Student mit Job auf Jobsuche- wie Termine planen?


Hallo

Ich habe mir bereits einige Beiträge hier durchgelesen, nun hoffe ich, dass ihr mir auch helfen könnt.
Ich bin STudent, über 25 und da damit das Kindergeld weggefallen ist, nun auf der Suche nach einem Teilzeitjob.

Zur Zeit arbeite ich befristet auf 400 Euro Basis in einer Fast Food Kette- dort ist es mir aber unmöglich mit einem Teilzeitjob auf das Gehalt zu kommen, das ausreichen würde, um den Wegfall des Kindergelds zu kompensieren und die Verwaltung weigert sich, einen speziellen Studentenvertrag anzufertigen laut dem ich in der Vorlesungszeit nur 20 Stunden/Woche arbeite (nötig wegen der studentischen Krankenkasse)

Jetzt habe ich mich auf einige Stellen beworben, und auch schon Absagen erhalten, weil ich leider nicht zu den von potentiellen Arbeitgebern gewünschten Vorstellungsterminen gehen konnte (und 2 Absagen nach Vorstellungsgespräch)

Das Problem ist, dass mein aktueller Arbeitgeber die Dienstpläne nicht so zeitig fertigstellt, dass ich länger als 3-4 Tage im Vorraus Bescheid geben kann, ob ich zu einem Termin gehen kann. Zwar besteht die Möglichkeit, meinem jetzigen Arbeitgeber zu sagen: Ich möchte da und da frei haben, aber (so letzte Woche schon passiert), dann hat er ausgerechnet DA den Dienstplan im PC schon fertig für den Tag, und wenn ich auf Dauer so weiter mache, ist das sicherlich nicht gerade förderlich. Solange ich noch keine neue Stelle habe, bin ich aber auf diesen Job zwingend angewiesen...

Nächste Woche sind Ferien, ich habe mir jetzt überlegt, meinem Chef nicht zu sagen, dass die Semesterferien begonnen haben, damit ich wenigstens die normale Unizeit verplanen kann- aber das ist auch kritisch zu sehen, weil eigentlich sind diese Informationen ja öffentlich zugänglich.

Gestern wollte ich bei einer Stelle noch einmal anrufen (sie wollten sich eigentlich Freitag gemeldet haben, aber es meldete sich niemand wegen eines neuen Termins, Stellenanzeige ist jedoch immer noch aktuell), aber der Dienstplan war wieder nur bis heute für mich einsehbar! (Was auch ein Grund ist, warum ich wechseln möchte) Ich kann ja auch keine Uhrzeiten angeben, zu denen ich immer frei habe, denn die gibt es nicht- an meinen unifreien Tagen kann mein Chef mich einplanen wie er will, Früh-, Mittel-, Spät- oder Nachtschicht.

Hilfe! Ich hab schon Gespräche mit Dozenten vorgeschoben, aber das fällt ja auch auf, wenn ich das zu oft mache...


Hallo :blumen:


Ist ja wirklich ein Problem mit den Zeiten...
Hast Du schon versucht, in der Summe ungefähr auf die Höhe des Kindergeldes zu kommen - d. h. verschiedene "Mini-Jobs" zu den Dir passenden Frei-Zeiten ?

Sicher nicht einfach, denke ich - aber das Studium geht nun mal vor...
Einsparmöglichkeiten ? Evtl. Hilfe durch Eltern usw. ?

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg !


Ich bin auch Studentin und gerade 25 geworden, kann dich also sehr gut verstehen!
Wie wäre es, wenn du in den Ferien mehr arbeitest und das Geld dann zurück legst? Ich habe in 5 Wochen schon sehr viel verdient (also für meine Verhältnisse; das war als Putzkraft in der Uniklinik).
Bei uns gibt es eine spezielle Jobbörse voim Studentenwerk aus, das ist echt super.
Ansonsten finde ich das Modell mit den verschiedenen Minijobs gut.
Ich finde es unmöglich, wie du bei deiner jetzigen Arbeit behandelt wirst, das muss nicht sein!


Das Problem mit verschiedenen Minijobs wären dann wieder die 20 Stunden, die nicht überschritten werden drüfen- also zusätzlich zu meinem aktuellen ginge höchstens noch 5 Stunden/Woche, aber da ich da nie weiß wie ich eingeteilt bin...

Meine Eltern zahlen mir schon so viel sie können, sonst würde es gar nciht mehr hinhauen- ich meine, mal ehrlich, von 400 Euro kann kein Mensch leben^^

In den Ferien mehr arbeiten- wäre ja alles schön und gut, aber wo? das einzige was hier zu Hauf angeboten wird sind dieses Promotionjobs wo man vier Wochen am Stück sonst wo ist- das kommt aber wegen meinem jetzigen Job nun wirklich nicht in Frage, und von den 2000 Euro, von denen ja dann noch Steuern abgehen, kann ich auch nicht lange leben.
Ansonsten: Verschiedene Minijobs hieße wieder mehr Terminplanungsprobleme. Ich habe schonmal über 3 Monate keinen Tag die Woche frei gehabt, danach war ich echt am Ende. Es müssen nicht mal festgelegte Tage sein, aber ein bisschen pause brauche ich zwischendurch schon (zumal ich auch in einer Beziehung bin und meinen Freund gerne wenigstens ab und zu mal sehen möchte)

Einsparen kann ich nichts mehr, ich bin am Limit. ich habe eine weile noch versucht, essen einzusparen, aber das macht mein Körper nicht mit, und ich bin schon stark an der Grenze zum Untergewicht. ich gehe nur noch weg, wenn ich weiß jemand anders zahlt (und fühle mich da schon verdammt scheiße bei...), neue Klamotten? habe ich schon ewig nicht mehr gekauft, obwohl ich eigentlich dringend neue Turnschuhe (leider geht da keine billigware, da ich ziemlich krumme Füße habe und mir in denen immer Blasen laufe) und vielleicht mal sowas wie eine dritte Jeans in meiner Größe bräuchte. Wenn ich also nicht gerade aufhören will, laufende Rechnungen (Strom, Telefon, Miete, GEZ) zu zahlen, dann habe ich da echt keine Möglichkeit mehr.



Mein ziel ist es eigentlich auch, unabhängig von meinen Eltern zu werden, da meine Schwester dieses jahr auch mit Abitur fertig wird- und dann dürfte es bei ihnen auch sehr sehr eng werden. Momentan stehen mir monatlich etwa 560 Euro zur Verfügung, (400 Euro Basis heißt ja leider nicht, dass man wirklich immer auf 400 kommt...) und das reicht nicht. Definitiv nicht. Deswegen ja Suche nach Teilzeitjobs mit 20 Stunden/Woche... Da gibts auch ein paar...

Mein Hauptproblem aktuell ist eigentlich, für wann ich die Vorstellungsgespräche einplanen soll... Und wohin ich mich noch bewerben kann. Studentenwerk hat nichts mehr, auf das ich mich nicht schon beworben hätte oder für was ich gänzlich ungeeignet bin, drei studentische Jobbörsen ebenfalls. Sonstige Bewerbungen hab ich noch einige laufen, aber da meldet sich keiner- und Nachfragen kann man meistens auch nicht. "Nur online Bewerbung, das läuft über die Zentrale, da haben wir keine Ahnung, wir kriegen nur irgendwann die Leute geschickt" ...


Hallo,

wie wäre es mit Nachhilfestunden geben...ich weis zwar nicht, was du für eine Fachrichtung hast, aber ich habe immer zu meinen Töchtern gesagt, das ist das bequemste und da hat man auch keinen Chef im Nacken !
Auch kann man sich so die Zeit besser einteilen....Vielleicht kannst du auch Sprachen, das ist auch eine Möglichkeit!


Habe ich in Erwägung gezogen- allerdings glaube ich nicht, dass ich eine gute Lehrkraft wäre... Sonst hätte ich wohl Englisch auf Lehramt studiert und nicht Anglistik und Amerikanistik auf Magister. Desweiteren bekommt man zwar für eine Nachhilfestunde vielleicht 25 Euro- aber bis man genügend Schüler zusammen hat um davon leben zu können... ich weiß nicht. Normalerweise kommen die ja dann auch nicht zu einem hin sondern man selbst muss fahren, da ich kein Auto hätte würde das wieder extrem zeitintensiv werden (und das noch ohne die Vorbereitung die für eine Stunde da notwendig ist...)


Vllt. musst du dich auch einfach insofern von deinem Job lösen, als dass du dir evtl. 2 neue Jobs suchst, die gut vereinbar sind.
Denn die Planungssicherheit die du brauchst, ist ja in der derzeitigen Situation nicht gegeben. Und den einen Job aufgeben heißt ja nicht, dass du erst was suchst, wenn du fertig bist.
Hm, und wenn du zwischendurch mal Arzttermine hast, die du leider nicht verschieben kannst? Krank feiern würde ich nicht machen, aber son Arzttermin (Gyn, Zahnarzt...) kommt ja turnusgemäß schonmal vor.


hallo lucifaera,

vielleicht solltest du deine ansprüche mal etwas runterschrauben. ich hab zu studentenzeiten alle möglichen jobs angenommen, egal wie kurz- oder langfristig und zu allen möglichen tageszeiten. an sieben tagen die woche. nicht jede, aber keine zeit war unmöglich. von einem langfristigen job mit festen arbeitszeiten hab ich geträumt - aber nur selten das glück gehabt. und was die tätigkeiten angeht, hab ich so ziemlich alles mal gemacht, egal ob mit spaß oder ohne. es gab geld. völlig unregelmäßig, überlebt hab ich immer. und gründe, die ein oder andere tätigkeit nicht anzutreten, hätt ich sicher immer gefunden (die zeit, zeitaufwand, verblödender job etc.) - aber nie danach gesucht.......
ich hab die zeit zum arbeiten genutzt.....


Moin Luci,

erstmal herzlich willkommen bei den Muttis.

Ich kann Deine Situation gut nachvollziehen. Habe schließlich selbst zwanzig Semester auf Magister studiert. Und erfolgreich abgeschlossen.

Meinen Lebensunterhalt habe ich als Abendsekretärin in einer internationalen Anwaltskanzlei verdient. Das wäre vielleicht auch etwas für Dich. Der Nachtjob - von 18:00 h bis 24:00 h - ist gut bezahlt und finanziert sogar noch das Studium, würde also eine gewisse Unabhängigkeit zeitigen. Die Arbeitszeiten sind berechenbar. Meistens zumindest. Es kann auch schon mal später bzw. früher werden.

Nach meiner Beobachtung bist Du der deutschen Rechtschreibung mächtig, studierst Anglistik - bist also zweisprachig. Wenn Du Dich dann noch mit dem Microsoft-Office-Paket auskennst, bringst Du die wichtigsten Voraussetzungen für solch einen Job mit. Musst Dich nur noch bewerben. Die Einsatzzeiten sind verhandelbar.

Erfahrungsgemäß arbeiten internationale Kanzleien gerne mit Studies, da diese eine starke Motivation haben und zeitlich einigermaßen flexibel sind.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria


Vielen Dank für die Antworten... Auch wenn mich bisher keine wirklich weiter gebracht hat. (Als Abendsekretärin habe ich mich bereits beworben, allerdings wie auch bei einigen anderen Berwerbungen nie eine Antwort erhalten)

Meine Ansprüche runterschrauben- ich benötige ja nicht mal unbedingt feste Arbeitszeiten, ich habe auch keine Probleme mit Nachtschichten. Ich möchte nur auch mal länger als 2 Tage (und mir würde eine Woche da durchaus reichen!) im Vorraus planen können, ich möchte einen Wochentag (muss nicht zwingend immer derselbe sein) frei haben, und ich benötige 8,50Euro/Stunde weil mir ansonsten das Geld nicht zum Leben reicht.

Ich arbeite in einer Fast Food Kette- sagt das nicht schon aus, dass ich prinzipiell auch die unterste Stufe an Arbeit machen würde (ich würde ohne zu meckern auch putzen gehen, wenn es damit irgendwie finanziell hinhauen würde)? Ich eigne mich nicht als Lehrerin, weil ich zu schnell die Geduld verliere, wenn ich jemandem etwas erklären soll. Die einzige andere Art von Jobs, die ich nicht machen würde wäre Kaltaquise im Call-Center. Aber es gibt eben auch Stellen auf die ich mich gar nicht erst bewerben brauche- wenn eine Firma Studenten sucht, die Java programmieren können oder ähnliches, bin ich nicht die Richtige für den Job, weil ich davon nun mal überhaupt keine Ahnung habe.

Mehrere Jobs wären nur dann eine Option, wenn sie sich mit dem Studium vereinbahren ließen- was dann allerdings nur noch durch einigermaßen feste Arbeitszeiten ginge. Dass ich nicht jede Woche 7 Tage durcharbeiten kann (klar kann sowas auch mal vorkommen, wenn sich der freie Tag verschiebt), ist nicht irgendwelches Traum-/ Wunschdenken von mir, ich arbeite gerne, aber irgendwann ist eine Grenze erreicht, wo man nicht mehr kann, sei es körperlich oder auch psychisch, wenn sich dann alle Freunde verabschiedet haben, weil man ja ohnehin nie Zeit hat und man absolut nichts mehr anderes hat, als das Studium und die Arbeit. Ich arbeite, um zu leben und nicht umgekehrt.

Ich habe kein Auto, also muss die Arbeitsstelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein- meine Wohnung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.


Zitat (quitscheentchen @ 07.02.2012 12:15:14)


vielleicht solltest du deine ansprüche mal etwas runterschrauben. ich hab zu studentenzeiten alle möglichen jobs angenommen, egal wie kurz- oder langfristig und zu allen möglichen tageszeiten. an sieben tagen die woche. nicht jede, aber keine zeit war unmöglich. von einem langfristigen job mit festen arbeitszeiten hab ich geträumt - aber nur selten das glück gehabt. und was die tätigkeiten angeht, hab ich so ziemlich alles mal gemacht, egal ob mit spaß oder ohne. es gab geld. völlig unregelmäßig, überlebt hab ich immer. und gründe, die ein oder andere tätigkeit nicht anzutreten, hätt ich sicher immer gefunden (die zeit, zeitaufwand, verblödender job etc.) - aber nie danach gesucht.......
ich hab die zeit zum arbeiten genutzt.....

Diese Antwort empfinde ich pesönlich als sehr hart und nicht angemessen. Es geht aus den Schilderungen nicht hervor, dass sich hier jemand drücken möchte oder zu anspruchsvoll ist. Nur weil man sich selbst schützen muss/möchte, ist man nicht wählerisch!

Aber... ich finde, dass du unsere Ratschläge immer sehr schnell abblockst. Ich glaube auch, du bist nicht ganz richtig informeirt. Mir wurde bei der Verischerung gesagt, dass ich durchaus mehr abrbeiten dürfte. Außerdem, wenn du in den Ferien mehr verdienst, wird das am Schluss immer auf das Jahr gerechnet. Ich verstehe auch nicht ganz, warum du so große Schwierigkeiten hast, Jobs zu finden.
Gibt es bei euch keine Jobbörse vom Studentenwerk?
Zudem in den Uniklinken suchen die in Ferienzeiten immer Aushilfen in der Wäscherei, in der Küche und für das Putzen. Deinen jetzigen Job möchtest du doch ohnehin nicht weitermachen.
Habe Mut, Neues auszuprobieren, es gibt immer ein Risiko.

Ich arbeite derzeit bei einer Familie und helfe bei eigentlich allem. Wenn ich wollte und könnte, gäbe es hier auch noch andere Jobs, die ich annehmen könnte...

Bearbeitet von Susa87 am 07.02.2012 13:59:25

Also ich finde die Aussage von @quitscheentchen überhaupt nicht hart und unangemessen, ich habe die selbe Meinung!
Etwas mehr flexibel muss schon sein und wie du @Susa selbst schon schreibst, man muss seine Anforderungen auch mal etwas runterschrauben können...
Man kann bei jedem Job immer etwas finden was einem nicht gefällt, das wird später im Leben auch so sein..
Einen Traumjob nach dem Studium zu finden, ist auch oft wunschdenken !


Zitat (GEMINI-22 @ 07.02.2012 14:09:49)
Also ich finde die Aussage von @quitscheentchen überhaupt nicht hart und unangemessen, ich habe die selbe Meinung!

Ich meinte einen Teil der Áussagen.
Klar flexibel sollte man schon sein; aber ich verstehe es gut, wenn man seine Woche planen möchte; das ist meiner Meinung nach auch möglich (wie ich bereits geschrieben habe)
Man muss nur etwas offen sein und auch mal ein "kleine Risiko" eingehen und sich insbessondere gut bei öffentlichen Stellen informieren. Denn ich glaube so ein Jobvermittlung gibt es nicht nur in Freiburg!

Habe ich es überlesen ?
Wohnst du denn noch bei den Eltern od. eigene Wohnung ? Wenn Letzteres, ist im Haus nicht irgendwas zu tun, z. B. Putzen usw. für ältere Mitmieter ? So zusätzlich...
Zur Not und wenn nun gar nichts mehr läuft, kannst Du die Eltern nicht fragen, ob du nicht wieder dort wohnen könntest ? Ist ja zeitlich begrenzt und Hilfe von Dir können sie sicher auch gut gebrauchen. Natürlich nicht gegen Bezahlung, einfach nur für´s sicher günstigere Wohnen bei ihnen (was ja eigentlich auch einer Bezahlung gleichkäme).


Moin Mädels,

wer mit € 400,00 im Monat auskommt, verdient meine Bewunderung. Davon kann man ja noch nicht einmal eine bewohnbare Behausung bezahlen. Also haltet Euch bitte zurück mit dem Vorschlag, dass man seine Ansprüche zurückschrauben sollte. Bei diesem Existenz-Minimum ist noch mehr sparen gar nicht drin. Da ist ja das viel-geschmähte Harz IV noch großzügiger berechnet.

@Luci ist ja bereit, jede Arbeit anzunehmen. Sei es putzen, in einer Fast-Food-Kette arbeiten oder what ever. Es geht doch darum, planbare Arbeitszeiten zu haben, die mit dem Studium vereinbar sind. Oder habe ich das falsch mitgeschnitten?!

Daher kam auch meine Anregung, sich nicht mit Klein-Klein zu begnügen, sondern selbstbewusst aufzutreten. Ja sicher, Blindbewerbungen sind nicht immer erfolgreich. Doch Du musst dranbleiben @Luci.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria


@Egeria: Danke für die Aufmunterung... Ich werde es dann wohl einfach weiter versuchen...

@ Horizon: Ich wohne in einer eigenen (übrigens für die Stadt sehr günstigen, aber dafür auch mit etlichen Nachteilen verbundenen) Wohnung. Bis letztes Jahr im April habe ich mit meinem Exfreund zusammengelebt, aber das ging dann natürlich nicht mehr, nachdem wir uns getrennt haben, war das nicht so der Zustand den man halten konnte. Wir haben einen Hausmeister, der im Treppenhaus alles macht, und ansonsten wohnen in diesem Haus auch nur Leute die kein Geld haben (hauptsächlich Studenten und Schüler)

Prinzipiell würde ich ja wieder zu meinen Eltern ziehen- auch wenn ich jetzt schon seit fast 5 Jahren nicht mehr dort wohne- aber dann käme ich nicht mehr zur Uni, weil sie zu weit weg wohnen (3 Stunden Fahrt einfach mit dem Zug, und keine Möglichkeit Kurse vor 9 Uhr pünktlich zu erreichen) und einen Job finde ich dort mit Sicherheit nicht, das ist plattes Land, da sucht meine Schwester gerade was neben ihrer Schule... Die haben dort nicht viel, wo man aushelfen könnte.


Es geht mir auch nicht darum, in den Ferien ebenfalls nicht mehr als 20 Stunden zu arbeiten. Dass das möglich ist weiß ich, auch, dass eine Firma die Stunden im Nachhinein so schieben kann, dass die Versicherung nur den Durchschnittswert zu sehen bekommt.
Ein kurzfristiger Job ergäbe halt das gleiche Problem wieder- und was ist danach? Klar könnte ich jetzt sofort meinen alten Job hinschmeißen, und 6 Wochen Vollzeit arbeiten gehen, aber dieses Geld würde mir ja dann auch nicht für lange reichen.



Studentenwerk hab ich schon durch, mich überall hin beworben, wo ich die Qualifikationen erfüllte (wie gesagt, Programmierkenntnisse habe ich keine, also brauch ich es da wohl nicht versuchen), dort habe ich im Wesentlichen das Problem, ich schicke eine Bewerbung hin und höre dann nichts von denen. Habe auch schon hinterher telefoniert, da hieß es mal, der Bewerbungsprozess läuft noch, oder aber man könne mir am Telefon keine Auskunft darüber geben, weil die angegebene Telefonnummer (wenn mal eine dabei ist) nicht zur Zentrale führt, die die Bewerbungen durchgehen, sondern zum Standort des ausgeschriebenen Arbeitsplatzes- wo man gerne Fragen bezüglich Verkehrsanbindung, genauen Erwartungen usw. stellen könne, aber sonst nichts weiter erfährt.

Desweiteren bin ich bei 3 Jobbörsen angemeldet, von denen aus ich regemäßig seit Dezember Bewerbungen abschicke- meine Erfahrung dabei, meist wurde ein anderer Student genommen, bevor meine Bewerbung gelesen wurde (wird entsprechend markiert), ein Vorstellungsgespräch, welches leider nicht erfolgreich verlaufen ist, und sehr viele einfach ungelesene und unbeantwortete.

Naja, ich such jetzt noch mal nach Abendsekretärin unabhängig von studentischen Jobbörsen... Vielleicht findet sich ja da noch was.


Ursprünglich ging es mir auch darum, ob jemand eine Idee hat, was ich machen kann, dass ich nicht, wenn sich mal jemand bei mir meldet, sagen muss: Oh, tut mir Leid, ich muss erst mal bei meiner jetzigen Arbeitsstelle anrufen und nach dem Dienstplan fragen, der lag gestern leider nur bis heute/morgen vor- Ich habe nämlich so das Gefühl dass das nicht gerade förderlich ist.
Und mein Chef meinte nur, weil ich letzte Woche ca 20 Minuten nachdem er den Dienstplan für Donnerstag hatte (Dienstag nachmittag!) ich soll doch eine Woche vorher einen Zettel hinlegen dass ich nicht kann. Mit einer Ausnahme (bei der sich für Jemanden mit mehr Erfahrung entschieden wurde) hatte ich nicht so das Gefühl, dass die Arbeitgeber bereit sind, die Vorstellungsgespräche auf die nächste Woche zu verlegen... Soll ich einfach "blind" Zettel hinlegen, und dann halt sagen ich kann nur an dem Tag?


Hi Luci,

Ich möchte hier mal was loswerden.
Ich finde es ganz schön frech, was einige so von sich geben, ohne dich zu kennen. Ich zum Beispiel habe knapp 6 Monate bei einer großen Supermarktkette als Kassiererin gearbeitet. Ich habe 7,15 verdient, was in die obere Grenze für Studenten war, da ich in der Woche mind. 20 h gearbeitet habe. Planen konnte ich nur eine Woche im Voraus und ich musste 3 von 4 Samstage im Monat arbeiten.
Das war eine sehr nervenaufreibende Zeit und hat eigentlich nur funktioniert, weil ich 4 Monate lang nciht richtig studiert habe.
Du hast meinen größten Respekt, ich schaffe es nicht, neben dem Studium weiter zu arbeite, obwohl auch ich das Geld natürlich gut gebrauchen könnte. Ich konnte am WE oft nicht weg, weil die meisten Leute Sa wegwollen und ich nach einer 10h Schicht (einschl. Beschimpfungen von Kunden) keinen Nerv mehr auf weggehen hatte.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du bald einen besseren Job findest!!


Wo wohnst du denn?


Ich habe etwas Angst, wenn ich meinen Wohnort jetzt angebe, dass jemand von meiner jetzigen Stelle auf den Eintrag stößt und Bescheid weiß...
(Mag sein dass das paranoid ist)

Ich hab auch schon als Kassierin gearbeitet, allerdings 10 Stunden/Woche für 8,44 Euro. Musste wegen einer verschleppten Sehnenscheidentzündung schließlich aufhören, bzw mein Vertrag wurde nach 8 Wochen krank natürlich nicht mehr verlängert...


Schreib mir eine PN, ich hab vermutlich einen Job für dich :)


unabhängig davon: Bafög hast du probiert zu bekommen? Die "bisschen" Bürokratie ist es wert!


Stichwort BAFög: Hier die aktuelle Übersicht, was, wie, wo geht: http://www.bafoeg.bmbf.de/de/372.php


Gerade noch drauf gestoßen, evtl nützt es ja jemandem:

Unabhängig vom Bafög: Wohngeld.

Das übersehen viele.
Ich hab während meines Studiums zwar kein Bafög bekommen, aber Wohngeld. UNd das hat sich schon bemerkbar gemacht, waren bei mir glaub ich 200 Euro oder so im Monat, und die muss man ja nicht einmal zurück zahlen. Ist zwar auch Bürokratie zuhauf, aber empfehlenswert, sich da zu informieren

Bearbeitet von Bierle am 14.02.2012 11:45:19


Kleiner Tipp zum Thema Wohngeld: Kreuze NIEMALS das Feld mit "mir steht bei meinen Eltern ein Zimmer zur Verfügung" (steht da mit Sicherheit anders) an. Dann klappt das nämlich nicht.
Den Fehler hat mein Bruder damals gemacht. Dass das Zimmer jedoch über 500 km entfernt lag interessierte die Herrschaften vom Amt eher weniger.



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