Niedrigtemperaturgaren in 2 Etappen möglich?


Kann man die Geflügelbratenzubereitung beim Niedrigtemperaturgaren schadlos unterbrechen? Ich möchte gerne die Ente um 12 Uhr auf den Tisch bringen, aber nicht 7-8 Stunden vorher aufstehen, um die Zubereitung neben allem anderen Stress zu beginnen. Ich stelle mir die Vorbereitung und die 5-7-Stunden-Garzeit im Verlaufe des Vortages vor, um dann am Festtag "nur" noch das Federvieh zu tranchieren und knusprig zu braten (oder umgekehrt). Wie wirkt sich das auf die Zubereitungszeiten aus? Vor dem Grillen muss der Vogel ja wieder auf Temperatur gebracht werden. In den kalten oder vorgewärmten einschieben?


Gerade bei Geflügel besteht immer Salmonellengefahr.
Wenn du -und dann auch noch bei Niedertemperatur- den Garvorgang für Stunden unterbrichst, können sich die Salmonellen unkontrolliert vermehren.

Das Risiko wäre mir zu groß!


Zitat (Jeannie @ 21.12.2013 20:11:08)
Das Risiko wäre mir zu groß!

Mir auch! Grade bei Geflügel ist Vorsicht geboten.

Weihnachten im KH ist nicht so dolle.

naja ich denke, es muss einfach der GARvorgang abgeschlossen sein! Wenn die Ente also lange genug im Ofen ist (auch bei NT), sollte das kein Problem sein... ich würde vielleicht noch ein Stündchen bei reduzierter Hitze zugeben und dann am nächsten Tag den Vogel einfach nach gemütlichem Erwärmen im leicht vorgeheizten Rohr kurz vor dem Servieren knusprig braun grillen :blumen:


Zitat (Rumburak @ 21.12.2013 21:00:44)
Grade bei Geflügel ist Vorsicht geboten

Dem stimme ich zu 100% zu

Also, ich bereite das Geflügel immer schon am Vortag zu. Danach stelle ich die auf den Balkon zum Abkühlen. Am Morgen entnehme ich dann das Fett, was dann durch das Abkühlen fest geworden ist.

Das Geflügel kommt dann zum Erwärmen in den Ofen, der nicht vorgeheizt sein muss. Nach dem Bräunen und nebenbei Soße, Klöße und Rotkraut machen, kann dann entspannt um 12:00 Uhr gegessen werden.

Zum Bräunen mache ich Honig und etwas Salz flüssig und streiche die Geflügelhaut damit ein.

In die Soße kommt vor dem Anbinden noch der Saft von mindestens 2 Stück ausgepressten Orangen hinein, dadurch schmeckt die Soße sehr fruchtig.

Ich würde dir also auf alle Fälle raten, wenn es deine Zeit erlaubt, das Geflügel am Vortag fertig zu garen.

Gutes Gelingen und frohe Weihnachten.

Bearbeitet von Dora am 22.12.2013 18:47:44


Geflügel hab ich bisher immer fertig gebraten und werde das auch weiterhin so halten.

Allerdings habe ich Geflügel immer einen Tag vor dem Essen gebraten, dann in schöne Teile zerlegt und komplett auskühlen lassen. Währenddessen die Soße fertig zubereitet und die ausgekühlten Geflügelteile mit der knusprigen Hautseite in die ebenfalls abgekühlte Soße gelegt und über Nacht an einem kühlen Ort aufbewahrt.

Am nächsten Tag die Geflügelteile wieder umdrehen (also mit der inzwischen aufgeweichten Haut nach oben) und in den kalten geschoben. Backofen auf 220 bis 250° stellen und einschalten und während das Geflügel wieder knusprig wird, Knödel, Blaukraut usw. zubereiten.

Bei dieser Methode wird das Geflügel superknusprig und der Stress gehört der Vergangenheit an.


Allen, die mir auf meine Frage geantwortet haben, ein herzliches Dankeschön. Es ist vollbracht. Ich habe die Ente in 2 Etappen gegart und es ist gelungen.

Allen, die sich um Salmonellen sorgen - die Ente ist nach den ca. 7 Stunden Niedrigtemperatur-Garen fertig gebraten! Sie könnte so auf den Tisch, würden wir nicht zusätzlich Wert auf eine Knusperhaut legen. Die Gefahr ist nach dem Ende dieses Vorgangs nicht größer, als die für ein übrig gebliebenes Stück nach dem Festmahl.

Ich habe also nach dem Niedriggaren die Ente kurz aus der Fettpfanne genommen, die Bratenflüssigkeit in einen abgegossen und die Ente in der Röhre übernachten lassen. Wer es kälter mag, kann sie ja auf den Balkon abstellen, da ist es dann um die Weihnachtszeit etwa -kalt. Die Bratenflüssigkeit kam zum Schlafen auf den Balkon. Am nächsten Vormittag wurde die Ente tranchiert, die Stücken auf dem Blech drapiert, in die Röhre geschoben und diese auf 180° C Ober- und Unterhitze geheizt. Kurz nachdem die Temperatur erreicht war, Pfanne noch einmal raus, die Teile mit einer Honig-Gewürz-Mischung bestrichen und der Ente unter dem bei 220° kurz den Rest gegeben. Zum Zubereiten der Soße blieb vormittags genug Zeit, zumal sich das überflüssige, auf dem Balkon erstarrte Fett leicht von der Bratenflüssigkeit entfernen ließ.

Bearbeitet von Buche am 28.12.2013 20:01:52



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