Fenster günstig isolieren


Hi zusammen,
Ich und meine Mutter haben folgendes Problem: Wir leben in einer Eigentumswohnung in einem ziemlich alten Mehrfamilienhaus. Seit unserem Einzug wurden die Fenster nicht aus getauscht, so dass es wenn es draußen windig ist, immer sehr zugig ist (Bei starkem Wind bewegen sich sogar die Gardinen leicht)
Wir können es uns momentan nicht leisten alle Fenster auszutauschen. Kennt jemand daher eine günstige Möglichkeit die Fenster mit einfachen Mitteln abzudichten?

Meine Mutter kam auf die Idee Fensterläden anzubringen. So etwas hätte ja auch eine isolierende Wirkung. Kommen wohl auch wieder in Mode wie ich gelesen hab ;-) http://www.wohnkiez.de/2012/11/fensterlade...er-in-mode.html
Wisst ihr wie teuer so etwas wäre? Bzw. habt ihr andere Vorschläge?
Ich danke euch schon mal.


Fensterläden (oder besser Rolläden) bringen schon etwas - nur ob die Anschaffung lohnt, wenn die Fenster eh eines Tages raus müssen? Selbst ein dicker Vorhang kann etwas Energie sparen: die Unterkante sollte nur möglichst über dem Fensterbrett sein oder sogar dort aufliegen. Wenn der Vorhang zu weit Richtung zimmer hängt, geht die warme Luft vom Heizkörper erstmal Richtung Fenster.
Plastik- oder Holzfenster? Bei Plastik mal vom Fachmann nachjustieren und die Dichtungen prüfen lassen.
Bei Holzfenstern mit fehlender Dichtung kannst Du Dir vielleicht mit Silikon aus der Kartusche etwas helfen: einen Strang auf der nicht richtig dichtenden Fläche auftragen, dann gründlich Frischhaltefolie aufs Silikon und Fenster schließen bis zum Aushärten. Wenn Du die Folie wegläßt, klebt das Silikon evtl. das Fenster zusammen und Du kriegst es nicht wieder auf! :ph34r:
Nach gründlichem Aushärten kannst Du die Folie einfach abziehen. Nachteil: auf die Dauer wird sich das Fenster weiter verziehen, dann musst Du das Silikon evtl. mühsam wieder abkratzen.

Bearbeitet von chris35 am 11.01.2013 10:50:13


Zugige Fenster sind ein Graus. Nicht nur, weil man dabei stets im Zug sitzt, sondern auch, weil man damit recht viel Energie sprichwörtlich zum Fenster rausheizt, also Geld zum Fenster rauswirft. Und das bei den heutigen Energiepreisen :angry:

Da ich die genauen Umstände Deiner zugigen Fenster nicht kenne, würde ich zuerst mal an eine Schaumstoff-Abdichtung zum aufkleben denken. Eine Marke wäre beispielsweise Fix-O-Moll aus dem Hause Tesa. Andere Firmen stellen so ein Produkt sicherlich auch her. Der Markenname ist nur als Synonym genannt. Gibt es in jedem Baumarkt für kleines Geld.

Frage doch einfach mal den Gockel mit dem Stichwort "Fenster abdichten". So etwa an vierter Stelle der Suchergebnisse wirft er Dir etliche Bilder zum Thema aus. Da kannst Du auch gleich gucken, wie man die selbstklebenden Schaumstoff-Abdichtungen anbringt, falls diese Lösung für Dich in Frage kommt. Wenn das Problem damit vorläufig zu lösen ist, wäre das die preisgünstigste Alternative.

Grüßle, viel Erfolg und lasse bitte gelegentlich mal lesen, wie Du das Problem gelöst hast.

Egeria


Lies mal die Beiträge hier durch:


https://forum.frag-mutti.de/index.php?showtopic=49766

DA ging es wohl um das gleiche Problem.


Zitat (kukimuki @ 11.01.2013 09:21:18)
Meine Mutter kam auf die Idee Fensterläden anzubringen.

Könnte es sein, dass Ihr vielleicht die Eigentümergemeinschaft um Erlaubnis fragen müßt?
Da die zur Außenansicht gehören, kann es gut möglich sein.

Ich wäre erstmal für Abdichtungsband.

Ist diese Wohnung Euer Eigentum, oder habt Ihr vom Eigentümer gemietet?
Ist letzteres der Fall, so solltet Ihr den Eigentümer informieren und um schnellstmögliche Abhilfe bitten! Ist die Wohnung Eurer Eigentum, so könnt Ihr die Fenster nur nach Rücksprache mit der Eigentümer-Gemeinschaft z. B. austauschen. Denn nur der Austausch der Fenster bringt auch wieder eine absolute Dichtigkeit! Die Isolierung mit Tesa-Moll ist zwar momentan die preiswerteste Lösung und kann natürlich auch ohne Rücksprache mit der Eigentümer-Gemeinschaft vorgenommen werden, aber letztendlich ist sie keine Dauerlösung. Auch das Tesa-Moll ist eines Tages nicht mehr elastisch und die kalte Luft wird wieder durchdringen. Auch das Anbringen von Rollläden oder Fensterläden bedarf der Genehmigung der Eigentümer-Gemeinschaft! Wenn es bei den anderen Wohnungseigentümern nicht durch die Fenster "zieht", werdet Ihr wohl ordentlich kämpfen müssen für den Fensteraustausch, ist ja nicht gerade eine preiswerte Angelegenheit!! Also bleibt vorerst wahrscheinlich nur die Tesa-Moll-Lösung!


Also, das mit den Fensterläden kannst du aus folgenden Gründen gleich wieder vergessen:

1.) Auch wenn die Wohnung euch gehört, könnt ihr nicht einfach so die Außenansicht des Hauses verändern.
Wenn, dann muss das einheitlich gemacht werden. Da kann nicht einer Fensterläden machen, der nächste eine Markise und der Dritte eine Jalousie.

2.) Fensterläden aus Aluminium (was anderes kommt aus praktischen Gründen eh nicht in Frage) sind innen hohl, und bieten bestensfalls ein Luftpolster zwischen Außenbereich und Fenster.
Natürlich steht in der Werbung des Herstellers "Heizkosten sparen" und "Isolieren", der Effekt ist aber bei weitem nicht so groß, wie ihr euch erhofft.
In erster Linie sind Fensterläden zum Verdunkeln des Raums und als Sonnen- bzw. Blendschutz gedacht.

3.) Ein Fensterladen kostet mehr als ein neues Fenster.
Beispiel: Ein 2-flügeliges Fenster aus PVC, innen und außen weiß, mit einer Größe von 1100 x 1400 mm kostet in etwa 450 Euro.
Ein 2-flügeliger Fensterladen in der selben Größe kostet etwa 550 Euro.
Natürlich ist der Arbeitsaufwand, ein Fenster zu tauschen (Demontage, Montage, eventuelle Verputzarbeiten, usw.) wesentlich größer als einfach außenen einen Laden anzuschrauben.
Aber unter dem Strich kann man nicht sagen: "Ich kann mir keine neuen Fenster leisten, deswegen kaufe ich Fensterläden."
PS: Die angesprochenen Preise beziehen sich auf qualitativ gute, aber recht einfache und preiswerte Ausführungen. Natürlich gibts auch billigeres und wesentlich teureres.

4.) Das Problem, dass es bei den Fenstern "reinzieht" löst auch kein Fensterladen.
Denn der dichtet auch nicht ab. Und die ganz große Schwachstelle deiner Konstruktion (= der Bauanschluss zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk) bleibt nachwievor erhalten.

Die Lösung mit dem selbstständigem Ankleben irgendeiner Dichtung, die man für ein paar Euro im Baumarkt kauft, ist auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Ich hätte ein paar Lösungsvorschläge, über die man nachdenken kann:

1.) Einen Fachmann ins Haus bitten, der sich mal die Beschläge und Dichtungen deiner alten Fenster ansieht.
Die wenigsten Fenster werden vom Bewohner gewartet, sondern es wird einfach vorausgesetzt, dass das Teil 50 Jahre lang ohne Probleme funktionieren soll. Daher gibts einfach einen gewissen Verschleiß.
Der Fachmann wird dann sehen, ob man hier Beschläge nachjustieren kann, den Anpressdruck erhöhen kann, eventuell eine zusätzliche Dichtung anbringen kann, ob das Glaspaket zu tauschen ist usw.
Um kein finanzielles Risiko einzugehen, könntest du das ja mal bei einem einzelnen Fenster machen lassen, und dann erkennst du ob die Sanierung was bringt.
2.) Sollten die Fenster schon zu alt sein, um sie zu sanieren, bleibt eh nur mehr der Austausch übrig. Und dann wird das auch die restlichen Elemente des Hauses betreffen. Da gilt es sich dann mit den restlichen Bewohnern zusammen zu reden, und über eine grundlegende Sanierung zu sprechen.
Das hat folgende Vorteile: Je mehr Fenster auf einmal bestellt werden, desto günstiger wird es für den einzelnen.
Je früher du tauscht, desto früher sparst du auch effektiv Heizkosten. Je länger das in die Zukunft geschoben wird, desto teurer wird es im Endeffekt: Denn du zahlst ja bis dahin die hohen Heizkosten und Fenster werden auch noch jedes Jahr teurer.

Wird ein komplettes Gebäude thermisch saniert, erhält ihr zudem eine Förderung, was dann nochmal effektiv Geld spart.

Ich weiß, das liest sich alles wie "der will mir nur einreden, neue Fenster zu kaufen", aber das wird die einzige dauerhafte Lösung für dein Problem sein. Außerdem steigert es die Wohnqualität.

Wenn die ganzen Sachen wie Baumarkt-Dichtungen oder Wunder-Folien tatsächlich funktionieren würden, würde ich auch diese verkaufen. ;-) Aber sie bringen so gut wie nichts.


Zitat (Humingbird @ 11.01.2013 21:45:49)

Wenn die ganzen Sachen wie Baumarkt-Dichtungen oder Wunder-Folien tatsächlich funktionieren würden, würde ich auch diese verkaufen. ;-) Aber sie bringen so gut wie nichts.

Sooo stimmt das nun auch wieder nicht. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mir jener Folie die ein Doppelfenster vortäuscht sowie mit dem Abdichten mit diesen "molligen" Streifen.

Klar. Echte Doppelfenster wie ich sie jetzt seit 3 Monaten habe (Mietwohnung) isolieren weitaus besser. Aber im Unterschied zu den zugigen Holzfenster vorher waren Folie und Dichtungsstreifen eine gute Hilfe. Bei der Folie ist das absolute luftdichte Abschließen das A und O. Sonst funktioniert es mit der Luftschicht als Isoliermasse ja nicht.

Was das Abdichten mit den Streifen betrifft: Kannst ja mal die klassische Prüfung mit einer Kerze machen - vorher und nachher. Bei mir hat es einen eindeutigen Unterschied gegeben an den betreffenden Fenstern.
Und seit ich an der Wohnungstür unten so einen Doppelstreifen habe, zieht es auch vom Treppenhaus nicht mehr rein.

Zitat (kukimuki @ 11.01.2013 09:21:18)
Wir leben in einer Eigentumswohnung in einem ziemlich alten Mehrfamilienhaus. ... habt ihr andere Vorschläge?

Wir leben auch in einem Mehrfamilienhaus und nach einem Gespräch mit dem Hausmeister erhielten wir damals die Auskunft, dass wir beim Austausch von Fenstern nur 50% vom Materialwert bezahlen müssen. Wir haben nach unserem Einzug in die ETW die Balkontür ersetzt, die Rechnung bei der Hausverwaltung eingereicht und anschließend besagte 50% zurückerstattet bekommen.
Der Austausch ist somit nicht ganz so kostspielig, wenn natürlich trotzdem sehr teuer, wenn alle, oder mehrere Fenster marode sind.
Informiert euch mal auch beim Hausverwalter.

Bearbeitet von Backoefele am 11.01.2013 23:15:37

Ich danke euch vielmals für eure Antworten.
Ich denke wir werden jetzt wirklich einfach mal einen Fachmann ins Haus holen und schauen was der sagt...auch bezüglich der Kosten die auf uns zu kommen. Hatte mich gestern nochmal wegen den Fensterläden informiert und ihr habt recht. Erstens geht es nicht, dass wir dass bei uns machen, wenn die anderen Wohnungen keine besitzen und zweitens ist das glaube ich wirklich fast genauso kostspielig wie andere Möglichkeiten die Abhilfe schaffen.
Das mit den 50 % wäre ja schon mal super. Da werden wir uns gleich nächste Woche mal bei der Hausverwaltung erkundigen.


Wenn ihr dann doch die Fenster austauschen lassen wollt, erkundigt Euch gründlich: allzu dichte Fenster könnten dazu führen, daß sich die Feuchtigkeit die nächst kalte Stelle sucht, dann schimmelts vielleicht an einer Außenecke.
Dann gibts ja auch noch Förderkredite: aber evtl. nur mit einem großen Batzen Energiesparmaßnahmen auf einem Haufen, also nicht nur 2-3 Fenster.


Zitat (kukimuki @ 12.01.2013 07:56:45)
Das mit den 50 % wäre ja schon mal super. Da werden wir uns gleich nächste Woche mal bei der Hausverwaltung erkundigen.

Die Aussenseiten der Fenster in einem Mehrfamilienhaus sind Gemeinschaftseigentum. Fensterinnenseiten dagegen Sondereigentum, d.h. gehört zum Wohnungseigentum. Die Erstattung bezieht sich (in unserem Fall) allerdings nur auf normale doppelverglaste Fenster. Falls wir zB dreifach verglaste Fenster, Doppelschallschutz oder pipapo eingesetzt hätten, würden wir trotzdem "nur" eine Erstattung für 50% der Kosten für normale doppelverglaste Fenster erhalten. Für uns war das aber nicht erforderlich.


Dies zur Orientierung für das Gespräch mit eurer Hausverwaltung. Drück' euch die Daumen, dass es zum Erfolg führt. Ich weiß nämlich nicht, ob es so gesetzlich geregelt ist, oder ob jede Hausverwaltung es handhaben kann, wie sie will.

Um euch auf den neuesten Stand zu bringen. Wir haben nun mit der Hausverwaltung gesprochen. Es war jemand hier, der sich das ganze mal angesehen hat und der meinte er würde dringend dazu raten die Fenster auszutauschen. Der erste Schritt ist also getan. Ob das jetzt alles wirklich hinhaut ist aber noch nicht raus


Fenster gut isolieren das ist sicher auch effektiv und hilfreich, vor allem um die Kosten zu sparen. Meine Eltern haben diesen Herbst das mit der Isolierung auch gemacht, aber was die noch machen und das schon seit 3 Jahren - mit dem Holz heizen. Aber die haben Glück, die haben ein Kamin zu Hause. Ich habe leider noch eine Miewohnung, also den Luxus kann ich mir noch nicht leisten. Für diejenige, die sich für die Holzheizalternative noch nicht entschieden haben, kann ich empfehlen, diesen Artikel hier zu lesen http://www.fertighaus.de/nxs/11004///ferti...de-im-Eigenheim Also, diese Heizalternative mag nicht nur sparsam sein, sondern auch umweltfreundlich! )) lg


Eigentumswohnungen sind keine Modeartikel. Da ist es egal, was gerade "Mode" ist. Es dürfte zudem schwierig sein, die Eigentümergemeinschaft von einer solchen Marotte zu überzeugen.
Besser wäre es, die Fenster mit Dichtungsstreifen (tesa-moll o.ä) abzudichten. Zudem gibt es ISo-Folien, mit denen man auch die Wirkung alter thermopane Fenster erhöhen kann. Die gibt es durchsichtig und mit Dekor als Sichtschut und sind genehmigungsfrei.



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