Nachhilfe geben


Mein Bruder hat mich gebeten, seinem Sohn, 13 Nachhilfe zu geben.

Eine Baustelle bei meinem Neffen ist nun die Rechtschreibung. Da suche ich noch den ein oder anderen Tipp, wie da sinnvoller Weise vorzugehen ist. Klar, hab ich da auch einige Ideen, aber es kann ja nichts schaden, mein eigenes didaktisches und methodisches Repertoire etwas auf zu peppen.
Habt ihr Ideen, evtl. auch Literaturangaben, die Wege zur besseren Rechtschreibung aufzeigen, jenseits eines stupiden Auswendiglernens.

PS: Suche auch englische Lektüre für Anfänger, Klassenstufe sieben, Niveau Realschule.

Bearbeitet von markaha am 06.04.2011 18:22:19


zur Rechtschreibung fällt mir grade nix ein, aber zur englischen Lektüre schon. Es gibt da Bücher, die sind halb auf deutsch und halb auf englisch geschrieben, die sind auch verständlich, wenn man nicht jedes Wort versteht - und schwups - hat man ein halbes Buch auf englisch gelesen.... moment, ich suche mal grade...


ok, habe sie gefunden, guck mal hier. Ich fand die als Kind klasse, da ich nicht alles auf englisch können mußte :P

Es gibt - glaube ich - auch noch andere Autoren, die so schreiben, aber die ersten drei Bücher kenne ich und fand sie gut...



Tante Edith hat mal ein paar Rechtschreibfehler korrigiert... wenn wir hier schon bei der Nachhilfe sind *schäm*

Bearbeitet von Binefant am 06.04.2011 19:53:15


Bei der Rechtschreibung könnten viel lesen (damit man die Wörter einfach auch mal sieht und erliest) und Leiselaufdiktate helfen.
Vergessene Wörter etc. entdeckt man oft besser wenn man die Sätze von hinten liest, da man dann nicht mit dem Textfluß liest.


Binefant, das finde ich klasse , mit dem halb englisch und halb deutsch. Gute Idee. :)


Vielleicht kann ich ja als angehende Deutschlehrerin n bissel helfen ;) Wichtig ist vor allem, so komisch es klingt, die Wörter, die immer wieder falsch geschrieben werden, richtig sprechen lernen. Die meisten Fehler werden heute gemacht, weil die Kinder sie schon falsch aussprechen und dann auch so aufschreiben. Darüber als erstes gehen. Dann gucken, was schreibt dein Schüler falsch. Kann man vielleicht erkennen, woran es liegt. Also dass der Laut so ähnlich in anderen Wörtern anders geschrieben wird, oder werden Silben falsch getrennt und und und. Ergo zu erst mal analysieren, wo Probleme sein könnten.
Wenn man das weiß, kann man lesen, Diktate schreiben, erklären, warum etwas wie geschrieben wird und auch Texte lesen lassen, in denen du gezielt falsch geschriebene Wörter einbaust. Diesen Text sollte er dann mal eigenständig lesen und gucken, ob er Fehler findet. Durch das Korrigieren solcher Sachen lernt man auch schnell für einen selbst, das so schnell nicht wieder falsch zu machen :)

Ich hoffe, du hast einen recht pflegeleichten Schüler, da kann man ja auch das ein oder andre Problemkind abbekommen, das einfach nicht lernen will und das ist dann immer ganz schwierig da auch nur irgendwas zu machen ^_^

viele liebe Grüße :blumen:


Guck mal hier Lernserver Uni Münster

Vielleicht ist das ja was für euch. persönliche Erfahrungen hab ich auch keine damit.
Ansonsten würde ich mal mit dem Lehrer sprechen, was konkret mit deinem Neffen zu tun ist.


Zu erst mal, Dank für die Tipps bislang.

Zum Englisch lernen Texte zu nutzen, in denen abwechselnd Deutsch und Englisch geschrieben wird, halte ich für problematisch. Handelt es sich bei dem Abwechseln um seitenweises oder kapitelweises oder wie kann ich mir das vorstellen.

Was die Rechtschreibung angeht, waren meine Gedanken auch zu Großteil die, die auch Djaesmin zu Ausdruck kommen. Zuerst die Analyse dessen, was falsch geschrieben wird, ob regelmäßig wieder kehrende Fehler zu erkennen..... Selbst korrigieren lassen, erklären lassen, warum so und nicht anders geschrieben. Eben selbst entdecken, was falsch ist. Ich dachte auch schon daran, ihn mit Hilfe eines Wörterbuches korrigieren zu lassen.
Was ich auch gut finde, selbst Fehler in Texte einzubauen - das mach ich bislang nur beim Englisch lernen so, aber warum auch nicht im Deutschen - gute Idee.

Danke für den Tipp mit dem Zusammenhang von Sprechen und Schreiben.
Darauf werd ich in Zukunft noch mehr achten. Ich hatte mir vorgenommen, auf die Schrift selbst zu achten, da diese eine mittlere Katastrophe ist (m.E. nach zeigt sich in der Schrift eben auch Verunsicherung und anderes).

Aber er ist echt lernwillig, mal sehen, was daraus wird.


Wenn du englische Lektüre für den "Unterricht" suchst, dann google doch mal nach "Penguin Readers" (oder klick hier).

Da findest du englischsprachige Literatur in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, je nach vorhandenem Wortschatz. Ich hab einige der Bücher immer mal zur Nachhilfe benutzt und finde sie sehr gut.


Für meinen Sohn habe ich hier Nachhilfe gesucht und jetzt hat er eine sehr sympathische Nachhilfelehrerin und strengt sich an. :D Die Kosten sind ok.


Wer kann die Rechtschreibprobleme lösen, wenn nicht die TALENTE, die das Kind dafür hat.
Wenn diese Talente nicht voll entwickelt sind, reiben wir ihnen i.d.R. ständig ihre Fehler unter die Nase und quälen sie mit Übungen. Davon werden Talente nicht satt sondern nur matt und platt.
In der Du-musst-Schule glaubt man, durch Übung würde man Rechtschreiben lernen. Wer sich aber selber für einen Versager hält, übt mit Rechtschreiben nur ein noch besserer Versager zu werden. In der Ich-kann-Schule schaut man sich deshalb zu allererst immer die innere EINSTELLUNG an und korrigiert sie. Wenn Du das Kind zuerst dazu bringst, an sich und seine gute Entwicklung zu glauben, dann schickst Du es als möglichen KÖNNER an den Start und es trainiert dann nicht mehr Rechtschreibenversagen sondern Rechtschreibenkönnen.
Die neue gute Einstllung braucht immer wieder Bestätigung und auch die Aufforderung an das Kind, sich selbst seine GÜTE zu bestätigen. Dann wächst eine neue Entwicklung.
Die entscheidenden Geistes- und Seelenkräfte, die es da zu stärken und zum Wachsen zu bringen gilt, sind nicht im bewussten Verstand angesiedelt sondern im UNBEWUSSTEN. Mit diesem spricht man besonders ungestört, wenn das Kind schläft. * unerwünschte Werbung entfernt * Da kannst du dem Kind die Kräfte auftanken, sie neu motivieren, stärken, zum wachsen bringen u.v.m. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

Bearbeitet von Wecker am 10.06.2012 19:02:27



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