Markklösschen für Rindfleischsuppe: Wie macht Ihr die?


Hallo Allerseits,

will heute mal wiedereinen großen Topf Rindfleischsuppe kochen, und dazu gehören normalerweise ja - Mark-Klösschen.

Nach Mutters Rezept nehme ich also das Knochenmark und vermische es mit Ei, Muskat, Pfeffer und Paniermehl, sodaß ich eine formbare Masse bekomme, forme daraus kleine Klösschen und gebe sie in einen Topf mit leise köchelndem Wasser. Die Klösschen sinken erst ab und kommen dann wieder hoch, wenn sie gegart sind.


Problem dabei: Damit die Klösschen auch Klösschen bleiben und nicht zu einer undefinierbaren Pampe werden, muß der Paniermehl-Anteil hinreichend groß sein.

Dann aber tritt der typische Knochenmark-Geschmack weit in den Hintergrund, was ich sehr schade finde.

Ferner finde ich diese Prozedur des Klösschen-Formens und in das Wasser geben recht aufwändig.


Habt Ihr bessere Rezepte hierzu?

Viele Grüße,

H.H.


Ich habe kein Rezept für dich @Hornblower. Ich kenne die Dinger nur fertig zum Kochen in Folie eingeschweißt aus dem Lebensmittelladen.


Versuche es statt mit Paniermehl mal mit Grünkernschrot (etwas Zeit zum quellen geben) oder gemahlenen Haselnüssen. Das müsste geschmacklich besser passen und trotzdem "Halt" geben.

Schabst Du das Mark "roh" oder zumindest blanchiert aus?


Hallo, du Seeheld! :D

Ein besseres Rezept habe ich nicht nicht, ich bereite die Markklößchen so zu, wie du sie machst.

Bei meiner Zubereitungsweise beträgt das Paniermehlanteil ca. 120 bis 130 g auf ca. 100 g Rindermark. Das Paniermehl ist geschmacklich nicht im Vordergrund, der Markgeschmack kommt recht gut raus. Vielleicht ist dir damit ein wenig geholfen, was das Verhältnis Paniermehl/Rindermark betrifft.

Die Kloßmasse habe ich mal zu einer Rolle geformt, auf einer sehr wenig bemehlten Platte geparkt, in kleine Stücke geschnitten und daraus Klößchen geformt. Klappt eigentlich ganz gut.

Du kannst natürlich auch monströsere Markklößchen produzieren, in dem du einen Eisportionierer zum formen verwendest :lol:

Grüßle :blumen:


Ich mach sie, wie ich es von zu Hause kenne, mit sehr fein geriebenem Zwieback, Menge "nach Gefühl", und bei mir gibts noch bißchen sehr fein geschnittene krause Petersilie rein. Und ich blanchiere das Mark nicht, sondern zerquetsche das sehr fein mit einer Gabel. Aber auch bei mir muß immer mal eines vorneweg als Probe rein, sie sind mir auch schon zerfallen...


@Hornblower:
Ich mache sie wie du, bis auf zwei Kleinigkeiten.

Ich lasse das Mark bei kleiner Hitze ausbraten, bevor es mit den anderen Zutaten vermengt wird. Nur die Fettschmelze wohlgemerkt, nicht die festen Anteile. Außerdem gebe ich noch feingehackte Petersilie in den Teig.

Die Klößchen gare ich dann gleich in der Rinderbrühe, nicht in einem extra Wassertopf. Sonst bleibt der ganze Geschmack doch im Wasser?


Wo kommt denn auf einmal das kochende Wasser her, das war vorhin noch nicht da?! :blink: Hab wohl bissl schräg gelesen... :pfeifen: :lol:

Die Klößchen lasse ich ebenfalls in der Brühe ziehen, das bringt noch mehr guten Geschmack.


Zitat (Jeannie @ 27.08.2011 15:30:07)
@Hornblower:
Ich mache sie wie du, bis auf zwei Kleinigkeiten.

Ich lasse das Mark bei kleiner Hitze ausbraten, bevor es mit den anderen Zutaten vermengt wird. Nur die Fettschmelze wohlgemerkt, nicht die festen Anteile. Außerdem gebe ich noch feingehackte Petersilie in den Teig.

Die Klößchen gare ich dann gleich in der Rinderbrühe, nicht in einem extra Wassertopf. Sonst bleibt der ganze Geschmack doch im Wasser?

Genau so mach ich die Dinger auch, vor allem die Petersilie find ich klasse darin.

Aaaaalsooo:

Mein Topf hat ein Fassungsvermögen von gut 10 Litern. Da kommen meine 5 Beinscheiben, flache Rippe und ca. 8 Marknochen rein. Das Ganze köchelt erstmal 1 Stunde.

Dann hole ich die Markknochen heraus und schaffe so Platz für das Suppengrün. :D

Die Markknochen sind also schon gut gegart.

Ich gare die Klösschen nicht in der Brühe, weil sie dadurch doch recht unklar wird. Eine gute Verwendung für den Markklösschen-Sud ist mir allerdings noch nicht eingefallen.


Petersilie verwende ich auch. Habe ich oben zu erwähnen vergessen.

Danke aber schonmal für Eure Tipps und Kommentare! :blumen:

Viele Grüße,

H.H.


Wir schmeißen die Knochen in einem Suppenteller. Der kommt auf die Kleine Herdplatte. Diese stelle ich auf Mittelhitze ein. Das Mark fängt an zu schmelzen.
Wenn geschmolzen, hebe ich die Knöksges raus, gebe einen kleinen Stich Butter hinzu und fülle mit Grieß auf.
Hinzu kommt noch etwas Salz, frische Petersilie und etwas Muskat. Das ganze quillt nun ein wenig.

WEnn meine Augen und Bauch sagen, alles ist gut, forme ich kleine Knubbelchen. Diese lasse ich dann so 10 min vor dem Servieren in der Rindfleischsuppe ziehen.

Lecker.


Zitat (Hornblower @ 27.08.2011 09:41:06)


Dann aber tritt der typische Knochenmark-Geschmack weit in den Hintergrund, was ich sehr schade finde.


Das ist kein Wunder wenn du es vorher auskochst,das Mark aus den Knochen drücken und auslassen dann durch ein feines Sieb gießen (wegen der Knochensplitter) ;) dann weiderverarbeiten wie gewohnt.

Hier und Da gab es schon Markklösschen :rolleyes:

Zitat (wurst @ 27.08.2011 16:54:27)
Das ist kein Wunder wenn du es vorher auskochst, ...


Ja, Captain, das wird der Grund sein.
Bei mir kommen nur die Knochen in die Brühe. Das Mark nehme ich vorher raus und verarbeite es wie oben (und von Wurst) beschrieben.

Hallo Allerseits,

habe gestern noch etwas experimentiert (leider nicht erfolgreich):

Eistich soll man ja auch machen können, indem man Ei, Sahne und Gewürze gut vermischt und dies kurz in die Mikrowelle gibt. Das funktioniert tatsächlich.

Di Markklösschen-Masse besteht ja auch nur aus Ei und ein paar anderen Zutaten, also habe ich versucht, "Markklösschen-Eistich" in der Mikrowelle in einem Glas herzustellen.

Verwendet man in der Mischung Paniermehl, dann bekomt man soetwas wie "arme Ritter". Naja, wer es mag - aber in meine Suppe kommt das auf gar keinen Fall.

Ohne Paniermehl bekommt man prima Eistich (allerdings sollte man wohl eher eine Auflaufform verwenden, kein Glas) - nur schmeckt der nicht nach Mark.

In anbetracht der fortgeschrittenen Zeit hat die Suppe nun keine Markklösschen, sondern ich habe das Mark direkt zur Suppe gegeben. :rolleyes:

Wurst,

natürlich koche ich die Markknochen in der Suppe - das gibt ja eben die klasse Rindfleischsuppe! :sabber: Und in purer Form schmeckt das Mark auch hinreichend intensiv. ;)

Viele Grüße,

H.H.


Zitat (Hornblower @ 28.08.2011 11:24:58)


Wurst,

natürlich koche ich die Markknochen in der Suppe - das gibt ja eben die klasse Rindfleischsuppe! :sabber: Und in purer Form schmeckt das Mark auch hinreichend intensiv. ;)

Viele Grüße,

H.H.

Für Rindfleischsuppe braucht es keine Markknochen,da reicht Fleisch und Sandknochen (das sind die Knochen in denen kein Mark ist) und die Rippenknochen sowie das Rückrat aber ohne das Rückenmark .
Auser du machst einen Braten da geben Markknochen eine gute Soße ;)

Wenn du Markgeschmack willst mach mal Markfrittaten,ist etwas Arbeit aber lecker :rolleyes:


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