Abschreibung beim Wohnungskauf


Hallo
ich falle gleichmal mit der Türe ins Haus.

Meine Mutter 65 jahre möchte sich eine Wohnung kaufen und selber beziehen.
Wenn sie die Wohnung selber nutzt kann sie auch nichts steuerlich abschreiben und deswegen denke ich mir kaufe ich für sie die Wohnung und dann bin ich ihr Vermieter.

Aktuell möchte meine Mutter die € 150.000 für die Wohnung bar bezahlen (zur Sicherheit trage ich meiner Mutter ein lebenslanges Niesbrauchtrecht oder ähnliches ein).

Damit ich aber die Wohnung steuerlich geltend machen kann bzw das es etwas zum abschreiben gibt benötige ich eine Zinsbelastung.
Ich leihe also die € 150.000 offiziell von der Bank zu ca 2 % für z.b 10 Jahre und das entspricht einer monatlichen Zinsbelastung von ca. € 250 .

Wenn ich nun von meiner Mutter eine "theoretische" Miete von € 400 verlange wird das ja auf meine Einkommen wie Lohn und Gehalt dazugerechnet.
Von diesen € 400 kann ich die Zinsbelastung von ca. € 250 und einen Teil der Nebenkosten oder Hausgeld abziehen. Dann stehen am Ende € 400 Einnahmen zu € 500 Ausgaben.

Ist das so alles richtig gedacht oder happert es da irgendwo?
Jetzt wo ich das so alles niedergeschrieben habe glaube ich das es garnichts bringt wegen der "unnötigen" € 250 Zinsbelastung.

Momentan bin ich für alle Informationen dankbar da ich ganz am Anfang stehe und mir alle Infos zusammensammel.


Bin kein Finanzexperte, das scheint mir aber sehr unausgegoren - nimm Dir einen Experten!
Was mir komisch vorkommt:
- wenn Du irgendetwas steuerlich geltend machen willst, bekommst Du ja nicht das Geld vom Staat sondern sparst höchstens etwas Steuer ein. In Deinem Beispiel schenkst Du praktisch der Bank Zinsen für einen Kredit, den Du gar nicht brauchst. Ich bezweifle, daß Du dieses Geld (oder mehr) vom Staat wieder reinbekommst
- als Vermieter bist Du Unternehmer - der kann nicht dauernd Verlust machen, das mag der Staat gar nicht :D
- der Gedanke, das Geld in einer Immobilie zu investieren, ist gerade bei der heutigen Euro-Krise nicht schlecht. In einer Eigentumswohnung riskierst Du allerdings einige Probleme: Ärger mit den Nachbarn wie ein Mieter, Streit in der Eigentümerversammlung mit den anderen Eigentümern, Reparaturen usw.
Wie wäre es mit einem (nicht zu teueren) Haus? Dann braucht ihr sowieso einen Kredit, habt aber schon eine ganz gute Basis mit dem Eigenkapital.
- denkt auch an eine mögliche Pflegebedürftigkeit der Mutter. Die Sozialdienste sind da ganz gierig auf alles vorhandene Kapital. Macht Euch da mal schlau und sichert Euch möglichst ab, auch mit einem Patiententestament und Vorsorgevollmacht. Da scheinen manchmal üble Geschichten zu laufen :(


Zeit für einen Steuerberater, würde ich mal meinen. Das ist die sichere Variante, bevor ihr euch in einem selbstgestrickten Finanzierungsmodell verhuddelt und am Ende drauf zahlt.

Die Abschreibung mindert nur die höhere Belastung durch Zinsen ab, die ihr bei vollständiger Barzahlung ohnehin nicht hättet. Ein Nullsummenspiel also. Im Gegenteil : manche Verkäufer lassen bei sofort erfolgender Bezahlung mit sich reden und räumen ein Paar Prozent Skonto ein.

Deine Mutter kann unter Umständen das Hausgeld/monatlichen Nebenkosten ihrer selbst genutzten Wohnung steuerlich geltend machen. Aber das ist ein anderes Thema.


zitier mich selber : Jetzt wo ich das so alles niedergeschrieben habe glaube ich das es garnichts bringt wegen der "unnötigen" € 250 Zinsbelastung.


dieser Plan is wohl tatsächlich unsinng :)



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