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"Fremdwörter" in Schnittmustern

Okay, jetzt kommen wir des Pudels Kern - ähm, der Nähanleitung - stückchenweise näher. Mit Deiner Beschreibung kann ich etwas anfangen. Das heißt also, das Mieder ist noch nicht komplett geschlossen. Dann ist es natürlich die einfachste Alternative, alles wie einen großen Tunnel zusammen zu nähen, umzustülpen und dann schmalkantig fest zu steppen. Kleiner Tipp: Vor dem schmalkantigen Absteppen das ausbügeln nicht vergessen!!! Damit erleichterst Du Dir die Akuratesse ungemein ;)

Die Sache mit den Unterlegscheiben finde ich einfach nur klasse rofl

Grüßle und weiter so,

Egeria

Zitat (Egeria, 16.06.2012)
Aber Dein Tipp mit der zweiseitig klebenden Vlieseline ist ebenfalls sehr interessant. Die ist mir noch nicht unter gekommen. Hättest Du da vielleicht einen weiterführenden Tipp für mich dazu? Das wäre fein.

Grüßle,

Egeria

ich weiß den markennamen nicht mehr, da ich diese einlage nur selten verwende und im augenblick nicht einmal reste habe. aber ich glaube, es heißt vliesefix oder vliesifix.

es heißt vliesofix, gerade habe ich google bemüht. auf die einfachsten ideen komme ich immer zum schluss. :hihi:

es eignet sich besonders gut, um kleine stoffteile aufzubügeln, für flickarbeiten oder lustige patchworks. aber auch, um größere stücke zu verstärken. da hier noch mit futter gearbeitet wird, würde ich davon abstand nehmen, da normale vlieseline billiger ist und man die beiden seiten später nicht sehen wird.

das nachträgliche aufbügeln von vlieseline hilft leider wenig gegen das ausreißen. denn die naht befindet sich ja trotzdem nur auf dem stoff, nicht auf der vlieseline. also nicht bewegen, sondern nur aufrecht stehend mit dem dirndl posieren. :lol:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 16.06.2012 21:29:51

Danke @Löckchen für den Hinweis auf Vliesofix. Damit hat sich mein Verdacht bestätigt, dass wir nähbegeisterten Muttis die Herstellerfirma seit Jahren kennen und schätzen. Es ist die Firma Freudenberg im badischen Weinheim. (Hat mir der Gockel ausgespuckt.) Nach meiner Erinnerung - die mich natürlich mit meinem alten Kopf auch täuschen kann - hat die sogar die Patentrechte auf den Begriff "Vlieseline". Was liegt da näher, als ein neues, innovatives Produkt mit "Vliesofix" zu bezeichnen.

Wie dem auch sei: Die Firma stellt Produkte her, die vielen (Hobby-)Schneiderinnen das Schneider-Leben schon seit Jahrzehnten erheblich erleichtern. Ich habe nämlich auch noch gelernt, wie man Leinen-Verstärkungen in Hosen- oder Rockbünde angehext hat. Doch das war vor der Aera Vlieseline.

Grüßle,

Egeria

P.S.: Liebe Mods: Nein, das ist kein Werbefeldzug. Lediglich ein Erfahrungsbericht, der in den letzten vier Jahrzehnten gesammelt wurde.

Bearbeitet von Egeria am 16.06.2012 22:16:34

Egeria: als wurde ich das bügeln vergessen,tststs...
DAS hat sich in meinem Hirn fest eingebrannt!!!!!!!!!!


Ich schätze mal, dass dir nähte gut halten.habe nämlich, einfachheitshalber, anstatt Tunnel zu nähen und dir Stäbe einzuziehen, sie direkt an die jeweilige naht gelegt und dann den Saum (nahtZugabe) ums Stäbchen gelegt und dann fest genäht. Ist ja auch nochmal Stabilität, denke ich.
Viel bewegen werde ich mich aber lieber trotzdem nicht,hahha.

Ps: immer wenn meine schreibweise etwas komisch ist und FehlerHaft, schreib ich übers Handy.nur zur Info, grins. Smileys gibt's hier auch nicht...

Habe eben erst gelesen, das ihr gerne die Anleitung lesen möchtet.ich schau mal ob ich sie lesbar hinkomme.kann man eine Datei evtl auch per pn schicken.weiß ich jetzt gar nicht...

So hier nun die komplette Anleitung, ich hoffe man kann es lesen. Habe abfotografiert und extra nicht verkleinert.
Habe auch alles noch mal durchgelesen, vom vorher verstärken ist keine Silbe erwähnt. Hätte mich auch gewundert, da ich ja jedes Wort x-mal gelesen habe :D um ja nix falsch zu machen. Es sei denn, es ist irgendwo in einer Art Gheimsprache, die nur Profis kennen, verschlüsselt untergebracht :o


Quelle: tamora
falsch! sieh dir mal das © auf den Seiten an;
nur weil du es fotografierst erwirbst du nicht die Rechte daran
oder hat Burda dir die Veröffentlichung genehmigt?


Quelle: tamora
dito

Quelle: tamora
dito

PS: Auf der 4. Seite war lediglich ein riesengroßes Edelweiß als Muster, nicht, dass Ihr denkt, ich habe Euch etwas wesentliches unterschlagen :wub:
Ist ja sogar recht gut zu lesen, wie ich eben gesehen habe.

Bearbeitet von Die Außerirdische am 17.06.2012 18:28:41

:o Oh weh, daran habe ich echt nicht gedacht... da ich in diesem Thread überhaupt zum ersten Mal Bilder eingestellt habe, auch wenn ich schon ewig hier bin.
Aber man muss ja deswegen nicht gleich so sarkastisch sein. Denn: Burda hat mir selbstverständlich die Genehemigung nicht erteilt.
Ich gehe in mich und tue den Rest des Sonntages Buße...:mussweg:

Egeria und Seidenlöckchen: Tja, ich darf leider nicht.

Zitat (Tamora, 17.06.2012)


Egeria und Seidenlöckchen: Tja, ich darf leider nicht.

Schickst du als PM :augenzwinkern: da brauchst du kein ©
Zitat (wurst, 17.06.2012)
Schickst du als PM :augenzwinkern:  da brauchst du kein ©

Danke für den Hinweis, aber ich war grade froh, dass ich es überhaupt hinbekommen habe,hier Bilder einzustellen.
Wie mache ich das in einer PN?

Habs hinbekommen :D Vielen Dank nochmal :blumen:

Bearbeitet von Tamora am 17.06.2012 19:52:58

Liebe @Tamora,

PM ist angekommen und gut lesbar. Allerdings finde selbst ich - wo ich mal locker knapp vierzig Jahre Näherfahrung habe - die Anleitung etwas kryptisch und knapp.

Was für mich ebenfalls rätselhaft ist, wie ein Schneiderei-Redakteur voraussetzen kann, dass ein mäßig erfahrener Schneider (ich erinnere an die Zwei-Sterne-ansprüchige Ausführung des Modells) weiß, was "Zauberkreide" ist. Ich weiß es nicht. Da brauche ich als altgedientes Schlachtschiff Nachhilfe. Oder ist das etwa die altbekannte Schneiderkreide?! Die verwende ich schon seit Jahren nicht mehr, weil die vor dem ersten Tragen des Modells wieder ausgewaschen werden muss. Ich ziehe es vor, mir Markierungspunkte mit Stecknadel-Kreuzen (über Kreuz eingesteckte Stecknadeln) zu markieren.

Oder ich mache Durchschläge. Das heißt, an den zu markierenden Stellen - beispielsweise für die Unterlegscheiben - mit einer kontrastfarbigen und gut sichtbaren Garnfarbe (nein, kein Reihgarn, das suchst Du bei mir vergeblich) mit langen Einstichen einzustechen. Die lang-gelassenen Fäden werden dann auseinander gezogen und durchgeschnitten. Somit habe ich auf beiden Seiten von zwei gegengleichen Schnittteilen die jeweils gegenüberliegenden Anbringungspunkte von was auch immer markiert. Wenn dann die Unterlegscheiben fest fixiert sind, ziehe ich die Fäden einfach wieder raus und gut isses.

Wie dem auch sei: Jetzt weiß ich, worauf Du Dich jeweils beziehst und kann versuchen, Dir die Anleitung je nach Bedarf zu übersetzen. @Seidenlöckchen wird sicherlich das Gleiche tun. Gemeinsam kriegen wir das hin.

Grüßle,

Egeria

Hallo Egeria,
danke für Dein Feedback.
Ich sags mal so: Wenn man sich die Materialien hinlegt und alles Wort für Wort befolgt, geht es ja einigermaßen, aber manchmal ist es schon sehr mühselig, gerade für Anfänger wie mich. Siehe das blöde Miederteil mit den Schlaufen.
Wie ich ja schon auch erwähnte, fehlen m.M. nach wesentliche Infos, z.B. dass man alle Ränder umsäumen sollte. Wie soll jemand das wissen, der keine Erfahrung hat. Aber wahrscheinlich gehen die davon aus, das jeder, der ein solches Projekt in Angriff nimmt, gewisse Basics einfach kennt. Ist jedenfalls meine einzige Erklärung.
Zauberkreide habe ich für mich als Schneiderkreide übersetzt, die hatte meine Mutter noch und bislang hat es auch gut funktioniert. Aber stimmt. Woher soll man das wissen?
Zum Glück gibts die Muttis :wub: :blumen:
Seidnelöckchen, Du hattest Dich gewundert, weil es eine ungerade Anzahl an Stäbchen gibt. Die Erklärung ist einfach: In der Mitte ist eines, dann folgen symetrisch rundum jeweils zwei. Das Mittlere verursacht also die ungerade Zahl.
Ich denke, das Schlimmste bei dem Mieder habe ich hinter mir, habe aber noch nicht weiter gemacht, gestern war erst mal das Unkraut und dann lesen im gesäuberten Garten angesagt.
Hilfe werde ich dann sicher beim Rock (Reißverschluß mit Untertritt :o ) wieder brauchen, haltet Euch also bereit :D
Ich bin Euch wirklich sehr, sehr dankbar :blumenstrauss: :wub:

nun habe ich mich ein wenig durch die anleitung gekämpft. das mit dem miederstäbchen vorn hätte ich mir eigentlich denken können. :hihi:

das mieder ist im schnitt aus jeansstoff. ich nehme an, deswegen wird er laut schnitt nicht verstärkt. als anfängerin kann man das nicht unbedingt wissen. vielleicht habe ich nicht aufmerksam genug gelesen. aber von versäubern habe ich dort nichts gelesen. ein unversäubertes bekleidungsstück würde jede meisterin ihrer schülerin um die ohren hauen. und zwar verdient. der qualität der anleitung schadet das sehr.

als faustregel gilt: es wird versäubert, was man später sehen oder was ausfransen kann. filz beispielsweise braucht man nicht zu versäubern. rocknähte werden versäubert, ebenso schulter- und seitennähte der bluse. das mieder wird gefüttert, deswegen ist dieser arbeitsschritt dort überflüssig.

zauberkreide könnte schneiderkreide sein, die beim bügeln verschwindet. darauf allein würde ich mich niemals verlassen, und ich bügle zu oft, um immer daran zu denken, wo ich nun diese kreide benutzt habe.

an egeria: die stecknadelkreuze kannst du auch einfacher haben. ich steche dort, wo etwas hin soll, eine nadel ein. als punkt dient mir die einstichstelle, die dem stecknadelkopf am nächsten ist. also die erste. und ich muss mich nicht über zu viel pieksen ärgern. durchschlagen mache ich auch manchmal, jedoch versuche ich auch oft, mich davor zu drücken. :hihi:

der übersichtsplan ist gut, die zutatenliste dagegen finde ich nicht genau genug. jedenfalls nicht für anfänger. aber die anleitung ist vielleicht auch nicht für anfänger gedacht, sondern für fortgeschrittene. ein foto des fertigen dirndl (wenn eines in der anleitung zu sehen war) würde mich auch interessieren.

mit der beschreibung des stäbchens in der mittelnaht komme ich nicht zurecht. irgendwo habe ich einen denkfehler. ich kenne stäbchen nur als solche, die in genähte tunnel eingeschoben wurden. stäbchenband kenne ich nicht, es klingt jedoch, als stecke das stäbchen bereits in einem stoffband, dessen seiten festgenäht werden. später ist jedoch von tunneln die rede. geklebt habe ich niemals etwas. es ist lange her, dass ich stäbchen verarbeitet habe, ich habe vielleicht eine revolution auf dem markt der schneidereizutaten verpasst. :hihi:

mit der beschreibung des schlaufenbands komme ich nicht zurecht. laut anleitung soll es an die untere miederkante gelegt werden. was soll es bitte dort? gehören zum dirndl noch peitschen, die in die schlaufen gehängt werden sollen?

nach meinem verständnis werden schlaufenenden entweder einzeln auf das vorderteil genäht. oder die enden werden in einer teilungsnaht mitgefasst. vielleicht weiß egeria, wie die anleitung sich das gedacht hat und kann mir mein brett vor dem kopf fortnehmen, wenn dort eines ist.

und auch das, wo es heißt, dass das stäbchenband nochmals mitgesteppt wird. auf das futter? es mag wirklich sein, dass ich es bisher falsch gemacht habe. oder dass es mir falsch beigebracht wurde. aber stäbchen werden meines wissens nach nicht ins futter eingearbeitet oder dort befestigt. so würde ich es nicht machen. oder es zeigt mir jemand und erklärt, was bei der methode in der anleitung der vorteil ist.

für den rock würde ich einer anfängerin etwas andeers vorschlagen. nicht die beschriebene methode, sondern einen gummizug oder ein breites gummiband. der rock ist weit, und du bist schlank, das würde sehr gut gehen. du müsstest dazu nur den stoff oben an der taille ein wenig großzügiger ausschneiden. so, dass du mit den hüften durch das loch passt.

den reißverschluss bräuchtest du damit nicht. der rock wird geschlossen. dann schließt du ein breites gummiband deiner wahl so mit einer naht zu, dass er dir bequem in der taille sitzt. diesen ring legst du rechts auf rechts auf den rockbund und steckst ihn mit nadeln fest, bevor du ihn annähst. nun nur noch umklappen, und der bund wäre fertig. für meine tochter nähe ich auch viele röckchen mit gummiband, weil sie so ein wenig mitwachsen können. dann könntest du dir auch die vlieseline sparen. und den untertritt. :hihi:

im augenblick ist das alles. aber je weiter deine arbeit voranschreitet, desto mehr fragen wirst du gewiss haben. ich werde sie gern beantworten, so gut ich kann. :blumen:

Ja, in der Anleitung wurde Jeansstoff "verlangt". Ging ja nun bei mir aus den bekannten Gründen nicht. Aber bei den Zutaten werden 2 schließlich zwei unterschiedliche Vlieseline-Sorten angegeben, ich wüßte nicht, wofür die zweite dann sein soll, wenn nicht fürs Mieder.

Zu dem Stäbchenband: Es ist ungefähr 6-7mm breit und besteht aus 4 sehr dünnen (klar, bei insgesamt 6mm) Drähten, die mit irgendeinem Gewebe ummantelt sind. Das gab es am Meter zu kaufen, man muss dann einfach die benötigte Länge abschneiden, geht relativ problemlos mit der Schere.
Zur Mittelnaht: Mit einem Klebestift fixieren? Ich lach mich tot, das hab ich erst gar nicht probiert, da das Band natürlich, bedingt durch die Drahte ganz eigene Wege geht und never in life durch einen Klebestift gebändigt werden könnte. Stell Dir das so vor: Du hast die beiden Teile aufeinander genäht und die beiden Nahtzugaben auseinandergebügelt. Nun wird das Band akurat auf der Mitte der Naht fixiert, ich habs mit Reihgarn (jawohl!) prima hinbekommen. Dann habe ich das Stäbchenband rechts und links angenäht. Ja,es läßt sich in der Tat problemlos nähen, da am Rand ein winziges Rändchen "Material" ist. Man muss natürlich superstgenau treffen. Hat glücklicherweise gut geklappt. Wenn es Dich interessiert, mach ich mal ein Bild von dem Stäbchenband und der Rückseite des Mieders, wo man es sehen kann.
Von vorne gesehen hast Du dann die "Ritze" der Naht und rechts und links davon jeweils eine Naht.
Die weiteren Stäbchen sollten (nachdem die Nahtzugaben durch eine Naht in einen Tunnel verwandelt wurden) eingeschoben werde.
Da ich aber nunmal das vordere Teil in zwei Teile geteilt und somit ja durch die dann entstandenen neuen Nähte an "Breite" verloren hatte, habe ich die folgenden Nähte jeweils etwa 5mm schmaler gemacht, also anstatt 1,5cm nur 1cm. Wollte nicht, das am Ende alles zu eng wird.
Somit wäre der Tunnel einen Tick zu schmal für die Stäbchen geworden.
Also habe ich das Stäbchen jeweils an die Naht gelegt, die beiden Nahtzugaben ums Stäbchen gelegt und festgenäht. Somit sind sie nun auch in einem Tunnel, der halt am Mieder festgenäht ist. Empfinde ich sogar als bessere Variante als einen Tunnel, den man beim anziehen nach rechts oder links legen muss. Ach ich mach einfach auch ein Bild davon, ist blöd zu erklären....

Das Schlaufenband an der unteren Miederkante kannst Du getrost vergessen, da soll irgend so ein Almgedönskettchen eingehängt werden, also überflüssig für mich.
Bild vom Burda-Dirndl schicke ich brav per PN :P

Das mit dem Gummizug im Rock überlege ich mir nochmal, allerdings habe ich ja den RV schon und brauche den sonst nicht. Werde nochmal in mich gehen und entscheiden, wenn ich den Rock beginne, ob ich die RV-Variante für mich als machbar ersehe oder nicht. :rolleyes:
Gummizug ist jedenfalls eine tolle Alternative, wenn nicht.

über diese anleitung ärgere ich mich wirklich. dort steht etwas von "einlage siehe zuschneideplan". und ich glaube, ich habe das "rätsel" über die miederteile gelöst. es sollen nach dem plan zwölf sein. schau auf den plan, das teil nr. 4 wird als "mittleres vorderteil, je 2 x" beschrieben. auf dem schnittplan liegt die nr. 4 zweimal auf dem stoff, was bedeutet, dass du nr. 4 viermal hast.

auf der kleinen darstellung kann ich es nicht so gut erkennen, aber es sieht für mich so aus, als seien die schnittteile, die als nr. 4 bezeichnet werden, nicht identisch. ich vermute, die schlaufenenden sollten zwischen der naht verschwinden, die die beiden teile mit der bezeichnung nr. 4 verbinden sollen.

falls es so ist, finde ich die bezeichnungen sehr unbefriedigend. man hätte ihnen separate nummern geben sollen. oder vielleicht 4 und 4 a. zwölf teile ergeben für mich auch mehr sinn.

die miederteile sind farbig unterlegt. das könnte bedeuten, dass sie nicht nur als stoff, sondern auch als einlage benötigt werden. dazu müsste ich jedoch die legende der anleitungen kennen, die meistens irgendwo im heft erwähnt wird. oder auf dem schnitt selbst. jedoch steht auch nicht im plan, wie viel einlage du benötigst. wissen kann man das nicht, wenn man das noch nie gemacht hat.

ein bild von dem stäbchenband würde ich sehr gern sehen! :blumen:

ein gummizug ist nicht das selbe wie ein angenähtes gummiband. bei einem gummizug näht man einen etwas breiteren saum. so breit, dass man ein gummiband einziehen kann. wie bei kapuzen. das gummiband ist also nicht zu sehen. das empfiehlt sich für gerade teile.

bei einem rockbund ist das schwierig. er ist nach innen gerundet, und für säume oder einzugtunnel näht man die kanten ein und um. das bedeutet, dass du den stoff arg ziehen oder einschneiden müsstest, um ihn säumen zu können. physikalisch ist es nicht möglich, das bei einem nicht dehnbaren stoff sauber zu arbeiten. beim rocksaum ist es wieder anders, da er eine außenrundung hat. dort kann man mit leichtigkeit einen einschlag und umschlag fertigen, denn stoff gibt es bei außenrundungen genug. mehr noch, bei einschlag und umschlag bekommt man falten, je weiter der schnitt ist.

deswegen bietet sich die lösung mit dem gummiband an. man versäubert die kante des rockbundes und geht so vor, wie ich es beschrieben hatte. dabei werden zwei stücke aneinander genäht und nicht ein- und umgeschlagen. das gummiband ist sichtbar. im handel sind sie in verschiedenen breiten vom meter erhältlich und sehen oft sehr hübsch aus. als farben kenne ich dabei jedoch nur schwarz oder weiß.

es ist sehr mutig von dir, dass du weitermachen willst. :blumen:

an egeria: ich weiß noch, dass wir in der schule einmal platzdeckchen genäht hatten. da sie verstärkt sein sollten und beide seiten sichtbar waren, bekamen wir vliesofix, um die beiden stofflagen miteinander zu verbinden. man glaubt nicht, wie wirksam so ein zartes vlies ist, wenn es beidseitig mit klebematerial benetzt ist. :hihi:

Moin Mädels,

je länger dieser Thread wird, desto mehr lerne ich dazu :blumen:

Zur Zauberkreide: Die habe ich mittlerweile gegockelt und ja, das ist eine Kreide mit Copperfield-Effekt, die sich heimlich, still und leise in Wohlgefallen auflöst.

Das Stäbchenband kenne ich noch von früher. Das gabs vom Meter und wenn man es versehentlich gerollt hatte, entwickelte es unter Umständen ein sehr eigensinniges Eigenleben. Ich habs nur einmal verarbeitet und die Reste dann verschenkt. Ich frage mich sowieso, warum man sich mit diesem Zeuchs abmüht. @Tamora hat doch schon eine Wespentaille :pfeifen:

Mein Vorschlag @Tamora wäre: Immer wenn Du einen neuen Nähanlauf machst, teilst Du mit, was als nächstes ansteht. Ich habe die Anleitung zwar nur überflogen, aber mir haben sich dabei schon die Fußnägel hochgerollt. Da wir beide - @Seidenlöckchen und ich - Deinen Thread sehr aufmerksam verfolgen, kannst Du getrost damit rechnen, dass Du umgehend weitere Arbeitsanleitungen in verständlicher und ausführlicher Sprache bekommst.

Übrigens finde ich den Vorschlag, einen Gummizug am Rock anzubringen, einfach nur genial. Das hat den Vorteil, dass nichts kneift und außerdem ist das auch um einiges einfacher, als einen Bund mit Untertritt samt Reißer einzunähen. @Löckchen hat das ja bereits prima erklärt, wie es funzt. Um Reißer drücke ich mich, wann immer es geht, weil das für mich ziemlich tricky ist. Da arbeite ich lieber mit Haken- und Ösenband, einschlagbaren Metall- oder Kunststoffdrückern oder einschlagbaren Patentknöpfen. Außerdem sieht man den Rockbund ja gar nicht, weil der in der Taille sitzt und das Mieder bis auf die Hüfte reicht ;)

Wirf den Reißer aber nicht gleich wech. Vielleicht kannst Du ihn bei anderer Gelegenheit nochmals verwenden. Wenn ich meine Sammlung an Reißern so ansehe, bin ich immer froh, dass ich dafür nicht nochmals extra aus dem Haus muss, weil eigentlich immer gerade ein farblich Passender vorrätig ist.

Jepp, @Seidenlöckchen: Die Stecknadelkreuze könnte ich einfacher haben, damit hast Du Recht. Doch ich habe mich so daran gewöhnt und bin ein Wiederholungstäter. Das ist außerdem so ziemlich die einzige Daseinsberechtigung für die Stecknadeln. Da ich fast alles mit Rechts-Links-Nähten verarbeite und selbst bei Wiener Nähten noch nicht einmal mehr stecke - reihen schon gar nicht - würden die Nadeln ein ziemlich tristes Dasein führen. Das Meiste mache ich frei Schnauze und es haut auch meistens beim ersten Versuch hin. Doch halt: Natürlich brauche ich die Stecknadeln noch, wenn ich Ausschnittkanten einrolle.

Also @Tamora: Immer her mit Deinen Fragen. Soweit ich es kann, helfe ich Dir gerne weiter. Da ich jetzt weiß, auf welche (bescheidene) Anleitung Du Dich beziehst, würde ich mich sektionsweise durchgraben.

Grüßle,

Egeria

Ihr seid echt unglaublich!!! :wub:
Weiß gar nicht, wie ich mich da jemals revanchieren kann. Wenn Ihr mal eine Frage zu handwerklichen Bereichen haben solltet, löchert mich bitte. Bin zwar kein Profi, habe aber schon ganz, ganz viel selbst gemacht und gar nicht mal schlecht (wie mir immer wieder bestätigt wurde).
Außerdem hab ich so gut wie immer Ideen, wenn mal gar nix geht, die nicht immer im Lehrbuch stehen, aber trotzdem funktionieren. :P
Jedenfalls kann ich mich für Euren stetigen Einsatz nur immer wieder bedanken :wub:

So Seidenlöckchen, hier ist nun ein Bild vom Stäbchenband:


Das ist die Naht mit Stäbchen von vorne, nicht symetrisch *schäm*, sieht man aber glücklicherweise nur, wenn man fast mit der Nase davorhängt, was wohl keiner tun wird, nehme ich an...

Quelle: tamora

Hier die vordere Mittelnaht von links


Und hier eine von den seitlichen Nähten, in deren Nahtzugabe ich die Stäbchen eingenäht habe


Hoffe, nun ist mein Gewurschtel etwas klarer geworden.

Und natürlich mache ich weiter!!! Bislang gab es ja nur Hürden, die ich nehmen konnte (dank Euch). Da packt mich dann schon der Ehrgeiz, den Rest auch noch hinzubekommen.
Außerdem würde es mir in der Seele leid tun, die 80€'s einfach so in den Wind zu schießen, zumal ich ja obendrein noch etwas anderes kaufen müßte. Nee, nee, zur Not wüde ich es zu einer Schneiderin bringen.
Aber, ich bin doch recht zuversichtlich. :D

Sieht doch super ordentlich aus @Tamora :blumen:

Wenn ich dran denke, wie meine ersten Nähversuche aussahen B)

Grüßle,

Egeria

Hut ab, ich nähe schon eine ganze Weile aber an sowas hab ich mich bisher nicht rangewagt. Bzw. ich nähe keine Klamotten (obwohl ich gestern die Überlegung eines Petticoatkleides hatte). Bei mir bewegt sich das Nähen immer im Krambereich, oder Halsbänder, Geschirre. Die Anleitung scheint ja sehr eindeutig zu sein :blink:

Zauberkreide kenn ich nicht, nur diese Zaubertextilstifte zum Markieren, das verschwindet dann auch wieder.

Gestern hab ich nun endlich die Futterteile aneinandergenäht und die Vlieseline auf den Oberstoff gebügelt. Seltsamerweise ist das Mieder nun enger geworden, in meinem Rücken felht gut ein Zentimeter :o und die Nahtzugaben kommen ja auch noch weg....ich versteh die Welt nicht mehr, habe seit dem Foto nicht zugenommen, allerdings will ich ohnehin noch ein klein wenig abnehmen, dann sollte es wieder hinhauen.
Zur Not bastel ich halt noch jeweils einen Streifen dran.
Meine Frage des Tages: Haltet Ihr es für sinnvoll, in das Futter auch Vlieseline einzubügeln oder wird das Ding dann zu steif? Der Futterstoff ist kein Material wie man es sonst als Futter kennt sondern irgendwas mit Batist, könnte also auch Hitze vertragen. Vermute ich jedenfalls.

Blackcat: So schlimm ist es wirklich nicht, ich geh halt Stück für Stück vor, wie man ja sieht :D
Ich habe bislang ja auch nur Nähte geschlossen und erst bei diesem Projekt erfahren (hat mich aber auch vorher nie intrressiert/interessieren müssen) , wofür die cm- Markierungen auf der Metallplatte unter dem Nähmaschinenfuss sind.
Und die helfen ja sowas von enorm, die Nähte werden grandios gerade!!!

Ich hab für gerade Nähte sowas wie einen Abstandshalter, da meine Nähmaschine das nicht auf der Stichplatte hat. Ich würde das Vlieseline nicht ins Futter einbügeln, weil das Mieder dann echt starr werden kann.

Um Himmels Willen NEIN @Tamora! Die Vlieseline gehört auf den Oberstoff. Und zwar genau dorthin, wo Du sie vermutlich aufgebügelt hast. Auf dem Futter hat die nüscht zu suchen. Das Mieder soll doch kein Korsett werden, oder?

Warum nun aber das Futter "eingegangen" zu sein scheint, weiß ich leider auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass der Futterstoff nicht so dehnbar ist wie der Oberstoff. Dem kannst Du aber leicht abhelfen. Die Lösung ist Dir ja selbst schon eingefallen. Schneide Dir im schrägen (!!!) Fadenlauf zwei Streifen zu, die Du jeweils rechts und links in die Seite einnähst. Mit "Seite" meine ich die beiden Nähte, die unter der Achsel anfangen und nach senkrechtem Nähverlauf auf der Hüfte auslaufen. Vielleicht auch mit den von mir bereits mehrfach angesprochenen Rechts-Links-Nähten (Französische Nähte). Der schräge Fadenlauf deswegen, weil die Geschichte dann noch etwas nachgibt und nicht ganz so starr ist. Schließlich willst Du doch nicht jedesmal, wenn Du auf eine Oktoberfest-Fete gehst, die Luft anhalten, damit das Mieder nicht platzt. Und eventuell überstehende Stoff-Nahtzugaben kannst Du immer noch sachte beischneiden, ähm, etwas egalisieren. Zusätzliche Nähte für Stoffeinsätze zwecks Erweiterung sieht man beim Futter nicht, da sie innen liegen. Da gibts schon noch die Möglichkeit, etwas zu tricksen.

Grüßle und weiterhin viel Erfolg,

Egeria

Bearbeitet von Egeria am 20.06.2012 12:45:15

vielen dank für das bild vom stäbchen. das sieht etwas anders aus als das, was ich damals hatte. :hihi:

vlieseline kommt niemals auf das futter. an dem tag, an dem das empfohlen oder zur pflicht wird, gebe ich das nähen auf. :lol:

futter hat mehrere zwecke. manchmal nur einen, meistens mehrere. es verdeckt nähte, wärmt zusätzlich, erleichtert das anziehen und ist auch modisches accessoire. bei auf nackter haut getragenen bekleidungsstücken soll es die haut schützen, oft auch den stoff selbst. futterstoff ist wirklich nicht so gut dehnbar, wenn es ein sehr fest gewebter stoff ist. ich weiß nicht, ob ich einen batiststoff als futter genommen hätte, auch nicht bei jeansstoff als obermaterial.

durch die vlieseline kann sich der stoff nicht mehr so stark dehnen. deswegen ist dir das mieder nun ein wenig zu eng, aber der tipp mit dem schrägband zwischen den seiten ist gut. vielleicht willst du auch noch ein kleines teil auf beiden seiten separat zuschneiden und einsetzen. aber dann gleich verstärken. also ein grob zugeschnittenes stück verstärken und erst dann zu einem schnittteil zuschneiden.

zu eng darf das mieder ja nicht sein, denn du willst ja noch die bluse darunter tragen. und hin und wieder atmen, etwas essen und trinken und dich bewegen. :hihi:

als abstandhalter auf der nähmaschine kann man auch farbige klebebänder neben die stichplatte kleben. ich habe noch einen tipp für dich, falls du es noch nicht selbst herausgefunden hast. bei knappkantigem absteppen kann man manchmal die nadelstange nach rechts oder links stellen. normalerweise ist sie in der mitte, dort, wo der nähfuß einen kleinen schlitz hat.

so kann man den nähfuß mit der mitte auf die stoffkante stellen und sich daran orientieren und muss nicht immer die nadel selbst im auge behalten. das klappt nicht immer genau so, aber man hat rasch den bogen heraus, wie man den stoff halten muss. wenige mm können einen sehr großen unterschied machen.

jetzt bekomme ich auch lust, mir ein mieder mit stäbchen zu nähen. :lol:

ich habe gern geholfen. wenn du socken stricken kannst, würde ich wahrscheinlich da schrecklich viele fragen haben, da ich noch nicht viel erfahrung darin habe. :blumen:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 20.06.2012 15:25:59

Okay, okay, also keine Vlieseline zusätzlich ans Futter.

Nein, nicht das Futter ist eingegangen, sondern der Oberstoff auf den ich die Vliesline gebügelt habe.
Verstehen kann ich das gar nicht, aber es ist nun mal Fakt. Vorher, als das Bild entstand konnte ich die beiden Enden hinten überlappend zusammenfassen, jetzt fehlts...
Aber dadurch lasse ich mich nicht entmutigen, werde heute abend alles nochmal genau mit der Bluse zusammen checken und zur Not gleich was dranfriemeln, bevor ich dann das Futter und den Oberstoff verheirate :D

Ah, Seidenklöckchen hat geschrieben, während ich hier antworte: Vielen Dank für den Hinweis, ja das könnte stimmen, denn der Stoff an sich ist schon leicht dehnbar.
Falsch, er WAR dehnbar...
Das ist natürlich eine logische Erklärung und ich bin froh darüber, denn so ein klitzkleinwenig habe ich an meinem Verstand gezweifelt.
Den Hinweis mit dem vorher Verstärken der anzusetzenden Teile nehme ich dankend an.
War schon eine blöde Arbeit, mein Freund hat die Vlieseline aufgebügelt, während ich das widerspenstige (durch die Stäbchen hatte das schon einen ganz eigenen Willen) Mieder so glatt gezogen habe, das die Vorderseite nicht wellig wurde.
Mann, Mann, was ein Gedöns das Alles....

Hihi, wenn ich bedenke, wieviele Leute mittlerweile bei dem Dirndl involviert sind, man könnte fast ein kleines Buch schreiben.
Das wird ein richtiges Gemeinschaftsdirndl, muss dann noch kleine Anhänger anbringen: "Dieses Dirndl wurde erst möglich durch die Hilfe von Egeria, Seidenlöckchen, Schatzi, Blackcat..."... und allen, die noch folgen werden.
Die Schildchen kann ich ja dann dort am Mieder einhängen, wo das (wie ich es nenne) Almgeöns mit den Übrigen Schlaufen angehängt werden soll, evtl. ja auf kleinen Hühnerknochen geschrieben (passt dann jedenfalls zum Gesamtkonzept) :ph34r:

Ich fange grade wieder an zu spinnen, also: Schluß damit...

Beim Sockenstricken kann ich Dir leider nicht helfen :( , meine Strickkünste beschränken sich auf die reinen Grundschul-Basics: Maschen aufnehmen, rechte und linke Maschen stricken, abketten. DW

Ihr Lieben: Bis bald.

Off topic @Löckchen: Socken stricken. Nichts leichter als das :)

Man nehme: Ein Nadelspiel. Aber nicht das mit den üblichen 20-cm-Nadeln, sondern das kürzere Handschuh-Nadelspiel, wo jede Nadel nur 16 cm Länge aufweist. Frage bitte nicht, warum ich das vorschlage, probiere es selbst aus, dann weißt Du es. Doch soviel vorab: Es ist sehr viel handlicher und frau verheddert sich nicht so oft.

Anschlag: Für Sockengröße 37/38 jeweils 15 Maschen. Mal vier ergibt das 60 Maschen. Dann so etwa 60 bis 80 Runden draufstricken, je nach dem, wie hoch der Sockenschaft werden soll. Dann die Ferse arbeiten. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich habe Dir hier mal ein paar Möglichkeiten recherchiert: Schau halt mal durch, was für Dich passt.

http://www.sockenstricker.net/anleitung/anleitung.php

Anschließend so etwa 40 Runden drauf stricken und dann mit der Spitze anfangen. Ich arbeite immer einen rechten und einen linken Socken. Doch im Prinzip läuft das folgendermaßen ab: Bis zur Reduzierung zur halben Maschenanzahl stricke ich jeweils in jeder vierten Runde zwei Maschen rechts und links zusammen. Wobei in jeder zweiten Runde ebenfalls nochmals zwei Maschen hinten und vorne zusammen gestrickt werden. Je nachdem, ob es ein rechter oder ein linker Socken werden soll. Selbstverständlich achte ich darauf, dass die Maschen sich schön legen. Also nicht verschränkt abstricken, wenn es optisch nicht gut aussieht. Ab der Hälfte der Maschen (30 Stück) werden in jeder zweiten Runde jeweils zwei Maschen am Anfang der Nadel zusammen gestrickt. Die letzten fünf Maschen kann man dann zusammen ziehen. Das Zusammenstricken der Maschen zur Reduzierung lege ich so, dass ich - vom Anfang der Nadel angefangen - erstmal zwei Maschen stricke, dann erst das Zusammenstricken vornehme. Sieht einfach besser aus.

Hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken. Wenn nicht: Bitte frage nach.

Grüßle,

Egeria

Zitat (Tamora, 20.06.2012)
Hihi, wenn ich bedenke, wieviele Leute mittlerweile bei dem Dirndl involviert sind, man könnte fast ein kleines Buch schreiben.
Das wird ein richtiges Gemeinschaftsdirndl, muss dann noch kleine Anhänger anbringen: "Dieses Dirndl wurde erst möglich durch die Hilfe von Egeria, Seidenlöckchen, Schatzi, Blackcat..."... und allen, die noch folgen werden.
Die Schildchen kann ich ja dann dort am Mieder einhängen, wo das (wie ich es nenne) Almgeöns mit den Übrigen Schlaufen angehängt werden soll, evtl. ja auf kleinen Hühnerknochen geschrieben (passt dann jedenfalls zum Gesamtkonzept) :ph34r:

Nööö, meine Liebe, ich denke nicht, dass Du jetzt anfängst rumzuspinnen :blumen:

Wir alle helfen Dir doch gerne und möchten bitte auch eine Erfolgsmeldung in Form eines Fotos haben. Du musst Dich darauf ja nicht persönlich zu erkennen geben. Da sind Blitze oder Fußmatten ganz probat. ;)

Zwinkernde Grüßlies,

Egeria

an egeria: vielen dank für die erklärungen, tipps und den link. daraus habe ich schon viel nützliches lernen können. als anfängerin, und noch dazu nicht für das stricken geboren, stelle ich mich gewiss meistens furchtbar dumm an. die beschreibung der spitze habe ich leider nicht verstanden, jedoch bin ich bereits mit anleitungen für anfänger überfordert. irgendwann werde ich genügend muße dafür haben. und wenn ich dann bereits oma bin. :lol:

nachfragen würde ich bei einem projekt in dem thema für socken. besonders arg ist es bei mir mit dem verständnis für die ferse. einfach rechts und links bekomme sogar ich hin. :hihi:

Nachdem mich die Näh-Muse nun einige Zeit nicht geküsst hatte, war es gestern mal wieder soweit.
Und prompt gab es die nächsten Stolpersteine, seufz....
Ich habe nun hinten rechts und links jeweils ein (vorher verstärktes) Teilchen angenäht, nur um dann festzustellen, dass das eigentlich völlig unnötig war, denn auf einmal passt es wieder. Das habe ich aber erst festgestellt, nachdem die Teile dran waren...
Egal, jetzt bleiben sie vorerst dort!
Beim Verstärken der Teile habe ich bemerkt, dass einmal wohl die falsche Seite der Vlieseline beim Aufbügeln erwischt habe, jedenfalls war das Bügeleisen völlig eingesaut. Habs GsD wieder sauber bekommen... das sei auch nur am Rande erwähnt.
Da ich wegen dieser Sch...Beschreibung das Vorderteil ja erst nach dem Zusammennähen verstärkt hatte, hat sich das Teil an manchen Stellen ein wenig verzogen.
Also habe ich mir die Mühe gemacht und die Schnitte aus Papier noch mal aufgesteckt, damit ich die Ursprungsform wieder erhalte und rundum mit rotem Faden entlang genäht (grob, per Hand).
Bis ich Volldeppin gemerkt habe, dass ich das alles vieeeeel einfacher haben konnte, in dem ich das Teil einfach umdrehe und mit Kuli auf der Vlieseline entlang markieren kann, war ich rundum fertig :wallbash:
Naja egal...war ja noch nicht das Schlimmste...
Habe dann das Futter oben und unten angenhäht und war mir ganz sicher, dass das Umstülpen durch die Stäbchen und Verstärkung nur ganz schlecht funktionieren würde.
Aber falsch gedacht, DAS ging echt gut.
Als das Ding dann richtig rum war, hätte ich allerdings morden können.
Ich hatte wohl die Stäbchen ein wenig zu lang gelassen, jedenfalls hat sich die Vorderseite gewölbt, es sah unmöglich aus...
Also, wieder zurück gestülpt, das Futter wieder abgetrennt (ich danke hiermit ganz herzlich dem Erfinder dieser Nahtauftrenndinger) und dann jedes einzelne Stäbchen oben und unten ein paar Milimeter gekürzt.
War das eine Sch..arbeit... nach ein paar aufgetrennten Nähten stellte ich fest, das man die einzelnen Drähtchen ohne Nahtaufzutrennen heraus schieben und abschneiden kann, so war es zumindest ein klein wenig einfacher.
Diese ganze Fuddelarbeit hat an die 3 Stunden gedauert (und ich dachte "oben und unten eine Naht, umstülpen, Ende") und ich war ziemlich entnervt.
Aber ich habe auch festgestellt, dass es Tage gibt, an denen alles sofort gelingt, aber eben auch andere. Nun, einen von der 2.Kategorie hatte ich gestern.

Heute mittag habe ich dann die Teile wieder aufeinandergenäht, umgestülpt und "Yippieyeah", es sieht tatsächlich wie ein Mieder aus.
Mal sehen, vielleicht habe ich nachher noch Lust (kommt wieder auf den Musenkuss an) das Teil rundum abzusteppen und dann gibts auch ein Foto. Mit dem Verschluss hinten warte ich jetzt noch, der ist ja schnell dran.

Und dann geht es an den Rock...
Was ich noch gar nicht erzählt hatte...beim Waschen hat der schwarze Stoff einige weiße "Knitterstreifen" bekommen, ich vermute, es ist Waschmittel, da mein Freund ja die Maschine angestellt hatte und das Waschpulver direkt in die Maschine gegeben hat...und er weiß sehr wohl wo das Waschmittelfach ist. Männer....
Aber ich denke, die weißen Streifen passen ja auch ganz gut zum Thema Antidirndl, deshalb habe ich den Stoff nicht nochmal gewaschen, um sie evtl. zu entfernen.

Mir graut echt schon vor den Dimensionen, die dieser Rock haben wird, andererseits ist es ja eigentlich nur nähen, nähen, nähen.
So, Ihr Lieben, das wars mal wieder von der Nähfront.

Lieben Dank für die Berichterstattung @Tamora :blumen:

Also, Du bist ja wirklich sehr, sehr tapfer :wub:

Grüßle,

Egeria

es mag schrecklich gemein klingen, aber diese fehler sind wertvoll. später wirst du vielleicht noch mehr nähen wollen und weißt nun, was du vermeiden musst. auch wenn du dich furchtbar darüber geärgert hast. und du hast schon sehr viel gute arbeit geleistet.

du weißt bereits, wie du schnittteile einfach verstärkst, dass man immer zweimal nachschauen sollte, bevor man die vlieseline aufbügelt, wie man mit miederstäbchen umgehen muss und noch vieles mehr. das sind erfahrungen, die sich nicht verlieren werden.

übrigens gibt es eine art käppchen für miederstäbchen. man kann sie auf sie stecken und verhindert so ein durchstechen des metalls.

und die waschmittelspuren kann man vielleicht durch abreiben mit einem groben waschlappen entfernen. oder man reibt den stoff mit starkem kaffee ab. schwarz, ohne milch und zucker. :lol:

das kann die spuren auch überdecken oder mildern. ich übernehme keine garantie, dass es bei deinem stoff auch gut aussehen wird, jedoch ist schwarze baumwolle recht unempfindlich bei der anwendung dieses tricks. :blumen:

Es ist vollbracht!
Hier nun das fertige Mieder, nicht ganz gerade in der Mitte, aber das ist mir grade sowas von egal :D , wird eh nicht auffallen.
Der Rest war jetzt echt einfach, habe mir eben noch aus dem roten Stoff ein Band genäht, beim Bügeln hab ichs zu gut gemeint und erst mal ein Stück verschmolzen, zum Glück war das ganz am Anfang und noch mehr Glück, dass ich das Ding sowieso reichlich bemessen hatte.
Wie gesagt, den hinteren Verschluss mache ich dann ganz am Schluss, wenn auch der Rock fertig ist und ich die endgültige Weite bestimmen muss.


Mann, mir graut echt vor dem Rock, vielmehr vorm zuschneiden, es ist sooooviel Stoff :schockiert:
Andererseits: Schlimmer als dieses Mieder kann es eigentlich ja nicht werden..

Seidenlöckchen: Nein, das klingt nicht gemein, Du hast vollkommen Recht, aus Fehlern lernt man. Aber ob ich jemals wieder was nähe...
Meine Tochter war vorhin hier und meinte, ich könne ihr ja auch eins nähen :stuhlklopfen: NEVER!
Im Gegensatz zu mir findet sie die Dinger gut und geht gerne auf Oktoberfeste. :toktok: Klar, etliche Tattoos; an allen möglichen und leider auch unmöglichen Stellen gepierct, aber ein Dirndl haben wollen.
Wo hat das Kind das nur her :heul:
Demnächst will sie mit mir zusammen Schals für sich nähen, DARÜBER lasse ich allerdings mit mir reden.
Das wird eine schöne entspannende Angelegenheit werden.

So matsch vor tudäj, danke weiterhin für Eure Unterstützung :schmatzer:

das ergebnis sieht sehr gut aus. :blumen:

falls du auf ein anderes band umsteigen willst, es gibt ausgefallene schnürsenkel mit motiven darauf. ich habe vor kurzen welche mit totenköpfen darauf gesehen, die würden herrlich dazu passen. auch in rot. und google liefert auch sehr schöne ideen. :lol:

das zuschneiden des rocks ist kaum der rede wert. das säumen jedoch wird schrecklich werden, wenn du einen klasssichen saum mit 1 cm einschlag und 1 oder 1,5 cm umschlag wählst. du wirst sehr genau stecken müssen, damit du beim nähen keine falten in den saum hineinnähst. bei den winzigen röckchen meiner tochter ist das ein albtraum, jedoch reihe ich das meistens vor. oder ich mogle manchmal auch ein wenig und schlage nur die versäuberte kante um und nähe sie fest.

falls du noch eine borte oder spitze annähen willst, genügt es auch hier mit einem zugedrückten auge, die kante des rockes nur zu versäubern. und die borte wird darüber genäht.

wenn du dich für einen rock mit gummiband entscheidest, ist es wirklich nicht viel arbeit. machst du auch einen unterrock oder nur den schwarzen?

der rock wird zweimal im stoffburch zugeschnitten. die seitennähte werden versäubert und geschlossen. nun folgt noch der bund deiner wahl und der saum. mehr ist es nicht. es ist eine einfache, jedoch undankbare arbeit.

Wow, das Mieder sieht gut aus. Und das rote Band passt auch super.

Wow, das Mieder ist ja echt knorke geworden! :blumen:

Mit dem Rock ist es wirklich so einfach, wie @Seidenlöckchen es beschrieben hat. Und für den Bund würde ich an Deiner Stelle auch den Nähvorschlag wählen, den sie bereits vor etlichen Beiträgen gepostet hat. Man muss nicht immer alles gemäß der Nähanleitung machen. Da gibts immer auch noch andere Alternativen ;)

Beim Saum kannst Du folgendermaßen mogeln (wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, wird das ein Tellerrock): Den Saum nicht zu knapp - also wenigstens zwei Zentimeter breit - zweimal einschlagen und feststecken. Versäubern musst Du den Saum nicht, der Stoffrand verschwindet ja ohnehin im Saum. Während des festnähens in regelmäßigen Abständen klitzekleine Fältchen auf der Innenseite mit reinnähen. Mit klitzeklein meine ich so etwa ein bis zwei Millimeter und mit regelmäßigen Abständen meine ich so spätestens alle fünf bis sieben Zentimeter. Wenn das anschließend gut ausgebügelt wird, fällt das am fertigen Modell überhaupt nicht mehr auf. Den Saum nähst Du ja sowieso auf der Innenseite, sodass das kein Problem geben dürfte, die Minifältchen mit reinzulegen. Ansonsten kämst Du in die Verlegenheit, den Saum sehr dehnen zu müssen, was dann bescheiden aussieht, weil sich der Saum dann wellt ohne Ende. Ein Wellensaum lässt sich nicht ganz so einfach ausbügeln.

Den Unterrock würde ich nicht ganz so weit gestalten. Also keinen Tellerrock nehmen. Das wird viel zu viel Gebambel um die Beine. Tellerrock: Begriffserklärung. Wenn man den Rock ausbreitet, ist das im Prinzip ein kreisrundes Stück Stoff mit dem Einstiegsloch in der Mitte. Deshalb heißt das Teil Tellerrock. (Käme mit einem Petticoat drunter vielleicht auch ganz toll.) Gründe, die gegen einen Tellerrock als Unterrock sprechen könnten: Stell Dir vor, Dein Tanzpartner ist sehr temperamentvoll und wirbelt Dich gekonnt und mit vielen Drehungen über die Tanzfläche. Tellerröcke haben die Eigenschaft, wunderbar zu fliegen. Und zwar horizontal. Unter Umständen stehst Du dabei dann sprichwörtlich im Freien. Und Deine schwarzen Strumpfbänder gehen doch Dritte nichts an, oder?

Ein Vorschlag meinerseits für den Unterrock wäre ein Acht-Bahnenrock. Auf die Rüsche würde ich verzichten und stattdessen eine breite Spitzenborte an den Saum nähen. Damit würdest Du zumindest nicht im Freien stehen, weil der Bahnenrock nunmal kein Tellerrock ist. Dafür brauchst Du noch nicht einmal ein Schnittmuster. Wenn ich mich recht erinnere, hat der Stoff keine bestimmte Laufrichtung, auf die Du achten musst. Kannst also rauf-und-runter zuschneiden. Dazu im nächsten Absatz mehr. Musst aber zuerst mal rechnen. Mit dem Zentimetermaß bestimmst Du Deine Hüftweite. (Maßband um die ausladenste Stelle des Bobbes locker und kneiffrei herumlegen.) Dann zählst Du noch zwanzig Zentimeter dazu. Die so ermittelte Summe teilst Du durch acht. Beispiel: Hüftweite 90 cm plus 20 cm ergibt 110 cm; geteilt durch acht ergibt 13,75 cm, aufgerundet 14 cm. Nun weiß ich leider nicht, wie breit der Stoff liegt und wie lang der Unterrock werden soll. Leider kann ich das in dem mir zur Verfügung gestellten Material schlichtweg nicht lesen. Aber: Angenommen, der Unterrock soll 70 cm lang werden und der Stoff liegt doppelt breit - also 140 cm - dann wäre es perfekt.

Gehen wir für das Zuschneiden mal von diesem fiktiven Wert aus. Ich will Dir das Prinzip erklären. Du legst Deinen Stoff im Stoffbruch - also doppelt - aufeinander und bewaffnest Dich mit Stecknadeln. Eine Bahn hat oben - in der Taille - den halben Wert vom Saum. Also, wenn Du 14 cm für oben ausgerechnet hast, wird die Rockbahn unten am Saum den doppelten Wert - nämlich 28 cm - haben. Stoff schön glattstreichen, sodass er wirklich millimetergenau aufeinanderliegt. Jetzt kommen die Stecknadeln zum Einsatz. Beginnend von einem Rand - egal welcher - misst Du 7 cm ab und haust eine Stecknadel rein. Nennen wir diesen Rand einfach mal "A". Auf der gegenüberliegenden Seite "B" steckst Du die Nadel genau ans Stoffende, sodass Du eine schräge Linie erhältst. Damit hast Du schon mal Deine Koordinaten. Dann ist genaues Abmessen angesagt. Auf der Linie A steckst Du dann abwechselnd 14 cm / 28 cm / 14 cm /28 cm ab. Auf der Linie B steckst Du genauso abwechselnd 28 cm/ 14 cm / 28 cm / 14 cm ab. Dann schnappst Du Dir ein langes Lineal - oder etwas anderes, das lang genug ist - und zeichnest die Linien zwischen den Stecknadeln zwecks Verbindung ein. Bleistift ist bei hellen Stoffen ganz probat. Der Bleistift-Strich dient Dir als Zuschneide-Hilfe. Den zerschneidest Du gewissermaßen und damit wird er unsichtbar. Ansonsten verschwindet der sowieso im Saum. Das nennt sich rauf-und-runter-schneiden. Nun nur noch die Teile vom Stoffbruch befreien - also durchschneiden - und schon hast Du Deine acht Stoffbahnen für den Bahnenrock.

Zusammen nähen: Da würde ich die von mir bereits propagierten Rechts-Links-Nähte - oder auch französische Nähte genannt - empfehlen. Geht am schnellsten und Du ersparst Dir das umständliche Versäubern. Also: Stoff rechte Seite auf rechte Seite legen, einmal füßchenbreit drübernähen. Nahtzugaben auf einen halben Zentimeter zurückschneiden. Umdrehen und ausbügeln. Dann eine weitere Naht links auf links drüber und immer darauf achten, dass die Nahtzugabe nicht hervorlunst. Anschließend nochmals bügeln. Aber nie direkt auf der Naht. Immer direkt daneben, dann drückt sich auch nichts durch.

Weiterverarbeitung: Am oberen Abschluss einen Tunneldurchzug arbeiten. Da kommt dann ein Gummizugband durch. Nicht zuletzt wegen des Tragekomforts.

Saum: Da enpfiehlt es sich schon, eine Zick-Zack-Naht anzufertigen. Denn mit der Zick-Zack-Naht kannst Du auch gleichzeitig die Spitzenborte quasi in einem Rutsch drannähen.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen. Wenn Du noch Fragen hast: Immer her damit.

Grüßle,

Egeria

P.S.: Für breite Borten am Rocksaum kann ich Dir Butinette empfehlen. Die haben ein breites Sortiment für kleines Geld im Angebot.

Good morning, my dears,
Ihr wart ja wieder so fleißig :wub: .
Gut, Ihr habt mich beruhigt, ich gehe nun ganz entspannt ans Zuschneiden.
Ja, ein Unterrock ist vorgesehen, den werde ich im gleichen Stoff wie die Bluse machen. Vorgesehen sind dann noch zwei Rüschen, eine soll unter dem Rock verschwinden (wahrscheinlich zum Aufplustern?) die andere unten an den Unterrocksaum. An diesen sollte eigentlich eine Spitzenbordüre. Die spare ich mir aber, erstens sind die schweineteuer (und ich bräuchte 11 Meter), zweitens zu kitschig.
Auch die Rüsche unter dem Rock werde ich nicht nehmen, zum einen wegen der Arbeit ( :rolleyes: ) zum anderen mag ich dieses Aufgeplusterte nicht. Hatte selbst bei meinem Brautkleid damals (auch selbstgenäht, aber NICHT von mir, hihi) keinen Reifrock nur einen leichten Tüllrock drunter.
Ich bin noch ein wenig am zweifeln ob ich die, zweifellos wesentlich einfachere, Variante des Gummizuges nehmen soll. Der Bund müßte ja dann weiter werden (da fängts schon an...wieviel weiter und wie bekäme ich das dann insgesamt hin, denn nach unten würde das ja dann auch weiter werden, m.M.n.).
Habe mir gestern mal aus Spaß durchgelesen, wie sie sich das mit dem RV vorstellen, hörte sich "eigentlich" nicht soo kompliziert an. Hm, da muss ich nochmal in mich gehen und vielleicht mal eine grobe Simulation eines RVs-einnähen veranstalten.
Ich habe beim Gummi halt die Bedenken, dass das schon sehr aufträgt, mehr jedenfalls als beim "normalen" Bund. Denkt jetzt bitte nicht, dass ich einen Schlankheitswahn habe, aber da ich es vor einiger Zeit endlich geschafft habe, meine in den letzten paar Jahren draufgepackten 8 Kilo wegzuschaffen (und dieses Gewicht nun auch zu halten), bin ich es so leid, unnötige Polster an mir zu sehen, selbst wenn sie nur aus Stoff bestehen. Haltet mich für bekloppt, aber so isses halt, ich bin da ganz ehrlich.
Das hat aber definitiv nix mit der Rüsche unterm Rock zu tun :lol:

Egeria: Mein Rock wird sich beim Tanzen garantiert nicht drehen, denn ich gehöre nicht zu den Frauen, die besonders gerne tanzen, insofern kann ich ja auch den geplanten Tellerrock nehmen, Stoff habe ich eh in Hülle und Fülle.
Kommst Du übrigens aus Hessen? Dein "Gebambel" und der "Bobbes" sind mir aufgefallen :D

Bearbeitet von Tamora am 28.06.2012 11:49:33

Seidenlöckchen, ich habe eben mal nach den Schürsenkeln geschaut, da die Idee gut ist, aber leider habe ich in rot keine gefunden. Schwarz wäre mir dann doch ein wenig zu fade.
Aber ich hatte mir beim Stoffeinkauf gleich ein paar Totenkopfknöpfe mitbestellt, ich denke, ich werde mit einem, anstelle einer Schleife, die beiden Bänder verbinden. Großartig verstellen kann man das Mieder, so denke ich, mit den Bändern eh nicht, das gäbe ja dann durch die Stäbchen und die Verstärkung vorne einen unangenehmen Knubbel und ich weiß nicht, ob ich den Ringschlaufen so sehr trauen würde...
Eventuell mache ich dann hinten am Haken- und Ösen-Verschluss eine zweite Reihe Ösen, damit man dann doch eine gewisse Verstellmöglichkeit hat.

hallo Tamora :wub:
ich schaue immer mal rein bei dir. :daumenhoch:

ich würde dir empfehlen mal die Maschine zu durchsuchen, ein Stich der aussieht wie ein Overlook.
dann kannst du den Saum des Rockes einfach ab nähen und darauf dann die Borte/Spitze nähen so ist es dann leichter. :wub:
leider kann ich nicht viel schreiben, da ich doppelseitige Sehnenscheidenentzündung habe. :heul:

Liebe @Tamora,

jepp, das Thema "auftragende Kleidungsstücke" habe ich ja bereits heute morgen früh bis halb vier ausführlich behandelt. Was glaubst Du wohl, warum ich Dir vorgerechnet habe, wie man einen Acht-Bahnenrock korrekt zuschneidet? Einmal die Hüftweite plus zwanzig Zentimeter, damit frau durchs Einstiegsloch bequem durchkommt ;)

Okay, hätte ich vielleicht etwas genauer erklären sollen. Sorry, ich vergaß, dass Du mein Grundwissen nicht abrufbar hast. Mein Fehler. Verzeih mir das bitte.

Einen festen Bund halte ich beim Unterrock für übertrieben. Im Zweifelsfall kneift das Ding nur unnötig. Das Gleiche gilt für den Überrock. Da dort sowieso das Mieder drüberliegt, sieht man auch da die Lösungsmöglichkeit von @Seidenlöckchen nicht. Mir geht es um die Bequemlichkeit der Bekleidung. Das versuche ich, Dir zu vermitteln.

Kleine Ergänzung zum Bahnenrock, falls Du Dich dafür entscheiden solltest (war heute morgen schon ziemlich früh und selbst mir als anerkannter Nachteule fallen irgendwann mal die Glotzer zu): Am Saum bilden sich dann so gewisse Ecken, die im Schnitt begründet sind. Die sollte man dann mit der Stoffschere etwas egalisieren, sprich: rund schneiden. Dann fällt das Säumen leichter. Und wenn Du Dich für den Bahnenrock entscheidest, brauchst Du auch keine elf Meter Spitzenborte, sondern nur so etwa zweieinhalb bis drei Meter, je nach Hüftumfang. Beispiel: Breite der einzelnen Rockbahn am Saum: 28 cm. Mit dem Wert 8 multipliziert ergibt das eine Saumweite von 224 cm. Musst halt mal den Taschenrechner auspacken und das auf Deine Maße umrechnen.

Zu Deiner Frage, ob ich aus Hessen komme: Jaaaa, ich bin in Vettelheim aufgewachsen und vor etwa zwanzig Jahren in die große Stadt umgezogen.

Grüßle und weiterhin viel Erfolg (den ich mit Argusaugen verfolgen werde),

Egeria

Zitat (gitti2810, 28.06.2012)
ich würde dir empfehlen mal die Maschine zu durchsuchen, ein Stich der aussieht wie ein Overlook.

Dazu müßte ich erst mal wissen, wie ein Overlook-Stich überhaupt aussieht rofl
Aber, das hat sich ja sowieso erledigt, weil ich ja keine Bordüre o.ä. drannähen werde. Trotzdem vielen Dank und gute Beserung!!!! Btw: Wie um alles in der Welt, holt man sich eine doppelte Sehnenscheidsentzündung????

Egeria: Hatte gar nicht auf die Uhrzeit Deines Schreibens geachtet. 4Uhr???? Mein lieber Mann, ich dachte schon, ich sei ein Nachtmensch...
Ich hatte Dich so verstanden, dass ich nur den Unterrock in der Bahnenform machen soll. Also auch den "Überrock"? :wacko: Denn der wäre ja derjenige, der auftragen würde, wenn ich einen Gummibund mache, weil der Stoff ja um ein vielfaches dicker und "sperriger" ist als der Unterrock.
Der Unterrock soll lt. Anleitung (glaube ich jedenfalls) an den Überrock genäht werden, deshalb entfiele logischerweise auch der Bund am Unterrock.
Die Idee mit dem Bahnenrock als Überrock gefällt mir ganz gut, hab nur Schiss, dass ich das nicht hinbekomme, obwohl Du es ja prima erklärt hast, habe ich es trotzdem nicht so ganz verstanden *schäm*
Ich tu mich mit geschriebenen Erklärungen manchmal recht schwer.
Vielleicht muss ich es mir einfach mal hinlegen und dann Wort für Wort lesen.
Bis ich das mit dem Fadenlauf von Seidnelöckchen geschnallt hatte, hats auch ein wenig gedauert....
Wenn Du meinst, dass der Überrock auch als Bahnenrock gearbeitet werden sollte, werde ich einfach mal über'n "Bobbes" messen und dann noch mal wegen der genauen Lage des Stoffes, bzw. der Stecknadeln bei Dir anfragen.
Wenn Du den Bahnenrock nur als Unterrock meinst, dann mach ich erst mal den Überrock als Teller und frage dann nach :D

Vorhin rief mich meine Tochter an, ich solle ihr die Bilder von der Bluse und dem Mieder schicken, da ich ihrer Arbeitskollegin eins nähen soll :ichversteckmich: das kann sie knicken!
Zumal sie für die Materialien (und bezahlen will sie mich auch) auf jeden Fall ein gekauftes bekommt. Und ich gehe erst mal nicht davon aus, dass sie ein solch außergewöhnliches haben will.
Da soll sie mal lieber die Wirtschaft fördern.

Ist schon richtig @Tamora: Den Überrock würde ich - wie vorgesehen - als Tellerrock arbeiten. Nur den Unterrock würde ich ziemlich schnörkellos - also ohne zusätzliche Rüschen - fertigen.

Vergiss nicht, das ist ein Unterrock. Der wird unter dem Überrock getragen. Der mag wohl hier und da blitzen, doch er ist nicht der Mittelpunkt der Kreation. Er blitzt halt nur hier und da.

Grüßle,

Egeria

Zitat (Tamora, 28.06.2012)
Vorhin rief mich meine Tochter an, ich solle ihr die Bilder von der Bluse und dem Mieder schicken, da ich ihrer Arbeitskollegin eins nähen soll :ichversteckmich: das kann sie knicken!

Sach mal, bist Du des Wahnsinns fette Beute?

Wenn Die Kollegin Deiner Tochter unbedingt ein maßgeschneidertes Gewand haben will, dann soll sie sich gefälligst an die Maßschneider halten. Die haben das gelernt und verdienen ihr ehrliches Geld damit.

Das erinnert mich sehr daran, welche Reaktion es auslöst, wenn ich erwähne, dass ich mit einer Nähmaschine umgehen kann. Da kommen dann viele Anfragen, ob ich nicht mal schnell eine Jeans kürzen könnte. Ausgerechnet eine Jeans!!! Das ruiniert mir regelmäßig aufgrund der Stoffdicke die Nähnadeln. Außerdem steht auf meiner Stirn auch nicht das Schild "Änderungsschneiderei". Ich schneidere zum eigenen Vergnügen und hasse es, wenn ich von Sparbrötchen zum Geld-sparen missbraucht werde. Punkt.

Was denken sich eigentlich die Leute dabei, wenn sie Dich als Änderungsschneider im Freundeskreis benutzen wollen? Die denken sich wahrscheinlich, dass sie eine kostenpflichtige Dienstleistung für ein "Danke schön" bekommen und nicht dafür zahlen müssen. Ist ja schließlich ein Freundschaftsdienst. So nicht. Nicht mit mir.

Grüßle,

Egeria

Keine sorge, ich hatte ja geschrieben, dass sie das knicken kann.und umsonst wollte sie es auch nicht gemacht haben.
Aber auch das wird meine Meinung definitiv nicht ändern:-)
Da hab ich nun wahrlich besseres zu tun.

Prima, meine Liebe :blumen: Bleib standhaft :blumen:

Das ist so ein undankbares Geschäft, aus Gefälligkeit einer Freundin ein Kleid zu nähen. Ist mir auch schon passiert. Da hatte ich einen Seidenstoff übrig und habe einer Freundin ein einfaches Fräckchen genäht. Also ein bodenlanges Walle-Walle-Kleid mit Raglan-Ärmelchen und tiefem Ausschnitt. Dass dieses Mädel nicht noch jede Naht mit der Schieblehre nachgemessen hat, war alles. Überall hatte sie etwas dran rum zu mäkeln. Damals hab ichs noch geschluckt, es war ja meine beste Freundin gewesen. Doch nichts desto trotz kam sie dann direkt wieder mit einem Rockstoff zu mir und erwartete, dass ich ihr den von ihr gewünschten Bleistiftrock anfertigen würde. Joa, zugeschnitten habe ich ihn. Als sie dann aber drängelte, sie wolle den Rock eine Woche später schon tragen, gab ich ihr den Rat, ihn doch selbst zusammen zu nähen. Die Einzelteile liegen immer noch bei mir rum rofl

Zwinkergrüßlies,

Egeria

P.S.: Selbstverständlich erwartete diese ehemals beste Freundin, dass sie die Dienstleistung Schneidern als Freundschaftsdienst geschenkt bekommt. Damit kam sie einmal durch. Jedoch kein zweites Mal. :pfeifen:

Bearbeitet von Egeria am 28.06.2012 19:02:51

Keine sorge, ich hatte ja geschrieben, dass sie das knicken kann.und umsonst wollte sie es auch nicht gemacht haben.
Aber auch das wird meine Meinung definitiv nicht ändern:-)
Da hab ich nun wahrlich besseres zu tun.

Zitat (Egeria, 28.06.2012)
Weiterverarbeitung: Am oberen Abschluss einen Tunneldurchzug arbeiten. Da kommt dann ein Gummizugband durch. Nicht zuletzt wegen des Tragekomforts.

davon habe ich tamora abgeraten, denn für einen gummizug müsste sie in einer extremen innenrundung einen etwas breiteren saum fertigen. was sehr schwierig bei stoffen ist, die nicht sehr dehnbar sind. das ist so ähnlich, als wenn man bei einem schmal zulaufenden hosenbein einen saum näht. die naht zieht sich beinahe immer zusammen. durch dressieren des stoffes kann man das abmildern, aber das kann je nach schnitt und material eine kunst für sich sein. ich mache das so gut wie gar nicht, sondern passe lieber den schnitt an.

durch ein breites gummiband sitzt der stoff auch nicht direkt in der taille, sondern einige zentimeter darunter. man könnte es jedoch auch kombinieren. aus einem geraden streifen stoff näht man ein band, durch das man ein schmales gummi hindurchziehen kann. die naht, die das band schließt, wird später wieder ein wenig aufgetrennt, damit man das gummi später einziehen kann. diese öffnung schließt man nach dem einziehen des gummizuges mit wenigen handstichen.

und dieses stoffband näht man an die taillenkante des rockes. das tut man am besten, bevor man das gummi einzieht, sonst kräuselt es sich zu arg. das klappt recht gut, aber man darf die nahtzugabe nicht vergessen. ich denke, ein zuschnitt von höchstens 7 cm in der breite genügt. :blumen:

und ich traum würde ich nicht daran denken, einen unterrock so aufwändig zu fertigen wie den oberrock. vor allem nicht mit der gleichen bundlösung. das trägt auf. stattdessen näht man viele volants und rüschen auf unterröcke, die man auch verstärken kann. er soll ja nicht wärmen, sondern dem oberrock von unten stand geben.

Zitat (Egeria, 28.06.2012)
Da kommen dann viele Anfragen, ob ich nicht mal schnell eine Jeans kürzen könnte. Ausgerechnet eine Jeans!!! Das ruiniert mir regelmäßig aufgrund der Stoffdicke die Nähnadeln. Außerdem steht auf meiner Stirn auch nicht das Schild "Änderungsschneiderei". Ich schneidere zum eigenen Vergnügen und hasse es, wenn ich von Sparbrötchen zum Geld-sparen missbraucht werde. Punkt.

Was denken sich eigentlich die Leute dabei, wenn sie Dich als Änderungsschneider im Freundeskreis benutzen wollen? Die denken sich wahrscheinlich, dass sie eine kostenpflichtige Dienstleistung für ein "Danke schön" bekommen und nicht dafür zahlen müssen. Ist ja schließlich ein Freundschaftsdienst. So nicht. Nicht mit mir.

so erging es mir auch einige jahre. ich kann recht gut nähen und verlangte nichts dafür, wenn ich anderen leuten etwas nähte oder umänderte. und es wurde gern angenommen. die gesichter wurden recht lang, als ich meinen mann kennen lernte und sehr viel zeit mit ihm verbrachte. zeit, die ich bei anderen dingen einsparte, vor allem beim nähen.

nun würde es mir auch nicht mehr einfallen, ohne gegenleistung etwas zu nähen. durch mich haben sie zeit, arbeit und geld gespart. ich opferte meine eigene zeit dafür, strom, sogar nähmaterialien, und ich verlangte und bekam nicht einen cent dafür. wenn ich so etwas heute mache, dann nur noch als geschenk oder besonderen gefallen. oder als gegenleistung für etwas anderes.

hin und wieder hörte ich kleine spitzen. ich sei ja nun so arg beschäftigt mit zwei kindern, dass ich das nicht mehr machen könne. wobei andere mehr kinder hätten und es schaffen würden. nun jedoch bin ich offener als früher und sage frei heraus, dass ich mir vieles zeit nehme und immer noch viel nähe. doch längst nicht mehr für jedermann, sondern nur noch ausgesuchte projekte nach einer klaren rangfolge. und dass selbst menschen ohne kinder nähen lernen können, wenn sie es nur lang genug versuchen und üben, denn mir sei das auch nicht zugeflogen. selbstverständlich hätte ich verständnis dafür, dass man ohne kinder weniger zeit hat als mit. :lol:

für jeans habe ich noch einen tipp. wenn du beim säumen mit einem hammer auf die dicken stellen bei den seitennähten schägst, werden diese stellen viel flacher und lassen sich leichter säumen. natürlich darfst du nicht zu fest zuschlagen, sonst zerstörst du den stoff. :blumen:

Ganz lieben Dank für Deinen Nachhilfeunterricht in Sachen Gummizugbund am Unterrock @Seidenlöckchen :wub:

Hast natürlich vollkommen Recht mit der Rundung und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Da habe ich jetzt nicht mitgedacht *schäm*

Ebenfalls lieben Dank für den Tipp mit den Jeanshosen :blumen:

Joa, solche undankbaren Zeitgenossen, die meinen, nur weil man etwas gut kann - wie beispielsweise schneidern - müsse man das auch unbedingt im Freundeskreis kostenlos zur Verfügung stellen, suche ich mit der ausgeblasenen Stall-Laterne :pfeifen:

Früher war ich da auch viel hilfsbereiter und habe mich breitschlagen lassen. Mittlerweile habe ich gelernt, "nein" zu sagen und auf den Änderungsschneider um die Ecke hinzuweisen. Der verdient sein Geld damit und will auch leben B)

Oder würde es Dir einfallen, nur weil Du einen HNO im Bekanntenkreis hast, diesen zu fragen, warum Du plötzlich auf einem Ohr nicht mehr gut hörst?! Da gehste gefälligst in seine Praxis, da hat er nämlich alle diagnostischen Möglichkeiten griffbereit :nene:

Ich hab den Bogen mit dem Sockenstricken mittlerweile ganz gut raus. In den Vorlesungen meines Profs strickte ich immer. Das fördert meine Aufmerksamkeit. Du glaubst gar nicht, wieviele Leute dann bei mir ein Paar Socken bestellen wollten. Habe ich alles abgelehnt und angeboten, es derjenigen Person beizubringen. Sicherlich stricke ich nach wie vor mit Begeisterung Socken. Doch die verschenke ich dann zu besonderen Anlässen und sie sind immer gerne genommen :)

Übrigens finde ich es bewundernswert, mit welcher Geduld sich @Tamora durchbeißt.

Grüßle,

Egeria

Tante Edit sagt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :hirni:

Noch einfacher wäre es natürlich, den Unterrock gleich im Rockbund für den Überrock mitzufassen. Damit würde ein (auftragender) Bund eingespart werden. Und auch einen Reißer braucht man dann nicht noch extra, weil man den Schlitz des Unterrocks dann gepflegt an den Reißer für den Überrock dransäumen könnte. Was meinst Du dazu @Löckchen?

Bearbeitet von Egeria am 29.06.2012 01:24:10

Ach Ihr beiden seid einfach weltklasse!
Ich muss mir jetzt am Wochenende mal ausgiebig Zeit nehmen, all Eure Vorschläge nochmal Wort für Wort lesen, versuchen sie zu verstehen, auf Tamoratauglichkeit hin testen, mit der Anleitung vergleichen und dann die für mich jeweils am einfachsten umzusetzende Variante auswählen.
Ganz lieben Dank mal wieder für Eure Geduld, Ausdauer und Leidenschaft, mit der Ihr mich so toll unterstützt :wub: :wub:

Zitat (Egeria, 29.06.2012)
Noch einfacher wäre es natürlich, den Unterrock gleich im Rockbund für den Überrock mitzufassen. Damit würde ein (auftragender) Bund eingespart werden. Und auch einen Reißer braucht man dann nicht noch extra, weil man den Schlitz des Unterrocks dann gepflegt an den Reißer für den Überrock dransäumen könnte. Was meinst Du dazu @Löckchen?

das ist eine möglichkeit, aber ich rate davon ab. tamora hat noch nicht viel näherfahrung, und es kann arg knifflig werden. normalerweise näht man ja das futter eines rockes, wenn es einen gibt, mit wenigen stichen an den reißverschluss und fasst das futter im rockbund mit.

hier handelt es sich jedoch um einen unterrock. man könnte den rock später nur noch so tragen, und ich glaube, die beiden stoffe sind sich in der farbe nicht ähnlich. der rock ist schwarz, der unterrock weiß. oder war es rot? das kann beim waschen probleme geben.

für ein späteres dirndl könnte man den unterrock nicht mehr verwenden, nähte man ihn fest. es werden auch die kombinationsmöglichkeiten fehlen. man weiß ja nie, wie viele oktoberfeste noch kommen. :lol:

einen weiten rock würde ich auch für mich selbst nur noch mit gummibund oder gummizug nähen. oder beinahe immer. bei so viel stoff um die hüften schadet auch das nicht mehr. oder man wählt eine passe. ich glaube, so heißt es. das ist meistens ein figurumschließendes stück stoff, das oben nur so weit ist, dass man mit den hüften hineinkommt. oder mit dem oberkörper. :hihi:

die untere kante ist auch nur so weit, dass man sich damit hinsetzen kann, ohne eingeengt zu sein. also beinahe wie ein sehr breiter gürtel oder ein sehr kurzer minirock. an die untere kante wird dann ein volant genäht. ein volant sieht auf den ersten blick aus wie eine rüsche, ist jedoch nicht aus einem geraden stück stoff zugeschnitten, sondern aus einem runden oder gerundeten. nur die obere kante ist gerade, dort, wo sie an die passe genäht wird. deswegen trägt ein volant nicht so auf wie eine rüsche, die an der ansatznaht gerafft wird.

bei einem volant wird nichts gerafft. volants werden zum saum hin immer weiter, während eine rüsche oben genauso weit ist wie unten. das sieht man beim zuschnitt. ein teller- oder glockenrock ist eigentlich ein volant, wenn man von dem gerundeten zuschnitt des stoffes in der taille absieht.

ich hoffe, das alles war nicht allzu verwirrend. :blumen:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 29.06.2012 12:27:19

Nöööö, liebes @Löckchen, ich konnte Dir bei Deiner Begriffserklärung problemlos folgen. Für mich war das nicht too much.

Der Punkt ist eher, inwieweit die tapfere @Tamora folgen und die Tipps umsetzen kann.

Mittlerweile denke ich aber, @Tamora sollte sich einen Schnitt für ein Sommerkleid im Walle-Walle-Stil - oder auch Empire-Stil - raussuchen. Das sind die Schnitte, wo eine Teilungsnaht direkt unter der Brust zu finden ist. Damit hätte sie die Bluse genauso wie den Unterrock in einem Rutsch und vor allem auch in einem Teil fertig gestellt. Stoff hat sie ja nach eigenen Angaben in ausreichendem Maße. Dann müßte sie nur noch das bereits fertige Mieder drüber ziehen und den Rock anlegen. Und schon wäre sie die Dirndl-Queen.

Jepp, das ist ein kompletter Umdenk-Prozess. Warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen. Hatte wohl ein Brett vor dem Kopf oder habe mich von den Vorgaben ablenken lassen.

Grüßle,

Egeria

DAS war mal ne kompetente Antwort!

Das hebt dieses Forum enorm an,vielen Dank! Ich meine das ernst!

Grüße

Danke für die Blumen @Ingarie und erstmal herzlich willkommen bei den Muttis.

Welchen der Beiträge meinst Du denn? Es sind mittlerweile so etwa fünf Seiten und jeder Beitrag ist auf seine Weise gut ;)

Manche Planung entwickelt sich eben erst bei der Ausführung ;)

Grüßle,

Egeria

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