Bromazepam: langsames Absetzen von Bromazepam


ich weiß, ihr könnt natürlich einen arzt nicht ersetzen.
und das will ich auch gar nicht. mein anliegen: ich nehme seit einem halben jahr bromazepam. mein arzt kommt jetzt plötzlich auf die tolle idee die von heute auf morgen abzusetzen. ich habe mich letztes mal sehr nett mit ihm unterhalten und er hat die tabletten mir nocheinmal aufgeschrieben. jetzt will er wieder nicht. ich habe immer eineinhalb tabletten genommen und nun nur noch eine. mit der dosis fühle ich mich jetzt sicher und denke ich kann weiter runter. ich missbrauche die tabletten ja nicht. und bin damit auf wirklich vorsichtig.
mein größtes problem ist dass mein arzt die nächsten zwei wochen im urlaub ist und ich nicht weiß, ob ein vertretungsarzt die aufschreibt. die packung habe ich. kann der vertretungsarzt im system nachschauen?
ich verstehe meinen arzt nicht. erst will er mir die unbedingt verschreiben,nun bin ich abhängig und er sagt: ja wir setzten die langsam ab. nun bin ich schon mit der dosis runter und er stellt sich so an.
was soll ich denn machen?

danke schon mal für eure antworten.
bin kein drogi ;-)


Hilfreichste Antwort

Hallo,
und willkommen hier! :blumen:

Ich gehe davon aus, dass Du schwerwiegende Probleme ha(s)ttest, sonst hätte der Doc. Dir das Bromazepam nicht so lang verordnet und dass er das so plötzlich absetzt, finde ich "psychologisch" bedenklich. Natürlich bin ich kein Arzt. Vielleicht hätte man die Dosis ja irgendwie langsamer runterschrauben können.

Aber auch für dies relativ plötzliche Absetzen hatte der Arzt sicherlich seine Gründe. Und ja, es macht süchtig!!! Also vorsicht. Sonst bist Du zwar kein "Drogi", aber ein "Medikamentenabhängi" ;) .

Ich weiss natürlich nicht, was Dein Problem ist und der Grund der Bromazepam-Einnahme, aber glaube mir, die LÖSUNG waren diese Bromazepam bestimmt nicht. Du solltest an der LÖSUNG des Problems arbeiten. Und es gibt auch andere Tabletten, die (offenbar) nicht süchtig machen. Da hat Pitz recht.

Inzwischen empfehle ich Dir ruhige Spaziergänge, "Beruhigungstee" (gibts bei A...i) und Johanniskrautkapseln (Drogerie). Ist natürlich nicht mit Bromazepam vergleichbar, aber vielleicht hilft es Dir und Deiner Seele ja trotzdem ein bisschen. Und dann schnell zu einem Facharzt.

Alles Gute! :blumen:


Ich denke, es hat einen Grund, wenn er Dir dieses Medikament entziehen will. Es ist nicht auf Dauer geeignet und sehr suchtgefährdend.

Ich hatte mir ein ähnliches Medikament verschreiben lassen, als ich hypernervös wegen einer bevorstehenden Prüfung war. Ich musste eine Stenographie-Prüfung bestehen (160 Silben in der Minute). Man kann kein flottes Steno-Protokoll schreiben, wenn die nervöse Motorik (Prüfungs-Zittern) daneben schlägt.

Der Arzt hat mir eine Woche davor die Tabletten aus einer Packung in Viertelchen zerkrümelt quasi in die Hand gegeben mit der Auflage: Jeden Tag nur ein Stückchen zu nehmen (eine Viertel-Tablette).

Ein-einhalb Tabletten als Tagesdosis sind sehr viel. Der Wirkstoff ist durchschlagend. Nimmt die Angst durch eine psychische Halbnarkose. Mit allen Konsequenzen. Du dürftest damit nicht mal Auto fahren.

Falls Du Angststörungen hast, rede mit einem Psychiater. Es gibt vielleicht Alternativen. Mäßig dosierte Antidepressiva.

Alles Gute, Pitz :blumen:


Ich würde mich an deiner Stellean einen anderen Arzt wenden. Es gibt ja die Möglichkeit des "Ausschleichens" aus Medikamenten-Therapien, dazu solltes du aber von einem Arzt begleitet werden. Evtl. ist der Vertretungsarzt ja vernünftig.
Viel Glück, du schaftst es :daumenhoch:


Guten Morgen, "Safari",

allein Deine Frage beantwortet in sich Dein Problem: Du hast das Bromazepam schon zu lange genommen, um nicht mit Schrecken daran zu denken, was ist, wenn/weil Du es nicht mehr verordnet bekommst!- "Ich bin kein Drogi" stimmt daher nicht (mehr), ganz objektiv betrachtet (-ist nun nicht böse gemeint!!-).- Die Einnahme über ein halbes Jahr ist schon zu lange angesetzt, und therapeutisch bedenklich, weil der Übergang zur Medikamentenabhängigkeit meist vom Patienten nicht mehr bemerkt wird, bzw. gesteuert werden kann.- Alle Medikamente dieser Gruppe sind daher wirklich nur ganz kurzfristig zu verordnen und einzusetzen.- Wenn Dein Arzt nun verweigert, Dir das Medikament weiter aufzuschreiben, weiß er auch, warum.- Man KANN Bromazepam ausschleichen, ich dagegen befürworte, es in Fällen, wie Deinem ganz und direkt abzusetzen, denn das Ausschleichen ist 'frewillig', und der Rückschritt lockt immer wieder.- (-Ein Ausschleichen dann allerdings unter ärztlicher Kontrolle-).- Den "Rettungsweg", sich das Rezept vom Vertretungsarzt, oder dem ärztlichen Notdienst zu holen, wird Dir ein vernünftiger, fremder Arzt nicht bieten (-ist zudem ein bekannter "Trick"!-).- Psychopharmaka sollten grundsätzlich nur von Fachärzten verordnet werden, und die Verordnung durch den Hausarzt, der Dich als Patient kennt, ist ebenfalls einer Absprache mit einem Facharzt anzugliedern.
Ich rate Dir dringend, die ambulante Sprechstunde einer Fachklinik aufzusuchen, bzw. einen Facharzt für Psychiatrie/Psychologie aufzusuchen.- Allein wirst Du mit dem Problem nicht zurechtkommen, es sei denn, Du besitzt einen eisernen Willen, und kannst einen Cut machen mit der Tabletteneinnahme, und zwar sofort!

Bleib' standhaft!- Viel Erfolg...IsiLangmut


Hallo,
und willkommen hier! :blumen:

Ich gehe davon aus, dass Du schwerwiegende Probleme ha(s)ttest, sonst hätte der Doc. Dir das Bromazepam nicht so lang verordnet und dass er das so plötzlich absetzt, finde ich "psychologisch" bedenklich. Natürlich bin ich kein Arzt. Vielleicht hätte man die Dosis ja irgendwie langsamer runterschrauben können.

Aber auch für dies relativ plötzliche Absetzen hatte der Arzt sicherlich seine Gründe. Und ja, es macht süchtig!!! Also vorsicht. Sonst bist Du zwar kein "Drogi", aber ein "Medikamentenabhängi" ;) .

Ich weiss natürlich nicht, was Dein Problem ist und der Grund der Bromazepam-Einnahme, aber glaube mir, die LÖSUNG waren diese Bromazepam bestimmt nicht. Du solltest an der LÖSUNG des Problems arbeiten. Und es gibt auch andere Tabletten, die (offenbar) nicht süchtig machen. Da hat Pitz recht.

Inzwischen empfehle ich Dir ruhige Spaziergänge, "Beruhigungstee" (gibts bei A...i) und Johanniskrautkapseln (Drogerie). Ist natürlich nicht mit Bromazepam vergleichbar, aber vielleicht hilft es Dir und Deiner Seele ja trotzdem ein bisschen. Und dann schnell zu einem Facharzt.

Alles Gute! :blumen:


Man sollte solche Medis, wie Pumuckel schon geschrieben hat, unter
ärztlicher Aufsicht, ausschleichen lassen. Alles andere kann gefährlich sein. Wenn notwendig, wechsle den Arzt.


danke erstmal für eure antworten. das komische ist ja, dass die tabletten bei mir von anfang an erst ab einer sehr hohen dosis gewirkt haben.
anscheinend reagiere ich auf nichts wirklich.
was die homöopathie angeht. das bringt leider auch nichts.
ich finde es halt nur unfair, einen papienten da so alleine mit stehen zu lassen. anstatt MIT dem patienten mal nach einer anderen lösung zu suchen. antidepressiva fände ich da angebrachter.

nun denn. mal sehen, was ich da tun kann.......
irgendiwe glaubt mir keiner diese hohe dosis. ich bin total klar drauf. komisch.


Zitat (safari1990 @ 04.03.2011 14:24:13)
irgendiwe glaubt mir keiner diese hohe dosis. ich bin total klar drauf. komisch.

Hi, safari,

dein Arzt hat bestimmt "Muffensausen" bekommen, weil er von der Krankenkasse angeschrieben wurde, mit dem Hinweis, dass er sich als "Dealer" verdinge. :rolleyes:

Was spricht dagegen, wenn du Bromazepam sofort und unverzüglich absetzt und für 3 Tage danach das Bett hütest, um den Entzug auszuhalten.

Oder - Alternative -, du bittest deinen Arzt, Bromazepam auf Privatrezept zum Ausschleichen aufzuschreiben.

(Vielleicht bewirkt diese Hochdosis, dass du gut drauf bist?)


Kostenloser Newsletter