Pampasgras: Keine Wedel - Entfernen???


Hallo :blumen:

Obiges Riesengras hat bei mir nur ein einziges Mal diese Wedel hervorgebracht - und das auch nur am Anfang nach dem Einpflanzen.
Die Pflanze ist ca. 5-6 Jahre alt und gut 2 m hoch. Die "Halme" des letzten Jahres habe ich diesmal über den Winter stehenlassen und zusammengebunden, davor aber immer abgeschnitten und geschützt. Mich ärgert natürlich, daß meine Pflanze nicht blüht und ich bin immer ganz neidisch, wenn ich die tollen Exemplare woanders sehe.
Mir hat mal jemand geraten, das Gras nach der Blüte im Spätherbst bodenflach abzuschneiden - was meint ihr dazu? Was ist nun besser - im Herbst radikal zurückschneiden und schützen oder zusammenbinden? Vllt. hab ich da etwas falsch gemacht...
Kann auch sein:
Benachbarte (ca. 2m entfernt) Pflanze ist eine Yucca (sehr vermehrungsfreudig, aber ich hab´s im Griff ;) ), vorher stand (wurde entfernt) in etwa gleicher Entfernung zum Pampasgras noch eine Aralie???(dornig, mit fast schwarzen Beeren und hell/dunkelgrünen Blättern, deren Äste mitsamt den Blättern im Herbst abfallen). Diese Pflanze hat lange immer wieder Ausläufer getrieben, die überall durchkamen und von mir samt Wurzeln entfernt wurden, aber seit ca. 2 Jahren ist Ruhe.

Was meint ihr, soll ich das Gras ausbuddeln, evtl. intakte Teile woanders wieder einpflanzen - was würdet ihr tun? Kann man an dieser Stelle denn gleich etwas Neues pflanzen, mir gefallen dieses Korkenzieher-Hasel so gut.
Ich glaube nicht, daß im kommenden Herbst plötzlich bei mir die große Pampas-Blüte einsetzt, aber mit euren Tipps vielleicht ja doch?

Wedelnde Grüße und Danke ! :winkewinke: ;)


Oh je, nun habe ich selbst kein Pampasgras im Garten... aber meine Mutter hatte einst jahrelang ein Riesenexemplar ohne Rhizomsperre zu Hause davon. :blumen:
Es blühte jedes Jahr, obwohl der Garten wenig Sonne hatte - und im Frühjahr der Boden dementsprechend lange kalt blieb (eigentlich sind das beides Bedingungen, die das Pampasgras nachweislich nicht mag- bei uns klappte es jedoch).
Pampasgras braucht im Sommer viel Wasser - das erübrigte sich relativ durch den gut wasserhaltenden Lehmboden in der dortigen Gegend.
Der Rückschnitt: Diesen erledigte Muttern keinesfalls im Herbst, denn all das abgestorbene Blattgetöse ist (ganz wichtig: TROCKENER, wasserableitender) Winterschutz für die Pflanze. Zusätzlich steckten wir noch Tannenreisig und ein dickes Laubpolster drumherum.
In den ersten Jahren schnitt sie auch die Wedel im Herbst nie ab, denn sie meinte, durch diese könne es in die Pflanze hineinfrieren.
Erst im Frühjahr, wenn keine Fröste unter -3 - -5 zu erwarten sind, kann man das Pampasgras gründlich zurückschneiden - der Neuaustrieb beginnt.

Warum es nicht blüht... vielleicht fehlt ihm Dünger? Und düngt man es - dann besser bloß nicht mit Stickstoff, da Gräser generell salzempfindlich sind.
Mutti hat ihm immer regelmäßig jedes Jahr Hornspäne gegeben.

Soweit mein Wissen dazu... und ich stelle fest: Ich brauche endlich auch ein Pampasgras im Garten! :)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 04.03.2011 03:33:33


Danke Bi(e)ne :)

Dann habe ich ja doch wenigstens eine Sache richtig gemacht...das Zeug über den Winter nicht runter zu schneiden.
Die Pflanze hat bereits Frost/Nässeschaden, da ich in den Jahren vorher eben geschnitten hatte. Mittig ist viel Abgefaultes...dann werde ich mal sehen, was ich noch retten kann und die Pflanze entfernen.
Teile davon werde ich wohl in den Vorgarten, zu anderen Gräsern setzen :rolleyes: - da verwende ich aber eine Wurzelsperre, da der Platz nur begrenzt ist.

Biene, kannst du mir vllt. für Korkenzieher-Haselbaum und/oder Fächerahorn ein paar Tipps geben? Kann ich diese evtl. in das vorhandene Pflanzloch setzen oder doch besser an anderer Stelle? Benötigen die auch Dünger?

Lieb von dir, daß du so schnell geantwortet hast - machst du´s nochmal???
Sonnige Karnevalsgrüße vom närrrischen Niederrhein! :saufen: :wacko:


Schön, daß ich Dir mit dem Papasgras weiterhelfen konnte :blumen: horizon!
Ist denn bei Euch der Frost schon aus dem Boden, daß Du ans Umsetzen denken kannst? Hier im unnärrischen Aller-Weser-Dreieck noch nicht.

Einen "Korkenzieher" hab ich leider nur im Schrank ^_^ aber nicht im Garten, dort habe ich nur einen "gewöhnlichen" Haselbusch - und was für ein schreckliches Ungetüm.
Ich kenne die Korkenzieherhasel allerdings - in so gut wie allen Gärten stehen sie hier in verschiedensten Altersstufen und scheinen recht problemlose Vertreter ihrer Art zu sein. Hasel sind nicht unbedingt die empfindlichsten Sensibelchen.
Ich denke mal, Du kannst das Pflanzloch bedenkenlos für den "Korkenzieher" nutzen - schön hell und frei, denn mit den Jahren entwickelt er sich kapital. Wie alle Sträucher beim einsetzen gut einschlämmen und in den ersten beiden Anwachsjahren immer kräftig mit Wasser versorgen - das sollte ausreichen.

Eher ein Sensibelchen ist - zumindest meiner bescheidenen Erfahrung nach - der Fächerahorn.
Für den mache lieber ein neues Pflanzloch zurecht, wo nix anderes vorher gestanden hat -sicher ist sicher.
Gib ihm anständig Torfmull mit ins Pflanzloch... und gießen, gießen.

Bildschön anzusehen wuchs meiner nach dem Kauf fast 3 Jahre wunderschön - hatte einen guten Standplatz als Blickfang mitten auf dem Rasen, ausreichend Wasser, bekam Hornspäne und ich sorgte dafür, daß sein Standplatz nicht vom Gras eingenommen wurde, welches ihn hätte ersticken können... alles schön. Im Herbst des 3. Standjahres wurde er plötzlich -schwupps- komplett trocken, die Blätter, die Zweige - nix war mehr zu machen.
Ich vermutete damals erst Wühlmäuse, aber selbst wenn es die gewesen wären - sein Wurzelballen schien von je her nach dem Einsetzen nicht weitergewachsen zu sein, als ich ihn :heul: ausgrub.
Das verwunderte mich doch sehr.
Vielleicht war er von Anfang an schon nicht der Gesündeste seiner Art, die "Gärtnerei" wo ich ihn relativ günstig (er tat mir leid dort...) her hatte, war selbst extrem vernachlässigt und Verkäufer wie Equipement und Ware im selben Zustand.
Mit 2 anderen Sträuchern aus derselben Kaschemme hatte ich jedoch Glück: Die Magnolie und die Japanische Aprikose (letztere setzte ich damals -risikobereit- in das Pflanzloch des armen Ahorns) sind inzwischen (8 Jahre stehen sie beide nun schon) mittlere Bäume geworden, hatten nie Wehwehchen und sollten im Rasen doch Wühlmäuse sein: Die Aprikose stören sie anscheinend überhaupt nicht.


Meinst du Korkenzieher-Haselnuß oder Korkenzieher-Weide?
Da gibt es meines Wissens Unterschiede!!!


Zitat (horizon @ 04.03.2011 08:12:33)
kannst du mir vllt. für Korkenzieher-Haselbaum und/oder Fächerahorn ein paar Tipps geben?

Korkenzieherhasel meinte horizon. ;)

Oh ja, Läuschen, Weide und Hasel sind ja völlig unterschiedliche Gewächse. :yes:

Nur diese Korkenzieherform ist eine Mutation (glaube ich), die bei beiden vorkommt. Im Gegensatz zum Korkenzieherhasel, der durch die gedrungene Wuchsform immer breiter wird (und auch mehr "korkenziehert") wird ebendiese Weide mit den Jahren ein riesiger Baum, der sich in Breite und Höhe fast nicht von den normalen Weiden bei uns am Fluß unterscheidet-nur, daß sich seine jüngsten Äste immer etwas in "Dauerwellenform" :D legen.
Unser direkter Gartennachbar hat so ein Ding :rolleyes: , alle 2 Jahre läßt er die weide komplett bis auf den Stamm abstutzen.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 05.03.2011 02:20:48


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