Ich finde in der Diskussion merkt man sehr gut, warum das Thema Matratze so verwirrend ist: Kaltschaum, Federkern, Zonen, Härtegrade, Wasserbett – und trotzdem schlafen viele entweder gut oder schlecht, völlig unabhängig vom Preis.
Aus physiotherapeutischer Sicht lässt sich das recht klar einordnen:
Nicht die Matratzenart allein entscheidet, sondern ob sie zur Person passt.
Wir sehen bei Physio-Konzepte in der täglichen Arbeit mit Rückenpatienten immer wieder dieselben Probleme:
zu harte
Matratzen → Schulter & Becken sinken nicht ein
zu weiche Matratzen → Becken kippt, LWS hängt durch
Zonen „von der Stange“, die nicht zur Körperlänge passen
Lattenrost und Matratze arbeiten gegeneinander
Deshalb bringt es wenig, pauschal zu sagen „Kaltschaum ist besser als Federkern“ oder „Aldi reicht völlig“. Für manche stimmt das – für viele eben nicht.
Was sich aus Erfahrung bewährt hat:
Punktelastische Matratzen (häufig Kaltschaum)
gezielte Unterstützung im LWS-Bereich (Lordosenstütze)
Schulterabsenkung, besonders für Seitenschläfer
Abstimmung auf Gewicht, Körperform, Schlafposition und Körperlänge
Genau hier setzen z. B. die Physio-Konzepte-Matratzen an: nicht über „mehr Zonen“, sondern über individuell berechnete Liegebereiche. Die Matratze wird modular aufgebaut, sodass die Körpermitte gezielt entlastet wird und die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Doppel-S-Form bleibt – etwas, das Standardmatratzen oft nicht leisten können.
Wichtig ist auch:
👉 Lattenrost und Matratze gehören zusammen.
Zu große Lattenabstände können Kaltschaum zerstören, falsche Härte im Rost konterkariert jede gute Matratze.
Mein Fazit nach vielen Jahren Praxis:
Günstige Matratzen können funktionieren – vor allem kurzfristig
Bei bestehenden Rückenproblemen lohnt es sich aber, gezielt zu investieren
Entscheidend ist Anpassung, nicht Marke oder Werbeversprechen
Und egal wofür man sich entscheidet:
Probeliegen, Zeit lassen, Körperreaktion beobachten – das schlägt jede Theorie.