Wasserbildung im Badezimmer


Hallo!

Ich wohne seit zwei Wochen in meiner neuen Wohnung und habe schon mehrmals festgestellt, dass sich bei Nichtlüftung des Badezimmers nach ungefähr 24 Stunden am Fenster flüssiges Wasser bildet. Durchgehend lüften geht schlecht. Was hat das zu bedeuten? Akute Schimmelgefahr?

Über fundierte Antworten bin ich dankbar!


Grüße


vielleicht hat es etwas mit der Kälte draussen, Kondenswasser und zu dichten Fenstern zu tun

aber für diese Frage gibt es hier sicher gute Experten


Hallo Sai83!

Ich habe das in meiner ganzen Wohnung, aber nur wenn es unter 0 Grad ist. Im Winter heißt es daher bei mir immer Stoßlüften (ein paar Minuten die Fenster breit aufmachen), Fenster trockenwischen und dann die Heizung auf 1 oder 1 1/2, sonst bekomme ich sofort Schimmel in den Fenster-Ecken oder oben an der Decke über dem Fenster. Das nervt echt!! Ich habe dieses Jahr so eine Box mit Granulat im Schlafzimmer, wo es neben der Küche am schlimmsten ist, aufgestellt, welches die Feuchtigkeit aufsaugen soll. Bringt aber nicht wirklich was. Also muss ich mehrmals täglich das Lüften-Wischen-Heizen-Spiel durchziehen. Du solltest die Feuchtigkeit auf jeden Fall nicht einfach stehen lassen, dann könntest du bald Schimmel haben. Meine Kollegin hat das selbe Problem, bisher jedoch noch keinen Schimmel gehabt.

LG Karo


Ok dann werde ich das auch mal so versuchen. Dass es nur im Winter bzw. bei Minusgraden vorkommt, ist ja schon mal was. Und wenigstens hab ich das Problem nur im Bad.

Was für ein Granulat hast du denn? Calciumsulfat z. B. ist sehr hygroskopisch, aber um nen kompletten Raum zu entfeuchten, bräuchtest du das wahrscheinlich kiloweise...


Vielen Dank!


Ich vermute nachträglich eingebaute, schöne, dichtschließende Fensterchen sind da das Grundübel. Im Altbau kann es verheerend sein, wenn nicht gleichzeitig die Fassade und das Fundament saniert werden.

Also so weitermachen, besser als auf dem Schimmel zu reiten :wacko:
Und ein Tipp an Mieter: wenn mehrere Mieter sich beklagen, wird sicher eher was getan. Eher bedeutet aber sicher nicht sofort


wenn das Wasser nur am Fenster auftaucht (bei mir unten an der Scheibe): freu Dich, dann kannst Du es dort einfach wegwischen - statt dass es sich eine kalte Stelle an der Wand sucht und dort schimmelt ;)
Nach dem Duschen einfach kurz stoßlüften, wie schon gesagt. Ganz kurz reicht: wenn Du den Luftzug am anderen Ende des Zimmers spürst, ist die Luft schon ausgetauscht; da lohnt kaum, die Heizung runterzudrehen.
Wenn Du natürlich z.B. Wäsche trocknest im Bad, musst Du das immer wieder machen, sonst hast Du blitzschnell wieder die alte Luftfeuchtigkeit.


Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben. Ihr habt mir wirklich weiter geholfen!


ich quote mich mal selber

Zitat
ch hab im Sommer mein Bad renovieren lassen, hatte an der Decke jede Menge Stockflecken*,
ich habe einen Fachmann kommen lassen,
ich konnte es nicht verstehen, denn ich lüfte ausreichend, hab extra Mückenfenster,
er hat mir gesagt, es liegt nicht am falschen Lüften, sondern am falschen Heizen,
meine Wohnung ist im Winter relativ warm und ich bin halt kein Frosteküttel,
im Bad kann man es tagsüber gut aushalten, wenn die Heizung auf Frostschutz steht,
also habe ich morgens die Heizung kurz aufgedreht und nach dem Duschen wieder auf Frostschutz
und genau das war falsch,
er sagte, ich soll die Heizung permanent auf 19° halten, nach dem Duschen 10 Min. lüften und dann wieder auf 19° bringen
zweiter Fall:
im den letzten Wintern lief mir an den Wohnzimmerfenstern morgens immer das Wasser in Bächen runter
auch da habe ich nachts und tagsüber, wenn ich nicht zu Hause war, die Heizung auf Frostschutz gestellt
jetzt sorge ich auch dort dafür, dass es immer mindestens 19° sind und es ist vorbei


*und das Wasser lief auch immer am Fenster runter

:daumenhoch: Kann das bestätigen mit den ca. 19° auch in Räumen, die kaum genutzt werden.


Es kann natürlich viele Ursachen geben, aber das Problem tritt immer öfter auf.

Die Wohnungen/Häuser werden immer mehr isoliert, das Luft ausgetauscht werden muss hat sich noch nicht herumgesprochen. Eigentlich müssten in sehr gut isolierten Wohnungen/Häuser Lüftungsanlegen eingebaut werden.

Ich halte von Isoliermaßnahmen um das Haus gar nichts, bringt wenig, brandgefährlich, umweltschädlich.
Gute Fenster und Türen sind natürlich sinnvoll.


ISt es in diesem Zusammenhang sinnvoll, die relative Feuchtigkeit in den Räumen im Auge zu behalten? - Ich habe seit Oktober Doppelglasfenster und -balkontüren und lüfte jeden Tag 2 oder 3 mal.
Im Wohnzimmer steht eine Wetterstation, diese gibt z.B. morgens 47 % an. Lüfte ich nun, sackt das schlagartig auf z.B. 32 % ab, und wenn die Balkontür wieder zu ist, geht es schnell auf etwa 40 % wieder hoch.
Die anderen Räume lüfte ich auch regelmäßig, habe da aber keine Feuchtigkeitsmesser.

Da ich seit dem Wasserschaden mit ausgiebiger Schimmelbildung in Bad und Schlafzimmer (in Juli/August) fast einen Horror vor Schimmelbildung habe, bin ich ziemlich ängstlich was das betrifft.
Nun überlege ich, für die anderen Räume solche Dinger zu besorgen - wenn das sinnvoll wäre. :unsure:

Ach ja, und: Wieviel relative Feuchtigkeit ist am besten?


lt. meinem befragten Experten liegt die ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 - 50 %, am besten in der Mitte
unter 40 wäre nicht gut, weder für die Gesundheit und das Wohlfühlen, noch für die Heizkosten

er hat mir auch gesagt, 2 mal täglich je 10 Min. Lüften reicht (es ging um den Winter, im Sommer hat man die Fenster ja eh meistens länger auf), aber auf jeden Fall Stoßlüften, d.h. Fenster und Tür öffnen, also Durchzug machen, denn die Luft soll nicht nur aufgewirbelt, sondern raustransportiert und erneuert werden


Super Info !

Danke, Außerirdische :blumen:

Wäre das nicht einen Tipp wert ?


Ja, auch ich danke dir, Außerirdische! Also am Besten überall gleichzeitig lüften? - Ich mache es bísher so: Aufstehen - Schlafzimmerfenster und Balkontür Wohnzimmer auf; wobei ich die Türen zumache. Wenn ich dann "frühstückfertig" bin (wird in der Küche und im Bad gemacht), werden diese Fenster wieder zugemacht. Schlafzimmertür zu; im Wohnzimmer die Heizung an, usw.
Dann werden Küche und Bad gelüftet - wobie ich den Küchenwecker stellen muss, damit ich nicht vergesse, nach ca. 10 MInuten wieder zuzumachen.
Hm. Bei Durchzug knallt es nämlich schon mal, wenn der Wind bläst.

Diese ganze Problematik ist mir ja neu, weil ich bisher so "durchzugfähige", hölzerne Einglasfenster und Türen hatte, dass ich kaum lüften musste. Und vor der BAlkontür (Nordost) im Winter rimmer den dicken Vorhang zuzog.

Ja, Luftfeuchtigkeit unter 40 % merke ich schon an der trockenen Nase... Über 50 versuche ich sowieso zu vermeiden . Schimmelphobie...

Bearbeitet von dahlie am 15.02.2013 18:57:56


bei den Zimmern, die sich gegenüber liegen, mache ich das gleichzeitig,
aber auch nur, wenn es nicht zu windig ist
krach peng Tür zu ist nicht so toll
und den nehme ich auch ganz gerne, sonst werden aus den 10 Min. schon mal Stunden
:D


Man kann auch einen Türstopper verwenden damit die Türen nicht so laut sind :lol:
Je kälter es ist desto kürzer kann der Zug sein.
Bei den derzeitigen Temperaturen reichen oft schon 3-5 Minuten, im Sommer leicht das Vielfache.
Und ein Hygrometer muss nicht in jeden Raum, ein bewegliches kann man immer mal wieder zur Kontrolle
von einem in den anderen Raum legen.


Zitat (Sparfuchs @ 15.02.2013 22:01:53)
Man kann auch einen Türstopper verwenden damit die Türen nicht so laut sind :lol:

da hätt ich auch mal selbst drauf kommen können

sollte ich machen , aber weißt du wie das wahrscheinlich ablaufen wird?

na, dann lüften wir doch mal
Krach - Bumm - Peng

AU SHIT
schon wieder die Stopper vergessen
rofl

(IMG:/html/emoticons/biggrin.gif):D
Bei mir isses so, dass die Türen von Wohn- und Schlafzimmer neben einander sind, und ein Durchzug also "um die Ecke" gehen müsste.
Aber der Hinweis, das 3 - 5 Minuten reichen beruhigt mich.
Wecker: Mann, bin ich froh, dass ich nicht die einzige *** bin! rofl

Summa summarum: ich werde es nicht mehr so ängstlich/fast krankhaft machen... wisst ihr, ich bin ja schimmel-geschädigt. Hier noch mal ein Foto vom Schlafzimmer im August / September, da versteht ihr das vielleicht eher:
[IMG]http://www.bildercache.de/thumbnail/20130216-005252-565.jpg[/IMG]
Das war die Folge eines kleines Lecks über mir/meiner Wohnung in der schwül-heißen Zeit in Juli/August. Und ich war in Urlaub.
Zur Beruhigung: Ist zum Schluss alles vom Baubiologen abgenommen worden. Aber ich war dadurch fast 3 1/2 Monate "ausquartiert".


Was ist eigentlich die Ursache, das sich Wasser an den Scheiben im Bad bildet. Es hat was mit der Durchlüftung zu tun. Das Wasser oder der Dampf beim Baden oder Duschen kann nicht das Zimmer verlassen. Auch ist es so, das Steinhäuser dann das Wasser im Stein speichern und so entsteht dann Schimmel. Nicht immer ist es von Vorteil, alles zu verriegeln und zu verrammeln. Während des Duschens oder Baden, sollte das Fenster auf sein, so kann der Frasen, der entsteht, abziehen. Auch wäre es sinnvoll, ein Gebläse einzubauen, was diesen Dampf nach außen transportiert.
Ich bin ein Gegner, wie man Häuser in Deutschland dämmt. Alles wird veriegelt und verrammelt und durch diese Tatsache wird den Schimmel Tür und Tor geöffnet. Und das schlimmste dabei ist, das der Mieter eine Beweißpflicht erbringen muß?


Zitat
Was ist eigentlich die Ursache, das sich Wasser an den Scheiben im Bad bildet.


Die Ursache für Schimmel ist in der Regel Luftfeuchtigkeit, die an Scheiben oder Wänden kondensiert und damit vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand wechselt. Luftfeuchtigkeit kondensiert immer an den kältesten Stellen im Haus. Wenn die Luftfeuchtigkeit an den Scheiben kondensiert, ist es eigentlich kein Problem, denn man kann es einfach abwischen. Problematisch ist jedoch, wenn nicht die Fenster, sondern Wände die kältesten Stellen im Haus sind. Dann kommt es zur Tröpfchenbildung an den Wänden. Dort läßt sich das Wasser nicht einfach entfernen und es entsteht ein feuchtes Millieu, welches ein idealer Lebensraum für Schimmelpilze ist.

Schimmelbildung an Wänden kann verschiedene Ursachen haben. Werden z.B. bei der Sanierung Fenster eingebaut, die bessere Isolierungswerte als die Wände haben, so kondensiert Feuchtigkeit eben an den Wänden und nicht mehr an den Fenstern. Es gibt aber viele weitere Ursachen, Schäden an der Bausubstanz, Risse in den Wänden, fehlende Isolierung.

Essentiell ist im Winter häufiges Lüften, denn die Luft wird ständig mit Feuchtigkeit angereichert: Schwitzen, Atmen, Kochen, Duschen etc.

Zitat
Ich bin ein Gegner, wie man Häuser in Deutschland dämmt. Alles wird veriegelt und verrammelt und durch diese Tatsache wird den Schimmel Tür und Tor geöffnet.


Dämmung ist wichtig, um Energiekosten zu sparen. Gute Isolierung allein ist aber kein Schutz vor Schimmel. Es gibt natürlich automatische Lüftungsanlagen, ansonsten ist der einzige Schutz eben häufiges Lüften. Damit wird warme Luft, die viel Wasser aufnehmen kann, durch kalte Luft ersetzt. Kalte Luft kann deutlich weniger Wasser aufnehmen, so dass durch Lüften effektiv Luftfeuchtigkeit aus dem Haus heraustransportiert wird.

Flüssiges Wasser lässt nicht in jedem Falle auf eine Naturkatastrophe sondern eher auf falsche Lüftung schließen. Wen das stört, der muss eben doch ab und zu lüften.


Gibt es auch nichtflüssiges Wasser?


Ja - gefroren. :pfeifen: Sorry for that. :)


In vielen Dingen hast Du ja Recht.. Jedoch es hat aber auch einen Nachteil, wenn ich ein Steinhaus habe. Stein nimmt zwar die Feuchtigkeit auf, aber sie kann sie nicht mehr dementsprechend abgeben,. Sie bleibt darin und irgendwann bildet sich dann Schimmel. Ein Holzhaus reagiert ganz anders und das Klima in einen Holzhaus ist auch ganz anders. Ich habe ein Haus, was Baujahr 1928 ist. Es steht auf einen Granitsockel. Bei Granit wissen wir, es hat keine kapillaren, wo Wasser aufsteigen kann. Dazu brauche ich also auch keine Sperre, wie bei Beton einbauen. Wichtig aber ist, ich muß das Haus gut durchlüften. Also, das die Luft unter dem Haus zirkulieren kann. In Deutschland geht man andere Wege. Alles muß verriegelt und verrammelt werden. So kann unter dem Haus Schimmel entstehen, der sich dann auch in die ganze Wohnung ausbreiten kann. Mein Haus ist also über 90 Jahre alt. Wenn ich unter mein Haus schaue, dann kann ich feststellen, die Bretter und Balken sehen immer noch wie neu aus. Aber ich will noch ein wenig weiter gehen. Die lobby hat immer noch das sagen in Deutschland. Hier möchte ich das Dämmen mit Steropor ansprechen. Steropor brennt sehr leicht und ist nicht für eine Dämmung geeignet. Auch werden bei der Anwendung von Dämmung mit Steropor giftige Substanzen eingesetzt werden, die in unsere Abwasser gelangen. Das kann ich nicht verstehen. :angry:
Auch kann ich nicht verstehen, das man mit Plastefolie diese Produkte versiegelt. Wir wissen heute, das bei der Plastefolie Wärmestaus entstehen und diese Staus nicht an die anderen Substanzen weiter gegeben werden können.
Viel lieber sollte man unbesanntete Dachpappe verwenden. Es kann kein Schwitzwasser entstehen und somit kann ich einen Schimmel Vorbeugen.



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