Nur Sauf-Anlässe


Ich weiss nicht, ob Ihr mir zustimmt, aber ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass es zunehmend bei allen Festen und Events primär ums Saufen geht, bei Sylvester angefangen, über Karneval und 1. Mai, Oktoberfest, Halloween, Weihnachtsmarkt.....Dazwischen Junggesellenabschiede, Schützenfest, runde und nichtrunde Geburtstage, Straßen- und Stadtteilfeste, Vereinsfeiern.... nichts geht ohne Alkohol, Bierzelte, Sektbars, Glühweinstände, Schnapsleichen....
Der jeweilige Anlass tritt in den Hintergrund, ist ja auch egal, Hauptsache besoffen sein.

Ich bin keine Abstinenzlerin, aber die ewigen Besäufnisse gehen mir zunehmend auf die Nerven, vor allem, wenn ich nicht mithalte und mir das ganze Elend angucken muss.

Eure Meinung dazu würde mich interessieren.


ist mir auch aufgefallen. skiurlaub = apres-ski. sommerurlaub = ballermann und co. wochenendvergnügen = sauuuuufööön!!!

und am montag drauf wird damit geprahlt, wie hart man gefeiert und wie viel kohle man versoffen hat. das ist mir so zuwider.

zum glück habe ich genügend freunde, die sich nicht zuschütten wollen, sondern lieber quatschen und dabei einfach nur ein bier dazu trinken. oder zwei. aber ebn nicht bis zum abwinken.


Dieses Jahr war ich auf Mallorca im Urlaub. Nein, nicht zu saufen. Urlaub machen mit meinem Freund. --- Alleine schon, dass man diese Einschränkung hinterher schieben muss finde ich persönlich sehr, sehr traurig. Mallorca ist eine wunderschöne Insel mit vielen Highlights natürlicher Art. Den Ballermann zu umkurven ist kein großes Problem, doch wird diese Insel leider viel zu häufig nur auf diesen winzigen Fleck Erde reduziert.

Zum Glück habe ich auch so einen Freundeskreis wie Cambria. Man sitzt nett zusammen, grillt, holt Pizza oder schaut auch nur mal DVD oder quatscht, aber das klappt bei ner Cola genauso gut wie bei einem Glas Bier oder Wein.

Diese organsisierten Besäufnisse wie Schützenfeste oder Volksfeste jedweder Art sind mir persönlich zuwider. Ab und zu zieht es mich dort hin, aber dass ich mir nichts schöneres vorstellen kann als bis zum Verlust der Muttersprache zu trinken oder anderen dabei zuzusehen, kann ich nicht gerade behaupten. Und wenn man ganz viel "Glück" hat gerät man noch in eine Schlägerei, nur weil mal wieder einer nicht gemerkt hat, dass ihm Schnaps nicht bekommt und er dadurch aggressiv wird. Dinge, die die Welt nicht braucht.

Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben, manchmal sogar mehr als mit.


Zitat (Dorie @ 26.09.2012 10:13:30)


Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben, manchmal sogar mehr als mit.

Ich auch....

Ich habe da noch nie mitgemacht. einfach, weil ich es nicht mag. Aber seltsam, wie man angeschaut wird, wenn man "nur" Cola bestellt.

Zitat (Cambria @ 26.09.2012 10:03:09)
ist mir auch aufgefallen. skiurlaub = apres-ski. sommerurlaub = ballermann und co. wochenendvergnügen = sauuuuufööön!!!

und am montag drauf wird damit geprahlt, wie hart man gefeiert und wie viel kohle man versoffen hat. das ist mir so zuwider.

zum glück habe ich genügend freunde, die sich nicht zuschütten wollen, sondern lieber quatschen und dabei einfach nur ein bier dazu trinken. oder zwei. aber ebn nicht bis zum abwinken.

Das war schon zu meiner schulzeit so..deswegen gehörte ich auch nie dazu - ich trinke gar nicht..

Für mich gehört zu einem geselligen Beisammensein nicht, dass man sich zuschüttet, ein gläschen wein, ok...hin und wieder ein charly, manche brauchen das echt zum "auftauen" aber ich bin auch ohne alk unterhaltsam...

Nichts ist widerlicher, als sich bis Oberkante Unterlippe zuzuschütten :kotz:

Ich kann meinen Vorschreibern 100 %ig beipflichten! Bin keinesfalls Abstinenzlerin, ein gutes Glas Wein zum Essen oder auch in geselliger Runde oder das eine oder andere Glas Bier, dagegen ist sicher nichts einzuwenden, aber für einen schönen Abend und eine gute Unterhaltung muß man nicht saufen bis zum Abwinken!!


Da freue ich mich ja, nicht alleine dazustehen.

Ich kam darauf, weil ich mich am WE mal wieder "rechtfertigen" musste, bei einem "geselligen Beisammensein" , und tatsächlich meine -an sich harmlosen- Medikamente als Grund angab, mich nicht zuzudröhnen wie die anderen.
Hinterher dachte ich: Was warst du feige! Aber ich wollte die "Stimmung" nicht verderben durch mein Moralisieren oder als Spielverderber gelten.


Wir waren neulich bei Freunden eingeladen und es sollte eigentlich ein pupsnormaler spießiger Abend mit Sofa, Gelaber und Chips werden.
Allerdings hatte unsere Gastgeberin einige ihrer Freunde, die wir vorher nicht kannten, eingeladen und die waren so lustig und so nett, dass sich der Abend GANZ anders entwickelt hat. Wir haben irgendwann den Wodka geentert und es ordentlich laufen lassen... Sowas kommt absolut vor, ich hab daran auch meinen Spaß.
Wir haben uns aber mehr so zufällig betrunken... wisst ihr, was ich meine?


Zitat (Fleur @ 26.09.2012 11:14:03)
Da freue ich mich ja, nicht alleine dazustehen.

Ich kam darauf, weil ich mich am WE mal wieder "rechtfertigen" musste, bei einem "geselligen Beisammensein" , und tatsächlich meine -an sich harmlosen- Medikamente als Grund angab, mich nicht zuzudröhnen wie die anderen.
Hinterher dachte ich: Was warst du feige! Aber ich wollte die "Stimmung" nicht verderben durch mein Moralisieren oder als Spielverderber gelten.

Eigentlich schade, wenn sich das "normale" Verhalten - eben nicht viel Alkohol zu trinken - sich rechtfertigen muss.

Ich hab in der Familie einen alkoholerkrankten Verwandten. Diese Person ist mittlerweile seit 2 oder 3 Jahren trocken - für diese Person ist es natürlich am Anfang besonders hart gewesen, ständige Rechtfertigungen bringen zu müssen.
Irgendwann hat er einfach nur noch "nein, danke. Ich hätte lieber ein Mineralwasser" gesagt. Und auf die unvermeidliche Warum-Frage hat er einfach nur gesagt: "Weil ich lieber ein Minteralwasser hätte." Wer doof fragt, kriegt doofe Antworten ;)
Aber die Nachfragen haben sich schlagartig auf null reduziert.

Dieses rechtfertigen kenne ich auch zur genüge...häufig wird man dann als "langweilig" abgetan aber leute mit Grips akzeptieren es so..

Ich habe auch nen trockenen Alkoholiker in der Familie, er geht da ganz locker mit um und sagt immer:"Ich habe genug für mein ganzes leben getrunken"...find ich mutig


Zitat (Cambria @ 26.09.2012 11:17:33)
Wir waren neulich bei Freunden eingeladen und es sollte eigentlich ein pupsnormaler spießiger Abend mit Sofa, Gelaber und Chips werden.
Allerdings hatte unsere Gastgeberin einige ihrer Freunde, die wir vorher nicht kannten, eingeladen und die waren so lustig und so nett, dass sich der Abend GANZ anders entwickelt hat. Wir haben irgendwann den Wodka geentert und es ordentlich laufen lassen... Sowas kommt absolut vor, ich hab daran auch meinen Spaß.
Wir haben uns aber mehr so zufällig betrunken... wisst ihr, was ich meine?

Ja so gings mir gestern, nach dem Fussballspiel hat mich mein Chef zu einem Bier eingeladen, Lust hatten wir beide nicht wirklich, er hat höfflichkeitshalber gefragt, ich habe höfflichkeitshalber Ja gesagt, in der Kneipe ein Bier bestellt, etwas fussballfachgesimpelt, dann kamen ein Hamburger und ein paar aus Dresden an unseren Tisch, dank einer Großveranstaltung in der Stadt haben wir hohe Promidichte und durch Zufall ist um 0.00 Uhr noch Jochen Busse (7 Tage 7 Köpfe) bei uns am Tisch gelandet und ich muß sagen der ist richtig nett. Um 2 wurden wir alle aus der Kneipe geschmissen. Das war mal eine richtige schöne Spontansause.

Ansonsten bin ich der Meinung das heute nicht mehr gesoffen wird als früher. Das ist bloss seit Jahren ein ständig präsentes Lieblingsthema der Medien und des Trash TV. Die Bierbrauer jammern dagegen über immer weniger Absatz und tatsächlich ist der Prokopfverbrauch von Bier rückläufig, der von Schnaps und Likören seit Jahren konstant.

Das ist ja cool Denza :) Den Jochen Busse muss ich nur anschauen und schon lachen :D


Meine Eltern -eingefleischte Campingurlauber- haben es auch mal erlebt, dass ein Nachbar auf dem Campingplatz immer selbst etwas zu trinken mitgebracht hat. Normalerweise ist das eher nicht so üblich. Meine ELtern haben auch gerne mal einen Wein oder Schnaps angeboten, so wie man das halt macht, wenn man gemütlich zusammen sitzt. In einem Gespräch hat meine Mama dann mal vorsichtig nachgefragt und dann stellte sich auch heraus, dass er ehemaliger Alkoholiker ist. Seit dem schämt sie sich für das übliche "trink doch noch einen" etc. und macht das seitdem auch nicht mehr. (Also nicht, dass sie die Leute immer nötigt zu trinken, aber ein einfaches "Nein" genügt nun und zieht auch keine weitere Diskussion nach sich).


Ja auch einen "ehemaligen" in der Familie. Und mich kotzt das schon seit Kindesbeinen an.
Ich war noch nie betrunken und ich habe mir das wenige auch abgewöhnt.

Dass heute angeblich nicht mehr Alkohol konsumiert wird, ich weiss es nicht.
Aber Schüler die das Komasaufen auch noch toll finden, kann ich mich nicht erinnern, das es sowas gab.

Zu Saufgelagen zog es mich noch nie und wer will das dumme Geschwätz schon hören. :angry:

Ich finde es so schön, dass es Euch "Normalos" gibt.

Lasst Euch knuddeln. :trösten:

Urseli


ich kenne es gar nicht anders, als dass bei feiern, so banal sie auch sind, getrunken wird. oder dass man eine feier veranstaltet, damit man sich betrinken kann. es ist jedoch ein erheblicher unterschied, ob man sich bei einer feier wohl fühlt und ein wenig zu viel an alkolischen getränken erwischt. oder ob man den abend mit dem vorsatz beginnt, sich furchtbar zu betrinken und vielleicht auch noch dabei wettbewerbe zu veranstalten, wer mehr trinken kann, ohne sich zu übergeben oder umzufallen. so habe ich noch niemals getrunken.

ich vertrage auch nur noch wenig alkohol. bei meiner nächsten geburtstagsfeier und zuvor bei der meines mannes werde ich mir einige gläser wein erlauben, da ich nicht mehr stille. einige sorten sind köstlich. aber ich glaube, schon nach drei gläsern wird mir schwummrig werden. mein mann trinkt nun nur noch sehr selten alkohol und merkt, dass er schon nach zwei bier das gefühl hat, auf einem schwankenden schiff zu laufen. früher liebte er wodka-lemon, heute hat er nach zwei genug, weil es ihm nicht mehr schmeckt. er hat früher oft nicht darüber nachgedacht, wie viel er trinkt, auch wenn er danach nicht mehr gefahren ist. als vater hat er sein trinkverhalten stärker hinterfragt und festgestellt, dass er oft einfach mitgetrunken hat, über den punkt hinweg, an dem sein körper ihm sagte, er mag nicht mehr.

die verkaufswagen und -stände gibt es jedoch überall, und die gastronomen verdienen daran eben mehr als an wasser und cola. ich lasse mich schon lange nicht mehr mitziehen. wenn andere trinken wollen, sollen sie es ohne mich tun. ich will ja auch andere nicht dazu überreden, etwas zu essen, was sie nicht essen wollen.

es ärgert mich jedoch, dass man selbst als schwangere oder stillende manchmal aufgefordert wird, wenigstens ein gläschen mitzutrinken, das würde dem kind nicht schaden. es gibt leute, die denken gewiss heute noch, dass sie ein zug gestreift hat, so sehr habe ich ihnen meine meinung zu ihren aufforderungen und kommentaren gesagt. mein baby vergiften, damit man nicht ungesellig ist? :toktok:


Zitat (Urseli @ 26.09.2012 12:54:49)
Aber Schüler die das Komasaufen auch noch toll finden, kann ich mich nicht erinnern, das es sowas gab.


Das Geld dafür hätte ich auch nicht gehabt ;)

Zitat (Sparfuchs @ 26.09.2012 15:51:32)
Das Geld dafür hätte ich auch nicht gehabt ;)

Das gab es auch zu unserer Zeit nicht, Sparfuchs.

Wir sind ungefähr im gleichen Alter und haben mit Sicherheit auch die gleichen Partys gehabt.
Dennoch gab es bei uns kein Koma-Saufen oder gar Flat-Saufen.
ne Happy-Hour kannten wir doch gar nicht.

Wir waren doch damals froh, wenn wir alle in der Clique die paar wenigen Gröchelchen zusammen schmissen und nen Kasten Öttinger kaufen konnten.

Wenn es hoch kam, hatten wir mit 10 Leuten einen Kasten Bier.
Da haben wir gut zwei Stunden dranne genüggelt.


Nun, ich war letzte Woche auf Malle. Besoffen hat sich da keiner. Scheinbar war unser Hotel doch mehr für meine Generation ++ gewesen.
Die paar jungen Leute, die dort residierten, erschienen in guter Kleidung zum Abendessen. Tranken ihr Bier und gut war. Was sie danach trieben, entzieht sich meinem Wissen. Und ich will es auch nicht wissen.

Klar, da war eine kleine Gruppe, die hat es am ersten Tag übertrieben, da denke ich aber, das wird die Anreise nur mit dem Bord-Sandwich gewesen sein. Du steigst aus dem Flieger, die Hitze steht auf den Straßen, im Hotel angekommen, gehst du nach dem Check-In kurz vor dem Abendessen noch an die Bar, man hat ja Durst.

Auch am Strand konnte ich keine Alkohöllis erleben. Wir selbst haben uns nur am Nachmittag ne Dose Bier gegönnt. Ansonsten nur Wasser.
Nur zur Happy-Hour und am Tisch gönnten wir uns das eine oder andere Getränk.
Lieber haben wir auf dem Balkon gesessen und aus den "mitgeschleppten Flieger-Plastikbechern" einen gekauften Schluck Wein genossen.

Einen Kulturschock bekam ich am Tag der Rückreise.
Ich war ohne meine Männer auf Malle und wir hatten in meinem Heimat-Dorf Schützenfest.
Mein Mann und ich gingen dann am späten Nachmittag für zwei Stunden ins Zelt, um die Kinder, die aktiv in Vereinen sind, zu begrüßen.
Ich war überrascht, wie laut mir auf einmal mein Schützenfest - unser rheinländisches Brauchtum- vorkam.
Dieser Biergeruch aus dem Zelt, war mir zuwider.
Ich stand da und habe die Welt nicht mehr verstanden. Fühlte mich deplaziert.

Nach vier Bier - bei uns ein Bier 0,2 l - bin ich wieder heim.
Das hat mir schon gereicht.

Sicherlich gab es auf unserer Kirmes Menschen, die sich haben zugeschüttet.
Gottlob, meine Familie war nicht dabei.

Lieber sitze ich auf meiner Terrasse und trinke mir meinen vino und Männe sein Bierchen.
Wir brauchen diese Superfeiern auch nicht mehr.
Gerne gehen wir noch auf gute Parties, aber Kampfsaufen brauchen auch wir nicht.
Karneval gehen wir gar nimmer weg.
An Schützenfest - das bei uns vier Tage dauert - nur noch an einem Tag. Das reicht uns vollkommen.
Und das im Rheinland, der Hochburg des Karnevals oder Schützenfest.

Ich trinke keinen Alkohol, war auch noch nie betrunken (bin a weng über 30 ;) ) und werd von den Leuten komisch angeguckt. Als ob es eben normal ist, sich zu betrinken. Ich habe ernsthaft Freunde gehabt, die meinten: "Das muss man mal erleben".
Das sind dann diejenigen, die auf Parties reiernd überm Klo hängen, mich besoffen zulabern oder gar aggressiv werden. Ach ja... und viele von denen sind Leute, die mich als (Wenig)Raucher wie einen Aussätzigen behandeln, wenn ich auf dem Balkon eine rauche.

Ich kann dem Alkohol nichts abgewinnen, es ist ein Suchtmittel und gefährlich. Ich fand es gut, als Zigarettenwerbung aus dem TV verbannt wurde, und könnt jedesmal wütend werden, wenn Alkoholwerbung kommt... "Rette den Regenwald mit einem Kasten Bier", "Wohoo, lustige Hirsche trinken Jägerlehrling ;)" oder "Urlaubsgefühl dank Bark-Addi".

Nicht falsch verstehen... ich habe nichts gegen ein gemütliches Glas Rotwein oder so... aber Alkohol als gesellschaftlich anerkannte und beworbene Droge find ich übelst daneben.


Zitat (Dorie @ 26.09.2012 10:13:30)
Mallorca ist eine wunderschöne Insel mit vielen Highlights natürlicher Art. Den Ballermann zu umkurven ist kein großes Problem, doch wird diese Insel leider viel zu häufig nur auf diesen winzigen Fleck Erde reduziert.

Dem stimme ich voll und ganz zu :wub:

Und dieses "Betrinken-Müssen" ist wirklich nervig. Klar, es hat schon die eine oder andere sehr lange und sehr feucht-fröhliche Nacht geben. Und bei einem Glas Sekt, Gin&Tonic, Caipirinha oder so kann ich schlecht nein sagen :rolleyes: , aber das muss doch nicht regelmäßig, geplant und mit Zwang sein. :wallbash: :labern:

Zitat (Eifelgold @ 26.09.2012 17:49:10)
Das gab es auch zu unserer Zeit nicht, Sparfuchs.

Wir sind ungefähr im gleichen Alter und haben mit Sicherheit auch die gleichen Partys gehabt.
Dennoch gab es bei uns kein Koma-Saufen oder gar Flat-Saufen.
ne Happy-Hour kannten wir doch gar nicht.

Wir waren doch damals froh, wenn wir alle in der Clique die paar wenigen Gröchelchen zusammen schmissen und nen Kasten Öttinger kaufen konnten.

Wenn es hoch kam, hatten wir mit 10 Leuten einen Kasten Bier.
Da haben wir gut zwei Stunden dranne genüggelt.



Nicht nur das, bei uns war auch nicht das Ziel sich zu besaufen.
Hier sind ja viele Weinfeste, mittlerweile gibt es da überall Sicherheitsdienst und Alkoholkontrollen.
In gewissen Zonen darf nichts Hochprozentisches mitgebracht werden.
Mädchen 14 Jahre usw. laufen durch die Weinberge mit Weinflaschen am Hals und glühen schon mal vor, damit sie auf den Festen dann gut drauf sind. Durch die viele Sauferei gibt es auch mehr Schlägereien...

Ich hasse Betrunkene !!
Der Gedanke, das man sich zum Max macht/ gemacht hat, abscheulich.
Das heißt aber nicht, das es bei uns keinen Alkohol gibt. Wir trinken zu einen guten Menü oder am WE zu einem schönen Filmchen, oder mit Freunden einen guten Rotwein, gut ist.

Ich mach mir nur Gedanken über das Sprichwort " dumm frisst, intelligent säuft ".... <_<

Schönen Abend allen :blumen:


In meinem jetztigen Leben wird es akzeptiert,das ich nicht unbedingt bei jedem Fest Alkohol zu mir nehme. Es wird sich auch nicht besoffen oder nur gefeiert des Alkohl wegen So wie hier viele schreiben, wer was trinken will ok,wer nur Cola oder Saft will ok. Zusammen sitzen,schön plaudern, aufnehmen können was der andere sagt,das Gespräch verfolgen können,lachen weil es lustig ist (und nicht weil weil man nichts mehr kapiert),sich freuen über den gemütlichen abend und das zusammensein. Das macht doch viel mehr spass.

Davor,in einem anderen Leben mit anderen Menschen war es wirklich so, ich musste mich auch rechtfertigen warum ich Miwa trinke. Bemerkungen wie : Du weist ja,das macht blaue Därme? konnte ich schon nicht mehr hören. Oder : Sag mal,wenn du mal über den Jordan gehst,hast du dann überhaupt mal spass in deinem Leben gehabt? ( Ja, ich habe viel spass in meinem Leben,da ich ohne benebelung des Hirnes lebe.)
Ich fand es immer abstossend mit zunehmenden Alk- zu sehen und hören wie die Menschen sich veränderten. Manche wurden dööflich oder andere wieder ordinär.
Am anderen Tag oder zwei danach waren die dann auch noch stolz,nicht mehr zu wissen was sie gesagt haben oder wer auf dem Fest anwesend war!

Ich selber habe nicht so das Gefühl,das heute mehr konsumiert wird als früher. Heute hat man vieleicht mehr Geld und Gelegenheit die Feste zu feiern. Nur gibt es eben auch menschen für die ein Fest oder eine Feier ohne Alk nichts ist . Eigentlich sehr schade.


da ich keiner bin, der sich die kante gibt, kann ich es auch überhaupt nicht leiden, solche menschen in meiner umgebung zu haben.
ich habe mit 15 (?) gesehen wie mein bruder so besoffen war, dass er sich bei uns in der wohnung übergeben hat. das war dann ein prägendes erlebnis, glaub ich.
ich brauch in meinem (kleinen) freundeskreis nur mal rumfragen, da war jeder schon mindestens 1x so dicht, dass er/sie nen filmriss hatte. und sei´s auch nur, um es als "jugenderfahrung" abzutun. wenn ich dann gefragt werd und sage: "so dicht war ich noch nie und will ich auch nie sein", werd ich komisch angeschaut.

ich mein, ich trink auch gern mal ein gläschen sekt oder likör, aber es geht genauso gut auch ohne.


Ich mag keine Betrunkenen. Wie sie einen mit ihren glasigen Augen anschauen, einfach nur schlimm.

Sie möchten gern, das man mittrinkt, damit es einen am nächsten Tag genauso schlecht geht, wie ihnen.

Wenn sie aber abhängig sind, muß ihnen geholfen werden. Dann tun sie mir manchmal leid.

Einen guten Spruch hat Nancy Astor gehabt:

Einer der Gründe, warum ich nicht trinke, ist, dass ich dabei sein möchte, wenn ich mich amüsiere.


Da müsst ihr mal die Russen erleben, wenn sie in einem All inclusive Hotel den Wodka kippen.

Da guckst Du einfach mal kurz beiseite, dann haben die ne halbe Flasche geleert...... :pfeifen:

Dabei dachte ich dass man nach 2 Flaschen Wodka tot umfällt, aber da fangen die erst zu trinken und zu singen an.


Ich hatte, so mit 17, eine Freundin, die wahnsinnig stolz darauf war, regelmäßig "Filmriss" zu haben und sehr damit angab, sich supercool vorkam.
Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und meinte: Da brauchst du dir gar nichts drauf einzubilden. Sich besaufen, das kann jeder Idiot! Und wenn du so weitermachst, wirst du auch einer, ohne besoffen zu sein.

Das saß! Wir hatten fast ein Jahr Funkstille.


Zitat (stinkstieffelchen @ 26.09.2012 21:11:49)
da ich keiner bin, der sich die kante gibt, kann ich es auch überhaupt nicht leiden, solche menschen in meiner umgebung zu haben.
ich habe mit 15 (?) gesehen wie mein bruder so besoffen war, dass er sich bei uns in der wohnung übergeben hat. das war dann ein prägendes erlebnis, glaub ich.
ich brauch in meinem (kleinen) freundeskreis nur mal rumfragen, da war jeder schon mindestens 1x so dicht, dass er/sie nen filmriss hatte. und sei´s auch nur, um es als "jugenderfahrung" abzutun. wenn ich dann gefragt werd und sage: "so dicht war ich noch nie und will ich auch nie sein", werd ich komisch angeschaut.

ich mein, ich trink auch gern mal ein gläschen sekt oder likör, aber es geht genauso gut auch ohne.

So ging es mir auch - mein vater hat auf partya auch gerne mal einen gehoben - mich hat dieser anblick, ich muss es so sagen, angeekelt..ich habe keinen respekt mehr vor ihm gehabt. Ich habe das auch gleich zu meinem mann gesagt - ich möchte die nie betrunken erleben...er trinkt am WE und auf Feiern aber er weiss, wo seine grenze ist...besoffen war er noch nie..

Traurig finde ich, dass es wirklich Leute gibt, für die es ein verlorenes Wochendende war, wenn sie nicht beide Tage strudeldicke in irgendeiner Ecke o.ä. gelandet sind. Naja, traurig trifft es nicht ganz, eigentlich möchte ich es lieber primitiv nennen. Was das Lebensziel dieser Leute ist erschließt sich mir jedenfalls nicht ganz...


Besonders schlimm finde ich auch, dass im TV vor und nach Sportveranstaltungen mit Alkoholreklame geworben wird.
Z.B. "Die Sendung wurde präsentiert von Krombacher."

Schlimm ist auch, dass nach sportlichen Ereignissen so gut wie immer getrunken wird.
Die Jugend braucht Vorbilder, aber wenn die Eltern und dann noch Sportvereine versagen, wohin dann?

Grüße nochmals an alle "Normalos" :wub:

Urseli :blumen:


ich hoffe, meine familie und ich können meinen kindern vermitteln, dass man keinen alkohol braucht und dass zu viel davon krank macht. deswegen achten mein mann und ich sehr darauf, dass meine kinder uns nicht zu sehen bekommen, falls wir doch ein wenig zu viel getrunken haben. und ich überlege, ob wir es überhaupt vermeiden sollen, dass sie uns beim trinken sehen. oder ob es klüger ist, sie sehen zu lassen, dass wir auch manchmal wein oder bier trinken, aber dass wir maß halten und uns dabei nicht betrinken.

wie zigarettenwerbung finde ich auch alkoholwerbung im fernsehen deplatziert. oder erst ab einer bestimmten uhrzeit. denn dort wird ja nur gezeigt, wie lustig und schön das leben mit alkohol ist. und nicht, welche schäden er hervorrufen kann, übertreibt man es.


@seidenlöckchen : Ab und an mal ein Glas Wein zu einem guten Essen oder mal ein Bier an einem sommerabend oder im winter mal einen Glühwein finde ich nicht so schlimm wenn die Kinder es sehen und mitbekommen.
Das vermeiden,das die Kinder das sehen,macht doch wieder neugierig darauf und etwas das geheim gehalten oder verborgen wird,reizt doch alle mal mehr . Finde es eigentlich nicht schlimm,den Kindern den vernünftigen Umgang mit Alkohol zu zeigen/vorzuleben (denke du weist was ich sagen will)

Vieleicht findet sich ja auch mal eine Gelegenheit mit den Kindern darüber zu reden.(Ich weis ja nicht wie alt deine Kinder sind) und nicht mit erhobenem Finger.


meine tochter wird im dezember drei jahre alt, mein sohn feiert im februar seinen zweiten geburtstag.

das trinken ist weniger das problem, sondern recht oft die neugier der kinder, das haben zu wollen, was die eltern oder andere familienmitglieder auch haben. bei familienfeiern steht beinahe immer wein auf dem tisch, aber nicht jeder trinkt ihn. und bisher hat ein "nein" auch genügt. oder fünf. :hihi:

sie sollen nicht den eindruck bekommen, alkohol sei ein muss und gehöre unbedingt dazu. sei es bier am feierabend oder wein bei familienfeiern. kinder schauen sich so viel ab und machen es nach. und leider nicht immer nur die guten dinge.


Verstehe Dein Problem nicht seidenloeckchen, Du findest Alkohol ja sooo schrecklich, hört sich aber so an als ob Du Dir regelmässig einen hinter die Binde kippst, und was jetzt? Wenn Du nicht willst das Deine Kinder das sehen oder mitbekommen dann laß es doch ganz einfach weg!? :verwirrt:

Bearbeitet von Minzi8 am 27.09.2012 20:01:09


Zitat (Minzi8 @ 27.09.2012 20:00:44)
...hört sich aber so an als ob Du Dir regelmässig einen hinter die Binde kippst...

Wow :o
Das glaube ich eher nicht.

Meine Eltern haben mit uns immer über das Thema "Alkohol" geredet, weil sie sich auch Sorgen gemacht haben.
Sie trinken immer wieder mal gern ein Gläschen Wein oder ein Gläschen Bier aber es wird immer weniger.
Gut, mein Paps möchte gerne zum Abendbrot sein Alkoholfreies Bierchen, aber das ist so, seitdem ich denken kann, aber es war schon immer alkfrei.
Sie bestellen zwar gerne bei einer Winzerei ihre Weine, aber als ich im Keller war, dachte ich, da wurde ein Weinkeller aufgemacht :D aber...sie verschenken gerne mal ein Fläschchen an gute Freunde.
Ich trinke seit Jahren keinen Alkohol, er schmeckt mir einfach nicht. Und außerdem habe ich, als ich noch im Rettungsdienst gearbeitet habe, genug gesehen, was der Alkohol anrichtet.
Zum Lustigsein brauch ich keinen Alk, da reicht auch manchmal nur ein doofer Spruch und ich gacker mir einen ab. :pfeifen:

Und zum Kochen und Backen gibt es super Alternativen wie Trauben- und Apfelsaft.

Nen schönen Gruß

Das Böhnchen


Mir ist das ja auch ehrlich gesagt egal, aber ich kann doch nicht so tun als ob Alkohol des Teufels ist und dann selber anscheinend des öfteren trinken - meine Meinung, jeder darf ja seine eigene haben. Bei uns gibts kein Feierabendbier, usw., wobei ich auch nichts dagegen habe wenn man das meint machen zu müssen, aber dann doch bitte nicht mit der Moralkeule rumfuchteln. Ich trinke auch ab und zu ein Gläschen wenn man nett zusammensitzt, aber ich steh dazu wenn ich es mache, und mache kein so Drama draus. Ich meine das auch nicht irgendwie böse, aber sorry manchmal versteh ich einfach die Kommentare nicht die sich ja schon in sich selber widersprechen.


Ich gehe ab und zu gern mal mit meinen Freunden einen trinken. Aber bei uns muss nicht immer zwangsläufig Alkohol im Spiel sein und auch nicht jeder Anlass wird als Ausrede benutzt, sich sinnlos zu besaufen. Erst recht nicht jedes Wochenende. :blink: Wir sitzen manchmal auch einfach nach Feierabend so zusammen, kochen, reden oder spielen was und da wird dann höchstens mal ein Bier gezischt, wenn überhaupt. Ich will ja schließlich nicht verkatert auf die Arbeit am nächsten Morgen.

Glücklicherweise gibt es auch solche Gruppenzwänge und doofen Sprüche bei uns nicht - mein Mann trinkt alle Jubeljahre mal was Stärkeres als Cola (ich hab ihn in acht Jahren zwei Mal betrunken erleb.) und wurde deswegen noch nie blöd angemacht.

Bearbeitet von witch_abroad am 27.09.2012 20:52:51


@Dorie : solche Leute habe ich einmal gekannt.Das Lebensziel derer ist,am nächsten Wochenende darüber anzugeben,wieviel man fähig ist in sich reinzuschütten und noch stehen zu bleiben und nicht alles wieder von sich zu geben. (bei einem guten Schwaben bleibt drin was drin ist und wenns nichts gekostet hat sowieso :blink: )


EYYYYYY was soll das die Schwaben hier so zu verunglimpfen :huh:


Minzie8 : :D ich verunglimpfe keinen :blink: ,Bin selber Schwabe -_- :applaus:und der Spruch stammt nicht von mir :engel: (wir nehmen uns doch auch gerne selbst auf den Arm ,oder nicht ?) :D


Jedzedle wenn Du au an Schwob bisch no will e nix gsaid hau :D


die schwoba sin halt doch a guats völkle. Mir kene doch nix beses wolle. (ich schreib so schlecht schwäbisch wie ich es rede,kommt von der arbeit,da sollte hochdeutsch geredet werden) :ph34r:


Zitat (Minzi8 @ 27.09.2012 20:27:42)
Mir ist das ja auch ehrlich gesagt egal, aber ich kann doch nicht so tun als ob Alkohol des Teufels ist und dann selber anscheinend des öfteren trinken - meine Meinung, jeder darf ja seine eigene haben. Bei uns gibts kein Feierabendbier, usw., wobei ich auch nichts dagegen habe wenn man das meint machen zu müssen, aber dann doch bitte nicht mit der Moralkeule rumfuchteln. Ich trinke auch ab und zu ein Gläschen wenn man nett zusammensitzt, aber ich steh dazu wenn ich es mache, und mache kein so Drama draus. Ich meine das auch nicht irgendwie böse, aber sorry manchmal versteh ich einfach die Kommentare nicht die sich ja schon in sich selber widersprechen.

Ich bin ganz Deiner Meinung. Ich habe seidenlöckchen auch so verstanden, dass sie zwar der Kinder wegen (Schwangerschaft, Stillzeit) auf Alkohol verzichtet hat, aber sie kann es kaum erwarten endlich mal wieder ordentlich was zu trinken.

Zitat
bei meiner nächsten geburtstagsfeier und zuvor bei der meines mannes werde ich mir einige gläser wein erlauben, da ich nicht mehr stille.


Und ihren anderen Beiträgen hier entsprechend, gewinne ich den Eindruck, dass sie dem Alkohol gegenüber nicht ganz so abgeneigt ist wie sie uns gerne glauben machen möchte.

Ich bin der Meinung, dass wenn ich meinen Kindern den Alkohol nicht „schmackhaft“ machen möchte, gehe ich mit gutem Beispiel voran und trinke selbst nichts. Denn es wird schwierig wenn mich mein Kind fragt: Warum trinkst Du Alkohol bei Feiern? Du warst auch schon ein paar Mal beschwippst? Warum darf ich es nicht? Dann komme ich in Erklärungsnot.
Mag für mich leicht sein, denn ich trinke nur sehr selten mal ein Glas Wein oder Sekt. Und selbst dann ist es nicht garantiert, dass ich es austrinke.

Bei Gelegenheit und dementsprechendem Alter sollte man mit den Kindern auch mal zu diesem Thema diskutieren. Ist natürlich je nach Kind/Jugendlicher unterschiedlich. Aber wenn ich mein Kind „erziehe“ und auch sonst guten Zugang und das Vertrauen zum Kind - und das Kind zu mir – habe, dürfte das Thema Alkohol erst gar nicht zum Problem werden.

Meine Töchter, 18 1/2 Jahre und 17 Jahre alt, trinken ab und zu mal ein Schlückchen. In einer Bar mal einen milden Cocktail. Oder auch mal zuhause mit/bei Freunden mal ein Gläschen Sekt. Aber das war es auch schon. Angeheitert oder gar betrunken waren meine Mädels bisher noch nicht.
Ah.. doch...! An ihrem 18. Geburtstag hat die Große mal versucht etwas mehr zu trinken. Doch schon nach den ersten drei Gläser (2 Wein, 1 Bier) wurde es ihr so elend und übel und musste sich übergeben, dass sie sich geschworen hat, nie wieder mehr als ein Glas zu trinken.

Wie schon gesagt; Ich trinke nur sehr selten mal ein Gläschen (oder auch nur ein halbes) Das letzte Mal ist glaube ich, so etwa 1 Jahr her.
Mich macht es jedesmal traurig und wütend wenn ich Besoffene sehe! Dafür habe ich absolut kein Verständnis!

Bearbeitet von MissChaos am 27.09.2012 21:46:13

Isch schau ok Dasbinich, i glaub eh das mir zwe uffhaira soddad schwäbisch zom schreiba susch kriaga mr no oine uff da deckl (ich schreib auch nur so wie ich denke das es geschrieben wird, die "alten" Schwaben werden jetzt die Hände überm Kopf zusammenschlagen :hirni:)

A saumässig liabs Griassle Minzi :blumengesicht:


Zitat (MissChaos @ 27.09.2012 21:43:52)
Und ihren anderen Beiträgen hier entsprechend, gewinne ich den Eindruck, dass sie dem Alkohol gegenüber nicht ganz so abgeneigt ist wie sie uns gerne glauben machen möchte.

das, was du verstehst, ist nicht das, was ich schreibe. ich bin nur für das verantwortlich, was ich schreibe, nicht für das, was du daraus lesen willst.

weder bin ich dem alkohol extrem zugeneigt noch verteufle ich ihn. selbstverständlich habe ich in meinen schwangerschaften und stillzeiten keinen alkohol getrunken.

jedoch lehne ich es ab, dass alkohol ein gesellschaftliches muss sein soll und dass man trinken muss, um etwas zu gelten. und auch, dass man viel trinken können muss, um anerkennung von anderen zu bekommen. auch die verherrlichung lehne ich ab, ebenso versuche ich, wegen meiner kinder einen möglichst guten umgang mit dem thema alkoholkonsum zu finden. werbung zu allen tageszeiten und überall für kinder sichtbar gehört für mich nicht dazu.

wer daraus schließt, dass ich vorgebe, alkohol an sich nicht zu mögen, regelmäßig alkohol trinke oder dass ich es kaum abwarten kann, mich vollzuschütten, möge mir bitte eine ansichtskarte von seinem planeten schicken.

Zitat (Minzi8 @ 27.09.2012 22:04:00)
(ich schreib auch nur so wie ich denke das es geschrieben wird, die "alten" Schwaben werden jetzt die Hände überm Kopf zusammenschlagen :hirni:)

A saumässig liabs Griassle Minzi :blumengesicht:

Dees isch scho recht so gwea! Dees v'rstoht an Schwob scho! Au wenn i koi Schwob bee... I kohs doch ganz guat! I wohn jetzt au scho a paar Jahrzehnte im Neckartal am Fusse d'r schwäbischa Alb... :)
Ab'r jetzet heera m'r uff... sonscht geiht's no werklich oin uff d'r Deck'l.

Also guad, komm no gau mer hald oin lupfa :prost:


:) ich finde nicht, dass man aus einem hier geposteten beitrag schliessen kann, ob ein user dem alkohol mehr oder weniger zugeneigt ist. da sollte man vorsichtig sein.

;) ich denke, das schwierige beim alkohol ist, dass er eben nicht nur schädlich ist (so wie zB nikotin) sondern in kleinen mengen (1 glas rotwein zum essen) sogar gesund.

ich denke nicht, dass es erzieherisch sinnvoll ist, den alkohol 100% zu verteufeln.
man sollte den kindern und jugendlichen einen gesunden umgang mit alkohol vorleben. ihre erfahrungen müssen sie irgendwann sowieso selbst machen.

und es hängt sicher auch sehr vom charakter eines kindes/menschen ab, ob er suchtgefährdet ist/sein wird.

selbstbewusste, glückliche kinder, die aber auch gelernt haben mit frust umzugehen, können viel leichter nein sagen, wenn zb: freunde oder mitschüler rauchen, trinken etc....

:pfeifen: meine ganz persönliche meinung!


und zum eingangspost: da gilt das gleiche wie für die kinder... wer keinen alkohol trinken darf oder möchte, sollte das ganz selbstverständlich ablehnen und gut ist.

mein mann zb mag keinen alkohol und natürlich ist er auch schon gedrängt worden, aber da muss man seinen standpunkt halt beibehalten. ein vegetarierer wird sicher auch kein fleisch essen, nur weil er dazu gedrängt wird.

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 30.09.2012 17:16:51


Zitat
und es hängt sicher auch sehr vom charakter eines kindes/menschen ab, ob er suchtgefährdet ist/sein wird.


Hmmm, das sehe ich teilweise etwas anders. Der Charakter eines Kindes ist noch sehr unausgereift, er entwickelt sich noch. Ich sehe das schlichtweg als pure Neugier und blauäugigkeit, die aber verdammt gefährlich werden kann. Und da wäre noch die Angst, als Außenseiter zu gelten, und - die Sturheit, den Erwachsenen einfach nicht gerne zuzuhören. Wie oft wurde das Thema Sucht in der Schule durchgekaut. Bis zum Erbrechen. Wahrscheinlich solange, bis niemand mehr zugehört hat.

Zitat
selbstbewusste, glückliche kinder, die aber auch gelernt haben mit frust umzugehen, können viel leichter nein sagen, wenn zb: freunde oder mitschüler rauchen, trinken etc...


Zumindest in meinem Fall kann ich das nicht bestätigen. Ich war nie besonders selbstbewusst, und mit Frust konnte auch nie umgehen. Auch heute nur sehr schwer. Ich war aber schon als Jugendlich dermaßen vernünftig und vorsichtig, dass ich mich nie auf sowas eingelassen habe. Die Abschlussfeier in der 9. (wir hatten die vorverlegt, weil die Klasse getrennt wurde) fand ich dermassen langweilig, dass ich noch vor Mitternacht gegangen bin. (Ich war ohnehin schon müde - ich bin die Partybremse schlechthin, ich werde auch heute noch immer sehr früh müde :pfeifen: Da wirkt nicht mal Kaffee ) Außerdem durfte ich bei der Party auf einen vollgesoffenen Klassenkameraden aufpassen, der jede Minute mich hätte vollspucken können. Ne danke.

Später gab es noch viele Gelegenheiten, wo man mich gefragt hat: "Warst du schon mal FEIERN (sprich Saufen). Du musst mal richtig FEIERN". Wie gesagt, ich war nie selbstbewusst, aber wenn ich nach mehrmaligem Verneinen nicht ernstgenommen werde, kann ich richtig fuchsig werden :mafia:

Vielleicht hatte ich einfach nur die richtigen Freunde, die mich so gelassen haben, wie ich bin. Andererseits hatte ich aber auch oft die Außenseiterrolle inne, da sich für mich kaum einer interessiert hat. Ich fand es traurig, dass ich mit den anderen nie mitreden konnte. Musik, Interessen, Hobbys - ich hatte einfach immer einen anderen Geschmack. Aber ich fand immer zumindest eine in meiner Klasse und Umgebung, mit der ich mich austauschen konnte. Ich glaube, ich war und bin eher genügsam.

Woran ich heute sehr viel Spaß habe, ist mit meiner besten Freundin am Telefon zu plauschen und zusammen
:kaffeeklatsch: Das hätte mir damals schon sehr gerne gefallen. Vielleicht war ich als Jugendliche einfach etwas "anders."

Ich bin in einer Clique, wo es bei jedem Anlass sofort an die Theke geht! Mich nervt das gewaltig. Natürlich sind nicht alle so, aber die Hälte ( der Mädels) trinken schon reichlich und viel. Kann man sich nicht einfach nur hinsetzten, reden, lustig sein, auch ohne Alkohol!! Natürlich ist die Zunge lockerer, aber mich ärgert es, wenn nur getrunken und dummes Zeug geredet wird.
Wir sind keine Teenies mehr, es sind schon einige Omas unter uns!
Habe bei manchen das Gefühl, das sie den Alkohol brauchen. :ph34r:



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