naturbewusstsein der Kinder fördern


Hallo, :P
was haltet ihr von der Idee ,das Naturbewusstsein der Kinder zu stärken, indem man ihnen ein kleines Obst- bäumchen schenkt und zusammen mit Ihnen pflanzt ( das kann auch im Kindergarten sein ) vielleicht ein Apfelbäumchen mit einem herrlichen passenden Kinderbuch dazu : “Der liebe Gott wohnt bei uns im Apfelbaum”. So einen kleinen Setzlingt bekommt man in der Baumschule oder im Gartenceneter für wenig Geld und ich finde, wenn die Kinder dann später selbst erleben, wie der Baum wächst, ihn pflegen und dann die ersten Äpfel ernten dürfen von “ihrem Bäumchen” ( und wissen die hab ich von mami geschekt bekommen oder vom opa ), das ist doch ne prima Sache, oder ? So schätzen die kinder "ihren Baum" , lernen ihn zu pflegen und bekommen einen direkten Bezug zur Natur, finde ich, was meint ihr?
:huh: :huh:


Hallo,

nun, die Idee finde ich nicht schlecht.- Wenn sie denn so umsetzbar ist, daß man einen eigenen Garten hat, der dem Kind dann auch fürderhin seinen selbstgepflanzten Baum präsentiert.- Denn (fast) Nichts auf Erden wehret ewig, so leider oft auch die häusliche Umgebung nicht.- Es wird für ein Kind mit entsprechendem Zartgefühl sehr schwer sein, sich dann von "seinem Baum" trennen zu müssen.- Denn mitnehmen geht ja meist leider nicht.

Wichtiger finde ich, daß Kinder allgemein ein Verständnis für die Natur vermittelt bekommen.- Durch "ERwandern", oder "ERleben".- Vogelstimmen lauschen und deuten, Blumen und Pflanzen bestimmen unterwegs.- Ein freundlich-achtsam-vorsichtiges Verhältnis zu Tieren des 'Alltags' aufbauen.
Es gibt unzählige gute, auch kindgerechte Bücher, die man unterwegs mitnehmen kann.- Solch praktische kleinen Heftchen für fast alle Bereiche des Lebens für die Jackentasche.

Und wenn, dann RICHTIG erklären...nicht z.B. "Das ist ein Wauwau!"...o.ä.; denn das finde ICH persönlich nicht gut.

Wir haben als Kinder kein TV-Gerät gehabt, und mußten durch Sehen, Fühlen, Riechen, Hören die Eindrücke sammeln, und bekamen dann die Erklärungen von Eltern, oder anderen Verwandten und Bekannten.

Lieben Gruß...IsiLangmut

Bearbeitet von IsiLangmut am 06.08.2011 19:34:53


als ich ein kleines Kind war, hatte meine Oma einen kleinen Christbaum im Topf gekauft und nach Weihnachten haben wir den einfach bei ihr hinterm Haus in den Rasen gepflanzt (ohne den Hausmeister zu fragen, hat aber offenbar niemanden gestört) ... der Baum (ich glaube, es ist eine Fichte) steht dort heute noch ... nur etwas grösser

meine Oma ist schon lange tot aber wenn ich sie auf dem Friedhof besuche, besuche ich auch immer den Baum (ist in der Nähe)

für und mit einem Kind einen Baum zu pflanzen: eine ganz tolle schöne Idee :)


Sunshine, Isi hat leider Recht.

Einem Kind ein Bäumchen zu schenken, finde ich primär erst mal eine großartige Sache.

Doch: Wo soll das Bäumchen zu stehen kommen? In deinem Garten? Was ist, wenn du auf einmal auf die Idee kommst, dich nach 15 Jahren Ehe anders zu orientieren. Oder dein Partner? Und schwupps ist das Reihenhäuschen mit samt dem Apfelbaum schlimmstenfalls unter den Hammer gekommen.

Ich weiß noch gut, wie mein Vater in 1983 einen Walnussbaum in unserem Garten pflanzte. Wir haben uns damals tierisch gefreut und auch Scherze gemacht a la: Wir schieben dich da mit dem Rolli dran, wenn die erste Nuss sichtbar wird.
Mein Vater kann Humor ab, den wir ja letztendlich von ihm geerbt haben.

Womit wir alle aber damals noch nicht rechnen konnten ist: dass meine Eltern sich nach der Rente in die Eifel zurückzogen und dort noch mal ganz von vorne anfingen. Ohne KInder und plus Neubau.

Unser Walnussbaum von damals ist mittlerweile der Axt zum Opfer gefallen.
So viel dazu.

Wenn du deinen Kindern die Natur Näher bringen willst, dann sei so viel Draußen wie möglich. Zeige ihnen anhand von Kressesamen im Blumentopf, was man sich selber ziehen kann. Von mir aus auch Tomaten auf dem Balkon.
Egal was, hauptsache die Kiddz kriegen es mit.
Um einen Apfelkuchen zu backen, braucht es keinen Baum. Ich habe auch keine Kuh im Garten, nur weil ich mal Milch trinken will.

Was ich diesen Sommer viel mit meinem Kurzen mache ist Geocaching. Da bin ich viel draußen in der Natur. Wir müssen viele Rätsel lösen, die mit der Natur zusammen hängen, um an unserem " Schatz" zu kommen.
Da ist mitunter auch mal ne Vogelstimme oder ein Apfelbaum mit drin.

Wie gesagt, generell ist deine Idee super, bedenke aber auch die Zukunft. Selbst wenn bei dir immer alles heile, heile Gänschen ist, so wirst du der Depp sein, der in spätestens 13 Jahren die Ernte alleine verarbeiten wird.

Apfelmusrezepte kriegst du auf FM-Rezepte on masse


Ich finde die "Idee" nicht verkehrt, denke aber das das auch im Kleinen geht.
Z. B. mit einem Strauch im Topf.
Mit dem Kind Samen säen, zusehen wie die ersten Triebe wachsen, die ersten Blätter...umtopfen, dann die ersten zarten "Früchte" beobachten und diese schließlich ernten.

Ich hatte als Kind meine eigenen Töpfe mit:
Erdbeeren, Paprika und Tomaten...
die habe ich mächtig gepflegt und war natürlich auch stolz wie Oscar auf jede einzelne Beere.
Selbiges könnte man natürlich auch mit einem Zierbäumchen (Bonsai) oder einer schicken Pflanze mit Blüten machen. Der Lerneffekt, dass etwas wäschst und dafür gepflegt werden muss, verschiedene Stadien durchlebt etc. ist da nicht minder gegeben.


das naturbewusstsein von kinder kann man auch in kleinerem rahmen fördern. wenn man meint, es muss so sein. nicht jedes kind wächst abgeschottet von wald und wiesen auf. eifelgold hat schöne beispiele genannt.

sich um einen kleinen setzling zu kümmern kann eine weile großen spaß machen. später wird es für manches kind langweilig. bäume verändern sich nicht so rasch wie kresse oder kartoffeln. und irgendein dummer hat später die ganze arbeit am hals.

einen teil davon habe ich am hals, was mich nicht stört, sondern freut, weil ich viele äpfel geschenkt bekomme. von leuten, die für ihre kinder bäume gepflanzt haben und die zwanzig jahre später die äpfel weder ernten noch verarbeiten möchten.

neu ist die idee nicht, und auch nicht so einfach umzusetzen. außer, man stört sich nicht daran, dass der baum im weg steht und gefällt werden muss. oder dass die kleinen daran vielleicht gar kein interesse entwickeln werden. und gewiss werde ich meinen kindern nicht erzählen, dass der liebe gott im apfelbaum sitzt.


@seidenloeckchen: :blumen: der eine macht´s auf die Art, der andere auf jene. Kindern Naturbewußtsein mit all seinen "Folgen" zu vermitteln, ist m. M. nach ein Hauptbestandteil der Erziehung. Jeder weiß selbst, wie er seinem Nachwuchs die Schönheiten der Natur und den Respekt davor näherbringen wird.

Passend zum Apfelbäumchen, als Kind gepflanzt, fällt mir das noch ein:

Unser Vater besuchte nach fast 30 Jahren wieder seine Heimat, zusammen mit meinem älteren Bruder und mir, damals 13. Im Garten seines Elternhauses zeigte er uns einen mächtigen Rebstock, den er als Kind neben ein Scheunentor gepflanzt hatte und dessen Ranken die gesamte Front dieser Scheune bedeckten. Er selbst war beim Betrachten ganz still geworden und hatte Tränen in den Augen... In diesem Urlaubs-Sommer bin ich einige Male allein dort hin gegangen und hab mir meinen Vater damals als kleinen Jungen beim Einpflanzen vorgestellt - ich weiß nicht, ob man versteht (kann es auch schlecht schildern) - ich bin meinem Vater dann näher gewesen als wenn er neben mir gestanden hätte. Liebe zur Natur hat so viele Facetten...

Allen einen schönen Sonntag-Nachmittag ! :)



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