Hautkrebsvorsorge unter 35 = teuer?


Guten Abend :)

meine ganzen Leberflecken beunruhigen mich langsam etwas. Deswegen wollte ich zu einem Hautarzt zu einer Vorsorgeuntersuchung. Da ich aber nicht privat versichert bin und noch keine 35 Jahre alt bin, wird diese Untersuchung kostenpflichtig werden. Mir stellt sich vorweg schon mal die Frage, wie teuer so eine Untersuchung ist?
Durchführen lassen werde ich sie so oder so aber interessieren würde es mich doch schon im Vorraus.
Darunter kann ich mir nichts vorstellen. Hängt der Preis von der Anzahl der Leberflecken ab? Werden irgendwelche Proben an Labore verschickt oder müssen mehrere Untersuchungen stattfinden? Ich weiß es nicht.
Herausfinden konnte ich bisher nur, dass die Untersuchung mit einer speziellen Lupe 15€ kostet.

Vielleicht hat sich jemand von euch auch schon untersuchen lassen?


Ja, habe ich schon machen lassen. Hat aber in meinem Fall die Kasse bezahlt. Der Arzt schaut sich den Körper vollständig an und betrachtet verschiedene Leberflecke mit der Lupe. Das ist alles. Genauer untersucht wird erst, wenn etwas verdächtig erscheint.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 19.11.2013 21:30:36


Hallo Entero,

ich würde vorab mal bei deiner Krankenkasse nachfragen, ob die nicht doch eventuell die Kosten übernehmen, da du wahrscheinlich eine augenscheinige Veränderung eines oder mehrerer Leberflecken bemerkt haben wirst.

Manche Hautärzte haben mit einigen Krankenkassen Verträge abgeschlossen, bei denen sogar die Kosten jährlich übernommen werden.

Bei meinem Hautarzt kosten diese Untersuchung sogar 20,00 € aber die sollte man doch ausgeben, es dient deiner Gesundheit.

Der Hautarzt sieht sich ALLE Leberflecken durch diese spezielle Lupe an und kann dann sehen, ob es erforderlich ist, Proben zu entnehmen und ans Labor zu schicken.

Ich hatte z.B. 1997 ein schwarzes Melanom in der Kniekehle. Dort schaut man selber auch nicht unbedingt täglich genau hin, ob sich ein Fleck verändert hat. Als das Melanom rausgeschnitten wurde, hatte ich Glück, dass es noch oberflächlich war, denn genauso stark wie die Wölbung nach außen geht, wächst sie auch nach innen. Kommt das Melanom dann mit den Blutbahnen in Berührung, werden Metastasen im Körper verteilt.

Dadurch, dass ich noch rechtzeitig zum Arzt gegangen bin, gelte ich heute als geheilt.

Und doch sind mir danach noch 2 Leberflecken entfernt worden, die gerade aud der Kippe vom harmlosen Leberfleck zum bösartigen Melanom standen.

Ich war noch nie eine Sonnenanbeterin, aber der Arzt meinte, die Haut ist ein Organ, welches NIE vergisst und es kann durchaus sein, dass es durch einen Sonnenbrand in Kindertagen zum Hautkrebs führen kann.

Es ist also unheimlich wichtig, die Flecken zu beobachten und vom Facharzt begutachten zu lassen.

LG


Wir (mein Mann und ich) sind beide unter 35 und haben uns beide dieses Jahr beim Hautarzt alle Muttermale/Leberflecken untersuchen lassen.

Wir waren bei zwei unterschiedlichen Ärzten und haben beide 37,50€ für die Untersuchung gezahlt. Es schadet aber nichts, trotzdem nochmal bei deiner KK nachzufragen - unsere zahlten es jedenfalls nicht.

Sollte der Arzt irgendetwas auffälliges feststellen, werden alle weiteren Behandlungskosten (d.h. Entfernung der Muttermale, Untersuchung im Labor etc.) automatisch von der KK getragen.

Kostenpflichtig ist lediglich die Vorsorge.


Andere Variante @Entero: Du besuchst Deinen Hausarzt und schilderst ihm Dein Problem. Der wird das sicherlich so ernst nehmen, dass er Dir eine Überweisung zum Hautarzt ausschreiben wird ;)

Wenn Du eine Überweisung in der Tasche hast, übernimmt das die Krankenkasse, weil eine medizinische Indikation vorliegt. Dass eine vorliegt, bescheinigt Dir Dein Hausarzt ja durch die Überweisung ;)

Grüßle,

Egeria


Hallo Entero, ich hatte vor Jahren eine ähnliche Situation wie du, es ging da nur weniger um die Anzahl, als um das Erscheinungsbild einiger Muttermale. Ich bin einfach zur Hautärztin gegangen, hab ihr die Dinger gezeigt und gefragt, ob die nur für mich komisch aussehen. Die Hautärztin hat sich alle "verdächtigen" angesehen, mir erzählt, wie die auf Latein heißen und dass sie ungefährlich sind und mir dann beruhigend den Kopf getätschelt. Ich würde an deiner Stelle also einfach mal zum Hautarzt gehen und das Problem schildern. Kein Arzt wird dir diesen fachkundigen Blick verweigern und sagen: "Nee, ohne Kohle läuft da gar nichts". Und wenn der Arzt dir NACH dem Ansschauen rät, einfach mal den Scan machen zu lassen, dann ist es vermutlich auch ne gute Idee, das zu tun. Kostet bei meiner Hautärztin übrigens auch 20 Euro.


Hallo, also die 40€ sind es mir wert direkt hinzugehen. Morgen werde ich gleich mal bei meiner Krankenkasse nachfragen und einen Hautarzttermin vereinbaren. :) Danke!


Hallo,

es gibt noch eine Alternative:

wenn Du in einer grösseren Firma angestellt bist, frag mal beim Betriebsarzt nach. Solche Untersuchungen werden oftmals von dem angeboten. Und auch noch andere Vorsorgeuntersuchungen.

Gruß

Highlander


Zitat (Highlander @ 20.11.2013 21:33:03)
Hallo,

es gibt noch eine Alternative:

wenn Du in einer grösseren Firma angestellt bist, frag mal beim Betriebsarzt nach. Solche Untersuchungen werden oftmals von dem angeboten. Und auch noch andere Vorsorgeuntersuchungen.

Gruß

Highlander

Naja aber selbst wenn das von einem Betriebsarzt gemacht werden würde, würde ich trotzdem zu einem Hautarzt gehen, weil ich denke, dass er sich einfach besser damit auskennt. Hab aber auch schon gehört, dass Allgemeinmediziner diese Vorsorgeuntersuchung durchführen und bei Verdacht dann weiter verweisen zum Hautarzt.

Ich war letztes Jahr beim Hautarzt für rund 35 Euro und hab alles untersuchen lassen. Jetzt im Januar muss ich nochmal zur Kontrolle hin, weil drei etwas auffälliger waren.


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