5 Jahre und kann lesen und schreiben ... ... kein Buch aber Worte


Guten Abend Ihr alle! :blumen:

Seit einiger Zeit beschäftigt mich folgendes "Problem", zu welchem ich gerne Vergleiche und Meinungen hören würde:

Mein Sohn ist nun bald 5 und er ist seit einiger Zeit intensiv damit beschäftigt sich selber Lesen und Schreiben beizubringen. Ob Gross- oder Kleinbuchstaben, er liest alles und schreibt viel. Er ist mittlerweile soweit, dass er Worte lesen kann, wenn er sie nur kurz sieht. Das hat sich nun innerhalbkurzer Zeit so entwickelt. Die Buchstaben kennt er schon lange, aber nun kommt das dazu. Und er geniesst es lesen zu können, was auf den Sachen steht, die er sieht, so kann er sie auch zuordnen.

Ansonsten ist er ganz normal, er kann die normalen Sachen rechnen wie 2+2 und so Kleinkram. Manchmal kommt er mit komischen Frage wie z.B. Woher der Anhänger beim Traktor den Strom nimmt, damit er auch den Blinker setzen kann zum Abbiegen und so. Da frage ich mich manchmal schon, wie kommt er auf sowas??? :blink:

Ich bin natürlich nun schon sehr stolz auf ihn, das ist ja klar, kein Thema, ich frage mich nur, wie es weitergeht. Wenn er in dem Tempo weitermacht, kann er im Frühjahr sein erstes Buch lesen...

Hat jemand von euch auch Kinder in dem Alter oder kennt solche und kann mir sagen, ob sie einfach sehr schnell lernen, wenn sie etwas interessiert (das ist mein Eindruck), oder ob wir gegebenfalls mal mit der Schule Kontakt aufnehemen sollten um ihn ein Jahr früher einzuschulen, theoretisch wird er im Sommer 2007 eingeschult, also wenn er fast 7 Jahre alt ist. An sich bin ich ja schon der Meinung, sie sollten Kind sein, spielen und rumtoben dürfen solange sie können.

Ich hoffe ich bekomme ganz viele Antworten :)

Liebe Grüsse


Liebe Pandora, bei uns hat jetzt das Einschulungsverfahren für den Sommer 2006 begonnen und die Kinder wurden alle von der Schulleitung begutachtet. Die kann dann schon sagen, ob sie eine reelle Chance für das Kind sieht. Bei uns werden jährlich 3 - 5 Kinder früh eingeschult, in den meisten Fällen geht es gut. Sprich doch mit den Erzieherinnen im Kindergarten, wie sie dein Kind einschätzen. Zur Schulreife gehört ja mehr als lesen könne. Da kommt es auch auf die soziale Reife an und auf die motorischen Fähigkeiten. Meine 2. Tochter konnte auch vor der Schule lesen. Sie ist mit fast 7 eingeschult und hat die Schule normal durchlaufen. Wenn sie im nächsten Jahr Abi macht, dann wird das ein Ergebnis in der oberen Mitte sein, also absolute Norm.

Bearbeitet von Paradiesvogel am 19.03.2006 12:07:43

Hallo Pandora!
Wenn dein Sohn bei der Einschulung 2007 schon fast 7 Jahre alt ist, würde ich
bei seinem jetzigen Entwicklungsstand, so wie du ihn beschreibst, auf jeden Fall mit der Schule Kontakt aufnehmen!
Bei meiner Tochter war es ähnlich. Im Alter von 5 Jahren begann sie zu lesen, der Schritt vom einzelnen Wort bis zum 300- Seiten Buch hat weniger als ein Jahr gedauert.
Die Frage der vorzeitigen Einschulung stellte sich uns zum Glück nicht, da meine Tochter -Ende Mai geboren- gerade 6 Jahre alt war, als sie in die Schule kam.
Das erste Jahr , eigentlich die ganze Grundschulzeit, war recht langweilig für sie, Notenschnitte immer 1,irgendwas. Die Schuljahre 5-7 auf dem Gymnasium war sie notenmäßig auch noch im oberen Bereich (Profilklasse hat sie auf eigenen Wunsch abgelehnt), mit Eintritt der Pubertät ließ dann das Interesse an Schule bzw. Wissen allgemein schlagartig nach. Das Übliche bei Mädels halt - Stars, styling, TV-Serien, Viva...., so dass sie nun(14 J., 9.Klasse) notenmässig im 3er Bereich liegt.
Wenn ich jetzt zurückblicke, sehe ich eigtl. nur ein Problem. Bedingt durch die erste "langweilige" Schulzeit hat sie eigentlich nie gelernt, aufzupassen, zuzuhören und richtig zu lernen. Die Bereitschaft, sich mit einem für sie uninteressanten Thema z.B. Chemie, Physik, auseinanderzusetzen ist nicht vorhanden, hingegen sind mehrere Stunden Konzentration bei Homepage-machen etc. durchaus möglich.
Die Entwicklung deines Jungen vorauszusehen, ist also schwierig. Ich glaube, du solltest ihn einfach gut beobachten, um seine Bedürfnisse zu erkennen.
Wie verhält er sich denn im Umgang mit Gleichaltrigen? Kommt er mit ihnen gut zurecht, oder hast du das Gefühl, dass er sich eher zu ältereren Kindern hingezogen fühlt? Wichtig ist, das er durch seinen Vorsprung nicht ausgegrenzt wird. Meine Tochter bekam in der Grundschule mal ein Briefchen von einer Mitschülerin: Ich finde dich nett obwohl du so gut lesen kannst! :blink:
Wünsch dir viel Glück, du machst das schon richtig!
Milka


Meine Subjektive Erfahrung.:

Bin wegen Geburtsdatum (Februar) [und überragendem IQ von 12,5 :lol: ]mit dem Jahrgang vorher eingeschult worden.

War von daher der Jüngste in der Klasse (war nicht wirklich lustig) :unsure:

Dann kamen noch 2 "Kurzschuljahre" (ein Schuljahr dauerte nur ein 1/2 Jahr) hinzu.

Auf alle Fälle: Als ich mit der Schule fertig war, war ich noch lange nicht soweit, um meinen weiteren Lebensweg im Blickfeld zu haben. (War halt noch zu Jung,um Entscheidungen für's Leben zu treffen)

Und in der heutigen Situation würde ich sagen....je später Eingeschult,umso später Arbeitslos.......und wenn schon Arbeitslos, DANN wenigstens in einem Beruf der einem Spass macht.

Dafür sollte man dann doch genügend Zeit haben, um sich den auszusuchen.


Ich musste auch schon mit fünf Jahren zur Schule, ohne dass ich irgendwas besonderes konnte oder vorzuweisen hatte... aber meine Mutter wollte mich "von den Füßen" haben und der Kindergarten wollte mich nicht, dafür war ich schon zu alt... :lol:

Bearbeitet von fiona123 am 11.11.2005 09:48:28


Mein Neffe hatte auch einen ordentlichen Vorsprung vor seinen Altersgenossen. Den hat er auch bis zum ersten Jahr auf dem Gymnasium halten können. Mit Hochbegabtenförderung und allem drum und dran. Aber dann fing er an zurückzufallen und wird voraussichtlich im kommenden Sommer auf die Realschule wechseln, was ja auch völlig okay ist. Lieber gute Noten auf der Realschule als schlechte auf dem Gymnasium. :)

Schade ist nur, dass er all die Jahre keinen richtigen Anschluß zu Gleichaltrigen gefunden hat. Er war und blieb ein Außenseiter. Wenn er bald seinen 13. Geburtstag feiert, dann mit Onkel und Tanten. Keine Freunde. :(

Ich wollte das jetzt nicht auf Deine Tochter beziehen, Pandora. Aber so kann es eben auch laufen.


Bei uns im Kindergarten war auch ein Mädchen das mit 4 Jahren da sass und den anderen Kindern vorgelesen hat !!
Sie wurde auch mit 6 Jahren dann eingeschult und es war für sie ganz gut , mit 7 wäre es wahrscheinlich für sie dann zu Langweilig in der Schule gewesen , da sie ja in der Zeit nochmehr den anderen vorraus gehabt hätte !

Ich würde auf Jedenfall versuchen Dein Kind eher einzuschulen , vielleicht gehört er ja zu den Hochbegabten und müsste speziell gefördert werden !


Zitat
vielleicht gehört er ja zu den Hochbegabten und müsste speziell gefördert werden !


Weis ja nicht,wie's bei Euch aussieht, aber wir haben hier keine Lehrer mehr für Förderstufen :(

Bei uns gibts das schon noch aber wie lange noch ??

Hab nun aber fast so ein ähnliches Problem mit meiner Tochter , sie hat LRS , da muss ich sie nun 1x wöchentlich in den nächst größeren Ort fahren um sie darauf fördern zu lassen :huh: .

Obwohl es da eigentlich ne Schule dafür gibt , aber um da aufgenommen zu werden ist es nicht ausgeprägt genug :wallbash: :wallbash: . Das nenn ich dann Bürokratie .


Zitat
Bei uns gibts das schon noch aber wie lange noch ??


Habs vorher verpennt....
Bis Anfang des Schuljahres gab's noch Förderstufe, ist aber aus Kostengründen....na ja und soweiter........

Lasse ihn doch mal testen . Ist er hochbegabt dann würde ich ihn gleich auf ein Hochbegabteninternat tun. Da wird er dann gefördert. In der Regelschule ist er ja doch nur unterfordert und langweilt sich. Die landen dann auch schonmal auf der Sonderschule : :angry: Aber was tut man nicht alles für den Nachwuchs


mein sohn konnte auch schon mit 5 lesen und schreiben.

allerdings ist das hier in spanien normal, die kinder gehen ab 3 jahre in eine staatliche vorschule und mit 5 lernen sie lesen und schreiben.

wenn sie dann mit 6 in die richtige schule kommen, können sie in der regel lesen.

mein sohn ist jetzt 6 und liest schon sein Kinderbücher fliessend alleine.

in der spanischen staatlichen vorschule bekommen die kinder auch ab 3 jahre englischunterricht.


Zitat (Ela @ 11.11.2005 - 15:27:47)
Das einzigste Problem ist das diese Internate weiter weg sind 

internate finde ich schrecklich, für die kinder und für die eltern auch.

wozu kinder in die welt setzen, wenn man sie dann ins internat steckt und nur in den ferien sieht?

Mein Neffe besucht ein privat geführtes Gymnasium im Nachbarort. Ich glaube, da stecken die Jesuiten dahinter.

Die anderen Gymnasien haben auch keine Begabtenförderung angeboten oder sogar ausdrücklich abgelehnt. "Ob begabt oder nicht. Wir behandeln alle Schüler gleich." So ein Blödsinn.


Gott sei Dank gibt es in Hessen jetzt Begabtenförderung...Kinder, die was auf dem Kaste haben und nicht gefordert werden, verlieren den Spaß am Lehrnen...weg mit der Gleichmacherrei...manche sind schneller , andere eben langsamer....bei uns in der Grundschule gibt es Forder- und Förderuntericht........


Also meine Maus konnte auch lesen (Großbuchstaben), schreiben: ihren Namen und rechnen (von 1-10) ehe sie in die Schule kam. Habe trotzdem keinen Hochbegabtentest machen lassen und sie den normalen Schulkram durchlaufen lassen. Gymnasialentscheidung-- klar, aber sie selbst durfte wählen.
Heute dankt sie mir die Entscheidung.


Hallo!
Ich hab zwar keine Kinder, hoffe aber ich darf trotzdem mal was dazu sagen :)
Ich selbst konnte mit 3 Jahren meinen Namen und bevor ich eingeschult wurde eigentlich alles lesen was ich wollte. Ich hab im Kindergarten meinen Freunden immer Bücher vorgelesen. In der ersten Klasse hab ich an einem Wochenende die "Unendliche Geschichte" durchgelesen. Mit Mathe hatte ichs nie so, aber auch ein bißchen rechnen konnte ich schon. Außerdem wollte ich gerne Englisch lernen, da meine Eltern allerdings selbst nicht viel Englisch konnten, blieb es bei ein paar Worten. Meine Eltern haben mich nicht auf Hochbegabung testen lassen. (Auf die Idee wären sie nie gekommen) und heute denke ich mir manchmal, dass es vielleicht besser gewesen wäre. Ich bin mit Leichtigkeit aufs Gymnasium gekommen und musste in der Grundschule nicht viel tun. Auch in den ersten Jahren auf dem Gymnasium hab ich mich eher gelangweilt. Ich hab im Unterricht abgeschaltet und mich daran gewöhnt. Ich bin nie wieder so richtig reingekommen. Als es dann schwierig wurde hatte ich scheinbar verlernt zu lernen und kam nicht mehr mit. In der 10. Klasse wär ich dann fast sitzengeblieben und hab es nur mit Nachprüfung in die 11 geschafft. Hier war auch sehr interessant zu sehen, dass ich immer noch kann, wenn es darauf ankommt.
Ich weiß, das ich ein faules Stück bin aber manchmal denke ich, dass ich vielleicht ein besseres Abi hätte machen können, wenn ich nicht so lange unterfordert gewesen wäre und deshalb abgeschaltet hätte. Ich hab mein Abi dieses Jahr relativ knapp mit 3,5 bestanden. Ich weiß selber, dass das nicht allein die Schuld meiner Eltern ist, weil sie mich nicht mehr gefördert haben, sondern ich und meine Faulheit auch eine maßgebliche Schuld daran haben. Ich wollte nur mal meine Gedanken dazu aufschreiben. Vielleicht konnt ich ja ein bißchen helfen.

LG
Tuesday


...das ist ein typisches Fallbeispiel......und ich denke es liegt auch manchmal an der Art, wie die Eltern das Kind an das Lesen und schreiben heranführen...... :D


VIVAESPAÑA@Erstellt am 11.11.2005 - 17:54:37


Zitat
und für die eltern auch.


Manchmal auch nicht rofl rofl

Bearbeitet von Ela am 14.11.2005 18:09:04

Zitat (Ela @ 14.11.2005 - 18:08:08)
VIVAESPAÑA@Erstellt am 11.11.2005 - 17:54:37


Zitat
und für die eltern auch.


Manchmal auch nicht rofl rofl

:lol: ja, aber höchstens für ein paar stunden...

...dann kommt die sehnsucht :wub:

Zitat (pestcontroller @ 14.11.2005 - 11:35:20)
...das ist ein typisches Fallbeispiel......und ich denke es liegt auch manchmal an der Art, wie die Eltern das Kind an das Lesen und schreiben heranführen...... :D

Genau da frage ich mich, wieviel die Lesekünste von meinem Sohn mit dem "ich-bring-meinem-Enkelkind-lesen-und-schreiben-bei-Tick" zu tun hat vin meinem Vater, sprich Grossvater von meinem Sohn. Mein Sohn kannte nämlich A E I O U B D C Ä Ö Ü F S ... bevor er ganze Sätze sprechen konnte. So wie andere Kinder sämtliche Automarken kennen, bevor sie ganze Sätze sprechen.

Dies alles und das Thema Hochbegabung ist sehr heikel und ich danke euch für alle Antworten und persönlichen Nachrichten, welche etwas Licht ins Dunkel gebracht haben und mir weitere Vorgehensweisen vorgeschlagen haben!

Meine 3 Jahre jüngere Schwester konnt mit 5 rechnen und lesen, war dann gerade 6 als sie in die Schule kam und hat sich dann die ersten 4 Schuljahre nur gelangweilt mit einem 1ser Schnitt. Gymnasiumempfehlung-da ging sie dann auch hin. 5. Klasse langeweile, 6. Klasse aufwachen. 2.Halbjahr der 6. Klasse: Wechsel in die Realschule und weil sie noch nie lernen musste ist sie die 7. Klasse 2mal gefahren...
Außerdem glaube ich, dass es wie schon einmal gesagt wurde wirklich so ist, dass man lieber später fertig ist und sich dann für seinen "Traumjob" entscheiden kann. Ich war mit 16 fertig und wollte UNBEDINGT Erzieherin werden... Habe diese Ausbildung auch ein Jahr durchgezogen und dann ganz schnell gemerkt, dass ich zu naiv war und es doch nicht so süß und toll ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Außerdem ist es nicht mehr wirklich einfach überhaupt eine Ausbildungsstelle zu bekommen, dann doch lieber ein Jahr länger auf der Schule und nicht gleich auf der Straße stehen. Ich habe meinen Realschul-Abschluss mit einem Schnitt von 3,0 gemacht, da ist man heute schon im unteren Bereich.
Bei uns im Geschäft haben sich 198 Leute auf 6 Stellen beworben-da können die Chefs ihre Auswahl fast nur nach Noten machen-das einige auf den Bereichen, die man im Berufsleben braucht was drauf haben kann, aber durch andere Fächer einen schlechteren Schnitt hat interessiert da leider (fast) niemanden mehr.

Falls ich etwas vom Thema abgewichen bin: SORRY!!! :blumen:

Grüße Janny


Huhu... noch jemand zuhause???

Bekomme ja schon leicht die Krise,wenn ich von "Hochbegabten" oder sonstigen Wunderkinder lese oder höre...

JEDES KIND IST AUF SEINE EIGENE ART UND WEISE EINMALIG....

WARUM wird es "nur " aufgrund schulischer Leistung als was besonderes eingestuft ???

Zitat
Gott sei Dank gibt es in Hessen jetzt Begabtenförderung..


Ähh jaa... Um welche Begabung geht es, seit wann haben wir Fortschritt VOR Rückschritt in Hessen....

Und außerdem dachte ich immer.:
Alle Menschen sind gleich....

JA JA JA .: Manche sind gleicher, ..und vorallendingen die aus "Gutsituiert-und Finanziell abgesicherten Familien.....

Von "AUßEN Betrachtet"......

Auf was für einem Niveau muß man sich überhaupt bewegen, um seine Kinder als "WUNDERKINDER" zu feiern?????

Kommt's nicht letztendlich auf den Mensch an????

Wunderkind ??? "Ellenbogenmentalität"???

"Dummkind" freundlich und Sozialverträglich ???....

Bösartige Schlußfolgerung.....

Wunderkinder sind sozial unverträglich!!!!

Brauchen eigene Lehrer, die viel nötiger zur Integration von weniger begabten gebraucht würden.........

Armes kleines Dummes Erdball...

tja..leider sind nicht alle gleich und sollten deshalb entsprechend ihrer Fähigkeiten ausgebildet und gefördert werden, das hat nichts mit Ellenbogen und dummen Kindern zu tun.... :angry:

..komisch, dass in unserem ach so gerechtem Gleichmacherschulsystem die Kinder aus "ärmeren" (meiner Meinung nach von ihren Eltern weniger an das Lesen, etc. herangeführte Kinder) Familien schlechtere Chancen haben, als im Ausland....

Im Ausland werden Kinder schon im Kindergarten spielerisch an das Lernen herangeführt und können schon die Uhr und etwas Lesen und Schreiben...in Deutschland war es bis vor kurzem noch "in" die Kinder bloß nicht zu überfordern und sie nicht ihrer Kindheit zu berauben und bloß nicht einzuschulen.... :angry:


Ich sag da einfach mal nichts


Auch meine Tochter (nächsten März 15 Jahre/ 9.Kl.Gym.) hatte es "eilig" mit Lesen- und Schreibenlernen und konnte auch schon mit 4 recht schöne Bilder malen. Forciert habe ich das nicht- bin jedoch schon drauf eingegangen, wenn sie "üben" wollte und das machte uns auch beiden viel Spaß. Ohne Zwang und wenns mal mit ihr durchging ("ich will-und-ich-will-und-ich-will aber JETZT die Zahlen richtig schreiben!!!") hab ich sie denn schon eher abgelenkt und mit was anderem beschäftigt.

Ich habe ihr immer viel und gern vorgelesen und erklärt, wo immer sie Fragen hatte...
phenomänal war, wenn sie eine Sache (Lied, Gedicht, Geschichte) bereits einmal gehört hatte, sich sofort den Wortlaut merkte und augenblicklichst loskritisierte, wenn ich das mal ein wenig umstellte im Text :lol: :lol: !

Worte lesen und einige einfache schreiben sowie einfache Rechenaufgaben konnte sie schon vor der Einschulung- hat sich aber trotzdem völlig normal weiterentwickelt: intelligent und aufgeweckt, aber doch ein normales, fröhliches Kind. Sie nahm und nimmt die Schule ernst, aber nicht bis hin ins Pathologische!

Ich hab mir damals auch nicht allzuviele Sorgen darum gemacht, ehrlich gesagt.
Das eine Kind ist halt eher damit, das andere später- und kann dafür anderes.
Kinder und deren "schon-können-oder-noch-nicht" zu vergleichen, bringt nicht viel. :rolleyes:


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 24.11.2007 12:52:18


Zitat (pestcontroller @ 15.11.2005 - 07:25:17)
Im Ausland werden Kinder schon im Kindergarten spielerisch an das Lernen herangeführt und können schon die Uhr und etwas Lesen und Schreiben...in Deutschland war es bis vor kurzem noch "in" die Kinder bloß nicht zu überfordern und sie nicht ihrer Kindheit zu berauben und bloß nicht einzuschulen.... :angry:

ich kann jetzt nicht für die schulen bzw.kindergärten in deutschland sprechen, aber hier in spanien ist es genauso wie du schreibst pesti: die kinder werden schon sehr früh spielerisch ans lernen herangeführt.

und was soll verkehrt daran sein früh englisch zu lernen, schach zu spielen oder ein instrument??
fast alle kinder haben spass daran und darum geht´s ja. das spielen sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen.

hier werden alle kinder gefordert und die die etwas mehr hilfe brauchen, bekommen sie natürlich, von den lehrern, den mitschülern (was sich gleichzeitig sehr gut auf die klassengemeinschaft auswirkt) und natürlich auch von den eltern.

das wichtigste: die kinder langweilen sich nicht und gehen gern in die schule bzw. vorschule. bei meinen gesprächen mit anderen müttern/vätern habe ich festgestellt, dass je mehr die kinder angeboten bekommen, desto mehr spass haben sie, eben gerade weil gar keine langeweile aufkommen kann.

einschulung mit fast 7 jahren finde ich ein bisschen spät. was machen die kinder dann? gehen sie weiter in den kindergarten?


Zitat (Pandora @ 10.11.2005 - 21:43:21)
Guten Abend Ihr alle! :blumen:

Seit einiger Zeit beschäftigt mich folgendes "Problem", zu welchem ich gerne Vergleiche und Meinungen hören würde:

Mein Sohn ist nun bald 5 und er ist seit einiger Zeit intensiv damit beschäftigt sich selber Lesen und Schreiben beizubringen. Ob Gross- oder Kleinbuchstaben, er liest alles und schreibt viel. Er ist mittlerweile soweit, dass er Worte lesen kann, wenn er sie nur kurz sieht. Das hat sich nun innerhalbkurzer Zeit so entwickelt. Die Buchstaben kennt er schon lange, aber nun kommt das dazu. Und er geniesst es lesen zu können, was auf den Sachen steht, die er sieht, so kann er sie auch zuordnen.

Ansonsten ist er ganz normal, er kann die normalen Sachen rechnen wie 2+2 und so Kleinkram. Manchmal kommt er mit komischen Frage wie z.B. Woher der Anhänger beim Traktor den Strom nimmt, damit er auch den Blinker setzen kann zum Abbiegen und so. Da frage ich mich manchmal schon, wie kommt er auf sowas??? :blink:

Ich bin natürlich nun schon sehr stolz auf ihn, das ist ja klar, kein Thema, ich frage mich nur, wie es weitergeht. Wenn er in dem Tempo weitermacht, kann er im Frühjahr sein erstes Buch lesen...

Hat jemand von euch auch Kinder in dem Alter oder kennt solche und kann mir sagen, ob sie einfach sehr schnell lernen, wenn sie etwas interessiert (das ist mein Eindruck), oder ob wir gegebenfalls mal mit der Schule Kontakt aufnehemen sollten um ihn ein Jahr früher einzuschulen, theoretisch wird er im Sommer 2007 eingeschult, also wenn er fast 7 Jahre alt ist. An sich bin ich ja schon der Meinung, sie sollten Kind sein, spielen und rumtoben dürfen solange sie können.

Ich hoffe ich bekomme ganz viele Antworten :)

Liebe Grüsse

Hallöchen,

hab ja net alles gelesen, aber meine Cousine mittlerweile 6 Jahre und grad eingeschult konnte schon mit 4 Jahren bis 100 zählen und mit 5 Lesen und Schreiben. Jetzt ist Ihr in der ersten Klasse langweilig, störrig und stur und hört net zu im Unterricht und macht net mit. Demnächst kriegt sie einen Intelligenztest gemacht und noch so ein komischer Test und dann wird entschieden was dann gemcht wird.... Das "schlimme" ist, dass Sie das sich selbst beigebracht hat und die Eltern Sie nur berichtigten, wenn Sie z.B. statt Doris - Doddis, sagte und wenn Sie an Häuser vorbei ging sagte Sie die Hausnummern und wenn da z.B. eine 6 war und sie sagte 9 dann wurde auch das NUR berichtigt!!!

Schaun mer mal, würde jetzt der Franzi sagen.

Zitat (Ela @ 11.11.2005 - 15:27:47)
Lasse ihn doch mal testen . Ist er hochbegabt dann würde ich ihn gleich auf ein Hochbegabteninternat tun. Da wird er dann gefördert. In der Regelschule ist er ja doch nur unterfordert und langweilt sich. Die landen dann auch schonmal auf der Sonderschule : :angry: Das einzigste Problem ist das diese Internate weiter weg sind und sehr kostspielig. -_- Aber was tut man nicht alles für den Nachwuchs :mellow:

nein so ein kleines würmchen kann man noch nicht auf ein internat geben. gerade hochbegabte kinder sind besonders sensibel und würden die trennung vom elternhaus als extreme strafe empfinden.
ich habe selbst solch ein kind. er konnte mit drei jahren im zahlenraum über tausend addieren und subtrahieren, mit 4 jahren 6-stellige wurzelaufgaben im kopf lösen, was wir eltern nicht mal können. beigebracht hat er sich das selbst mit dem taschenrechner.
mit 5 jahren konnte er plötzlich lesen. die kindergärtnerin war aber gegen eine vorzeitige einschulung, weil er ja noch so verspielt sei.
letztendlich erwies sich die grundschulzeit als zu lange für ihn und deshalb ließen wir ihn testen, damit er schon nach der 3.klasse ins gym. springen durfte. das erwies sich momentan als beste lösung für ihn, aber schon seit 2 jahren langweilt er sich schon wieder tödlich in der schule. im gymnasium geht im alles wesentlich zu zäh voran, weil soviele ein gym besuchen, die dort eigentlich nichts verloren hätten und nach denen richtet sich das arbeitstempo. aber er hat sich soviel private hobbies übers internet selbst geschaffen, das ihm die langweilige schule nicht mehr soviel ausmacht. er ist jetzt übrigens 13 und in der 9.klasse. auch ist es eine gute idee gewesen, ihn ein instrument lernen zu lassen, ebenso wie der fussballverein, damit er nicht nur "verkopft" lebt, sondern auch körperlich aktiv bleibt. in seiner klasse hat er vonje her einen sonderstatus als exot, aber er hat viele echte freunde.

Ich habe schon öfters gehört das hochbegabte Kinder es garnicht so einfach im Alltag haben :mellow: Ich glaube so wie du deinen Sohn händelst ist das sehr ok. Das er in der Schule als Exot behandelt wird ist sehr traurig . Aber viel wichtiger sind seine richtigen Freunde.
Leider stimmt es das im Gym.viele Kinder sind die da nicht hingehören und dadurch das Arbeitstempo gedrosselt wird. Vielleicht ändert sich das demnächst duch geplante Aufnahmeverfahren und das Zentralabi. Wäre auch den Lehrkörpern zu gönnen . :)


ela, wir in bayern haben schon immer zentralabitur.
exot ist er auch, weil er für sein alter ungewöhnlich klein und zart ist, aber vom wesen her ist er sehr dominant und kann sich sehr gut durchsetzen. nochmal springen will er nicht, weil er sich niemals von seine echten freunden trennen will.


Zitat (Gordon Shumway @ 15.11.2005 - 00:48:14)
Huhu... noch jemand zuhause???

Bekomme ja schon leicht die Krise,wenn ich von "Hochbegabten" oder sonstigen Wunderkinder lese oder höre...

JEDES KIND IST AUF SEINE EIGENE ART UND WEISE EINMALIG....

WARUM wird es "nur " aufgrund schulischer Leistung als was besonderes eingestuft ???

Zitat
Gott sei Dank gibt es in Hessen jetzt Begabtenförderung..


Ähh jaa... Um welche Begabung geht es, seit wann haben wir Fortschritt VOR Rückschritt in Hessen....

Und außerdem dachte ich immer.:
Alle Menschen sind gleich....

JA JA JA .: Manche sind gleicher, ..und vorallendingen die aus "Gutsituiert-und Finanziell abgesicherten Familien.....

Von "AUßEN Betrachtet"......

Auf was für einem Niveau muß man sich überhaupt bewegen, um seine Kinder als "WUNDERKINDER" zu feiern?????

Kommt's nicht letztendlich auf den Mensch an????

Wunderkind ??? "Ellenbogenmentalität"???

"Dummkind" freundlich und Sozialverträglich ???....

Bösartige Schlußfolgerung.....

Wunderkinder sind sozial unverträglich!!!!

Brauchen eigene Lehrer, die viel nötiger zur Integration von weniger begabten gebraucht würden.........

Armes kleines Dummes Erdball...

habe auch ein schönes gedicht, von einem hb-kind geschrieben. ich finde, es trifft genau des pudels kern. :P

DER PFAU

Es war einmal ein Pfau,
und dieser war zu schlau.
Die Pfauenschule fand er blöd.
Sie war so langweilig und öd.
In Mathe kam drans Einmalzwei,
in Deutsch kam, wie man schreibt
ein Ei.
Was er mochte, kam nicht dran.
Es ist blöd, dass ich das kann!
so dachte jetzt der Pfau.
Er war einfach zu schlau!

KLAGERUF DES ÜBERFORDERTEN PFAUENLEHRERS

Ich hab da einen Pfau
und dieser ist zu schlau!
Er geht in meine Klasse.
Was ich noch gar nicht fasse,
ist, dass er alles kann.
Was fang ich mit ihm an?
Was mach ich mit ihm bloß?
Sein Wissen ist viel zu groß!
Er lernte gern viel mehr.
Den andern ists zu schwer.

KLAGERUF DER PFAUENMUTTER

Der Pfau, der will von mir,
dass ich ihm sage hier:
Wie geht das Einmalzwölf?
Wie leben wilde Wölf?
Ich sags, und dann weiß ers genau.
Dann will noch wissen mehr der
Pfau!

KLAGERUF DES PFAUENVATERS

Oh nein, oh nein! Der Pfau
will wissen ganz genau:
Wie heißt auf englisch "weiß"?
Was auf französisch "heiß"?
Sag ichs, dann weiß der Pfau
sofort es ganz genau.

KLAGERUF DER SCHULKAMERADEN

Alles weiß der Pfau!
Alles! Ganz genau!
Er ist fertig, fangn wir an.
Blöd, dass er alles kann!
Er schreibt ganz richtig "zwei",
kann gar das Einmaldrei!
Und das ist doch so schwer!
Das ganze Zeug kann der!

KLAGERUF DES PFAUS

Jetzt bin ich fertig schon!
"Bohn", "Sohn" und "Telefon"
zu schreiben, ist mir viel zu leicht,
und etwas, das mir reicht,
das ists, was wir nicht lernen.
Ich denk in weite Fernen,
der Schul zu weit - so scheint es mir.
Was ich mag, das kommt dran nicht
hier.

LEHRER

Du bist schon fertig, Pfau?
Wenn ichs mir so beschau-
es ist ganz richtig, Pfau!
Ja, Pfau, es stimmt genau.
Was macht man jetzt mit dir?
Du kannst ja alles hier!

ZUM REKTOR

Ich hab da einen Pfau,
und dieser ist zu schlau!
Er kann die Sachen all,
schreibt richtig das Wort "Stall".
Was fang ich mit ihm an:
Ein Pfau, der alles kann!
Der überfordert mich -
ich glaub, er langweilt sich.

REKTOR

Dann schulen wir ihn aus
und schicken ihn nach Haus.

von Stephanie Laimer, 9 Jahre

Mit 5 lesen und schreiben zu können ist nicht so außergewöhnlich, aber mit knapp 6 Jahren einschulen auch nicht. Allerdings wäre ich vorsichtig damit, Kinder schnell als "hochbegabt" einzustufen; ich habe beispielsweise zwei Cousins, deren Mutter davon überzeugt war, sie seien hochbegabt. Sie hat sie dann Klassen überspringen lassen, was dem einen leistungsmäßig und dem anderen in sozialer Hinsicht nicht besonders geholfen hat, und das nur, um als Mutter von Hochbegabten dazustehen. Will ich natürlich niemandem unterstellen, aber man sollte sich einfach nur überlegen, was das beste für die Kinder ist.
Und daß man aufgrund später Einschulung das Interesse an der Schule verliert, sich langweilt und dann das "Lernen lernen" verpaßt, halte ich für wenig wahrscheinlich. Ich war beispielsweise nicht im Kindergarten (meine Geschwister auch nicht), wurde mit 6 3/4 Jahren eingeschult, hatte nie Probleme in der Schule und bin leistungsmäßig nicht eingebrochen obwohl ich kaum etwas für die Schule getan habe und auch kein übermäßiges Interesse für die meisten Fächer aufbringen konnte.
Ob das funktioniert oder nicht hängt meiner Meinung nach vor allem vom Elternhaus ab, man kann sich erstaunlicherweise nämlich auch selber um seine Kinder kümmern und Anreize setzen, wenn man meint, in der Schule seien sie unterfordert. Wenn Eltern allerdings keine Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und lieber andere Prioritäten setzen (Karriere, Geld, Selbstverwirklichung, was weiß ich), dann müssen sie sich nicht wundern, wenn die lieben Kleinen nicht so geraten, wie sie sich das so vorgestellt haben.
Davon abgesehen ist eine Begabtenförderung (nicht nur für solche mit überdurschnittlichem IQ, sondern auch z.B. künstlerisch Begabte) eine tolle Sache, auch wenn die Regierung eines Bildungslandes dafür natürlich kein Geld hat, da man das ja auch in diversen sinnfreien Projekten verpulvern kann.


Also ich würde ihn auf jedenfalls testen lassen für die Schule.

Ich kenne einen Fall, da hat in der 1. Klasse ein Junge ständig gestört, war sehr überheblich, wollte immer der erste sein.....
Nach genauerem Prüfen der Personalien des Kleinen hat man festgestellt, dass er eigentlich ein Antragskind gewesen wäre, ein Jahr vorher.
Damals waren sich die Eltern nicht schlüssig, ob sie ihren Sprössling schon zur Schule schicken sollen.

Die Lehrerin hat mit der Mutter gesprochen und hat ihr den Vorschlag gemacht, den Jungen in die 2. Klasse hochzustufen.
Gesagt, getan, und alle waren glücklicher:
der Junge fühlte sich wohl in der Klasse, fiel nicht mehr negativ auf.


Zitat (Scholli @ 15.03.2006 - 15:22:05)
Mit 5 lesen und schreiben zu können ist nicht so außergewöhnlich, aber mit knapp 6 Jahren einschulen auch nicht. Allerdings wäre ich vorsichtig damit, Kinder schnell als "hochbegabt" einzustufen; ich habe beispielsweise zwei Cousins, deren Mutter davon überzeugt war, sie seien hochbegabt. Sie hat sie dann Klassen überspringen lassen, was dem einen leistungsmäßig und dem anderen in sozialer Hinsicht nicht besonders geholfen hat, und das nur, um als Mutter von Hochbegabten dazustehen. Will ich natürlich niemandem unterstellen, aber man sollte sich einfach nur überlegen, was das beste für die Kinder ist.
Und daß man aufgrund später Einschulung das Interesse an der Schule verliert, sich langweilt und dann das "Lernen lernen" verpaßt, halte ich für wenig wahrscheinlich. Ich war beispielsweise nicht im Kindergarten (meine Geschwister auch nicht), wurde mit 6 3/4 Jahren eingeschult, hatte nie Probleme in der Schule und bin leistungsmäßig nicht eingebrochen obwohl ich kaum etwas für die Schule getan habe und auch kein übermäßiges Interesse für die meisten Fächer aufbringen konnte.
Ob das funktioniert oder nicht hängt meiner Meinung nach vor allem vom Elternhaus ab, man kann sich erstaunlicherweise nämlich auch selber um seine Kinder kümmern und Anreize setzen, wenn man meint, in der Schule seien sie unterfordert. Wenn Eltern allerdings keine Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und lieber andere Prioritäten setzen (Karriere, Geld, Selbstverwirklichung, was weiß ich), dann müssen sie sich nicht wundern, wenn die lieben Kleinen nicht so geraten, wie sie sich das so vorgestellt haben.
Davon abgesehen ist eine Begabtenförderung (nicht nur für solche mit überdurschnittlichem IQ, sondern auch z.B. künstlerisch Begabte) eine tolle Sache, auch wenn die Regierung eines Bildungslandes dafür natürlich kein Geld hat, da man das ja auch in diversen sinnfreien Projekten verpulvern kann.

Da hast du so was von Recht. Vor der Schule lesen können, ist zwar ein Hinweis auf Hochbegabung, aber nicht der einzige und ausschlaggebende. (Ich konnte es auch, aber ich halte mich ganz sicher nicht für doof aber auch nicht für hochbegabt.)
Das sehr frühe Einschulen finde ich persönlich schade, weil dem Kind ein Stück Kindheit genommen wird, das es niemals nachholen kann.
Und die "angebliche Hochbegabung" mancher Kinder wird sehr oft überschätzt.

Ich kenn mich so ein ganz klein bisschen aus, weil eine unserer Professerinnen und ein ehemaliger Mitarbeiter sich damit beschäftigen.

für alle bayern, die ihr kind testen lassen wollen/müssen: nur eine einzige stelle gilt als kompetent und wird auch vom kultusministerium anerkannt, nämlich der lehrstuhl von prof.elbing/dr.schlesier vom institut für hochbegabtenfragen an der uni münchen, leopoldstr.13.

hochbegabung betrifft nur ca. 3% der bevölkerung und ist dadurch das negative pendant zu "schwachsinn". auch hier von sind ca. 3 % der bevölkerung betroffen.
hochbegabt sein ist also als eine art behinderung, denn normalität zu betrachten und bedarf der speziellen förderung. leider gibt es in deutschland nur fördereinrichtungen in jeder stadt für minderbegabte oder lernschwache. für hochbegabte, von denen es in jeder klasse im durchschnitt etwa ein kind gibt, interessiert sich niemand in den öffentlichen schulen dafür. leider orientieren sich sogar die gymnasien an den schlechtesten schülern denn an den besten. mindestens sollte sich ein gym aber doch am durchschnitt orientieren, denn eigentlich sollten gymnasien ja intelligenten kindern vorbehalten bleiben. leider wird seit der einführung des g8 in bayern nahezu jedes kind, das einigermaßen gute noten hat, ins gym geschickt, vor allendingen deshalb, weil das g8 eine kostenfreie nachmittagsbetreuung bietet, ebenso wie die intensivierungsstunden kostenlose nachhilfe bedeuten. für die schneller begreifenden hochbegabten eine echte tortur ihre nachmittage in intensivierungsstunde absitzen zu müssen. eigentlich sollten auch spezielle steilkurse für schnellerbegreifende stattfinden, aber in der realität geht nichts zusammen, weil es einfach zu wenige sind.
das g8 hätte eine große chance bedeutet schule schneller durchlaufen zu können ohne langeweile, hätte man den stoff und die stundenanzahl komprimiert, aber das wird ja der masse nicht gerecht.
als ganz besonder unsitte sehe ich es, kinder klassen mehrfach freiwillig wiederholen zu lassen, nur damit sie irgendwann vielleicht mit 22 vielleicht ein vierer-abi machen.
diese spezies ist es auch, die das tempo in einer klasse vorgeben, aber eben eigentlich ja gar nicht geeignet für ein gym sind, weil ihm eigentlich der intellekt dazu fehlt. man bedenke, das hocbegabung auch so definiert ist, dass das kind drei jahre weiter ist im denken als gleichaltrige.

Bearbeitet von gwendolyn am 15.03.2006 23:44:36


Zitat (Ela @ 14.03.2006 - 21:30:07)
Ich habe schon öfters gehört das hochbegabte Kinder es garnicht so einfach im Alltag haben :mellow: Ich glaube so wie du deinen Sohn händelst ist das sehr ok. Das er in der Schule als Exot behandelt wird ist sehr traurig . Aber viel wichtiger sind seine richtigen Freunde.
Leider stimmt es das im Gym.viele Kinder sind die da nicht hingehören und dadurch das Arbeitstempo gedrosselt wird. Vielleicht ändert sich das demnächst duch geplante Aufnahmeverfahren und das Zentralabi. Wäre auch den Lehrkörpern zu gönnen . :)

ich wollte dir mal noch ein typisches schulerlebnis von meinem kleinen erzählen.
letzte woche wurde der satz von pythagoras eingeführt. dann wurde auch seine anwendung im trapez vorgeführt. dazu bekamen sie eine passende hausaufgabe.
in der darauffolgenden mathestunde holte der lehrer einen eher durchschnittlichen schüler an die tafel, der die hausaufgabe erklären und vorrechnen sollte, aber dieser konnte sie nicht. also musste er tatsächlich 30 minuten an der tafel verbringen,ehe er eine 6 bekam und sich wieder hinsetzen durfte. erst dann fragte der lehrer wer sie könne und das waren gerade mal 2(mein kleiner und noch ein anderer) von 30 schülern. schlimm, dass wiedermal eine stunde verstrichen war ohne, dass im stoff irgendwie weitergegangen wurde. der lehrer hätte die zeit darauf verwenden müssen, sie den 28 schülern nochmal zu erklären. und das soll dann bayerisches gymnasialniveau sein. mit sowas kann man sich nicht international vergleichen. :labern:

nächste woche ist dann schulaufgabe und ich sehe heute schon den schlechten klassendurchschnitt weswegen sie dann wiederholt werden muss und natürlich viell leichter wird. echt ne große katastrophe.

Zitat
ich wollte dir mal noch ein typisches schulerlebnis von meinem kleinen erzählen.
letzte woche wurde der satz von pythagoras eingeführt. dann wurde auch seine anwendung im trapez vorgeführt. dazu bekamen sie eine passende hausaufgabe.
in der darauffolgenden mathestunde holte der lehrer einen eher durchschnittlichen schüler an die tafel, der die hausaufgabe erklären und vorrechnen sollte, aber dieser konnte sie nicht. also musste er tatsächlich 30 minuten an der tafel verbringen,ehe er eine 6 bekam und sich wieder hinsetzen durfte. erst dann fragte der lehrer wer sie könne und das waren gerade mal 2(mein kleiner und noch ein anderer) von 30 schülern.


WIE GUT DAS DU DABEI WARST !!!!!!SONST HÄTT ICH KEIN WORT GEGLAUBT

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:11:28


Zitat (Gordon Shumway @ 18.03.2006 - 23:41:08)
Zitat
ich wollte dir mal noch ein typisches schulerlebnis von meinem kleinen erzählen.
letzte woche wurde der satz von pythagoras eingeführt. dann wurde auch seine anwendung im trapez vorgeführt. dazu bekamen sie eine passende hausaufgabe.
in der darauffolgenden mathestunde holte der lehrer einen eher durchschnittlichen schüler an die tafel, der die hausaufgabe erklären und vorrechnen sollte, aber dieser konnte sie nicht. also musste er tatsächlich 30 minuten an der tafel verbringen,ehe er eine 6 bekam und sich wieder hinsetzen durfte. erst dann fragte der lehrer wer sie könne und das waren gerade mal 2(mein kleiner und noch ein anderer) von 30 schülern.


WIE GUT DAS DU DABEI WARST !!!!!!SONST HÄTT ICH KEIN WORT GEGLAUBT

natürlich war ich nicht dabei, aber ich bekommen täglich bericht erstattet was alles in der schule los war, befrage auch öfters die schulfreunde. ich will das alles genau wissen, weil ich interessiere mich für meine kinder und was die so treiben. :yes:
ich habs schon in meiner vorstellung geschrieben, dass ich hausfrau und mutter mit leib und seele bin. :wub:

Zitat (gwendolyn @ 19.03.2006 - 12:17:51)
ich habs schon in meiner vorstellung geschrieben, dass ich hausfrau und mutter mit leib und seele bin. :wub:

Bin ich auch!

Zugleich bin ich aber auch Grundschullehrerin, und deine Pauschalisierungen gehen mir gewaltig auf den Keks!

*dasmussteichmalloswerden*

Lol Calendula war ich auch und ich denke alle in FM rofl rofl rofl

Bearbeitet von internetkaas am 19.03.2006 12:33:46


:mellow:


Zitat (Calendula @ 19.03.2006 - 12:26:52)
Zitat (gwendolyn @ 19.03.2006 - 12:17:51)
ich habs schon in meiner vorstellung geschrieben, dass ich hausfrau und mutter mit leib und seele bin.  :wub:

Bin ich auch!

Zugleich bin ich aber auch Grundschullehrerin, und deine Pauschalisierungen gehen mir gewaltig auf den Keks!

*dasmussteichmalloswerden*

siehst du und ich habe nur lehramt an gymnasien studiert um mich später gegen die berufstätigkeit und für meine kinder zu entscheiden.

Bearbeitet von gwendolyn am 18.10.2007 16:10:07

Ich nehme in NRW gerade an einer Langzeitfortbildung zum Thema Hochbegabtenförderung teil.

Frieden?


Zitat (Calendula @ 19.03.2006 - 17:43:42)
Ich nehme in NRW gerade an einer Langzeitfortbildung zum Thema Hochbegabtenförderung teil.

Frieden?

ich freue mich immer, wenn grundschullehrer sich auf dem gebiet fortbilden.

jetzt kommt gleich auf rtl2 eine zweistündige reportage über hoch begabte kinder.
bin gespannt ob die sendung was taugt.


Zitat (Pandora @ 10.11.2005 - 21:43:21)
Guten Abend Ihr alle! :blumen:

Seit einiger Zeit beschäftigt mich folgendes "Problem", zu welchem ich gerne Vergleiche und Meinungen hören würde:

Mein Sohn ist nun bald 5 und er ist seit einiger Zeit intensiv damit beschäftigt sich selber Lesen und Schreiben beizubringen. Ob Gross- oder Kleinbuchstaben, er liest alles und schreibt viel. Er ist mittlerweile soweit, dass er Worte lesen kann, wenn er sie nur kurz sieht. Das hat sich nun innerhalbkurzer Zeit so entwickelt. Die Buchstaben kennt er schon lange, aber nun kommt das dazu. Und er geniesst es lesen zu können, was auf den Sachen steht, die er sieht, so kann er sie auch zuordnen.

Ansonsten ist er ganz normal, er kann die normalen Sachen rechnen wie 2+2 und so Kleinkram. Manchmal kommt er mit komischen Frage wie z.B. Woher der Anhänger beim Traktor den Strom nimmt, damit er auch den Blinker setzen kann zum Abbiegen und so. Da frage ich mich manchmal schon, wie kommt er auf sowas??? :blink:

Ich bin natürlich nun schon sehr stolz auf ihn, das ist ja klar, kein Thema, ich frage mich nur, wie es weitergeht. Wenn er in dem Tempo weitermacht, kann er im Frühjahr sein erstes Buch lesen...

Hat jemand von euch auch Kinder in dem Alter oder kennt solche und kann mir sagen, ob sie einfach sehr schnell lernen, wenn sie etwas interessiert (das ist mein Eindruck), oder ob wir gegebenfalls mal mit der Schule Kontakt aufnehemen sollten um ihn ein Jahr früher einzuschulen, theoretisch wird er im Sommer 2007 eingeschult, also wenn er fast 7 Jahre alt ist. An sich bin ich ja schon der Meinung, sie sollten Kind sein, spielen und rumtoben dürfen solange sie können.

Ich hoffe ich bekomme ganz viele Antworten :)

Liebe Grüsse



Mein Beileid.

Hochbegabte sind stressig.

Meiner fing mit 4 Jahren an zu lesen - und ist nun schon 2x sitzen geblieben.

Förderung gibts in diesem Land nicht - für Hochbegabte.


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