Auto Verkaufen für Dumpfbacken: Was muss ich beim Autoverkauf beachten?


Hallo,

ich möchte meine alte Mühle (Ford Fiesta) übers Internet verkaufen, den ich seinerzeit von meiner Mutter übernommen habe. Da ich das noch nie gemacht habe, wüsste ich gerne, was man da alles machen muss (bitte detailliert) und in welcher Reihenfolge (Versicherung abmelden, Fahrzeugbrief, Nummernschilder, konspirative Geldübergabe, ...) Ich will mir vorest kein neues zulegen.

Wer erklärt mir das?

Fritzi


Moin, Al Bundy´s Tochter rofl
Persönlich würde ich in der lokalen Presse inserieren und das KFZ NUR abgemeldet gegen Bargeld auf die Hand abgeben. - egal an wen - und gleich einen "realistischen Preis" ansetzen, von dem ich nur geringfügig abweichen würde. :blumen:


Ausdrücklich darauf hinweisen, daß Du als PRIVATverkäufer auftrittst, und keinerlei Haftung für irgendwelche Schäden oder Mängel übernimmst. Muß schriftlich aufgenommen werden.

Wenn Du ganz sicher gehen willst, meldest Du SELBST das Fahrzeug ab, kostet Dich allerdings Gebühren.
Üblicherweise übernimmt das Ummelden der Käufer, da er eh zur Zulassungsstelle muß. Mach auf jeden Fall eine lesbare Kopie des Personalausweises des Käufers.

Du sparst Gebühren, trägst allerdings dann auch das Risiko, daß der Käufer auf Deinen Namen Straftaten mit dem Fahrzeug begeht (ist mir tatsächlich mal passiert...)

Danach meldest Du Dich bei Deiner Versicherung und teilst die Veräußerung des Fahrzeugs mit. Beim Finanzamt braucht man sich in der Regel nicht zu melden, da das die Zulassungsstelle übernimmt. Meistens bekommt man relativ zügig einen Verrechnungs-cheque vom FA. Die Versicherung fragt in der Regel erstmal nach, ob man denn in Zukunft ein anderes Fahrzeug versichern möchte, ob sie die Restsumme verrechnen oder Überweisen sollen.

Auf jeden Fall alle Papiere, Abmeldebestätigung, Perso-Kopie usw. gut aufbewahren, auch über Jahre. Ich mußte damals mit Anwalt und Einwohnermeldeamt Monatelang einen Halter ausfindig machen, der einen Kadett-C von mir im Wald versenkt hat- ohne vorher das Öl abzulassen. Die Staatsanwaltschaft wollte mir auch nicht so recht glauben- und alles nur weil ich KEINEN SCHRIFTLICHEN Vertrag gemacht hatte...


Wichtig ist auch die genaue Uhrzeit im Vertrag festzuhalten und den Kilometerstand. Ein Bekannter von mir hat ein Auto verkauft und der neue Besitzer hat ein paar Minuten später (noch im gleichen Stadtteil) einen Unfall mit Fahrerflucht gemacht. Die Uhrzeit im Kaufvertrag hat ihm bei der Staatsgewalt sehr geholfen!
Auch wenn der nächste Besitzer den Tacho zurückdreht und das rauskommt ist es sinnvoll beweisen zu können, dass man selber den Tacho nicht manipuliert hat. Das ist mir nämlich vorgeworfen worden, konnte aber durch den Vertrag widerlegt werden.

Es gibt Vordrucke für Verträge im Internet. Diese kann man verwenden und Punkt für Punkt ausfüllen, dann ist man schon Gut abgesichert!

Beispiele zum Runterladen:

Hier oder hier!

Wenn einem der Käufer zwielichtig oder unseriös vorkommt, ist es evtl. auch Ratsam auf den nächsten zu warten.



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