Kind isst nichts, tritt und schlägt um sich


Mein Kind (11) setzt sich nicht an den Tisch. Er kommt, guckt was es gibt, und wenn es nichts ist, was ihn interessiert, dann geht er wieder in sein Zimmer. Ermahnungen, er solle da bleiben und wenigstens mal probieren, lehnt er ab. Er ist auch handgreiflich und haut und tritt mich. Ich weiß nicht mehr weiter bei dem Bengel. Wenn ich ihm sein Handy wegnehmen will, weil er sich daneben benommen hat, dann haut und tritt er. Alles, was ihm nicht gefällt, wird mit Schläge gegenüber Mama quittiert. Komme körperlich nicht mehr gegen ihn an. Bin fix und fertig! Er isst übrigens fast NIE was. Er ist schon ganz dünn. Ich mache mir Sorgen. Hilfe bitte.


Bienchen, ich fürchte, wir werden dir von außen nicht wirklich helfen können... wir können dir nur Denkanstöße geben, was du vielleicht probieren könntest oder wo du dir Hilfe holen kannst.

Bei deiner Beschreibung ist mir aufgefallen, dass der Vater des Kindes, dein Mann oder Lebensgefährte überhaupt nicht auftaucht. Unterstützt er dich nicht bei der Erziehung? Vielleicht wäre das mal an der Zeit, dass ihr als Team auftretet und eurem Sohn so die Grenzen aufzeigt.

Hast du abgeklärt, dass er nichts medizinisches hat? Essensverweigerung, Unruhe und scheinbar grundlose Aggressivität können auch körperliche Gründe haben, die du erstmal abklären lassen solltest. Frag dazu euren Kinderarzt.
Der kann dir vielleicht auch Ansprechpartner nennen, die dich bei der Erziehung unterstützen. Vielleicht wäre ja eine Mutter-Kind-Kur für Euch auch etwas. Dabei wir er dich beraten können.


Ansonsten gibt es Erziehungsberatungsstellen, z.B. bei der Caritas.

Die können Dich auch unterstützen.

Evtl. fehlt Deinem Sohn der Vater. In grösseren Städten gibt es da Projekte bzgl "Väterersatz". Was und wo können Dir die Jugendämter oder Kirchenbüros sagen.

Gruß

Highlander


Hallo, @binchen,

ich rate Dir dringendst dazu, eine Beratungsstelle anzusteuern (wie es ja schon vorgeschlagen wurde hier).- Besser noch einen Kinder-/Jugendpsychologen.- Frag' den Kinderarzt (oder Hausarzt) nach einer geeigneten Adresse.
Selbst, wenn dem Jungen der Vater fehlen sollte, so ist es nicht anzuraten, diesen jetzt plötzlich in' s Boot zu holen, als "strengere Hand" oder "väterlicher Kumpel".- Der Grund für das Fehlverhalten (und das ist es eindeutig) des Jungen muß schnellstens erkundet werden.- Natürlich nicht "mit der Brechstange".- Wenn DU kapitulierst, hast Du auch keine Kraft oder Argumente mehr.
Hast Du mal mit den Lehrern gesprochen?- Dein Sohn dürfte doch wohl auch in der Schule verhaltensauffällig geworden sein.

Ich wünsche Dir die richtige Hilfe, und einen guten Weg, das Problem in den Griff zu bekommen.- Mit Liebe, aber auch der zu Gebote stehenden Konsequenz.

Schöne Grüße...IsiLangmut :blumen:

Bearbeitet von IsiLangmut am 17.02.2014 19:47:54


Ich glaube nicht, das der Sohn momentan dazu zu bewegen ist, einen Arzt aufzusuchen.
Als erstes würde ich mit der Lehrerin sprechen.

Nimm ihn doch mit zum Einkaufen, dann kann er sich das Essen selbst aussuchen.
Dann merkst du auch, ob er das Essen nur verweigert, weil "nichts interessantes" für ihn dabei ist.

Ich drücke dir die Daumen, das du herausfindest, was der Grund für sein Verhalten ist.


Dein Bub hat eindeutig ein Problem, über das er nicht sprechen kann oder will. Ohne das familiäre Umfeld zu kennen, kann man auch keine probaten Vorschläge machen. Für die Pubertät ist es vielleicht noch etwas zu früh, doch das könnten die Anfänge sein.

Hat er denn vielleicht einen erwachsenen, männlichen Ansprechpartner, dem er vertraut und mit dem er sprechen würde? Hilfsangebote von caritativen Einrichtungen sind zwar prima, doch der Bub könnte sich davon unter Druck gesetzt fühlen und es könnte nur noch schlimmer werden, weil dann die Jalousie endgültig runtergeht.

Vielleicht kann da ein Vertrauenslehrer in der Schule helfen. Oder der Kinderarzt. Kiddies müssen ja regelmäßig beim Kinderarzt vorstellig werden, damit beispielsweise ihr Impfschutz immer auf dem neuesten Stand ist. Das wäre vielleicht eine - wenn auch etwas hinterfotzige - Möglichkeit für den Arzt, im Patientengespräch herauszufinden, was den Buben zu seinem aggresiven Verhalten veranlasst. Oder macht er das schon länger?

Nachdenkliche Grüßlies,

Egeria


Zitat (Egeria @ 18.02.2014 02:05:04)
Dein Bub hat eindeutig ein Problem, über das er nicht sprechen kann oder will.

...........

Vielleicht kann da ein Vertrauenslehrer in der Schule helfen.

Diese Sätze bringen mich auf einen Gedanken.
Mit 11 Jahren hat der Junge wahrscheinlich gerade den Wechsel zur weiterführenden Schule hinter sich.
Passt dort irgendetwas nicht? Überforderung? Mobbing?

Jungs in diesem Alter reden nicht gern über solche Probleme - sie sind ja schon "groß". Aber alleine lösen können sie sie trotzdem noch nicht.
Ich würde meinem Sohn zu vermitteln versuchen, dass ich ein offenes Ohr für alle seine Sorgen habe, ihn aber vorerst nicht zum Reden drängen. Nur immer wieder Gesprächsbereitschaft andeuten.
Und zusätzlich vielleicht den Klassenlehrer ins Boot holen, damit dieser Augen und Ohren offenhält.

@ Binchen
Da waren ja schon einige Beiträge von dir - Vokabeln lernen, Gymnasium oder Gesamtschule, Migräne und Stress bei Dir.....
Eine Beratung von außen wäre das Richtige.


Zitat (AMA @ 18.02.2014 08:29:54)
@ Binchen
Da waren ja schon einige Beiträge von dir - Vokabeln lernen, Gymnasium oder Gesamtschule, Migräne und Stress bei Dir.....
Eine Beratung von außen wäre das Richtige.

Genau, das habe ich auch gedacht.


Hallo binchen123,

glaube uns, das geht nun wirklich nicht mehr ohne schnelle Hilfe von außen.

Lasst euch bitte wirklich schnell helfen.
Ich würde zum Arzt gehen und um eine Überweisung zu einem Psychologen bitten, denn ein Lehrer kann hier sicher nicht mehr viel ausrichten.

Hoffentlich bekommt ihr auch schnell einen Termin. Eine Bekannte war auch betroffen und sollte sehr lange auf einen Termin warten, da hat der Hausarzt sie in eine Einrichtung eingewiesen, da ihr schnell geholfen werden musste.
Das war die Rettung für sie. In der Einrichtung waren auch sehr viel Kinder in dem Alter und größer.

Alles Gute für euch.

Bearbeitet von Dora am 18.02.2014 08:50:18

Zitat (AMA @ 18.02.2014 08:29:54)
@ Binchen
Da waren ja schon einige Beiträge von dir - Vokabeln lernen, Gymnasium oder Gesamtschule, Migräne und Stress bei Dir.....

Ich habe mir diese Beiträge mal angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die TE zwar schon einige Themen eröffnet, sich aber zu den Antworten nie wieder geäußert hat. :hmm:

Warum machen wir uns eigentlich die Mühe? :keineahnung:

Genau mein Gedanke, Jeannie.
Noch etwas: Dieses Söhnchen hat bestimmt irgendwo einen Vorrat Gummibärchen. So kann er schön seine Mama strietzen. :ph34r:


Zitat (Jeannie @ 18.02.2014 13:16:30)
Ich habe mir diese Beiträge mal angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die TE zwar schon einige Themen eröffnet, sich aber zu den Antworten nie wieder geäußert hat. :hmm:

Warum machen wir uns eigentlich die Mühe? :keineahnung:

Ja, das habe ich auch gemerkt, nach dem ich mir die Fragen von binchen123 hier durchgelesen habe.

Aber, ich kann mir schon vorstellen, dass sie sehr verzweifelt ist.

Also, binchen123, melde ich doch bitte mal hier.

Zitat (dahlie @ 18.02.2014 13:44:11)
... Noch etwas: Dieses Söhnchen hat bestimmt irgendwo einen Vorrat Gummibärchen. So kann er schön seine Mama strietzen. :ph34r:

Der Gedanke liegt zwar nahe, aber ich denke nicht, dass der Bub das aus Berechnung macht. Ich glaube noch an das Gute in der kindlichen Unschuld. Nenne es meinetwegen altmodisch.

**Beitrag zum Teil entfernt**

Jedenfalls scheint die ganze Familie - wie auch immer sie zusammengesetzt sein mag - Hilfe zu benötigen. Die TE setzt immerhin Hilferufe en masse ab, kümmert sich aber nicht weiter drum, oder? Warum auch immer.

Grüßle,

Egeria

Bearbeitet von Jeanette am 18.02.2014 17:06:27

Ich kenne mich mit diesem forum nicht so gut aus, deshalb habe ich auch nicht antworten können. Heute geht es wieder besser. Ich muss mein Kind einfach verständnisvoll erziehen und darf nicht drängen mit dem Essen. Verhungern kann er ja nicht. Es ist einfach die Pubertät, wisst ihr? Im Prinzip sind ja alle Kinder so in dem Alter - mehr oder weniger. Danke für eure Tipps.


Zitat (binchen123 @ 18.02.2014 17:54:49)
... Es ist einfach die Pubertät, wisst ihr? Im Prinzip sind ja alle Kinder so in dem Alter - mehr oder weniger. Danke für eure Tipps.


Rede es Dir nicht schön!

Wenn das normal sein soll, um sich schlagen usw. Ich weiß nicht. Vielleicht hat er einfach keine Achtung vor Dir, weil Du ihm alles verzeihst?

Sorry: mit 11 Jahren schon in der Pubertät...?- Nee, da sehe ich andere Dinge, die in' s Gewicht fallen.- Wenn Du doch genau weißt, wie Du Dein Kind "erziehen" mußt, warum fragst Du denn nach?- Verstehe ich irgendwie nicht.
Oder kann es sein, daß DU das eigentliche Problem bist, im Bezug auf die Erziehung Deines Kindes etc.?- Dann solltest Du das auch so formulieren.


jetzt verstehe ich gar nichts mehr

auf einmal ist die mangelnde Erfahrung mit FM Schuld, das du nicht reagierst
und dann gibst du dir die falsche Antwort auch noch selbst

die Wahrheit ist eben manchmal hart
sprich doch als erstes mal mit den Lehrern, den müsste doch was auffallen, z. B. ob dein
Sohn in den Pausen viel alleine steht

einen Grund hat sein Verhalten auf jeden Fall,
ist er neu und alleine in der Schule oder hat er alte Freunde aus der Grundschule dabei?


Zitat (binchen123 @ 18.02.2014 17:54:49)
Es ist einfach die Pubertät, wisst ihr?

Im Prinzip sind ja alle Kinder so in dem Alter - mehr oder weniger.

Danke für eure Tipps.

Nein, ich weiß das nicht und ich kenne das auch nicht aus der Pupsertät meiner Jungen.

Die haben immer gerne gegessen, was gekocht wurde und um sich geschlagen haben die schon mal gar nicht.
Denen hätte ich schon gezeigt, wo der Frosch die Locken hat.

Und im Prinzip sind nicht alle so. Mir erscheint es, dass du nun eine Ausrede für sein Verhalten suchst.

Binchen, du hast ein eindeutiges Problem mit dir selbst und/ oder dem Jungen.
Wir hier können dir nicht dabei nicht helfen. Die Hilfe musst du dir selbst holen.

Vorschläge wurden schon gemacht, es liegt an dir, Hilfe anzunehmen und dannach zu handeln.

Zitat (Eifelgold @ 18.02.2014 18:13:49)


Und im Prinzip sind nicht alle so. Mir erscheint es, dass du nun eine Ausrede für sein Verhalten suchst.

Vorschläge wurden schon gemacht, es liegt an dir, Hilfe anzunehmen und dannach zu handeln.

@Eifelgold: Genau!

@binchen123: Nein, es sind nicht alle so und schon gar nicht im Prinzip. Ich habe fünf Kinder, die auch alle in der Pubertät waren bzw sind. Keines hätte sich je getraut, mich zu schlagen - ganz egal, aus welchem Grund.

Entweder redest Du Dir alles schön, weil "Heute geht es wieder besser" (was mich zu der Frage bringt: was, wenn es nicht besser wird, sondern schlimmer? Du stellst Dich hin und kochst, und er hat noch nicht mal so viel Respekt vor Dir, dass er es wenigstens probiert? Wie weit kann er noch gehen, was lässt du Dir noch alles gefallen, außer Schlägen und Tritten?), oder wir sind alle einem Troll auf den Leim gegangen.

Wenn dein Sohn eine andere Person schlagen und treten würde, würdest du ihm hoffentlich den Hosenboden stramm ziehen (also verbal...). Warum hast du so wenig Respekt vor dir selbst, dass du dich von einem 11jährigen Rotzlöffel (auch wenn's dein eigener ist) so behandeln lässt?

Du bist seine Mutter, also eine der Personen, die für ihn verantwortlich ist. Und zur Verantwortung gehört auch, dass du ihm mit Respekt begegnest, den Respekt dir gegenüber aber auch einforderst. Du machst die Regeln, er hält sich dran - ganz einfaches Spiel.

Du kochst - er isst es. Wenn er es nicht will, fein. Dann halt nicht. Er wird nicht vorm gefüllten verhungern. Wenn du jetzt aber anfängst, ihm nach dem Schnäuzchen zu kochen, hast du verloren. Er hat doch ohnehin schon keinen Respekt mehr vor dir - wenn du ihm jetzt signalisierst, dass er nur genug auf dir rumtrampeln muss, dann bekommt er was er will, wird er genau eins machen: Weiter auf dir rumtrampeln - denn das ist ja die Methode, mit der er seinen Willen getan bekommt.
Kinder sind ganz einfach gestrickt. Das kann prima sein, kann aber auch wie in deinem Fall negativ laufen.

Ich rede hier nicht von 50er-Jahre-Erziehung mit dem Rohrstock, sondern von Konsequenz und sinnvollen Regeln. Du willst ihn nicht gängeln, sondern Spielregeln abstecken. Die kann er ja meinetwegen in kleinen Teilbereichen mitbestimmen, sofern er das Thema überblicken kann. Aber eins ist klar: Hauen geht gar nicht. Treten geht gar nicht. Und Muttern bestimmt, was auf den Tisch kommt. Oder ist dein Kleiner in der Lage zu überblicken, wie man eine ausgewogene und sinnvolle Ernährung gestaltet? Wenn man mich als 11jährige gefragt hätte, wie mein Speiseplan auszusehen hätte, hätte es 2 Wochen am Stück Schokopudding und zum Nachtisch Kartoffelpuffer gegeben.

So alberne Strafen wie "Handyverbot" sind bei so einem Verhlaten doch echt der letzte Witz. klar, der Koten verzichtet ne Stunde oder vielleicht sogar mal nen Tag auf sein Handy (uhuhu... was ne Strafe! Handys sind für 11jährige ja auch schon echt supernötig) und macht danach genau so weiter wie vorher. Du must dein Verhalten ändern und dich nicht von einem KIND behandeln lassen wie ein Fußabtreter. Nochmal: Du bist seine Mutter. Du hast die Verantwortung für ihn. DU MACHST DIE REGELN.

Bearbeitet von Cambria am 18.02.2014 19:23:37


Liebe @Cambria,

ich schließe mich in etlichen Punkten Deinen Ausführungen an.- Möchte jedoch erklärend erläutern, daß es in den 50er-Jahren durchaus keine ausschließliche Erziehung mit dem Rohrstock mehr gab.- Mein Bruder (Jahrgang 1950) und auch ich (Jahrgang 1956) sind als freie Menschen mit einem freien Geist, unter Achtung und Rücksicht auf Andere erzogen.- Allein schon anhand dessen, was wir daheim vorgelebt bekamen.
UND Prügel haben weder mein Bruder noch ich jemals bekommen!- Dafür war aber unsere Mutter DAHEIM, wenn wir aus der Schule kamen.- Und es gab NIE 'was Schnelles ("Blitzrezept" aus der Tüte oder dem Kühlregal") zum Essen.- Einziges "Manko" war: meine Eltern hatten weder Pkw noch Telefon.- Urlaub gab es auch nicht.- Unser Paradies war die Natur, und das sichere Bewußtsein, daß Jemand zuhause war, die/der auf uns wartet/e.- Dies mal so als MEINE ureigenen Erfahrungen.-
Das muß nicht von Anderen gutgeheissen werden.

Ohne Wurzeln keine Flügel...ohne Flügel keine Wurzeln...so heißt ein Buch...

Liebe Grüße...IsiLangmut :blumen:

Bearbeitet von IsiLangmut am 18.02.2014 20:34:06


Jepp @Cambria, Deiner weisen Ansicht ist nichts hinzuzufügen.

Auch kann ich mich den Ausführungen von @Isi nur anschließen: Meine Schwestern und ich wurden nicht mit Prügeln erzogen. Es gab wohl schon mal eine hinter die Löffel, aber das waren eher Kopfnüsse und wir wussten ganz genau, warum wir uns diese eingefangen hatten.

In meiner Familie war Achtung und Respekt vor dem jeweils Anderen sehr wichtig. Gemäß dem Grundsatz: Behandele Andere so, wie du selbst behandelt werden willst oder, was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Inhalt von neun der zehn christlichen Gebote. Darin ist das ganze Repertoire von Rücksicht in jeder Hinsicht eingeschlossen. Das sollte für Jeden selbstverständlich sein. Doch das ist meine persönliche Meinung.

Grüßle,

Egeria

P.S.: Vielleicht wäre der Bub ja ein Fall für die RTL-Trash-Doku "die strengsten Eltern der Welt". Ist aber nur ein Gedanke.


Hier sind ja schon jede Menge hilfreiche Beiträge geschrieben worden.
Ich würde auch ganz dringend raten ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Es sind ganz sicher nicht alle Kinder so!

Ich denke, wenn sich ein 11jähriger so verhält, will er auf sich aufmerksam machen.
Ich will nicht spekulieren, sondern nur zum Nachdenken anregen. Kann es sein, dass sich dein Sohn zurückgesetzt oder vernachlässigt von dir fühlt? Denke einfach mal darüber nach.
Ich kenne dich und deine familiären Verhältnisse nicht, aber ich höre immer wieder mal von anderen jungen Müttern, dass sie sich überfordert fühlen und meinen, unbedingt etwas für sich tun zu müssen und sei es, viel Zeit am PC zu verbringen, weil sie sich ablenken wollen.
Gerade am PC vergehen die Stunden wie im Flug. Kinder brauchen Aufmerksamkeit und müssen auch mal im Mittelpunkt stehen dürfen. Kinder können sich nicht nebenbei entwickeln, sie brauchen unsere Unterstützung und Hilfe und es liegt an uns Eltern, den Selbstwert unserer Kinder zu stärken, damit sie sich zu eigenständigen und selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln können.
Ich weiß, ist in der heutigen Zeit nicht immer einfach.
Aber wirklich einfach war es noch nie. ;-)

Ich habe mal einen beeindruckenden Satz von Goethe gelesen....
"Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären." ;-)

Wünsche dir und deinem Jungen alles Gute. 


Wie Bitte ich glaub ich les nicht richtig den hätte schon früher mal richtig der Hinter versohlt werden müssen.
Ich hab mir meinen Eltern gegenüber das nicht getraut .
Ne das ist nur falsch erzogen den braucht ne ordentlich tracht Prügel damit er weiss wer das sagen hat. Wo gibt es denn so etwas in dem alter noch der Mutter schlagen da hab ich kein Vertändnis das wird nicht besser nur schlechter.


Ham se Dich mit'm Klammerbeutel gepudert ?


Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung und das elendige elterliche Züchtigungsrecht gibt es schon lange nicht mehr.
Wer sein Kind wegen der Fehler vermöbelt, die man selbst in der Erziehung gemacht hat, sollte sich was schämen.

Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

ach doch, eins noch: frag mutti ist kein Platz für Aufrufe zur Gewalt, egal ob gegen eigene, fremde, volljährige oder minderjährige Kinder.

Bearbeitet von Cambria am 26.02.2014 18:30:15


@Cambria: deinen Worten gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen und ich kann den Beitrag von Strickliesl auch nicht nachvollziehen.

Und der Satz von Internette, in dem sie Goethe zitiert: "Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären." sagt eigentlich alles.

Ich bin in meiner Kindheit gewaltfrei aufgewachsen, mein Mann ebenso, und wir haben nie Prügel bekommen, obwohl wir sicher keine Engel waren, und genauso haben wir es mit unseren Kindern gehalten.
Bei meinem Sohn und seinen Kindern wird es genauso gehandhabt. Beim großen Enkel reicht ein ernstes Wort und er weiß, was er falsch gemacht hat.

Wenn man von klein auf einen richtigen Umgang mit den Kindern hat, braucht man keine Hand erheben.

Bearbeitet von Dora am 26.02.2014 19:43:29


Nach den vielen Kommentaren habe ich mich gefragt, wie hast du es bisher gehandhabt?
Kennt dein Sohn feste Regeln?
Z.B. das grundsätzlich alle zur Familie gehörenden das Essen bei Tisch einnehmen.
Es sei denn, es lässt sich durch die Arbeit mal nicht regeln.
Wenn es auch nicht alle Mahlzeiten des Tages sind, dann doch wenigstens Eine.
Ob das das Frühstück, das Mittagessen oder das Abendessen ist.
Und dabei kann man dann auch besprechen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.
Aber in vielen Familie ist es ja heute verbreitet, allein vor dem Fernseher und nicht zusammen zu essen.
Jeder nimmt sich was schmeckt oder auch nicht.
In deinem Fall wäre eine professionelle Hilfe auf jeden Fall die bessere Lösung.
Vielleicht um dir einen Weg zu zeigen, wie du etwas verändern kannst.
Und -Strickliesl- würde ich gern mal fragen, was denn der Satz bedeutet :
in dem Alter noch die Mutter schlagen.
Heißt das, in jüngeren Jahren die Mutter zu schlagen ist normal?
Oder habe ich das falsch interpretiert?


Ich bin zwar nicht Strickliesl, aber ich denke das ist ein Tippfehler,

soll bestimmt heißen "in dem alter nach der Mutter schlagen"


Das Eine ist so falsch wie das Andere.
Denn Schlagen egal wann oder wie ist ja wohl für Niemanden eine Option.


Ich denke, dass haben wir doch alle schon gelernt.
Schlagen ist immer ein Zeichen von Schwäche und was ich meinen Kindern vorlebe, dass bekomme ich auch zurück.
Wenn ich meinen Kindern nicht erklären kann worum es geht, ist es auch sehr schwierig mit manchen Situationen umzugehen.
Aber vielleicht hören wir ja noch mal etwas von @binchen123

Bearbeitet von lm66830 am 26.02.2014 21:19:52


Ich bin entsetzt, wenn ich Beiträge wie von @Strickliesl lese! Unglaublich!

Gestern Abend bei Stern TV:
Thema: Kindesmisshandlung
Bei uns in Deutschland sterben mehr Kinder durch häusliche Gewalt als durch Krankneit und Verkehrsunfälle zusammen.

Jede Woche sterben drei Kinder durch Misshandlungen. Das sind offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist unbekannt.
Laut Polizeistatistik werden jährlich mehr als 200.000 Kinder misshandelt – so die Zahlen der registrierten Fälle, die Dunkelziffer liegt weitaus höher.

Die Täter sind fast immer in der eigenen Familie zu finden!
Mich machte dieser Bericht fassungslos.


Es gibt sehr wohl nen Unterschied zwischen "ein Kind totprügeln", und "mal den Hosenboden stamm ziehen", wenns was ausgefressen hat. Ich wusste immer ganz genau, für was ich mal eine gefangen hab. Aber das war nicht die Regel, und aus mir ist auch was geworden.
Meine Eltern schlagen wär mir niemals, auch nicht im schlimmsten Traum eingefallen. Da ist schon grundsätzlich mal was schief gelaufen.


Zitat (Wyvern @ 01.03.2014 13:49:36)
Es gibt sehr wohl nen Unterschied zwischen "ein Kind totprügeln", und "mal den Hosenboden stamm ziehen", wenns was ausgefressen hat. Ich wusste immer ganz genau, für was ich mal eine gefangen hab. Aber das war nicht die Regel, und aus mir ist auch was geworden.

Du weißt doch garnicht, wie Du wärst, wenn Du den Hosenboden nicht stramm gezogen bekommen hättest.

Ich denke, wir sollten jetzt mal ein bisschen die Wogen glätten und zurück zum Thema kommen.

Das Thema war: Ein ungezogenes Balg schlägt und tritt die Mutter, die offensichtlich nicht mehr mit dem Kind parat kommt. Das ist ein Thema für den Psychologen. Ich denke nicht, dass wir da als engagierte Muttis noch helfen können.

Sicherlich haben Kiddies ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Aber wer schützt die Erziehungsberechtigten vor dem Terror der Kiddies?

Nachdenkliche Grüßlies,

Egeria


Ich wurde nie geschlagen und wusste immer, wo meine Grenzen lagen. Man kann gute und schlechte Beispiele für alles finden. Aber mittlerweile haben Kinder eben das recht, gewaltfrei erzogen zu werden. Das kann man finden wie man will, es ist einfach so. Und deshalb werden Vorschläge, Kinder mit Schlägen, ohrfeigen oder sonst wir gewalttätig zu erziehen, hier nicht unkommentiert bleiben.

Wenn Eltern die Erziehung ihrer Kinder so verbockt haben, dass sie von ihnen angegriffen werden, ist auch nichts mehr mit "ein paar Ohrfeigen" zu retten (wenn man mal annimmt, dass das überhaupt eine akzeptable Erziehungsmethode wäre). Die einzige Lösung ist dann professionelle Hilfe zu suchen und anzunehmen. Jugendamt, Caritas, Diakonie, Psychologen bieten Hilfestellung an. Dazu muss man aber auch bereit sein, eigene Fehler einzugestehen und konsequent an Lösungen arbeiten.


`ne Tracht Prügel / der Klaps... hilft keinem- gar erst recht den Eltern nicht, die den Frust raushauen und sich selbst damit sehr unberechenbar und klein machen.
Und: Es hilft schon gar nicht den geprügelten Kindern, die sich noch mehr verweigern oder aus Angst sprachlos u. ohnmächtig gegenüber irgendwelcher Handlungen werden.... - und/ oder wegen mangelndem Selbstbewusstsein genauso gewaltbereit sind- oder sich nicht trauen, eine eigene Meinung äußern zu können/ zu "dürfen".


http://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA -> sind so kleine Hände...

Ein konsequentes NEIN oder Ja- und ein sich Einigsein mit dem Partner, wären in den Erziehungsangelegenheiten um einiges leichter.- ist m.E. unabdingbar.
Auch das Wort ERziehung hat insich schon etwas mit ziehen (hin- und herziehen) zu tun- muss aber nicht. ;)
Sich selbst u. dem Kind "erträgliche" Alternativen zu bieten, machen die Sache um einiges leichter.- Schont aber nicht unbedingt die Nerven beim gemeinsamen Austausch und der Suche nach den Alternativen. :)
Ich spreche da aus Erfahrung.

Bearbeitet von Piri-Piri am 01.03.2014 22:07:51



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