Hund mit epileptischen Anfällen? Kennt Ihr das?


Also, gleich vorweg, ich möchte keine medizinischen Ratschläge. Da verlaß ich mich ganz auf meinen Tierarzt.
Ich möchte wissen, ob Ihr das kennt oder evtl. möchte ich einfach mein Schockerlebnis loswerden.
Ausgerechent heute ist mein Mann für 2 Wochen nach Deutschlad gereist. Ich lag schon im Bett, konnte nicht schlafen, habe das heulende Elend bekommen und um diese Uhrzeit habe ich halt jetzt niemand mehr zum Reden.
Unser Mini, Mischlingshund, 4 Jahre alt, lag heute abend friedlich auf seinem Teppich. Plötzlich sah ich, daß er ruckartig aufspringen wollte, ging nicht, da er nicht auf die Pfoten kam, brach immer wieder zusammen. Es sah aus, als wollte er weglaufen. Ich, natürlich unter Schock, versuchte ihn zu beruhigen, daß er liegen blieb. Habe ihn massiert. Er lag da und hatte einen ganz starren Blick, zitterte, das Hinterteil war ganz verkrampft. Erst dachte ich er erstickt und habe das Maul geöffnet und reingefasst, da er schon mal einen Knochen verquer da drin hatte. (Seitdem gibt es nur noch kleine, weiche Knochen, oder keine). War aber nicht. Dann dachte ich an Gift, da ich schon mal erlebt habe, wie ein Hund in diesem Fall ganz steif wird. (Konnten wir aber rettten, da entsprechende Spritzen vorhanden). Ich dachte, jetzt stirbt er und ich kann nichts machen. Und bevor ich überlegen konnte, was ich jetzt mache, war es vorbei. Er lief durch das Zimmer und sprang auf das Sofa. Doch kurz darauf, passierte es wieder. Er sprang auf, fiel dabei vom Sofa, da er sich nicht halten konnte. Die anderen Hunde sprang um ihn rum, bellten, dachten wohl, das ist ein neues Spiel. Mußte sie erst mal wütend wegscheuchen. Tat mir dann wieder Leid, da sie ja nicht wußten was los ist.
Ich, so wie ich war, Latschen, schlabbrige Hauskleidung, versuchte Ihn zum Auto zu bringen, um zum Tierarzt zu fahren Bei uns steckt immer der Schlüssel im Auto. Dieser Hund wiegt aber 35 Kg. Es war eine Qual und ich war total fertig. Ich habe ihn halb gezogen, geschoben, getragen, es war so anstregend. Dann springt er plötzlich los, rennt den anderen Hunden nach, alles war vorbei.
Natürlich bin ich sofort zum Tierarzt, in der Hoffnung, er ist zu Hause, da es inzwischen fast 21.00 Uhr war. Er war da, er wohnt ja auch neben seiner Praxis.
Nach meiner Erklärung meinte er, daß das evtl. ein epileptischer Anfall war. Nur war das heute wirklich das erste Mal. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ihm das schon mal passiert ist, z.B. wenn wir nicht zu Hause waren.
Er hat dann erst mal eine Beruhigungsspritze bekommen. Der TA gab mir seine Teleonnummer und auch seine Handynummer, falls noch was sein sollte. Sicher haben wir die irgendwo, aber ich konnte nicht so weit denken. Morgen früh möchte er mich anrufen, wie es um den Hund steht. Im Notfall soll ich ihn aber auch anrufen. Er ist wirklich ein ganz lieber und aufmerksamer Arzt.
Mini wollte aber nicht mehr ins Haus. So ungefähr, da ist mir das Schlimme passiert, da geh ich nicht mehr rein. Durch die Spritze konnte er nur noch staksen und blieb dann auf dem Hof liegen. Nach einiger Zeit habe ich es geschafft ihn ins Haus zu bringen. Er konnte sogar auf das Bett meines Mannes springen. Da liegt er jetzt und schläft friedlich, die Spritze wirkt.
Nun bleibt nur noch die Frage, kennt jemand von Euch sowas?

Natürlich, wieder Tipfehler, falls doch noch welche da sind, entschuldigt.

Bearbeitet von JUKA am 09.05.2013 02:43:32


Hallo Juka.
Ja ich kenne dieses sehr gut. Meine Pflegehündin hatte auch epileptische Anfälle. Bei ihr war der Auslöser ein Hirntumor :heul: .
Bei ihr sah es aber so aus, das sie sich nicht dran erinnern konnte. Also sie hat nach dem Anfall weiter gemacht, wo sie vorher aufgehört hat.
Ihr hat es immer ganz gut geholfen wenn ich ihr über das Köpfchen gestreichelt und leise mit ihr gesprochen habe.

Auch diese Spot on Zeckenmittel können epileptische Anfälle auslösen.

Ich kann sehr gut nachfühlen, wie es dir gegangen ist....es sieht einfach schrecklich aus.

Leider kann ich dir keine Patentlösung geben, wenn es bei deinem Hund noch öfters passieren sollte, findet ihr zwei bestimmt eine gute Lösung. Nur werd bitte nicht hektisch, das merkt dein Hund.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.


Hey Juka :trösten: !

Unser alter Dino (Hund vom besten Freund) hatte seinen ersten Epilepsie-Anfall mit einem Jahr.
Die Tierärztin wollte ihm ein ziemlich heftiges Mittel verschreiben, mit dem er noch zwei,drei Jahre ohne Anfälle leben könnte. Da diese Medikamente aber ausserdem noch jede Menge Nebenwirkungen hatten, hat sich mein Kumpel entschlossen, komplett drauf zu verzichten.

Wenn Dino nun einen Anfall gekriegt hat, hat sich einer von uns neben ihn gesetzt und einfach nur ruhig und sanft gestreichelt, bis er sich wieder entspannt hat und völlig unbeeindruckt mit den anderen weitergetollt hat.

Er ist so fast vierzehn Jahre alt geworden und war ansonsten topfit.

Mit den Medikamenten sieht's heute sicher schon anders aus...auf jeden Fall - keine Panik, ihr werdet das mit Mini schon hinkriegen nach dem ersten Schreck.

Ich wünsch' Euch Alles Gute :trösten: :blumen:


:trösten: Oh du Arme! lass dich mal drücken.

Könnte es sein, dass der Hund Staupe hat? Das ist eine Viruserkrankung, die auch epileptische Anfälle auslösen kann.
Nicht alle Hunde sind dagegen geimpft.

:blumen: Ich wünsche euch alles Gute!


Liebe @JUKA,

ein (Zucht)Rüde meiner Freundin hatte öfter epileptische Anfälle.- Sie schaute bei Auftreten derselben immer erst nach seinem Zahnfleisch.- Wenn das fast farblos war, ist sie sofort mit dem Hund zum Tierarzt.- Dort kam der Rüde dann an den Tropf.- Ob er durchgehend andere Medikamente bekam, weiß ich leider nicht.- Bei ihm äusserte sich das Ganze vielfach im Zusammenhang mit der Läufigkeit der (fünf bis sieben) Hündinnen im selben Haus.- Wozu ICH mich nun nicht äussern will, was ich davon halte.- Der Rüde magerte in dieser Zeit bis auf's Skelett ab, und mußte mit dem Löffel gefüttert werden....

Ich hoffe, daß für Deinen/Euren Hund die Ursache ermittelt werden kann, bzw. es sich um einen einmaligen Anfall handelte.- Wenn Du Eurem Tierarzt vertraust, dann richte Dich getrost nach seinen Anweisungen.

Alles Gute für Euch!- Ist der Hund gesund, freut sich der Mensch!- Liebe Grüße...IsiLangmut :blumen:


Danke für Euer Mitgefühl und Eure Beiträge.

Der Hund ist jetzt wie immer, vielleicht erinnert er sich auch nicht mehr. Der Tierarzt hat mich heute früh auch angerufen und nachgefragt. Wir müssen jetzt halt sehen, ob das nochmal passiert und wann, also wie lang dann die Abstände sind. Evtl. bekommt er dann Medikamente. Da werde ich mich vorher aber gut informieren. Aber der TA sagt immer ganz genau was los ist. Wie etwas wirkt, oder ob es besser ist nichts zu machen. Ich weiß halt auch nicht, ob er das schon mal hatte, wir sind ja auch ab und zu mal weg von zu Hause.

Ich war natürlich total aufgeregt und nervös. Sollte das aber nochmal passieren weiß ich jetzt, daß ich ruhig bleibe. Es dauerte ja auch nur 1-2 Minuten.

Er hat vor 3 Wochen auch das erste Mal Frontline gegen Flöhe bekommen. Vorher habe ich versucht die Flöhe mit Knoblauch fern zu halten. Aber er hatte sich so gekratzt, daß am Hinterteil Fell abging. Das ist jetzt wieder nachgewachsen.

Ich werde mich auch mal über Staupe informieren, woran man das merkt und darüber auch mal mit dem TA sprechen.


Freunde von uns haben einen Kater mit Epilepsie. Auf Dauer müssen sie entscheiden, ob eine konstante Medikation notwendig ist (die das Tier aber recht lethargisch macht), oder ob sie mit den wenigen Anfällen leben können. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sich das Tier nicht verletzt, wenn es so einen Anfall hat. Man erschreckt sich, aber das Tier erinnert sich meistens nicht und hat auch nicht wirklich Schmerzen - aber schlimm sieht es immer aus, wenn man danebenstehen muss :( von daher, alles Gute für dich und deine Vierbeiner!


Ich habe mal diesen alten Thread hervorgeholt, der Anlaß ist, dass unser Minni heute den 3. Anfall hatte.

Aber aus diesem Grund habe ich ihn nicht vorgewühlt, sondern um allen die mir hier geschrieben hatten meinen Dank zu sagen. Das wollte ich eigentlich schon nach dem 2. Anfall machen, habe es aber leider wieder vergessen.

Durch das was Ihr hier geschrieben habt, konnte ich nun diese Anfälle ruhig mit Minni überstehen.
Ich war nicht nervös, nicht hektisch, sondern bin ganz ruhig geblieben und das verdanke ich Euch.
Für den Hund war es bestimmt auch besser so.

Der TA meinte, wenn es nicht mehr als 3 Anfälle im Jahr sind, muß man nichts machen.

Also entschuldigt meine Vergesslichkeit und nochmal vielen Dank. :blumen:


Alles Gute für deinen Minni, liebe JUKA. Wie gut, dass du ruhig und besonnen mit ihm umgehen kannst und ihr so hoffentlich, trotz des Handicaps, viele gute Jahre vor euch habt.


Liebe JUKA,laß dich mal ganz lieb :trösten: :trösten: :trösten: Ich hoffe auch,daß ihr noch viele schöne gemeinsame Jahre vor euch habt,trotz der Epilepsie. :trösten: :trösten: :blumen: :blumen: :blumen:


Liebe Juka, alles Gute für euch. Ich hoffe, dass dieser Anfall der letzte seiner Art war und dein(e) Minni noch ein langes, glückliches Hundeleben führt unter deiner Obhut. :blumen:



Kostenloser Newsletter