Warum immer ich?


Hallo ihr Lieben, ich weiß nicht was ich tun soll, ich hab ein dickes Problem an der Backe.

Ich bin gerade um Mitternacht zu meiner Schwiema geradelt, weil sie die Treppe runter gestürzt ist. Mit meinem Mann, also dem Sohn dieser sehr lieben alten Dame, bin ich verblieben, dass ich wieder nach Hause komme, aber dabei fühle ich mich gar nicht wohl. Was ist, wenn sie nachts aufsteht und nochmal stürzt?
Jetzt sitze ich hier im Bett, will hier übernachten, damit meine Schwiema und mein Mann beruhigt schlafen können und kriege selbst die Augen trotz Müdigkeit nicht zu.
Die gute Frau schläft zwar jetzt, aber irgendwas stimmt nicht, macht mich unruhig. Sie wollte nicht, dass ich den Malteser-Notrufknopf drücke, um Hilfe zu holen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie bei dem Treppensturz einen leichten Schlaganfall erlitten hat, denn sie hat vorhin ganz wirr geredet, gar nicht richtig artikuliert und fast nichts, was ich gesagt habe, verstanden.
Deshalb will ich auch die Nacht über lieber hier bleiben, auch wenn es alles andere als gemütlich ist.
Ist es nun richtig, erst mal drüber zu schlafen und dann erst zum Arzt mit ihr zu fahren?
Ich komme mir ausserdem ziemlich blöde vor, dass ich hier bin und nicht mein Göga. Gut, der muss morgen früh raus und arbeiten, viel Stress hat er in der Firma, da kann er sich zur Zeit schlecht frei machen. Er war auch vorhin schon fix und fertig, erst recht, als dann die Nachbarn seiner Mutter bei uns angerufen haben, bis zu denen hat sie es noch geschafft.
Das war ein richtiger Schock, diese Nachricht. Dazu muss man wissen, dass es bei ihrem verstorbenen Mann auch so anfing.
Ist es nun richtig, dass ich erst morgen mit ihr zum Arzt fahren werde? Kann ich das verantworten?


Hallo liebe Rumpumpel,

also, ich würde auf jeden Fall die nationale Notrufnummer für Notarzt / Rettungswagen, Tel.: 19222, anrufen und auf Nummer sicher gehen.
So musst Du die alte Dame nicht ins bringen (ich hätte auch Angst, daß es ihr beim Transport eventuell schlechter geht und da machst Du Dich sogar strafbar - hat mir mal ein Arzt erklärt, fand ich zwar merkwürdig, denn man möchte ja helfen, aber .... so ist es nun mal).
Bestimmt hast Du auch mehr Ruhe, wenn ein Arzt eine Untersuchung durchgeführt hat und er kann dann auch entscheiden, ob Krankenhaus oder nicht.
Was meinst Du? Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute und hadere nicht mit Deinem Schicksal, ich finde es gut, daß es Menschen wie Dich (uns) gibt, die für andere Menschen da sind, wenn sie gebraucht werden.
Kopf hoch!! Du bist prima!


Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute. :blumen:

Aber bitte so schnell wie möglich mit deiner Schwiema zum Arzt oder Notaufnahme Krankenhaus.
Du mußt den Sturz abklären lassen!!!

Sie kann einen Gehirnerschütterung, Schlaganfall oder sonstiges. Sie muß auf jeden Fall dringend schnell untersucht werden. Dann kann ihr super geholfen werden.

Ich spreche aus Erfahrung. Ich habe 3 Jahre meinen Vater gepflegt und habe leider reichlich Erfahrung.

:blumen:


Unbedingt den Arzt sofort holen!

Ich habe lange Jahre in der Hauskrankenpflege gearbeitet und alle unsere 400 Pflegekräfte hatten die dienstliche Weisung, bei einem Sturz IMMER die Rettung zu rufen.

Erstens weiß man nicht, warum der Patient gestürzt ist ( gestolpert, Schlaganfall, Hirnblutung etc.) , und zweitens kann man in einen Gestürzten nicht hineinschauen, was der Sturz für Folgen hatte (Blutung, Brüche etc.).

Nicht allen tut sofort etwas weh und auch sichtbare Verletzungen sind nicht die Regel- eher die Ausnahme- bei Stürzen.

Einen ganz tragischen Fall hatten wir auch einmal. Eine alte Dame war gestürzt und verweigerte die Mitfahrt ins Krankenhaus, am nächsten Tag war sie tot, sie hatte sich beim Sturz eine Gehirnblutung zugezogen.

Also nicht zögern und ärztliche Hilfe anfordern, besser kommt der Arzt und sagt es fehlt nichts, als dass man ihn nicht holt und dadurch nicht wieder gut zu machender Schaden an der Person entsteht.


Die Nacht war ruhig, jetzt ist das alte Stehaufmännchen schon wieder auf den Beinen. Ich fahr sie jetzt zum Arzt und erzähl mehr, wenn ich dazu komme.


Zitat (Petra-Baerchen @ 11.09.2014 05:35:43)
So musst Du die alte Dame nicht ins Auto bringen (ich hätte auch Angst, daß es ihr beim Transport eventuell schlechter geht und da machst Du Dich sogar strafbar - hat mir mal ein Arzt erklärt, fand ich zwar merkwürdig, denn man möchte ja helfen, aber .... so ist es nun mal).

Erst mal: Willkommen bei FM! :blumen:

Was das angebliche Strafbarmachen bei Hilfeleistungen muss ich aber energisch widersprechen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtliche_As...i_Hilfeleistung

Was du schreibst, mag für Fachleute wie Ärzte es in solchen Fällen wohl sind, strafbar sein, für Laien aber dem Artikel nach wohl nicht.
Im Gegenteil: Wenn du - auch als LAie -etwas unterlässt, kannst du dich strrafbar machen; s. Wikipedia.

Abgesehen davon: Ich kann das Dilemma von @Rumpumpel gut verstehen. :trösten:
Die Schwiegermutter hat sich unmissverständich dagegen gewehrt, den Notruf auszulösen - warum auch immer.
Ich weiß nicht, wie ich mich da entschieden hätte. :(

Bearbeitet von dahlie am 11.09.2014 12:04:16

Zitat (dahlie @ 11.09.2014 12:03:48)


Abgesehen davon: Ich kann das Dilemma von @Rumpumpel gut verstehen. :trösten:
Die Schwiegermutter hat sich unmissverständich dagegen gewehrt, den Notruf auszulösen - warum auch immer.

Das Dilemma kann ich auch verstehen, rumpumpel gibt aber auch an, dass die Schwiegermutter verwirrt und unorientiert war.
So ergibt sich die Entscheidung doch von selbst: es besteht Verdacht auf Schlaganfall, daher ist schnellste ärztliche Betreuung nötig. Und sei es nur, um den Verdacht auszuräumen!

Es ist mit größter Wahrscheinlichkeit doch kein Schlaganfall sondern eine Gehirnerschütterung.
Sie wird jetzt nach allem untersucht und ist jetzt im Krankenhaus in guten Händen, momentan ist mein Mann bei ihr.

Zeit für mich zum kurz durchatmen, es gibt genug, was heute deswegen liegen geblieben ist, eigentlich bin ich auch nur kurz hier, um euch, die ihr so lieb mitdenkt, zu beruhigen.

Ich wünsch euch einen schönen Tag, meiner kann nur noch besser werden.
Totmüde und mit winzigkleinen Schlitzaugen sag ich deshalb nun Danke und Tschüß!


Freut mich zu hören, dass es doch nicht so dramatisch ausgegangen ist bei deiner Schwie-Mutter.
:wub:

Sie kann stolz und froh sein, dass ihr euch beide so um sie kümmert!! :wub:


@ Rumpumpel, alles Gute für deine Schwiema. :blumenstrauss:


Zitat (dahlie @ 11.09.2014 12:03:48)

Abgesehen davon: Ich kann das Dilemma von @Rumpumpel gut verstehen. :trösten:
Die Schwiegermutter hat sich unmissverständich dagegen gewehrt, den Notruf auszulösen - warum auch immer.
Ich weiß nicht, wie ich mich da entschieden hätte. :(


Meiner Erfahrung nach muss man sich über diese Abwehr hinweg setzen, wenn einem die Person nach einem Unfall "durcheinander" erscheint.

Hier ist es ja gut gegangen, weil man Glück gehabt hat.

Der Sohn hätte durchgreifen müssen, der Mutter und der Schwiegertochter zuliebe. Das nächste Mal sollte man 112 wählen.

Eigentlich war das grob fahrlässig. Wenn ein Mensch verwirrt erscheint und Sprachstörungen hat, ist das ein ernstzusnehmender Hinweis auf einen Schlaganfall. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Auch junge Menschen, ja sogar Kinder können einen Schlaganfall erleiden. Und gerade bei Verdacht auf Schlaganfall sagt Dir jeder Mediziner zwei Dinge:
1.) Zeit ist alles. Je früher die Behandlung einsetzt, desto größer ist die Chance, dass vieles gut wird.
2.) Lieber einen falschen Alarm als einen zu wenig.

Ich hätte direkt den Notruf gewählt. Auch allein deshalb - weil ich mir dann später im Fall der Fälle keine Vorwürfe machen müsste.
Wichtiger für die alte Dame wäre nun, dass Ihr der Vorfall eine Mahnung ist. Sofern sie es noch nicht getan hat, sollte sie jetzt unbedingt in einer Patientenverfügung genau regeln, was die Mediziner im Ernstfall zu tun oder zu unterlassen haben.


Ich denke mir, dass es leicht ist als Außenstehender zu sagen "Ich hätte sofort den Notruf gewählt".

Ich persönlich identifizierte mich da mit Dahlies Aussage.

Zitat
Abgesehen davon: Ich kann das Dilemma von @Rumpumpel gut verstehen.  :trösten:
Die Schwiegermutter hat sich unmissverständich dagegen gewehrt, den Notruf auszulösen - warum auch immer.
Ich weiß nicht, wie ich mich da entschieden hätte.  :(

Leicht war diese Situation nicht :trösten: :trösten:

Zitat (Brandagamba @ 12.09.2014 11:52:24)
Eigentlich war das grob fahrlässig. Wenn ein Mensch verwirrt erscheint und Sprachstörungen hat, ist das ein ernstzusnehmender Hinweis auf einen Schlaganfall. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Auch junge Menschen, ja sogar Kinder können einen Schlaganfall erleiden. Und gerade bei Verdacht auf Schlaganfall sagt Dir jeder Mediziner zwei Dinge:
1.) Zeit ist alles. Je früher die Behandlung einsetzt, desto größer ist die Chance, dass vieles gut wird.
2.) Lieber einen falschen Alarm als einen zu wenig.

Ich hätte direkt den Notruf gewählt. Auch allein deshalb - weil ich mir dann später im Fall der Fälle keine Vorwürfe machen müsste.
Wichtiger für die alte Dame wäre nun, dass Ihr der Vorfall eine Mahnung ist. Sofern sie es noch nicht getan hat, sollte sie jetzt unbedingt in einer Patientenverfügung genau regeln, was die Mediziner im Ernstfall zu tun oder zu unterlassen haben.

:) Ich stimme dir 100% zu.

Ich hätte aus genau diesen Gründen sofort den Notruf gewählt egal ob es sich um meine Mutter, Schwiegermutter oder eine Nachbarin handelt.

@Rumpumpel: Weiterhin gute Besserung für deine Schwiegermutter :blumen: ist ja noch mal gut gegangen.

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 12.09.2014 13:37:13

Ich kann die "Hemmschwelle" einen Notarzt zu rufen nachempfinden.
Bei der Pflege meiner Mutti kostete es mich auch ziemlich Überwindung. Ich hatte die Angst, dass man sagt: wegen so einem Pippifaz rufen Sie uns an?

Aber dann war mir das Wohlergehen meiner Mutti doch wichtiger und ich wählte die 112. War gut so, sie können auch schlimme Verdachte ausräumen. Ich mußte noch öfter - dann ohne innere Probleme - die 112 anrufen und wir sind immer sehr freundlich behandelt worden. Entweder hat man Mutter ins Krankenhaus zum Röntgen gefahren und sie bieb noch zur Beobachtung dort ode rman konnte einen Schlaganfall ausschließen.

Es wurde jedesmal darauf hingewiesen: wir kommen lieber einmal mehr, als garnicht und der Patient hat dann Nachteile, vielleicht auch den Tod zu fürchten.

Das nur mal so als Info...


Ist ja alles richtig - und Gott sei Dank alles gutgegangen.
Ich möchte nur zu Bedenken geben: hier war es nicht die Hemmschwelle, den Notruf zu wählen; da sollte man keine Hemmungen haben. Aber es war der ausdrückliche Wunsch der Patientin - soll man sich darüber einfach hinwegsetzen, gerade auch bei einem alten Menschen?
Ein Patiententestament kann ich nur dringend empfehlen. Der Notarzt fragt nicht lange nach dem Wunsch-Krankenhaus, da kann man Glück oder (wie erlebt) gewaltiges Pech haben.
Es kommt natürlich immer auf die Umstände an: wie weit kann der Patient und der Helfer die Situation beurteilen? Viele kennen ihren eigenen Körper gut genug. Andererseits ist man im akuten Fall vielleicht einfach blind für die Symptome, die man normalerweise kennt.


Also ich hätte auch sofort die 112 gewählt, ob die verletzte Person das gewollt hätte oder nicht.

Bei meiner Schwester ist vor Jahren ein Aneurysma im Kopf geplatzt, da war sie 36. Ihre Tochter meine Nichte damals 12 Jahren alt hat sofort geistesgegenwärtig gehandelt und die 112 gewählt. Die Kleine hatte an diesem Tag eine Stunde später Schule, die Beiden saßen in der Küche und meine Schwester meinte: "irgendwie gehts mir heute nicht so gut" dann ging sie auf Toilette und als sie von dort raus kam, ist sie im Flur zusammen gebrochen. Meine Nichte eilte zu ihr und sah, dass Blut aus der Nase und Ohren lief. Ohne lange nachzudenken rief sie den Notarzt und danach erst rief sie in der Firma ihres Vaters an und sagte ihm: Du musst schnell heimkommen, die Mama ist ohnmächtig geworden, ich habe gleich die 112 angerufen, aus Nase und Ohren kommt Blut. Darauf hin fuhr mein Schwager sofort nach Hause

Ganz ehrlich wir waren alle sooo stolz auf das Kind, dass sie so reagiert hat! Dadurch hat meine Schwester überlebt und keine Schäden davon getragen. Sie war lange auf der Intensiv Station, dann normale Station, danach dann gleich Reha.

Hätte die Kleine an diesem Tag nicht später Schule gehabt, wäre ihre Mama meine Schwester heute nicht mehr am leben!

Deshalb! SOFORT NOTARZT RUFEN! Gerade bei Stürzen und vor allem bei älteren Menschen weiß man nie was so ein Sturz verursachen kann! Da gibt es nichts lange Nachzudenken, lieber einmal zuviel als gerufen als später jemanden beerdigen oder gar dass dieser Mensch ein Pflegefall wird.

Und warum steht als Überschrift: Warum immer ich?

Dass zum Beispiel frage ich mich jeden Tag, denn seit meiner Kindheit muss ich einen Schicksalsschlag nach dem anderen durchleben. Am 3.9.2014 vor fast 2 Wochen habe ich durch diesen tragischen und schrecklichen Verkehrsunfall auf der A3 bei Bad Camberg wo es 3 Tote gab, meine 11 jährige Enkeltochter verloren. Mit ihr ihre 9 jährige Cousine und ihre andere Oma. Ihre Tante die das Auto fuhr und die Unfallverursacherin gewesen sein soll und deren 9 jähriger Sohn liegen mit schwersten Verletzungen im künstlichen Koma! Aus meinem Mund kam nicht WARUM IMMER ICH, sondern mein Gott warum hast du mir meinen Engel genommen. Ich muss mir jetzt allerdings Hilfe bei einer Psychologin holen die auf Krisenintervention spezialisiert ist. Jedoch am meisten Hilfe brauchen nun die Familie meines Ex-Schwiegersohnes, da es 3 Tote in seiner Familie gab und man auch noch nicht weiß, wie es zu dem Unfall kam und was aus seiner Schwester und deren Sohn wird?!

Ich weiß, dass meine Kleine nun bei Jesus ist, sie nicht leiden musste, da sie sofort tot war und sie nun mit ganz vielen anderen Sternenkinder auf mich / uns herab sieht.

Deshalb egal was ist sofort Handeln, nicht lange Nachdenken und zum Telefon greifen Notarzt rufen. Danke


WAS ICH NOCH HINZUFÜGEN MÖCHTE! AN DER UNFALLSTELLE GAB ES MENSCHEN DIE DIE LEICHEN UND STERBENDEN MIT IHREN HANDYVIDEOS AUFGENOMMEN HABEN!!! WIE GESCHMACKLOS UND PIETÄTLOS IST DAS DENN!!! PFUI TEUFEL 😈 SOLCHE MENSCHEN SIND DAS ALLERLETZTE!


@Silkeseidel, ich kann verstehen, dass Dich das ganze ziemlich mitnimmt, aber: Du musst uns deswegen nicht anbrüllen, denn wir können nichts dazu! (Falls Du nicht verstehst, was ich meine: Großschreibung wird im Internet als anbrüllen genutzt)


Ich denke nicht das sie Uns anbrüllen wollte, es ist wohl wegen den Gaffern . Dazu noch alles zu frisch und muss erst verarbeitet werden .


Hallo ihr Lieben, besonders hallo liebe Silkeseide!

Das ist ja eine scheußliche Geschichte, liebe Silkeseide, da läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.

Bitte mach mir keine Vorwürfe, die schlimmsten Vorwürfe mache ich mir selber und wir haben im Familienkreise jetzt besprochen, wie jeder einzelne von uns handeln sollte im Notfall. Auch die Nachbarn wissen Bescheid.
Meiner Schwiema geht es nicht gut, noch liegt sie im Krankenhaus. Aber alle haben mich beruhigt, auch wenn ich sie 6 Stunden vorher gebracht hätte würde es ihr jetzt nicht besser gehen. Sie wird anschließend sofort in die Reha geschickt und bis dahin noch täglich untersucht.

Fragt bitte nicht, warum ich den Titel gewählt habe, zum eigentlichen Thema passt es wirklich nicht. Nur wenn ich noch von allen anderen brüchigen Baustellen und anderen Balanceakten um mich herum erzählen würde, wäre das für euch verständlich. Meine Hilfe wird an vielen Stellen zur Zeit gebraucht, ich bräuchte so ungefähr 4 Körper, 16 Hände und einen 48 Stunden-Tag um allen gerecht zu werden. Aber nachdem ich den Titel gewählt hatte und das Thema niedergeschreiben habe (es war mitten in der Nacht!), hatte ich keine Lust mehr weiter zu schreiben oder den Titel zu ändern, alles andere wird dann so klein und nichtig.


@ Silkeseide
ich wünsche Dir ganz viel Kraft, die nächste Zeit zu überstehen. Das wird nicht einfach sein. Es ist oft so, wenn es mal den Faden hat, dann kommt eines nach dem anderen. Aber meine Mutti hatte für mich immer die Worte: Du bekommst nur so viel aufgepackt, wie du tragen kannst.

Auch wenn man meint: jetzt geht nix mehr…es gibt immer ein Morgen. Ein neuer Tag. Und wenn die Nacht am dunkelsten ist, dann ist der Morgen am nächsten.

Mancher wird denken: doofe Sprüche…wie kann man nur. Aber die Erfahrung einiger Lebensjahrzehnte kann bei vielen die Richtigkeit bestätigen.

Aber durch schwere Zeiten zu gehen … da bedarf es schon Kraft. Und ich hoffe für Dich, dass Du eine Familie hast, welche Dich auffängt und Dir die nötige seelische Unterstützung gibt.

Das gleiche erhoffe ich für die Threaderöffnerin. Auch da wird mit Schwiegermuttern noch manches auf sie zu kommen. Aber sie wird es schaffen, wie viele andere auch. Aber leicht wird es auch hier nicht sein.

Es hat aber auch niemand versprochen, dass unser Leben immer Friede, Freude, Schnitzel sein wird. Im Gegenteil.

Und erst man die Tiefen kenn, kann man sich an den schönen Dingen erfreuen und weiß diese zu schätzen
So, das war mein Wort am Montag


Sehr schön @Ursula

Jeder hat so seine Baustellen @Rumpelpumpel und ich mache dir keine Vorwürfe jedoch hätte es auch anders ausgehen können


Zitat (chris35 @ 14.09.2014 21:01:40)
Aber es war der ausdrückliche Wunsch der Patientin - soll man sich darüber einfach hinwegsetzen, gerade auch bei einem alten Menschen?

selbstverständlich, gerade bei alten menschen. deren knochen sind recht oft brüchiger als die junger menschen, viele nehmen medikamente, die aufkommenden schmerz nicht richtig zulassen. und bei verwirrung und artikulationsproblemen nach einem sturz ist der notruf keineswegs überhastet, sondern das einzig richtige.

es sollte keine hemmschwelle sein, einen krankenwagen zu rufen oder den notruf zu wählen. lieber kommen die helfer "umsonst" als gar nicht oder zu spät, und der patient stirbt. umsonst ist es niemals, denn nur so kann abgeklärt werden, ob hilfe nötig ist oder ob man mit einem schrecken davongekommen ist. und es erspart selbstvorwürfe, weswegen man denn nicht eher jemanden gerufen hat.

bei einem sturz ist auch nicht der nette nachbar ansprechpartner, der jemanden ins krankenhaus fährt. laien können, so gut sie es auch meinen, jemanden durch falsches hochheben und tragen ins auto noch mehr schäden anrichten als es der sturz möglicherweise schon getan hat. das sollte man wirklich fachleuten überlassen, so schwer es einem auch fallen mag.


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