Würdet ihr an Freunde Geld verleihen?


Hallo,

vorhin hab ich eine Umfrage gelesen bei der rauskam, dass 30 Prozent der Deutschen nicht mal ihren besten Freunden Geld leihen würden. (Artikel siehe hier )

Das hat mich schon irgendwie ganz schön nachdenklich gemacht. Haben die alle keinen wahren Freunde denen sie bedingungslos vertrauen können?? Ich würde meinen besten Freunden sofort Geld leihen wenn sie in der Klemme stecken, zumindest wenn ich die Summe entbehren kann.
Oder bin ich da etwa zu blauäugig?

Was denkt ihr darüber? Verleiht ihr Geld an Freunde?

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Bearbeitet von Jeanette am 29.09.2009 17:29:43


Grundsätzlich würde ich an beste Freunde Geld verleihen, ja. Gehe ich doch davon aus, dass sie mir auch Geld leihen würden. Allerdings würde ich das nur tun, wenn ich eine Notlage sehe. Für "einfach mal so" einen neuen Flachbild-Fernseher o. ä. - nein! Aber wenn es um die Existenz geht, und vielleicht noch Kinder involviert sind, dann auf jeden Fall. Wobei ich sicher erstmal gucken würde, wie ich sonst helfen kann. Beim Hausbau z. B. nicht die nächste Rate vorstrecken, sondern ordentlich mit anpacken und Wände tapezieren.
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Jetzt hab ich auch den Artikel gelesen. Jepp, so seh ich das auch. Ich knüpfe Bedingungen, und möchte eine Quittung.

Wenn ich mir Geld leihen muss, sag ich ja auch wofür. Sogar eine Bank würde das wissen wollen, und mit der bin ich nicht mal halbwegs befreundet! :D

Würdest du das nicht so machen, viersaiter100? Wenn nicht, warum nicht?

Bearbeitet von ClaraLuna am 29.09.2009 17:03:24


ich hab das schon des öfteren getan - aber leider mit dem Resultat, dass aus dem Leihen ein "nie mehr zurückgeben" wurde.

Es waren stets sehr gute Freunde von mir, denen ich allen vertraute und bei denen (bis auf eine) ich mir sicher war, dass ich mein verborgtes Geld auch zurückbekäme... irrtum!

Daher nenne ich gerne das Zitat "Beim Geld hört die Freundschaft auf" und mach gerne auf > gute Freunde, strenge Rechnung. Weil der netteste und beste Kumpel kann sich als Ausborgen und nie mehr zurückgeber enttarnen.


... wie ClaraLuna schon schrieb, ich würde gern wissen "für was", aber nur um schnell mal ´nen Engpass zu überbrücken, NEIN, nie und nimmer.
Schließlich muß ich mein Geld auch einteilen. Sollten Kinder involviert sein, mache ich schon mal eine Ausnahme, aber Geld gibts trotzdem nicht. Die Kinder und auch die Eltern werden, in so einem Fall schon mal mit "durchgefüttert", wobei sich die Kids auch mal ihr Lieblingsessen wünschen müssen...

Familiär ist das natürlich ein wenig anders, aber da gab es auch noch nie Probleme...


Geld verleihen- das kommt auf den Betrag an. Wenn's um 'nen Fünfer beim gemeinsamen Cafébesuch geht, dann würde ich nicht lang herumreden und einfach für uns beide bezahlen mit dem Kommentar "Irgendwann gleicht sich's schon aus". Größere Beträge im dreistelligen Bereich dagegen, damit wäre ich vorsichtiger und würde auf jeden Fall auf einer schriftlichen Vereinbarung bestehen in der auch die Rückgabe festgelegt wird.

Mir hat vor vielen Jahren mal eine ganz liebe Freundin ausgeholfen... es war eine sehr unangenehme Situation, mein Konto war blitzeblank geputzt und das Wirtschaftsgeld von meinem (damals) Lebensgefährten war trotz mehrfacher "Mahnungen" noch nicht angekommen, ich hatte eines Tages nicht mal Geld für 'ne Tüte Milch für das Kind. Diese Freundin hat das nur gehört und gleich ihren Geldbeutel gezückt um mir 100 DM zu leihen. Ich meinte zu ihr dass 10 DM auch reichen würden für die nächsten zwei Tage und dann wäre das Geld von Juniors Vater ja da... dem hab ich dann am selben Abend noch telefonisch "das Messer auf die Brust gesetzt" und darauf bestanden dass er für das Wirtschaftsgeld einen Dauerauftrag einrichtet, damit es nicht wieder verspätet kommt oder ganz vergessen wird, und ihm war es wohl auch sichtlich peinlich. Die Freundin hat jedenfalls nach zwei Tagen ihr Geld zurückbekommen und ich vergesse es ihr bis heute nicht. Doch es gibt sicher auch genügend Freunde und Freundinnen, die mit der Rückzahlung schludrig sind oder es ganz vergessen- da geht dann sicher auch mal das Vertrauen und letztendlich die Freundschaft in die Brüche. Insofern stimmt wohl der Spruch "Beim Geld hört die Freundschaft auf"...


wir, mein göga und ich, haben es schon offt gemacht.

ich habe es auch mal an eine kolegin verborgt, ihre kinder hatten nix mehr zuessen, da gibt es bei mir kein wenn und aber.
doch hatt sie mich hängen lassen.

aber ich mache es immernoch.
ihr kann ich nichts mehr borgen, ich wohne da nicht mehr.

doch ansonnsten kahm immer alles wieder.

doch auch bei uns ist es wirklich auch so, geb ich dir, dann gibst du mir.(auch mal wenn es sein muß.

aber wenn es um kinder geht, gibt es immer was zu essen.
ein wenig lernt ja jeder mal, sogar ich. :D


Ich habe im Moment kein Geld zum verleihen. Würde aber auch sagen: "Bei Geld hört die Freundschaft auf".
Ich kenne die andere Seite. Man leiht sich Geld (für was wichtiges) und von heute auf morgen ist der Hauptverdiener arbeitslos. Dann steht man da mit seiner Rückzahlung und hat die Wahl zwischen Lebensmittel kaufen oder Geld zurück zahlen. Wenn es gute Freuende sind haben die dafür Verständnis, aber natürlich auch nicht ewig.
Es ist halt immer eine schwierige Angelegenheit.


Wenn es sich um einen Betrag bis 10 Euro handelt dann ja. Mehr könnte und wollte ich auch nicht verleihen.


Bei Beträgen unter 100 Euro würde ich kein großes Aufhebens machen und sie unkompliziert verleihen.
Alles, was darüber hinausgeht, würde ich nicht ohne Vertrag machen. Man kann das ja als zinsloses Darlehen ausgestalten und feste Rückzahlungstermine, Raten, was auch immer vereinbaren, wenn man das möchte, oder es eben lassen. Hauptsache man hat etwas schriftliches in der Hand - das erhöht nach meinen Erfahrungen die Rückzahlungsmotivation erheblich.

Selbst wenn es meine besten Freunde wären, würde ich so vorgehen. Schließlich muss ich auch auf mein Geld achten und das hat nichts mit Misstrauen zu tun oder dass ich meine Freunde für Unzuverlässig halte, sondern schlicht damit, dass ich nicht möchte, dass man sich hinterher streitet, weil man z B nicht mehr genau weiß, wie hoch der Betrag war o. ä.


mal eben schnell aushelfen, z.B. wenn man gemeinsam shoppen geht und der andere hat nicht genug Geld dabei, das kommt häufiger vor,
grad am Samstag war ich mit meiner Nachbarin im Großmarkt, wir hatten beide größere Rechnungen und das blöde Lesegerät an der Kasse wollte ihre Karte nicht,
da hab ich ganz selbstverständlich mit meiner bezahlt,
aber wirklich verleihen, das hab ich noch nie getan und würde ich auch nicht


Ich würde auch sagen, es kommt darauf an, für wenn und um welchen
Betrag es geht.
Es gibt nur ganz wenige dennen ich Geld leihen würde.Auch eine größere
Summe.
Vor einiger Zeit wurde mein Mann gefragt ob er Bekannten etwas leihen
würde.Weil er aber genau wusste,dass er das Geld nie wieder sieht,meinte
er:"Ich kauf gern für euch ein,aber Geld leihen kommt nicht in Frage."


Haben mal 100 Euro verliehen, weil der Mensch in Not war, gerade aus dem Krankenhaus, vor der Bank auf Krücken überfallen und ausgeraubt.
Brauchte Geld für etwas Essen und die Rückfahrt.
Wir haben ihn nie wieder gesehen, von dem Geld ganz zu schweigen.
Später stellte sich raus, er war Alkoholiker und hatte mit dem Trick schon andere Bekannte abgezockt.
Fanden wir ganz schön schlimm, 100 Euro sind für uns eine ganz dicke Menge Geld, aber wir würden jedem in Not wieder helfen.
LG Velten


Nu ja... "wildfremden" Menschen würde ich nie etwas leihen, weil ich nie wüsste ob, geschweige denn wann ich es wiederbekommen würde. Wenn sie sichtbar in Not sind und ich hab grad etwas Bargeld übrig, würde ich ihnen evtl. etwas schenken- dann können beide Seiten davon ausgehen dass es sicher nie zurückgezahlt wird.


Hallo,

ja, ich habe schon Geld verliehen. Aber das sind "kleine" Beträge bis ca. 30 €. Auch das ist für mich schon viel. Aber auch nur an meine beste Freundin. Und von ihr habe ich es immer wiederbekommen.


LG letti


Wir haben schon bekanntem, am Telefon verweinten Mädel in Pseudonot das Taxi von München nach Stuttgart bezahlt und sie bei uns nächtigen lassen. Am nächsten Tag rief der Romeo an, Julchen mit wehenden Fahnen fort, seitdem betretenes Schweigen. Abbuchen unter Lebenserfahrung.

Lange her.

Andererseits hat uns ein Freund, der entfernt wohnt, wir aber immer Kontakt hatten, von sich aus Hilfe angeboten, die wir dann dankbar annehmen mussten. Und es ging um mehr als heftiges Taxigeld.

Und wir sind fast "eben", aber doch auf jeden Fall noch befreundet.

Gibt halt immer "sonne und sonne"

Vertrag oder nicht, geschweige denn Zinsen oder nicht, sollte jeder für sich finden.

Aber vielleicht ist an dem alten Sprichwort was dran. ( Wobei sich da oft sogar im Erbfall die Verwandtschaft aufhört :wacko: , nicht bei uns, aber im Bekanntenkreis)


Nein, gibts nicht. Da bin ich vorsichtig. Von mir kann man jede Hilfe
kriegen. Aber Geld? Das bedeutet meist das Ende einer Freundschaft.

So wie die Ausserirdische es beschreibt, würde ich schon auch "aushelfen".

risiko :angry:

Bearbeitet von risiko am 30.09.2009 00:51:47


Wir haben mal einer sehr guten Freundin mit einem größeren Betrag
unter die Arme gegriffen, als es ihr wirklich sehr sehr schlecht ging.
Wir hatten das alles schriftlich festgelegt, so vertragsmäßig.
Als sie sich gesundheitlich und finanziell wieder erholt hatte, haben
wir alles bis auf den Cent wieder bekommen.
Ich würde das, so lange ich es mir leisten kann und im Fall, dass
Freunde wirklich große Probleme haben, immer wieder tun.


Ich habe zwei gute Freundinnen, die ich schon ewig kenne. Sollten die mal in Not geraten, würde ich selbstverständlich aushelfen.
Wofür hat man den Freunde? Nur für blabla?


Hallo Gitti :wub:

auch ich würde Geld verleihen, es gibt wie überall solche und solche!

Vor langen Jahren hat uns ein Freund 6000 DM geliehen, mit der Auflage es
nach einem Jahr zurückzuzahlen,
wir haben es schriftlich abgemacht, doch waren wir in der Lage, es komplett
nach vier Monaten zurück zu geben.

Meine Freundin brauchte dringend noch 350 € für eine medizinische Untersuchung
ihres kranken Mannes, sie haben nur eine kleine Rente!

Ich habe es ihr einfach geschenkt,
denn sie hat mir ein lebenlang zwar kein Geld, dafür aber ihre Freundschaft
geschenkt. :wub:


Ich habe schon an Freunde Geld verliehen und es auch zurück bekommen. Wenn gute Freunde in Not sind und ich es finanziell kann, dann helfe ich wieder. :D


Ich habe einmal geschenkt, da es sich um meine beste Freundin handelte und sie unschuldigerdings echt in Not war. Das hab ich auch nie bereut. Dann hab ich einer anderen Freundin geliehen, und die hat es genommen und hatte nie die Absicht zurueckzuzahlen. Sie fuhr dann noch luxurioes in den Urlaub und als ich das mitbekam und mal wegen des Geldes nachhakte, wurde sie pampig. Dann kam ein Brief von einem Anwalt, sie haette Privatinsolvenz beantragt. Wolle ich mein Geld wiederhaben, solle ich das bei dem Anwalt melden - und dafuer 25 euro Gebuehr bezahlen. Ich hab ds Geld abgeschrieben, un d dieFreundin auch. Irgendwann kriegt sie's wieder.....man trifft sich immer zweimal im Leben. Ein chinesisches Sprichwort sagt "sitze lange genug am Fluss, und du wirst die Leichen dener Feinde vorbeitreiben sehen"...


Bei mir kommt's ganz drauf am welchem Freund.
Ich hab eine Freundin, der beim Einkaufsbummel mal das Geld ausgeht. Bevor wir einen Geldautomaten suchen, tret ich ihr von meinem Geld was ab. Spätestens 3 Tage später hab ich's dann wieder.
Aber ich hab auch schon einer Freundin Geld geliehen, die's soooo dringend gebraucht hat. Ich hab dann erfahren, dass sie's weiterverschenkt hat. (Verwandtschaft ist nach Mekka und hat Opfer gebraucht) Ich hab dann ewig (bestimmt 1 Jahr) gebraucht, bis sie mir das Geld wiedergegeben hat.


geld verleihen - schwieriges thema.

klar, bei geringeren summen ist das keine sache, das gleicht sich alles wieder aus.

bei größeren summen ist das schon was anderes. dann will ich schon wissen wofür und überlege mir genau von wem ich das geld auch wieder zurückerwarten kann.

und wenn es familie ist ist es wieder was anderes, dann passiert es halt mal das ich den überzogenen dispot von einem bestimmten verwandten ausgleiche sofern ich das kann, auch wenn es eine berechtigte frage ist ob ich das geld zurückbekommen werde


Zitat (Kate @ 30.09.2009 09:05:21)


Meine Freundin brauchte dringend noch 350 € für eine medizinische Untersuchung
ihres kranken Mannes, sie haben nur eine kleine Rente!

In dem Fall würde ich auch aushelfen,das sehe ich als notwendig an.
Wenn es aber darum geht das sich jemand von meinem Geld irgentein Luxus kaufen möchte....NEIN!
Für Luxus muss ich auch lange sparen.

Was ich verleihe möchte ich auch wieder zurück haben und sollte die Person das Geld nicht zum vereinbarten Termin zusammen haben um es zurück zu zahlen möchte ich darüber informiert werden.
Es geht mir nicht um's Geld (wenn die Summe nicht zu groß ist)sondern um's Prinzip.
Ein Betrag den ich verkraften kann würde ich in der oben genannten Situation auch schon mal vergeben ohne Rückzahlung zu vordern....nur muss man das Geld erstmal selbst übrig haben.

Ich hab meiner besten Freundin vor einigen Jahren einen höheren Betrag geliehen. Hab allerdings einen schriftlichen Vertrag aufgesetzt, in den ich reingeschrieben habe, dass sie Zinsen zahlen muss, wenn sie sich mit der Rückzahluing zu lange Zeit lässt. Genauso hab ich es bei einer meiner Schwestern gehandhabt. Ich wusste aber bei beiden, dass sie absolut zuverlässig sind, was Geld betrifft.
Ich würde auch weiterhin den meisten meiner Freunde Geld leihen, auch höhere Beträge (mehrere hundert Euro oder auch tausend), aber nicht allen. Und ich würde grundsätzlich auf einem schriftlichen Vertrag bestehen. Der bringt mir zwar erstmal nichts, wenn ich mein Geld nicht kriege. Aber ich habe bessere Karten, wenn ich später meine Ansprüche durchsetzen will.


Mit Geld verleihen ist es wie mit verliehenen Büchern: meistens findet beides den Heimweg nicht mehr. Wenn jemand etwas von mir geliehen haben will, überlege ich mir zuerst, ob ich es auf Dauer entbehren kann. Wenn ja, verschenke ich es. Wenn nein, muss ich leider ablehnen. Dabei ist es im Grunde genommen gleichgültig, ob es sich um Bares oder um Sachwerte handelt. Fakt ist: da will einer etwas von mir haben, das mir gehört. Wieviele verliehene Gelder und ausgeliehene andere Sachwerte ich durch blauäugiges Verleihen schon eingebüßt habe, kann ich gar nicht beziffern. Ich mache es einfach nicht mehr und bin immer wieder erstaunt, dass auch ein NEIN akzeptiert wird.


..............gute alte Freunde immer,aber nur einen gewissen Betrag max. 500 Euro!!! Für den Rest sind Banken da :pfeifen:
Mecky


Grundsatz: nur soviel verleihen wie man im zweifelsfall auch verschenken würde. Dann gibt es hinterher auch keinen Ärger wenn die Rückzahlung ausfällt.


Also ich mach das nie wieder ! Mal fünf Euro,aber mehr nicht.Ich hatte mal eine Freundin,die hat sich von mir Geld geborgt,um sich die neueste Single zu kaufen - und mir das Geld nie wieder gegeben.Ich borge nur Geld aus,wenn ich ganz genau weiß,ich kriege es auch wieder.Bücher oder CDs verleih ich grundsätzlich nicht. :wallbash: :wallbash: :wallbash:


VLG

Pompe

Bearbeitet von Pompe am 05.01.2010 16:46:52


Meine Freundin und ich kennen uns seit fast 30 Jahren und haben uns in dieser Zeit auch schon gegenseitig Geld geliehen. Sie ist aber der einzigste Mensch mit dem das immer problemlos war.
Anders bei ehemaligen Arbeitskollegen oder sonstigen Bekannten. Da hab ich auch schon oft sehr lange auf die Rückzahlung warten müssen.


kommt darauf an an wen!

Bedingt durch Trennung, Umzug, Autokauf hatte ich mal mein Konto um zwei Monatsgehälter überzogen. Das bekam eine Freundin mit und brachte mir die Summe ganz spontan vorbei damit ich keine Überziehungszinsen zahlen mußte. Mir kamen die Tränen, denn diese Freundin lebte von Krankengeld!
Ich habe dann etwas Schriftliches niedergelegt und ihr das Geld nach 4 Wochen zurück gezahlt.
Nun lebt sie selbst in Scheidung und ist knapp, selbstverständlich habe ich ihr meine Hilfe angeboten.


Kaari


So bis 100 Euro verleihe ich auch problemlos.
Und bisher hab ich's auch immer wieder bekommen.
Das ist dann aber auch Geld, was die Leute eigentlich haben aber
- sie haben halt nur den Geldbeutel vergessen
- sind nicht zur Bank gekommen
oder ähnliches.

Wenn es mehr ist, würde ich mir das Ganze schon SEHR genau ansehen.
Wer da seine Freunde bitten muss,
- kann meist entweder mit Geld nicht umgehen
oder
- ist gerade wirklich in Großer Not

Leuten aus der Gruppe "kann mit Geld nicht umgehen" würde ich kein Geld leihen, weil die Enttäuschung vorprogrammiert ist.
Wenn dagegen eine sehr gute Freundin von mir wirklich in Not ist, könnte es schon sein, dass ihr Geld gebe. Aber dann nur so viel, wie ich wirklich auch abschreiben kann. Denn dann wird es wohl eher lange dauern, bis sie den Betrag wieder zusammengespart hat. Und ich würde das dann auch genau so formulieren: Nimm es, und wenn es dir mal wieder viel besser geht, kannst du es mir ja zurückzahlen. Aber das würde ich dann auch wirklich nur bei der einen Freundin machen, die ich seit 30 Jahren kenne.


Ich finde Verleihen an sich heikel. Wie oft musste ich schon Dingen hinterherlaufen, zB jahrelang bei einem bestimmten Buch nachhaken, bis es wieder zurückkam. Auch bei Geld hab ich die Erfahrung gemacht, dass die kleinen Beträge ziemlich oft nicht zurückkommen, bis zur ersten oder zweiten Aufforderung... Und manchmal ist es einem einfach zu blöd, nachzufragen, wenn es nur um paar Euro geht. Aber das läppert sich leider auch.

Ich kriege aktuell noch 300 Euro von jemandem. Habe ihm Aufschub gewährt, bis es ihm besser geht. Zwischenzeitlich kauft er sich ne neue Essgruppe und renoviert die Küche :wallbash: Da muss ich wieder nachhaken...

Wenn es vorher eine eindeutige Prüfung gäbe ob die Person, an die man verleiht, vertrauenswürdig ist, das wär hilfreich. Ansonsten: Vorsicht <_<


Es ist bereits einige Jahre her: Mein Mann war auswärts mit der Deutschen Bahn unterwegs, auf dem Rückweg hat er sich in einem kleinen Bahnhof eine Fahrkarte am Automaten gezogen, der vorgesehene Zug kam jedoch nicht, so fuhr er m. d. nächsten Zug. Der Fahrkartenkontrolleur bemängelte den vergünstigten Fahrschein und wollte ihn aus dem Zug befördern (irgendwo in der Pampa), Bargeld hatte mein Gatte nicht dabei um "draufzuzahlen". Ein ihm völlig fremder Mitfahrer (m. zwei kleinen Kindern) gab meinem Mann 100 DM und mein Göga. hat ihm fest versprochen, das Geld auf sein Konto zu überweisen. Sämtl. Daten wurden ausgetauscht (so genau wollte es der "fremde Mitfahrer" gar nicht nehmen), mein Mann war so verblüfft von so viel Vertrauen, die der fremde Mann in ihn setzte. Noch am gleichen Abend hat er per Onlinebanking das Geld mit d. Verwendungszweck "den größten Dank..." an ihn versandt. Auch ich werde diese Story nie vergessen, wer weiß, wo mein Ehemann heute herumgammeln würde, wenn der DB-Beamte ihn wirklich an die Gleise gesetzt hätte...

Selbst sind wir bisher nicht in Verlegenheit gekommen, Geld zu verleihen. Allenfalls überschaubare Beträge wie bereits von den Vorschreibern teilweise erwähnt wurde, b. etwaigen (Spontan-)Einkäufen (kein Hi-Tec o.Ä.). Die Verbindlichkeiten wurden auch stets von den Betroffenen zurückgezahlt.

Bearbeitet von Rayka am 05.01.2010 23:28:57


Habe im direkten Umfeld (Bruder,Schwager und Nichte) schon aus der Patsche helfen können. Nicht allen auf einmal natürlich - im Zeitraum von ca. 20 Jahren. Alles jedoch schriftlich festgehalten, wie und wann zurück zu bezahlen ist. Es waren damals schon größere Beträge, aber wir (mein Mann und ich) waren in der glücklichen Lage als Doppelverdiener den Angehörigen helfen zu können. Es war auch nicht direkt riskant, wir konnten schon absehen, dass "es" jedesmal wieder zurückbezahlt werden konnte. Jetzt vor einem halben Jahr bekamen wir schließlich auch in dem Genuß und konnten dadurch unseren Traum einer neuen Wohnung realisieren, sonst hätte uns jemand anders uns diese vor der Nase "weggeschnappt". Ich will damit sagen: Es kommt in irgendeiner Form wieder zurück, wenn man sich für anderen einsetzen kann. Finanziell oder auch sozial. Diese Erfahrung haben wir schon öfters machen dürfen und freut es uns auch, wenn wir dazu beitragen können, dass auch andere Menschen Glück erfahren.


Prinzipiell bin ich der Ansicht: bei Geld hört die Freundschaft auf.

Praktisch gesehen kommt aber, wenn ich nach Geld gefragt werde, mein Sprachfehler zum Vorschein: ich kann fast nicht "Nein" sagen... Hab auch schon - im wahrsten Wortsinn - mehr als genug Lehrgeld gezahlt, aber ich lerne es wohl nie.


Ich selbst habe bis heute nur 2 mal Geld verliehen an Freunde. In der Familie schon öfter, wenn zum Beispiel das Urlaubsgeld noch nicht da war und die Urlaubsreise an stand oder auch wenn Heizöl billiger war wenn es Bar bezahlt wurde, aber das Konto eben gerade bei dem Angebot nicht genügend gefüllt war(Dispo hätte den Vorteil leider ja aufgefressen).

Was ganz oft passiert das ich und meine Arbeitskollegen uns 10 Euro bis zum nächsten Tag leihen. Heißt ich bin der Typ der Bargeld fast nie dabei hat und das geht meinen Kollegen auch so.
Die wenigsten Mittagstisch Gastronomen wollen aber bei 7Euro Mittagstisch die Kreditkarte oder so was bekommen, somit leiht der der Kohle in der Tasche hat dem anderen halt was. das läuft auch perfekt.

Wie geschrieben habe ich bis dato nur zweimal Geld verliehen.
Doch diese beiden male waren es immer Summen die mich geschmerzt hätten wenn ich sie verloren hätte.
Das erste mal waren es 10.000 Euro an einen Kumpel, der von einem zum anderen Tag ein neues Auto brauchte, da sein Arbeitgeber ihn von heute auf morgen vor die Wahl gestellt hatte, Montage Arbeit oder Job weg.
Da dieser Kumpel aber keinen weiteren Kredit aufnehmen konnte, da seine Frau gerade ein paar Monate vorher Arbeitslos wurde habe ich ihm dieses Geld vorgeschossen.
Ich habe da das Geld nach 5 Monaten vollkommen zurück bekommen, da seine Frau auch wieder Arbeit bekommen hatte, obwohl wir 12 Monate ausgemacht hatten.

Das andere mal habe ich einer Freundin 5.000 Euro geliehen, die sich von ihrem Mann getrennt hatte und so erst mal vor dem nichts stand.
Dieses Geld brauchte sie, weil sie kein eigenes Konto und Einkommen hatte um die Mietkaution, Versicherungen und alles was bei einem Neustart mit zwei Koffern erst mal gebraucht wird zu bezahlen.
Bei diesem geliehenen Geld hatte ich die Erwartung lange darauf warten zu müssen und wurde auch positiv überrascht, denn nach wenigen Wochen bekam ich es zurück, als sie Konto und Vermögenswerte ihrer gescheiterten Ehe geklärt hatte.

Es kann also auch gut gehen.


Bei kleinen Beträgen bis zu 10 € habe ich kein Problem. Bei größeren allerdings schon. habe vor Jahren 8jetzt sind es glaube ich 16 Jahre) 1800 DM an ein Familienmitglied verliehen, das in Notlage war. Es hieß, "das bekommst du schnellstens wieder". Bis heute habe ich das Geld noch nicht, nur 200 €, die die Gattin schon mal gnädigerweise gezahlt hat. Ich habe nichts schriftliches, nur einen Überweisungsdurchschlag. Das würde ich nie wieder machen. Ich war selbst bereits in der Klemme (Waschmaschine kaputt, neues Auto fällig und dann noch den Dispo ausgeschöpft), da habe ich von der Seite nichts gehört. Da war ich zu tiefst enttäuscht, und das bei der eigenen Familie! :wallbash: :wallbash:



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