Nackenblech notwendig?


Huhu, hab´mal wieder eine Frage... :)

Meine Regenrinne muss neu gemacht werden und der Handwerker sagte mir, dass er dann auch ein Nackenblech anbringt, weil es sonst Pfusch wäre und das macht er nicht.

Das wären dann allerdings 400 Euro extra... :blink: Jedenfalls habe ich bisher auch nur eine einfache Regenrinne und das Haus hat´s anscheinend auch gut ohne Nackenblech ausgehalten.
Er meinte, wenn die Rinne überschwemmt oder sowas, dann könnte das Holz (vom Dachboden) feucht werden.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie die Rinne überschwemmen sollte - das fließt doch sofort ab?

Soll ich oder soll ich nicht, ich weiß es nicht. :heul:
Gruß, denny


Hallo denny :)

Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass Dir das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

Ich würde die € 400 dafür nicht hinblättern, wenn es vorher auch alles in Ordnung war und Du keine Feuchtigkeit auf dem Dachboden festgestellt hast.

Das ist meine Meinung.


Hallo Denny,

da hast Du ja mal einen Handwerker der zumindestens so tut als wäre er sicherheitsbewusst. Wenn Du allerdings Bäume in der Nähe hast die viele Blätter tragen kann sich so einen Regenrinne schon mal verstopfen und dann überlaufen.

Wenn ihr also nicht regelmäßig die Rinne säubert wäre dieses Nackenblech in meinen Augen eine gute Lösung. Kostet zwar ein paar Tacken, aber ein neuer Dachstuhl, weil der wegen nachlässiger Wartung weg modert :wallbash: , wäre um so einiges teurer.

Also durchaus eine Überlegung wert.

Solltet ihr aber keinen großen Baumbestand in der Nähe haben und Ihr Eure Rinne regelmäßig freiräumt braucht Ihr auch sicherlich kein Nackenblech und das wäre dann zuviel des Guten.

Liebe Grüße
. die Hexe


Bearbeitet von Hexe am 15.05.2009 11:08:13

Danke für die Antworten!
Nee, Bäume habe ich keine - und das Nackenblech scheint ja auch nicht unbedingt "Standard" zu sein, weil es ja extra geliefert und angebracht werden muss -hm, keine Ahnung...


So ganz verstehe ich den Handwerker mit seinen Aussagen nicht, letztendlich bist nämlich du der Kunde und du entscheidest, wie du es gerne hättest.
Wenn es jahrelang ohne Blech gut funktioniert hat, das Wasser gut abläuft, die Rinne im Lauf der Zeit nicht übermässig verschmutzt und eine Regenrinne vielleicht nach den neuesten Normen damit nicht ausgestattet werden muss, dann besteh auf den Auftrag, so wie du ihn möchtest.
Ansonsten macht es sicherlich auch jemand anders gerne. ;)


Ich war mir halt nicht sicher, ob ich das so richtig verstanden hatte und es nicht vielleicht doch einen tieferen "Sinn" gibt, das man das unbedingt haben sollte?

Eigentlich wollte ich schon gerne diesen Handwerker nehmen, weil er schon früher hier gute Arbeit geleistet hatte und er auch preislich mit sich reden läßt...
Hatte es so verstanden, dass er eine Art Ehrencodex hat und eben keine Pfusch machen möchte.


Mir ist gerade eingefallen - vielleicht meinte der Handwerker ja auch, dass z. B. bei Schnee die Rinne "überläuft".
Dann würde es ja vielleicht doch Sinn machen?
An alle Hausbesitzer: Habt ihr denn so ein Nackenblech???


Sorry der Nachfrage: was genau ist ein "Nackenblech"?
Wenn es eine Schutzvorrichtung für die Regenrinnen sei (Gitternetz), so würde ich nicht am falschen Ende sparen. Laub kommt spätestens zum Herbst zurück, ansonsten ja auch Taubenkot etc.

Hoffe, ich hab nix falsch verstanden, Grüsslein, Helge :blumen: :blumen: :blumen:


Habe noch ein bisschen gegoogelt.: Also das Nackenblech ist wahrscheinlich das Traufblech/ Scharblech/ Rinneneinlaufblech/ Tropfblech.
Diese Bezeichnungen habe ich gefunden und es ist
"ein als Übergangsstück zwischen Dachdeckung und Dachrinne angeordneter Blechstreifen, der auf der Traufbohle befestigt in die Dachrinne hineinragt. Es kann die Aufgabe des Rinneneinlaufbleches oder des Tropfbleches erfüllen. Bei Metalldeckungen kann es auch die Funktion eines durchgehenden Haftstreifens (Vorstoßblech) erfüllen."

"Ein Rinneneinlaufblech ist ein Traufblech, das das anfallende Niederschlagswasser an der Dachtraufe in die Dachrinne leitet. Das abgekantete Blechprofil reicht bis in die Dachrinne hinein und sorgt damit dafür, dass das Regenwasser problemlos abgeleitet wird. Der obere Schenkel des Rinneneinlaufblechs wird so hoch unter die Dacheindeckung geführt, dass dort auch bei windigem Regenwetter kein Niederschlagswasser unter die Dichtungsebene gedrückt werden kann."

"Ein Tropfblech ist ein Traufblech, das an der Dachtraufe ohne Dachrinne das anfallende Niederschlagswasser ableitet, ohne dass die Unterkonstruktion gefährdet wird. Das Tropfblech wird ebenfalls verwendet, um an der Traufe von Unterdächern das Schmelzwasser abzuleiten."

(Dort sind sogar schöne Abbildungen... :) )
(http://www.baumarkt.de/lexikon)

So ein Teil habe ich allerdings auch (- soweit ich´s erkennen kann). Ist anscheinend also doch Standard....(oder sieht jemand das anders?)

Bearbeitet von denny am 16.05.2009 15:33:19


Ich muss ehrlich gestehen, für mich ist ein Nackenblech immer noch der kleine "Extra-Rundbogen", der dafür sorgt, das herabfallendes Laub oder Dreck die Regenrinne nicht verstopft.
Ich lasse mich da allerdings gerne belehren.
Nur, wenn du bisher damit keine Probleme hattest, brauchst du das ja nicht.
Bei der Summe von 400 Euro musste ich übrigens gewaltig schlucken.


Zitat (Zornigeli @ 16.05.2009 - 18:43:29)
Ich muss ehrlich gestehen, für mich ist ein Nackenblech immer noch der kleine "Extra-Rundbogen", der dafür sorgt, das herabfallendes Laub oder Dreck die Regenrinne nicht verstopft.
Ich lasse mich da allerdings gerne belehren.
Nur, wenn du bisher damit keine Probleme hattest, brauchst du das ja nicht.
Bei der Summe von 400 Euro musste ich übrigens gewaltig schlucken.

Habe mir heute ein zweites Angebot geben lassen und der Handwerker macht´s auch für etwas weniger...
Aber auch auf seinem Angebot steht "Nackenblech" - scheint also auch wirklich so zu sein, wie oben geschrieben...


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