zyste: zyste im Unterkiefer


Hallo ihr lieben,

ich werde in einer Woche auch Operiert. Ich habe eine Zyste im Unterkiefer die chirugisch entfernt werden muss. Ich habe auch schon riesige angst vor dem Eingriff und die weiterbehandlung. Der chirug riet mir von einer Vollnakose ab, da ich nach dem Erwachen sofortige schmerzen hätte. Wobei der ötlichen Betäubung es eine zeit dauern würde bis die betäubung nachlässt und man somit mit schmerztabletten schon gegenwirken könnte.

Wurde einem schon mal eine Zyste entfernt und kann mir vielleicht die angst nehmen?? :heul: oder ist es wirklich so schlimm wie man vermutet?

lieben gruß jenny :mellow:


Hallo jenny :) ,

ein Spaziergang wird das ohne Narkose nicht, das sage ich lieber gleich - aber ob mit Angst oder ohne: die Zyste muß weg. Sofern nichts drumherum oder dabei entzündet ist, wirken jedoch die Lokalanästhetika, die gespritzt werden, sehr gut. Und je kleiner die Zyste ist, um so schneller geht es beim Eingriff.

Mir wurden in 2 Sitzungen im Abstand von 2 Wochen 2 direkt hintereinanderliegende "baugleiche" Kieferzysten rechts oben über dem 1.Zahn direkt neben dem Augenzahn entfernt, das war 1997.
Nach Vollnarkosemöglichkeit (hätte in der großen Gesichts- und Kieferchirurgieabteilung des KH sicherlich bestanden) wurde ichz erst gar nicht erst beraten oder gefragt <_< ; es hieß, das würde wie Zahnziehen eben unter örtlicher Betäubung vorgenommen... so geschah es dann auch. Die Mittel wirkten gut.
Zahnziehen geht schneller und simpler... das sage ich gleich. Aber der Chefarzt tat gute Arbeit: bis jetzt, also 13 Jahre hatte ich damit Ruhe. Kieferzysten - sind einmal Hohlräume im Knochen entstanden, bilden sich gern irgendwann mal wieder, und das Problem habe ich jetzt, an derselben Stelle. :unsure:

Nervig war natürlich die Schwellung, mit der absolut in diesem ganzen empfindlichen Gewebe zu rechnen ist: Ich wurde zwar "vertaped", also von außen feste mit Pflastern beklebt, um diese so gering wie möglich zu halten, sah aber totzdem ein paar Tage aus wie "Unser Charly" :ph34r:. Kühlen, kühlen,kühlen und sich ruhig, wann immer es paßt, hinlegen und ausruhen!
Schön war das wirklich nicht, und richtig weh tat es auch noch eine Weile - man bekommt Schmerzmittel (z.B.Voltaren ist gut) für den ersten Tag mit, ist aber gut beraten, sich rechtzeitig noch etwas gleicher Art als Handvorrat hinzulegen.
Paracetamol und Ibuprofen800 konnte ich vergessen; das Einzige, was sofort anschlug (weil es auf den Knochen wirkt) war Diclofenac. Machte Sinn: man nimmt davon lieber eine, die gleich wirkt als von dem anderen Zeugs 3 oder 4 und nix passiert - es muß aber die Verträglichkeit abgesichert und darf keine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten gegeben sein.
Zudem ist zu beachten: das geht auf den Magen, man sollte also gleichzeitig Ranitidin, Ranibeta o.ä. mit dabei aufschreiben lassen. ;)
Besprich Dich rechtzeitig mit Deinem Arzt darüber.

Nein, ich blieb nicht der Affe Charly und konnte auch nach ein paar Tagen fast wieder normal am Leben teilnehmen, das klappt schon. Essen und alles andere geht auch... wenn man nur genug Hunger hat. ;)

Keine Angst, Du schaffst das!!! Wir alle hier sind bei Dir. :blumen:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 20.08.2010 03:30:58


Danke für deine Zeilen, Tipps und Ratschläge! Schade das sich die Zyste erneut bei dir gebildet hat! Das tut mir leid. Hut ab, du scheinst ja alles tapfer überstanden zu haben. Jetzt sind es nur noch wenige 'Tage und dann bin ich fällig. ich werde berichten wie die op verlaufen ist. Der chirug sagte in der besprechung: "die anfahrt ist der größte aufwand!" Naja da bin ich dann aber doch etwas skeptisch ^^

Nochmals vielen dank!

:blumen: jenny


jenny, ich drücke Dir alle Daumen (und jeder Zahnarzt labert was Großartiges... :rolleyes: aber zerbrich Dir nicht den Kopf darüber). :blumen: Denk positiv: Du hast keine Entzündung drinnen, alle Mittel schlagen an, ist alles also halb so wild. :)
Wie läßt Du es denn jetzt machen: Lokalanästhesie oder in Vollnarkose? Hast Du mit dem Arzt nochmal geredet wg. Nachfolgemedikamenten, die Du besser früher als später im Hause haben solltest?

Gott- wie gerne hätte ich bei diesem Geprökel schön geschlafen... deshalb ist mir ja auch schon schwummerig vor dem Moment, wo ich wohl bald meinem Zahndoc sagen muß: "Es geht nicht mehr, guck doch bitte mal genau auf die Zyste..." :ph34r: ich weiß genau, was kommt. Da fliegt dann der damals (teuer) überkronte Zahn(rest) ganz raus, die Zyste wird eliminiert, Ersatz in Form eines Implantates ist da dann fällig... :wacko: die Zusatzkosten--- und Spaß macht das alles auf keinen Fall. :( Da leider so dicht unter der knöchernen Augenhöhle, muß es aber wirklich gemacht werden. Tapferkeit kann man immer und überall vorschützen, aber tief drinnen sieht es oft anders aus. Man ist froh, wenn man das hinter sich hat.
Die ganze Zeit, als ich da mit diesem komischen Turban überm Gesicht auf dem Tisch lag, sagte ich mir das Mantra vor: "Kinderkriegen ist schlimmer." Es hilft tatsächlich... immerhin leben wir in einer Kultur, die Anästhesie in welchem Umfang auch immer zuläßt. Das ist ein wirklich gutes Gefühl.
Kurz vor mir war eine Frau mit derselben Sache, stracks gefolgt von ihrem Ehemann im gleichen Behandlungsraum, deren... Familienglaube/ Kultur Betäubungsmittel jeglicher Art völlig ablehnt. Das arme Mädel war deutlich schlimmer dran als ich. :ph34r: Sie tat mir so leid.

Denke also daran, daß es immer Leute um Dich herum gibt, denen es viel schlechter ergehen kann als Dir - und daß der Eingriff im Grunde nicht schlimmer als Weisheitszähne-Rausmontieren ist. Und habe daheim was parat, was Dir in ein oder zwei schwersten Nachschmerzstunden wirklich hilft. :) dann kommst Du schon damit klar. Wat mutt, dat mutt. :blumen: Augen zu und durch.
Denke daran, daß Du bei der postoperativen Ernährung Scharfgewürztes, Milch und zuviel Zuckerhaltiges meidest, bis alles gut verheilt ist.

Ich drücke Dir alle Daumen: Du schaffst das. :yes:


Hallo Biene,
ich hatte heute meinen großen op-tag! War aber alles garnicht so schlimm. Erst bekam ich eine spritze die alles soweit gut betäubt hat.und danach konnte ich nochmal ins wartezimmer zu meinen eltern. nach einer viertel stunde wurde ich dann erneut reingerufen und dann ging es los. unangenehm war es natürlich, und riesig aufgeregt war ich auch, aber schmerzen oder dergleichen hatte ich garnicht. habe halt nur gemerkt wie der chirug dran rumgewerkelt hat. das zusammennähen war auch nicht so schön weil die ganzen fäden über die lippe hingen während des vernähens. Das war es aber auch schon. Danach konnte ich wieder die praxis mit einem kühltuch verlassen und bin anschließend noch in einem möbelhaus bummeln gewesen und hab für meine tapferheit noch eine kleinigkeit abgestaubt :).

als aber dann langsam die betäubung nachgelassen hat kam auch langsam der schmerz. aber da ich direkt nach der behandlung eine schmerztablette zur vorbeugung genommen habe hielt sich dieser auch noch in grenzen. ansonsten lag ich den restlichen abend nur auf dem sofa habe noch antibotiker und noch eine weitere schmerztablette genommen, etwas gekühlt, und alles ist tutti :) Meine wange ist natürlich angeschwollen aber einen bluterguss habe ich bis jetzt auch nicht nicht "3 mal auf den tisch klopf".

Was mir jetzt noch einwenig angst bereitet ist das fäden ziehen. meine sind leider keine selbstlauflösenden sondern müssen von meinen zahnarzt in ca. einer woche gezogen werden.aber das werde ich jetzt hoffentlich auch noch meistern.

Nochmals vielen dank für deine unterstützung, du hast mir sehr geholfen!


lieben gruß jenny


das fäden ziehen ist gar nicht schlimm. es ziept höchstens ein wenig.
also, das schaffst du ganz bestimmt.

kopf hoch und mund auf!!!


Wenn du die OP überstanden hast, wirst du vom Fädenziehen überhaupt nix spüren... keine Bange ;)

Biene: Kinderkriegen ist nicht schlimmer als Zahnarzt.... niemals nicht...



Kostenloser Newsletter