Brennesseljauche: natürlich Düngen / Schädlinge bekämpfen


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Hallo liebe Gartenfreunde,
hier ein Tip zum Düngen und gleichzeitig vertreiben von Ungeziefer.

Das Geheimniss: Brenesseljauche, einfach und Efektive.


Brennesseljauche erzeugt man indem man frische Brennesseln sammelt, klein schneidet und in einem Küberl, besser noch einen Bottich mit Wasser ansetzt - dann dauert es etwa 7-10 Wochen bis das Ganze gereift ist - man erkennt den Reifegrad am typischen Jauchegeruch - je mehr es stinkt, umso besser. Wichtig hin und wieder umrühren, um Sauerstoff zuzuführen. Danach schöpft man die Blätter und Stengelteile ab - noch b esser man filtriert das Konzentrat mittels z.B. einem alten Nylonstrumpf. Das Konzentrat wird etwa im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt, und danach vergossen. es ist ein ausgezeichneter Dünger.

Laut einer Quelle die ich nicht mehr finden konnte enthalten 1. kg Brennessel angeblich

Nitrat 1495mg
Phosphor 1021mg
Kalium 3375mg

Neben der düngenden Eigenschaft hilft Brennesseljauche auch bei Blattläusen

Ich wünsche viel Spaß beim ausbrobieren :D


Guter Tipp, aber mMn nicht vollständig beschrieben. Ich hab mir für meinen Garten mal eine ausführliche Gebrauchsanweisung für Jauchen (aus div. Artikeln) zusammengestellt:

Jauche herstellen (z.B. zur Verbesserung des Komposts)

Zutaten:

1. Holz- oder Plastikfass (Metallfässer sind nicht gut geeignet, weil während der Gärung zwischen dem Metall und der Brühe ungünstige chemische Reaktionen stattfinden können).

2. Holz- oder Drahtrost, der während des Gärens auf das Jauchefass gelegt wird, damit keine Vögel oder anderen kleinen Tiere in die Flüssigkeit fallen können. Das durchbrochene Gitter dient auch zur Luftzirkulation.

3. Pflanzenmaterial, z.B. Brennesseln, Beinwell, Schachtelhalm, gemischte Kräuter, Löwenzahn, Rainfarn, Farnkraut, sogar Zwiebeln und Knoblauch.

4. Wasser, am besten Regenwasser oder abgestandenes Wasser, das einige Zeit der Sonne ausgesetzt war

5. einige Handvoll Steinmehl oder etwas Baldrianblütenextrakt, das mildert die Bildung von unangenehmen Gerüchen.


Das Grünzeug wird in das Jauchegefäß eingefüllt und vollständig mit Wasser bedeckt. Vorsicht: Während der Gärung schäumt die Jauche hoch, deshalb das Fass nicht bis zum Rand auffüllen!
Steinmehl oder den Baldrianextrakt gegen Geruchsbildung zugeben. Die Jauche ist fertig, wenn sie eine dunkle Farbe angenommen hat und nicht mehr schäumt. Meist ist das nach 2 Wochen der Fall. Nun kann man das Fass mit einem Deckel abdecken.

Vor Gebrauch siebt man die Brühe, damit beim Ausbringen die Gießkanne nicht verstopft. Manche verpacken das Grünzeug in poröse Säcke, ehe sie es in der Tonne versenken. So wollen sie verhindern, dass die schleimige, zersetzte Pflanzenmasse später die Gießkanne verstopft.

Die Jauche wird verdünnt und dann möglichst an trüben Tagen auf die feuchte Erde verteilt. Man gießt die verdünnte Brühe in den Wurzelbereich der Pflanzen, nicht über die Blätter! Je milder die Pflanzenjauche angesetzt ist, desto weniger sind unerwünschte Begleiterscheinungen zu befürchten. Ganz gefahrlos ist die Wirkung aller Jauchen, wenn man damit den Kompost begießt.

Verdünnung:

Die fertige Jauche muss abgemessen und verdünnt werden. Normalerweise verdünnt man 1l Pflanzenjauche mit 10l Wasser. Wurde aber in einem kleinen ein sehr intensiver Extrakt hergestellt, verdünnt man besser auf 1:20. Auch für empfindliche Gewächse verwendet man lieber schwache Düngerlösungen.

Brennnesseln ergeben eine ideale Jauche für biologische Gärten. Sie wirkt ausgleichend und heilend, fördert das Wachstum und die Chlorophyllbildung. Regenwürmer lieben Böden, die mit Brennnesseljauche gedüngt werden. Verwendet wird das ganze grüne Kraut vor der Blüte. Man zerschneidet die Stengel in handliche Länge oder verwendet getrocknete Brennnesseln.

Beinwell ist eine stark eiweißhaltige Heilpflanze. Sie kann im Garten angebaut und mehrmals im Sommer geerntet werden. Die großen Blätter liefern reichlich Material für Jauche. Diese Brühe ist stark stickstoff- und kalihaltig; sie fördert besonders Tomatenpflanzen. Man kann Beinwell und Brennnessel auch mischen.


Noch ein Tipp:

Ein wenig tierischer Dünger, z.B. Horn-, Blut-, Knochenmehl und Kompoststarter können zur Abrundung ebenso unter die fertige Kräuterbrühe gemischt werden wie eine Schaufel reifer Kompost.

Bearbeitet von donnawetta am 11.04.2012 14:20:19


sehr gute ergänzung, donnawetta, hat mich gefreut!

noch ein kleiner hinweis: gemischte kräuter kann man auch zufügen, z.b. wenn man gerade kräuter zurückgeschnitten hat, auch z.b. lavendel, salbei...

marie-luise kreuter weist in ihrem standardwerk "der bio-garten" darauf hin, dass bohnen, erbsen, zwiebeln und knoblauch diese stickstoffreiche düngung NICHT vertragen!

ich stelle für meine balkongefäße keine jauche her, will aber mit brennessel und beinwell mulchen, zumindestens die großen gefäße! vom einstreuen duftenden kräuterschnittgutes verspreche ich mir auch positive effekte. im garten hab ich früher auch immer mal rainfarn-blätter zur schädlingsabwehr um pflanzen gestreut.

liebe grüße, tamtam

:blumen:


Das Brenesselgemisch kann auch in den ersten drei Tagen gegen Insekten genutzt werden. Länger gelagert hilft ist es ein vorzüglicher natürlicher Dünger. Meine Pflanzen danken es mir seit über 20 Jahren. Und der strenge Geruch kann mit Steinmehl verhindert werden. :rolleyes:



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