Billigmöbel lackieren: Hilfe für Ahnungslose?


Hallo!
Ich habe mir vor einigen Tagen 2 Dosen weißen Buntlack gekauft (nicht Acryl, mehr weiß ich auch net).

Nun möchte ich mit diesem möglichst gleichmäßig meine Billig-SB-Möbel lackieren. Die Möbel würde ich beschreiben als Spanplatten mit Überzug in Holzoptik (Buche Nachbildung heisst das ganze). Mein Problem ist, ich habe keine Ahnung, wie das gehen soll. Sandpapier zum aufrauhen liegt bereit, allerdings habe ich das lackieren (anpinseln) an einem alten rostigen gartentisch ausprobiert und dabei festgestellt:

gleichmäßig streichen geht nicht!!! Irgendwie ist der Lack zu dickflüssig. Oder hab ich zu viel/ zu wenig Farbe benutzt???
Da ich von Sprühfarbe (aus der fertigen Sprühdose) nicht viel halte (wenig Inhalt, verschwenderisch) bitte ich um Lack-Sreich Tipps!

Kann man Lackfarbe verdünnen? Hab gehört, dass das bei Acrylfarbe geht, aber bei "der anderen" (auf Kunstharzbasis oder sowas in der Art).
Bin dankbar für jeden Tipp, damit ich mit meinen Kleiderschrank nicht verhunze ^_^ !!!

Danke und Gruß!

Bearbeitet von Keira_Caputo am 23.07.2007 14:04:11


Nimm zum Streichen keinen Pinsel (wenn's geht) sondern eine Rolle (Lackmäuschen). Acrylfarbe kannst Du verdünnen - mit Wasser. Kunstharzfarbe nur mit Verdünnung. Das Problem bei weißer Acrylfarbe ist, dass diese im Laufe der Zeit "vergilbt", das heißt, sie bekommt einen Gelbstich.
Mit der Rolle kannst Du die Farbe wesentlich gleichmäßiger und auch dünner auf die Fläche auftragen. Und den Pinsel kannst Du nehmen für Ecken, wo Du mit der Rolle nicht hinkommst.


Den Lack kannst Du sicher mit Universalverdünnung (darum heißt die so) verdünnen - am besten kaufst Du sie dort, wo du schon den Lack gekauft hast, und fragst bei der Gelegenheit gleich noch einmal nach.

Aber Achtung:

Probier das ganze bitte vorher an einer unauffälligen Stelle des Möbels aus! Denn die beschichteten Spanplatten-Möbel werde (wahrscheinlich) von dem Lack angegriffen und es kann sein, dass das im Lack enthaltene Lösungsmittel die Beschichtung bzw. deren Kleber auf der Spanplatte ablöst und sich Blasen bilden.
Acryllack ist dann aber wahrscheinlich auch keine Alternative, denn der ist auf Wasserbasis und kann evtl. die Spanplatte zum Aufquellen bringen. Hängt alles von der Qualität der Möbel ab. Deshalb: unbedingt ausprobieren, bevor du alles auf den Sperrmüll stellen kannst.

PS: Das Schleifebn vor dem Lackieren lass mal sein, das ist bei Holz wichtige, aber deine Möbel haben mit richtigem Holz (trotz Buche-Optik) kaum noch etwas gemeinsam.

Berichte mal von den Ergebnissen (Foto?), würde uns hier interessieren!

Pumuggel


Haha, Fotos veröffentlichen... naja. Mal das Ergebnis abwarten.
Also erstmal werd ich mir diese Universalverdünnung organisieren. Hem, muss ich die Oberfläche nicht in jedem Fall anrauhen (also mit Sandpapier o.ä. bearbeiten) damit der Lack ordentlich anhaften kann???????
Ich will ja nicht, dass mir der Lack beim Schranktür öffnen entgegen purzelt! ^_^

Zum Streichen eine "normale" Farbrolle (diese fusseligen) oder diese kleinen (aus schaumstoff oder so)???

Ach ja, noch was: ich hab bei Thomas Philipps so ne Sprühpistole gesehen (oder wie das heisst). Da sie nur 10€ kostet, dachte ich das könnte vlt. ne günstige Hilfe sein. Soll ja auch Farbe sparen und ne saubere Angelegenheit sein.
Is son Gerät was (v.a. für Arbeiten mit Lackfarbe)?

Bearbeitet von Keira_Caputo am 24.07.2007 16:40:29


Lass mal lieber die Finger von der Sprühpistole: die Chance, dass man als Laie mit so einem Billiggerät einen gleichmäßigen Lackauftrag hinbekommt, ohne dass es zu tropfen anfängt (und dann bräuchtest du wieder Pinsel oder Bürste) ist sehr gering.

Nicht die kleinen fusseligen Rollen sondern die aus weichem Schaumstoff nehmen. Du kannst natürlich vorsichtig mit ganz feinem Sandpapier (>120er Körnung) vorher leicht drüber gehen.

Wenn Du wirklich sicher gehen willst: Nimm dir erst mal eine kleinere Schranktür (Innenseite) oder einen Einlegeboden vor und probiere das ganze dort aus. Lass es dann über Nacht trocknen und schau Dir das Ergebnis am anderen Tag an. An den Einlegeböden kannst du am besten den Lack und die Auftrags-Technik ausprobieren ohne Schaden anrichten zu können, wenn es doch nicht funktioniert.