Putz Innenwände reparieren: Putz reparieren Dämmschicht Wasser


Hallo Forum,

das Objekt ist 27 Jahre alt. Innen für die Wände sind Kalksandsteine verarbeitet worden.
Auf die erste Lage der Steine kam eine Bitumenpappe - als eine Art 'Sperre' ; durch Überschwemmung im Keller ist der Putz auf Höhe der ersten Steinlage brüchig geworden und platzt bis zur Sperre ab.
Wenn möglich, würde ich das gerne selbst reparieren, als LAIE !
Hat jemand Tips für Material, Werkzeug und Technik ?
Es würde mich natürlich freuen, wenn ich den 'Schlitz' der Sperre unsichtbar und dauerhaft hin bekommen würde.

Ein grosses ' Danke sehr ' vorab, digger-joe


Hallo digger-joe!
Sei willkommen bei den Vatis.
Da ich heute erst sehr spät ins Forum gekommen bin und mein Bettzipfel zieht, hoffe ich bist Du nicht böse wenn ich Dir morgen eine Antwort gebe.


Hallo Farbenpeter,

lese gerade Deine Antwort; hoffe, wohl geruht zu haben ;) und freu' mich auf die Antwort.
Schön' Tach auch, digger-joe


So digger-joe, jetzt zu Deinem Problem!
Du hast Kalksandsteinwände und hast eine Horizonttalsperre die gegen aufsteigende Feuchtigkeit schützen soll. Unterhalb dieser Horizonttalsperre ist es feucht gewesen? Wenn Du den schlechten Putz erneuern willst, solltest Du alle losen Putzteile abschlagen und entfernen. Wenn das Mauerwerk ausgetrocknet ist, kannst Du mit dem gleichen Material wie vorher verputzen. Wenn Du die Gelegenheit hast stelle einen Kondenstrockner auf dann geht das mit dem Trocknen bedeutend schneller. Wenn ein Kalkzementputz drauf war, dann machste den auch wieder drauf. Es gibt den als Sackware und nennt sich MEP oder Kalkzementputz. Wenn es ein Gipsputz war, dann musste den auch wieder nehmen. Das Material wie auf dem Sack steht anrühren, mit Kelle und Traufel aufziehen, und dann abscheiben oder filzen.
Wenn es aber aufsteigende Feuchtigkeit ist, dann ist es etwas komplizierter.
Viel Glück :blumen:

Bearbeitet von farbenpeter am 20.05.2011 21:49:38


Hallo Farbenpeter,

vielen Dank für Deine Antwort, mein Optimismus steigt - trotz meiner zwei linken Hände ;-))
Spass bei Seite : schon die Materialauswahl war nicht einfach, aber Kalk/Zement ist wohl das Richtige.
Ich werde sicherlich auch noch einen Haftgrund mit benutzen.
Zwei Problemzonen bleiben gefühlt :
1. 'sauberes Verarbeiten ' ( Laie )
2. die 'Naht' zwieschen Neuputz, Sperre und Altputz.
Aber sonst wär's ja langweilig . . . .

Danke nochmals und schönes Wochenende, ich werde Dir 'progress' melden !
digger-joe

ps: der Wasserschaden liegt Jahre zurück, der Schieber im Keller bei Platzregen war nicht geschlossen.


Mit dem Haftgrund wäre ich etwas vorsichtig: es ist ja unter der Horizontalsperre, da "darf" es etwas feucht sein. Mit dem Wasserdruck von außen wirst Du kaum fertig; wenn Du die Feuchtigkeit mit einem sperrenden Material blockierst, drückt sie um so mehr an den schwächsten Stellen. Kalkputz, evtl. Kalkzement ist sicher OK, dann kann sich die Feuchtigkeit da drin etwas verteilen und auf der größeren Fläche verdunsten - also nicht zu dünn auftragen; ich habe es bei mir vom Boden aus praktisch "angehäufelt" und in leichter Kurve an die Wand gedrückt.


Zitat (digger-joe @ 21.05.2011 - 07:07:05)
Hallo Farbenpeter,

vielen Dank für Deine Antwort, mein Optimismus steigt - trotz meiner zwei linken Hände ;-))
Spass bei Seite : schon die Materialauswahl war nicht einfach, aber Kalk/Zement ist wohl das Richtige.
Ich werde sicherlich auch noch einen Haftgrund mit benutzen.
Zwei Problemzonen bleiben gefühlt :
1. 'sauberes Verarbeiten ' ( Laie )
2. die 'Naht' zwieschen Neuputz, Sperre und Altputz.
Aber sonst wär's ja langweilig . . . .

Danke nochmals und schönes Wochenende, ich werde Dir 'progress' melden !
digger-joe

ps: der Wasserschaden liegt Jahre zurück, der Schieber im Keller bei Platzregen war nicht geschlossen.

Also hast Du keine aufsteigende Feuchtigkeit auch kein drückendes Wasser von außen nach innen. Solltest Du es Dir mit dem Putz auftragen nicht zutrauen dann frage einen Stuckateur der macht es im Stundenlohn, kostet ein wenig mehr. Dafür haste einen ordentlichen Putz, Gewährleistung und keine Putzreste rumzustehen. Es spricht also alles für einen Fachmann. So sehe ich das als Fachmann. :blumen:

Hallo Farbenpeter,

danke nochmals für Deine Unterstützung; ich habe jetzt Material und Werkzeuge zusammen, um
an kleinen flächen zu ' üben ' . Du hast natürlich Recht, dass ein Fachmann genau weiss, was zu tun
ist, aber ich bewahre mir aktuell ein bisschen ' Sportsgeist ' ; hält's, freu' ich mich, wenn nicht, ist
der Fachmann eh' da, ich hab' ja noch den kunststoffversetzten Rauhputz, wo die Wände gerade
am zusätzlichen Abtrocknen sind, vom Handwerker ersetzen zu lassen.

Einen Tip hätte ich dann doch noch gerne : wie den Putz auf eine Ecke an zu bringen ?!?

Ist zwar nur ca. 10 cm hoch, sieht aber von der Technik her kniffelig aus; es sei denn, dass die
größte Aussicht auf Erfolg eine 90° abgewinkelte Kelle, wie im Baumarkt gesehen, ist.

Ein Tip hierzu spart mir sicherlich ein paar Nerven und Graufärbung weiterer Haar .

Merci vielmals und schönen Sonntach noch,
digger-joe


Du solltest einfach eine Eckschiene setzen. Dann kannst Du auf der Ecke abziehen und die Fläche wird gerade.
Ich hab da mal ein Video von einer Leibung die eingeputzt wird.

Hier kannst Du Dir einen Trick ablauschen.
Eckschienen setzen


Hallo Chris,

danke sehr für Deinen Beitrag, zum aktuellen Stand : ich habe Haftgrund aufgebracht und anschliessend einen Kalk/Zement - Putz.
Ich hab's mit der Hand angerührt, mit einem Löffel ( lacht nicht ), solange, bis die Mischung nicht mehr vom Löffel lief. Danach das Ganze mit der Traufel von unten nach oben aufgezogen, ca. 4 mm dick. Mit nass abgewaschener Traufel gelingt ein recht glatte Ergenbis.
Ich warte jetzt noch 1 bis 2 Tage zum weiteren Abbinden und werde dann die Oberfläche mit Schmiergelpapier bei- und glattschleifen, um dann wiedewr Farbe auf zu bringen.
Der Raum hat einen ca. 10 cm hohen Sockel aus einer Art Ölfarbe, ich bin am zaudern, ob ich den nochmal benutze, allerdings trägt die Bodenoberfläche den gleichen Anstrich . . . . .

Bis säter, digger-joe


Hallo Farbenpeter,

hat bisher allles ganz gut geklappt, ich hatte wohl auch etwas anfänger-Glück, die aktuelle Situation hab' ich in einer Antwort an ' chris ' geschildert.

Deinen Rat zum Einsatz Fachmann nutze ich für einen zu ' reparierenden ' kunstoffhaltigen Rauhputz, hinter dem das Wasser hoch gekrochen ist. Diese Tätigkeit inclusive einer Art Bordüre als Ab- bzw. Anschluss zum nicht entfernten Rauhputz traue ich mir dann doch nicht zu.

Danke soweit und bis später mal wieder.
Es gibt immer was zu tun !
Jetzt ist die Garage dran . . .
Grüße, der digger-joe


Na prima, dann viel Glück damit


Hallo Farbenpeter,

Hallo Forum,

aktuell bröselt die Euphorie - wie der Putz.
Vielleicht halb so schlimm - aber :
beim An- und Abschleifen der Putzoberfläche mit sowohl grobem als auch feinem Schleifpapier geht die Putzoberfläche runter wie nix.
Selbst wenn man nach dem Schleifen nur mit der Hand über die reparierte Fläche fährt, fühlt man die rauhe / körnige Oberfläche, welche sich nach Reibung ganz leicht löst.

Ist das normal, lag' ich mit dem Mischungsverhätnis doch voll daneben oder kann ich fröhlich Farbe auftragen ?

Wär' natürlich erfreulich, wenn ich mein ' Produkt ' nicht wieder ab- und herauskratzen müsste :-(( .

Danke und bis später, digger-joe



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