Silberhochzeit und Eheversprechen: Plane Feier zur Silberhochzeit


Hilfe

im nächsten Jahr liegt unsere Silberhochzeit an. Meine Ehe gefällt mir, mein Gatte ebenso und daher werden wir unser Eheversprechen erneuern.

Das möchten wir mit ca 60 Gästen feiern.

Das letzte Fest, das ich organisiert habe, ist lange her und es war keine Silberhochzeit.

Wie stellt Ihr Euch solch eine Feier vor oder wie habt Ihr gefeiert?

Gruß keine Püppi


Hilfreichste Antwort

Ich war mal auf einer Silberhochzeit bei Bekannten eingeladen.
Zunächst wurde in der Kirche das Paar bei einer Art Traugottesdienst vom Pfarrer gesegnet. So wurde das Eheversprechen praktisch noch mal erneuert. Das war am Nachmittag.
Dann gabs Sektempfang vor der Kirche.

Anschließend wurde mit geladenen Gästen in einem Burgrestaurant festlich diniert und anschliessend mit Lifemusik
gefeiert und getanzt. Mit einer kölschen Band, da ging es richtig ab. Es wurden auch Sketche usw. aufgeführt und eine Fotopräsentation aus dem Leben des Paars gezeigt.

Um Mitternacht gab es noch Suppe und ein Tortenbuffet.

Ich fands sehr nett. Auf mich persönlich wirkte die Erneuerung des Eheversprechens etwas dick aufgetragen. Ich denke, ein Versprechen ist ein Versprechen (bis dass der Tod Euch scheidet) und braucht nicht nochmal erneuert zu werden. Aber das muss jeder selbst wissen.

Auf jeden Fall wünsche ich euch ein schönes Fest. :blumen:


Ich war schon auf mehreren Silberhochzeiten

Einmal Gartenparty mit Partyzelten, Theke in der Garage mit Partymusik. Kuchenbuffet am Nachmittag nur mit den engsten Verwandten ab 17 Uhr Freunde und Bekannte.
Abends gabs nen Aschenbraten und ein Salatbuffet. Gegen 22 Uhr wurde ne riesen Käseplatte aufgefahren.

Nochmal Gartenparty mit Grillen und typischen Salaten. Bierpavillon am Ende des Garten. Keine Partyzelte, da Wetter super. Bierzeltgarnitur ist klar.

Einmal eine Feier in unserem Jugendheim. Dort haben die Gastgeber die Disco mit Theke und Nebenraum angemietet. Im Nebenraum wurde gespeist. Klassisches Warm / Kalt- Buffet War mehr ne riesen Party wie zu alten Zeiten.

Nochmal Jugendheim, ähnlich wie oben nur ohne Disco. Dafür aber Musik vom Plattenteller. War auch ganz nett.

Wie stell ich mir meine Silberhochzeit vor? Ich mach die Rolläden runter und stell die Klingel ab. B)

Bearbeitet von Eifelgold am 05.05.2013 12:06:48


Ich war mal auf einer Silberhochzeit bei Bekannten eingeladen.
Zunächst wurde in der Kirche das Paar bei einer Art Traugottesdienst vom Pfarrer gesegnet. So wurde das Eheversprechen praktisch noch mal erneuert. Das war am Nachmittag.
Dann gabs Sektempfang vor der Kirche.

Anschließend wurde mit geladenen Gästen in einem Burgrestaurant festlich diniert und anschliessend mit Lifemusik
gefeiert und getanzt. Mit einer kölschen Band, da ging es richtig ab. Es wurden auch Sketche usw. aufgeführt und eine Fotopräsentation aus dem Leben des Paars gezeigt.

Um Mitternacht gab es noch Suppe und ein Tortenbuffet.

Ich fands sehr nett. Auf mich persönlich wirkte die Erneuerung des Eheversprechens etwas dick aufgetragen. Ich denke, ein Versprechen ist ein Versprechen (bis dass der Tod Euch scheidet) und braucht nicht nochmal erneuert zu werden. Aber das muss jeder selbst wissen.

Auf jeden Fall wünsche ich euch ein schönes Fest. :blumen:


Das mit dem Eheversprechen erneuern, verstehe ich irgendwie nicht.

Was bringt das?

Muss dabei an Heidi Klum denken. Kurz vor ihrer Trennung hat sie ein neues Eheversprechen gegeben. :D


Wir haben unsere Silberhochzeit mit einem Campingwochenende zu dem wir einluden gefeiert, weil unsere zahlreiche Verwandtschaft erstens campingbegeistert ist und zweitens, weil "weitläufig" sich hier allenfalls auf die zu überwindenden Entfernungen bezieht. Und drittens das Datum im Hochsommer war. ;)
An "Programm" hatten wir eine Schnitzeljagd vorbereitet. Ansonsten nichts, außer abends grillen, denn wir haben uns immer viel zu erzählen.

Eine meiner Schwestern und ihr Mann luden in ein Sportzentrum annex Restaurant ein und hatten, gemeinsam mit ihren Kindern, ein Turnier (in ca. 5 Sportarten) vorbereitet, zu dem sie Dreiergruppen, quer durch die anwesenden Generationen, zusammengestellt hatten.

Dass ein Eheversprechen ein Verfalldatum hat, ist auch mir aber neu. :unsure:

Bearbeitet von dahlie am 05.05.2013 12:19:19


Zitat (Rumburak @ 05.05.2013 12:11:57)
Das mit dem Eheversprechen erneuern, verstehe ich irgendwie nicht.

Was bringt das?

Muss dabei an Heidi Klum denken. Kurz vor ihrer Trennung hat sie ein neues Eheversprechen gegeben. :D

Ich verstehe das als symbolische Geste, dass das damals gegebene Versprechen, noch immer gilt. AUch wenn sich die Umstände vielleicht mittlerweile ganz anders entwickelt haben als sie damals waren.
Wäre jetzt nicht unbedingt meine Art, das Jubliäum zu begehen, aber wieso nicht...?

Bei uns ist es erst gut drei Wochen her - ich will jetzt aber keine pauschalen Tipps geben, weil jeder Mensch anders ist. Nur zwei Sachen halte ich für besonders wichtig:

1. Es ist Euer Fest und sollte auch so laufen, wie Ihr persönlich es wollt.
2. Fühlt Euch nicht genötigt, Leute aus Pflichtbewusstsein einzuladen, die ihr eigentlich nicht mögt.

Viel Spaß

PapaMajo


Zitat (Rumburak @ 05.05.2013 12:11:57)
Das mit dem Eheversprechen erneuern, verstehe ich irgendwie nicht.

Was bringt das?

Muss dabei an Heidi Klum denken. Kurz vor ihrer Trennung hat sie ein neues Eheversprechen gegeben.  :D

ganz einfach: Wer einmal lügt dem glaubt man nicht.

Klums haben sich jedes Jahr die Ehe neu versprochen.

Ich kenne wiederholte Eheversprechen nur so: Innerhalb kurzer Zeit waren die dann geschieden.
Wenn mene Frau ständig daneben geht, kann ich sie ja nochmals an die Ehe mit einem Versprechen daran erinnern.

Ausserdem ist es ein schlechtes Omen, wenn man so was nötig hat.

Und wenn Eheversprechen: Dann nur mit dem Hochzeitskleid und dem Anzug von damals.

Viel Spass bei der Anprobe........ rofl

Bearbeitet von labens am 05.05.2013 14:50:47

Wir wollten damals kein großes Fest feiern und sind deshalb über den Termin der Silberhochzeit für eine Woche verreist und haben uns eine schöne Woche gemacht, nur wir zwei. Mein Mann hatte das organisiert und mich damit überrascht, ich wusste also vorher gar nicht, wohin es geht, nur das wir verreisen. Das war sehr schön.

Als wir dann wieder zu Hause waren, habe ich dann meine Kolleginnen zum Mittagessen eingeladen und mein Mann hat auf seiner Arbeit auch eine "Runde" gegeben.
Mit den Verwandten waren wir in einer Gaststätte zum Abendessen, nur im kleinen Rahmen.


Mit den Versprechen ist das so eine Sache ..... :sarkastisch:

entweder man tut es oder lässt es ...... wozu also versprechen .... :pfeifen:

wenn ich meinen Mann an seine Versprechen erinnert habe, hat er es sofort wieder versprochen ..... und vertagt :rolleyes:
waren alltägliche Dinge, um die er sich mal kümmern wollte, nach Hause kam er, wenn ich es erledigt hatte, ich kann ja nicht ewig warten .... :sarkastisch: Aber wenn ein Fest gefeiert wurde, war er wirklich immer da .... :prost:
:bigboss:

wie in der Politik, die einen machen große Versprechen :pfeifen:, die anderen tun was getan werden muss ...
rofl rofl

Erkenne jeden "Versprecher" ..... B)


Zum allgemeinem Verständnis

unser erstes Eheversprechen war ohne den Zusatz "bis das der Tod Euch scheidet", weil um mich herum die Ehen zerbrachen und ich absolut 100 % sicher sein wollte, nur das zu Versprechen was ich halten kann.

Nun weiß ich aber genau, dass ich meinen Mann nie, niemals hängen lassen würde, egal was das Leben noch parat hat. Egal was er tut, sollte er in SChwierigkeiten sein, will ich sein Freund sein selbst wenn (der unwahrscheinliche) Fall eintritt, dass wir uns entlieben.

Außerdem möchte ich meinem Schöpfer danken, dass er es sogut mit mir gemeint hat. Viele Dinge können wir nicht beeinflussen und ich bin dankbar für 2 gesunde Söhne (habe mir Söhne gewünscht) und noch einiges mehr.

Das mag man kitschig finden oder albern, für mich fühlt sich das stimmig an, und mein Mann findet es OK. (er ist nicht gläubig)

Aber erstmal vielen Danken für Eure zahlreichen Antworten, ich habe jetzt ein wenig nach zu denken.

keine Püppi


Zitat (labens @ 05.05.2013 14:49:35)


Und wenn Eheversprechen: Dann nur mit dem Hochzeitskleid und dem Anzug von damals.

Viel Spass bei der Anprobe........ rofl

Hihi, hatte mein Kleid damals geliehen (Geld war kanapp) so spare ich mir jetzt die Ernüchterung.

javascript:emoticon(':pfeifen:')

Zitat (keine-Püppi @ 06.05.2013 17:16:04)


unser erstes Eheversprechen war ohne den Zusatz "bis das der Tod Euch scheidet", weil um mich herum die Ehen zerbrachen und ich absolut 100 % sicher sein wollte, nur das zu Versprechen was ich halten kann.


Soll das ein Witz sein?

Wir wissen leider nicht, was die Zukunft bringt. Warum hast du dann geheiratet, wenn du dir nicht zu 100 % sicher warst? Wegen dem weißen Kleid?

Ich kann nur für mich reden, als ich zum Altar geführt wurde war ich mir zu 200 % klar, dass ist "mein Mann, dem ich die Treue halte".
Anders hätte ich nie geheiratet.

Holy-Moly, @keine-Püppi: für diese Erkenntnis hast Du 25 Jahre gebraucht?!- Alles, was Recht ist: ein Eheverpsrechen mit Einschränkungen, bzw. "beschränkter Haftung"?!!!- Bleibt nur, für DICH zu hoffen, daß Dein Mann sich nicht kurzfristig Gedanken macht, daß die Garantiezeit abgelaufen ist für Dich.- Könnte nämlich zu einem rasanten Austausch führen...

Diese Mentalität:"Naja, es hat halt nicht gepasst!", die so leichten Herzens nach der Abschiebung eines LAG mit beschränkter Aufenthaltsgenehmigung wohlfeil ist, finde ich schlichtweg zum :kotz: .- Auf der Schiene habe ich mir noch nicht mal 'nen Hund angeschafft.- Im Laufe von 25 oder, wie in meinem Falle 35 Jahren wünscht wohl Jede/r den/die Andere/n irgendwann mal zum Teufel.- Wer behauptet, sich in 25 Jahren nie gestritten zu haben, hat sich einfach 25 Jahre nicht mit dem Partner unterhalten.- Aber das weiß man an sich als erwachsener Mensch, der sich seinen Partner selbst und freiwillig ausgewählt hat, vorher.- Ansonste läßt man die Finger davon.- ICH wußte mit 22 Jahren, daß mein Mann 17 Jahre älter ist!- Wie sich unsere Lebenssituation im Laufe der Jahre ändern würde, wußten wir Beide nicht.- Nehmen es aber an, und leben entsprechend MITEINANDER!

Die Liebe nimmt in etlichen Jahren eine andere Gestalt an, es herrschen andere Kriterien, die uns der Alltag bringt.-
Aber abhauen, wenn es dem Partner schlecht geht, oder er krank und tüddelig wird...NIEMALS!


Rumburak, Du mußt meine Gedanken gelesen haben. Vielleicht bin ich mit dem Vergehen der Jahre doch etwas angebittert und zynisch geworden, aber ehrlich gesagt finde ich so etwas doch total kitschig und albern. Immerhin hat man es doch all diese Jahre mit einander ausgehalten. Also wozu das Ganze?

Denke ich an meine Hochzeit zurück erinnere ich mich noch wie heilfroh Mann und ich waren als der ganze Feiertamtam überstanden war. Letztlich Unmengen von Geld was verdonnert wurde um die liebe Sippschaften zu unterhalten, und ein sehr teures Kleid was nun schon seit fast 20 Jahren fröhlich im Keller herum gammelt. Naja, und sooo berauschend war das Ding mit Ehe auch nicht das ich es unbedingt widerhohlen würde. Eher gesagt, weiß ich heute das wenn ich noch einmal Single sein sollte ich mir meine Freiheit, Selbstständigkeit und ein sehr spontanes, unorganisiertes Leben eisern bewahren werde.

Fragt man mich jedoch wie ich eine Silberne Hochzeit feiern würde ... 2 Koffer zu und ab unter die Palmen. Schließlich wäre es die Kröhnung einer Zweierbeziehung und nicht die mit der breiten Masse die sich letztlich nur auf gute Unterhaltung und kostenlose Rundum Verpflegung freut.

LG Freespirit


Cambria, aber wenn man es dennoch an die große Glocke hängt obwohl sich über die Jahre die Beziehungskiste deutlich verändert hat, wäre das nicht eine riesige Verlogenheit?

Abgesehen davon das die Eheleute es mit Sicherheit unter sich selber ausgemacht haben weiterhin zusammen zu bleiben, wen würde es wohl schon interessieren ob die Liebe ok ist oder fetzig heiß?

Dennoch würde ich sagen daß das eine Sache ist die ein Jeder für sich selber entscheiden muß, genau wie schlicht oder pompös eine Hochzeit gefeiert werden soll. Der eine braucht nur zwei Strandlaken, der Andere muß es mit Kutsche und Rüschen ohne Ende haben.

Nicht zu unterschätzen das in den meisten Fällen der graue Alltag einer langen Ehe alles Andere nach Flitterwochen brüllt. Eher haben sich die meisten nach all diesen Jahren an einander vorbei gelebt, haben oft keine gemeinsamen Interessen mehr und haben sich immer weniger zu sagen. Ja, ich möchte nicht wissen wie viele Paare sich nach 25 Jahren Ehe mit einander abgefunden haben weil es bequemer ist zusammen zu bleiben als ab einem gewissen Alter noch einmal alleine durchzustarten.


Eifelgold, so sehe ich es auch. Ich war nicht umsonst ein "spätes" Mädchen weil ich die Sache mit dem Ehebund sehr ernst nahm. Habe auch absichtlich pompös und in weiß geheiratet weil es einmalig sein sollte und ohne Reue.

Kein Mensch weiß was das Schicksal mit Einem vor hat, und meines Erachtens hat der Jenige aufgehört zu Leben der sich dauernd Gedanken macht was Alles noch passieren und schief laufen könnte.


Uih!

da hab ich mich wohl nicht ganz klar ausgedrückt!

Dass ER der Mann fürs Leben ist wußte ich sofort. Aber: Was ist, wenn ER sich entliebt? Will ich dann noch bis das der Tod uns scheidet mit ihm verheiratet sein?

Gibt und gab es nicht genug Paare, die sich das Leben zur Hölle gemacht haben, weil sie sich genau das versprachen, die sich aber doch eines Tages hassten?

Für mich ist es nicht selbstverständlich eine Liebesbeziehung über eine so lange Zeit glücklich zu halten und ein Blick um mich herum zeigt mir, dass ich mit meiner Einschätzung nicht ganz falsch liege.

Wir leben nicht in einer Märchenwelt oder einem Film. Im realen Leben weiß niemand was kommt.

Und mit Verlaub:
Wer kirchlich heiratet, dem stünde ein wenig mehr Dankbarkeit und Demut für das Glück einer Ehe gut zu Gesichte.

Eine über Eure Kommentare verblüffte Keine Püppi


Zitat (IsiLangmut @ 06.05.2013 17:47:58)
Eheverpsrechen mit Einschränkungen, bzw. "beschränkter Haftung"?!!!- Bleibt nur, für DICH zu hoffen, daß Dein Mann sich nicht kurzfristig Gedanken macht, daß die Garantiezeit abgelaufen ist für Dich.- Könnte nämlich zu einem rasanten Austausch führen...

Diese Mentalität:"Naja, es hat halt nicht gepasst!", die so leichten Herzens nach der Abschiebung eines LAG mit beschränkter Aufenthaltsgenehmigung wohlfeil ist, finde ich schlichtweg zum :kotz:

Wie sich unsere Lebenssituation im Laufe der Jahre ändern würde, wußten wir Beide nicht.- Nehmen es aber an, und leben entsprechend MITEINANDER!

Die Liebe nimmt in etlichen Jahren eine andere Gestalt an, es herrschen andere Kriterien, die uns der Alltag bringt.-
Aber abhauen, wenn es dem Partner schlecht geht, oder er krank und tüddelig wird...NIEMALS!

mach Dir um meinen Mann mal keine Sorgen.

Und dass ich meine Ehe nicht leichtfertig wegwerfe, zeigen ja wohl die 25 Jahre.

Ich weiß nicht wie Du auf die Idee kommst, mich irgendwie beurteilen bzw verurteilen bzw bewerten zu können.

Du hast irgendetwas zwisschen den Zeilen gelesen, das ich nicht geschrieben habe.

Keine Püppi

Zitat (freespirit @ 06.05.2013 21:12:52)

Dennoch würde ich sagen daß das eine Sache ist die ein Jeder für sich selber entscheiden muß, genau wie schlicht oder pompös eine Hochzeit gefeiert werden soll. Der eine braucht nur zwei Strandlaken, der Andere muß es mit Kutsche und Rüschen ohne Ende haben.

Nicht zu unterschätzen das in den meisten Fällen der graue Alltag einer langen Ehe alles Andere nach Flitterwochen brüllt. Eher haben sich die meisten nach all diesen Jahren an einander vorbei gelebt, haben oft keine gemeinsamen Interessen mehr und haben sich immer weniger zu sagen. Ja, ich möchte nicht wissen wie viele Paare sich nach 25 Jahren Ehe mit einander abgefunden haben weil es bequemer ist zusammen zu bleiben als ab einem gewissen Alter noch einmal alleine durchzustarten.

Danke Freespirit für Deine tolerante Haltung.

Zwischen all diesen Kommentaren, die ich doch überraschend giftig finde, tun Deine Worte mir gut.


Ich melde mich aus dieser Diskussion ab. Zuviel Unverständnis und in einigen Beiträgen zuviel Bitterkeit

Offenbar ist in einigen Ehen nicht alles paletti, wenn man von Verlogenheit spricht,
wenn man sich nicht vorstellen kann, dass es auch nach 25 Jahren noch Romantik gibt,
wenn man aus meinen Texten ableitet ich wäre Verlogen.

Trotz allem Danke, dass Ihr alle Euch die Zeit genommen habt, mir zu antworten.

Euch allen noch einen schönen Tag.
Keine Püppi

Isilangmut, zwischen Deinen Zeilen lese ich das bei Euch schon lange nicht mehr die Flitterwochen flittern und man sich mit den Veränderungen in der Beziehung so arrangiert hat das Beide damit gut leben können.

Meine Ehe ist auch nicht mehr die rosarote Wolke die sie einst war, aber dennoch ist man für einander da und meistert jeden neuen Tag so gut man kann. Oft frage ich mich wieviele anscheinend glücklichen Ehen nur Fassade sind damit es den Kindern gut geht, damit die Familie nix zu beanstanden hat, und weil man nicht all Das verliehren will was man wärend der vielen gemeinsamen Jahren aufgebaut hat.

Ja, ich möchte nicht wissen wie viele alten Ehen letztlich nur noch Zweckgemeinschaften sind, und aus eigener Erfahrung kann ich sagen das wenn dem so ist, man schnell für unmoralisch abgestempelt wird wenn man so etwas betreibt.

Meines Erachtens benötigt eine solide, intakte und gut laufende Ehe keine Neuversprechungen da man ja weiß was man hat und Nichts beweisen muß. Ich gehe ja auch nur zum Arzt wenn etwas nicht stimmt, und nicht um mir immer wieder bestätigen zu lassen das ich fit wie ein Turnschuh bin.


Zitat (freespirit @ 06.05.2013 21:01:44)
Fragt man mich jedoch wie ich eine Silberne Hochzeit feiern würde ... 2 Koffer zu und ab unter die Palmen.  Schließlich wäre es die Kröhnung einer Zweierbeziehung und nicht die mit der breiten Masse die sich letztlich nur auf gute Unterhaltung und kostenlose Rundum Verpflegung freut.


So haben wir es gemacht.
War zwar nicht unter Palmen, aber einfach weg und schön wars! :D

Hallöchen Tante Ju, wieder einmal treffen sich zwei Seelensverwandte. Denke ich zurück an meine damalige Hochzeit bekomme ich heute nur noch das Grausen das ich mir das Ganze angetan hatte. Allerdings denke ich auch das man in noch recht jungen Jahren anders denkt und fühlt wie nach 20 Jahren Ehe.

Nun ist der "Wonnemonat" Mai da und das TV wimmelt voller Hochzeitsbegeisterten. Ehrlich gesagt kann ich das ganze Gedönse kaum noch sehen, denn immer wieder fällt auf das es eigendich wenig mit der großen Liebe zwischen zwei Menschen zu tun hat, sondern nur damit das so viel Geld wie möglich verdonnert wird um Freunden und Verwandten zu imponieren.

Letztlich ist es eine genaus große Geldverdonnerei wie bei Bestattungen - im Namen der Würde, des Anstandes und weil man ja was beweisen soll. Garantieren ein €1,000 Brautkleid und Flitterwochen auf den Malediven eine ewig glückliche Ehe, genauso wie eine Einbettung in Samt und Seide ein besseres Jenseits?

Man brauch doch nur an die vielen Eheschließungen zu denken die kurz vor oder wärend des letzten Weltkrieges stattfanden. Die Leute hatten kaum etwas zu essen, aber wenigstens ging es im Standesamt und vor dem Traualtar um das Wesentliche. Und dennoch wurden viele Paare steinalt mit einander.

Abgesehen davon glaube ich nicht mehr an die ewige Treue, denn letztlich hat der Mensch Augen im Kopf, eine eigene Gefühlswelt und eigene Ziele im Leben. Abgesehen davon empfinde ich es unmenschlich vom Partner zu erwarten das er/sie stehst alle Ewartungen in einer Beziehung bedingungslos erfüllt.

Dir viele liebe Grüße und nachträgliche Geburtstagsgratulationen


Zitat (keine-Püppi @ 07.05.2013 09:37:15)
Ich melde mich aus dieser Diskussion ab. Zuviel Unverständnis und in einigen Beiträgen zuviel Bitterkeit

Offenbar ist in einigen Ehen nicht alles paletti, wenn man von Verlogenheit spricht,
wenn man sich nicht vorstellen kann, dass es auch nach 25 Jahren noch Romantik gibt,
wenn man aus meinen Texten ableitet ich wäre Verlogen.


Du hast hier die Frage gestellt, wart ihr schon mal auf einer Silberhochzeit und wie stellt ihr euch eure vor.
Du wolltest Ideen haben für deine Silberhochzeit. Die hast du hier auch reichlich bekommen. Viele haben ihre Impressionen geschildert und wie sie es halten würden bzw gehalten haben.

Das ist hier nun mal ein öffentliches Forum, in dem jeder seine Meinung haben darf. Diskussionen in den Threads sind erwünscht. Und in jeder Diskussion kommt man von Hölzchen auf Stöckchen. Ist so.
Ob nun Verständnis für ein weiteres Eheversprechen besteht oder nicht.
Niemand hat dich für Verlogen gehalten oder aus deinen Sätzen abgeleitet. Ich habe diese Aussage von der Mutti global gesehen und nicht als Angriff auf deine Person.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in meiner Ehe auch nach 25 Jahren noch Romantik bestehen wird. Aber ich (ICH) würde lügen, wenn ich behaupte, bei mir ist seit der Eheschließung Friede, Freude, Eierkuchen und wird es immer und ewig bleiben.

Bearbeitet von Eifelgold am 08.05.2013 08:39:35

Richtig gut zusammengefasst, Eifelchen :daumenhoch:


Zitat
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in meiner Ehe auch nach 25 Jahren noch Romantik bestehen wird. Aber ich (ICH) würde lügen, wenn ich behaupte, bei mir ist seit der Eheschließung Friede, Freude, Eierkuchen und wird es immer und ewig bleiben.


Das ist ja selbst in meiner Ehe nicht so, und wir sind nicht mal im zweistelligen Bereich angelangt. Wir sind auch nicht mit solchen Erwartungen in die Ehe gegangen und ein Versprechen "mit Reserve" gab es auch nicht.

Meine Eltern sind im übrigen seit über 40 Jahren verheiratet. Was sie zu ihrem 25. und später zu ihrem 30. gemacht haben, weiß ich schon nicht mehr, da kein großes Bohei drum gemacht wurde. Sie fuhren jeweils zu zweit alleine in den Urlaub. Das muss jeder für sich persönlich gestalten, auch wenn das nicht die Antwort ist, die die OP haben wollte...

Bis zur Silberhochzeit sind's bei uns noch viereinhalb Jahre, aber ich weiß ganz genau, wie ich es nicht machen möchte:

Ich möchte keinen Dankgottesdienst und auch kein neues Eheversprechen, davon halte ich nichts (auch wenn ich gläubig bin). Ich habe vor über zwanzig Jahren mein Gelöbnis der Liebe und Treue, in guten wie in schlechten Zeiten usw abgelegt und seitdem hat sich an meiner Bereitschaft zur Einhaltung des Schwurs nichts geändert.

Ich möchte auch kein bombastisches Fest; das hatte ich schon an meiner Hochzeit.

Ich war im vergangenen September auf einer Silberhochzeit mit Gottesdienst, Sektempfang, Mittagessen (vier Gänge), Kaffee (mit Unmengen an Torten) und dann war glücklicherweise Schluss. Abends war ich nur froh, dass ich mich auf mein Sofa legen konnte. So möchte ich meine Silberhochzeit nicht feiern.

Ich stelle mir eher ein gemütliches Essen gehen mit meinem Mann und den Kindern vor, denn eigentlich ist das ja ein privater Feiertag, den ich auch am richtigen Datum feiern möchte und nicht auf's Wochenende verschieben will, weil einige Gäste nicht unter der Woche feiern wollen oder können - am nächsten Tag müssen sie wieder arbeiten. Oder wenn ich die Feier gar auf einen anderen Monat verschieben soll, denn wir haben kurz vor Weihnachten Hochzeitstag und mitten im Vorweihnachtsstress kommt das einigen ungelegen.

Wir haben beide so viel Familie, dass sicher wieder irgendeiner Einspruch erheben möchte, deshalb möchte ich die Feier so privat wie möglich halten.

Was ich möchte, wäre ein Aufmotzen der Eheringe (mit einem hübschen Stein für mich :D ) und evtl einem kleinen Urlaub, denn zum Flittern sind wir bis heute nicht gekommen. ^_^


@mops: wir haben 1 Tag nach Weihnachten geheiratet.- Deshalb fand ich keinen Partyservice, der uns mit einem Buffet beliefert hätte, da die an diesem Tag bereits mit den Silvester-Vorbereitungen anfingen.- Aus unserem ursprünglichen Plan, über Weihnachten und Neujahr wegzufahren, wurde Nichts, da wir mal wieder Rücksicht auf Andere genommen haben.- Eben WEIL wir Silberhochzeit hatten.- Hieß für mich im Klartext: ich habe die komplette Feier selbst ausgerichtet.- Inclusive Einkaufen, Backen, Kochen, Dekorieren, UND am Tag selbst, auch noch die Gäste bewirten.- Wir waren zu 16 Personen; Allen hat's gefallen und gemundet, nur ICH hatte Nichts von der "Feier".- Lediglich, daß ich fast 14 Tage krank war anschließend.- Wir waren bei damaligen Freunden zur Silberhochzeit eingeladen: mit Silberkrönchen und silbernem Kleid für die "Braut", der "Bräutigam" mit Frack und Zylinder.- Kirche, Essen, Kaffee, Essen, und dann wurde die Kleidung gewechselt, und im Partykeller die Kühe fliegen gelassen.- War absolut grauenhaft, das Ganze.
Geflittert hatten wir damals im Winter 1978 bei dickem Schnee, Glatteis und Eiseskälte mehr oder weniger "vor der Haustür", im Oberbergischen.
Als Mensch, der in jeder Hinscht zu seinen Versprechen steht, gab es keinerlei Gedanken, mein Ehegelübde nicht einzuhalten.- Auch, wenn's nur auf dem Standesamt abgelegt wurde.- Da ich meine Eheringe (ich habe einen "Vorsteckring" mit Brilli :) ) habe aufschneiden lassen müssen vom Juwelier, wollten wir die Ringe ursprünglich auch wieder herrichten lassen.- Haben uns jedoch besonnen, daß wir Beide keinen Ring brauchen, um uns treu zu sein.- Jeder von uns Beiden, weiß, wo er/sie hingehört.
Wer nur ansatzweise weiß, was bei uns privat los ist, wird mir bestätigen, daß man seinem Partner nicht mehr "Liebe" entgegenbringen kann, als mein Mann MIR, als ich auf den Tod darniederlag.- Und ich MEINEM MANN, mit einer Diagnose und Prognose seit einigen Jahren, die wohl Einige einfach nur noch die wilde Flucht ergeifen ließe.
Statt "Schmetterlinge im Bauch", habe ich seit 2008 Angst, Entsetzen, Zorn und Hilflosigkeit nicht nur im Bauch, sondern auch im Herzen.- Und maßlose Traurigkeit einhergehend mit Zärtlichkeit, wenn ich sehe, wie hilflos mein Mann manchmal da sitzt, wie verloren, und trotzdem ohne jede Klage.- Weil WIR BEIDE wissen, wie das Grauen heißt, das auf uns zukommt.- Und ICH tagtäglich mit bekomme, wie verzweifelt mein Mann kämpft.- Und sich darauf verläßt, daß ICH ihm helfe.- WIR haben uns mit dem "arrangieren" müssen, was möglich ist, nicht, damit wir Beide uns dadurch schadlos halten.
Jeder/m ist zu wünschen, nicht in eine solche Situation zu gelangen.- Ganz abgesehen davon, daß man uns kurz vor Weihnachten 2012 noch fast den "Todesstoß" versetzt hat; aus dem wir jedoch mit all' unserem gemeinsamen Willen, und meiner Kraft nun wieder das rettende Ufer erreichen.

Und nun kann mal wieder "Fragen Sie Frau Clara bei FM" meinen/unseren Gefühlsstatuts im Schnellverfahren beurteilen.- Bevor man Irgend'was "deutet", sollte man sich überlegen, ob man sich das rausnehmen darf.-
Zum Posting von der TE äussere ich mich garnicht mehr.- Jede/r, die/der in der Wüste um Hilfe ruft, muß damit rechnen, daß sie/er kein Wasser, sondern Sand als "Labsal" bekommt....

Bearbeitet von IsiLangmut am 08.05.2013 15:03:58


Zitat (IsiLangmut @ 08.05.2013 15:02:28)
Da Haben uns jedoch besonnen, daß wir Beide keinen Ring brauchen, um uns treu zu sein.- Jeder von uns Beiden, weiß, wo er/sie hingehört.

Dieser Einwurf habe ich als Rock and Roll Göre mal gehört, ein Song von Ted Herold. Mit 18 konnte ich ihn nicht verstehen, heute um so mehr.

ich brauch keinen Ring, um dir treu zu sein.
Der Jung singt da was aus seiner Hüfte, die er damals mitunter selbst sicherlich nicht verstanden hat. Aber schaut mal auf die Bilder, so vergeht die Zeit.

Isi, wir beide sind uns nun wahrlich eng verbunden, aber dennoch haben mich deine Worte feucht hinter meiner Brille werden lassen.
Ich weiß, was du meinst, wenn du sagst, das du Zorn und Zärtlichkeit empfindest.
Ich kann mir vorstellen, wie es für dich ist, einen Mann als Wrack vor dir sitzen zu haben, der einst ein stattlicher Kerl war.

Ich weiß wie es ist, wenn nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, und du nach einem harten Tag im Job noch deine Frau stehen mussest.
Ich weiß wie es ist, heimzukommen, und alles noch zu erledigen, und ich weiß du liebst ihn.

Alles das haben Männe und ich gemeinsam je unabhängig von Job und Krankheit auch hinter uns und auch weiterhin vor uns.
Doch hier und heute weiß ich, wir machen auch kein großes Geschisse um eine Silberhochzeit. Wir brauchen unsere Kraft und das Geld für andere Dinge.

Und ja, ich halte immer noch "meinem Mann die Treue"

irgendeine Mutti brachte den Einwurf, "wenn sich mein Mann von mir entliebt"...
oder so in der Art
Hier habe ich mich wirklich gefragt, ist bei euch nichts, was ihr schweres ertragen musstet?
Wie geht das, das Entlieben? Ist es Langeweile? Ist es Eintönigkeit? Fehlen euch die Worte, der Charme, das Miteinander?
In meinen Augen ist es so: wer sich nichts mehr zu sagen hat und seine eigenen Wege geht, der entliebt sich.
Wir haben hier soviel Sorgen und Aufregung, immer wieder Gesprächsstoff, mein Gebrechen, seinen neuen Job, die Gören, das Haus, der Garten und die Tiere, die Nöten um unseren Kurzen, wir haben immer und immer wieder Gesprächstoff. Selbst wenn wir uns mal zwei Tage nix zu sagen haben, so wissen wir : WIR halten Zusammen.

Und dennoch nehmen wir uns die Zeit für romantische Stunden. Dann lassen wir unsere Jugend aufleben, wir sind einfach wir, wir vergessen unseren Alltag. Es gibt in diesem Augenblick keine Sorgen oder Kinder, wir sind einfach nur Jugendlich.
Wir machen in vielleicht einer geschenkten Stunde alles möglich, was man möglich machen kann. Und wir schaffen es wirklich, uns in dieser Zeit uns neu in einander zu verlieben. Dann ist wirklich alles vergessen, nur für ne Stunde auf zwei. dann sind wir WIR. Nur Wir Zwei.

Wir nennen das auch gerne an Tagen wie diesen
So komisch das klingt, wir lieben diese Augenblicke, die wir für uns haben, wo uns keiner stört und wir einfach ohne andere Menschen sind

Unsere Silberhochzeit liegt im Dezember 3 Jahre zurück,wir hatten eine sehr schöne Silberhochzeit.
Auch ich bin mit mein Mann zufrieden so wie er jetzt ist,allerdings wollte ich kein Eheversprechen erneuern.
In den Anfangsjahren unserer Ehe stand unsere Beziehung auf der Kippe,wenn ich heute zurückdenke würde ich den Mann von früher nicht nochmal heiraten und genau das ist es was mich davon abhielt das Eheversprechen zu erneuern.

Kann gemein klingen aber ich gebe nur einem Mann erneut das Ja-Wort wenn ich der Meinung bin das ich ihn jederzeit wieder heiraten würde...ich habe vor vielen Jahren mein Eheversprechen abgelegt und bis heute gehalten das sollte meiner Meinung nach reichen.


fenjala, so sehe ich es auch. Betrachte ich meine Ehe ist es bei uns genau umgekehrt gelaufen. Erst bombig, dann den Bach runter aber dennoch der Zusammhalt aus einer ganzen Liste von Gründen - außer einer noch besthenden großen Liebe.

Schließlich nicht zu unterschätzen das man in jungen Jahren und am Anfang noch eher die Koffer packen würde als nach sehr vielen Jahren - wo man eben nicht mehr so locker und flockig ein neues Leben aufbauen kann Dank einer Menge von Verpflichtungen die sich über die Jahre angesammelt haben.

Betrachte ich meine Ehe weiß ich heute das auch ich den Mann an meiner Seite nicht ein zweites Mal heiraten würde, und wenn ich damals gewußt hätte wie sich das Ganze entwickeln würde, wäre ich warscheinlich dauerhaft Single geblieben. Dies nach dem Motto .... alleine mit sich selber ist man nie in schlechter Gesellschaft.

Ich denke es ist auch einfach für Noch-Verliebte mit dem Finger auf Zweckgemeinschaften zu zeigen und sie quasi als unmoralisch zu betrachten bis sie selber eines Tages in einer Situation sind wo vielleicht auch sie keine andere Wahl haben als sich dieser Sache zu fügen.

Inwzischen glaube ich sowieso daß das menschliche Wesen nicht von Natur aus treu ist, sondern nur Dank den Erwartungen unserer Gesellschaft, der Familie und der Moralität. Immerhin können multiple Beziehungen sehr bereichernd sein da jeder Mensch ein Planet für sich der sich oft lohnen würde zu entdecken.


Und da ist es bei mir umgekehrt,in jungen Jahren war ich viel zu ängstlich mit 3 kleinen Kindern mein Mann zu verlassen also blieb ich. Ich war mit 24 Jahren 3 fache Mutti was ich nicht bereue.
Heute schüttel ich den Kopf wie man so dumm sein konnte,hätte er sich nicht geändert ....ich hätte heute keine Angst zu gehen,die Kinder sind erwachsen,ich nicht mehr der kleine Angshase von früher ,bin mit der Zeit stark ,selbstbewusst und selbstständig geworden.Heute bin ich stärker als er und er weiß das.

Trotzdem liebe ich den Mann den ich jetzt habe....aber er hatte wirklich Glück das er mich noch hat.


Unsere Hochzeit war genau genommen sehr unromantisch und mehr Stress als Freude. Geheiratet haben wir kurz vor der Wende im (DDR-) Standesamt und war irgendwie auch sehr sozialistisch. Mit der Kirche haben / hatten wir beide nichts am Hut, weshalb diese "Bis dass der Tod..."- Geschichte für uns nicht in Frage kam.

Wir hatten gute, sehr gute, Hammer- und eben nicht so tolle Phasen. Aber Zweifel an der Beziehung kamen uns eigentlich nie - auch wenn man in der Hitze des Gefechts mal den einen oder anderen Spruch ablässt.

Diese Jahr haben wir nun - entgegen allen Unkenrufen - die 25 Jahre komplett gemacht und waren uns einig, dass es jetzt Zeit ist, ein Fest zu feiern, wie wir es und schon damals gewünscht hätten.

Wir haben nur Leute eingeladen, die wir gerne um uns haben, gute Freunde um Hilfe gebeten, eine tolle Band gebucht und los gings!

Wir und die Gäste waren der Meinung, dass es eine sehr schöne Feier war, auch wenn sie keinem Standard entsprach!

Deswegen noch mal der Rat: Wenn ihr groß feiert, bedenkt, dass es EURE Feier ist!

PapaMajo


@fenjala,

:daumenhoch: :daumenhoch:

hoffentlich weiß Dein Mann von seinem Glück. ;)


Hallöchen Lichtfeder, das ist ja oft das Tragische das die Männer meist nicht zu schätzen wissen was sie haben. Damit will ich mich bestimmt nicht als Männerhasserin outen oder sagen das sie Alle so sind. Eher rede ich von dem Eigenen und denen einiger guten Freundinnen. Und sicherlich gibt es auch eine Menge Frauen die diesen Fehler mit ihren Partnern machen.

Leider geben sich die Männer oft wenig Mühe wenn es darum geht eine Beziehung frisch, spannend und prickelnd zu erhalten. Wenn Frau irgend wann die Koffer packt wird ihnen nicht als toller Mensch hinterher geweint, sondern eher herum gejammert das Mann nun sein Essen selber kochen muß, und Keinen mehr hat der ihm den Haushalt schmeißt. Ja, und wehe die Alte will auch noch Trennungsunterhalt oder Scheidungsunterhalt. Dabei wird oft nicht verstanden das Frau gegangen ist weil sie kaum noch Anerkennung für ihre Leistungen bekam sondern Alles zur Selbstverständlichkeit wurde, und weil jeder Tag genauso grau in grau wurde wie alle Anderen auch. Dabei sind wir nicht nur Ehefrauen und Muttis sondern auch Menschen mit eigenen Wünschen, Träumen und Erwartungen an das Leben. Das auch wir ab und zu 'mal ein wenig verwöhnt werden möchten und irgend wann nicht mehr den üblichen Blumenstrauß und immer wieder das selbe Parfüm zum Geburtstag oder Weihnachten sehen wollen.

Die meisten Herren erwarten von ihrer Partnerin das sie stehts gut aussieht, aber selbst denken sie oft nicht daran das auch Frau gerne ein Gegenüber hätte in das man sich immer wieder vergucken könnte. Man brauch ja nur die Menschen auf der Straße beobachten, und oft sieht man Paare wo Frau schick und gepflegt neben einem unrasierten, ziemlich dürftig gekleidetem Etwas daher kommt.


Fenjala, ich kann Dich sehr gut verstehen das Du Dich damals entschieden hast trotz Allem zu bleiben. Für Außenseiter ist es oft einfach zu sagen das man ein bequemes Weichei ist wenn man bleibt obwohl die Beziehung ziemlich im Eimer ist, aber diese Leute müssen die Situation ja nicht selber ausbaden und dann das ganze Drama der Trennung selber ausbaden.

Wann immer es bei uns heftig krieselte wurde mich stehts heftig von Freunden und Familie verklickert daß das nur eine wieder vorbei gehende Phase wäre die jede Ehe irgend wann 'mal durchgeht. Da kamen dann so herrliche Bemerkungen wie ... das wird schon wieder, ... Du kannst doch nicht jetzt schon aufgeben .... Denke an Deine Zukunft wo Du es bei ihm finanziell doch sooo gut hast .... Du wärest die erste in unserer Familie die sich hat scheiden lassen, etc. etc. etc.

Schade das auch ich damals nicht das Selbstbewußtsein, die Selbstanerkennung und die Zielstrebigkeit hatte die ich heute habe. Mit großer Warscheinlichkeit wäre ich heute ein ehrheblich glücklicherer freier Vogel. Damals hätte ich auch noch gute Chancen gehabt mir erneut eine gute Karriere aufzubauen, aber auch dafür sorgte mein Mann das der Zug ohne mich abfuhr.

Heute ist mein Mann ernsthaft krank und wird nicht mehr all zu viele Jahre zum Leben haben. So leben wir nun eine Zweckgemeinschaft bei der er rund um von mir weiterhin versorgt ist und ich mein Zuhause und meine Existenz nicht verliehren werde. Immerhin weiß ich schon heute das ich mir nie wieder einen Partner anschaffen werde, da ich durch unsere vielen Kriesen - samt einer langen Affaire seinerseits - in den letzten paar Jahren entdeckte das man alleine niemals in schlechter Gesellschaft ist, Keiner Einem Vorschriften macht und verklickert wo es lang geht. Da uns kaum noch etwas verbinded habe ich es für mich entdeckt auch als Einzelgängerin das Leben sehr zu genießen und das gibt mir viel Kraft auch diese letzte Phase unserer Ehe durchzustehen. Immerhin werde ich eines Tages in den gucken können mir sagend das ich mein Eheversprechen bis zum bitteren Ende eingehalten habe und keinerlei schlechtes Gewissen entwickeln muß.


Klingt ja ziemlich deprimierend. Ich versuch mal, meine Einstellung zu beschreiben:
vielleicht ist es etwas romantisch, aber es gibt heutzutage so wenig Schwüre, die man bereit ist, auch wirklich zu halten - versuchen wir es doch wenigstens mit der Ehe. Es gibt gute und schlechte Zeiten, die Partner entwickeln sich, aber so ein Bündnis verlässt man eben nicht einfach. Natürlich gibt es akzeptable Gründe für eine Scheidung: wenn der andere Partner sich so daneben benimmt, daß es einem Bruch des Gelübdes gleichkommt. Es reicht aber nicht, wenn "er" immer die Zahnpastatube offen lässt oder "nie" den Müll rausbringt: vielleicht wird der Beitrag des Partners nur nicht richtig wahrgenommen?
Ich habe mir mein Leben auch etwas anders vorgestellt. Aber ich bin das Risiko mit den "guten und schlechten Tagen" eingegangen und bin froh darüber; wir können uns völlig aufeinander verlassen - ein gutes Gefühl, gerade wenn es mal Streit gibt.
Wir leben heute in einer ziemlich nervigen Zeit des Umbruchs: über ein paar tausend Jahre hat sich der Mensch mit Pferd und Wagen fortbewegt und sich gegenseitig Schwerter in die Eingeweide gerammt. Seit ein paar hundert Jahren werden wir vom "Fortschritt" überrollt. So gesehen geht es uns hier und heute relativ gut; ich möchte in keiner vergangenen Zeit oder heute in einem anderen Land leben. Ziemlich jämmerlicher Trost: ich wünschte mir auch, das Leben wäre eine Kleinigkeit besser; für die Zukunft können wir etwas dran arbeiten. Ob wir nach dem Tode die Konsequenzen für unser Leben hier tragen müssen oder nicht: warten wirs ab. Wir können uns zumindest mal so benehmen, als ob :blumen:


Im Nachhinein muss ich aber auch sagen das es in unseren Bekanntenkreis keine einzige Ehe gibt die durchgehend schön war,die wenigsten von unseren Bekannten leben noch in erster Ehe ,es gibt nur wenige Ausnahmen.
Es gibt auch Paare darunter die schon zum 3ten mal verheiratet sind.

Ein Paar hatte letztes Jahr Silberhochzeit und das obwohl sich der Mann zwischendurch in eine Kollegin verliebt hatte sie aber nur!!!geküsst hat.
Keine Ahnung wie ich da reagiert hätte.


@PapaMajo: Bei unserer standesamtlichen Trauung, allerdings in einem nicht sozialistischen Standesamt, kam die Formel: "Bis dass.... sehr wohl vor.

@chris: so Scheidungsgründe wie "Zahnpastatube nicht zuschrauben" kenne ich auch.

@fenjala: In unserem Bekanntenkreis ist es jetzt gerade andersrum, da sind gerade mal 3 Paare geschieden und auch nur eine Frau ist wiederverheiratet. Alle anderen haben ihre Silberhochzeit auch schon hinter sich.

Wir sind jetzt dann dieses Jahr 33 Jahre verheiratet und es gab auch GZSZ.

Bearbeitet von tante ju am 11.05.2013 21:47:29


Fenjala, warst Du schon einmal zu einer Selbsthilfegruppe für Leute die gerade mit der Trennung/Scheidung konfrontiert wurden? Ich ging zu so einer Gruppe als meine Ehe in die Tonne flog und staunte nicht schlecht wie krachvoll die Hütte war - Männlein wie Weiblein.

Ich staunte nicht schlecht als ich entdeckte das ich nicht ein Einzelfall war der nach Putz-Schmück und Kochmarathon unter dem Weihnachtsbaum verlassen wurde, und noch weniger als ich entdeckte das die Altersgruppe 40-45 wohl als Abstellgleis gilt.

Betrachte ich meinen Bekanntenkreis sehe ich viele Frauen die himmlisch glücklich sind ihren Typen losgeworden zu sein. Ja, zwei davon - die einst Heimchen am waren - legten noch einmal richtig los mit dem prallen Leben. Auffällig bei der Gruppe war das Frauen meist ihr neues Leben voll und ganz in die Hand nehmen und es schätzen lernen, wärend die meisten Männer nur am herum heulen sind. Klaro. Keiner mehr da der ihnen die Hemden bügelt, die Suppe kocht und das Ego poliert. Hier mein krasses Argument. Freundin von mir machte ihren ersten Singel Urlaub alleine mit Gruppe und erkundete Nepal mit Rucksack. Ein Typ aus meiner Gruppe gönnte sich seine erste alleinige Auszeit in Barcelona und beschloss im Hotelzimmer in sein Bier zu flennen weil es doch ein soooo langweiliges Kaff ware ohne ein Miteinander.

Es tut mir leid wenn ich immer so lang und breit schreibe, aber es ist nun 'mal ein Thema was mich sehr beschäftigt und zu dem ich so manche Erfahrungen gesammelt habe - nebst der vielen gemachten Beobachtungen.

Ich bin bestimmt keine kaltschneuzige Emanze aber über die Jahre habe ich irgendwie meine rosarote Brille verlohren und an den Prinzen auf dem weißen Pferd glaube ich schon lange nicht mehr. Letztlich bin ich zu dem Entschluß gekommen das es eigendlich von der Kirche zu antiken Zeiten gebacken wurde das Mann und Frau auf Biegen und Brechen einander bis zum bitteren Ende lieben müssen wo doch heutzutage die Statistiken und oft das eigene Umfeld eine ganz andere Sprache sprechen.

Letztlich kann kein Mensch dieser Welt bis zum Nimmerleinstag alle Erwartungen des Partners bedingungslos erfüllen. Erst recht nicht wo wir in einer sehr schnell lebigen Zeit bestehen wo inzwischen Ehen sogar schon quasi per Internet geschieden werden und die Körbe beim Dating im SMS Format verschickt werden. Nicht zu vergessen die vielen Beziehungen die weltweit per Internet aufgebaut und wieder vernichtet werden.


Chris35, ich gratuliere Dir das Du Deine Ehe nie bereut hast denn von Deiner Sorte scheint es immer Wenigere zu geben.

Du sprichst von unserem schnell lebigem Zeitalter und da muß ich Dir voll recht geben, besonders wenn man die Texte von den heutigen Songs mit denen von gestern vergleicht. Damals ging es noch um blauäugige Romantik pur und einander hinterherdackeln, Treue und unsterbliche Liebe.

Allerdings kann ich sagen das es zum Glück nicht überall in der Welt genauso ist, und ehrlich gesagt würde ich noch heute Abend aus Europa abhauen wenn meine gegenwärtige Situation und das Finanzielle es erlauben würde. Dank verschiedenen Umständen bin ich im Ausland aufgewachsen und Dank meinem Beruf sehr viel in der großen weiten Welt herum gekommen. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen das gerade in den sogenannten 3. Welt Ländern die Menschen zwar viel weniger Luxus haben als bei uns, aber verdammt reich an Zeit für einander sind. Sie kennen keinen Stress, keinen Burnout und so manche besitzen nicht einmal eine blöde Armband Uhr. Dennoch funktioniert der Alltag auf herrlich entspannte Weise und die Dinge geschehen wenn sie geschehen sollen. Ansonsten wird ad hoc improvisiert und meist ist das Resultat echt klasse.

Gerade was menschliche Beziehungen betrifft scheint man dieses Thema erheblich weniger kompliziert zu handhaben als in unserer sogenannten zivilisierten Welt. Die Erfahrung die ich einst in einem ganzen Jahr in Indien machte war das es keinen Menschen interessierte was ich für eine Hautfarbe, Schulausbildung oder Figur hatte. Ob ich eine wohlhabende Europäerin war oder nicht. Was zählte war das ich meinen Job gut machte, mit den Kollegen gut auskam (fast Alles Einheimische), und das man mich gut zu jediglichem Familienfest einladen konnte.

Wenn man in Europa ein wenig enstpannter mit Allem umgehen würde und weniger der Zeit und dem Geld hinterher jagen würde, bin ich mir sicher das es auch erheblich weniger Trennungen gehen würde. Schließlich will man ja nicht daß das eigene oder Haus popeliger aussieht als das des Freundes/Bekannte oder Nachbar-
schaftskreises, und echt doof gelaufen wenn man sich "nur" 'mal wieder die eine Pauschalwoche in Malle leisten konnte anstatt auf den Malediven zu brutzeln. Wehe es gibt nicht das richtige Geschenk zu Weihnachten oder der Hochzeitstag wird vergessen. Ich denke desdo weniger Ballast man mit sich herum schleppt - egal ob seelisch oder materiel - um so glücklicher kann man sein Leben genießen.


freespirit, Du kannst Dir aber nicht die Rosinen herauspicken: es ist eine Gnade, daß auch arme Menschen glücklich sein können - ich möchte trotzdem nicht mit ihnen tauschen. Auch - oder gerade - in anderen Ländern gibt es viele reiche Menschen. In einer wohlhabenden indischen Familie wärest Du jetzt wahrscheinlich in einer "arranged marriage". Das muss keine schlechte Wahl sein, wenn die Eltern den Partner auswählen, aber es scheint nicht Deinen Vorstellungen zu entsprechen ;)
Hier ist der gesellschaftliche Druck sehr groß, dem Geld hinterher zu jagen: im Vergleich zu anderen Ländern ist z.B. der Bestand an eigenen Wohnungen sehr gering; wer die Miete nicht zahlen kann, stürzt sozial sehr schnell ab. Glücklich, wer nur auf ein größeres Auto und Urlaubsreisen verzichten muss; das haben viele von uns längst hinter sich.
Natürlich: mir fällt auch die miese Laune der meisten Leute hier auf, denen es nicht allzu schlecht geht. Aber das scheint doch politisch gewollt, damit wir alle wie wahnsinnig schuften. Der Vergleich mit Leuten im Ausland, denen es noch schlechter geht, ist doch auch etwas jämmerlich - und scheint mir meistens von Politikern, Wirtschaftsbossen und Journalisten zu kommen, denen es persönlich _sehr_ gut geht. Aber zurück zur Ehe: die miese Laune müssen wir ja nicht dort austragen. Auch da müssen wir nicht dem Traumbild hinterher jagen, sondern könnten etwas zufriedener sein mit dem, was wir haben :)


Es gibt kein allgemein gültiges Rezept für eine liebevolle Ehe, aber ohne Liebe geht nix ....

die Worte eines alten Ehe-erfahrenen Mannes, bei dem man die Liebe regelrecht spürt, auch zum Leben:

“ Mein Ehe - Rezept basiert auf den 4 großen Vs;
Vertrauen, Verstehen, Verzeihen und Verzichten.
Das hört sich einfach an, aber ...
wenn man es ernsthaft praktiziert ist es nicht immer einfach.”

(Blacky Fuchsberger)

dem kann ich nur zustimmen, würde noch das Wörtchen "Demut" hinzu fügen, aber dafür steht Verzichten!
Ich glaube an die wahre Liebe! war immer bei meinen Eltern spürbar, kein Leben ist nur leicht ... aber die Liebe gibt die Kraft, besonders in schweren Zeiten ....

"Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe." Max Plank

ich wünsche einen besinnlichen Sonn- und Mutter-Tag,
viel Licht und die Kraft der Liebe

Lichtfeder

Bearbeitet von Lichtfeder am 12.05.2013 09:52:49


ich glaube, die bittere erkenntnis vieler neidischer habenichtse ist, dass man auch mit mehr geld oder wohlhabend glücklich sein kann und dass nicht immer ihr mantra "gut, sie sind reich, aber gewiss auch viel unglücklicher als arme menschen" zutrifft.

eine indische frau möchte ich nicht sein, weder arm noch reich. beide haben auch heutzutage kaum eigene entscheidungsfreiheiten und werden von einer männergesellschaft so behandelt, wie es ihnen passt. nicht erst seit den vergewaltigungen, die hier bekannt geworden sind, müssen sie in dieser gesellschaft leben, und ich befürchte, es wird sich für sie nur sehr wenig in naher zukunft ändern. wenn überhaupt.

ich kenne einige indische frauen, die hier oder in england leben und um nichts in der welt wieder in indien leben wollen. nicht, weil sie die schönheit des landes nicht wertschätzen oder sie an ihrem wohlstand hier so sehr hängen. (der recht bescheiden ist, nach deutschem wunschstandard.) den rassismus und die fremdenfeindlichkeit einiger dummer mitmenschen ist für sie leichter zu ertragen als die tatsache, in ihrem herkunftsland nicht als mensch behandelt zu werden und zu wissen, dass sie als arme frau einer gering angesehenen kaste (das kastensystem ist in sehr vielen köpfen unverändert stark) kaum schutz erwarten können. ihre töchter haben kaum interesse daran, das herkunftsland ihrer eltern auch nur zu besuchen, weil sie es dort so völlig anders als in england oder hier erleben.

doch zum eigentlichen thema. wenn man sich erneut das eheversprechen geben will, finde ich das eine zauberhafte sache. wenn beide es wollen. ich kenne ehen, die schon nach kurzer zeit wirklich unglücklich werden, lange ehen, die nach über dreißig jahren enden und welche, die nach über vierzig jahren immer noch gut und reich sind, auch wenn es öfter stürmisch war.

meine eltern haben sich nach über dreißig jahren ehe scheiden lassen. oder vielmehr mein vater. er ist neu verheiratet, hat mit seiner viel jüngeren frau mein schwesterchen bekommen und im spätherbst erwarten sie noch ein kind. ich habe ihn niemals so glücklich erlebt, und auch nicht so nachdenklich. erst in den letzten jahren ist es ihm bewusst geworden, in welcher atmosphäre mein bruder und ich aufgewachsen sind, und er sagt sehr oft, wie leid es ihm tut.

meine schwiegereltern haben so viel gemeinsam, erleben so viel zusammen, sie sind ein team mit den gleichen hauptinteressen und sich gegenseitig ein fels in der brandung. sie haben niemals ihre wahl des partners bereut, und sie sprechen sehr offen darüber. mein glück ist, dass sie ihren kindern das vorgelebt haben. und wenn es auch öfter zwischen meinem mann und mir kracht, dass die wände wackeln, habe ich noch keine sekunde bereut, mich für ihn entschieden zu haben. vielleicht heirate ich ihn auch noch einmal, wenn ich ihn dazu bringen kann, freiwillig einen anzug anzuziehen. :hihi:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 12.05.2013 10:08:36


Chris35, ich glaube Du hast mich ein wenig misverstanden, denn wenn ich von der Gelassenheit der ärmeren Leute sprach hatte das weniger mit ihrer finanziellen Situation zu tun, sondern damit das sie viel weniger Ballast mit sich herum tragen als die Leute in unserer westlichen Welt.

Was die Welt der indischen Frauen betrifft sollte man die auch nicht nur über einen Kamm schehren. Leider zeigen die westlichen Medien immer nur die Horror Szenarien und die üblichen Klichees. Die jungen Frauen mit denen ich damals zusammen arbeitete waren alle unverheiratet und lebten für indische Verhältnisse ein sehr freies und selbstständiges Leben - ohne deswegen der Oberschicht anzugehöhren. Die Vergewaltigungen - um die heutzutage so ein riesiger Rummel gemacht wird gab es schon vor vielen Jahren. Einziger Unterschied war das sich damals die westlichen Medien nicht dafür interessierten.

Gerade die Neuzeit Inderinnen sind sehr zielstrebig eine gute Ausbildung zu machen, gut zu verdienen, und möglichst eine gute Partie zu landen wenn es um's Heiraten geht. Leider würden solche Nachrichten jedoch keine Zeitungen verkaufen, und so schreibt man lieber nur über die Opfer, die Unterdrückung und die Vergewaltigungen weil die breite Masse sich daran eher ergötzt.

Sicher, die Zwangsverheiratungen und weibliche Rechtlosigkeit genauso wie das Kasten System gibt es weiter noch, aber dann sollte man auch sehr zwischen ländlichen und Großstadtverhältnissen unterscheiden. Auch sollte man nicht vergessen das was für uns Europäer nicht verständlich und nicht akzeptable ist dort einen ganz anderen Stellenwert hat weil es zur Kultur und Tradition des Landes gehöhrt. Kleines doofes Beispiel. Wir Europäer finden es voll normal in aller Öffentlichkeit herum zu knutschen und herum zu fummeln, aber in sehr vielen Ländern ist das total verpönt. Nicht weil es etwas mit Freiheitseinschränkung zu tun hat, sondern eher mit der Kultur des Landes.

Vielleicht habe ich auch nur einen etwas eigenen Blickwinkel weil ich tatsächlich recht lange in dem Land gelebt und gearbeitet habe, meine Kollegen fast Alle einheimisch waren und ich unter dem Dach einer einheimischen Familie lebte - und nicht in einem schicken Beach Resort als zahlungskräftiger Touri. Ja, und einen Einheimischen hätte ich auch heiraten können, da der unter keinerlei familiären Zwängen stand und seine Berufsausbildung in den USA gemacht hatte. Er machte mir einen Heiratsantrag weil er sich eine westliche, freidenkende und eigenständige Frau wünschte. Ich nahm das Angebot nicht an weil ich vor meiner Reise nach Indien meinen heutigen Mann kennen gelernt hatte, mich in ihn verliebt hatte und uns eine Chance geben wollte. Wäre es nicht so gewesen hätte diese Geschichte gut anders ausgehen können.


Herr, nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Männer an ihr erstes.


Aus dem Neujahrsgebet des Pfarrers
von St. Lamberti zu Münster aus dem Jahr 1883 !!!

ist immer öfter auch umgekehrt gültig !! heutzutage :sarkastisch: :sarkastisch:

Bearbeitet von Lichtfeder am 18.05.2013 09:19:48

Wir hatten ein wunderschönes, fröhliches Fest.

Um 15:00 Uhr betraten wir als Paar eine festlich geschmückte Diele, in der unsere Gäste uns erwarteten. Ein Theologe hielt einen Gottesdienst ab, der kurz und auf uns zugeschnitten war.

Unsere eigenen Worte waren Dank für die vergangenen Jahre und Versprechen für die Zukunft.
Ringwechsel. Unsere alten Ringe hatten wir vom Juwelier aufarbeiten lassen (zur Hochzeit leisteten wir uns das billigste, weil wir nicht viel Geld zur Verfügung hatten, dafür rubbelten sich die Ringe förmlich ab - sie waren ganz schmal geworden).

Wir beteten und sangen gemeinsam und unsere Nichten lasen aus der Bibel vor. Hört sich alles ein wenig sehr religiös an, doch es war überaus fröhlich, manchmal besinnlich.

Dann einen Sektempfang, Zeit für Gratulationen. Da meine Schwestern unseren Gästen die Geschenke abgenommen hatten, damit sie es bequem haben, gratulierten uns viele zweimal. Erstmal mit Umarmung, dann holten sie ihr Geschenk und stellten sich hinten wieder an. War lustig.

Um 17:00 Essen in Buffetform.

Nach dem Essen hatten wir einen Travestie-Künstler da. Sie war wirklich lustig ohne allzu frivol zu sein.


Dann unser Eröffnungstanz, Slow-fox zu Frank Sinatras "I´ve got you under my skin" für den wir private Tanzstunden genommen hatten. Anschließend Party mit DJ.

Unsere Gäste hatten sich im Vorfeld schon so sehr auf das Fest gefreut, dass viel sich neue Abendgarderobe zulegten. Wir hatten uns Geld gewünscht, das wurde in vielen kreativen Verpackungen geschenkt, wir fühlten uns wirklich sehr verwöhnt.

Als Rückmeldung haben wir immer wieder zuhören bekommen, dass wir eine fröhliche Feier hatten. Alle hatten Spass und wir freuen uns gemeinsam auf die Perlenhochzeit, die feiern wir aber ohne Zeremonie.

Wäre schön, wenn der ein oder andere sich nach diesem Bericht dazu entshchließt, nicht "Abzuhauen" sondern doch zu feiern.

Denn mein Fazit: Feiern macht Spaß und wir zehren noch lange davon.


Das hört sich wunderschön an, keine-Püppi!
Danke, dass du jetzt berichtest; es wurde hier ja viel beigetragen - in Beiträgen - und ich freue mich für euch, dass es eine so gelungene Feier war.

Einen herzlichen Glückwunsch - auch nachträglich:
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von mir auch nachträglich alles gute!




schade, ich finde den vorschlag total toll!! leider einige jahre zu spät....... :heul:


Ganz herzlichen Glückwunsch nachträglich, keine-Püppi. Das hört sich nach einem sehr schönen, harmonischen Tag an, den ihr nun in euren schönen Erinnerungen festhaltet.



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