Depressiver Hund?


Hallo an Alle,

also wir wohnen auf einem Bauernhof und haben 3 Hunde. Die eine (SChäferhund) wohnt draußen und bewacht den Hof, sie ist auch die Mutter von unserem großen den wir im Haus haben. Seit einem 3/4 Jahr haben wir noch einen Chihuahua im Haus und er ist nunmal ein richtiger Frauenmagnet...Er wird ständig rumgetragen usw. Der große im Haus will nicht so schmusen aber dafür immer Ballspielen...

In letzter Zeit sieht der große immer traurig aus und dieses Wochenende wollte er nicht mit Gassi gehen und gar nichts, meine Mutter hat erzählt, dass er als sie und mein Vater ihn gerufen haben kurz gekommen sei, sie angeknurrt hat und wieder gegangen ist..

Was ist mit ihm los...kann er wirklich depressiv sein wegen dem Kleinen? und was kann man dagegen tun??

Bitte helft mir, bevor es so schlimm wird, dass er böse wird...

Liebe Grüße,

Emmie


Könnte es sein dass der Hund krank ist, Schmerzen hat und darum grantig ist?
Ich würd mit dem Wuffel mal zum Tierarzt fahren und das abklären lassen


Kann schon sein dass der Hund eifersüchtig ist.

Aber ich würde auch mal mit ihm zum Tierarzt gehen.

Wir haben auch einen kleinen Hund (Papillon), aber tragen ist bei uns absolut tabu. Das Tier hat 4 Beine und kann laufen. ;)

Bearbeitet von Renate54 am 08.06.2009 11:13:08


Hallo,

ich bin zwar eine "Katzenmutter" aber ich würde auch dringend auf Eifersucht tippen.

Bei meinem "Katzenrudel" wird auch mit Argusaugen verfolgt wer wann und wo und wieviel Streicheleinheiten bekommt. Sonst ist Katz tagelang beleidigt.

Der große war doch früher da, also hat er Vorrechte. Und den Kleinen würde ich auch nicht tragen. Das tut ihm sicher nicht gut und er will doch auch ein ganzer "Hundekerl" sein.

Vorausgesetzt der große ist wirklich nicht krank.

:blumen: :blumen: :blumen:


Als erstes definitiv zum TA. Allein um schon organische Schäden auszuschließen.

Das mit den Katzen kenne ich auch. Meine Mieze lässt keine anderen Tiere neben sich zu. Sie verweigert dann das Fressen und jegliche Schmuseeinheiten die sie sich sonst immer geholt hat.

Und wenn es dem Großen jetzt die Aufmerksamkeit fehlt ... auch wenn er kein Schmusehund ist und war, aber er merkt ja das der Kleine sehr viel Aufmerksamkeit bekommt und das trifft auch eine Tierseele.

Und Dauertragen ist ein No-Go. Damit tut man dem Tier nichts Gutes! Einzige Ausrede für mich sind rutschige Treppen und ein krankes Tier das keine Höhen mehr selbst überwinden darf.

Wir hatten auch mal so ein Problem mit unseren Katzen.
Der große Kater war von Anfang an total böse zu dem damals 16 Monate alten Kätzchen,das sowieso schon schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Wir haben dann immer mit beiden zusammen gespielt oder geschmust.
Wen dann aber der große aus Trotz gegangen ist,haben wir zwar gesagt:,,Schade" oder so.Aber wir haben dann einfach weitergespielt.
Gegen Ende ist er dann wieder gekommen,weil er ja doch mitmachen wollte.
Er war anfangs auch sehr zornig auf uns.
Er hat die Katze auch immer gebissen,einmal hat sie sogar gehumpelt.
Das war dann noch eine schlechte Erfahrung mehr,sodass die Katze nicht so zutraulich ist,wie unsere anderen Tiere,aber im Laufe der Zeit hat sich sowieso alles eingespielt.
HAUPTSACHE:
Wenn der eine Hund Aufmerksamkeit kriegt,muss der andere auch Aufmerksamkeit bekommen.


Genau! Hunde sind Rudeltiere und wenn ihr Rang innerhalb des Rudels gefaehrdet wird, weil das Leittier (alsi Ihr menschen) ein anderes Rudel-Mitglied vorziehen, dann fuehlt der Hund, dass ihm der Schutz des leittiers entzogen wird und das kann fuer ein Rudeltier den Tod in der Wildnis bedeuten. aus der Herde ausgestossen, auf sich allein gestellt, kann er oft nicht ueberleben. Daher seine Angst, das sind Instinkte noch aus der Wolfszeit. Und denen muss man Rechnung tragen, Euer Hund hat Angst, dass er nicht mehr dazugehoert. Der braucht jetzt gaaaaanz viel Liebe! Und natuerlihc auch klaeren, ob organisch alles OK ist, aber wenn Ihr ihn mal mehr beachtet, werdet Ihr sicher ganz schnell einen Unterschied bemerken, er wird wieder aufleben.


Wie alt ist die "grantige" Schäferhündin denn? Das würde mich zunächst mal interessieren.
Ab einem gewissen Alter kann es bei Hunden sein, daß sie Wesensveränderungen zeigen, gerade Schäfis... ich habe das selbst bei 2 meiner Hunde (beides Schäfis) erlebt.
Möglich können auch organische Ursachen der Auslöser sein - aber der depressive Hund interessiert mich. Und deshalb versuche ich mich mal reinzudenken:

Es sieht nämlich so aus, als daß die Schäferdame als "ausschließlicher Wachtposten Nur-Draußen" gegenüber den anderen beiden (die anscheinend mit im Haus und somit direkt an Eurem Familienleben teilhaben dürfen) eine richtige - verzeih - Sch... position im Rudel hat. Und das wohl schon länger.
Die beiden anderen bekommen mehr Aufmerksamkeit, die sie als treuer Wächter (vor allem, wenn man nicht mehr ganz jung ist und mancher Knochen vom jahrelangen Postenstehen schon etwas wehtut) doch erst recht verdient hätte.

Ein Schäferhund (noch dazu als dienstälteste Hündin) gibt sich für sein Rudel (ob das Menschenfamilie, Menschen-andere-Hundefamilie) auf und kann über die Jahre seelisch verkümmern, wenn er halt nur zur Wache eingeteilt ist... und nicht auch ein bißchen mit drinnen leben darf. Und dieselbe Aufmerksamkeit von "seinen" Menschen - wie die anderen Hunde bekommt.
Der Schäferhund ist ein Herdenhund, der zu allererst mit und bei seiner Herde (vor allem seinen Menschen!) leben sollte, die sich viel mit ihm beschäftigen.


Nochwas dazu, was jetzt so die eine und andere Hochglanz-Tierzeitschrift derzeit "rockt":
all die Artikel über Gücklichmacherpillen bei Tieren... scheint ja wohl der neueste Trend werden zu sollen, und einiges an Firmen aus Übersee drängt an den dahingehend noch zu erschließenden Markt hier.
"Mothers Little Helper" nun in der Doggy-Version? :unsure:

Ich sage nur: Finger weg davon, sofern nicht wirklich eine reale medizinische Indikation (z. B. bei völlig unkontrollierbarer Panik des Hundes, vielleicht an Silvester, bei schweren Gewittern oder Sturm) besteht.
Lieber auf natürliche und ihm verständliche Weise einen traurigen, verzweifelten Hund wieder aufbauen, als (was ja viel einfacher, aber auch ungesünder ist) Psychopillen an dem armen Tier zu testen.

Es fiel mir so zum Thema ein, deshalb habe ich es aufgeschrieben. Vor kurzem las ich darüber hier.


:blink: Bi(e)ne... jetzt wird die Welt völlig verrückt oder?
Antidepressiva für Tiere? :angry:
Ich mein, nem Viecherl mal Bachblüten vor Tierarzt oder eben Silvester zu geben ist das eine, aber sowas?
Och toll, muss ich mich nimmer mit beschäftigen, tu ich ihm halt ne Pille ins Fressen... :wallbash:


Ja, Phönix, genau das Gleiche wie Du hab ich beim Lesen des Artikels auch gedacht.
Ich dachte erst, ich gucke nicht richtig. :wallbash:
Jetzt pfuschens den Viehchern noch mit Pillen am Gemüt.

Einerseits diskutierbar, wenn ich z.B. an die extremen Panikattacken meiner einstigen "Lady" zurückdenke, sobald Silvester nahte oder sich auch nur weit entfernt ein Gewitter in unsere Gegend verirrte: Die Hündin war dann weder kontrollier- noch steuerbar, statt der Rescue-Bachblüten hätte man dem Hund ebensogut Traubenzucker geben können, nix verfing, da mußte schon Stärkeres her. :( Aber dann halt nur in dem Moment oder für die betreffende Nacht, dann wars gut damit.

Aber andererseits: wie leicht gehts ins Menschengehirn: "Ach, der Hund wird langsam komisch, ist immer so l.m.a.A. ... da gibts doch was dagegen", DAS halte ich für gefährlich. Ist die Möglichkeit nämlich erst geschaffen, findet sie auch sicher nicht nur verantwortungsvolle Nutzer. :unsure:


Emmie

sag doch mal wie es momentan geht. Widmet ihr dem Hundi mehr Aufmerksamkeit nun und geht es nun besser? Will wissen.....bitte!!



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