Analog-Käse.

Nämlich eine verar....e

Labens

Zitat (labens @ 01.09.2009 17:14:30)

Was fange ich mit der Ampel an, wenn drauf steht, dass in einer HALBEN Pizza die und die Vitamine, Kalorien usw. drauf sind?

Täusche ich mich, oder werden die Ampelfarben in der Theorie nicht eh nach prozentualen Kriterien vergeben?

Also ab 20% Zucker gelb, ab 30% rot etc. (nur ein Beispiel)

Dann ist es doch total egal, ob die Werte von ner halben oder ner ganzen Pizza stammen, gelb ist immer gleich gelb, und somit eben gerade sehr gut vergleichbar bei verschiedenen Portionsgrößen.
Ich meine, wenn die Farben nach deiner Theorie vergeben würden, labens, dann hätte eine Tafel Schokolade rote Werte für Fett und Zucker, ein einzelnes Stück aber nur grüne Kriterien. Also könnte man 20 einzelne Stücke Sckoki essen, und nur grüne Ampeln gehabt. :D
So kann das nicht sein, labens ;)


Was du vielleicht meinst, labens ,ist die freiwillige Kalorien- und Nährwertangabe pro Portion, mit den schwammigen Portionsgrößen. Aber gerade da soll doch die Ampel Klarheit schaffen, um solche Verschleierungen zu entlarven mit der prozentualen Ampellogik (Ampellogik (rot-gelb-grün) gibst ja nun in fast allen Geschäftsbereichen etc, in Schaubildern, und mir ist noch keine einzige untergekommen, die nicht prozentual basiert war)

Das Ampelsystem kann hilfreich für Menschen sein, die echt zu blöd oder zu faul zum Kochen sind und auf Fertigprodukte zurückgreifen.

Ich kann hier nur für mich reden. Ein Ampelsystem an Lebensmittel brauche ich nicht wirklich, da wir frisch kochen.

Auch mir ist klar, dass die für die Kids vermeintlich leckeren Fischstäbchen jede Menge Fett benötigen, wenn diese goldbraun aus der Pfanne kommen sollen. Ebenso ist es mit Pommes aus der Friteuse. Da brauche ich keinen roten Fett- Punkt.

Wünschen würde ich mir, dass die Nährwerttabelle bei 100 gr. bleiben würde.
18 gr. Fett pro 100 gr Lebensmittel, da weiß ich da sind 18 gr. Fett drin.

Was nützt mir die Angaben pro Portion? Woher wollen wissen die denn, welche Portion ich vertilgen kann? Jeder hat ein anderes Essverhalten und jeder hat einen anderen Hunger. 18 gr. Fett pro Portion. Äähä? Wie groß sind denn die Portionen?Welcher Richtwert oder Durchschnitt wurde da gerechnet? Welchen Hunger von welcher Person wurde da zugrunde gelegt? Ein Bauarbeiter nimmt sich sicherlich eine größere Portion wie eine Schreibkraft. Jetzt würde ich gerne den Fettgehalt wissen.

Für viele ganz verwerflich, auch bei uns gibt es Süßigkeiten. Aber nicht in Massen.
Nö, es gibt einmal in der Woche einmal ein Teil. Und das teilen wir uns noch mit drei bis vier Mann. Da brauch für mich kein Ampelpunkt drauf.


@
Eifelgold rofl

Ich muss gestehen, dass ich solche Produkte wo eine Ampel drauf steht so gut wie nie kaufe. Ausgenommen mal ne Pizza. Und da steht drauf, dass eine halbe Pizza soundsoviel Kalorien haben. Da gehe ich mal aus, dass die Fettangaben sich auf die halbe Pizza beziehen. Summasummarum: Sie geben halbe Kalorienanzahl an, somit sind die anderen Angaben auch auf die halbe Pizza gemünzt.

Werde demnächst mal beim Einkauf achten. Der wird jedoch erst wieder am 16.12. sein, wenn ich Deutschland wieder sehe.

Da ich so gut wie keine Konserven (Ausnahmen gibt es natürlich) und auch keine Produkte wo Motten rausfladdern kaufe, lasse ich mich gerne aufklären.

Ich kaufe hauptsächliche frische, jahresbedingte Ware, fast immer vom Wochenmarkt. Und bevor die Lebensmittel abgelagert sind, werden sie umgehend blanchiert und eingefroren.

Labens :blumen:


Zitat (Eifelgold @ 01.09.2009 18:26:05)
Das Ampelsystem kann hilfreich für Menschen sein, die echt zu blöd oder zu faul zum Kochen sind und auf Fertigprodukte zurückgreifen.



Ich hoffe, dass Du nicht mich damit meinst. :schockiert:

Warum regt Ihr Euch so ueber diese Ampel auf? Tut mir leid, ich verstehe es nicht. Wenn es so stoert, dann guckt doch nicht drauf.

Ach Mikro,
ich weiß doch nicht, wie geschickt du am Herd bist :blumen:
War doch global gesprochen.

Nein, ich rege mich nicht darüber auf. Sollen die ihre Punkte darauf donnern.

Mich würde nur interessieren, welcher Maßstab für die Portion zu Grunde gelegt worden ist. Damit kann ich nichts anfangen.

Habe ich großen Hunger, ist es eine große Portion, die ich vertilge.
Habe ich heute aber nur wenig Apettit, dann esse ich eine kleine Portion. Ist der Fettgehalt dann immer noch meine 18 gr.?
Ganz lieb und blöd frag.


Danke Eifelgold fuer die Aufklaerung. Nun fuehle ich mich wieder besser. ;)

Nein im Ernst, ich verstehe, was Du meinst. Die Mengenangaben sind oft unrealistisch. ABER, ich habe gerade eine Tuete Saft vor mir, die von einem Supermarkt ist, der die Ampel oben drauf gut sichtbar hat. Dieser Saft ist kein Konzentrat und 100% aus Aepfeln, Himbeeren und Weintrauben und ohne Zuckerzusatz. Die Ampel zeigt mir an, dass 200ml (ein gutes Glas voll) 88cal, 0.3 Fett, kleinste Spuren (sorry, dass steht hier so drauf in etwa) gesaettigte Fettsaeuren und Salz enhaelt. Ebenso 19.3 Zucker (Fruchtzucker). Alle Abschnitte, bis auf den Zucker, sind in gruen, Zucker in orange drauf.

Dann habe ich hier eine Tuete Orangen- und Bananensaft. Da kann man auf den ersten Blick, ohne hinten auf die detaillierte Beschreibung zu schauen, sehen, dass mehr Kalorien und mehr Zucker drin sind. Beides ist in orange drauf, der Rest in gruen.

Stehe ich nun vorm Regal und kann mich nicht entscheiden, welche Saft ich kaufen soll, mag beide, muss aber aufpassen was ich ich an Zucker, Salz etc. zu mir nehme, ist das doch gut, wenn ich auf einen Blick vergleichen kann. Auf der Milch, Kaese etc. ist das auch so. Klar, trinkst Du die ganze Flasche Milch aus, ist fuer Dich die Ampel wohl rot aber fuer andere, die nur ein Glas trinken, gruen.

Das soll doch nur eine Hilfestellung sein, und ist auch auf gesunden Lebensmitteln vorhanden, nicht nur auf Junk Food Verpackungen.

Wir sprechen oefter mal bei Essen (gerade beim Fruehstueck) ueber die Ampel. Dann wundert sich mein Juengster, warum er denn z.B. nur 1 x in der Woche morgens ganz bestimmte Cornflakes essen darf und den Rest der Woche die anderen, wo kein rotes Dreieck drauf ist. Da kann man den Kindern schon naeher bringen, dass das eine doppelt so viel Zucker/Salz enthalt, wie das andere.


Der fettgehalt pro Portion bleibt relativ zur Menge gleich ;)

100 g - 18 % Fett 18 g Fett

50 g - 18 % Fett 9 g Fett

@Eifelgold
Du kaufst wirklich keine Fertigprodukte :o machst alles selbst :pfeifen:

Schmelzkäse,Ketchup,Wurst,Nudeln usw. ;)


Zitat (wurst @ 02.09.2009 15:40:40)
Der fettgehalt pro Portion bleibt relativ zur Menge gleich ;)

Genau DAS hab ich ja auch schon gestern in meinem Post weiter oben geschrieben und ausführlich erklärt... Scheint eifelgold irgendwie überlesen zu haben :D :P

Bearbeitet von Bierle am 02.09.2009 15:52:46

Nein, Wurst, so eine Supertroopermutter und Hausfrau bin ich nicht.

Wurst kaufen wir, ebenso die Nudeln. Fleisch kaufen wir auch. Ich bin glaube ich kein guter Metzger.
Ketchup wird auch gekauft. Soviele Tomaten gibt mein kleines Gärtchen dann doch nicht her.
Mayo kaufe ich auch, könnte ich aber selber machen. Nudeln machen nicht dick, aber die lecker Sahnesoße drumherum. Da kann ich auch selbst entscheiden, wieviel Fettgehalt mein Sößgen haben wird.
Spätzle mache ich selbst. Schmecken doch viel besser selbst gemacht.
Marmelade machen unsere Mütter selbst. Da werden wir mit zugepflastert.

Schmelzkäse kaufen wir alle Jubeljahre mal. Klebt immer so an den Zähnen. Bäh.
Toast Hawaii wird mit normalen Käse belegt.

Fisch kommt selbst gefangen auf den Tisch.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen: Doch, Dosensuppen, wenn mal wieder eine Küchenrenovierung vorsteht, gibts eine Linsensuppe und eine Bohnensuppe aus der Dose. Also auch schon so ungefähr 1,5 Jahre her.


@ Mikro: Schau an, Schau an: Fruchtzucker ist zwar orange, könnte aber böse sein.


Zitat (Eifelgold @ 02.09.2009 16:22:14)


@ Mikro: Schau an, Schau an: Fruchtzucker ist zwar orange, könnte aber böse sein.

Da kommt es doch auf die Menge an. Warum soll ein geringer Anteil an Fruchtzucker genauso rot sein, wie der Zuckeranteil in einem Mars Riegel. Das ist doch Quatsch.

Mit den Nährwertangaben ist es immer nocht nicht weit her,wie soll Mann/Frau was lesen was nicht drauf steht :pfeifen:

Bericht

Gesamttabelle: 50 Hersteller im Test:Klick :huh:


Hm, naja, nicht unerwartet, das Ergebnis. Klar schreiben Schokoladen und Würschenhersteller nicht gerne Kalorien und Inhalte drauf, weil diese Produkte immens viel Fett (und Zucker bei Schoki) enthalten. Selbst "Light-Würstchen" verdienen diesen Namen kaum.

Was mir in diesem Test zu kurz kommt, und wofür ich ihn doch sehr kritisieren muss, ist die ungenügende Auswahl der betrachteten Produkte. Die Eigenmarken der Discounter fehlen völlig, so etwa die von Lidl und Aldi. Gerade in diesen Discountern ist mir aufgefallen, dass mittlerweile fast auf allen Produkten detaillierte Nährwertangaben stehen, das ist sehr zu begrüßen. Selbst bei den Süsswaren und Knabberartikeln ist die Quote gefühlt höher als in anderen Supermärkten. Auch habe ich schon bei Lidl Artikel mit Angaben gesehen, und bei anderen Geschäften wiederum fehlten diese Angaben beim gleichen Artikel.



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