Berufstätige Eltern - Wie macht ihr das?


Hallo ihr!

Ich mache mir in letzter Zeit viele Gedanken, weil ich gerne Teilzeit arbeiten würde. Mein Kleiner ist jetzt im Kindergarten. Im Moment nur bis Mittags, damit ich lernen kann. Ich würde gerne den ganzen Tag mit ihm verbringen, aber ich möchte beruflich auch nicht auf der Strecke bleiben. Mein Studium tröpfelt vor sich hin, aber das stört mich nicht so, es ist eher die Praxiserfahrung, die mir durch die Schwangerschaft und Karenzzeit fehlt.

Ich frage mich nur wie das klappen soll, mein Freund arbeitet Vollzeit. Leider verdient er nicht soviel, dass es egal wäre ob ich arbeite oder nicht. Und ich will ja auch. Ich habe letzte Woche mal versucht ein Bewerbungsschreiben zu formulieren. Leider kann ich das nicht besonders gut. Hm. Das klingt sehr wirr oder? Ich mache mir einfach Sorgen und will keine schlechte Mutter sein.
Habt ihr vielleicht Erfahrungen, die ihr mit mir teilen wollt? Wie meistert ihr Arbeit/Studium und Kind?
Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Liebe Grüße! :blumen:


Hi!

Also ich arbeite seit mein kleiner 3 ist auch wieder. Er ist jetzt 4 1/2...
Halbtags von 8-12 in dem Betrieb indem ich schon meine Ausbildung machte und
danach in der Firma meines Mannes bis 14 Uhr. Dann hole ich den kleinen aus
der Kita, also 14.15 ca. und dann ist er dran. Haushalt und alles andere mache ich dann,
wenn er im Bett ist oder verabredet ist...

Ich finde es wichtig, nicht " nur " Mutter zu sein. Die Arbeit und auch gelegentlicher
Sport ist mein Ausgleich zu Familie und Haushalt und man fühlt sich irgendwie
besser finde ich.... Meine Familie steht immer an erster Stelle, aber der Job
gehört auch zum glücklich sein dazu.


Zitat
Ich mache mir einfach Sorgen und will keine schlechte Mutter sein.

Also diese Frage stellt sich wohl jede berufstätige Mutter. :unsure:

Da hilft nur, das Beste drauf zu machen und sich nicht zu fertig zu machen (auch wenn das jetzt leichter klingt als es in Wirklichkeit ist) :blumen:

Zitat (Yvffi @ 07.05.2013 20:35:17)
Ich finde es wichtig, nicht " nur " Mutter zu sein. Die Arbeit und auch gelegentlicher
Sport ist mein Ausgleich zu Familie und Haushalt und man fühlt sich irgendwie
besser finde ich.... Meine Familie steht immer an erster Stelle, aber der Job
gehört auch zum glücklich sein dazu.

Erstmal danke für eure Antworten!

Ja, das sehe ich genauso. Ich werde einfach versuchen das irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Ich werde ja sehen, ob es funktioniert, wie ich es mir vorstelle oder nicht.

Hab heute mit einer Freundin von mir darüber gesprochen, ihre Tochter ist drei Jahre alt und ihr Freund ist auch berufstätig. Er hat auch oft Nachtdienste und sie arbeitet Teilzeit. Sie schaffen es auch irgendwie, also werden wir das auch. Der Unterschied ist aber, dass ihre Eltern pensioniert sind und sich auch viel um ihre Tochter kümmern können, wenn die mal krank ist oder so. Sie hat mir gut zugeredet und ich musste ihr versprechen, dass ich es wenigstens probiere :)
Ich habe ihr auch versprochen, dass wir Ende Mai auf die Beruf Baby Bildungs-Messe gehen. Ich war zuerst skeptisch, aber sie hat mir dann das Programm gezeigt und ich denke, dass das vielleicht doch eine gute Idee ist um sich Anregungen zu holen.

Hier der Link, falls euch das auch interessiert: http://wien.arbeiterkammer.at/online/messe...dung-66400.html

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag und danke nochmal! :)

Ich hab drei Kinder und eine 50%Stelle in der Altenpflege, mein GöGa ist z.Z. aus beruflichen Gründen im Ausland. Oma, Opa, Tante u. Onkel zur Kinderbetreuung gibt es nicht.
Meine Jungs sind 11, 9 und 4 Jahre alt.

Unser Tagesablauf gestaltet sich wie folgt:

6.15 aufstehen
Frühstücken
7.15 Haus verlassen - die Großen in die Schule, der Kleine in den KiGa
8.00 - 12.30 arbeiten
13.00 Sohnekind aus dem KiGa abholen
13.00 Schulschluß f. die Großen

Mittagessen (kalt, Abends wird warm gekocht)
Hausaufgaben, Hausarbeit, sonstige Termine, einkaufen, Freunde treffen
ab und an ein Mittagsschläfchen

18.00 - 18.30 Abendessen
19.00 / 19.30 Bettzeit

Mir fallen die Augen zwischen 20.00Uhr und 22.00 zu.

Ich finde Ferienzeiten u. Wochenenden stressiger wie die durchgeplante Woche!

YO


seit meine tochter auf der welt ist, arbeite ich teilzeit, mein mann vollzeit. überstunden fallen bei mir jedoch auch öfter an. meine schwiegereltern sind begeisterte babysitter und haben meine tochter (drei jahre) und meinen sohn (zwei jahre) immer gern genommen. auch zu der familie meines schwagers gehen sie gern, die tante, als sie selbst noch keine kinder hatte, hat gern auf sie aufgepasst, und auch mein vater ist ein beliebter opa. ab sommer wird meine tochter in den kindergarten gehen, sofern sie noch einen platz bekommt. sie hatte einen in einem kindergarten sicher, den wir für sehr gut gehalten hatten, jedoch haben sich dort dinge ereignet, die wir nicht tolerieren, weswegen sie dort nicht hingehen wird.

ohne familiäre unterstützung würde ich entweder nicht arbeiten, oder wir hätten uns früh um eine tagesmutter gekümmert. ich finde es gut und auch sehr wichtig, dass frauen auch mit kindern eine ausbildung anfangen oder beenden und auch arbeiten gehen wollen, wenn sie es selbst wollen. damit haben sie für alle fälle ein besseres standbein als ohne, und für mich ist es auch wichtig, nicht nur die immer verfügbare mutter zu sein. ich bin beruflich flexibler als mein mann, der seine firma zu leiten hat und dadurch im arbeitsleben eingespannter ist als ich.

aber selbst wenn man gern nur für die familie da wäre, kann sich das später arg negativ auswirken. manche werden unzufrieden, weil sie kein geld von einem arbeitgeber bekommen, und viele sehnen sich nach anerkennung von außen, weil sie das gefühl haben, von der familie nicht genügend anerkennung zu bekommen. was ja recht oft stimmt. das finanzielle ist noch ein anderes thema, denn es kann niemals verkehrt sein, eine eigene rente zu haben und damit wenigstens ein bisschen unabhängiger zu sein.

in wenigen wochen kommt mein baby zur welt, und ich werde vermutlich ein jahr daheim bleiben. diesen luxus wollen mein mann und ich uns gern gönnen, vor allem, weil es vielleicht unser letztes kind sein könnte. mein mann sagt von sich, er sei genügend macho mit patriarchalen zügen, um es lieber von seiner frau und seinen verwandten zu hören, welche fortschritte sein baby gemacht und was es den ganzen tag so erlebt hat, anstatt von menschen, die dafür bezahlt werden und nicht immer eine bindung zu dem kind haben. und vielleicht auch gar nicht so arg darauf achten, weil sie sich um so viele andere kleine kinder kümmern müssen.


hallo.

ich arbeite jetzt erst seit kurzem wieder.
meine tochter geht seit november in die kita, sie ist jetzt 2 jahre 7 monate. als die eingewöhnung rum war, hab ich mich gleich bemüht, eine weiterbildung zumachen (denn in meinen alten job konnte ich nicht wieder zurück) und aus dieser ist dann mein jetztiger job hervorgegangen. ich verdien nicht viel, und werd wohl weiter auf die hilfe vom staat angewiesen sein, aber ich geh wieder arbeiten. aber ich will damit doch irgendwie meiner tochter ein vorbild sein, weil ich nicht auf der faulen haut zu hause liege.
ich bin alleinerziehend und gehe vom montag-freitag von 9-15.30 arbeiten.
mir ist es wichtig, eigenes geld zu verdienen und mit der kita zeit klappt es auch gut. ansonsten hab ich meine eltern, die meine kleine dann mal nehmen, was aber meist "nur" 1wochenende im monat ist, da sie selbst auch noch vollzeit arbeiten. und an dem we geh ich dann samstag noch arbeiten. der haushalt wird dann unter der woche irgendwie nebenbei gemacht. meist nur das nötigste und am wochenende dann ein bisschen mehr. denn abends bin ich auch meist k.o.


Als meine Jüngste 3 war und in den Kindergarten ging, fing ich wieder an zu arbeiten. Erst mal mit 50%, Arbeitszeit von 7.30 Uhr bis 11.20 Uhr. Mein Mann brachte die Kinder morgens in den Kindergarten und ich holte sie mittags ab.
Inzwischen sind die Beiden 13 und 15 und ich arbeite seit gut 2 Jahren auf 75%, von 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Da mein Mann inzwischen auch einen anderen Job hat laufen alle Dinge die am Morgen erledigt werden müssen nur per Handy ab. Die Kinder haben sich da inzwischen so dran gewöhnt, dass ich, wenn ich mal frei habe, morgens eher störe.

Schlechtes Gewissen, nein! Ich habe selbst eine berufstätige Mutter die auch noch allein erziehend war. Es hat meinem Bruder und mir nie geschadet und wir waren sehr früh sehr selbstständig.
Ich habe auch nicht das Gefühl das es meinen Kindern schadet. Im Gegenteil, die Kids die immer von Mami und Papi kutschiert werden, werden von meinem müde belächelt. Besonders meine Tochter kann oft gar nicht verstehen warum Freundinnen nicht alleine Bus oder gar Bahn fahren können.


Danke nochmal für eure Antworten und Schilderungen. Ihr habt mir doch etwas Mut gemacht :)


Hallo Sternchen3,

als meine tochter 3 wurde, haben meine Frau und ich uns scheiden lassen und ich habe meine Kurze alle 14 Tage am WE und in den Ferien gesehen. Daher war es mit der Arbeit nicht so das große Problem. Da kam als meine Tochter knall auf Fall zu mir gezogen ist. Da muss man eine Menge Bedenken und auch umorganisieren. Da mein Chef sehr sozial eingestellt ist, konnte ich es so regeln, das ich vormittags im Büro gearbeitet habe und den anderen halben Tag von Zuhause aus. Ihm war nur wichtig, das ich mein Tagespensum geschafft habe. So hatte ich noch genügend zeit tagsüber für meine Tochter, da ich dann lieber gearbeitet habe wenn die kurze draußen war oder im Bett lag. Das ist halt der Vorteil wenn man einen Bürojob hat. Mir ist klar das man dass so nicht in jedem Beruf machen kann und wer es dennoch schafft, alleinerziehend Familie und Beruf unter einem Hut zu bekommen, dem gebührt der größte Respekt!
In diesem Sinne



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