Hecken versetzen


Hallöchen zusammen,

wir haben folgendes Problem: Gestern haben wir unsere Hecken ausgebuddelt (natürlich fällt mir ums verrecken nicht ein wie die heißen - sind keine Koniferen, aber so ähnlich stinken beim schneiden nach einer Mischung aus Weihrauch und Tannengrün). Das ging ganz gut. Jetzt haben wir 10 Einzelstücke mit ca. 30 cm Durchmesser. Wenn wir die wieder einbuddeln wie weit können wir die von einander entfernt setzen, kommt doch bestimmt auch auf den Seiten was raus, oder. Hoffe es weiß einer Rat - hoffe schnell weil morgen müssen wir sie einbuddeln sonst vertrocknen sie am Ende noch.

:heul:

Liebe Grüße
Petra


erstens vertrocknen die schon nicht sooo schnell. :trösten:
und 2. kannst du sie ja auch in wasser stellen. :wub:

unsere biene oder die andern die dir helfen können sind wohl gerade nicht im forum. :trösten:


Erst mal eine Frage: Wie weit standen die Dinger dann vorher auseinander? War das Euch zu eng, oder zu weit aus? Und wie alt sind die Teile? Und wie groß? Ich vermute, dass so ca. 50 cm auseinander hinhauen müsste - dafür müsste man aber erst mal genau wissen, was es denn sind. - Und hoffentlich mit ganz viel Erde noch dran.
Aber aufpassen: Nachbarn von mir hatten mal eine bläuliche Hecke, so ähnlich wie Koniferen, ca. 80 cm hoch; und nachdem sie die versetzt hatten, sind die eingegangen. Die sind wohl sehr empfindlich.
Ich habe selbst eine Koniferenhecke, bei der die ersten 4 im 2. Jahr kurz raus mussten um ein größeres Gartengerät rein- und später wieder raus zu fahren. Die waren nur 2 Tage raus und haben danach ca. 3 Jahre "gekümmert", bis sie im Wachstum mit den anderen gleichgezogen sind.
Auf jeden Fall feucht halten, denke ich!

Und viel Glück und Erfolg.


Zunächst mal vielen Dank für die Antwort.
Also, die Hecken sind ca. 1 Meter hoch und waren vorher ca. 40 cm auseinandergestanden. Ist so ne Koniferenart - aber keine Koniferen - ich find die stinken beim Heckenschneiden. Waren jetzt ca. 7 Jahre an der Stelle eingepflanzt und jetzt wird die Terasse erweitert und sie sollen eben ca. 2 Meter weiter vorne wieder rein. Der Wurzelballen ist wirklich richtig groß. Wenn sie abmickern haben wir halt Pech gehabt :heul: hätten eh raus gemusst - aber wäre echt schade drum


Ich vermute, du hast eine Thujahecke? Thuja gehört auch zur Gruppe der Koniferen, genau wie Fichten, Kiefern, Tannen, Zypressen, Eiben und noch so ein paar andere Gewächse. Man kann mit ihnen eine Menge anstellen, auch verpflanzen/versetzen. Sie nehmen das allerdings ein bisschen übel, sie brauchen eine Weile bis sie sich erholen. Am besten kräftig angießen, beim Pflanzen könntest du gleich einen Tropfschlauch oder wie so'n Teil heißt zwischen die Wurzeln legen. So kannst du dann in trockenen Sommern ganz bequem gießen: einfach den Gartenschlauch anstöpseln und das Wasser 'ne Viertelstunde oder 20 Minuten lang laufen lassen.


Zitat (petranaskowski @ 23.03.2010 22:50:30)
Ist so ne Koniferenart - aber keine Koniferen

Jetzt mal zum allgemeinen Verständnis... eine Koniferenart, aber keine Koniferen? Konifere heißt "Zapfenträger", und dazu gehören unter anderem Fichten, Tannen, Eiben, Thujen, Zypressen.

Hört sich für mich definitiv nach Thuja occidentalis an - und hmmm :yes:, die rechnet man wohl zu den Koniferen. Der deutsche Name ist Abendländischer Lebensbaum.

Später schreibe ich noch bissel mehr. :)


So, mein Film ist vorbei ^_^ , nun forste ich mal mein Gehirn durch, was mir zu Thujen noch so einfällt. Ich habe selbst keine Thuja-Hecke und auch nie eine Hecke gesetzt, weil das Grundstück komplett eingezäunt und viel Sichtschutz bei uns nicht nötig...:hmm:

Also - auf jeden Fall nehmen es Koniferen generell übel, wenn sie ausgegraben werden und nicht sofort Wasser haben - hoffentlich mußtet Ihr keine Hauptwurzeln abstechen und habt den Wurzelballen jeweils möglichst komplett mit rausbekommen.
Thujen haben je nach Lebensalter und Standort einen jährlichen Zuwachs von ca. 20 - 40 cm, das kann auch noch nach Sorte variieren.

Ganz wichtig: Gib KEINEN Dünger beim Einsetzen dazu, aber die Pflanzen müssen sehr gründlich eingeschlämmt und die ganze Hecke regelmäßig sehr gut gewässert werden.
Bei um- oder frisch eingesetzten Gehölzen kann man gar nicht zuviel gießen, und zwar das ganze kommende Jahr bis zum Herbst durch, wenn es nicht gerade dauerhaft regnet.

Hier las ich was von 40 cm, aber möglicherweise handelt es sich dort um Pflanzen, die kleiner sind, weil die Hecke dort vllt. neu angelegt werden sollte... :keineahnung:
Weiter als 50 cm würde ich sie jedoch auf keinen Fall auseinandersetzen, weniger als 40cm aber auch nicht.


Danke , danke danke

Es ist einfach klasse wie man hier "aufgenommen und aufgehoben" ist.

Wir werden die Teile jetzt heut abend mal versetzen und vielleicht hilft ja auch ein bischen guter Zuspruch

Liebe Grüße
Petra


Ja, Ihr habt die Teile also gestern Abend wieder eingepflanzt. Da ist es wohl gut, dass es momentan nicht so sehr nach Sonne und viel Wärme aussieht. Und weil der Boden ja noch relativ kalt ist, sind sie wohl auch nicht in einem Wachstumssschub. Viel Erfolg! Die Tipps, vor allem was das Gießen betrifft, und dass man NICHT gleich düngen sollte, werde ich mir merken. Denn da meint man doch, man tue den armen Dingern nach Entwurzelung und wieder Eingraben was Gutes...

Und gut zureden? Mache ich auch; habe mich sogar mal bei einer Engelstrompete entschuldigt, als ich das Gießen nicht organisiert hatte und sie total schlapp runterhing - bei einer Größe von ca. 1.50 m! Ob es daran lag, weiß ich nicht, aber sie HAT sich erholt, und das ist doch das Einzige was zählt.

Das mit dem Feuchthalten bei Eurer Hecke ist wohl extrem wichtig; dass darauf nicht geachtet wurde, als meine 4 für 2 Tage raus mussten, war wohl der Grund, dass sie länger trauerten. Aber sie haben sich schließlich doch erholt.

Leider sind diese Threads etwas kurzlebig, aber vielleicht kannst Du doch irgendwann mal reinschreiben, wie es ausgegangen ist.



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