Eine nasse Küchendecke - was tun?


Hallo allerseits,

lange war ich im Forum nicht aktiv. Nun bin ich mit einem Problem zurück. :-(

Da komme ich am Freitagabend völligst Wochenendreif von der Arbeit nach Hause und sehe kleine Pfützen auf der Arbeitsplatte, schaue nach oben an die Decke und - oh Schreck - 2/3 der Küchendecke ist Nass und das Wasser tropft fröhlich runter...

Bin natürlich direkt zur Nachbarin hoch und habe sie auf das Problem aufmerksam gemacht. Ein Schlauch von der Spülmaschine war undicht, dieser lag bereits in einem Eimer. Nur der Eimer ist unbemerkt übergelaufen. (Das ganze lasse ich unkommentiert...) Nun gut, der Handwerker kam und hat es repariert. So weit so gut, es tropft nix mehr.

Wir haben jetzt eine nasse Decke. Die Vermieterin/ Schwiegermutter ruft am Montag den Maler an.
Meine Frage wäre nun, kann ich irgend etwas tun um die Decke trocken zu bekommen? Wir haben schon einen aufgestellt. Die ganze Küche riecht leider zunehmend nach nassem Keller.

Hat jemand einen Tipp für mich?

Herzliche Grüße
Wombat


Hallo,

ich fürchte, da ist mit einfachem Malen nichts zu holen.

Vermutlich muss die Decke geöffnet werden, da die darunter liegende Isolierung nass geworden ist.

Nach dem Öffnen wird die Decke ca 3 - 4 Wochen offen bleiben müssen, um die Deckenbalken zu trocknen. Danach erst kann sie wieder geschlossen werden.

Mit dem Entfeuchter wirst Du die Isolierung nicht trocken bekommen.

Es gibt Geräte, mit denen ein Fachmann ohne die Decke zu öffnen feststellen kann, wie feucht bzw. nass es dahinter ist.

Gruß

Highlander


Das klingt nicht schön... :heul:

Aber Dankeschön schonmal. Heißt ür mich, ich kann erst mal gar nichts tun. Da muss der Fachmann ran. :(


Zitat (TheWombat @ 29.06.2013 22:55:26)


Da muss der Fachmann ran. :(

Richtig erkannt!
Trotzdem ein schönes Wochenende!

Glaube nicht daß da etwas geöffnet werden muß. Ich hatte das Problem auch mal. Habe die Decke richtig trocknen lassen und dann den Maler bestellt.


Der normale Weg ist:
Es werden Löcher gebohrt, in diese wird 7 Tage lang 24 Stunden mit einem Gebläse die Decke getrocknet.
Da dies einen Höllenlärm verursacht, kannst in dem Raum nicht mehr schlafen, sondern musst Dir ein anderes Quartier suchen.
Hat das Wasser nur an einer Stelle getropft, sprich es hat sich nicht auf der ganzen Decke verteilt, reicht es, den Raum austrocknen zu lassen.

Ich sprech da aus eigener Erfahrung. Bei mir stand die ganze Wohnung nach einem Rohrleitungsbruch über mir, unter Wasser. Da musste dann eine ganze Woche rund um die Uhr das Wärmegebläse laufen. Das war auch deswegen notwendig, weil in dem Boden Heizung- und Wasserleitungen verlegt waren.

Das zweite Mal war ich der Verursacher und bei meinem Untermieter tropfte es. Nachdem ich in meiner Wohnung das Problem gelöst hatte, hörte die Tropferei unten auf. In diesem Fall hat es ausgereicht, die Trockenzeit abzuwarten und die Decke neu zu streichen.

Labens


Bei uns wurde der ganze Fußboden rausgerissen, der Unterbau und die Isolierung entfernt, im oberen und unteren Stockwerk alles mit Plastikfolie verhängt und Trockengeräte aufgestellt (die arbeiten am besten bei fast 30° Raumtemperatur ohne Zugluft und so).
Es dauerte etwa 4 Wochen bis die Renovierung in Angriff genommen werden konnte.

Wir mussten in der Zeit aus dem Haus ausziehen und 2-3x täglich kommen und den Wassereimer der Trockengeräte leeren.

Außerdem wurde eine Schimmelsanierung gemacht (der Wasserschaden hat binnen weniger Tage ordentlich Schimmel wachsen lassen). Erst danach wurde gemalt und ein neuer Fußboden gemacht.
Ich geh mal davon aus, dass es bei dir nicht sooo viel Wasser war, wie bei uns, aber ein Fachmann sollte unbedingt Decke (bzw. Fußboden der Whg. darüber) und die angrenzenden Wände überprüfen und die Feuchtigkeit messen.

Viel Glück
su

edit: in den 4 Wochen wurde öfters mal nachgemessen, wie der Feuchtigkeitsstatus im Haus ist.
man konnte es auch erkennen, dass die Trockengeräte nicht mehr so schnell voll wurden.

Bearbeitet von marasu am 29.06.2013 23:25:16


Hallo,

auf Grund der unterschiedlichen Erfahrungsberichte die hier geschrieben wurden würde ich sagen: nicht einfach malern lassen sondern einen Fachmann holen und den entscheiden lassen, was gemacht werden muss bzw. sollte.

Der einfachste Fall wäre einfach drüber malen, der schlimmste Fall wäre mehrere Wochen ausserhalb wohnen zu müssen, während die halbe Decke saniert wird.

Dazwischen ist alles denkbar. Deshalb einen Fachmann holen (lassen).

Gruß

Highlander


Genau!!! Nicht nur einfach überstreichen lassen, sondern die ganze Chose vom Fachmann überprüfen lassen und vor allem die auch die Frage klären, wessen Versicherung für die Beseitigung des Schadens aufkommt. Ich vermute mal, es wird die Hausrat- bzw. Haftpflichtversicherung des über Dir wohnenden Mieters eintreten müssen, gegebenenfalls noch die Gebäudeversicherung des Vermieters. Aber auch um diese Klärung würde ich vor irgendwelchen Instandsetzungsarbeiten die entsprechenden Parteien bitten.


Vielen Dank für die zahlreichen Tipps.... :-)

Der Malermeister war schon öfters für die Schwiegermutter (Vermieterin) und uns im Einsatz (auch Schimmelbeseitigung etc), ich hoffe einfach mal, dass er weiß was am besten zu tun ist.

Schönen Sonntag noch an alle!


Zitat (Murmeltier @ 30.06.2013 09:30:25)
Genau!!! Nicht nur einfach überstreichen lassen, sondern die ganze Chose vom Fachmann überprüfen lassen und vor allem die auch die Frage klären, wessen Versicherung für die Beseitigung des Schadens aufkommt. Ich vermute mal, es wird die Hausrat- bzw. Haftpflichtversicherung des über Dir wohnenden Mieters eintreten müssen, gegebenenfalls noch die Gebäudeversicherung des Vermieters. Aber auch um diese Klärung würde ich vor irgendwelchen Instandsetzungsarbeiten die entsprechenden Parteien bitten.

Ist der Schaden nicht von einem Wassereintritt einer Leitung eingetreten, wie z.B. geplatzter Schlauch der usw. ist die Hausratversicherung des Verursachers zuständig.

Deswegen ist es wichtig, dass jeder auf eigene Kosten eine Hausratsversicherung abschliesst. Sonst muss man als Verursacher selbst für den Schaden aufkommen.

Die Leitungsversicherung, welche gesetzlich jeder Eigentümer oder Eigentümergemeinschaft abschliessen muss, tritt nur für Schäden aus fest im Mauerwerk verlegte Leitungen ein.

Ich hatte das genau gleiche Problem vor 2 Jahren.Spülmaschinenschlauch über mir defekt und es sah gar nicht so feucht aus <_< Aber die Fachleute haben gemessen und es kam auch ein Bautrockner.Bei mir war und ist es so,dass erst meine eigene Versicherung die Kosten trägt,sich das Geld aber von dem Verursacher wieder bekommt.Der Bautrockner lief ununterbrochen 1 Woche lang, musste auch immer den Eimer leeren.Achja,die Stromkosten für den erheblichen Mehrverbrauch übernimmt auch die Versicherung.Wichtig ist es dann auch, dem Stromanbieter die Situation zu erklären(sonst wird man höher eingestuft)

Und jetzt der Hammer:habe aktuell einen Wasserschaden in meinem kleinen Keller.Warte immer noch (nach 1 Woche)auf den Anruf der Firma.Aus der 3.Etage ist ungebremst Wasser durch den Schacht in meinen Keller gelaufen.Siphon wurde nach Sanierung unsachgem. eingesetzt...
Meine Hausratversicherung übernimmt erst einmal die Kosten der kaputten Gegenstände; der Versicherungsangestellte kam und berechnete den Schaden.Er überprüfte auch im Badezimmer die Feuchtigkeit und vermutlich muss dort auch getrocknet werden.Das Doofe ist,dass mein Bad bis oben gefliest ist und dann folgt eine abgesengte weiße Holzdecke...wie das funktionieren soll u.anschließend die Wiederherstellung ist mir noch ein Rätsel...

Achja,gaaaanz wichtig: Fotos erstellen!!

Viel Glück!!



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