Tulpen im Topf: Wie "überwintern"?


Hallihallo,

ich hab schon nach "Tulpen" gesucht in diesem Unterforum, aber nix passendes gefunden.

Meine Frage: ich hab 2 verschiedene Tulpenarten in einen gepflanzt, also abwechselnd Erde und etwas Sand reingeschichtet, und die Zwiebeln in 2 Lagen reingedrückt. (Hoffe, das war richtig so)

Jetzt hat die Dame im Blumen-Kölle irgendwas erzählt, von wegen Topf draußen eingraben, wegen Frost, blabla... keine Ahnung, ich hab das nicht geblickt.

Dass die Zwiebeln Frost abkriegen müssen, ist mir klar. Aber reicht es nicht, wenn ich den Topf mit den eingepflanzten Zwiebeln einfach übern Winter draußen auf der Terrasse lasse?

Und muss ich die übern Winter gießen? hab ich bis jetzt noch nicht gemacht, ich hab Angst, dass sie faulen. Aber im Garten werden Blumenzwiebeln übern Winter doch auch nass, oder? :hmm:

Kann mich wer aufklären?
:blumen: Dankeeeeeee,
Ribbit


ein freund meines mannes stellt sie sogar in die truhe, nachdem er sie eine woche im kühlschrank hatte.
er will immer 2x blüte haben.
er läst sie dann so 3-5 tage in der truhe.
wenn er sie rausholt stellt er sie wieder in den kühlschrank und dann auf die fensterbank.
ob das so klappt habe ich nicht ausprobiert, aber er schwört drauf.
ihnen wird dann winter vorgespielt und das bringt sie zum blühen.

ich würde sie aber wirklich in ne plastetüte stecken(das der topf nicht schmutzig wird)
und eingraben dann im sehr zeitigen frühjahr wieder rausholen und auf die fensterbank stellen.


Ribbit, nimm den Topf mit den Tulpenzwiebeln und grab den eben mal im Gartenbeet ein.
Laß ihn einfach, wo er ist und warte mal zur Tulpenzeit ab, wo ganz viele tolle Tulpen, die Du vom Vorjahr her irgendwie kennst, aufeinmal austreiben.
Das ist dann der erfolgreich überwinterte Tulpentopf. ^_^
Ich mag vorgetiebene "Zimmertulpen" nicht so wirklich und warte lieber darauf, wann sie im Garten austreiben. :)


Zitat (Ribbit @ 12.10.2009 14:15:46)
Jetzt hat die Dame im Blumen-Kölle irgendwas erzählt, von wegen Topf draußen eingraben, wegen Frost, blabla... keine Ahnung, ich hab das nicht geblickt.

Die Dame hat Recht. Der Haken ist: im Topf taut's und friert's schneller (und öfter), und dieses ewige rauf und runter kann den Zwiebeln schaden. Im Freiland dagegen frieren die Zwiebeln langsamer ein und tauen auch langsamer und gleichmäßiger auf. Außerdem besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Tontopf durch den Frost Schaden nimmt- dieses Risiko ist geringer, wenn er eingebuddelt ist. Wichtig ist, dass der Topf sozusagen "Kontakt nach außen" hat, also bei Bedarf Wasser aus dem Freiland aufnehmen kann. Daher bitte nicht in eine Plastiktüte einwickeln. Das bisschen Erde, das dranklebt, kannst du nach dem Ausgraben ganz einfach mit dem Gartenschlauch und ggf. einem Schwamm runterwaschen.


Zitat
Dass die Zwiebeln Frost abkriegen müssen, ist mir klar. Aber reicht es nicht, wenn ich den Topf mit den eingepflanzten Zwiebeln einfach übern Winter draußen auf der Terrasse lasse?

Theoretisch ja... aber wie schon oben gesagt: die Temperaturschwankungen sind im Topf teilweise extrem, besonders wenn die Sonne draufscheint. Dann taut's jeden Tag ein bisschen an und jede Nacht friert es wieder durch... ich hab das auch mal probiert mit Narzissen. Die Zwiebeln waren im Frühling dann allesamt Matsch. Die im Freiland dagegen kamen wunderbar, komplett und termingerecht.

Zitat
Und muss ich die übern Winter gießen?

Was du einfach so frei im Beet hast, muss kaum gegossen werden. Winterharte Kübelpflanzen dagegen brauchen an frostfreien Tagen unbedingt Wasser! Ich hab's immer so gemacht, dass ich reichlich Schnee auf die Kübel gehäuft habe (Schneebälle drehen und auf der Erde aufstapeln zum Beispiel). Wenn es dann taut, hast du eine "automatische Bewässerung".

Aaach, danke ihr alle :wub:

ich würd ja auch am liebsten die Zwiebeln direkt in den Garten setzen. Im Zimmer vortreiben will ich die garnicht :mellow:

Aber im Frühjahr wird doch der Garten umgebaggert, und dann hätt ich ja vielleicht garnix von den schönen Tulpen. Und momentan hab ich echt keinen Platz, wo's nicht total "zugewurzelt" ist, also echt schwer einzupflanzen.

Hm.

Vielleicht grab ich den Topf ja in den Rasen ein :P der wird als letztes "überholt"...
Mal überlegen.

Danke für die Tipps!! auf das mit der Temp.schwankung im Topf wär ich nicht gekommen....

so, Tochter weint... muss stillen gehn :wub:
Ribbit


Den Tulpentopf grab da ein, wo der Bagger naturgegeben nicht hinkommen kann ;) (direkte Hausnähe, Hauswand, Terrasse oder so).
Dann brauchst Du auch nicht über die dräuende Rasenneuanlage nachzudenken oder den wenig feinsinnig veranlagten GaLa-Bauer (Landschaftsgärtner) und Dich getrost den zweibeinigen Kleingewächsen :wub: widmen, ohne abrupt durch Frühjahrssumpf schreiend und wild gestikulierend dem Baggerfahrer oder Spatenschwinger hinterherschießen zu müssen: "Da aber NICHT!!! Meine Tulpen!" :ph34r:

Da es dort auch meist noch relativ geschützt ist, kannst Du Dich bestimmt auch noch an einem zeitigen Austrieb der Tulpen ergötzen. :blumen:
Wie las ich einmal in den späten 80ern einem modernen Gedicht von einem nicht ganz ernstzunehmenden, aber tollen DDR-Literaten namens Johannes Conrad:
"Und an der Müll-
der Mülltonne, diesem Schwein
schießt ein grasknallgrünes Tül-
ein Tülpchen ins Leben hinein."
... rofl

Das Zimmervortreiben / Hauskultur von Frühlingsblühern ist so gar nicht mein Ding, ob Hyazinthe-im-Glas oder kaufbarer Stubenfrühling... ich muß, kaum daß die erste Frühlingssonne lacht, ums Haus rummarschieren und entdecken, was da schon so guckt. :blumen:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 14.10.2009 04:05:38



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