Ihr Kinderlein kommet: Weihnachten und Adventszeit wie es einma


Ein ähnliches Thema haben wir schon. Ich möchte in eine andere Richtung. Wie habt ihr früher Weihnachten gefeiert oder die Adventszeit gestaltet?

Wir hatten immer einen Adventskalender (selbstgebastelt) für die Kinder und manchmal auch für meinen Mann. Die Wartezeit haben wir genutzt um mindestens einmal wöchentlich miteinander zu singen, Geschichten zu hören und zu basteln. Die Hausmusik in der Adventszeit ist bis heute Tradition. Am Weihnachtstag wurde das Zimmer abgeschlossen. Jeder hatte einen selbstgenähten Weihnachtssack, der unter dem Baum lag. Dann wurde erst einmal gegessen. Es gab meistens Pellkartoffeln mit Dips oder etwas, was nicht so lange dauerte. Dann wurde das Speil herausgeholt. Es handelt sich um ein selbstgestaltetes Würfelspiel mit den Feldern: Packe ein Geschenk aus, alle packen ein Geschenk aus, suche jemanden aus, der ein Geschenk auspackt, wir hören eine Geschichte, sage ein Gesicht auf und wir singen ein Lied oder hören ein Musikstück. So dauerte das Auspacken mehre Stunden und alle waren an der Freude des Anderen beteiligt. Die meisten Rituale haben wir heute, wo die Kinder schon größer sind, auf ihren Wunsch beibehalten.

Also früher.. war ich ja klein :)

Der ganze Tag war immer total aufregend ...
ich hab meistens den Tag damit verbracht auf abends zu warten *G*

Abends meisten ab 17 Uhr.. haben wir uns alle getroffen...
meistens erstmal was gegessen, war eigentlihc zu Weihnachten immer unterschiedlich.
Nach dem Essen gab es die Geschenke... hihi.. länger hätten wir Kids wohl nicht warten können und die Älteren wollten wohl unser Gejammer nicht hören,
nach dem Geschenke auspacken, bedanken und so weiter .. hab wir meistens bis spät in die Nacht gespielt.. meistens verschiedene Spiele!

Gesunken eher weniger.. ich hab damals immer mal FLöte gespielt..
aber im Hintergrund ist immer weihnachtliche Musik gelaufen !

Ich fands schön und ich vermisse es!


Für mich war immer am schönsten, dass das Wohnzimmer an diesem Tag Weihnachtszimmer wurde und den ganzen Tag, schon morgens, abgeschlossen wurde. Ich malte mir den ganzen Tag über aus, was wohl darin geschah, wie der Baum aufgebaut und geschmückt wurde, meine Mutter die Weihnachtskrippenfiguren aus ihrer Holzwollekiste nahm und aufstellte. Auch die Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge stand erst ab dem 24.12. dort, und manchmal gab es auch noch ein Lebkuchenhaus, was meine Mutter heimlich gefertigt hatte. Eine weitere Überraschung waren die bunten Teller mit selbstgemachten Keksen, und für jeden befand sich ein kleines "Special" darauf - für meinen Vater beispielsweise eine Dose eingelegter Fisch, für mich oft ein kleines Glas Gänseschmalz, was ich liebte. Wir hatten verschiedenen Baumschmuck, und es war jedes Jahr eine Überraschung, ob der Baum in diesem Jahr rot, silber oder weiss geschmückt war. Ich habe meine ganze Kindheit über niemals "wir warten aufs Christkind" oder ähnliche Sendungen gesehen, der Fernseher war an diesem Tag absolut tabu. Wenn es dunkel wurde, gingen wir in die Kirche, anschließend gab es in jedem Jahr Kartoffelsalat und Currywurst und heissen, starken Tee mit Kandis, in den mein Vater allein und nur er, sich etwas Rum rührte. Nach dem Essen verschwand meine Mutter im Weihnachtszimmer und erst, wenn die Glocke läutete, durften wir Kinder eintreten. Dann wurde zunächst "Stille Nacht" gesungen, anschließend diverse andere Lieder, die meine Schwester und ich mit der Blockflöte begleiteten. Gedichte aufsagen mussten wir auch! - und wenn es nur ganz ganz kurze waren. Später legte mein Vater eine Weihnachtsschallplatte auf - es war stets die gleiche, mit Chormusik - und wir durften die Geschenke auspacken. Den Rest des Abends spielten wir mit unseren Geschenken.

Schnegge


Heiligabend war für uns immer der schlimmste Tag im Jahr. Opa schmollte, Papa brüllte, Mama heulte, Kinder duckten sich nur noch.

Und am Abend mußte dann das übliche Ritual ablaufen. Zusammen essen, Küche aufräumen und spülen, Lieder unter dem Weihnachtsbaum singen, Geschenke auspacken und anschließend zur Kirche.

Weihnachten? Nein danke! :(


@HSommerwind :trösten: :trösten: :trösten:


Danke. :) Als Erwachsene kann man es dann ja auch anders machen. Jetzt ist es ja ein schöner Tag, weil mein Schatz und ich ihn einfach nur so verbummeln und einfach nur Spaß haben. Auch wenn seine Kinder mal dabei sind, wie im letzten Jahr. Und es war tatsächlich schön, wir haben nicht nur so getan, wie ich das früher kannte.

Trotzdem hat die Weihnachtszeit ihren unangenehmen Beigeschmack nicht verloren. Plätzchen backen oder Wohnung dekorieren. Solche Sachen gibts bei mir nun mal nicht.


Zitat (HSommerwind @ 13.10.2005 - 13:01:45)

Trotzdem hat die Weihnachtszeit ihren unangenehmen Beigeschmack nicht verloren. Plätzchen backen oder Wohnung dekorieren. Solche Sachen gibts bei mir nun mal nicht.

Das find ich sehr schade!!

Also bei uns daheim war es so, daß wir am HeiligAbend nachmittags in die Kirche zum Krippenspiel gegangen sind. Anschließend gab es dann zuhause die Geschenke. Am 1.Weihnachtsfeiertag sind wir früh um 6 Uhr (!) zur christmette gegangen. Auf dem Heimweg haben wir uns bei meiner Tante zum Frühstück getroffen.
Als ich noch ganz klein war, gabs erst zum 1.Weihnachtstag früh die Geschenke und die Puppenstube für mich und den Pferdestall zum Spielen für meinen Bruder.
Wie da der Heiligabend abgelaufen ist, weiß ich nicht mehr.

Schon vor dem 1.Advent hat meine Mutter den Stollenteig zum Bäcker gebracht und der hat dann die Stollen rausgebacken. Mit dem Schlitten haben wir diese (meist 4-5 Stück) geholt, zuhause gebuttert und gezuckert. Da hat die ganze Wohnung danach geduftet.

Ich freu mich schon auf Weihnachten!
LG Sonnentinchen

Zitat (Sonnentinchen @ 13.10.2005 - 14:39:45)
Ich freu mich schon auf Weihnachten!

:sabber: :sabber: :sabber: ich auch, ich bin der totale weihnachtsfreak.

bei uns zuhause gab es immer einen echten baum, der wurde dann erst heiligabend geschmückt, das wohnzimmer war den ganzen tag abgeschlossen und vor der bescherung gingen wir in die kirche.

gegessen wurde erst nach der bescherung, gottseidank, das warten hätte ich auch nicht ausgehalten :lol:

gleich nach totensonntag (meine oma sagte immer vorher darf man nicht, das bringt unglück) geht´s bei mir los mit dem dekorieren.
ich schleppe die ganzen kisten aus dem keller hoch und als erstes wird der (künstliche) baum aufgestellt, mein sohn hat einen eigenen kleinen baum.

das ganze haus wird geschmückt, viele kerzen, eine weihnachtspyramide und über den kamin kommt ein adventskalender.

unsere neueste errungenschaft vom letzten jahr ist eine kleine krippe, die mit einer bunten lichterkette dekoriert wird,
ich bin lichterkettensüchtig :sabber: :sabber: :sabber:

das besondere an dieser krippe sind die figuren, sie sind aus ton handgemacht und extra für kinder gedacht, dieses jahr werde ich sicher noch einige neue figuren dazukaufen, sie kommen aus einem cordobeser dorf.

natürlich feiern wir auch nikolaus, heilige drei könige usw....

wir basteln viel, backen kekse, packen geschenke ein...

wann ist eigentlich totensonntag??? :lol:

Ho Ho Hoppla!
:lol::D:P:lol::D:P^_^:pfeifen:

Weihnachten bei uns früher:
Wir Kinder wurden am Heiligmorgen nach dem Frühstück vor die Tür gejagt und sollten uns bis zum Nachmittag(!!!) irgendwie beschäftigen.Meistens sind wir dann in den Wäldern herumgestromert, Schlitten gefahren oder haben uns im Pferdestall vom Nachbarn getroffen und den Tag abgewartet wenn es uns draussen zu kalt wurde.Im Pferdestall mussten wir sehr leise sein denn wenn uns der Nachbar erwischte warf er uns auch raus.In der Zwischenzeit wurden von den Erwachsenen der Weihnachtsbaum geschmückt, das Festessen für abends gekocht und die Geschenke eingepackt.Irgendwann am späten Nachmittag wurden wir von den Eltern wieder ins Haus gerufen. Dann gings schnell unter die Dusche, fix danach noch Festtagszeug angezogen und auf zur Kirche. Nach dem Kirchenbesuch liefen wir wieder nach Hause wo dann das Festtagsessen aufgetischt wurde. Danach durften sich alle ein paar Stunden ausruhen bis zur Bescherung. Bei der Bescherung würfelten wir dann aus wer sich ein Geschenk holen durfte. Bevor man es auspacken konnte musste man erst einen Vortrag in Lied- oder Gedichtform bringen und wehe da waren Fehler drin! Dann gab es eine Extraaufgabe wo man pantomimisch den anderen Familienmitgliedern einen bestimmten Begriff beschreiben musste. Da waren die dollsten Dinger bei wie "Kinofilmprojektor" oder "Synchronsprecher"! Die Gedichte waren aber auch nicht ohne. Mein Vater bestimmte wer welches Gedicht oder Lied vortragen musste.
Mich verdonnerte er einmal dazu "Das Lied von der Glocke" komplett aufzusagen.
Danach war er dran und ich rächte mich durch "Die Bürgschaft". Das war mit Abstand die längste Bescherung die wir je hatten.Danach änderten wir die Spielregeln und die Gedichte durften 20 Strophen nicht mehr überschreiten.
Und nach der Bescherung saß man noch beisammen, hörte Weihnachtslieder und knabberte Weihnachtsgebäck, um dann irgendwann hundemüde zu Bett zu schleichen.

Gruß,
Alf

Am 20. November, Viva? :P


Mir geht es ähnlich wie HSommerwind. Mich macht Weihnachten meistens traurig - muss ich nicht wirklich haben. Die Vorweihnachtszeit dagegen gefällt mir meistens besser. Glühwein und Glögg helfen prima gegen Depressionen... :( :teufel:


Zitat (Schnegge @ 14.10.2005 - 09:35:40)
Am 20. November, Viva? :P

:P dat is ja nich mehr lange!

Zitat (fiona123 @ 14.10.2005 - 09:43:49)
Glühwein und Glögg helfen prima gegen Depressionen... :( :teufel:

:sabber: :sabber: :sabber:


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