Oberfadenprobleme? merkwürdiges Stichbild


Hallo ihr Lieben,

ich habe hier schon einige hilfreiche Tipps gelesen, aber bei meinem Problem klappt leider nix davon. Wenn ist Jersey mit einer Stretchnadel und einem Stretchstich nähe, klappt alles reibungslos. Aber wenn ich normalen Baumwollstoff (Popeline) vernähen will, dann bin ich irgendwie nicht in der Lage einen schönen gleichmäßigen Gradstich hinzubekommen. Bei mir sieht die eine Unterseite immer halbwegs ok aus (manchmal gibt kleine Schlaufen) und auf der Oberseite sieht es so aus:

(Der Link wird ständig entfernt und ein Bild bekomm ich auch nicht eingefügt…sorry, dass ich mich so doof anstelle. Auf dem Blog "von MRI" (heißt echt so!) gibt es unter der Rubrik "DIY" einen Beitrag über "die gerade Naht". Da sieht man das Phänomen, was ich meine auch sehr gut. Die Autorin probiert verschiedene Stichlängen aus, aber jedes Mal sieht es so aus, wie ich denke, dass das nicht richtig ist…)

Der gelbe Faden liegt oben auf dem Stoff und der blaue schlingt sich so darüber. Ich habe schon Teststiche mit allen Oberfadenspannungseinstellungen ausprobiert, aber das Problem wird dadurch leider nie behoben.

Was kann ich denn noch tun? Hier ist doch der Oberfaden das Problem, oder nicht?


Hilfreichste Antwort

Hallo,

die Unterfadenspannung würde ich nie verändern.
Gib einfach mal einen Tropfen Öl in die Greiferbahn - vielleicht hilft das schon.
Greiferbahn ist der Zwischenraumm von Spulenkapsel und Greifer, dies ist das Teil welches sich bewegt entweder von rechts nach link und zurück oder immer im Uhrzeigersinn.
Hoffe das ist verständllich.
Gruß Lothar


der unterfaden ist wahrscheinlich zu locker. du musst die kleine schraube der spulenkapsel, die die weite des spalts für den unterfaden reguliert, ein wenig fester drehen und dann probieren, wie es gut ist. schlaufen auf einer seite sind immer ein zeichen für eine zu lockere spannung.


Hallo Bella_Eddy, Links darfst Du hier erst einfügen, wenn Du 20 Beiträge geschrieben hast.


Hallo,

die Unterfadenspannung würde ich nie verändern.
Gib einfach mal einen Tropfen Öl in die Greiferbahn - vielleicht hilft das schon.
Greiferbahn ist der Zwischenraumm von Spulenkapsel und Greifer, dies ist das Teil welches sich bewegt entweder von rechts nach link und zurück oder immer im Uhrzeigersinn.
Hoffe das ist verständllich.
Gruß Lothar


die spulenkapsel hat die aufgabe, den unterfaden in passender spannung zu liefern. und da es beim nähen einen gewaltigen unterschied zwischen zwei lagen dünner seide und vier lagen dicken wollstoffs gibt, ist es nur logisch, dass neben der oberfadenspannung auch die des unterfadens eingestellt werden muss. die kleine schraube, die das ermöglicht, ist nicht eingebaut worden, weil schrauben so hübsch anzusehen sind.

hier wird es sehr schön erklärt:

http://naehen-update.de/2011/09/naehwissen...annung-pruefen/


Vielen Dank für eure Tipps! Ich probiere erstmal das Ölen aus...muss nur erst welches kaufen.

Das mit den Links erklärt einiges.... Hier muss man also Rechte durch Aktivität erwerben... Dann hab ich ja jetzt ein Ziel :lol: 20 Beiträge!

Der Link zum Nähwissen ist zwar interessant, aber meine Nähmaschine (Singer Curvy 8763) hat keine herausnehmbare Spulenkapsel. Ne Schraube sehe ich da auch nicht :unsure:

Ich hatte auch schon die Überlegung, ob mein Stoff zu dünn war. Ich hab Baumwolle Popeline (oder so) benutzt und sonst eher etwas dickere Baumwolle, Jersey oder zuletzt sogar Sweat. Lief alles prima, nur mit dem dünnen Baumwollstoff geht es eben nicht so toll. Kann es sein, dass ich nur Stoffe bestimmter Dicke vernähen kann?!


Hallo,

wenn du dünnen Stoff nähen willst brauchst du auch die entsprechende Nadel dazu...genau so ist es auch bei dickeren Stoff.
Ja, kaufe dir Nähmaschinenöl ( kein Haushaltsöl :lol: ) und dann bitte berichten :pfeifen:

Übrigens ist @spulen hier der Fachmann für Nähmaschinen...siehst du ja an seiner Signatur.... :blumen:


Das mit dem Berichten, kann noch etwas dauern...bin grad krankgeschrieben und komme nicht wirklich raus. Jaaaa, im Internet bestellen...ich weiß...

Das mit den Nadeln wusste ich schon...so halbwegs jedenfalls. Für den dicken Stoff, hab ich auch ne entsprechende Nadel genommen. Aber ich dachte das macht man, weil die Maschine da sonst nicht so gut durchkommt bzw. weil dünne Stoffe mit zu dicker Nadel zu große Löcher bekommen. Aber hat die Nadelstärke auch Einfluss darauf, wie sich Ober- und Unterfaden verbinden? Und wo im Stoff (also idealerweise ja genau mittig) das passiert? :blink:


Hallo nochmal,

die Nadelstärke hat keinen Einfluss auf die Stichbildung - wie Du schon schreibst nimmt man für dünne Stoffe auch dünnere feinere Nadeln um zu große Einstiche im Stoff zu vermeiden. Stärkere Nadeln nimmt man für dickere Stoffe. Die Stoffbeschaffenheit bestimmt die Nadelstärke.
Es gibt ja auch z.B. für Stretch-Stoffe die Nadeln in den Stärken 65, 75 und 90.
Probiere doch mal eine Microtex-Nadel vielleicht birngt dir diese den gewünschten Erfolg.

Noch etwas zu dieser kleinen Schraube an der Spulenkapsel für die Unterfadenspannung.
Ja sicher ist dort eine Schraube um diese Spannung auch einstellen zu können, dies ist aber für Mechaniker gedacht. Die Unterfadenspannung wird von Werk eingestellt und kann vom Mechaniker nachjustiert werden. Ansonsten sollte diese Schraube nicht verstelllt werden.

Das Stichbild kann man im Prinzip durch die Oberfadenspannung einstellen.
Es gibt da eine einfache Regel.....sind an der Unterseite des Nähgutes Schlaufen oder Schlingen, so erhört man die Oberfadenspannung um ca. 1 Zahl...also von 4 auf 5.
Sind dagegen auf der Oberseite des Nähgutes kleine Knoten dann ist die Oberfadenspannung zu hoch und wird um eine Zahl reduziert oder eben solange reduziert bis das Stichbild in Ordnung ist.

Idealerweise findet die Verknotung von Ober - und Unterfaden zwischen beiden Stofflagen statt.
So ist auf der Unterseite sowohl auch auf der Oberseite des Nähgutes keine Verknotung zu sehen.

Hoffe das ist einigermassen verständlich . :)

Schönes Wochenend und Gruß
Lothar

Voraussetzung ist das die Greiferbahn vorher geölt wurde wie ich schon beschrieben habe.


Ok, ich glaub die Maschine fliegt gleich aus dem Fenster!!!! :heul:

Ich habe Nähmaschinenöl gekauft und so wie von euch beschrieben die Maschine geölt. Ich habe Microtexnadeln gekauft und eingesetzt. Ich habe Fusseln entfernt.

So. Nun will ich gerade smoken. Geht natürlich gar nicht! Ich schaff ja nach wie vor nicht mal ne normale hübsche Naht! :wallbash: Ich hab gerade versucht nen Zickzackstich zu machen und Fakt ist, dass ich, EGAL bei welcher Oberfadenspannung (hab von 0 bis 9 alles getestet), IMMER Schlaufen auf der Oberseite hab und es aussieht, als ob in der Mitte dieser Schlaufen ein Faden lang läuft, wie eine Blumenranke mit Blättern links und rechts. (der merkwürdige ist ja, dass jede Naht gleich aussieht, auch wenn ich alle 10 cm die Oberfadenspannung ändere) Auf der Rückseite hab ich einen halbwegs gleichmäßigen Zickzackstich.

Ich bin echt verzweifelt :heul:

Bearbeitet von Bella_Eddy am 02.08.2014 22:56:57


Hallo,

die Maschine musst nicht aus dem Fenster werfen.
Hast Du denn den Oberfaden richtig eingefädelt. Ganz wichtig ist, dass dieser über die Feder in der Oberfandenspannung gefädelt wird. Diese Feder in der Spannung muss sich beim Nähen bewegen, sie ist verantwortlich für ein sauberes Stichbild.
Kontrolliere ob sich die Feder beim Nähen bewegt.
Gruß Lothar


Hallo Lothar,

vielen Dank erstmal für deine schnelle erneute Antwort und deine Geduld mit mir :blumen:

Ich habe eine Singer Curvy 8763, die mir meine Mama deshalb geschenkt hat, weil "sie sich fast von alleine einfädelt". Ich stecke oben die Oberfadenspule auf, nehme den Faden, lege ihn in einen langen Spalt ein und dann kommt der Faden unten wieder raus, wo ich ihn in die Nadel fädeln kann.

Wo sehe ich das jetzt eine Feder?!

Ich habe mal mein Handbuch bemüht und den Oberfaden wie beschrieben (viel steht da leider nicht) eingefädelt. Mit der Taschenlampe kann ich in dem Oberfadenführungsschlitz ein schmales Metallteil sehen, da liegt der Faden drauf und drückt es runter, wenn ich unten am Faden ziehe. Ist das die Feder?

Im Handbuch steht, dass ich bei angehobenem Nähfuß durch Zug am Faden keinen Widerstand spüren soll. Stimmt. Bei gesenktem Nähfuß soll ich einen deutlichen Widerstand spüren. Stimmt auch, ich merk da einen Unterschied.

Nun hab ich versucht den Zugtest bei verschiedenen Oberfadenspannungen zu machen. Kein Unterschied. :huh:

So, und nun?


Hallo,

schaue dir doch mal dieses Video an : https://www.youtube.com/watch?v=TPJQ6eic7iQ


Hallo nochmal,

nachdem das mit dem Oberfaden und der Spannung in Ordnung ist - soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, kontrolliere doch mal den Unterfaden.
Auch hier sollte der Faden nachdem er die Spule verlässt durch eine, ich sag mal Blattfeder, laufen.
Könnte gut sein das dies bei deiner Maschine nicht der Fall ist.
Ach ja, Du schreibst von einem Widerstand bei herabgelassenem Nähfuß wenn Du am eingefädelten Faden ziehst.....gibt es diesen Widerstand auch wenn Du am Faden ziehst und zwei oder drei Lagen Stoff unter dem Nähfuß gelegt hast?
Kontrolliere auch dies.

Gruß Lothar


Hallo ihr Lieben,

ich habe in den letzten Tagen mal wieder genäht und keine größeren Probleme gehabt. Sogar das Smoken hat geklappt. Jetzt kam mir eine kleine Erleuchtung. Kann es vielleicht sein, dass die Naht bei einer Lage Stoff oder eben 2 sehr dünnen Lagen Stoff auf der Unterseite nicht perfekt aussehen kann, weil kein Platz ist, wo sich Ober- und Unterfaden IM Stoff verknoten könnten? Und man es deshalb auf der Unterseite sieht...

Also mit mehreren Lagen oder dickeren Stoffen hab ich kein Problem beim Nähen. Nur die ganz dünnen... :rolleyes:


bei ganz dünnen Stoffen, sollte man schon Seidenpapier mit benutzen, das kannst du leicht wieder abreißen nach dem nähen.
woher du es bekommst?
im Schuhgeschäft!
die sind mitunter froh wenn es jemand haben möchte.
einfach glattbügeln und für den weiteren Gebrauch im Schuhkarton aufheben. :D

Bearbeitet von gitti2810 am 07.08.2014 14:24:35



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