Rindenmulch auf Kirschlorbeer?


Im April d.J. haben wir eine Lorbeer-Hecke gepflanzt. Da wir sie fleißig und liebevoll gepflegt, gedüngt und gewässert haben, ist natürlich auch das "Beikraut" darunter gewachsen wie Teufel.
Jäten ist total kompliziert, da hinter der Hecke noch ein Zaun ist.
Nun möchten wir gerne mulchen, ich habe aber schon mehrfach gehört, dass man Lorbeerhecken nicht mulchen soll, da vor allem Rindenmulch Nährstoffe entziehen soll. Stimmt das?Gibt das wirklich Probleme?- Mit Rasenschnitt etc. möchten wir nicht mulchen, es soll schon Holz- oder Rindenmulch sein. Wer hat da nen Tip? Schon mal danke im Voraus. :blumen:


Ich glaube, ich kann Dir helfen, da ich letztens einen Tipp im Fernsehen gesehen habe.

Bevor man Rindenmulch auf die Erde ausbringt, soll man Hornspäne ausstreuen. Dann das Rindenmulch drauf. Rindenmulch entzieht dem Boden Stickstoff, was durch die Hornspäne ausgeglichen wird. Wichtig sind Hornspäne, kein Pulver, da sich die Hornspäne sehr langsam zersetzen.


So, wie ich Kirschlorbeer kenne, wuchert der unter allen Bedingungen wie die Hölle und man kriegt ihn fast nicht mehr los, wenn er einmal angewachsen ist. ;) Ob mit Rindenmulch obendrauf oder ohne.
Er macht auch irgendwann ziemliche Wurzelausläufer und kommt dann somit irgendwo mitten im Beet als Busch wieder heraus ... wers mag.

Definitiv stimmt, was Mäuschen schreibt: generell vor dem Ausbringen von Rindenmulch stickstofflastig düngen. :yes:
Entweder mit Blaukorn oder eben mit Hornspänen (bei Blaukorn sieht man den Erfolg schneller- allerdings hält es sich auch kürzer und versalzt den Boden über die Zeit ziemlich. ;) ).
Am besten mulcht man also inclusive Düngung zum Frühjahr hin, so kommt die Stickstoffgabe als Startdünger den Pflanzen zugute.
Kirschlorbeeer verfriert meines Wissens nicht so schnell, sodaß er keinen extra Winterschutz durch Mulch braucht, es sei denn, es sind frischgesetzte Jungpflanzen.

Stickstoffmangel wird spätestens im nächsten Frühjahr durch helle Blätter angezeigt.
Die Düngung (egl welche, ob Stickstoff, Phoshat, Magnesium der Eisen) richtet sich nach dem Boden. Habt Ihr schweren Boden (Lehm- und Tonanteil)? Dann reicht Frühjahrs- und Herbstdüngung aus.
Bei leichtem Boden (Sand) waschen die Nährstoffe viel schneller aus.



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