Wenn Kinder flügge werden: Selbstständigkeit der Kinder


Hallo B) ,
ich habe trotz sorgfältiger Recherche keinen Beitrag zu diesem Thema gefunden.
Irgendwann werden sie selbstständig.
Wie seid ihr damit fertig geworden?
Wem steht es noch oder unmittelbar bevor und wie geht ihr damit um?
Irgendwann werden doch alle Eltern mit der Tatsache konfrontiert:
"Ey Eddies, ich ziehe aus.Bin alt genug,kann für mich selbst sorgen.Hotel Mama ist nicht mein Ding."
Verhaltet ihr euch so wie in diesem Werbespot ?:
Sohn steigt in den Möbelwagen,Eltern weinen bitterlich.Kaum ist der Möbelwagen abgebogen,geht die Party los? :rolleyes: :rolleyes:
Oder seid ihr eher traurig und fragt euch:Hoffentlich geht alles gut? :( :(
Beim Anblick des "verwaisten" Kinderzimmers etwa.

Meine Frau hatte große Probleme damit,als sich die Tochter eine eigene Wohnung nahm.
Sie konnte einfach nicht loslassen.
Dabei vergaß sie,das sie mit 21 J. schon einen eigenen Haustand hatte.
Vergißt man so schnell?
Hat man sich damals als Jugendlicher Gedanken darüber gemacht,wie sich die Eltern fühlen,wenn man auf eigenen Beinen stehen möchte?
Die wenigsten, behaupte ich mal!
Ihr Auszug war mir Recht,ich hatte Vertrauen und endlich mein "Büro".( ihr Kinderzimmer ) :D
Das gebe ich nicht mehr her!!
Quatsch aber auch!!!
Sie ist jederzeit wieder willkommen,sollte alles schief gehen.
Sie kommt uns mit Freund sehr gern besuchen und ihr erster Gang führt sie:
Na,wohin wohl??

Richtig!!

Zum !!!

Bin nun gespannt auf eure Meinungen?!

Grüße Heinzi

PS.:Sollte es diesen Thread wider Erwarten doch schon einmal gegeben haben,wäre es vielleicht wert,ihn nach oben zu schubsen bzw.zu neuem Leben zu erwecken.

Bearbeitet von Heinzi am 15.02.2006 03:17:24


mal aus der Sicht einer damals 17 jährigen,die auszog um das grosse Welt zu erforschen:
Ehrlich gesagt,habe ich mir wenig Gedanken darum gemacht,was meine Mutter davon hält,dies gebe ich zu.Allerdings muss dabei sagen,dass meine mutter und ich nicht gerade ein inniges Verhältnis hatten.

Ich zog mit meinem damaligen Freund zusammen und war froh mal Abstand zu gewinnen,dadurch,das wir ein anderes Dorf zogen,klappte dies auch ganz gut!Keiner der einem sagt,wann man zu Hause sein soll,keiner der sagt,bring den Müll runter oder wasch Geschirr ab,geh einkaufen usw.
Alles konnte ich nun selbst bestimmen,man was war ich froh!Geb ich ganz ehrlich zu! ;)
Die Beziehung hielt 3 Jahre und ich zog aus,ratet mal wohin???

zu meiner Mutter... :pfeifen: die ersten 2 Wochen lief das ja ganz gut,wir haben uns richtig gut verstanden,seit langem mal wieder!wir gingen gemeinsam weg,hatten Spass,redeten Nächte lang...aber dann wurde es einfach zu eng,sie war es nicht mehr gewohnt ständig jemanden um sich zu haben.Wir zofften uns und so beschloss ich wieder einmal die grosse Welt zu erkunden und stellte mich auf die Hinterbeine,suchte mir ne eigene Wohnung und wir waren beide verdammt froh unsere Freiheit wieder zu haben! ;)


Unser ältester Sohn wird im August 20 Jahre alt (Mensch wo ist die Zeit geblieben ....?),unser jüngster Sohn wird 14 Jahre alt. Also ,ich habe jetzt schon Panik davor wenn sie mal ausziehen-klar das ist der Lauf der Welt aber (so empfinde ich das ) gerade Mütter haben da erstmal eine Weile dran zu "knabbern" wenn die Kids ausziehen - es ist ja dann nun mal so -nichts ist mehr wie es mal war ,selbst wenn die Kids oft zu Besuch kommen . Oder wie sind da eure Erfahrungen ? :rolleyes:


Ich habe meine Kinder sehr früh losgelassen je eher je besser für die Kinder.
Die fühlten sich freier und haben nicht das Gefühl das die Mutti leidet weil das können Kinder auch belasten.
Die wissen wenn es gar nicht mehr geht steht immer ein Türchen offen wo die wieder zurück kommen aber dann mit ein eigenen Wohnung weil jeder seinen freiheit gewöhnt ist.

Gruß,,
MEike

Bearbeitet von MEike am 25.11.2007 11:00:21


Hallo Heinzi,

unsere Tochter ist mit 23 Jahren ausgezogen. Es ist uns (vor allem mir) anfangs nicht leicht gefallen das zu akzeptieren.
Sie war schon immer viel unterwegs, aber als sie nicht mehr bei uns wohnte, kam sie ziemlich oft "zu Besuch", so dass ich sie gefragt habe warum sie überhaupt ausgezogen ist. Und den Blick in den Kühlschrank kenne ich auch.

Nun ist das schon einige Jahre her (sie lebt jetzt mir ihrem Freund zusammen) und ich muss sagen man gewöhnt sich an alles (ich war ja schon mit 20 ausgezogen, da unsere Tochter schon da war und mein Mann und ich auch eine eigene Wohnung haben wollten).

Seit 3 Jahren wohnen mein Mann und ich im selben Haus wie meine Tochter und ich muss sagen jetzt ist alles gut.

Gruß,
Usch


Hallo,

bis unsere zwei ausziehen, wird wohl noch ein bisschen Zeit ins Land gehen. Aber als ich vor 6 Jahren mit meinem jetzigen GöGa in spe zusammengezogen bin, hat seine Mutter einen fast hysterischen Anfall bekommen. :wacko: Er war damals gerade 20 und ich vier Jahre älter, mit eigenem Hausstand und recht selbständig. Seine Mutter, hat mir Vorwürfe gemacht, weil ich ihn - da ich die ältere war bzw. bin - ihn unter Druck setzen würde, und er lieber Zuhause bleiben würde. Das war echt heftig. Auch für ihn. Als er dann seine Kiste gepackt hatte und endlich im saß, hätte SIE mich am liebsten :zensiert: :peitsche: .... . Und ER?? ER war heilfroh endlich ausser Sichtweite zu sein...... und die erste Zeit ohne MAMI einfach nur genossen. FREIHEIT!!!

Kann mir ja vorstellen, daß es für ein Elternteil sehr schwer ist sein Kind loszulassen. Aber wie heißt es so schön:

Ist das Kind klein - gib Ihnen Wurzeln,
sind sie größer - gib Ihnen Flügel.

Für alle Eltern, die den Abnabelungsprozeß noch vor sich haben:

TOI, TOI, TOI


YO


ich hab mit 22 das heimische Nest verlassen, und bin gleich 500 KM Richtung Süden gezogen. (Was tut man nicht alles für Männer... :pfeifen: )

Für meine Eltern kam das wie aus heiterm Himmel, hab ihnen im September 2003 gesagt, daß ich in zwei Wochen nach Würzburg fahre, mir dort ne Wohnung suche und mich in der Uni einschreibe und dann ab Oktober dorthin ziehe.

Ich hab immer nen gutes Verhältnis zu meinen Eltern gehabt und wenn ich nicht nach Würzburg gewollt hätte, würde ich bestimmt jetzt immer noch zu Hause wohnen.

Meine Eltern waren am Anfang zwar etwas geschockt und überrascht aber sie haben es voll und ganz akzeptiert, mußten sie ja :pfeifen: , haben mich dann sogar mit Sack und Pack gefahren.

Jetzt versuch ich so im Schnitt einmal im Monat nach Hause zu fahren und ich freu mich auch immer voll drauf. Ist irgendwei schön, wenn man dann in sein altes Zimmer kommt.


Meine Tochter zog mit 20 aus und es war für mich sehr schwer. Ich habe sie so vermisst und die Wohnung war so leer. Wir hatten aber nach dem Auszug ein besseres und innigeres Verhältnis da viele Streitpunkte einfach entfallen waren. Wir waren dann sowohl Mutter und Tochter als auch Freundinnen. Leider ist mein Kind vor 8 Monaten gestorben und diesen Trennungsschmerz kann man mit nichts vergleichen.


Arme Moni,

das tut mir so leid. Das ist das schlimmste das einer Mutter passieren kann.
Ich möchte dich gern in den Arm nehmen und trösten. Aber das kann man nicht.
:trösten: :trösten: :trösten: :trösten:

-evi-


Danke -evi-, ich fühle mich von dir gedrückt!

moni*


Naja. ich kann auch nur die "Gegenseite" darstellen.
Bin vor einem halben Jahr von Waldenbuch (bei Stuttgart) nach Hamburg gezogen (im April werde ich 20). Ist natürlich ein ganzes Stück weg, weshalb ich bisher auch nur selten zu Besuch komme (im Moment das zweite Mal).
Mir hat es nichts ausgemacht, so einen festen Familienzusammenhalt gibt es bei uns nicht, außerdem ist es "Tradition" zum Studieren woanders hinzugehen. Bin so eigentlich ziemlich glücklich.

Mein Mutter hat natürlich größere Probleme damit, vor allem da mein Vater und mein Bruder durch Beruf und Ausbildung den ganzen Tag nicht da sind und gesprächig sind die sowieso nicht.
Muss schrecklich sein, mittags alleine am Tisch zu sitzen (und unsere Nachbarn sind alle Riesena...löcher).

Nun ja, mein Bruder wird noch mindestens zweieinhalb Jahre hier wohnen.
Aber schön ist es sicherlich nicht, wenn die Kinder plötzlich weg sind, nachdem sie einen ca 20 Jahre genervt haben. ;-)

Gruß


:ph34r:

Bearbeitet von Christine am 04.04.2006 14:31:37


Zitat (Christine @ 25.03.2006 - 15:18:16)
Ich wollte keinen extra Thread auf machen für folgenden Brief: ;) ;)



Eine Mutter kommt in das Zimmer ihrer Tochter und findet dieses leer mit einem Brief auf dem Bett. Das Schlimmste ahnend, macht sie ihn auf und liest Folgendes:

„Liebe Mami, es tut mir Leid, Dir sagen zu müssen, dass ich mit meinem neuen Freund von zu Hause weggegangen bin. Ich habe in ihm die wahre Liebe gefunden. Du solltest ihn sehen, er ist ja soooooooooo süß mit seinen vielen Tattoos und den Piercings und vor allem seinem Megateil von Motorrad!

Aber das ist noch nicht alles, Mami, ich bin endlich schwanger und Abdul sagt, wir werden ein schönes Leben haben in seinem Wohnwagen mitten im Wald! Er will noch viele Kinder mit mir, und das ist auch mein Traum. Und da ich draufgekommen bin, dass Marihuana eigentlich gut tut, werden wir das Gras auch für unsere Freunde anbauen, wenn denen einmal das Koks oder Heroin ausgeht, damit sie nicht so leiden müssen.

In der Zwischenzeit hoffe ich, dass die Wissenschaft endlich ein Mittel gegen Aids findet, damit es Abdul bald besser geht, er verdient es wirklich! Du brauchst keine Angst zu haben, Mami, denn ich bin ja schon 16 und kann ganz gut auf mich selber aufpassen. Und das bisschen Lebenserfahrung, das mir fehlt, kann Abdul mit seinen 44 Jahren gut ausgleichen.

Ich hoffe, ich kann dich bald besuchen kommen, damit du deine Enkel kennen lernst. Vorher fahren wir noch zu Abduls Eltern, um dort zu heiraten, dann hat er es hier auch leichter mit seinem Aufenthalt.

Deine geliebte Tochter


PS: Alles Blödsinn, Mami, ich bin bei den Nachbarn! Wollte dir nur sagen, dass es schlimmere Dinge im Leben gibt als das blöde Zeugnis, das auf’m Nachtkästchen liegt. Hab’ dich lieb!

Ich glaube, wenn eine Mutter diesen Brief gelesen hat ist das Zeugnis wirklich nicht mehr wichtig!!!! :D :D

Zitat (moni* @ 15.02.2006 - 17:03:38)
Meine Tochter zog mit 20 aus und es war für mich sehr schwer. Ich habe sie so vermisst und die Wohnung war so leer. Wir hatten aber nach dem Auszug ein besseres und innigeres Verhältnis da viele Streitpunkte einfach entfallen waren. Wir waren dann sowohl Mutter und Tochter als auch Freundinnen. Leider ist mein Kind vor 8 Monaten gestorben und diesen Trennungsschmerz kann man mit nichts vergleichen.

:trösten: :trösten: :trösten:

Sorry, falscher Bezug.
Ich hätte quoten sollen.

Bearbeitet von Calendula am 25.03.2006 15:30:46


Zitat (moni* @ 15.02.2006 - 17:03:38)
Leider ist mein Kind vor 8 Monaten gestorben und diesen Trennungsschmerz kann man mit nichts vergleichen.

:trösten: :trösten: :trösten: :trösten: :trösten: :trösten: :trösten: :trösten: :trösten: :trösten: Fühl Dich auch von mir ganz lieb gedrückt.

Tröstende Grüsse vom Fusselchen :trösten:

Liebe Moni, deinen Schmerz kann niemand richtig nachfühlen, der nicht ähnliches erlebt hat. Ich wünsche dir viel Kraft um jeden Tag zu überstehen!

Als meine Tochter vor 2 Jahren mit 19 mit ihrem Freund zusammenzog, war es schwer für mich, da es in einer Zeit geschah, als ich gerade mit mir beschäftigt war (Hüft-OP). Inzwischen haben wir uns alle daran gewöhnt, dass sie nicht mehr da ist und sie fehlt uns nicht mehr. Ich sehe sie öfter und manchmal bin ich froh, wenn sie wieder weg ist. Meine 2. geht im August mit 19 Jahren für 1 Jahr nach Peru, das wird noch einmal ein Abschied, der weh tut, weil wir uns eben nicht so einfach besuchen können. Mein Sohn wird 18 und wir zoffen uns so häufig, dass ich manchmal denke, es wäre besser, wenn er auszieht. Wenn es soweit ist, werde ich ihn natürlich gehen lassen. Dann bleibt uns noch unsere jüngste Tochter mit jetzt 15 Jahren.
Scihe rist es nicht leicht, plötzlich allein zu sein und auch die Stille ist für mich nicht immer gut auszuhalten. Da ich dieses aber weiß und mich ja seit der Geburt der Kinder darauf vorbereiten konnte, habe ich mir eigene Interessen und Freunde gesucht, sodass ich nicht unmittelbar auf die Gegenwart der Kinder angewiesen bin.
Für die Zeit, in der mein Mann und ich nicht mehr berufstätig sind, haben wir uns viele Reisen vorgenommen, die jetzt durch die Kosten für die Studien der Kinder nicht möglich sind.


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