Mit dem rauchen aufhören, wie ist es danach?


Hi, so langsam werde ich immer mehr und mehr Raucher. -_- Selbst nach einigen Versuchen schaffe ich es nur ein paar Tage bis zu maximal 1 1/2 Wochen rauchfrei zu bleiben. Stress, der innere Schweinehund und die Umgebung kommen immer wieder dazwischen.

Ein Arbeitskollege (mitte 40) erzählte mir, dass er mit etwa 20 anfing und 3 Jahre später aufhören wollte. Er hatte auch mehrere Anläufe benötigt und sich am Ende 4 Monate ohne rauchen durch gequält. Er meint aber: ,,Wer einmal anfängt zu rauchen und abhängig wird, der wird nie ein richtiger Nichtraucher werden." :o
Nun hat er den Kampf aufgegeben.

Hier gibt es doch sicherlich auch welche, die nach Jahren vom Glimmstängel abgekommen sind oder Bekannte haben und dazu etwas sagen können.

Ist die Versuchung selbst nach zb. 2 Jahren ohne eine Zigarette noch immer da und wird nie vergehen? So dass man sich davor richtig ekelt?

Bearbeitet von Cyda am 10.08.2011 16:50:40


Meine Mutter hat angefangen zu rauchen, als sie ca 18 war und hat aufgehört, als sie 40 war. Mittlerweile ist sie seit 15 Jahren Nichtraucherin und laut eigener Aussage findet sies extrem eklig, Rauch auch nur zu riechen und hat schon laaaange nicht mehr das Bedürfnis danach.


Frage mal einen Raucher, ob er einen Aschenbecher küssen würde?

Genau so ist, wenn ein Nichtrauer einen Raucher küsst.

Mit dem Rauchen muss gleichzeitig der starke Wille zum Nichtraucher umher gehen. Wenn jemand das aus eigener Kraft nicht schafft, sind die Chancen zum Nichtraucher gering.

Mit dem Entzug des Nikotins sollte deshalb auch eine Nahrungsumstellung gemacht werden.

Nach jahrlangem genussvollen Rauchens, habe ich von heute auf morgen einfach aufgehört. Gleichzeit habe ich die Mahlzeiten reduziert und verändert. Statt Pommes, Karotten, statt Nudeln Milchprodukte....usw.
Alles was ich in der Vergangenheit zu essen vermied (hauptsächlich Gemüse), habe ich als ich Hunger verspürte gegessen. Statt Alkohol habe ich so viel Mineralwasser getrunken, dass mein Magen gefüllt war. Da war für kein Bier mehr Platz. Erdnüsse und andere Kalorienbombe habe ich aus meiner Wohnung gebannt.

Nach einiger Zeit konnte ich wieder das Aroma der Früchte und Gemüse entdecken. Morgendlich Kopfschmerz und die Husterei waren verschwunden.

Nach dem Entzug des Nikotins und der Ernährungsumstellung hatte ich in 6 Wochen 20 kg abgenommen. :D


ich habe gut 24 jahre lang geraucht, am 26. november 2006 um 11:45 aufgehoert und seither juckts mich kein bisschen mehr eine zu rauchen. im gegenteil, der rauchgeruch ekelt mich an.

gruss :blumen:
shewolf


Ich habe viele viele jahre geraucht, dann vor 11 oder 12 jahren über nacht ganz und gar aufgehört.Ganz plötzlich , weil es im Kopf klar war. Es muß unbedingt im Kopf klar sein und nicht weniger rauchen oder Pflästerchen oder Pillen. Hilft alles nichts wenn es im Kopf nicht klar ist. Ich ekle mich wenn ich es rieche


Mein vater raucht seit bestimmt fast 30 jahren nicht mehr, kriegt aber immer ne lange nase, wenn jemand eine raucht. Den frischen rauch findet er nach eigenem bekunden angenehm, der kalte stößt ihn ab.

Obwohl ich grade mal 4 monate ohne bin, gehts mir ähnlich.
Im ersten monat habe ich bewusst auf parties und rauchende freunde verzichtet. Mittlerweile kann ich problemlos feiern gehen, ohne mich ständig im zaum halten zu müssen. Ich brauchs einfach nicht mehr. Der drang, zu rauchen ist einfach weg.
Mir hat es geholfen, dass ich zufälig zur gleichen zeit angefangen habe, sport zu machen.


Das hört sich ja bis auf Cambria's ersten Fall ganz gut an. :)
Nur wie habt ihr das geschafft? Jahre lang rauchen und dann von einem auf den anderen Tag aufhören kann ich mir gar nicht vorstellen.

Habe schon so viel darüber gelesen. Vollen Aschenbecher hinstellen und bei verlangen dran riechen, lieber einen Apfel essen oder so viel Wasser trinken bis nichts mehr geht, anderen erzählen dass man aufhören wird, das Geld welches für eine Schachtel drauf gehen würde zurücklegen und am ende des Monats etwas schönes kaufen oder oder oder. Alles hilft nicht, jedenfalls nicht auf Dauer.
Irgendwann kommt immer der Moment, wenn es richtig stressig ist oder auf einer Party, in dem ich einfach zuschlagen muss. <_< So richtig hat es noch nicht klick gemacht.


ich habe insgesamt bestimmt 9 Jahre geraucht (ich bin aber auch erst 26...) und hab von heute auf morgen aufgehört. Hab in dem "Ich werde nichtraucher"-Thread mal was dazu geschrieben - so wie viele andere Muttis auch. Vielleicht findest du dort etwas inspirierendes.


Mein Vater ist mit 58 an Lungenkrebs gestorben, nach gut 40 Jahren fast 100 Zigaretten am Tag. Er stand nachts auf, um zu rauchen, rauchte gleich nach dem Aufstehen und rauchte während der Mahlzeiten. Es hat mich nicht abgehalten ebenfalls zu rauchen. Vor fünf Jahren, gut zehn Jahre nach den Tod meines Vaters habe ich aufgehört, von heute auf morgen, nach fast 28 Jahren. Warum weiss ich nicht. Nie wieder eine Zigarette angefasst. Die Sucht hat mich bis dahin immer beherrscht. Vor drei Jahren kam vom Arzt die Diagnose: COPD, der schleichende Tod. Zur Zeit dritthäufigste Todesursache weltweit.
Klar kommen jetzt wieder die Stimmen der Raucher, die sagen, mein Großvater hat 80 Jahre geraucht, kerngesund und und und. Es trifft eben nur 20 % der Raucher ( COPD, Lungenkrebs weiss ich nicht ). Ich bin einer von ihnen und kann nur durch meine täglichen Kortisoninhalationen meinen Exitus nach hinten verschieben. Ich bin heute 51 und habe drei Kinder. Das allein ist für mich Grund genug, nie wieder zu rauchen...


Ich habe mit 13 angefangen und abgesehen von der Schwangerschaft durchgeraucht, bis ich 38 war.
Habe dann 2x mit Hypnose aufgehört und blöderweise immer nach ca. einem Jahr wieder angefangen.
Party, Alkohol und das hochnäsige Gefühl "ich habs im Griff"...
Hatte ich auch, ein paar Wochen lang. Aber dann wurde es immer mehr.
So ging mir das 2-3 mal. Weil ich dann immer wieder Schmacht hatte (in Verbindung mit Alkohol).
Habe dann das Buch "endlich Nichtraucher" (auch zum 2.Mal) gelesen und danach hats Klick gemacht, es war vom ersten Tag des Aufhörens an JEGLICHER Gedanke ans Rauchen weg, als wäre er nie da gewesen.
Das ist jetzt fast 10 Jahre her, inzwischen gabs Scheidung, diverse Trennungen, Umzüge, Stress, alles, was eine potentielle Gefahrenquelle ist, aber es ist weg.
Ich würde nie NIE sagen, aber ich hab ein gutes Gefühl.
Es gibt also Raucher, die auch nach langer Rauchkarriere zum wirklichen Nichtraucher werden können.
ICH BIN SOOO FROH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :D

Mein Tipp: Nie, nie, nie auch nur an der Zigarette ziehen, es ist der Anfang vom Ende des Nichtrauchens. Habs oft genug erlebt....


Zitat (Cyda @ 10.08.2011 16:49:53)
Hier gibt es doch sicherlich auch welche, die nach Jahren vom Glimmstängel abgekommen sind oder Bekannte haben und dazu etwas sagen können.

Ist die Versuchung selbst nach zb. 2 Jahren ohne eine Zigarette noch immer da und wird nie vergehen? So dass man sich davor richtig ekelt?

mein mann hat etwa zehn jahre geraucht. nicht so arg viel, er sagt, es war zwischen einer halben und ganzen schachtel am tag, und auch nicht jeden tag. mehrere tage ohne zigaretten haben ihm nichts ausgemacht.

er hat es niemals wirklich vermisst, hat jedoch zu beginn ständig lutscher im mund gehabt und sogar auf den stäbchen herumgekaut. heute ist er bereits davon angeekelt, rauch zu riechen, frischen sowie kalten. manchen rauchenden freundinnen, die er mit einem kuss begrüßt, hat er ehrlich gesagt, dass sie unangenehm riechen.

bei den geburten unserer kinder war er dabei, und er meinte beide male, dass er sich, nachdem er das krankenhaus verlassen hatte, nur mit mühe davon abhalten konnte, sich eine schachtel zigaretten zu kaufen oder eine einzelne zu schnorren. das verlangen hatte sich nach dem genuss einer pizza erledigt. :hihi:

mit cambria hat er gemeinsam, dass vermehrter sport ihm dabei geholfen hat, auf die zigaretten zu verzichten, bis er sich an die routine ohne zigaretten gewöhnt hatte.

Zitat (labens @ 10.08.2011 17:09:00)

Mit dem Entzug des Nikotins sollte deshalb auch eine Nahrungsumstellung gemacht werden.

:D

@labens, Du hast es richtig gemacht! Respekt!

Ich habe zum 10. Hochzeitstag mit dem Rauchen aufhören können, allerdings in kleinen Schritten, und zwar in 10 Wochen. War ein Angebot einer Krankenkasse und war psychologisch aufgebaut, d.h. am Anfang sich ein Ziel setzen an einem Tag nur ... Zigaretten zu rauchen, und sich auch belohnen, wenn man es eingehalten hat, oder sich zu überlegen, in welcher Situation man am ehesten ohne auskommen könnte. Richtige Strichlisten führen, damit man es auch VOR AUGEN HAT, was man dann evtl. schon geleistet hat. Klingt banal, aber mir hat es enorm geholfen.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich, daß ich unheimliche Unterstützung von meinem Göga erhalten habe :wub:

Wie viele schreiben: es ist Kopfsache. Mir hat es sehr viel geholfen, mich abzulenken, am Besten mit etwas wozu ich meine Händen brauchte .... stricken, bügeln, von Hand abwaschen, schmusen :0). Oder, sich bewußt sagen, nee nicht jetzt, erst wieder in 10 Min. Man glaubt gar nicht, wie oft man nach den 10 Min. überhaupt nicht mehr ans rauchen dachte!
Jegliche Art von Streß ist aber fatal, man sollte versuchen ein ausgeglichenes Leben zu führen, etwas daß natürlich nicht immer möglich ist.
Sich mit Sport abzulenken ist von der Idee sicher auch super, habe ich allerdings erst nachdem ich Nichtraucher war gemacht, da ich leider ettliche Kilos zugenommen hatte. Daher alle Achtung vor labens, die gleichzeitig ihre Ernährung umgestellt hat. Habe übrigens ein Jahr später 17 Kilo wieder runter geschafft und halte mein Wohlfühlgewicht im Großen und Ganzen.
Hoffe, Du schaffst es irgendwann und dann darfst Du Dich wirklich stark nennen! Viel Erfolg :)

@Tamora: Bringt diese Hypnose-Methode wirklich Erfolg oder hattest du nur fest an diese Methode geglaubt und dann nach einem Jahr den Glauben daran verloren?


Zitat (labens @ 10.08.2011 17:09:00)
Mit dem Rauchen muss gleichzeitig der starke Wille zum Nichtraucher umher gehen. Wenn jemand das aus eigener Kraft nicht schafft, sind die Chancen zum Nichtraucher gering.


macht es so wie ich.immer kippen und feuerzeug dabei,aber keine anzünden.
früher oder später merkt ihr selber,wann ihr geheilt seit.bei mir wars nach einer woche

Aha, Cyda, Du rauchst gern, gell? Es macht Spaß, immer nach Rauch zu riechen, die Klamotten, Deine Haare, alles an Dir, Du hast ständig einen komischen Geschmack von der letzten Zigarette im Mund. Die Zähne werden immer gelber, die Finger müffeln so komisch, werden gelb, wunder Dich nicht, mit der Zeit auch die Fingernägel. Du verfällst in Panik, wenn nur noch ganz wenig Zigaretten im Hause sind und Du kein Kleingeld finden kannst. Aha, Du lässt Dir also von Deiner Sucht diktieren, wann Du einkaufen rennst. Du kaust gerne Kaugummi, damit Dein Gegenüber nicht gleich bemerkt, dass Du rauchst. Bei einem hartnäckigen Husten machst Du Dir nicht gleich Sorgen, es könnte vielleicht doch.........ne, Du rauchst ja gerne. Du unterstützt gerne die Bundesregierung mit der Tabaksteuer. Und Du liebst die Zusätze in den Zigaretten, die dafür sorgen, dass Du beim Rauchen bleibst. Das Geld fürs Rauchen könntest Du zwar für was anderes ausgeben, aber nein, Du liebst ja jedes Zigarettchen zwischen Deinen Lippen. Schön dran saugen, wie ein Baby am Schnuller........................ mmmmh.

Kloppt mich bitte nicht, aber ich bin seit dem 6.5.1997 Nichtraucherin, mein Mann hat nach 23 Monaten nichtrauchens wieder angefangen :wallbash: , bei der Beerdigung eines Bekannten, der an Lungenkrebs starb. Das, was ich oben schrieb, werfe ich meinem Mann immer etwas "dosierter um die Ohren".

Ich habe mit dem Rauchen aufgehört, nachdem mich ein hartnäckiger Husten in Panik versetzte. Auch meine Erfahrung: Einfach auf die erste (!) Zigarette verzichten. Ist irgendwie wie bei Alkoholikern: keinen Schluck Alkohol mehr. Ja, ja, Sucht ist Sucht.


Zitat (SissyJo @ 10.08.2011 21:31:27)
Ich habe mit dem Rauchen aufgehört, nachdem mich ein hartnäckiger Husten in Panik versetzte.

genau das war, bei mir das ausschlaggebende!
jeden früh das waschbecken angebrüllt.das ist wie kotzen müssen ohne das was rauskommt

Zitat (Cyda @ 10.08.2011 16:49:53)
,,Wer einmal anfängt zu rauchen und abhängig wird, der wird nie ein richtiger Nichtraucher werden." :o
Nun hat er den Kampf aufgegeben.

Das ist, meiner Meinung nach, Quatsch. Ich war viele Jahre lang eine süchtige Genussraucherin oder eine genüssliche Suchtraucherin. Seit ca. 20 Jahren rauche ich nicht mehr und habe auch kein Bedürfnis nach einer Zigarette. Habe sogar zwischendurch mal auf einer Party geraucht aber das wars dann. Ab und zu gefällt es mir wenn in der Umgebung jemand raucht und ich fächel mir mal den Rauch zu. Jedoch, ich weiß, ich würde niiieeee mehr mit dem Rauchen anfangen.

Meiner Meinung nach bleiben Raucher, so wie Alkoholiker immer Rueckfallgefaerdet. Bei mir war es so.

Ich war 15 Jahre Nichtraucher. Bei einer Party und einem Anfall von Ueberschatzung habe ich mir eine Zigarette angezuendet und Pustebacke geraucht - nur mal so zum Spass. Am naechsten Tag brauchte ich schon meine Zigarette. Hab dann 20 und mehr am Tag und noch 2 Jahrergeraucht.
Dann von heute auf morgen wieder aufgehoert und nun wieder 12 Jahre ohne Zigarette. Es faellt mir nicht mehr schwer, aber ....

Uebrigens hatte ich nach dem Aufhoeren immer nach einem halben Jahr noch einmal einen Jieper nach einer Zigarette - also Vorsicht.

Meidet in den ersten Jahren gesellige Runden und zu viel Alkohol.

Trennt euch von Freunden, die euch immer noch eine anbieten.

Das Leben danach ist besser. Dein Koerper dankt es dir. Deine Geschmacksknospen bluehen auf. Die Lunge atmet auf. Du und deine Nase riechen besser. Es lohnt sich aufzuhoeren mit dem Rauchen.

Ich vermisse keine Zigarette.

Aufhoeren: Ihr muesst es wirklich wollen - nur aus einer Laune heraus klappt es nicht.
Und jeder muss da seinen Weg finden. Ein Rezept dafuer gibt es nicht.

Bei mir hat die harte Tour geholfen. Ich habe alle Utensilien weggeschmissen und dann einfach keine Schachteln mehr gekauft. Das war hart aber bei mir hat es 2x so funktioniert. Das ist nicht Jedermanns Sache, denn man braucht einen sehr starken Willen.

Viel Durchhaltevermoegen und Erfolg


@SissyJo: Das passt aber gut, vor allem mit dem Kaugummi, dem Mund- und Fingergeruch und dem Einkaufen.

Die 10€, die ich etwa pro Woche in Zigaretten investiere, rechne ich mir auch jedes mal in andere brauchbare Dinge um und oft klappt es auch nein zu sagen. Aber sobald ich dann im Einkaufsladen stehe kommt wieder das Verlangen nach einer Schachtel. An der Kasse ist es dann besonders schlimm, wenn die Schlange lang ist. Da werde ich immer leicht rot, mir wird warm und ich denke mir die ganze Zeit "Nimm schon...das mindert den Stress und ist eine Belohnung für den heutigen Tag." Oft klappt das auch noch. -_-

Auf Arbeit ist es immer recht angenehm mit Kollegen/Kumpels zu rauchen. Nur wenn ich dann wieder arbeiten muss und merke, dass die Finger so abartig riechen, dann denke ich mir auch immer, warum hörst du nicht auf?


@gerri: Du bist aber sehr standhaft, wenn du den Geruch noch gut findest aber nie mehr zur Fluppe greifen würdest.

Glückwunsch an alle die es geschafft haben und solange rauchfrei sind hier!


Mein Mann hat sehr viele Jahre,sehr viel geraucht.Mehrmals hat er versucht aufzuhören und war
dabei so unausstehlich,dass ich beinahe froh war,wenn der Versuch wieder scheiterte.
Dann war er wiedermal mit dem LKW unterwegs und nachts bei einer Pause bekam er einen
schlimmen Hustenanfall und richtig Panik.
Von da ab rauchte er nicht mehr.Tagelang lagen die Kippen noch im LKW rum ohne das er
davon auch nur eine angerührt hätte.Eine Zeitlang lutschte er Hustenbonbons,aber auch das
hat er hinter sich und ist jetzt seit 10 Jahren Nichtraucher.
Allerdings fühlte er sich am Anfang gar nicht gut.Und auch seine Ärzte bestätigten ,dass
das durchaus vom Nikotinentzug kommen kann.Es kann natürlich auch seine beginnende
COPD gewesen sein.
Heute ist er froh Nichtraucher zu sein.Verlangen hat er keins mehr danach.Nur manchmal
in Gedanken dieser automatische Griff an die Stelle,wo die Zigaretten sonst lagen.
Aber nur äußerst selten.
Dafür kann er keinen Rauch mehr riechen und ekelt sich selbst, wenn ein Raucher nur an
ihm vorbeiläuft.Unser Haus und Auto sind rauchfrei.Und heutzutage sieht er auch selbst wie
eklig der Gestank und der Nikotinfilm auf allem war.Aber damals hab ich mich bloß "angestellt". -_-


Ich hatte mit 18 oder 19 nach einer durchzechten disconacht, in der ich sicher 2 schachteln platt gemacht habe, eine stimmbandentzündung - die ging schon nicht ganz folgenlos weg. Nagut, eine karriere als opernsängerin habe ich eh nie gewollt, es juckte mich damals herzlich wenig.

Als ich jetzt im april geheiratet habe, war der kippenkonsum über mehrere wochen drastisch erhöht. Drei wochenenden feiern - jga, polterabend, hochzeit und immer ne tschigg am start.
Das - wenig überraschende - ergebnis: stimmbandentzündung. Doc meinte, dass er mir nicht garantieren könne, dass es wieder so fast folgenlos abgeht, wie vor 7, 8 jahren.

Nur wenn ich meine stimme verliere, bin ich arbeitsunfähig. Studium für die katz, hobby zuende, aus die maus. Ich kann mir gut vorstellen, dass mir das auch einen entscheidenden tritt in die richtige richtung gegeben hat.




...und wie eklig die klamotten müffen, die ich seit meinem entschluss nicht mehr anhatte! Unlaublich, dass ich so rumgelaufen bin ohne es zu merken!!


Zitat (Cyda @ 10.08.2011 21:21:27)
@Tamora: Bringt diese Hypnose-Methode wirklich Erfolg oder hattest du nur fest an diese Methode geglaubt und dann nach einem Jahr den Glauben daran verloren?

Ich bin absolut davon überzeugt!
Wirklich geglaubt, das es klappt habe ich erst mal allerdings nicht.
Hatte davon damals in einer Zeitung gelesen und dachte es wäre eine einfache (wenn auch teure) Methode, denn quälen wollte ich mich ja nun nicht :ph34r:
Es war eine Sitzung (mit ca. 50 weiteren Personen), ich war mit einer Freundin da. Um 18 Uhr bin ich in den Saal als Raucher und habe ihn als Nichtraucher verlassen, ebenso meine Freundin.
Man hatte ein halbes Jahr Garantie, hat man wieder angefangen, konnte man kostenlos wiederholen.
Meine Idealvorstellung vom Rauchen war immer zu rauchen, wenn eine Feier o.ä. ist und es am nächsten Tag wieder zu lassen. Nach dem besagten Jahr fühlte ich mich so stark, das ich dachte, einmal ziehen macht ja nix. Erst mal. Peu à peu wurde es dann aber immer mehr, bis ich wieder auf dem früheren Stand war.
Also nochmal Hypnose, wieder erfolgreich. Nach 5 Monaten trennte ich mich von meinem Mann und da war der weg zur Zigarette ganz kurz. Nochmal (war ja noch innerhalb der Garantie) und dann habe ich es ein weiteres Jahr geschafft und dachte dann wieder (blöd wie ich war) das ich es dieses Mal ganz bestimmt im Griff habe.
Klar doch.....
Dann fiel mir dieses Buch in die Finger und dachte es könne ja nichts schaden, hat es auch nicht, denn wieder hat es für ein 3/4 Jahr geklappt und wieder dachte ich....
Eigentlich war ich dann (als ich wieder "drauf" war) davon überzeugt, das ein weiteres Mal lesen nichts bringen würde.
Trotzdem tat ich es, dieses Mal allerdings mit dem festen Bewusstsein, das ich eben NICHT zur Gelegenheitraucherin geboren bin und NIE wieder eine Zigarette anfassen werde, sollte ich es ein weiteres Mal schaffen.
Ich weiß nicht, was da in mir passiert ist. Jedenfalls ist es seitdem, als hätte ich nie geraucht. Es stört mich auch nicht sehr, wenn in meiner Gegenwart geraucht wird, es sei denn, alles ist vollgequalmt. Aber das hat mich auch als Raucher schon gestört.
Deshalb ist mein ganz persönlicher Rat an alle, die aufhören: Laßt die Finger für immer davon, es ist wie bei einem Alkoholiker, einmal und man ist wieder dabei.
Ein Wahnsinnsnebeneffekt: Seit fast 10 Jahren spare ich jeden Monat das Geld, das ich sonst für die Kippen ausgegeben hätte, per Dauerauftrag (150€, ich berücksichtige auch die Teuerungen), man kann sich ja ausrechnen, das dies ein feines Sümmchen ergibt :D

Nicht jeder verträgt das von jetzt auf sofort.
Ich habe vor gut 0 Jahren von jetzt auf sofort aufgehört.
Ein Jahr später blöderweise wieder angefangen.Nun habe ich gesagt Schluß und die gleiche Methode angewandt. Weg mit dem Zeug und fertig.2Tage ging alles gut. Dann die Nacht darauf , ich wurde wach weil ich keine Luft mehr bekam,ich konnte weder ein noch ausatmen. Mein Partner rief dann die FW ,die mich in die Klinik brachten. Dort wurde mir dann später Als ich wieder richtig atmen konnte ,gesagt ich solle mich runter-reduzieren. bis nun klappt das auch ganz gut. Ich rauche nur noch draußen usw.


Der große "Ich werde Nichtraucher"-Thread bei FM - hier gibts Inspiration en masse :)

Cyda, du musst bereit sein für den Schritt zum Nichtraucher. Wenn du dir Gedanken machst, dass es ja eh nicht funktionieren würde weil es ja bei anderen auch nicht funktioinert hat, wenn du beim Aufhören nicht "leiden" willst und deshalb weiterrauchst usw usf, dann hast du vielleicht schon den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber ich glaube, du has tnoch einen weiten Weg vor dir.

Auch ich habe meine Erfahrungen damit, mehrmals aufgehört zu haben. Leider gab angeblich wieder einen Grund nochmal anzufangen. Wie immer Stress; Kummer, gute Freunde (ach, eine schadet doch nicht) :heul: . Ich beschäftige mich auch schon wieder etwas länger damit, es wieder einmal zu versuchen. Nur umgesetzt habe ich es noch nicht. Bei mir sind es immerhin schon ca. 40 Jahre, mit kürzeren oder längeren Unterbrechungen. Der Verstand sagt sagt: tu es endlich, aber..... Wenn ich aber hier lese wie gut es doch andere geschafft haben, steigt mein Ergeiz. Warum schaffen es andere und ich nicht? :labern: Das werde ich mir mir heute ernsthaft durch den Kopf gehen lassen. Ich danke Euch für das Thema. :pfeifen:


Zitat (hakinom @ 11.08.2011 10:21:12)
Warum schaffen es andere und ich nicht?

Auch Du kannst und wirst es schaffen.
Ich war ein leidenschaftlicher Raucher, konnte mir nicht vorstellen, jemals ohne Zigaretten zu sein. Die Partys, Feste, telefonieren, ein guter Film, Nachmittagskäffchen mit Freunden, das alles ohne Zigaretten????? NEVER.
Ich habe auch keinen starken Willen (will z.B. schon lange 5 Kilo abnehmen, krieg es nicht gebacken) und habe die Methoden eher nach dem Motto "mal schauen, obs was bringt" absolviert.
Ich glaube, wirklich dauerhaft die Schalter umgelegt hat bei mir das Buch, dort waren Argumente, die ich vorher so nie bedacht hatte. Anscheinend hab ich genau die gebraucht.
Im Nachhinein gesehen wars wirklich ein Kinderspiel, ich denke jeder Versuch ist es wert, versucht zu werden.
Denn: Was hat man zu verlieren, das Schlimmste was passieren kann, ist, das man es nicht schafft und dann ist man halt nur genauso weit, wie man vorher war.

Danke Tamora für Dein Mut machen. Das buch kenne ich noch nicht. Werde es mir wohl auch mal besorgen müssen. Außerdem werde ich mich heute abend mal ranmachen und den Link von Cambria öffnen und mich damit beschäftigen. Vielleicht gibt es mir den richtige Kick. :applaus:


Zitat (hakinom @ 11.08.2011 11:41:29)
Das buch kenne ich noch nicht.

Das bekommst Du hier für unter einem Euro
Auch die Bewertungen sprechen ja für sich.
Der Autor hat auch ein Buch "Endlich schlank" geschrieben.
DAS hat mir leider bei meinen 5 Kilos gar nicht geholfen :heul: .

Bearbeitet von Tamora am 11.08.2011 11:55:32

Zitat (hakinom @ 11.08.2011 10:21:12)
  Das werde ich mir mir heute ernsthaft durch den Kopf gehen lassen.

das ist der punkt : es darf nicht 'duchgehen' , es muss genau da klick machen.

ich hab gern geraucht, dachte nichtmal im traum ans aufhoeren. eines sonntags, kurz vor 'essen fertig machen' wollte ich eben noch eine rauchen. ich hatte das teil schon im mund, das feuerzeug war auf dem weg...da fiel mein blick auf die kuechenfliesen : schon wieder gelbstich. wandert zu den oberschraenken : schon wieder gelber belag, die fenster schon wieder truebe, die gardinen schon wieder nicht mehr weiss/rot, die kueche...obwohl kochgeruch drinne war...duftete nicht wirklich lecker sondern eigentlich baeh, meine haare...obwohl erst geduscht... schon wieder stinkig....der klick kam in form schon : schei**e, das hab ich doch nicht noetig!

ich nahm die ziggi aus dem mund, steckte sie ins paeckchen zurueck, legte das paeckchen samt feuerzeug in eine kuechenschublade. und schmiss sie sechs monate spaeter samt aller anderen vollen oder halbvollen paeckchen in den muell.

ganz ehrlich? manchmal wundere ich mich selber ueber meine sturheit. ich hab seither nie wieder einen gedanken an eine rauchen verschwendet. ich will es einfach nicht mehr.

nicht denken, tun...du musst nur den rechten zeitpunkt erkennen.

gruss und viel glueck :blumen:
shewolf

Zitat (minchenmaus @ 10.08.2011 22:00:50)
Trennt euch von Freunden, die euch immer noch eine anbieten.

Ich habe noch nie geraucht, aber ich fand und findes es immer noch schrecklich, wenn angebliche Freunde mich ständig bedrängen "ich solle doch auch mal", komm trau Dich, nur mal probieren, warum willste denn nicht.... :angry: das macht mich echt grillig und verstehen tu ich es erst recht nicht....

ich habe damals mit meinem Dad einen Deal gemacht, er hört auf und ich fang nie an, wir haben uns bis heute beide daran gehalten und das nun schon seit 24 Jahren.

Im September 2007 habe ich nach fast 25 Jahren von einem Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen. Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf Glimmstengel, verräucherte Kleidung, dass ich selbst danach rieche usw. Später habe ich hin und wieder für Sekundenbruchteile an's Rauchen gedacht, wenn ich Rauch gerochen habe. Dabei blieb und bleibt es. Ich meide Qualm und wenn Freunde rauchen müssen, dann sollen sie es tun, aber ohne mich. Animiert werde und wurde ich bisher durch niemanden.

Zugenommen hatte ich fast 10 kg und die Waage ist kurz vor 60 kg stehen geblieben :D Mittlerweile habe ich über die letzten vier Jahre wieder 5 kg wieder abgenommen ohne direkte Diät. So wie es jetzt ist, ist es ok. Wenn noch ein oder zwei kg purzeln, soll es mir recht sein, ist aber nicht wirklich erforderlich.

Achja, wie ich das schnelle Aufhören geschafft habe: Mit Willenskraft. Habe das Glück, dass die bei bei mir sehr gut ausgeprägt ist und ich mich nicht wirklich mit inneren Schweinehunden beschäftigen muss.

Allen, die aufhören möchten, kann ich nur Mut zusprechen, es einfach sein zu lassen. Man muss sich nichts vorstellen können/müssen, wie etwas sein könnte. Der Gedanke "Ich zieh das jetzt durch" bringt viel mehr. Einfach? Nein, aber durchaus machbar. Und Sch... auf ein paar Kilo mehr auf der Waage, falls es darum geht. Das kann sich alles wieder einpendeln!

:)


Ich kann auch nur vom "Klick im Kopf" berichten... irgendwann hab ich beschlossen, aufzuhören, hab Freitags abends die letzte mit Genuß geraucht und dann nie wieder. Klar, auch heute noch, nach mehr als 8 Jahren, gibts noch so den ein oder anderen Moment, da könnte man.... aber nein, es ist soviel schöner, billiger, besser riechend, und und und, also läßt man es eben.
Trau Dich ran, schlimmer als vorher kanns ja nicht werden!!
Wie sagt ne Freundin von mir: Aufhören ist total einfach, hab ich schon hunderte Male geschafft.....


Nochmals danke für eure zahlreichen Antworten, Berichten und Tipps. :) Ich bin echt erstaunt wie viele von euch oder euren Ehepartnern es geschafft haben aufzuhören. Vor allem dieser "Klick" Moment wird oft erwähnt.


Noch ein Beitrag, auch wenns schon etwas zurück liegt hier :)

Bei meinem Vater gab es auch damals einen Klick. Er hat ca. 30 Jahre lang geraucht und nun seit ca. 5 Jahren keine einzige Zigarette angefasst.
Er hatte auch so einen"Klick." Als er seinen ersten Herzinfarkt überlebt hat und der Arzt zu ihm meinte, dass ihm das Rauchen noch etliche andere bescheren könnte. Das war soweit Motivation genug. ;)

@ Cyda: Man muss ja, meiner Meinung nach, nicht unbedingt drauf warten, dass man einen doppelten beipass kriegt.. Denk vielleicht an deine Gesundheit, und wie schön es doch ist zu Leben.. Vielleicht hilft das..? :)


Ach und fast vergessen :D Seit dem kaut er einfach regelmäßig Airwaves Kaugummis :D Die Blauen um genau zu sein :)



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