Unsere erste Wohnung: Wie, wo, was und alles Drumherum


Hallo ihr!

Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, geht es um das Thema "erste gemeinsame Wohnung"!
Mein Freund und ich möchten gerne Mitte dieses Jahres zusammen ziehen. Nun stellen sich allerdings einige Fragen und Hürden, die es zu klären gilt.

Vorab: Um die Umzugskosten und Möblierung müssen wir uns erst mal gar keine Sorgen machen. Wir haben beide wunderbare und hilfsbereite Familien und Freunde, die uns da bei einigem helfen - außerdem hat er bereits einen Großteil an Hausrat in seinem Besitz (, , etc...)

Für uns wäre es die erste Wohnung und vor allem für mich der erste Um/Auszug, daher hab ich wahrscheinlich noch weniger Ahnung und umso mehr Fragen, als er. Wir haben schon einiges durchgesprochen, aber dennoch bleiben bei beiden Parteien Fragen offen.

WICHTIG: Wir sind beide Azubis im 1. Ausbildungsjahr und kommen netto aktuell dann auf ein gemeinsames Einkommen von 1100€ ohne Unterstützung unserer Eltern.

Ich habe bereits ein paar Bekannte (nicht nur Jugendliche) gefragt, "was die Welt so kostet" und habe hier mal eine Liste mit Schätzwerten erstellt, was im Monat dann bezahlt werden müsste - Die Wohnung nicht eingeschlossen.

Hier einmal meine bisherigen Überlegungen:

Lebensmittel 300€/Monat

Internet & Telefon 30€/Monat (etwa bei Unitymedia)

Handy 50€/Monat (insg. für beide)

Ticket für den VRR 100€/Monat (Ich dachte hier an das Schokoticket für den VRR - gibt es evtl. noch etwas günstigeres?)

Es kann gut sein, dass ich schon wieder ein paar Sachen vergessen habe, die ich mir notiert habe. Bitte ergänzen, wenn euch etwas einfällt!



Unser angestrebtes Wohnziel wäre Essen in NRW. Nähe Bahnhof am besten. Oder so, dass man gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wegkommt. Gibt es hier Tipps für einen Stadtteil? Wir haben schon sehr viele Inserate im Internet zusammen angesehen, dennoch ist das immer so eine...Kostensache mit der Warmmiete.

Hierzu wäre außerdem noch meine Frage - Nebenkosten - Wasser ist da mit drin oder?
Heizkosten zählen ja meistens einzeln, außer im Inserat steht "inkl. Heizkosten" bei den Nebenkosten.
Und Strom?? :keineahnung: Von welchem Geld geht das ab? Ist das in der Miete mit drin oder muss man da wieder extra einen Betrag mit einrechnen?

Tut mir leid für die vielen Fragen, aber ich hab wirklich einfach keine Ahnung. Habe meine Eltern natürlich auch schon einige Dinge gefragt, möchte aber dennoch mehrere Meinungen lesen und hören. :-)

Des weiteren: Anhand der paar Infos oben, mit wieviel Warmmiete dürfen wir dann maximal rechnen? (Selbst wenn wir noch Unterstützung unserer Eltern rechnen können.)

Was sind Dinge, auf die wir bei der Wohnungswahl ein Augenmerk legen sollten?

Wie können wir noch mehr Wohnungen finden, außer durch Inserate im Internet?

Gibt es noch irgendwelche staatlichen Hilfen, die wir beziehen könnten oder können, falls nötig?

Sonstiges und alle weiteren Tipps gerne auch unten in die Antworten!

Danke im Voraus!

Lisa


Hilfreichste Antwort

Hallo Lisa,

1100 Euro für zwei sind jetzt nicht die Welt, aber Ihr habt ja Aussicht auf Vergütungserhöhung im zweiten Lehrjahr. Deine Schätzungen für Kommunikation und Lebensmittel sind mMn realistisch, wenn man preisbewusst einkauft und nicht oft oder nicht "dick" essen geht.

Du siehst aber an deiner eigenen Rechnung schon, dass mindestens 480 Euro von den 1100 weg sind, sprich: es bleiben 650 Euro übrig.

Davon musst du eigentlich auch noch Kosten für Verschleiß- und Verbrauchsartikel wie Kleidung, Schuhe, Reinigungsmittel, Kosmetik- und Hygieneartikel und so lästige Dinge wie Versicherung abziehen. Ich rate mindestens zum Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung, würde aber auch etwas für die Altersvorsorge tun, muss ja (noch) nicht viel sein. Dann wäre es sinnvoll, auch ein paar Euro für Vergnügen abzuziehen. Ihr solltet überlegen, was so das Minimum an Elektronik, Urlaub, Disco, Party, Hobby, Kino- oder Filmverleih usw. für Euch ist. Und ein bisschen Geld zurückzulegen ist auch nicht verkehrt, falls die Waschmaschine, der Staubsauger oder die das Leben aushaucht. Ich würde daher sagen, dass es bei sparsamem Leben realistisch ist, mindestens 150 Euro monatlich für beide zusammen dafür zu berechnen.

Insgesamt bleiben dann maximal 500 Euro zum (warmen) Wohnen übrig. In Köln würdest du dafür ca. 40 Quadratmeter inklusive Heizung, Wasser und Strom bekommen, in Essen dürfte es etwas mehr Platz für's Geld geben. Wenn man jung (oder der Typ dafür) ist, kann man aber auch ruhig mal komisch wohnen (klein, über einer Kneipe, verwinkelt, 5. Stock ohne Aufzug, direkt am Gleisdreieck, Dusche in der Küche, Souterrain etc.) , schließlich hat man genug Zukunft vor sich, um sich auf die nächste, bessere Wohnung zu freuen ;-)

Neben dem Höchstpreis würde ich dennoch eine Liste mit Dingen anlegen, die ihr unbedingt und unbedingt nicht haben wollt. Von der "will ich unbedingt haben"-Liste muss man manchmal abweichen, von der "Das geht auf keinen Fall"-Liste sollte man nicht abweichen, sonst macht man sich unglücklich. Da heißt, wenn die Bahnhofsnähe für Euch wichtig ist, seht zu, dass Ihr sie auch bekommt.

Bearbeitet von donnawetta am 20.01.2014 12:44:20


Hallo Lisa,

1100 Euro für zwei sind jetzt nicht die Welt, aber Ihr habt ja Aussicht auf Vergütungserhöhung im zweiten Lehrjahr. Deine Schätzungen für Kommunikation und Lebensmittel sind mMn realistisch, wenn man preisbewusst einkauft und nicht oft oder nicht "dick" essen geht.

Du siehst aber an deiner eigenen Rechnung schon, dass mindestens 480 Euro von den 1100 weg sind, sprich: es bleiben 650 Euro übrig.

Davon musst du eigentlich auch noch Kosten für Verschleiß- und Verbrauchsartikel wie Kleidung, Schuhe, Reinigungsmittel, Kosmetik- und Hygieneartikel und so lästige Dinge wie Versicherung abziehen. Ich rate mindestens zum Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung, würde aber auch etwas für die Altersvorsorge tun, muss ja (noch) nicht viel sein. Dann wäre es sinnvoll, auch ein paar Euro für Vergnügen abzuziehen. Ihr solltet überlegen, was so das Minimum an Elektronik, Urlaub, Disco, Party, Hobby, Kino- oder Filmverleih usw. für Euch ist. Und ein bisschen Geld zurückzulegen ist auch nicht verkehrt, falls die Waschmaschine, der Staubsauger oder die Kaffeemaschine das Leben aushaucht. Ich würde daher sagen, dass es bei sparsamem Leben realistisch ist, mindestens 150 Euro monatlich für beide zusammen dafür zu berechnen.

Insgesamt bleiben dann maximal 500 Euro zum (warmen) Wohnen übrig. In Köln würdest du dafür ca. 40 Quadratmeter inklusive Heizung, Wasser und Strom bekommen, in Essen dürfte es etwas mehr Platz für's Geld geben. Wenn man jung (oder der Typ dafür) ist, kann man aber auch ruhig mal komisch wohnen (klein, über einer Kneipe, verwinkelt, 5. Stock ohne Aufzug, direkt am Gleisdreieck, Dusche in der Küche, Souterrain etc.) , schließlich hat man genug Zukunft vor sich, um sich auf die nächste, bessere Wohnung zu freuen ;-)

Neben dem Höchstpreis würde ich dennoch eine Liste mit Dingen anlegen, die ihr unbedingt und unbedingt nicht haben wollt. Von der "will ich unbedingt haben"-Liste muss man manchmal abweichen, von der "Das geht auf keinen Fall"-Liste sollte man nicht abweichen, sonst macht man sich unglücklich. Da heißt, wenn die Bahnhofsnähe für Euch wichtig ist, seht zu, dass Ihr sie auch bekommt.

Bearbeitet von donnawetta am 20.01.2014 12:44:20


Du fragtest u. a. nach den Heiz- und Stromkosten. Die Stromkosten sind immer separat zu zahlen an den örtlichen Stromanbieter. Er setzt bei der Anmeldung - muß nach Wohnungsanmietung geschehen - einen Vorauszahlungsbetrag fest, der monatlich zu leisten ist. Einmal im Jahr erstellt der Anbieter eine Abrechnung und aus der ergibt sich der Differenzbetrag entweder zu Euren Gunsten oder aber, was oft realistischer ist, zugunsten des Stromanbieters.
Die Heizkosten sind allgemein im Nebenkostenbetrag enthalten, was aber nicht heißt, daß es hierbei nicht mehr zu einer Nachzahlung kommt. Die NK-Vorauszahlung ist eben nur eine "Voraus"-Zahlung. Diese Abrechnung erstellt der Vermieter einmal im Jahr für seine Mieter. Und dann heißt es entweder was zurückbekommen oder eben auch nachzahlen. Solltet Ihr nachzahlen müssen, wäre es zu überlegen, den monatlichen Vorauszahlungsbetrag zu erhöhen, um unliebsamen Überraschungen zu entgehen. Ach ja, der Wasserverbrauch ist in der jährlichen Nebenkostenabrechnung enthalten.
Wird die Wohnung per elektrischer Heizung beheizt, so erhöht sich logischerweise entsprechend die Stromrechnung und der Vermieter wird dann keine Heizkosten in seiner Nebenkostenabrechnung berechnen. Aber eine strombeheizte Wohnung würde ich an Eurer Stelle nicht unbedingt beziehen, weil möglicherweise zu teuer.

Welche günstigen Tickets es beim ÖPNV gibt, entzieht sich meiner Kenntnis, ich weiß nur, falls Ihr bei einem Arbeitgeber angestellt seid, der mehr als 60 Mitarbeiter hat (weiß nicht ganz genau, können auch 70 sein), so könnt Ihr ggfs. ein Job-Ticket bekommen. Dieses ist auch sehr günstig und wird monatlich vom Gehalt abgehalten und durch den AG an den Verkehrsverbund gezahlt. Hierüber kann man sich beim Arbeitgeber mal schlau machen.

Bearbeitet von Murmeltier am 20.01.2014 13:28:11


Danke schon mal für eure lieben Tipps und Infos! Ich hoffe weiterhin auf tolle und nützliche Antworten! :-)


das hat zwar nichts mit eurer ersten Wohnung zu tun aber bitte denkt an eine private Haftpflichtversicherung ... die kostet für euch beide (wenn ihr zusammen wohnt, reicht eine Versicherung für euch beide) ungefähr 80 Euro im Jahr aber das ist dieallerwichtigste Versicherung, die jeder haben sollte :blumen:


Danke! Ist das nicht in den Kosten drin, die vom Bruttogehalt abgehen?


Zitat (Lucienna @ 20.01.2014 21:15:50)
Danke! Ist das nicht in den Kosten drin, die vom Bruttogehalt abgehen?

nö ... die private Haftpflichtversicherung ist (wie der Name schon sagt) von privat abzuschliessen ... hat mit eurem Arbeitgeber nichts zu tun

aber sie ist extrem wichtig ... ein Beispiel: du bist mit dem Fahrrad unterwegs, in Gedanken ... fährst aus Versehen eine alte Dame "über den Haufen" ... die alte Dame bricht sich den Arm und muss ins Krankenhaus ... die Kosten, die dann auf dich zukämen, könnten dich auf lange Zeit verschulden ... hier hilft die Privathaftplicht :)

Hausratversicherung bitte auch nicht vergessen. Weiß nicht, ob's schon erwähnt wurde.


Danke, was soll denn die Hausratsversicherung kosten? :-)


das hängt zum Großteil davon ab, welche Versicherung und wie teuer der versicherte Hausrat (eventuell inkl. Glasversicherung, Stichwort Aquarium oder großer Glastisch) ist.


die Hausratversicherung ist abhängig von der Grösse der Wohnung, der Lage, Alter und so weiter.

Zwischen 50 € und 500 € ist so ziemlich alles drin. Realistisch dürfte es so zwischen 50 € und 120 € im Jahr liegen.
Bei Besitz einer Waschmaschine ist der Abschluss einer solchen sehr ratsam.

Bei der Miete zwischen Warm- und Kaltmiete unterschieden.

Die Kaltmiete bekommt alleine der Vermieter. Dafür dürft Ihr in seiner Wohnung wohnen.
So ein Vermieter muss diverse Versicherungen und Verträge abschliessen (z.B. Hausversicherung, Müllabfuhr, usw.).
Die Aufwendungen hierfür darf er umlegen auf die monatliche Miete. Das ist dann die Warmmiete. Darüber muss er einmal im Jahr eine Abrechnung erstellen.
Strom geht immer separat direkt an den Versorger. Es könnte sich lohnen, sich mal unter den Versorgern umzusehen.

Ich weiss nicht, ob Ihr schon an die Kaution gedacht habt. Das Geld erhaltet Ihr nach Auszug wieder. Aber erstmal ist es blockiert. Weiterhin ist u.U. mit einer Maklergebühr zu rechnen. Die ist dann in jedem Fall weg.

Evtl. muss die Wohnung vorher gemalert werden. Bodenbeläge nicht vergessen. Sind alles Kosten, die sich läppern.

Evtl. muss noch eine Küche rein.

Für Strom würde ich mal locker 40 bis 50 € ansetzen. Der wird ja leider immer teurer.

Habt Ihr eine Kantine in Euren Betrieben? Auf jeden Fall solltet Ihr zusätzlich etwa 50 € / Person fürs Mittagessen ansetzen.

Rundfunk-Gebühren nicht vergessen.

Evtl. kommt noch Kabel-Gebühr hinzu, falls die Wohnung nicht über Satellit versorgt wird.

Seit Ihr Mitglieder in irgendwelchen Vereinen? -> Beiträge nicht vergessen.

Evtl. Gewerkschaft?

Altersvorsorge unbedingt beachten!

Gruß

Highlander


Hey,

Das mit Wänden, Boden, Küche etc. ist alles schon geplant. Mein Vater + Bruder machen das alles für uns. Das war schon immer so, auch als mein Bruder damals ausgezogen ist :)

Danke aber für deine Tipps! Ich bin sehr froh, dass ich mir um viele Dinge durch gewisse Umstände keine Gedanken machen muss. Dazu gehören zb. eben auch die eben genannten Sachen :)


Na prima, damit hast Du schon einen Löwenanteil der Umzugskosten gespart. Vermutlich hast Du damit auch schon Deine Umzugshelfer gebucht. Vergiss nicht, dass die kräftigen Jungs auch Hunger und Durst haben könnten. Vielleicht lässt sich Deine Mama ja breitschlagen, einen Imbiss vorzubereiten ;)

Mir fällt da noch etwas ein, das möglicherweise obsolet ist, aber mal überdacht werden könnte: Wie sieht das denn mit dem Kindergeld aus, das Deine Eltern sicherlich für Dich noch bekommen? Weiß eine von den anderen Muttis, ob das automatisch bei Flüggewerden wegfällt? Oder könnten Deine Eltern mit sich reden lassen, Dir das zuzuzahlen, falls es nicht wegfällt?

Übrigens kann ich den anderen Muttis nur beipflichten: Es gibt zwei Versicherungen - neben der KFZ-Haftpflicht - die wirklich sehr, sehr wichtig sind. Private Haftpflicht und die Hausratversicherung. Die private Haftpflicht springt immer dann ein, wenn Du unabsichtlich etwas beschädigt hast. Sei es nun Mensch, Tier oder Gegenstand. Die Hausratversicherung ist genauso wichtig. Die springt ein, wenn Dir beispielsweise das Fahrrad geklaut wurde oder - das wünsche ich Dir wirklich nicht, ich habs schon viermal erleben müssen - wenn bei Dir zu Hause eingebrochen wurde.

Grüßle und alles Gute,

Egeria

P.S.: Herzlich willkommen bei den Muttis.


Soweit ich weiß, bekommt der Kindergeldberechtigte (ein Elternteil) für Kinder über 18 bis 25 Jahre weiterhin das Kindergeld, so lange das Kind sich noch in Ausbildung (Schule, Studium, Berufsausbildung) befindet. Es beträgt derzeit 184 € je Kind. Die Höhe des Einkommens des Kindes ist dabei nicht mehr wichtig.

Da könnt ihr eure Eltern fragen, ob sie euch dies ganz oder teilweise weiterleiten.

Hier mal eine Zusammenfassung der Ausgaben, könnt ihr dann ja ergänzen (Altersvorsorge ist zwar auch wichtig, aber bei dem geringen Starteinkommen sollte das vielleicht auf nach der Ausbildung verschoben werden).

- Kaltmiete
- Nebenkosten
- Strom
- Rundfunk
- Telefon/Internet (bei Unitymedia auf der Seite könnt ihr bei interessanten Inseraten nach der Verfügbarkeit schauen)
- Handykosten
- Hausrat/Haftpflicht (online Angebote vergleichen; gibt es oft als Kombi)
- Monatstickets (YoungTicket lt. www.evag.de, mindestens 45 € pro Person/Monat; Schoko ist nur für Schüler)
- Verpflegung/Haushalt (kauft möglichst oft Großpackungen, z.B. WC-Papier, - kostet erst mal mehr, rentiert sich aber meist - durchrechnen ;) )
- Schulbücher
- Reparatur/Neuanschaffungsrücklage
- Freizeit

---

Wo ihr noch Inserate findet? In den örtlichen Zeitungen. Vielleicht könnt ihr euch mal ein paar zuschicken lassen oder mal hinfahren und dort kaufen.

Ihr könnt bei der EVAG auch mal schauen, ob die einen Schienennetzplan/Busstreckenplan haben, und nach den Aushangfahrplänen kucken. Wenn die Busse/Bahnen oft genug fahren (hier in Dortmund fahren alle Stadtbahnen z.B. ca. alle 10 Minuten, und die Busse alle 20-30 Minuten), kann man auch etwas außerhalb wohnen, wo es möglicherweise günstiger ist, und trotzdem schnell überall sein. (Ich wohne in einem Randstadtteil und bin trotzdem in 20 Minuten inkl. laufen im Zentrum ;) )


Eine Kusine von mir wohnt seit ca 4 Jahren im Südostviertel in Essen. Sie hat für kleines Geld eine schön renovierte Altbauwohnung mit Tageslichtbad. Durch die A40 und den Bus gut angebunden, auch zu Fuß kann man den Hbf erreichen. Ist nicht die beste Wohngegend, aber sie fühlt sich dort ganz wohl und, obwohl sie durch ihren Job beim Theater oft nachts allein unterwegs ist, recht sicher. Sie parkt ihren Roller immer auf der Straße und es ist noch nie was damit passiert, was man von Köln-Kalk, wo sie vorher wohnte, nicht behaupten konnte.


Hey!

Das mit dem Kindergeld... ich bekomme ab dem 1.3 keines mehr, bzw. meine Eltern, da ich da meine Ausbildung antrete. (Komisches Datum, ja. Ich bin nachgerutscht, gehe aber erst ab August in die neue Berufsschulklasse.)

Bisher habe ich mein Kindergeld immer als Taschengeld bekommen und hab ein oder zwei Euro gespart, Auch von meinem jetzigen Praktikum habe ich mir ein paar Münzen zurückgelegt. Es ist nicht die Welt aber als Puffer im Hintergrund sicher nicht verkehrt.


Zitat (redhairedangel @ 21.01.2014 08:00:01)
Soweit ich weiß, bekommt der Kindergeldberechtigte (ein Elternteil) für Kinder über 18 bis 25 Jahre weiterhin das Kindergeld, so lange das Kind sich noch in Ausbildung (Schule, Studium, Berufsausbildung) befindet. Es beträgt derzeit 184 € je Kind. Die Höhe des Einkommens des Kindes ist dabei nicht mehr wichtig.

Da könnt ihr eure Eltern fragen, ob sie euch dies ganz oder teilweise weiterleiten.

Hier mal eine Zusammenfassung der Ausgaben, könnt ihr dann ja ergänzen (Altersvorsorge ist zwar auch wichtig, aber bei dem geringen Starteinkommen sollte das vielleicht auf nach der Ausbildung verschoben werden).

- Kaltmiete
- Nebenkosten
- Strom
- Rundfunk
- Telefon/Internet (bei Unitymedia auf der Seite könnt ihr bei interessanten Inseraten nach der Verfügbarkeit schauen)
- Handykosten
- Hausrat/Haftpflicht (online Angebote vergleichen; gibt es oft als Kombi)
- Monatstickets (YoungTicket lt. www.evag.de, mindestens 45 € pro Person/Monat; Schoko ist nur für Schüler)
- Verpflegung/Haushalt (kauft möglichst oft Großpackungen, z.B. WC-Papier, - kostet erst mal mehr, rentiert sich aber meist - durchrechnen ;) )
- Schulbücher
- Reparatur/Neuanschaffungsrücklage
- Freizeit

---

Wo ihr noch Inserate findet? In den örtlichen Zeitungen. Vielleicht könnt ihr euch mal ein paar zuschicken lassen oder mal hinfahren und dort kaufen.

Ihr könnt bei der EVAG auch mal schauen, ob die einen Schienennetzplan/Busstreckenplan haben, und nach den Aushangfahrplänen kucken. Wenn die Busse/Bahnen oft genug fahren (hier in Dortmund fahren alle Stadtbahnen z.B. ca. alle 10 Minuten, und die Busse alle 20-30 Minuten), kann man auch etwas außerhalb wohnen, wo es möglicherweise günstiger ist, und trotzdem schnell überall sein. (Ich wohne in einem Randstadtteil und bin trotzdem in 20 Minuten inkl. laufen im Zentrum ;) )

Nach den Fahrplänen etc. habe ich mich auch schon ein wenig erkundigt. Meine Arbeitsstelle ist in Marl Sinsen, von Essen Hbf fährt fix alle halbe Stunde glaube ich ein Zug dort hin. Der braucht nur 20 Min oder so. Mein Freund hingegen würde in Düsseldorf arbeiten. Er hat ein bisschen mehr Weg, aber Essen ist so gesehen einfach genau in der Mitte und gut an die Rhein-Haard-Express Strecke angebunden :-)



PS: Danke an alle für die liebe Aufnahme ;-)

Zitat (Lucienna @ 21.01.2014 09:58:02)
Hey!

Das mit dem Kindergeld... ich bekomme ab dem 1.3 keines mehr, bzw. meine Eltern, da ich da meine Ausbildung antrete. (Komisches Datum, ja. Ich bin nachgerutscht, gehe aber erst ab August in die neue Berufsschulklasse.)


Solange du in der Ausbildung und noch nicht älter als 25 Jahre alt bist, bekommen deine Eltern Kindergeld...

Zitat (Hannah @ 21.01.2014 10:00:56)
Solange du in der Ausbildung und noch nicht älter als 25 Jahre alt bist, bekommen deine Eltern Kindergeld...

Ah, okay! Dann war das sicher eher ein: "Wenn du Azubi-Gehalt bekommst, sparen wir dein Kindergeld für dich." von meinen Eltern. Ein Missverständnis, denke ich :-)

:blumen:


Zitat (Lucienna @ 21.01.2014 10:05:01)
Ah, okay! Dann war das sicher eher ein: "Wenn du Azubi-Gehalt bekommst, sparen wir dein Kindergeld für dich." von meinen Eltern. Ein Missverständnis, denke ich :-)

So weit ich das weiß, steht dir das Kindergeld rechtlich zu sobald du nicht mehr zu Hause wohnst.

Bearbeitet von emmama am 21.01.2014 12:18:02

Zitat (emmama @ 21.01.2014 12:17:39)
So weit ich das weiß, steht dir das Kindergeld rechtlich zu sobald du nicht mehr zu Hause wohnst.

Selbst wenn, muss man das dann erst mal beantragen, dass man es selbst bekommt. Wenn man aber mit der Handhabung der Eltern (es beiseitelegen) einverstanden ist und man es nicht unbedingt sofort benötigt, ist das doch ok.


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