Schloss der Heckklappe klemmt


Bei meinem Corsa (siehe Posting unterhalb) rofl rofl funktioniert das Schloss der Heckklappe nur schwer bzw. manchmal hab ich es gar nicht öffnen können. Schlüssel ist nicht drehbar bzw. nur mit bedrohlicher Kraft. Manchmal läuft aber auch fast ohne zu hängen. Genauer gesagt scheint der Schließzylinder nen Knall zu haben. An den Schlüsseln lieg es nicht. Hab mit beiden das Problem und an den Türen funktionieren die problemlos.

Fehlt evtl. Schmierung? Wenn ja, was dafür verwenden? Was würde so ein neuer Schließzylinder kosten bzw. einen gebrauchten würde es auch tun. Hätte dann halt nen anderen Schlüssel aber das ist mir egal.

Es grüßt erneut Knuddelbärchen. :lol: :lol:


Hallo Bärchen,

das hört sich an, als ob der Zylinder ein wenig Schmierung nötig hätte. Jetzt bei der Kälte kommt die natürlich auch hinzu.

Der Werkstattmeister meines Vertrauens schwört auf "Balistol". Das Zeug ins Schloss gesprüht und angeblich gibt es keine Probleme mehr.
Balistol ist ein Waffenöl. Musst vielleicht mal in einer Werkstatt nachfragen.

VOR der Balistol-Zeit habe ich immer Graphitpulver genommen. Vorsicht! Gibt allerdings oftmals schon beim Einblasen in den Zylinder eine ziemliche Schweinerei. Und hinterher den Schlüssel besser in ein Taschentuch gewickelt in die Jacken- bzw. Hosentasche stecken, zumindest die ersten Tage.
Ich kenne das Graphitpulver in einer Plastikflasche ähnlich der von Haushaltsöl.

Achja, der Zylinder selber wird nicht soviel kosten. Dafür aber möglicherweise der Einbau, je nach dem, wieviel von Deinem Wagen für die Montage bzw. Demontage abgebaut werden muss (Verkleidung, Dampfsperre usw.).

edit: Balistol ist so eine Art Kriechöl.

Gruß

Highlander

Bearbeitet von Highlander am 31.01.2012 10:42:54


Kann nur dem Highlander zustimmen, unser alter Punto hatte ähnliche Probleme. Wir haben Silikonspray vom Discounter, das hat so einen dünnen Schlauch vor dran, damit sprüht man geziehlt und kommt auch etwas ins Schloss. Auch unsere Haustüre sperrt wieder ganz locker.


Hast Du eine ZV? Könnte auch ein schwergängiges ZV-Servo sein, vor allem weil es ja anscheinend nur sporadisch auftritt.
Wenn ZV an der Heckklappe verbaut ist, mal die Funktion prüfen. Bei Opel wird die per E-Motoren betrieben, und die gehen öfter mal fest.


So nun wieder Rückmeldung zum Heckklappenschloss. Also das Schloss ist definitiv über die Wupper gegangen. Wenn ich den Schlüssel reinstecke und hoch und runter wackle, lässt sich der Schließzylinder dann in die Waagrechte drehen. Drücke ich ihn dann, würde sich die Klappe öffnen. Tut sich aber nix mehr. Da ist wohl das Schloss bzw. Der Schließzylinder im Eimer. Da muss ein neuer her...

Ist der Zylinder dann auf waagrecht gedreht, kann man ihn dann noch weiter drehen, so dass er wieder in die Ausgangsstellung kommt. Das darf ja auch nicht sein...

Hab auch WD40 reingedonnert. Hat nix geholfen.

Herrschaftszeitendonnerwetternochmal.... *grrrrrr*

Nix als Ärger hast mit den Kärren....


PS:

Nein, eine Zentralverriegelung hat mein Wagen nicht. Alles noch schön manuell *lach*


Nur mal so nebenbei erwähnt- der Schließzylinder ist NICHT das Schloß...
Meistens sind die beiden Teile über eine filigrane Stangenmechanik verbunden, die gerne aus Plastik ist. Und wenn man einen Druckknopf an der Heckklappe hat, ist da sehr oft ein Häkchen am Schließzylinder-Druckknopf, der eben diese filigrane Gestänge über einen Hebel betätigt, was widerum das Schloß öffnet.
Das das anfällig und nicht unbedingt ewig haltbar ist, leuchtet ein :ph34r:
In deinem Fall würde ich dabei aber fast darauf tippen, daß der Schließzylinder mit seiner Aufnahme das Schadhafte Teil ist (deiner Beschreibung nach)
Wollte nur vermeiden, daß du ein SCHLOSS bestellst, und dann später aus allen Wolkwn fällst, daß Du nur die Schließfalle erhältst, und mehr nicht... Der Rest sind weitere Einzelteile


Hallo Gerrit und andere Fachkundige :blumen:

Ich reihe mich hier mal ein, da ebenfalls ein Klappen-Problem:

Oft (warum nicht immer ?) bei Kälte geht bei unserem Kombi (Bj. 91, MB 230er TE) die hochgestellte Heckklappe von allein wieder runter.
Zum ersten Mal passiert vor 2 Jahren, dazwischen ok, diesen Winter wieder.
Ich habe Angst, daß mich das Teil im Rücken (oder Genick...das war´s dann mit horizon :P ) trifft - auch wenn die Klappe recht langsam runterkommt - wenn ich darunter stehe. Da dies ja nicht durchgängig der Fall ist, vergißt man (ich) es ja schon mal.
Die Klappe ist beim Öffnen übrigens auch schwergängiger.

Danke schon mal :blumen:


Hallo Horizon,

die Schwergängigkeit könnte daraufhin deuten, dass die Scharniere mal gefettet werden sollten.

Die zufallende Klappe dagegen deutet nach meiner Meinung auf defekte Gas- bzw. Öldruckdämpfer hin. Das sind die meist schwarzen Streben, welche links und rechts zwischen Klappe und dem Rest des Wagens angebracht sind und welche die Klappe offen halten sollen. Bei dem Alter des Wagens dürften sie am Ende ihres Lebens sein. Wenn Ihr den Wagen noch länger fahren wollt, solltet Ihr die Dämpfer austauschen bzw. austauschen lassen.

Gruß

Highlander


Danke Highlander :blumen:

Ja, ist schon ein Methusalem, aber ich liebe diesen Wagen einfach. Bis jetzt (außer Verschleißteilen) noch groß nichts dran gewesen, TÜV usw. immer mit einem müden Lächeln. Wenn ich mal "gehen" muß, kommt er als Beigabe dazu ;)

Kann man da überhaupt was schmieren ? Da sind doch gar keine Scharniere...nur diese hydraulischen Zylinder :unsure: Muß mal nachsehen.
Aber vielleicht hat Gerrit ja noch einen Tipp :rolleyes: ansonsten ab in die Werkstatt :(

Automobilen Gruß ! :blumen:


Horizon,

doch, das sind Scharniere, sonst könntest Du die Klappe nicht bewegen. Die Scharniere befinden sich zwischen dem Dach des Wagens und der Klappe.
Wie man die allerdings selber schmiert sollte besser Gerrit erklären.

Gruß

Highlander


Danke nochmals, Highlander !

Dann hoffe ich mal auf Gerrit´s Erscheinen hier...

Allen einen schönen Nachmittag :blumen:


Danke für die vielen Blumen :)
Wahrscheinlich sind wirklich die Dämpfer altersschwach, und bei fallenden Temperaturen sinkt deren Innendruck. Deshalb heben sie nicht mit der gewohnten Kraft-> Die Klappe geht langsam wieder zu und fühlt sich natürlich auch schwerer an, weil die Unterstützung fehlt. Kannst ja mal die Dämpfer ganz rausnehmen, dann merkst Du, wie schwer so eine Klappe tatsächlich ist ;)
Wenn nur die Scharniere schwergängig wären, würde die Klappe auch nicht von alleine wieder schließen.

Da sind scharniere vorhanden, jedoch sind die bei den meisten FAhrzeugen nicht sichtbar, da die Klappe selbst an zwei sichelförmigen Trägern "hochschwenkt" und die Scharniere selbst tief hinten über dem Dachhimmel sitzen. Die zu fetten ist sehr schwierig.
Sieh mal auf einem Schrottplatz nach gebrauchten Dämpfern um (natürlich nur welche, die du selbst ausprobiert hast, die sind ja genauso alt ;) )
Ansonsten im Netz gibt es diverse Teilehändler, die günstig welche im Angebot haben, neu kosten die sicherlich beide weit über 100,- Original von Merc.
Ansonsten abwarten, bis es wärmer wird, dann bessert sich das in der Regel...
Wenn sie schon stark undicht sind (wenn schwarzes Dämpferfett austritt und an der Kolbenstange sichtbar ist, dann schmeiß sie lieber raus. Die sind nur auf Kugeln aufgeclipst und lassen sich mit einem kleinen Schraubendreher ausclipsen. Aber vorsicht, man braucht einen 2.Mann (Frau ;) ), der/die die Heckklappe hochhält.

Bearbeitet von Gerrit am 14.02.2012 19:52:25


Vielen Dank, Gerrit ! :blumen: = ich hoffe, Du hast noch ne leere Vase ? :rolleyes:

Also...Fett ist an den Stangen nicht sichtbar und gestern war alles wieder ok. Aber es ist ja auch wärmer geworden. Gut ist halt, daß man schon beim Öffnen - da schwergängiger - merkt, wenn was nicht stimmt. (Aber wenn ich innen eine Weile wühle, vergesse ich es schon mal). Ersatzteile vom Schrottplatz für diesen Wagen sind kaum (noch) zu bekommen... wenn ja, könnte man sie genausogut beim Vertragshändler holen, preislich gesehen... mit abgewetztem Fahrersitz schon erlebt, den haben wir dann in einer Sattlerei flicken lassen. Wir werden erst mal abwarten, die Klappe im Auge be- und vom Rücken fern halten. Jedenfalls habe ich nun Anhaltspunkte und bedanke mich herzlich !

Danke für die Tipps auch betr. Scharnier...hab mich schon gewundert, ob es überhaupt daran liegen könnte und in der Bertriebsanleitung nachgesehen, da ich den Wagen gestern nicht hatte - nicht fündig geworden. Darin wird sowieso alles äußerst knapp erklärt...warum wohl...?

Ich hoffe, mit Deinen Ratschlägen den KM-Rekord zu brechen, denn dann gibt´s vom Werk einen neuen gratis und unserer lebt im Museum weiter...hab ich mal gehört ;)

LG und allen eine schöne Wochenmitte !


Zitat (horizon @ 15.02.2012 09:32:42)


Ich hoffe, mit Deinen Ratschlägen den KM-Rekord zu brechen, denn dann gibt´s vom Werk einen neuen gratis und unserer lebt im Museum weiter...hab ich mal gehört ;)


Ein hehrer Wunsch...
Dürfte allerdings bei einigen Millionen km liegen (das höchste, was ich mal "life" gesehen habe, war ein T4 mit 1.280.000km- und das in einer FACHWERKSTATT!)
Von den "Sternfahrzeugen" dürfte es davon eine Menge geben...

Das ist ja Wahnsinn :o !!!

Dann könnten wir unseren noch gute 60 Jährchen behalten und auch fahren, falls der Führerschein mit 80 Jahren dann nicht abgegeben werden muß !
Ich hoffe, da hat sich bei mir jetzt kein Rechenfehler eingeschlichen :unsure: ;)

"T4" ist ein VW-Bus, nicht wahr ? Mit diesem "Wohnwagen" haben wir auch schöne Erfahrungen gesammelt und man kann auch gut vorwärts :stricken: damit einparken...

Ich glaube, die Heckklappe hat mich doch zu oft erwischt...

Danke für Deine Hilfsbereitschaft ! :blumen:
Allen hier einen schönen, nicht zu anstrengenden Altweiber-Fasching !


Zitat (horizon @ 16.02.2012 08:18:13)


"T4" ist ein VW-Bus, nicht wahr ?

Yes. :)

Achso, da schrieb jemand hier sinngemäß : Balestol in den Schließzylinder - -.
Der Optik- Feinmechaniker meines Vertrauens sagte nur : Ein Schließzylinder ist keine Explosions- Schußwaffe.
Balistol in den Zylinder, neuen bestellen. Das Zeug verseift und stockt.
Bei einer Explosions- Feuerwaffe wird der Schmutz rausgedrückt.
Wie gesagt das war nur der Versuch eines sinngemäßen Zitates.
:labern:

Bearbeitet von alter-techniker am 16.02.2012 22:36:58


Alter Techniker,

bei Balestol hätte ich auch meine Bedenken.

Balistol ist harzfrei und kann daher nicht stocken bzw. verseifen.

Ich weiss nicht, welche Qualifikation Dein Optiker bzgl Schmiermittel hat.

Verseifen bzw. Stocken kann ein Öl i.A. nur, wenn es nicht harzfrei ist.

Der einzige Nachteil bei Balistol soll gegeben sein, wenn ein Sprengstoffspürhung alter Schule Deinen Wagen untersucht. Die sollen noch auf Waffenöl geschult sein. Die jüngeren nicht mehr.
Der Hund alter Schule schlägt an.

Gruß

Highlander


sehe ich auch so, der Vorteil von Ballistol ist ja grade der, daß es NICHT verharzt.
Gibt im KFZ-Bereich auch spezielle Schloßsprays (nicht zu verwechseln, mit den frei käuflichen aus dem Zubehör oder aus dem Baumarkt... ;) ) die sind von den Herstellern freigegeben und sind wirklich gut. Die sind aber sündhaft teuer und für "Laien" gar nicht käuflich erwerblich...
Was vielen Schließzylindern zu schaffen macht, ist der natürliche Abrieb der Schließplättchen, der dann mit dem langsam verharzenden Schmierresten eine metallische PAste bildet, welche das freie gleiten der Schließplättchen verhindert. Am besten ist also das zerlegen des Zylinders, die kleinen Federn der Schließplättchen ersetzen, alles akurat reinigen, neu fetten und wieder zusammenbauen.
Bei den Innenbahnschließzylindern oder den Ford-Schließzylindern ist das allerdings nicht möglich. Bei den mir bekannten Außenbahnzylindern aber sehr wohl.
Beim Zerlegen aufpassen, daß man den Schlüssel solange drinnenläßt bzw. Stück für Stück herauszieht, bis man alle Schließplättchen einzeln entfernt hat, sonst fliegen einem die um die Ohren und man muß die mühselig wieder einsortieren, bis sie zum Schlüssel passen...


Der Feinmechaniker zeigte mir ein an sich machanisch sehr gutes Objektiv, bei dem hatte der Besitzer etwas Ballistol an der Gewindegang der Scharfstellung gegeben. Zum einen war es weitergekrochen als es durfte, zum anderen verbindet es sich mit anderen Schmiermittelresten.
Das ist auch, laut Schlüsseldienst, der Grund für verklebte Schließzylinder. Der verkaufte mir ein passendes Schließzylinderöl.
Zylindergraphit jein, Ballistol bitte nicht. Wie gesagt das gilt für Haustürzylinder wie auch für Autotüren.
:huh: :blink: :wacko:


Graphit ist sehr zweifelhaft, da es Feststoffe enthält, welche wirklich verklumpen, wenn es altert.
Daß Ballistol mit eventuellen anderen Fetten reagiert, kann ich nicht beurteilen, da ich kein Chemiker bin und die Additive der verwendeten Schloßöle nicht kenne. Mir ist das allerdings bis jetzt nicht bekannt...
Fette sind auf jeden Fall zu vermeiden, da sie wirklich verseifen, den Abrieb binden und so eine PAste bilden können. Am besten ist es in jedem FAll, den Zylinder auszubauen und zu reinigen, was allerdings sehr aufwendig ist.
DAß ein Schlüsseldienst gerne sein eigenes Mittel verkauft, liegt aber auch auf der HAnd ;)



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