Ausgaben kontinuierlich aufschreiben: wie hält man durch?


Liebe Muttis :blumen: ich hoffe ihr könnt mir helfen...

Mein Problem(chen) ist, dass ich es unbedingt mal schaffen will/muss meine Ausgaben kontinuierlich aufzuschreiben. Aber ich schaffe es nicht mal einen Monat lang. Am Anfang des Monats bin ich immer ganz motiviert und notiere jedes Brötchen, das ich mir kaufe. Aber spätestens zur Mitte des Monats fehlen mir dann wieder ein paar Tage und dann lass ich es ganz bleiben.

Habt ihr vielleicht ein paar praktische Tipps für mich? Wie macht ihr das denn? Habt ihr immer ein Büchlein bei oder hebt ihr jeden Kassenzettel auf? Und wenn ihr was mit Karte bezahlt, schreibt ihr euch das dann trotzdem auf?

Bearbeitet von dieheulsuse am 29.11.2010 15:48:52


Ich habs zwar noch nie wirklich konsequent gemacht - aber Kartenzahlungen nicht aufzuschreiben ist Selbstbeschiss. Nur weil man das Geld nicht sehen kann, heißt es nicht, dass es nicht doch nach dem Einkauf weg wäre.


Ich hebe jeden Zettel auf und schreibe dann am Wochenende alles auf... Das klappt ganz gut! Das kann man ja auch Prima machen wenn man auf der Couch sitzt. Versuche aber auch wirkliche jedes Brötchen zu notieren, wobei ich mir das "eben mal zum Bäcker" gerenne gerade am abgewöhnen bin!


mir geht es da ähnlich: in der ersten Woche bin ich so motiviert, dass ich ganz wenig Geld ausgebe, um meine eigene Statistik zu schönen ... in der zweiten Woche dreht sich der Selbstbetrug in die andere Richtung, ich gebe wieder mehr Geld aus, "vergesse" dann aber schonmal aufzuschreiben, dass ich mir am Bahnhof für 2 Euro ein Schokocroissant gekauft habe ... tja und in der dritten Woche schreib ich garnix mehr auf sondern nehme mir einfach für die Zukunft vor, sparsamer zu sein und jede Ausgabe gründlich zu überdenken

ich habe grossen Respekt vor jedem, der das über einen längeren Zeitraum durchhält

*schäm*


Ich hab das nie durchgehalten, und ich habs GEHASST.... <_< keine Ahnung, wie man sich da motiviert.
Durch das Aufschreiben sieht man ja auch noch, wie einem das Geld nur so rausflutscht :( und zwar nicht für Luxusartikel, sondern Fahrkarten, Brot, Kinderschuhe, Apotheke...


So dann bin ich jetzt hier also ein leuchtendes Vorbild, ich mach das jetzt schon 3! Jahre.Am Anfang ging es mir auch so, das immer mal wieder etwas "durchgerutscht" ist, hab trotzden einfach weiter gemacht, wenn man den Betrag den man im Geldbeutel hat notiert, dann kann man auch Fehlbeträge nachtragen. Und wenn mir Kleinigkeiten wie Brötchen durchrutschen dann werden sie nachgetragen.
Heute ist das kein Drama mehr, denn mein Kaufverhalten hat sich eh stark geändert. Wenn ich z.B. in die Stadt gehe, dann habe ich nur den Betrag einstecken den ich ausgeben kann, Karten bleiben eh daheim (werden nur 2x im Monat zur bank getragen um Geld abzuheben). Nichts was man evtl. sieht braucht man Lebensnotwendig.


Pummukel, das beeindruckt mich - wirklich :blumen:
Hut ab!

Ich nehme mir das ja auch öfter vor - habe aber noch nie durchgehalten.
Allerdings strapaziere ich wenigstens meine Karten nicht.
Die nehme ich auch nur zum Geld-holen.

Bearbeitet von 123stpo456 am 29.11.2010 19:04:57


Danke, stpo . Naja mich hat es immer motiviert, das ich gesehen hab wo Geld unnütz raus geht ( Kaffe am Badesee, Stück Kuchen vom Bäcker, belegte Semmel beim Metzger......................................), da hab ich vieles geändert. Die Karten daheim lassen ist aber schon ein guter Ansatz.


Wichtig ist doch das man herausfindet wo das ganze Geld bleibt und wo man ansetzen kann unnötige Ausgaben zu reduzieren.


Ja, und das habe ich, glaube ich, auch verinnerlicht.
Ein kleines Beispiel:
Im Rathaus, wo ich arbeite, steht unten, an strategisch ausgeklügelter Stelle ein Kantinenwagen, wo man belegte Brötchen kaufen kann. Manchmal gönne ich mir 2/2 = 1,60. Das scheint nicht viel. Aaaber ich habe im Büro einen Kühlschrank, wie die meisten Kollegen. Also meist hole ich mir entweder 1 Brötchen vom Billig-Bäcker = 0,09 und belege es selbst oder ich esse sogar Knäckebrot.
Gerade die Kollegen, die am lautesten wegen Kohle meckern, sind aber die, die diesen Wagen täglich frequentieren......das läppert sich halt - und es wird vergessen, wenn überlegt wird, wo das Geld geblieben ist......weil man ja vielleicht auch noch immer den Becher geschnittenes Obst mitgenommen hat, wenn man da schon steht und seine Brötchen kauft....Dann hat man 3,10 ausgegeben, sind in der Woche also 15,50.

Bearbeitet von 123stpo456 am 29.11.2010 23:00:36


Danke für eure Antworten liebe Muttis :blumen:
Ich bin ja jetzt etwas beruhigt, dass es nicht nur mir so geht. Aber trotzdem bin ich jetzt irgendwie noch nicht schlauer, deshalb muss ich nochmal etwas nachfragen:

@Stierfrau82: Die Idee alle Zettel zu sammeln und dann bei Gelegenheit in Ruhe zu notieren, find ich super. Aber wie machst du das mit Dingen für die du keinen Kassenbon kriegst? Wie z. Bsp. beim Bäcker usw. ?

@Pumukel77: Das finde ich super, dass du das schaffst! Ich denke auch, dass wenn ich mal schwarz auf weiß sehen würde, wo mein Geld bleibt, ich einiges an meinem Kaufverhalten ändern würde. Aber ich bin immer so unkonsequent :heul: Hast du nicht noch ein paar praktische Tipps auf Lager? Wie machst du das denn, hebst du auch die Belege auf oder schreibst du dir immer unterwegs gleich auf, was du ausgegeben hast?

Also wenn noch jemand eine Idee hat, bitte immer her damit. Bin für jede Anregung dankbar...schließlich ist doch morgen wieder der 1. :ph34r:


Ich tippe mir immer alls (bzw. das wofür man keinen zettel kriegt) ins handy als erinnerung für abends ;) wenns handy dann b immelt und ich drauf schaue seh ichs gleich und kanns schön brav eintragen...
wo bei ich allerdings auch immer öfter mein handy daheim vergesse...


Als Männe und ich noch getrennte Finanzen hatten, ging das eigentlich ganz gut mit Zettel aufheben. Beim Bäcker hab ich mir immer einen Zettel geben lassen. Auf Anfrage kriegst du eigentlich immer einen, selbst bei Marktständen. Wenn nicht, hab ich mir eine Memo ins Handy getippt. Alle Zettel gesammelt, irgendwann war die Geldbörse voll und mich haben die Zettel genervt - dann leert man aus und schreibt es auf. :blumen:


Ich führe es auch (mehr oder weniger - sorgfältig.

Für Bargeldausgaben habe ich in meinem Handy dafür ein App, damit ich es gleich machen kann und für Ausgaben vom Girokonto führe ich eine Excelltabelle.

Disziplin ist das Stichwort.

Das ich dadurch zwangsläufig mein Kaufverhalten verändert habe, würde ich nun nicht behaupten, aber ich weiß wenigstens noch genau, wo das Geld geblieben ist


Ich hab das früher mal eine ganze Zeit lang gemacht und auch durchgehalten.
Jeder noch so kleine Einkauf wurde umgehend notiert. Aber jetzt mit einer 4-köpfigen Familie hab ich nicht immer den Überblick, zumal meine gelegentlichen Einkaufshilfen nicht immer einen Bon wieder mitbringen.

Für meine Arbeit, ja, da mache ich es ganz konsequent. Direkt nach jeder Ausgabe wird auch aufgeschrieben und die Belege müssen ja sowieso für die Steuer gesammelt werden. Die Buchführung ist absolut lückenlos.
Das wäre eigentlich noch mal ein guter Vorsatz, dieses System auch auf unsere Haushaltskasse zu übertragen ... wenn denn auch alle mitmachen ...


(IMG:http://www.smileygarden.de/smilie/Weihnachten/elf_2-001.gif)

angefangen habe ich damit, alles aufzuschreiben, 1995. die kinder waren in einem
alter, wo sie etwas mehr brauchten, und das geld uns zwischen den fingern zerrann.
ich habe dann eine alte kladde zum haushaltsbuch umfunktionert...jeder hat dort
seine
ausgaben, die er neben dem großeinkauf gemacht hat, eingeschrieben...das haben
wir so ca.
ein jahr durchgezogen...in dieser zeit haben wir gemerkt, was nötig, oder nicht ist.
2008 habe ich damit wieder angefangen. ich schreibe einmal in der woche alle
gesammelten kassenbons, tankscheine, usw. hinein. seitdem habe ich einen überblick,
wofür
ich das geld ausgebe, und wo ich evt. etwas einsparen könnte, wenn es sein muß.
das erzieht unwillkürlich mit dem umgang der monatskasse...und so kleine beträge,
die mal schnell
so durchflutschen, schreibe ich mit ca. ein. man muß es nicht übertreiben...
ach ja...in den buchdeckel habe ich einen briefumschlag geklebt, um kassenbons
aufzubewahren,
die ich für evt. umtausche benötige. da weiß ich immer, wo ich suchen muß.

Also ich bin da ganz wild hinterher!

Ich schreibe alles auf, es hat zwar eine Zeit gedauert, bis GöGa das mit den Bons drauf hatte, aber seit 4 Jahren klappt das wunderbar!

Ich habe mir in Excel eine Tabelle erstellt.
Ein Jahresblatt mit allen festen Ausgaben (Haus, Auto, Versicherungen, Einkünfte etc.) und dann für jeden Monat ein extra Tabellenblatt für alle Barausgaben.
Die Bons werden alle auf meinem Schreibtisch gesammelt und wenn es dann über mich kommt, trage ich alles ein. Sollte ich mal keinen Bon bekommen haben, dann schreibe ich die Summe gleich auf einen der herumliegenden Bons.

Die Monate habe ich unterteilt in Lebensmittel (wiederum unterteilt in "Fleisch, Fisch, Geflügel", Milchprodukte, "Kaffee, Tee, Cappu", NASCHEN!!! usw.), Kleidung, Hygiene/Putzen, Hund, Zeitschriften/Bücher, Benzin/Parken, Geschenke, Schule/KiGa und sonstiges.

So kann ich immer genau sehen, wie sich die Ausgaben verteilen. Dann muss ich schonmal eine klare Ansage machen, gerade beim Posten Naschi!!! <_<

Die Monatstabellen sind mit der Jahrestabelle verknüpft, so sieht man auch gleich auf einem Blick, was da noch so an € über ist für den Monat.

Ach, und ich LIIIIIEEEEBE Excel.... :lol:


wir führen seit jahren haushaltsbuch über jeden cent, den wir ausgeben. das fällt weder meinem mann noch mir schwer, da wir es in unseren berufen auch tun müssen.

dazu haben wir eine tabelle in excel erstellt. die fixkosten wie miete und versicherungen finden darin keinen platz, da uns dieses geld nicht zur freien verfügung steht.

die ausgaben tragen wir täglich mit dem grund der ausgabe ein und unterteilen sie in sparten. bei uns sind es lebensmittel im haus, auswärts speisen, bekleidung, lesematerial wie bücher und magazine, reinigungsmittel, kosten für das auto oder andere beförderungsmittel, tiere, hobby, körperpflege und allerlei. und noch einige andere.

unter allerlei fallen dinge wie geschenke, medikamente, reparaturen und alles weitere, was nicht in die anderen kategorien passt und nicht regelmäßig vorkommt. sonst wäre es bei den fixkosten.

sind die ausgaben einmal arg hoch oder niedrig, ist neben der spalte eine weitere zeile reserviert, und der grund wird dort eingetragen. gäste bewirten ist teurer als nur die familie zu verpflegen, oder geschenktes obst senkt die ausgaben für die woche auch recht deutlich.

an die heulsuse: händler müssen dir einen bon ausstellen. auch für ein brötchen. das wissen sie, auch wenn es manchmal ein wenig zeit kostet, ihn abzureißen. :blumen:

ich selbst nehme ihn nicht immer mit, wenn ich nur ein teil erstanden habe. oder ich mir die preise gut merken kann. das notiere ich mir später aus dem kopf.

wir sehen so, wo unser geld geblieben ist und können so planen, ob bestimmte ausgaben noch warten müssen oder wie viel geld wir sparen können.


also denn mal zu mir und meinen aufzeichnungen:

ich sammle in einer excel- tabelle seit 20 jahren alle monatlichen fixausgaben, das ist ja recht einfach, denn dazu reicht als unterlage meistens der bankauszug, und das kann man dann auch irgendwann mal in die tabelle eintragen, wenn man halt zeit hat. also nicht wirklich schwierig zu handhaben ;-).

aber da ich seit anfang des jahres altersteilzeit arbeite ( bei uns in österreich ein arbeitszeitreduktionsmodell vor dem pensionsantritt) und meine arbeitszeit auf die hälfte reduziert habe, natürlich auch mit entsprechendem verlust des vorher gewohnten monatlichen einkommens, und ich es bis jetzt nicht geschafft habe, das neue verminderte einkommen und die altgebliebene monatslänge in einklang zu bringen [ monat war immer länger als das einkommen reichte ;-) oder eher ;-(((( ], habe ich vor etwas mehr als einem monat begonnen, auch die nicht fixen ausgaben in einer genauestens aufgeschlüsselten excel-tabelle zu erfassen.

als ersten schritt habe ich mir ausgerechnet, was ich nach abzug der fixausgaben im monat so für essen, kleidung, ausgehen etc. verjubeln kann.

dann habe ich mir eine excel tabelle erstellt ( gerne mehr, wenn mich wer mittels pm danach fragt), und da trage ich jetzt alle "variablen" ausgaben ein.

manchmal täglich, da habe ich es nämlich noch auswendig im kopf, aber manches mal auch nur nachträglich alle paar tage.

ich sammle einerseits ALLE belege, die ich kriege, und wenn es mal keinen kassabon gibt für einen einkauf, notiere ich es mir auf einem minizettelchen im brieftascherl.

dort habe ich ein mini-miniblöckchen samt mini-minikugelschreiber deponiert für diese fälle.

das klappt dann recht gut.

ich jedenfalls bin jetzt meinen vermeidbaren eurofressern dichtest auf der spur ;-).

und wenn ich sie erwischt habe, werden sie erbarmungslos gekillt :D

Bearbeitet von Tilla am 30.11.2010 17:47:59


Heulsuse: ich sammel die Zettel und da wo es keinen gibt,schreib ichs auf, hab so einen kleinen Bleistift (Möbelhaus) im Geldbeutel klemmen. Zur Not wenn ich keinen Bon habe zum draufschreiben kommt der Preis auf die Bäckertüte.Anfangs hatte ich immer nen glatten Betrag einstecken (das Kleine kam in ein Glas und dann zur Bank) da kann man zur not auch noch mal nachrechnen.Heute ist es einfach mein Ritual und läuft von ganz allein.
Übrigens habe ich mich mit Zetteln vom Großeinkauf auch hingesetzt und einzelne Posten zusammengerechnet, also Lebensmittel, Kosmetik, Tabak etc., denn mit Nor*a 46,78€ ist ja nichts anzufangen.


Vielen Dank ihr Lieben für eure tollen Tipps! :blumen:
Heute gehts los, und diesmal schaffe ich es hoffentlich den ganzen Monat.


Zitat (dieheulsuse @ 01.12.2010 12:16:01)
Vielen Dank ihr Lieben für eure tollen Tipps! :blumen:
Heute gehts los, und diesmal schaffe ich es hoffentlich den ganzen Monat.

Du schaffst das!!! :D


Kostenloser Newsletter