Tim Ribberink / NL: Mobbing eines Jugendlichen


http://www.welt.de/vermischtes/article1106...iedersehen.html

Echt heftig, diese Geschichte. Und keiner hat was gemerkt, angeblich.

da passt der Fall von der 15 jährigen Amanda Todd aus der Nähe der westkanadischen Stadt Vancouver auch gut dazu, sie hat ein ergreifendes Video gedreht wo sie ihre Leidensgeschichte auf Karteikarten geschrieben allen zeigt Klick

Bearbeitet von Nachi am 07.11.2012 23:45:28


Würde man diesbezûglich alle Geschichten und Schicksale hier einschreiben würde dieser Thread jeden Rahmen sprengen.

Wer hat versagt ?
Wem könnte man die Schuld zuschieben ?


Solche Geschehnisse passen meiner Ansicht nach zu dieser egoistischen Sche...gesellschaft. Und die Dummheit der Menschen stirbt ja auch nicht aus. Ist halt einer weniger. Was kann man schon erwarten von Menschen?


DAs ist leider nicht neu. "Pesten" kenne ich auch von früher: wegen meiner roten Haare. Und da hat auch keine/r mich geschützt.
Und in der Schulzeit meiner Kinder war es genauso; da haben allerdings wir Eltern interveniert, denn die Lehrer bekamen angeblich nichts mit. Aber mein Sohn erzählte es; betraf zum Glück nicht ihn selber.
Und bei meinen Enkeln ist es auch gelegentlich THema, da sind die Lehrerinnen allerdings sensibilisiert.

@Markt: Was meinst du mit "Ist halt einer weniger." Hoffentlich habe ich dich falsch verstanden. :unsure:


ich kann mir nicht vorstellen, das man keinerlei Veränderungen an dem Kind bemerkt
gerade ein Grundschüler würde sich morgens weigern , wenn er in die Schule soll,

und ich weiß nicht, wie man sowas jahrelang aushält

@dahlie: ich denke, der Satz ist nicht die Meinung von @Markt, sondern die allgemeine Einstellung der Menschen, man redet kurz drüber und am nächsten Tag ist alles vergessen und das Leben geht weiter


Hm, da frage ich mich: Ist das ein neues Phänomen oder gab es das immer schon? Mussten wir nicht fast alle durch irgendeine Form von Mobbing durch? Nur, dass das mal viele andere Namen hatte? Und haben sich nicht immer schon sehr vereinzelt (auch sehr junge) Leute scheinbar grundlos das Leben genommen? Ist das die "Scheißgesellschaft" (müssten dann nicht viel mehr Leute aus den Fenstern springen? Und wenn wir in einer Scheißgesellschaft leben - welche ist dann besser? Und bringen sich dort weniger Leute um?) Oder ist Suizid das Problem einzelner Menschen, denen -aus welchen Gründen auch immer - die Kraft fehlt, mit der Ablehnung zu leben? Oder anderen Widrigkeiten des Lebens? Sollte "Cybermobbing" tatsächlich die Macht haben, Leute in den Selbstmord zu treiben? Oder Liebeskummer? Muss da nicht viel mehr im Argen liegen? Wird jeder Mensch mit einem "gesunden" Überlebenstrieb geboren? Wollte der junge Mann sich wirklich umbringen? Die meisten Leute, die in miesen Situationen leben und oft über Selbstmord nachdenken, tun es nie. Viele Selbstmorde werden spontan ausgeführt. Muss das immer jemand Schuld sein? Ich finde, aus diesem Artikel kann man eigentlich nichts ableiten.

Bearbeitet von donnawetta am 08.11.2012 14:29:37


Klar, Hänseleien gab es auch zu meiner Jugendzeit, da waren es meist die "Dicken"(die waren noch die Ausnahme) und die, die sich (vermeintlich) unmöglich gekleidet haben, die blöde Sprüche abbekommen haben.
Aber es hatte alles seine Grenzen. Diese "Opfer" waren trotzdem "dabei" und wer gelästert hat, hat das meist direkt gemacht, sprich: die Leute kannten ihren"Gegner"

Heute in Zeiten von Internet ist das alles viel Schlimmer, da hängen sich viel mehr dran, die die "Opfer" gar nicht mal kennen, es ist viel anonymer und nimmt ganz andere Ausmaße an.
Früher war es "nur" im Klassenverband, heute ist es die ganze Schule, die die Kinder niedermachen und ich glaube, die Art und Weise ist auch wesentlich heftiger, gröber, unmenschlicher geworden.
Ich denke, es hilft, seinem Kind ganz früh ein starkes Selbstbewusstsein versuche zu vermitteln, wenn der Charakter des Kindes es zulässt....
Ich finde ganz schlimm, was da heute teilweise passiert, da könnte ich nur noch :stuhlklopfen:


Ich finde es nicht richtig denjenigen auf sich zurückzuweisen, der keinen anderen Weg fand als sich umzubringen. Festzuhalten bleibt meiner Meinung nach, daß auch der Mensch des 21. Jahrhunderts viel stärker von Urtrieben (den Schwächeren oder scheinbar Schwächeren mitleidlos zurücklassen) gesteuert ist, viel mehr als er zugeben wird. Bestie Mensch!Aber da die meisten Menschen sehr vergeßlich sind, wird der Mensch auch daraus wie meist nichts dazulernen. Weiter so!


Hallo Markt, wie gehst du denn mit dem Artikel um? Spendest du Geld für die Initiative der Eltern des Jungen? Wirst du ein Ehrenamt an einer Schule annehmen und dich um die verlorenen Cyber-Kinder kümmern? Wirst du in zwei Wochen einen Tag haben, an dem du kein einziges Mal an den Jungen denken wirst? Oder nicht? Und an was denkst du sonst noch (nicht)? Ich finde es immer wieder interessant, wie Menschen auf Einzelmeldungen reagieren und sich teilweise recht selbstgerecht empören, als ob es sonst kein Elend auf der Welt gäbe.

Bearbeitet von donnawetta am 09.11.2012 08:20:30


Nun, der Fall von Tim hatte schon etwas andere Dimensionen gehabt als "nur" mobben: Irgendjemand - seine Eltern haben inzwischen Strafanzeige gestellt - hat über seinen account widerliche Inhalte verbreitet, als habe er diese selber geschrieben. Und er wusste sich nicht dagegen zu wehren.

Ich denke, dass Tamora Recht hat, dass durch das Internet dieses Problem des Mobbens tatsächlich dramatischer geworden ist; eben weil die Opfer ihre Gegner nicht mehr kennen und gerade Negatives sich rasend schnell verbreiten kann.


Liebe Dahlie, ich sehe das Problem ja durchaus, ich verstehe nur nicht, warum einige so tun, als müsse sich das für irgendjemanden außer den Betroffenen lebensverändernd auswirken. Wer sich da mit Leib und Seele verschreiben und etwas gegen solche Dinge will, soll das tun, ich finde so etwas toll, aber rumgackern und mit dem Finger auf Leute zeigen, die sich wegen des Todes des Jungen nicht publikumswirksam die Haare ausreißen, bringt's nun echt nicht. Und mal ehrlich - Schuld am Tod des Jungen ist mit Sicherheit nicht, dass jemand unter seinem Namen schreckliche, eklige oder peinliche Sachen verschickt, vertwittert, verblogged oder sonstwie in den Äther geschossen hat. Schuld ist eher die Tatsache, dass der Kerl sich nicht an jemanden gewendet hat, der ihm bei diesem Problem hätte helfen können - zum Beispiel seine Eltern. Was mich zu dem Schluss führt: Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher oder ein junger Erwachsener ein einziges Problem hat, das so groß ist, dass er oder sie sich dafür umbringen will, ist dieser junge Mensch entweder psychisch krank (und das kann man durchaus schon sehr früh, wenn nicht von Geburt an sein, auch wenn man gern herumpsychologisiert und alles auf Erziehung und Umfeld zurückführt) oder seine Familie hat schon sehr lange sehr gründlich versagt, weil der junge Mann sich nicht mal in offenbar höchster Not an sie wendet. Oder von beidem ein bisschen. Ich glaube nicht, dass das Internet den jungen Mann zu Tode gemobbt hat. Auch nicht seine Mitschüler. Da gehört mehr dazu, so einfach ist das nicht.

Bearbeitet von donnawetta am 09.11.2012 10:37:21



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