Schallschutz Wohnung


Liebe Mitglieder!
Ich hoffe, ich bekomme hier Hilfe,
unsere Wohnungstür ist überhaupt nicht schalldicht, der dahinter liegende Flur und die rechts und links daneben liegende Zimmer, Bad, Küche, hallen sehr in den Hausflur rein.
Was kann ich tun?
Bitte keine Vorschläge von wegen Gardine, Eierkartons.
Gibt es Tapeten oder irgendwelches Material, die besser isolieren? Es muss bezahlbar sein, da wir nicht viel Geld haben.
Vorab Dank für hilfreiche Tipps


Zitat (weniger @ 26.04.2011 11:13:40)
Liebe Mitglieder!
Ich hoffe, ich bekomme hier Hilfe,
unsere Wohnungstür ist überhaupt nicht schalldicht, der dahinter liegende Flur und die rechts und links daneben liegende Zimmer, Bad, Küche, hallen sehr in den Hausflur rein.
Was kann ich tun?
Bitte keine Vorschläge von wegen Gardine, Eierkartons.
Gibt es Tapeten oder irgendwelches Material, die besser isolieren? Es muss bezahlbar sein, da wir nicht viel Geld haben.
Vorab Dank für hilfreiche Tipps

Ich glaube, es gibt dickere Tapeten, die schon mal ein wenig Schall schlucken. Erkundige dich mal im FAchhandel (also nicht im Baumarkt, die haben nur mit viel Glück richtig Ahnung).
Ansonsten könntet Ihr schallarme Fußbodenbeläge ausbringen (mindestens Trittschalldämmung unters Laminat, ansonsten Teppichboden, wo es eben geht, oder Kork, falls das alles nicht geht: viele Teppiche auslegen).
Die Tür kann man eventuell auch wechseln gegen ein dickeres Türblatt (sofern es das Modell hergibt) und darauf achten, dass die Tür auch nach unten abschließt - meine alte Wohnungstür hatte unten 2cm Luft, was für Schallschlucken und Wärmedämmung natürlich Gift ist. Man kann diese Gummilippen installieren, das kostet auch nicht die Welt.

Hallo,

Masterfrage: Eigentumswohnung oder Mietwohnung?

Bei Mietwohnung mal den Vermieter ansprechen.

Gruß

Highlander


Hallo!
Erstmal danke für die Tipps!
Und LEIDER haben wir Vermieter, die das nicht interessiert... Am liebsten hätte ich nämlich eine neue vernünftige Wohnungstür, die überhaupt irgendwie isoliert wäre; aber: wie gesehen so gemietet...
Liebe Grüsse


Hallo Weniger,

hatte dass Probelm auch mal in einer Wohnung. Ein Bekannter(Tischler) hat mir eine MDF-Platte auf Mass gesägt und hinten auf die Tür geschraubt. Brauchte dann noch ein neues Schloß und einen neuen Beschlag. Hat mich damals ca. 150€ gekostet. Der Vermieter hatte kein Problem damit, weil man es rückbauen kann. Mein Nachmieter hat es so übernommen und ist glücklich damit.

Gruß,
LMC


Hallo Weniger,

frage doch mal deinen Vermieter ob er einer Holzverschalung von aussen zustimmt, eventuell beteiligt es sich an den Kosten, das hält ja für länger so was.


Zitat (weniger @ 27.04.2011 09:08:18)
Hallo!
Erstmal danke für die Tipps!
Und LEIDER haben wir Vermieter, die das nicht interessiert... Am liebsten hätte ich nämlich eine neue vernünftige Wohnungstür, die überhaupt irgendwie isoliert wäre; aber: wie gesehen so gemietet...
Liebe Grüsse

Hm... gar nicht isolierte Tür?
Sprich deine Vermieter mal darauf an, dass schlecht isolierte Türen die Nebenkosten hochtreiben und geringe Nebenkosten den Wert der Wohnung langfristig erhöhen. Auch eine Wohnung, bei der nicht jedes mal Klospülung betätigen bis auf den Flur hallt, vermietet sich besser und ist dementsprechend wertsteigernd.

Ja, aber das interessiert meinen Vermieter gar nicht. Sowas ist mein Problem und für meinen Vermieter ist es wichtig, dass es von außen gut aussieht und nichts anderes.
Bei der Wohnungstür brauche ich nur mit dem Finger ein bisschen reindrücken, da hört und merkt man diese Bewegung an der Tür, dass es hohl ist; als wenn man ein bisschen Pappe eindrückt.
Ich hoffe, dass ich den Schutz so gut hinbekomme, dass ich mich einigermaßen normal hier bewegen kann, ohne das in meinem Kopf gleich "oh, hoffentlich ist jetzt keiner im Hausflur und hört mein getue" kommt.


wenn die Wohnungstüre wirklich so dünn ist, würde ich mich mal bei der Polizei beraten lassen, ob das einbruchstechnisch denn überhaupt versichert ist und damit dann mal zum Vermieter gehen. Soweit ich weiß, müssen Wohnungstüren einbruchsicher sein, was bei einer "Papptür" ja eher nicht gegeben ist...


Zitat (Binefant @ 29.04.2011 10:25:58)
wenn die Wohnungstüre wirklich so dünn ist, würde ich mich mal bei der Polizei beraten lassen, ob das einbruchstechnisch denn überhaupt versichert ist und damit dann mal zum Vermieter gehen. Soweit ich weiß, müssen Wohnungstüren einbruchsicher sein, was bei einer "Papptür" ja eher nicht gegeben ist...

Eben, und insbesondere brandsicher.
In meiner alten Wohnung MUSSTE bei der Sanierung eine Wohnungstür eingebaut werden, die irgendeinen bestimmten Wert erfüllte - soundso viele Minuten Brandsicher oder sowas, sonst hätte die Gebäudeversicherung die Police gekündigt oder verteuert.

Darüber können Feuerwehren beraten.

Zitat (Binefant @ 29.04.2011 10:25:58)
wenn die Wohnungstüre wirklich so dünn ist, würde ich mich mal bei der Polizei beraten lassen, ob das einbruchstechnisch denn überhaupt versichert ist und damit dann mal zum Vermieter gehen. Soweit ich weiß, müssen Wohnungstüren einbruchsicher sein, was bei einer "Papptür" ja eher nicht gegeben ist...

Das Stichwort lautet hier bei baulichen Sachverhalten aber so gut wie immer "Bestandsschutz"

D.h., die Tür war zum Zeitpunkt des Einbaus der Norm entsprechend, also ist sie auch weiterhin erlaubt, auch wenn sich in der Zwischenzeit die Normen verschärft haben. Eine Pflicht zum Austausch besteht erst dann, wenn eh umfangreiche Sanierungsmassnahmen an der Wohnung/Haus vorgenommen werden, oft ist die "Grenze" hierbei die Beantragung einer Baugenehmigung. Ab da werden so Sachen wie Brandschutz, Einbruchschutz, etc. neu auf den Prüfstand gestellt.

D.h. im Klartext, wenn die Wohnungstür vor 30 Jahren "einbruchssicher" war, dann gilt das formal auch heute noch, auch wenn sie quasi nur aus Pappe besteht. Wechselt man aber nun die Tür aus, dann muss die neue auch den heutigen Normen entsprechen.

Es besteht also keinerlei Pflicht für den Vermieter, die Tür zu wechseln.

Bierle,
in Puncto Einbruchsschutz hast du - soweit ich weiß - recht. Versicherungen sind aber da oft strenger und denen geht es um Brandsicherheit. Ich würde den Vermieter einfach mal dezent darauf hinweisen, dass er mal in die Police gucken soll und parallel dazu bei der örtlichen Feuerwehr anfragen und eine Meinung von denen einholen. Je nach dem, ob sich das von den Kosten her lohnt, sofern die FFW überhaupt Geld dafür nimmt.


Aber Versicherungen haben kein Recht, bestehende Policen heute zu ändern oder für unwirksam zu erklären, wenn damals das Objekt korrekt versichert wurde. Wie gesagt, erst bei einer Modernisierung greift sowas.

Es gibt zig Millionen "veralteter" Haustüren in Deutschland, wenn es so wäre, wie du sagst, dass die Versicherungen dann nicht zahlen, wären die schon längst getauscht... ^_^

Zudem sollte man noch bedenken: Kann man den Vermieter zum Tausch/Modernisierung bewegen, so darf der Vermieter 11% der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen...



Kostenloser Newsletter