Jetzt auch Neckermann Pleite!


Habe gerade bei Spiegelonline gelesen, dass nun auch Neckermann Insolvenz angemeldet hat. Finde ich echt krass, erst gerade sind die Schlecker Nachrichten weniger geworden, da kommt der nächste Hammer. Und schon wieder über 2000 Arbeitsplätze weg.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehm...42.html#ref=rss

Man, man, man.


Amazon macht alles mit dem Dumpinglöhnen kaputt. Dann wird Amazon irgendwannmal ein Monopol bilden und die Preise anziehen.


Zitat (Mama-ist-die-Beste @ 18.07.2012 17:26:10)
erst gerade sind die Schlecker Nachrichten weniger geworden...

Die werden gerade wieder mehr.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Ok, das klingt wirklich so, als wenn uns das Thema wohl noch länger begleiten wird.
Mal sehen, was dann auch bei Neckermann noch so alles rauskommt.

Zitat
Amazon macht alles mit dem Dumpinglöhnen kaputt. Dann wird Amazon irgendwannmal ein Monopol bilden und die Preise anziehen.

Ja, die Befürchtung habe ich auch schon öfter gehört. Aber es gibt ja auch noch andere Internetshops, die recht groß sind. Also wie ebay oder otto. Vielleicht bleiben die ja bestehen. Und http://www.quelle.de/ gibts ja z.B. auch wieder. Die waren doch auch schonmal pleite. Vielleicht eine Hoffnung für die Neckermann-Leute...

Das sind leider die Auswirkungen von dem ganzen Geiz-ist-geil Schei... :angry:

Viele sind nicht bereit nur 5 cent mehr zu bezahlen und dann wundern sie sich warum die "alten" Händler der Reihe nach eingehen. :huh:

Schlimm ist das!

PS: Das ist jetzt keine Kritik oder Schlechtmacherei von Personen, die jeden Cent 3x umdrehen müssen.


Alles auf Amazon zu schieben, ist nun ziemlich blauäugig, zumal nicht erwiesen ist, das Amazon Dumping Löhne zahlt und Neckermann sich an Tarife hält, Schlecker ist auch pleite gegangen obwohl die Mitarbeiter schlecht bezahlt wurden und wenn dann sind es doch am Ende die Konsumenten, die einfach ohne Rücksicht auf Verlust nach Schnäppchen und best price suchen. Meiner Meinung nach hat die Firma einfach die Zeichen der Zeit verschlafen, wie Quelle gilt das Geschäft der Kataloghändler als altbacken, da bestellt meine Oma aber doch nicht ich. Man hat sich zu sehr auf sein altes Klientel verlassen. Die Zeit ist wesentlich schnell lebiger geworden, da kommt man mit einem Katalog im halben Jahr nicht mehr nach, abgesehen davon verkaufen die nichts anderes als jedes Kaufhaus und da kann ich die Ware wenigstens probieren und mich nicht mit irgendwelchen Kurieren um Versand und Rückversand rumärgern. OttO hat übriegns auch leichte Probleme und denkt über Stellenabbau nach.


Früher haben alle gesagt, die großen Videotheken und Buchhandlungen machen alles kaputt. Und jetzt knicken die reihenweise vor Amazon ein. Es bleibt der bestehen, der sich den Anforderungen der Zeit anpasst.

Ich habe einmal bei Neckermann was bestellt, weil ich einen Gutschein von meinem Handynetzanbieter bekommen habe. Es war irre überteuert, trotz Gutschein musste ich draufzahlen und die Qualität (Wäschenetze) war unterirdisch, sie sind mir alle kaputtgegangen und gerostet. Deshalb habe ich dort nichts mehr bestellt, nicht weil ich so schnäppchengeil bin.

Auch bei Schlecker bin ich nie einkaufen gegangen, weil die Läden schlecht sortiert, oft schmutzig und die Produkte nicht überzeugt haben. Mich hat es nicht gewundert, dass sie bei DM und Rossmann nicht mehr mithalten konnten, die auf Kundenfreundlichkeit, hochwertige Eigenmarken und Service Wert gelegt haben.

Bearbeitet von witch_abroad am 19.07.2012 11:54:55


Mir ist schon länger aufgefallen:
Viele Firmen wurde von einer Familie Aufgebaut.
Gebäude und Geräte gehörten dem Eigner.
Dann wurde die Firmenleitung von jung dynamischen Akademikern übernommen.
Das Grundstück wurde verkauft und zurückgemietet.
So wurde viel Vermögen aus den Firmen umgeschichtet.
Das Können und Wissen wurde in andere Länder ausgelagert.
Die neuen Produkte bekamen die amerikanischen Eigenschaften.
Ex und hop. Also müssen die Produkte diesen mäßigen Eigenschaften im Preis entsprechen.
So verschwinden die früher guten Marken vom Markt.
Der alte Quelleversand stellte an die Lieferanten hohe Anforderungen.
Der Service mit Transport sollte vermieden werden durch Qualität.
Danach kam eine andere Firmenphisolofie. Übrig blieben Schlagzeilen über Frau Schickedanz mit Kindern.
Herr Neckermann kaufte teure Dressurpferde und überließ das Managment den jung dynamischen BWLern frisch von den Hochschulen.
Neckermann ist nur noch ein Name einer Investgruppe.
Die Maxime der Invester ist nur, viel Gewinn sofort. Morgen wird der Rest der Firma entsorgt.
So ärgere ich mich über die Qualität von Jeans.
Die Stoffbahnen sind falsch geschnitten. Zwei Hosen vom selben Stabel mit gleicher Größenangabe sind verschieden geschnitten. Bei renomierten Marken.
Da sind die Billigprodukte vermutlich nicht schlechter.
Natürlich gibt es Inhabergeführte Firmen, Da macht es noch Spaß einzukaufen.
:wallbash: rofl :heul:


Die heutige Quelle gehört zu Otto
Die Versandhändler haben den Trend verschlafen.
Amazon und c.o. haben den Vorteil, viel Umsatz bei niedrigen Kosten zu machen.
Amazon ist ja zum Teil nur Vermittler.
Warum sollte der Verbraucher an allem schuld sein?
Würde man die Arbeiter, Angestellte ordentlich bezahlen, könnten sie sich aich mehr leisten.


Alter Techniker, ich stimme dem zu, was du so über etliche Familienbetrieben geschrieben hast. Und als Ergänzung: Im BWL-Studium ist Ethik ein Fremdwort. Gewinnmaximierung ist das alleinige Ziel,das da vermittelt wird. Sicher entschuldigt das nicht diese Absolventen. Denn Anstand, eine gewisse sozialverträgliche Moral usw. sollte man sowieso haben, gell? Sozusagen von zuhause aus. <_<


naja die Konsumgesellschaft will es ja so, jeder von uns möchte billiger, schneller und bequemer einkaufen und entweder gehst du mit der Zeit oder du gehst mit der Zeit ! :trösten:

MfG Helden aus Holz


Ich denke auch, dass Neckermann einfach nicht die Signale der Zeit rechtzeitig erkannt hat. Das Geschäftsmodell war einfach von vorgestern



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