Kauf welcher Pfanne (für Glaskeramikfeld)?


Hallo zusammen,

bei meinen alten Pfannen blättert mittlerweile der Belag ab, daher wird es dringend Zeit für eine neue (max. 40-50 €), ich kenne mich allerdings überhaupt nicht in der Materie aus.
Ich habe einen E- mit Glaskeramikfeld.

Das Material ist mir weniger wichtig, es sollte allerdings für eine lange Zeit hitzebeständig und kratzfest sein, vor allem aber sollten die Speisen nicht in irgendeiner Weise durch die Beschichtung "kontaminiert" werden und damit die Lebensmittelqualität beeinträchtigt. Gibt es auch preiswertere Pfannen (10-20 €), die diese Auflagen erfüllen?

Bei Billigangeboten liest man nämlich oft, dass die neuen Pfannen vor Benutzung erst einmal ausgekocht und mit Fett eingerieben werden sollen, ist das bei teureren Pfannen auch der Fall? Meine alten Pfannen rochen zudem immer nach Teflon bei Benutzung.


Suche nach Pfannen mit Keramikbeschichtung gibt es auch in allen Preisklassen


Die Produktvielfalt ist natürlich auch bei Pfannen hoch, aber nach einem theoretischen Schnelleinstieg in das Thema denke ich, dass man mit antihaftbeschichteten Modellen, die bis 450 °C hitzebeständig und frei von PTFE und PFOA sind (WMF, Silit, Greenpan), nicht ganz falsch liegen kann. Auch der Zielpreis kann dabei eingehalten werden.

Was mich allerdings noch interessiert, ist der Einsatz von unbeschichteten Pfannen, die müssten ja eigentlich am besten sein bezüglich des Schadstoffübertrags. Die werden aber vermutlich eher von besseren bzw. anspruchsvolleren Köchen verwendet? Jedenfalls muss man hier wohl ziemlich aufpassen, dass nichts anbrät.


Hallo Elveon,

bei einem Glaskeramikkochfeld ist vor allem wichtig, dass die schwer und absolut glatt und eben ist, damit sie vollen Kontakt zur spiegelglatten Platte hat. Leichte Pfannen verlieren diesen Kontakt schnell - dadurch, dass sie irgendwann den Hauch eines Millimeters verbiegen (durch Kälte/Hitze-Stress z.B.) oder weil beim Kochen irgend etwas zwischen Pfannenboden und Platte gerät - und wenn es nur ein Spritzer Fett ist.

Am allersichersten fährst du mit einer gusseisernen Pfanne - nicht dem leichteren Aluguss, sondern diesem richtig schweren Zeug. Und wenn das auch gut verarbeitet sein soll, musst du vermutlich mehr als 50 Euro anlegen. In einer solchen Pfanne kann sicher aber weder etwas ablösen, noch ist sie empfindlich. So ein Ding kann ein Leben lang halten, wenn man es gut pflegt (nicht nass stehen lassen, ab und an fetten).

Ich habe obigen Tipp aber von einem Sternekoch gehört und mir daraufhin einen gusseisernen Schmortopf und eine "passende" Pfanne gekauft und bin damit absolut glücklich. Die Hitzeübertragung und das Halten der Hitze ist bombig, nix wackelt oder rappelt, der Deckel ist völlig dicht usw.

Wenn du auf keinen Fall 110 Euro ode rmehr zahlen kannst oder willst, ist eine Zwischenlösung möglicherweise
diese wokähnliche Pfanne vom schwedischen Möbelhaus (für ca. 35 Euro). Die hält erfahrungsgemäß ca. 1 Jahr bei täglicher Beanspruchung. Sie ist schwer genug und tut's auch, aber eben nicht ewig. Und einen passenden Deckel gibt es dafür auch nicht.

Ach so, es gibt natürlich auch noch Stahlpfannen. Die eigenen sicher aber nur für Fleisch und erfordern wirklich Konzentration beim Kochen, damit nichts anbrennt. Ich kam damit nicht zuercht, ebensowenig wie mit den teuren, luxusbeschichteten Markenpfannen, die bei hohen Termeraturen alle die Flügel strecken oder schon beschädigt werden, wenn man sich ihnen mit einem zu harten Plastikpfannenwender nähert.

Liebe Grüße

Donnawetta

Bearbeitet von donnawetta am 26.02.2011 10:04:02


Bei beschichteten Pfannen: bloß nicht sofort Wasser rein nach der Benutzung! Dann verformt sich der Boden nämlich relativ schnell (Hitze-Kälte-Stress, wie erwähnt). Also: erst mal in Ruhe abkühlen lassen, z.B. auf einem Untersetzer, bevor Du Dich ranmachst, sie zu säubern.



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